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Einleitung

Unser Sonnensystem

Unser Sonnensystem - Äußere Planeten

Von CellarDoor85 (Robert Aehnelt) - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0
Die äußeren Planeten

 

Der Asteroidengürtel (Einleitung)

 

Zwischen dem Mars und dem Jupiter befindet sich der Asteroidengürtel. Man geht heute davon aus, dass der Asteroidengürtel zur gleichen Zeit entstanden ist wie die Planeten unseres Sonnensystems. Der Planet Jupiter soll durch seine Einwirkung die Entstehung eines Planeten verhindert haben. Früher gab es noch die Meinung das der Asteroidengürtel die Überreste eines zerstörten Planeten waren. Heute vertritt keiner mehr diese Theorie. Die Größe der Gesteinsbrocken ist unterschiedlich, man sieht dort relativ kleine Asteroiden und viele größere. Der größte, Ceres, hat einen Durchmesser von gut 945 Kilometern. Die Asteroiden bestehen aus den unterschiedlichsten bestandteilen, einige aus Silikaten, andere sind dunkle kohlenstoffhaltige Asteroiden, oder bestehen aus Eis und Gestein.

 

Jupiter

Jupiter

 

Das Alter von Jupiter beträgt ebenfalls gut 4,5 Mrd. Jahre. Der Jupiter ist der 5. Planet im Sonnensystem und der erste Planet der sogenannten äußeren Planeten. Jupiter ist auch der Größte aller Planeten unseres Sonnensystems. Der Äquatordurchmesser Jupiters beträgt ca.142.800 Kilometer. Auch Jupiter ist ebenfalls seit frühester Zeit bekannt und sein Name bedeutet im altgriechischen „Wanderer“ . In der Mythologie der Römer war Jupiter der König der Götter und der Herrscher über den Olymp und der Patron des römischen Staates; die Griechen nannten ihn Zeus. Das beeindruckenste Schauspiel des Jupiters ist das sogenannte "Rote Auge" das alle Beobachter immer wieder fasziniert.

 

Der Jupiter umrundet die Sonne in einer fast kreisförmigen Umlaufbahn in dieser Zeit nähert er sich der Sonne bis auf 740 Mio. km und entfernt sich von ihr bis zu 815 Mio. km. Nach bisherigen Erkenntnissen der Wissenschaft stabilisiert der Jupiter wegen seiner Masse den Asteroidengürtel. Ohne seinen "Einfluss" würde nach den Statistiken etwa alle 100.000 Jahre, ein Asteroid auf die Erde stürzen. Der Jupiter dreht sich, obwohl er der Größte und massereichste Planet im Sonnensystem ist in nur ca. 10 Stunden um die eigene Achse. Die ungewöhnliche Form des Jupiter; abgeflacht an den beiden Polen und eine große Ausdehnung in Äquatornähe führen dazu, dass der Jupiter am Äquator eine Umrundung um die eigene Achse 9 Stunden 50 Minuten 30 Sekunden vollzieht und an den Polen sind es 9 stunden 55 Minuten 41 Sekunden. Die Umlaufzeit um unsere Sonne beträgt 11 Jahre, 315 Tage und 3 Stunden.

 

Beim Jupiter handelt es sich um einen Gasplaneten und über die Oberfläche ist wenig bekannt, weil eine Sonde nicht landen kann. Die Sonde würde auf dem Planteten regelrecht versinken. Man vermutet das Jupiter einen Kern besitzt der aus Gestein und Eisen besteht. Andere Quellen geben an, dass der Kern flüssig ist und aus Wasserstoff und Helium besteht. Die darüberliegende Schicht ist zusammengesetzt; darüber sind sich meine Quellen einig, aus flüssigem metallischen Wasserstoff. Der Grund für den flüssigen Wasserstoff wird mit dem dort herrschenden Druck von über vier Millionen Bar und den Temperaturen in Verbindung gebracht. Die äußere Schicht besteht aus dem gewöhnlichen Wasserstoff, und Helium. Der Jupiter besitzt keine festen Übergänge bei den Schichten wie zum Beispiel die Erde, beim Jupiter ändert sich der Zustand der Gase mit ansteigender Tiefe.

 

Die Atmosphäre des Jupiters besteht aus, Wasserstoff ( 75 bis 90 %), Helium (ca. 10 bis 24 %), Kohlendioxid, Methan, Wasser und Ammoniak ( alle zusammen etwa 1 % ). Die sogenannte Wolkendecke des Jupiters besteht aus 3 Wolkenschichten. Die oberste Schicht besteht aus Ammoniak-Eis und Ammoniumhydrosulfid und die darunterliegende Wolkenschicht enthält Ammoniak-Wasserstoffsulfidkristalle in der letzten Wolkenschicht vermutet man Eis und Wasser. Die Temperaturen betragen an der äußeren Atmosphäre -50° C und in der niedrigeren gelegenen Atmosphäre sind es immerhin 17 °C. Nur die oberste Wolkenschicht ist für uns sichtbar. Man sieht dort ganz deutlich dunkle Gürtel und helle Zonen die entgegen gesetzte Windrichtungen besitzen. Die Windgeschwindigkeiten betragen dort ca. 600 bis 700 Km/h und dies liegt nicht an der Sonneneinstrahlung, sondern an der inneren Hitze des Jupiters. Die Winde zwischen den Streifen reiben sich und so entstehen die Wirbel oder Sturmgebiete wie z.B. der bekannte "Große Rote Fleck" in Süden des Jupiters. Der "Große Rote Fleck" ( GRS oder Red Spot Hollow ) hat die Form eines Ovals mit den Ausmaßen 12.000 x 25.000 km.

 

Der Jupiter besitzt ein riesiges Magnetfeld, dessen Entstehung aber noch nicht genau geklärt ist. Man nimmt jedoch an, dass es durch den metallischen Wasserstoff und der schnellen Rotation entstanden ist und aufrecht erhalten wird. Das Magnetfeld des Jupiter ist 20 x stärker als das Magnetfeld unserer Erde. Ebenfalls ist die Energie des Magnetfeldes etwa um das 25.000-fache größer als das Erdmagnetfeld. Jeder Mensch der sich ungeschützt dieser Strahlung nähern würde wäre sofort Tot. Die Ausdehnung des Jupitermagnetfeldes ist riesig, auf der Sonnen zugewandten Seite geht das Magnetfeld etwa 6 Mio. Km ( Bei sehr schwachen Sonnenwinden sogar 16 Mio. Km ) ins Weltall. Auf der Sonnen abgewendeten Seite erstreckt sich das Magnetfeld 650 bis ca. 700 Mio. km ins Weltall und erreicht sogar fast die Umlaufbahn des Saturn. Die Jupitermonde befinden sich im Magnetfeld des Jupiters, dies führt beim Jupitermond Europa dazu, dass dort das Wasser auf der Oberfläche verdampft.

 

Der Jupiter in Zahlen

Durchmesser :   142.984 km
Umlaufzeit um die Sonne (Jahr):   4.335,59 Erdtage
Rotationsdauer:   9 Stunden
55 Minuten
21 Sekunden
Entfernung von der Sonne:   740 bis 815 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  588 bis 967 Mio. km
mittlere Orbitalgeschwindigkeit   13,06 km/s
mittlere
Temperatur
( Oberfläche ) :
  ca. -140°
Masse:   1.898,80×1024 kg
Schwerkraft :   ------
Monde 63 :   Metis, Adrastea, Amalthea, Thebe, Io,
Europa, Ganymed,
Callisto (oder Kallisto), Themisto,
Leda, Himalia, Lysithea, Elara, S/2000 J11, Carpo,
S/2003 J12,Euporie,S/2003 J3,
S/2003 J18,Thelxinoe,Euanthe,Helike,
Orthosie, Iocaste, S/2003 J16, Praxidike,
Harpalyke, Mneme, Hermippe, Thyone, Ananke,
Herse, Aitne, Kale, Taygete, S/2003 J19,
Chaldene, S/2003 J15, S/2003 J10, S/2003 J23,
Erinome, Aoede, Kallichore, Kalyke, Carme,
Callirrhoe, Eurydome, Pasithee, Kore, Cyllene,
Eukelade, S/2003 J4, Pasiphae, Hegemone, Arche,
Isonoe, S/2003 J9, S/2003 J5, Sinope, Sponde,
Autonoe, Megaclite, S/2003 J2

 

Die Ringe des Jupiter

Name des Rings   Entfernung zum Planeten (km) Breite (km)
Halo-Ring (ex R/1979 J1)   92.000-122.800 20800
Hauptring (ex R/1979 J2)   122.800-129.200 km 6.400 km
Gossamer-Ring (ex R/1979 J3)   129.200-221.200 km 181.000-221.000 km

 

Die Jupiterringe sind im Vergleich zu den Ringen des Saturn sehr dunkel und bestehen aus mehreren Mio. kleinen Gesteinsbrocken. Ein Hauptgrund für die sehr späte Entdeckung der Ringe ist das diese nicht mit dem bloßen Auge erkennbar sind. Die Beobachtungen bleiben auch weiterhin sehr schwierig weil die Ringe aus Staubkörnchen bestehen, die nicht größer sind als die Partikel die sich im Rauch einer Zigarette befinden und eine fast schwarze Farbe haben. Man nimmt an das die Ringe immer wieder von den Jupitermonden durch Meteoriteneinschläge aufgefüllt werden. Der innerste Ring und dem Jupiter am nächsten ist der "Halo" Ring. In ihm sammelt sich das von den äußeren Ringen kommende sehr feine Ringmaterial. Der Hauptring ist der 2. Ring um Jupiter, man geht davon aus das die Monde Adrastea und Metis den Hauptring mit Ihrem Material sozusagen versorgen. Die Gossamer-Ringe bilden den Außenbereich des Ringsystems bestehen aus abgesplitterten Material der Monde Amalthea und Thebe.

Der Jupiter hat nach heutigen Erkenntnissen 63 Monde, die 4 Großen sind die sogenannten galileischen Monde, mehrere kleinere die schon einen Namen haben und viele kleine die erst vor kurzem entdeckt wurden aber noch keinen Namen erhalten haben. Alle benannten Jupitermonde erhielten ihre Namen von den Geliebten des Göttervaters Jupiter.( Io, Europa, Ganymed und Callisto ).

Die 4 Galileischen Monde sind auch die größten :
Io, Europa, Ganymed und Kallisto haben einen Durchmesser zwischen 3122 und 5262 km. Io und Europa besitzen eine sehr hohe Dichte und bestehen aus Gestein, Ganymed und Callisto haben eine geringere Dichte und bestehen aus Wassereis. Metis, Adrastea, Amalthea und Thebe sind kleinere Monde und haben einen Durchmesser von 20 bis 131 km. Die anderen Monde sind noch kleiner und daher wenig erforscht. Der Jupitermond Io ist der einzige uns bekannte Mond auf dem es eine vulkanische Aktivität gibt. Ganymed besitzt ein eigenes Magnetfeld und man vermutet das sich auf Europa unter seiner gefrorenen Oberfläche ein flüssiger Salzwasser-Ozean befindet.

 

Saturn

Saturn

 

Saturn ist der 6. Planet in unserem Sonnensystem und gehört ebenfalls zu den Gasplaneten. Der zweitgrößte Planet hat am Äquator einen Durchmesser von 120.500 km und man kann ihn mit bloßen Auge sehen. Auch der Saturn ist schon seit frühester Zeit bekannt. In der Mythologie der Römer ist Saturn der Gott des Ackerbaus, bei den alten Griechen ist er Chronos, der Sohn von Uranos, Gaia und der Vater des Zeus (röm. Jupiter). Das englische Wort „Saturday“ (für Samstag) leitet sich von ihm ab. Der Saturn ist der einzige Planet der ein Hell leuchtendes Ringsystem besitzt.

Die Umlaufbahn des Saturn ist fast kreisförmig und für eine Sonnenumrundung braucht der Saturn etwa 29 Jahre und 166 Tage. Der Saturn dreht sich unterschiedlich um die eigene Achse, an den Polen sind es etwa 10 Stunden, 39 Minuten und 22 Sekunde und am Äquator 10 Stunden, 13 Minuten und 59 Sekunden. Messungen ergaben, dass das Saturninnere sich am langsamsten dreht dort sind es 10 Stunden, 47 Minuten und 6 Sekunden.

Der Saturn besteht aus ( hier unterscheiden sich die Quellen ) ca. 75 % Wasserstoff und 25% Helium, in kleinsten Mengen auch Wasser, Methan, Ammoniak und „Felsen“. Im Innersten des Saturn befindet sich ein felsiger Kern der in einer Schicht aus flüssig metallischen Wasserstoff besteht. Die äußerste Schicht setzt sich aus molekularem Wasserstoff und geringen Mengen von unterschiedlichen Eisenarten zusammen. Im inneren des Saturn herrschen Temperaturen von ca. 12.000 bis 15.000° C. Der Druck der Atmosphäre ist auch hier so groß das sich der Wasserstoff bei ansteigender Tiefe zum metallischem Wasserstoff verdichtet. Der Gasplanet Saturn besitzt ebenfalls keine feste Oberfläche. Von allen Planeten des Sonnensystems ist seine Dichte am geringsten. Die Temperatur auf der "Oberfläche" beträgt ca. -139 °C.

Die Atmosphäre des Saturn besteht aus 88 bis % bis 97 Wasserstoff, 3 bis 12 % Helium und geringen Mengen Methan, Ammoniak, Wasserdampf, Ethan, Acetylen und Phosphin. Die gelblich-braune Wolkendecke die auf dem Saturn zu sehen ist besteht zum größten Teil aus gefrorenen Ammoniakkristallen. Man nimmt an das Saturn zwei Wolkenschichten besitzt, wobei die untere vollständig verdeckt ist. In den Wolken beträgt die Temperatur etwa -125° C und an der Wolkenobergrenze etwa -176°C. Der Nordpol des Saturn ist der Mittelpunkt eines Polarwirbels und dort befindet sich eine 5.000 Kilometer Große sechseckige Struktur. Im nördlichen Teil des Saturn wurde ebenfalls ein „Großer weißer Fleck“ gesichtet der alle 29 Jahre zu beobachten ist. Am Südpol des Saturn befindet sich ein hurrikanähnlicher Sturm mit einem Durchmesser von ca. 8000 Kilometern der sich nicht über der Oberfläche weiter bewegt. Am Äquator beträgt die Windgeschwindigkeit rund 1700 Km/h in der Stunde. Der Saturn hat wie der Jupiter eine gestreifte Wolkendecke, doch auf dem Saturn ist diese viel feiner und am Äquator sind diese sogar breiter. Saturn hat ebenfalls die von Jupiter bekannten Ovale.

 

Der Saturn in Zahlen

Durchmesser :   Äquator :120.536 km
Poldurchmesser : 108.728 km
Umlaufzeit
um die Sonne (Jahr):
  29 Jahre
7 Monate
20 Tage
Rotationsdauer:   ca. 10 Stunden
14 Minuten
Entfernung
von der Sonne:
  1343 bis 1509 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  1193 bis 1658 Mio. km
mittlere
Orbitalgeschwindigkeit
  9,638 km/s
mittlere Temperatur
( Oberfläche ) :
  -139°C
Masse:   568,46 × 1024 kg
Schwerkraft:   ------
Monde : 62   Pan (ex S/1981 S13 und S/1990 S18),
Daphnis (ex S/2005 S1),
Atlas (ex S/1980 S28), Terrile,
Prometheus (ex S/1980 S27)
Pandora (ex S/1980 S26)
S/2004 S4,S/2004 S6,S/2004 S3
Epimetheus (ex S/1980 S3),
Janus (ex S/1980 S1),
Methone (ex S/2004 S1),
Anthe (ex S/2007 S4),
Pallene (ex S/2004 S2),Enceladus
Tethys,Telesto (ex S/1980 S13)
Calypso (ex S/1980 S25),Dione
Helene (ex S/1980 S6)
Polydeuces (ex S/2004 S5)
Rhea,Kiviuq (ex S/2000 S5)
Titan,Ijiraq (ex S/2000 S6)
Hyperion,Paaliaq (ex S/2000 S2)
Iapetus,Skathi (ex S/2000 S8)
Phoebe,Albiorix (ex S/2000 S11)
S/2007 S2,Bebhionn (ex S/2004 S11),
Greip (ex S/2006 S4),Erriapo (ex S/2000 S10),
Skoll (ex S/2006 S8),Siarnaq (ex S/2000 S3),
Tarqeq (ex S/2007 S1),S/2004
S13,Greip (ex S/2006 S4),
Hyrrokkin (ex S/2004 S19)
Jarnsaxa (ex S/2006 S6),
Tarvos (ex S/2000 S4)
Mundilfari (ex S/2000 S9),S/2006 S1
S/2004 S17,Bergelmir (ex S/2004 S15)
Narvi (ex S/2003 S1),
Suttungr (ex S/2000 S12)
Hati (ex S/2004 S14),S/2004 S12
Farbauti (ex S/2004 S9),
Thrymr (ex S/2000 S7) Aegir (ex S/2004 S10),
S/2007 S3,Bestla (ex S/2004 S18),
S/2004 S7 .S/2006 S3,Fenrir (ex S/2004 S16)
Surtur (ex S/2006 S7),Kari (ex S/2006 S2)
Ymir (ex S/2000 S1).Loge (ex S/2006 S5)
Fornjot (ex S/2004 S8),S/1995 S3?

 

Der Saturn hat ebenfalls ein eigenes Magnetfeld. Auch hier vermutet man das es durch die Reibung des metallischen Wasserstoff im inneren des Saturns, des sogenannten Dynamo Effektes ausgelöst wird. Das Magnetfeld des Saturns ist wesentlich kleiner als das vom Jupiter. Saturns Magnetfeld besteht aus mehreren scheibenähnlichen Strahlungsgürteln. Der Sonnenwind der auf das Magnetfeld trifft führt dazu das die dazugehörende Stoßwelle zur Bildung der Magnetopause führt. Auf der Sonne abgewendeten Seite zieht sich ein langer Mangetschweif über die Umlaufbahn des Saturnmondes Titan hinaus ( ca. mehr als 2 Mio. Km). Das Zusammenwirken der Magnetosphäre und der Ionosphäre, die sich in der obersten Schicht der Atmosphäre Saturns befindet, lässt dort eine auroraartige Ultraviolettstrahlung entstehen. Zwischen den beiden Saturnmonden Rhea und Titan befindet sich eine große Wolke die ringförmig angeordnet ist und aus Wasserstoffatomen besteht. Eine synchron mit dem Magnetfeld des Saturns aus Wasserstoff- und Sauerstoffionen bestehende Plasmascheibe befindet sich zwischen dem Monden Tethys und Titan.

Der Saturn wird von einem " hellen" Ringsystem am Saturnäquator umrundet. Das Ringsystem wirft sogar einen Schatten auf den Saturn, der sich von der unterschiedlichen Ringneigung vergrößert oder verkleinert. Man vermutet, dass das Ringsystem aus etwa 100.000 einzelnen Ringen besteht die von kleineren Lücken abgegrenzt werden. Die großen Ringe des Saturn unterteilt man von innen nach außen in die D-, C-, B-, A-, F-, G- und E-Ringe. Wobei die Inneren Ringe in 6 - 8 Stunden und die äußeren Ringe in 12 bis 14 Stunden den Saturn umrunden. Das Alter der Ringe wird auf mehrere Mrd. Jahre geschätzt und zu deren Entstehung gibt es viele Theorien. Die Saturnringe bestehen hauptsächlich aus vielen kleinen Partikeln, möglicherweise aus Wassereis oder mit Eis überzogenen Felsen, die unterschiedlich groß sind ( von 1 cm bis zu mehreren Metern). Interessanterweise sind die Saturnringe äußerst dünn nur bis zu 1 Kilometer dick. Der D - Ring ist der Innerste der großen Ringe und besteht eigentlich aus 3 Teilen die z.zt. als D68, D72 und D73 bezeichnet werden. Der C - Ring wird vom D- Ring durch die Guerin Teilung getrennt. Der B- und der C- Ring sind beide sehr breit und bestehen eigentlich aus mehreren kleinen Ringen. Der B - Ring "leuchtet" von der Sonne angestrahlt sehr hell und seine Dichte ist so groß, dass große Teile des Sonnenlichtes ihn nicht durchdringen. Den B - Ring vom A - Ring trennt die sogenannte Cassini Teilung und beim A - Ring kann man sehen, dass diese, die von den Saturnmond Pan verursacht wurden, Lücken besitzt. Der F - Ring ist noch relativ neu im Ringsystem des Saturn. Hier vermutet man, dass dieser erst im Jahre 2004 entstanden ist, weil dieser eine sehr ungewöhnliche Form besitzt und er noch sehr schmal ist. Am hellsten von allen Ringen ist der E - Ring, dies könnte daran liegen, dass der Eismond Enceladus die Quelle für diesen Ring ist. Wenig ist bekannt über den G - Ring, der rund 5000 Km breite Ring wurde erst vor kurzen zwischen dem F-Ring und E-Ring entdeckt. Der Phoebe Ring ist der äußerste und wurde ebenfalls vor kurzer Zeit entdeckt ( 2009). Er besitzt nur eine sehr geringe Dichte.

Heute kennen wir 62 Monde des Saturns, aber bei dieser Anzahl ist anzunehmen das noch weitere kleine oder Kleinstmonde um den Saturn herumkreisen, vielleicht wissen wir in 10 Jahren mehr als heute. Titan ist der größte Mond des Saturn mit einen Durchmesser von 5150 km. Die Monde Rhea, Dione, Tethys und Iapetus haben einen Durchmesser zwischen 1050 km und 1530 km.
Die Umlaufbahnen der Saturmonde sind auch teilweise auch sehr seltsam:

Janus und Epimetheus befinden sich auf fast den selben Umlaufbahnen. Nach 4 Jahren nähern sich die beiden Monde so dicht an, das sie durch ihre gegenseitige Anziehungskraft ihre Umlaufbahnen tauschen.

 

Weitere Monde teilen sich zu zweit oder zu dritt eine Umlaufbahn:

Prometheus mit Pandora
Epimetheus mit Janus
Tethys mit Telesto und Calypso
Dione mit Helene

 

Uranus

Uranus

 

Uranus ist der 7. Planet in unserem Sonnensystem und ebenfalls ein Gasplanet. Vor 4 Mrd. Jahren sollen nach noch ungeklärten Erkenntnissen die Planeten Uranus und Neptun ihre Positionen getauscht haben. Uranus war der früheste Götterfürst (sogar noch vor Zeus) und ist die griechische Gottheit für den Himmel. Er war der Sohn und Geliebte von Gaia, Vater von Chronos (Saturn), der Zyklopen und der Titanen. Seine durchschnittliche Entfernung von der Sonne beträgt ca. 2,9 Milliarden km. Mit einem Durchmesser von rund 51.000 km ist Uranus 4 x größer als unsere Erde. Uranus ist ein Eisriese, diese Bezeichnung verdankt er den Eisvorkommen in seinem Inneren.

Die Umlaufbahn des Uranus ist ebenfalls fast kreisförmig. Der Uranus umrundet die Sonne in rundgerechnet 84 Jahren mit einer durchschnittlichen Bahngeschwindigkeit von 6,81 km/s. Mit ca.3 Mrd. km ist sein Abstand zur Sonne doppelt so groß wie der des Planeten Saturn. Ein Uranustag dauert 17 Stunden 14 Minuten und 24 Sekunden. Die Rotation des Uranus ist verglichen mit den anderen Planeten sehr ungewöhnlich, man könnte sogar sagen er "rollt" auf seiner Umlaufbahn voran. Auf seinem Weg um die Sonne ist bei jeder halben Sonnenumrundung einmal die Nordhalbkugel und danach die Südhalbkugel der Sonne zugewandt.

Es ist nicht gesichert wie der Uranus im inneren beschaffen ist, man geht davon aus das Uranus einen festen Kern der aus Gestein, Eisen und Silizium besteht, besitzt. Der Durchmesser des Uranuskern könnte einen Radius von ca. 5000 km besitzen. Im Innersten des Uranus dürfte ein Druck von ca. 8 Millionen bar herrschen und die Temperatur wird auf 5000 °C geschätzt. Der sogenannte "Mantel" umgibt der Kern; im innersten ist er fast fest und befindet sich in einem eisartigen Zustand, und je näher der Mantel an die Oberfläche ragt umso flüssiger wird er. Der Mantel enthält Wasser, Methan und Ammoniak. Die Dicke dieses Mantels soll etwa 15.500 km betragen. Über dem Mantel befindet sich noch eine weitere 5000 km dicke Schicht die wahrscheinlich in die Atmosphäre über geht. In dieser Schicht sind besonders Wasserstoff und Helium enthalten. Auch von der Uranus Oberfläche ist nur sehr wenig bis fast gar nichts bekannt. Man vermutet das diese aus Sauerstoff, Kohlenstoff und Stickstoff bzw. deren Wasserstoffverbindungen und in geringen Mengen auch Wasserstoff und Helium vorkommen.

In Ihrer Gesamtheit besteht die Atmosphäre des Uranus aus 83% Wasserstoff, 15% Helium, 2% Methan mit geringen Mengen von Ammoniak. Das Methan ist der Grund warum der Uranus eine blaue Erscheinung hat. Der Uranus besitzt ebenfalls eine Wolkenschicht die aber nur sehr fein und daher auch schwer zu erkennen ist. Die unterste Schicht der Uranusatmosphäre ist die Troposphäre, sie ist auch die dichteste Schicht und befindet sich in einer Höhe von zwischen -300 und 50 Kilometern. Mit zunehmender Höhe fällt die Temperatur immer weiter ab, in "Bodennähe" sind es noch -197 °C und an der oberen Schichtgrenze fällt die Temperatur bis auf -221 °C. Die Wolken die sich in dieser Schicht befinden bestehen möglicherweise aus Partikeln gefrorenen Methans, es könnte in ihnen auch noch Wasser enthalten sein. Die Windgeschwindigkeiten in der Troposphäre betragen ca. 700 km/h. Die mittlere Atmosphärenschicht ist die Stratosphäre. Die Stratosphäre beginnt bei einer Höhe von 50 km und endet bei ca. 4000 km. Je weiter man in der Stratosphäre nach oben steigt, umso wärmer wird es. Eine Besonderheit des Uranus ist die Ionosphäre. Sie bildet teilweise zusammen mit der Thermosphäre und den oberen Teil der Stratosphäre eine eigene Schicht. Die Ionosphäre befindet sich in einer Höhe zwischen 2.000 und 10.000 km. Der obere Teil der Ionosphäre ist die Quelle der UV- Strahlung von Uranus, die als „Tagesglühen“ oder „Elektroglühen“ bekannt ist. Die äußerste Schicht ist die Thermosphäre/Korona, sie beginnt bei 4000 km und reicht bis zu 50.000 km über den Uranusboden. In ihr findet man eine einheitliche Temperatur und die Wärmequelle, die dafür verantwortlich ist, ist z.zt. noch unbekannt.

 

Der Uranus in Zahlen

Durchmesser :   51 118 km - 51.200 km
Umlaufzeit
um die Sonne (Jahr):
  84 Jahre
3 Tage
Rotationsdauer:   17 Stunden
54 Minuten
24 Sekunden
Entfernung
von der Sonne:
  2.735,555 Mio km - 3.006,389 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  2.590-3.160 Mio km
mittlere
Orbitalgeschwindigkeit
  6,795 km/s - 6,81 km/s
Temperatur :   minimal -214° C
maximal 205°C
Masse:   8,683•1025 kg - 8,68 • 1025 kg
Schwerkraft :   ------
Monde :27   Cordelia, Cupid, Perdita,
Ophelia, Mab, Francisco,
Bianca, Margaret, Ferdinand
Cressida, Desdemona, Juliet
Portia, Rosalind, 2003U2
Belinda, 1986U10, Puck
2003U1, Miranda, Ariel
Umbriel, Titania, Oberon
2001U3, Caliban, Stephano
Trinculo, Sycorax, Margaret
Prospero, Setebos

 

Das Magnetfeld des Uranus ist ungewöhnlich, es befindet sich nicht im Planetenmittelpunkt und ist gut 60° zur Rotationsachse geneigt. Auch beim Uranus ist der sogenannte Dynamoeffekt die Ausgangsquelle für das Magnetfeld. Viel ist nicht über das Magnetfeld des Uranus bekannt :
Es wird angenommen die einheitlich dunkle Färbung der Ringe und der Monde durch die Partikel der geladenen Teilchen in der Magnetosphäre verantwortlich sind. Das Magnetfeld ist auf der Nachtseite des Uranus durch seine Rotation wie ein Korkenzieher verwirbelt.

Der Uranus hat ebenfalls wie der Jupiter ein sehr dunkles und kaum erkennbares Ringsystem das aber wie beim Saturn aus größeren Partikeln und größeren Gesteinsbrocken besteht. 13 Uranusringe sind uns heute bekannt der hellste von ihnen ist der Epsilon-Ring. Insgesamt sind alle Ringe im Durchschnitt zwischen 38.000 Kilometer und 51.000 Kilometer vom Uranus entfernt. Alle Ringe des Uranus sind durch sogenannte Leerräume voneinander getrennt. Im Gegensatz zum Saturn befinden sich die Uranusringe nicht alle auf Äquatorlinie und sind noch relativ "jung" d.h. sie sind nicht zur selben Zeit entstanden wie der Uranus. Die Ringe könnten nach einer Theorie die Überreste eine Mondes sein.
Wie bereits erwähnt ist der Epsilon - Ring von allen am hellsten. Auf der Seite wo er dem Uranus am nächsten ist, hat er eine Breite von 20 Km und ist fast undurchsichtig. Die von dem Uranus aus gesehen entfernteste Außenkante ist 96 Km breit. Der Uranusring My hat seine stärkste Dichte; er ist 97.700 km vom Uranus entfernt und man nimmt an das seine Bestandteile vom Uranusmond Map stammen. Seine Innnenkante befindet sich 86.000 km vom Uranus entfernt und direkt an der Umlaufbahn des Mondes Puck. Der Ring My leuchtet in einem ähnlichen blau wie der E -Ring des Saturn und man nimmt an das auch im Uranusring My dieselben Bestandteile wie beim E - Ring des Saturns vorkommen. Ein weiterer Ring des Uranus ist Ny ,er leuchtet rötlich und besteht aus kleineren Partikeln und größeren Gestein. Am Dichtesten ist Ny bei einer Entfernung von 67.300 km zum Uranus. Die inneren Ringe sind alle grau. 2003/2005 entdeckte man in der Umlaufbahn des Mondes Mab und in der Nähe der Umlaufbahn von Belinda zwei weitere ringartige Strukturen. Auch hier nimmt man an, dass die Partikel und Teilchen von den Monden stammen.

 

Die Ringe des Uranus

6, 5, 4, Alpha, Beta, Eta, Gamma, Delta, 1986U1R, Epsilon, Zeta, Lambda,
Ny , My, 1986 U1R, 2003 U2 5 und das das äußere Ringsystem

 

Uranus besitzt nach dem heutigen Stand 27 Monde mit unterschiedlichsten Durchmesser zwischen 10 und 1600 km. Die Monde werden unterteilt in die inneren, äußeren und den entfernten Monden. Miranda, Ariel, Umbriel, Titania und Oberon gehören zu den Hauptmonden des Uranus. Ariel könnte aufgrund seiner wenigen Einschlagkrater der jüngste Mond des Uranus sein, Umbriel wird als ältester Mond geschätzt. Auf dem Mond Miranda befinden sich 20 Kilometer tiefe Canyons und terrassenähnliche Schichten. Man nimmt an, dass Miranda einmal von einem Einschlag auseinander gesprengt wurde und sich dann wieder zusammengefügt hat.

 

Neptun

Neptun

 

Von der Sonne aus gesehen ist der Neptun der 8. Planet in unseren Sonnensystem und mit einen Durchmesser von 50.000 km ist er 4 x größer als unsere Erde. Der Neptun ist ebenfalls ein Gasplanet und wie der Uranus ein sogenannter "Eisriese". Den Namen Neptun erhielt er von dem in der römischen Mythologie bekannten Meeresgott ( bei den griechen: Poseidon). Die Monde des Neptun wurden deshalb auch nach weiteren untergeordneten Meeresgöttern benannt.

Der Planet Neptun umrundet die Sonne in einer fast kreisförmigen Umlaufbahn. Die eigenartige Umlaufbahn des Pluto sorgt dafür, dass der Neptun für ca. 20 Jahre der äußerste Planet unseres Sonnensystems ist ( Von 1979 bis 1999 war Pluto der Sonne näher als der Neptun und seit dem August 2006 ist das wieder so). Die unterschiedliche Bahnneigung der beiden Planeten sorgt aber dafür das diese niemals zusammenstoßen werden, sondern wenn ihre Bahnen sich kreuzen immer mit einem großen Abstand aneinander vorbeiziehen. 165 Jahre rund gerechnet ist die Umlaufzeit des Neptuns für eine Sonnenumrundung und die Entfernung zur Sonne beträgt im Durchschnitt 4,5 Mrd. km. Ein Neptun Tag ( Rotationsdauer ) dauert 16 Stunden, 6 Minuten und 36 Sekunden.

Der Neptun besitzt einen "festen" Kern der so groß ist wie die Erde. Der Neptunkern besteht aus Gestein und Metall (welches genau ist nicht bekannt). Im innersten des Neptun herrscht eine Temperatur von etwa 7000 °C und ein Druck von mehreren Mio. Bar. Der Mantel umgibt den Kern des Neptun und dieser besteht aus Fels, Wasser, Ammoniak und Methan. Die Planetologen bezeichnen diese als "Eis" obwohl die Temperaturen diese Bestandteile zu einer heißen und sehr dichten oft festen Flüssigkeit auch einen festen Zustand annehmen können. Eine weitere Schicht umgibt den Mantel, diese Schicht setzt sich aus zum großen Teil aus Gestein und verschieden Eisarten zusammen. Insgesamt kann man davon ausgehen, der Neptun wenn man die Rotationsgeschwindigkeit und die Abplattung berücksichtigt, eine gleichmäßige Verteilung seiner Masse im inneren besitzt. Die Zusammensetzung der Oberfläche ist auch beim Neptun unbekannt.

Die Neptunatmosphäre besteht zu 83% Wasserstoff, 15% Helium und 2% Methan, besonders das Methangas und die Sonnenstrahlung gibt dem Neptun seine blaue Farbe. Auch hier kann man die Atmosphäre nicht klar begrenzen da der Druck je tiefer man in den Neptun vordringt die Gase des Neptun von einen flüssigen in einen festen Aggregatzustand umwandeln. Die oberen Atmosphärenschichten des Neptun bestehen aus Wasserstoff (80 %), Helium (19 %), Methan (1 % ), einer geringen Menge Wasserstoff und Spuren von Ethan, während in den unteren Schichten überwiegend Methan, Ammoniak und Wasser enthalten sind. Der größte Entfernung zur Sonne ist für die kalten Temperaturen auf dem Neptun verantwortlich, hier beträgt die Temperatur auf der "Oberfläche" -201 °C. Wie bei allen Gasplaneten, sind die Windgeschwindigkeiten auf dem Neptun besonders hoch. Auf dem Neptun betragen diese zwischen 1600 bis 2100 km/h. In der Neptunatmosphäre befinden sich also die höchsten Windgeschwindigkeiten des gesamten Sonnensystems. Die Cirruswolken des Neptun in der oberen kälteren Atmosphäre ( -218 °C ) bestehen aus gefrorenen Methan und in geringen Mengen aus Wassereiskristallen. Besonders auf der Südhalbkugel bemerkte man, dass die Wolken dort immer heller und dichter werden, während am Äquator des Neptuns keine Veränderungen wahrgenommen werden. Ein "Großer Dunkler Fleck" ähnlich wie der "Große rote Fleck" des Jupiters bewegt sich in der Neptunatmosphäre. "Scooter " wird ein weiterer Sturm bestehend aus weißen Wolkengruppen auf dem Neptun genannt.

 

Der Neptun in Zahlen

Durchmesser :   Äquator 49.528 bis 49.532 49.528 km
Poldurchmesser 48.682 km
Umlaufzeit
um die Sonne (Jahr):
  165 Jahre 5 Monate
Rotationsdauer:   16 Stunden
6 Minuten
36 Sekunden
Entfernung
von der Sonne:
  4.495 Mio. bis 4537 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  4.304 bis 4.688 Mio km
mittlere
Orbitalgeschwindigkeit
  5,43 km/s
Temperatur :   –201°C
Masse:   1,0243 x 1026 kg bis 1,0247•1026 kg
Schwerkraft :   ------
Monde 13 :   Naidad, Thalassa, Despina,
Galatea, Larissa,Proteus,
Triton, Nereid, Lassell,
Kuipe

 

Das Magnetfeld des Neptun ist ebenfalls sehr ungewöhnlich ausgerichtet. Die Neigung zur Rotationsachse beträgt ca. 47° und befindet sich 13.500 km vom Mittelpunkt verschoben; ein Grund dafür könnte sein das ,dass Magnetfeld in höheren Schichten des Neptun entsteht. Im Vergleich zur Erde ist das Magnetfeld rund 28 x stärker. Auch hier könnte der sogenannte Dynamoeffekt das Magnetfeld der Neptun entstehen lassen.

 

Die Ringe des Neptun

LeVerrier, Lassell, Arago, Adams, Liberté, Égalité, Fraternité, Courage, Diffus

 

Der Neptun hat ebenfalls ein Ringsystem allerdings handelt es sich mehr um feine Ringbögen und nicht um vollständige Ringe. Alle Ringe des Neptuns sind sehr dunkel und ihre Zusammensetzung ist nicht genau geklärt. Der innerste ist der Galle-Ring (1989 N3R) und befindet sich innerhalb der Umlaufbahn des Neptunmondes Gaiad ca.41.900 km vom Neptun entfernt und besteht hauptsächlich aus kleinsten Staubpartikeln. Der nächst innere ist der LeVerrier-Ring (1989 N2R). Sein Abstand zum Neptun beträgt rund 53.200 km und befindet sich in einem Abstand von 700 km, knapp außerhalb der Umlaufbahn des Mondes Despina. Die Bestandteile des LeVerrier-Ringes sind ebenfalls kleinste Staubpartikel. Der Lassel-Ring (1989 N4R) ist eine Erweiterung des LeVerrier-Rings und wird durch den außen liegenden Arago Ring (1989 N5R) bei ca. 57.600 km (eine andere Quelle gibt 59.200 km an) begrenzt. Dieser Ring besteht ebenfalls aus mehreren Staubpartikeln und man kann ihn mehr mit dem Adams-Ring vergleichen. Zwischen dem Adam-Ring und dem Arago-Ring befindet sich ein noch unbenannter, undeutlicher, klumpiger Ring aus Staub der sich in der Umlaufbahn des Mondes Galatea befindet. Der äußerste und auffälligste aller Neptunringe ist der Adams-Ring ( 1989 N1R ) mit einer Entfernung zum Neptun von etwa 62.930 km. Der Adams-Ring besteht aus drei auffälligen Bögen mit den Namen Liberté, Égalité und Fraternité
( Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit, das Motto der franz. Revolution ). Besonders auffällig am Adams-Ring ist seine intensive rote Farbe. In den letzten Jahren fiel besonders auf das die Adams Bögen Fraternité und Égalité ihre Bestandteile ausgetauscht hatten und sich ihre Länge dadurch auch vergrößert hatte. Der Liberté-Ringbogen wird immer dunkler und man geht heute davon aus, dass er in weniger als einem Jahrhundert verschwunden sein wird.

Neptun umkreisen 13 bekannte Monde, der größte ist Triton mit einem Durchmesser von 2700 km. Seine Temperatur beträgt -235 °C damit ist er kälteste Ort aller Planeten und Monde des Sonnensystems. Der Neptunmond Proteus ist wegen seiner unregelmäßigen Form und seiner rußähnlichen Färbung der Auffälligste. Die inneren Monde des Neptun Naiad, Thalassa, Despina und Galatea haben ihre Umlaufbahn innerhalb der Neptunringe. Am ungewöhnlichsten ist die Umlaufbahn des Mondes Nereid, bis zu 1,3 Mio. km nähert er sich dem Neptun an und am weitesten entfernt ist er bis zu 9,6 Mio. km. Psamathe und Neso befinden auf den größten Umlaufbahnen, beide Monde umkreisen den Neptun einmal in 25 Jahren. Die ähnliche Umlaufbahn dieser beiden Monde lässt vermuten das beide Monde Teile eines auseinander gebrochenen Mondes sind. Der Mond Halimede hat nach Berechnungen eine hohe Wahrscheinlichkeit eines Tages mit dem Mond Nereid zu kollidieren.

 

Pluto

Pluto

 

Der Pluto war 76 Jahre der 9 . Planet des Sonnensystems ( 1930 - 2006). Pluto trägt den Namen eines aus der römischen Mythologie stammenden Gottes der Unterwelt (griechisch: Hades). Der Pluto ist noch nicht genau erforscht worden aber eine Raumsonde die am 19. Januar 2006 gestartet wurde erreicht den Pluto voraussichtlich am 14. Juli 2015. Gesichert ist bis heute, dass der Pluto kleiner ist als unser Erdmond. Sein Durchmesser beträgt aufgerundet 2.300 Km.

Die Umlaufbahn des Pluto ist stark elliptisch und weicht am meisten von den üblichen fast kreisrunden Umlaufbahnen ab. Theorien gehen davon aus das der Pluto vielleicht ein Mond des Neptun war, als der große Neptunmond Triton vom Neptun eingefangen wurde, ist Pluto aus dem Neptunsystem herausgeschleudert worden und die erhebliche Bahnexzentrizität des Neptunmondes Nereid ist dann entstanden. Der Pluto dreht sich in 6 Tagen und 8 Stunden um die eigene Achse. Die meiste Zeit ist der Pluto der äußerste Planet unseres Sonnensystems aber seine Umlaufbahn kreuzt die des Neptun und dann ist Pluto der Sonne näher. Die unterschiedlichen Neigungen der Umlaufbahnen beider Planeten führt dazu, dass beide Planeten niemals kollidieren werden. Vom 7. Februar 1979 bis zum 11. Februar 1999 war der Pluto der Sonne näher als Neptun und seit 2006 ist das wieder der Fall. Die Umlaufzeit die der Pluto benötigt um die Sonne zu umkreisen beträgt etwa 251 Jahre und 10 Monate.

Der Pluto ist der am wenigsten erforschte Planet, aus diesem Grund kann man nicht mit 100% Sicherheit beurteilen wie er zusammengesetzt ist. Im Inneren des Pluto befindet sich mit größter Wahrscheinlichkeit ein Gesteinskern der gut 70 Prozent des Plutos ausmacht. Umgeben wird der Kern von einem Mantel der höchstwahrscheinlich aus Eis besteht. Die äußerste Schicht besteht überwiegend aus lockeren Gestein und ebenfalls aus Eis. Auf der Oberfläche wurde eine Temperatur von −230 °C gemessen ( von der Erde aus ).

Pluto besitzt eine Atmosphäre mit teilweise hellen und dunklen Flecken, die hellen Flecken bestehen zu etwa 98 % gefrorenen Stickstoff, die restlichen 2 % sind Kohlenmonoxid und Methan. Die Atmosphäre des Pluto erreicht eine Höhe von 3000 Km. In Bodennähe liegt die Temperatur bei etwa -220 °C, -180 °C in der unteren Atmosphärenschicht und -170 °C in der oberen Atmosphärenschicht. Ein Magnetfeld besitzt nach unserem heutigen Wissenstand der Pluto nicht. Plutos Lage im Kuipergürtel sorgt dafür, dass ständig Minimeteoriten auf ihm einschlagen. Die Anziehungskräfte vom Pluto und seinen Mond Charon sorgen zwar dafür, dass die Staubpartikel auf den Planeten zurückfallen, doch die neuentdeckten kleinen Monde habe keine starke Anziehungskräfte und daher nehmen die Wissenschaftler an, dass Pluto irgendwann einen Staubring haben wird.

 

Der Pluto in Zahlen

Durchmesser :   2.274 km bis 2390 km
Umlaufzeit
um die Sonne (Jahr):
  251 Jahre 10 Monate
Rotationsdauer:   6 Tage und 8 Stunden
Entfernung
von der Sonne:
  4.495 Mio. bis 4537 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  4.304 bis 4.688 Mio. km
mittlere
Orbitalgeschwindigkeit
  5,43 km/s
Temperatur :   –201°C
Masse:   1,0243 x 1026 kg bis 1,0247•1026 kg
Schwerkraft :   ------
Monde 4 :   Charon, Nix, Hydra
S/2011 (134340) 1

 

Der größte Mond des Pluto ist Charon, Charon und Pluto drehen sich immer so, dass sie sich immer gegenseitig die selbe Seite zeigen. Mit seinen 1.172 km bis 1212 km Durchmesser ist der Plutomond Charon im Verhältnis zum Pluto relativ groß. Die Durchmesser der Plutomonde Nix und Hydra können bisher nur geschätzt werden ( ca. 40 bis 160 Kilometer ). Nix und Hydra umrunden den Pluto in einer fast kreisförmigen Umlaufbahn. Am 20. Juli 2011 wurde ein 4 Mond von der NASA bestätigt, dieser trägt noch die Bezeichnung S/2011 (134340) 1. Seine Größe beträgt etwa 13 bis 34 km und damit ist er Plutos kleinster Mond.

 

Der Plutomond Charon

Durchmesser :   1.172 km bis 1212 km
Umlaufzeit
um den Pluto:
  6 Tage
9 Stunden
17 Minuten
Entfernung
vom Pluto :
  4.495 Mio. bis 4537 Mio. km
Entfernung
von der Erde:
  19.405 bis 19.640 km
Masse:   1.90•1021 kg

 

Pluto war lange Zeit der 9. Planet unseres Sonnensystems, viele von den meist wohl die Älteren haben es so in der Schule gelernt oder es in Büchern gelesen. Am 24. August 2006 wurde durch die IAU / International Astronomical Union entschieden den Pluto den Planetenstatus abzusprechen, die Gründe waren :

- weil er nicht wie die anderen großen Planeten das dominierende Objekt in seiner Umlaufbahn ist.
- seine Bahn um die Sonne stark geneigt ist und eine große Exzentrizität aufweist.
- mit Eris ein Objekt entdeckt wurde, das größer als Pluto ist, weswegen beide in die neue Kategorie der Zwergplaneten eingestuft sind.
- Definition mit dem Zusatz, nach der ein Körper nur dann ein Planet ist, wenn seine Masse auch die Gesamtmasse aller anderen Körper in seinem Bahnbereich übertrifft.

Man muss dazu noch erwähnen ,dass die meisten Astronomen dafür waren Pluto sollte weiterhin als Planet geführt werden, doch die weitere Entdeckung von mehreren Kleinplaneten ließen die IAU zu dem Schluss kommen, eine neue Kategorie, nämlich die der Zwergplaneten, einzuführen. Pluto wurde der Namensgeber der sogenannten Plutoiden und der Plutinos. Pluto selbst erhielt die Kleinplanetennummer 134340 Pluto ( offizielle Bezeichnung ) .

 

Quellen

Bücher

Astronomie - Ein Führer durch die unendlichen Weiten des Weltalls Sonnensystem-Sterne-Galaxien, Neuer Kaiser Verlag Gesellschaft m.b. H Klagenfurt
Keine ISBN Nr.

Großer Atlas der Sterne, Naumann und Göbel Verlagsgesellschaft mbH
ISBN 3-625-10745-7

 

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Autor: Hasso von Manteuffel