Das Thema

Oberkommando der Wehrmacht

 

Besprechung beim Führer

(23.11.1939)

 

 

Dokumente des Krieges

 

23.11.1939

Besprechung beim Führer

Anwesend: alle Oberbefehlshaber

Der Führer trägt Folgendes vor:

Zweck der Zusammenkunft ist es, Ihnen Einblick zu geben in die Gedankenwelt, die mich angesichts der bevorstehenden Ereignisse beherrscht, und Ihnen meine Entschlüsse zu sagen. Der Aufbau der Wehrmacht war nur möglich im Zusammenhang mit der weltanschaulichen Erziehung des deutschen Volkes durch die Partei. Als ich meine politische Arbeit 1919 begann, basierte mein starker Glauben an den endgültigen Erfolg auf gründlicher Beobachtung der Zeitereignisse von damals und dem Studium der Ursachen der damaligen Geschehnisse. Deshalb habe ich auch bei Rückschlägen, die mir während meiner Kampfzeit nicht erspart blieben, niemals den Glauben verloren. Die Vorsehung hat das letzte Wort gesprochen und mir den Erfolg gebracht. Darüber hinaus hatte ich die klare Erkenntnis des voraussichtlichen Ablaufs der geschichtlichen Ereignisse und den festen Willen, brutale Entschlüsse zu ziehen. Der erste Entschluß war 1919, als ich nach langen inneren Kämpfen Politiker wurde und den Kampf gegen meine Feinde aufnahm. Das war der schwerste Entschluß von allen. Ich hatte aber die feste Überzeugung, daß ich mein Ziel erreichen würde. Vor allem strebte ich ein neues Auslese-
Verfahren an. Ich wollte eine Minorität heranziehen, die die Führung übernehmen sollte. Nach 15 Jahren habe ich das Ziel erreicht, nach schweren Kämpfen und vielen Rückschlägen. Als ich 1933 zur Macht kam, lag eine Periode des schwersten Kampfes hinter mir. Alles was vorher da war, hatte abgewirtschaftet. Ich mußte alles neu reorganisieren, angefangen vom Volkskörper bis zur Wehrmacht. Erst innere Reorganisation, Beseitigung der Erscheinungen des Zerfalls und des defaitistischen Geistes, Erziehung zum Heroismus. Im Zuge der inneren Reorganisation nahm ich mir die zweite Aufgabe vor: Lösung Deutschlands aus den internationalen Bindungen. Zwei besondere Merkmale sind hierbei hervorzuheben: Austritt aus dem Völkerbund und Absage an die Abrüstungs-Konferenz. Es war ein schwerer Entschluß. Die Zahl der Propheten, die erklärten, es werde zur Besetzung des Rheinlands führen, war sehr groß, die Zahl der Gläubigen war sehr gering. Ich führte meine Absicht durch, gedeckt
durch die Nation, die geschlossen hinter mir stand. Danach Befehl zur Aufrüstung. Auch hier wieder zahlreiche Propheten, die das Unglück kommen sahen, und nur wenige Gläubige. 1935 folgte die Einführung der Wehrpflicht. Danach Remilitarisierung des Rheinlands, wieder damals ein Vorgang, den man zunächst nicht für möglich hielt. Die Zahl derer, die an mich glaubten, war sehr gering. Dann Beginn der Befestigung des ganzen Gebiets, vor allen Dingen im Westen.

Ein Jahr später kam Österreich, auch dieser Schritt wurde für sehr bedenklich angesehen. Er brachte eine wesentliche Stärkung des Reichs. Der nächste Schritt war Böhmen, Mähren und Polen. Aber dieser Schritt war nicht in einem Zuge zu tun. Zunächst mußte im Westen der Westwall fertiggestellt werden. Es war nicht möglich, das Ziel in einem Anhieb zu erreichen. Vom ersten Augenblick an war mir klar, daß ich mich nicht mit dem sudetendeutschen Gebiet begnügen könnte. Es war nur eine Teil-Lösung. Der Entschluß zum Einmarsch in Böhmen war gefaßt. Dann kam die Errichtung des Protektorats, und damit war die Grundlage für die Eroberung Polens gelegt, aber ich war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht im Klaren, ob ich erst gegen den Osten und dann gegen den Westen oder
umgekehrt vorgehen sollte. Moltke hat seinerzeit oft die gleichen Überlegungen angestellt. Zwangsläufig kam es erst zum Kampf gegen Polen. Man wird mir vorwerfen: Kampf und wieder Kampf. Ich sehe im Kampf das Schicksal aller Wesen. Niemand kann dem Kampf entgehen, falls er nicht unterliegen will. Die steigende Volkszahl erforderte größeren Lebensraum. Mein Ziel war, ein vernünftiges Verhältnis
zwischen Volkszahl und Volksraum herbeizuführen. Hier muß der Kampf einsetzen. Um die Lösung dieser Aufgabe kommt kein Volk herum oder es muß verzichten und allmählich untergehen. Das lehrt die Geschichte...

Mein Entschluß ist unabänderlich. Ich werde Frankreich und England angreifen zum günstigsten und schnellsten Zeitpunkt. Verletzung der Neutralität Belgiens und Hollands ist bedeutungslos. Kein Mensch fragt danach, wenn wir gesiegt haben. Wir werden die Verletzung der Neutralität nicht so idiotisch begründen wie 1914. Wenn wir die Neutralität nicht verletzen, so tun es England und Frankreich. Ohne Angriff ist der Krieg nicht siegreich zu beenden. Ich halte es für allein möglich, den Kampf durch einen Angriff zu beenden. Die Frage, ob der Angriff erfolgreich sein wird, kann niemand beantworten. Alles hängt von der günstigen Vorsehung ab. Die militärischen Bedingungen sind günstig. Vorbedingung ist aber, daß die Führung von oben Beispiel einer fanatischen Entschlossenheit gibt. Wenn die Führung im Völkerleben immer den Mut gehabt hätte, wie ihn jeder Musketier haben muß, so gäbe es keine Mißerfolge. Wenn, wie 1914, Oberbefehlshaber schon Nervenzusammenbrüche hatten, was sollte man dann vom einfachen Musketier verlangen.
Alleinige Erkenntnis: Der Gegner muß geschlagen werden nur durch Angriff. Chancen sind heute anders als bei der Offensive 1918. Zahlenmäßig verfügen wir über mehr als 100 Divisionen. Menschenmäßig kann Ersatz gestellt werden. Die Materiallage ist gut. Was im übrigen heute nicht geschieht, muß morgen geschehen. Das Ganze bedeutet den Abschluß des Weltkrieges, nicht eine Einzelaktion. Es handelt sich nicht um eine Einzelfrage, sondern um Sein oder Nichtsein der Nation. Ich bitte Sie, den entschlossenen Geist nach unten weiterzugeben.

1. Entschluß ist unabänderlich.
2. Nur Aussicht auf Erfolg, wenn ganze Wehrmacht geschlossen ist.


Der Geist der großen Männer unserer Geschichte muß uns alle beseelen. Von uns fordert das Schicksal nicht mehr als von den Großen der deutschen Geschichte. So lange ich lebe, werde ich nur an den Sieg meines Volkes denken. Ich werde vor nichts zurückschrecken und jeden vernichten, der gegen mich ist. Ich bin entschlossen, mein Leben so zu führen, daß ich anständig bestehen kann, wenn ich sterben muß. Ich will den Feind vernichten. Hinter mir steht das deutsche Volk, dessen Moral nur schlechter werden kann. Nur wer mit dem Schicksal kämpft, kann eine günstige Vorsehung haben. In den letzten Jahren habe ich viele Beispiele der Vorsehung erlebt. Auch in der jetzigen Entwicklung sehe ich die Vorsehung.
Wenn wir den Kampf erfolgreich bestehen, - und wir werden ihn bestehen, - wird unsere Zeit eingehen in die Geschichte unseres Volkes. Ich werde in diesem Kampf stehen oder fallen. Ich werde die Niederlage meines Volkes nicht überleben. Nach außen keine Kapitulation, nach innen keine Revolution.

 

 

 

„Als ich noch nicht Reichskanzler war, habe ich gemeint, der Generalstab gleiche einem Fleischerhund, den man fest am Halsband haben müsse, weil er sonst jeden Menschen anzufallen drohe. Nachdem ich Reichskanzler geworden war, habe ich feststellen müssen, daß der deutsche Generalstab nichts weniger als ein Fleischerhund ist. Dieser Generalstab hat mich immer gehindert, das zu tun, was ich für nötig halte. Der Generalstab hat der Aufrüstung, der Rheinlandbesetzung, dem Einmarsch nach Österreich, der Besetzung der Tschechei und schließlich sogar dem Krieg gegen Polen widersprochen. [...] Ich bin es, der diesen Fleischerhund immer erst antreiben muß.“
18./19. Januar 1942 in der Wolfsschanze
(Werner Jochmann (Hrsg.): Monologe im Führer-Hauptquartier 1941-1944. Hamburg 1982)

Kommentar


Hitler als gestandener Antibolschewist ist ein Bild, das sich wohl am längsten in der Geschichte gehalten hat. Ein oftmals angeführter Grund, um Hitlers Terror im Osten als europäischen Verdienst zu rechtfertigen und vor allem zu verherrlichen. In der Propaganda wird diese Weltanschauung Hitlers als Fügung des Schicksals gedeutet, welche Deutschland vor einer kommunistischen Diktatur gerettet hat. Seine Bündnisse mit zahlreichen Regierungen und Gruppen aus Europa, haben den Kampf gegen den Bolschewismus geschürt und Hitler dadurch Europa "geeint".
Diese Argumente sind Fehlinterpretation und gehen weit an der Wirklichkeit vorbei. Wenn man die Fakten objektiv betrachtet, so ist schon das Prinzip der Totalität bzw. der totalitären Herrschaftsform an ein Feindbild gekoppelt. Dieses Feindbild dient vor allem dazu den Menschen zu binden, zu einen und zur ständiger Wachsamkeit wie äußersten Anstrengungen zu bringen. Faktisch also einen ständigen Ausnahmezustand zu legitimieren. Bereits in den frühen Regierungsjahren wendet Hitler dieses System an und etabliert durch seine Gesetze: Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat (Reichstagsbrandverordnung) dem das Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz) folgte. Diese Gesetze, basierend auf den Artikel 48 (Notstand) der Weimarer Reichsverfassung erlassen, schufen eine ständigen Ausnahmezustand „zur Abwehr kommunistischer staatsgefährdender Gewaltakte“.
Das Feindbild war geschaffen und mit nur 2 Gesetzen wurde ab dem 28. Februar 1933 bzw. 24. März 1933 die Verfassung für die kommenden 12 Jahre ausgehebelt. Das Feindbild zur Machtsicherung und Etablierung einer Schreckensherrschaft.
Dabei wirkte die Argumentation Hitlers geradezu zynisch und naiv, wenn er in aller Öffentlichkeit behauptete, dass die Juden gezeitigt als Plutokrat Wallstreet und als Bolschewist den Kreml beherrschen. Die internationale Weltverschwörung der Juden in Deutschland bedrohe den rassisch wertvollsten Teil der Welt. Nicht nur das er Feindbilder aus dem Nichts erschuf, außerdem erhob er eine Religion gleich zur Rasse, dessen eigentlich durch die Geschichte aufgezwungene Isolation und Abschottung in der Gesellschaft durch ihn als langfristiger Plan zur Vernichtung der arischen Rasse gedeutet wurden. Unglaublich aber wahr, ganz nach Murphys Gesetz: "Der komplizierteste Lösungsansatz ist meist der Falsche und das Ergebnis immer eine Katastrophe". Dabei ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass Hitler sich dieser Tatsache bewusst war und dieses Feindbild sogar bewusst eingesetzt hat: "Es gehört zur Genialität eines großen Führers, selbst auseinander liegende Gegner immer als nur zu einer Kategorie gehörend erscheinen zu lassen." Schlauer Politiker und gerissener Schurke? Wahrscheinlich von beidem etwas, bis zu dem Punkt an dem Hitler die Macht zu Kopf steigt und seine Hirngespinste für ihn wahr werden, was Murphys Gesetz nur untermauert: „Was man seinem Unterbewusstsein als wahr übermittelt, wird wahr.“ An einem Punkt in seiner Karriere wird aus dem Feindbild Jude eine wahrer Hass und Vernichtungswahn, und aus dem verlorenen Krieg in der Realität nur schlecht eingesetzte Kräfte auf dem Schlachtplänen im bereits eingekreisten Bunker unter Berlin.
Die marxistische Ideologie war dem selbsternannten Führer eigentlich schon immer egal, auch weil Sie der eigenen Ideologie doch sehr nahe war. Hitler sah in Russland bzw. die Sowjetunion, vor allem der Unkenntnis der marxistischen Ideologie in seinen Grundzügen und der inneren Entwicklung nur den "Jüdischen Vampir." Dazu kam sein Ziel und Streben in der Außenpolitik, dass nur die "Rasse" und den "Lebensraum" sah, das politische war doch nur ungeliebtes Theater.
Dabei stellt sich nun die Frage, wie kommen die Anhänger Hitler auf den Gedanken, er könnte mit seinem Antibolschewismus Europa gar geeint haben? Das wird wohl ein großes Rätsel bleiben, denn Europa bzw. die Länder außerhalb des Deutschen Reiches, waren geprägt von Misstrauen und Ablehnungen gegenüber Hitler. Nicht wegen des Antibolchewismus, sondern wegen der Gleichartigkeit beider totalitären Herrschaftsformen. Dabei waren die Menschen ja sogar antibolschewistisch eingestellt und fanden so gar keinen Anreiz am marxistischen Lebensideal, aber Hitlers postulierter Kampf gegen die Marxisten, gepaart mit der Rassen- und Lebensraumtheorie, machte ihnen schlichtweg Angst. Man konnte diese Ziele im Zusammenhang einfach nicht gutheißen.
Wenn wir uns nun die diplomatisch-politischen Ereignisse bis zum Angriff auf die Sowjetunion ansehen mutete es nicht nach strikter Ablehnung gegenüber dem ideologischen Feind an, sondern eher nach einem Zickzack Kurs. Die deutsch-sowjetischen Beziehungen sind von Anerkennung der jeweiligen Revolution zur "Rettung des Volkes" geprägt, aber auch von einem Bündnissystem zur Absicherung gegen den anderen. Fakt ist, dass Hitler den Angriffsbefehl ohne Rücksicht auf die diplomatische Situation gab, die Sowjetunion an einen (kurzfristigen) Erhalt des Status quo interessiert war, dass Stalin Hitler schlichtweg unterschätzt hat und der von Hitler argumentierte Präventivkrieg gegen die "bolschewistische Bedrohung" eine Farce ist, wenn man den Zusammenhang von NS-Ideologie und Hitlers Expansionspolitik betrachtet. Also kein Retter in der Not, sondern Kriegsherr zum eigenen Wohl und Sieg.
Schon in seinem Werk "Mein Kampf" schließt er Bündnisse mit der Sowjetunion aus, hielt sich immer für klüger als Stalin und schwenkte seine Politik gegenüber der SU (und auch allen anderen Staaten) nach Gutdünken um. So schließt er einen Nichtangriffspakt mit der SU und erklärt dennoch auf dem Reichstag "Der Bolschewismus ist eine Lehre der Weltrevolution, d.h. der Weltzerstörung. Diese Lehre als einen gleichberechtigen Lebensfaktor in Europa aufzunehmen, heißt ihm Europa auszuliefern [...]" Was ist dieser Mann also nun, ein Politiker wider Willen ohne diplomatisches Feingefühl, ein gerissener und von sich eingenommer Politiker oder ein launischer Diktator ohne Gewissen und Skrupellosigkeit? Wie die Geschichte gezeigt hat, war er letzteres wobei man die Unberechenbarkeit noch hinzufügen muss.
Es wird zu einem Feldzug der Vernichtung, der brutalen Besatzungspolitik von selbsternannten "Herrenmenschen" und des Völkermords hinter den Kulissen der großen Siege an der Ostfront. Es sollte beherrscht, verwaltet und ausgebeutet werden - von Befreiung und Freiheit war keine Rede mehr. Aus den Antibolschewisten in Hitlers Stab macht der Führer schnell Leiter von Wirtschaftsstellen, Himmler zum "Reichskommissar zur Festigung des deutschen Volkstums", die SS zum Aufpasser und Vernichter der zu Untermenschen erniedrigten Religionsgemeinde und er selbst wurde zu letzten Instanz aller diese Fäden.

„Was wir im deutschen Widerstand während des Krieges nicht wirklich begreifen wollten, haben wir nachträglich vollends gelernt: dass der Krieg schließlich nicht gegen Hitler, sondern gegen Deutschland geführt wurde.“
(Eugen Gerstenmaier, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. März 1975)

 


 
Soldateneid auf den Führer
 
„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid,
dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes,
Adolf Hitler,
dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht,
unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will,
jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

(Eid für jeden Soldaten, gültig ab 2. August 1934)

 
„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid,
dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes,
Adolf Hitler,
dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will,
jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“

(Endgültige Fassung vom 20. Juli 1935)

Diese Besprechungen zeigt Hitlers Ziele in Sachen Macht, Machtbestrebungen und der Wehrmacht als sein Werkzeug. Der verkappte Künstler, als einfacher Gefreiter einen fehlgeleiteten Lebensinhalt gefunden wird durch den Ersten Weltkrieg „ geprägt in die Politik entlassen“. Er kann diese Zeit als Soldat nicht vergessen, die Schmach des Versailler Vertrag die Deutschland in seinen Augen zu seinem Schicksal verdammt – des „Unschuldig“ bestraften. So will er die Geschehnisse nach 1918 umkehren, sich die Zeiten einer klaren Hierarchie zurückholen und sich in die Glückseligkeit emporschwingen. Er schafft es dabei immer wieder „ nur das Fallende (zu stürzen), tötete er nur das schon Sterbende." Dieser Instinkt ist nicht erlernbar, er war Hitler angeboren und zeigt sich schon in seinen jungen Jahren, doch hat Haffner zum Schluss richtig bemerkt, dass diese Gabe "weniger dem Blick des Adlers als der Witterung eines Geiers" entspricht. So lebt er mit diesen glücklichen Fügungen, baut eine Tradition des „Dritten Reiches“ ohne die von ihm entlarvten Fehler der Demokratie auf und schafft einen „Führerkult“, der dem siegreichen Deutschland in der Tradition des Kaiserreiches in seinen letzten Zügen gerecht wird. Hitler lebt so nach 1933 sein Ideal der Militär-Politik, eines Führerstaates, Parteiarmee und Volksgemeinschaft. Als Krönung dieser Bestrebungen macht er sich zum Führer der militärischen Kräfte des Landes, lässt sich nur zu gerne mit „größten Feldherr aller Zeit“ titulieren und als Beweis seiner Reputation trägt er bis zum Ende sein Eisernes Kreuz an der immerbraunen Uniform.
Mit dem Krieg, der für ihn so unausweichlich wie nötig ist, wird die „Kriegskunst“ nun sein Lebensinhalt und gleichzeitig soll es sein Lebenswerk werden. Dies macht er in vielen Reden und Monologen klar, und rechtfertig sein Schlachtenglück nachträglich mit der Übernahme alle operativen Entscheidungen im Russlandfeldzug, der alle Erwartungen der Militärs bis Ende 1941 übertrifft. Kein General sollte ihm noch reinreden und sein militärisches Hauptquartier wurde nun Zentrum des Reiches. Hatte er als Reichskanzler nur unregelmäßig gearbeitet und überwogen vor dem Krieg die bohemienhaften Phasen des Nichtstun sein Leben, so war Hitler als Feldherr täglich 12-14 Stunden an der Arbeit. Von nun an sprechen die Memoiren der Generäle von damals von einer Energie, Fanatismus, Unduldsamkeit und einem faszinierenden-dämonischen Willen bzw. Wirken auf sein Umfeld. Ohne dieses Charisma und Wirkung auf Menschen um ihn, wäre wohl der Krieg nie so verlaufen. Er verstand es Privilegien im Führerhauptquartier zu verteilen, die an das Versaille Ludwig XIV. erinnerten. Ein goldener Käfig für seine Generäle, die durch das "Hof-"Zeremoniell des Führers geprägt und gefesselt sind. Wer darf wo beim Essen sitzen, wer wo am Kartentisch stehen oder Gast seines inneren Zirkels sein. Spaziergänge zur Beratung und anregendem Gespräch werden zu Audienzen, für die so mancher General alles stehen und liegen lässt. "Der Führer wünscht Sie zu sprechen ..." gilt als Ritterschlag und die Verleihungen von Ritterkreuzen werden wie zu absolutistischen Zeiten zelebriert. Die Wolfschanze und ihr tägliches Ritual wurden zum Kompass des Krieges. Während der Operation Barbarossa bestimmte der "größte Feldherr aller Zeiten" nicht nur das Vorgehen nach seinem Willen, sondern musste sich die ganze Planung seinen Schlaf- und Wachgewohnheiten unterordnen. Der Boheme Hitler hatte seinen ganz eigenen Tagesrhythmus, so verließ er sein Bett nicht vor 12 Uhr, woraufhin er ein kleines Frühstück zu sich nahm, meist im Stehen oder während eines Spaziergangs mit Hund Blondi. Meist wurde nach diesen Spaziergängen die erste Lagebesprechung abgehalten - "Mittagslage" - welche oft bis 14 oder 16 Uhr ging. Die Termine des Führers verschoben sich danach meist nach hinten, oder wurden kurzfristig abgesagt. Ein Faktum, dass so manchen Attentatsversuch auf Hitler scheitern ließ - Unpünktlichkeit als Überlebensgarant.

„Krieg ist nur die Fortsetzung von Diplomatie mit anderen Mitteln“ (Clausewitz)

„Politik ist nur die Weiterführung von Krieg in Friedenszeiten“ (Versinnbildliches Ideal Hitlers)

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Adolf Hitler - Vom Feldherr zum Massenmörder

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes

Quellen

Hans-Adolf Jacobsen, Der Weg zur Teilung der Welt, Koblenz/Bonn, 1977.

http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsv ... index.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19489031.html
http://www.ns-archiv.de/krieg/1940/05-12-1940.php

Autor: Freiherr von Woye


Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(1. - 31. Oktober 1939)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.10. - 06.10.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 1. Oktober 1939

 

Im Osten geht die Übergabe von Warschau und Modlin planmäßig vor sich.
Im Westen war das feindliche Artilleriefeuer in Gegend Saarbrücken stärker.
Sonst keine nennenswerte Kampftätigkeit.
Im Westen wurden zwei französische und zehn britische Flugzeuge, über der Nordsee zwei britische Kampfflugzeuge zum Absturz gebracht.
Wir verloren zwei Flugzeuge.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 2. Oktober 1939

 

Gestern Vormittag sind die ersten deutschen Truppen ohne Zwischenfälle in Warschau eingerückt.
Die Besetzung Pragas wurde gestern beendet.
Der letzte Stützpunkt polnischen Widerstandes, die befestigte Halbinsel Hela, hat sich gestern bedingungslos ergeben, noch bevor der von Heer und Kriegsmarine gemeinsam vorbereitete Angriff durchgeführt wurde.
Die Besatzung von 52 Offizieren, darunter der polnische Flottenchef, Konteradmiral von Unruh, und 4000 Mann, werden heute Vormittag die Waffen strecken.
Im Westen nur örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Ein britisches Aufklärungsflugzeug wurde ostwärts Paderborn abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 3. Oktober 1939

 

Im Laufe des 2. Oktober rückten weitere deutsche Truppen in die Festung Warschau ein.
Die Zählung der Gefangenen sowie der in Warschau und Modlin erbeuteten umfangreichen Bestände an Waffen und sonstigem Kriegsgerät dauert noch an.
Im Westen nur geringe Artillerie- und Flugzeugtätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 4. Oktober 1939

 

Im Osten kam es bei der Säuberung des Gebietes zwischen der bisherigen Demarkationslinie und der neu festgesetzten deutsch-russischen Interessensgrenze noch zu Kämpfen mit versprengten Teilen polnischer Truppen.
Im Westen herrschte außer schwacher feindlicher Artillerietätigkeit in Gegend Saarbrücken fast völlige Ruhe.
Im Handelskrieg wurden seit dem 30. September weitere 72 Dampfer von deutschen Streitkräften eingeholt.
Ein Teil von ihnen wurde wegen Beförderung von Bannware in deutsche Häfen eingebracht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 5. Oktober 1939

 

Im Osten wurde die gestern begonnene Säuberung des Gebietes ostwärts der Weichsel von versprengten polnischen Truppenteilen fortgesetzt.
Im Westen nur geringe Artillerie- und Luftaufklärungstätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 6. Oktober 1939

 

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht besuchte gestern die Truppen der 8. Armee vor Warschau und ließ Teile der an der Einnahme der Festung beteiligten Divisionen an sich vorbeimarschieren.
Bei Kock, ostwärts von Deblin, streckten heute 10 Uhr vormittags die letzten Reste des polnischen Heeres, etwa 8000 Mann, unter dem polnischen General Kleber die Waffen.
Ostwärts der Weichsel begann gestern die Vorwärtsbewegung zur Besetzung des Gebietes bis zur deutsch-russischen Interessensgrenze.
Im Westen schwache Artillerietätigkeit, sonst ruhiger Verlauf des Tages.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der deutsche Polen-Feldzug ist abgeschlossen. Rund 400.000 polnische Kriegsgefangene befinden sich in deutscher Hand, darunter mehr als 60.000 Juden. Sie werden getrennt und einer besonders schlechten Behandlung ausgesetzt. 20.-25.000 von ihnen sterben bereits in den Gefangenenlagern. Hier zeigt sich dann das finstere und brutale Gesicht des Krieges, denn unter den über 16.000 polnischen Zivilisten, die durch deutsche Kriegshandlungen umgekommen sind, waren mindestens 5.000 Juden. Schon dieser erste Feldzug eines erst beginnenden Krieges, hat antijüdischen Gewalttaten, durch die Einsatzgruppen der SS und Wehrmachtseinheiten, zum alltäglichen Geschäft gemacht.

 

Am 2. Oktober startet der erste Angriff der britischen Royal Air Force auf Deutschland, genauer gesagt Berlin. Der nächtlichen Überfall hatte aber keine Bombardierung zur Folge, sondern es wurden nur Propaganda Flugblätter abgeworfen. Am 5. Oktober kapituliert Polen endgültig vor der Wehrmacht, die letzte Kämpfe der Armee werden eingestellt und man übergibt jedwede Souveränität und Staatsgewalt den deutschen Besatzern - nun beginnt der Partisanenkampf. Am 6. Oktober verkündet Hitler in einer Rede vor dem Reichstag, dass die polnische Kampagne nun in allen seinen Einzelgefechten beendet ist. Es hat 16.000 deutschen Soldaten, 1.500 Russen und 66.000 polnischen Militärs das Leben gekostet, wobei die zivilen Opfer bis heute nur kaum beziffert werden können.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Militärgerichtsbarkeit der Deutschen Wehrmacht

Das deutsche Wirtschaftssystem der 30iger Jahre


07.10. - 12.10.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 7. Oktober 1939

 

Ostwärts der Weichsel und im Gebiet von Suwalki vollzog sich das Vorgehen auf die deutsch-russische Interessensgrenze reibungslos im Einvernehmen mit den russischen Truppen.
Unter den letzten Resten des polnischen Heeres, die gestern bei Kock kapitulierten, befanden sich zwei Divisionskommandeure und 100 Offiziere.
Im Westen wurden örtliche Spähtruppunternehmungen des Feindes abgewiesen.
Sonst nur vereinzeltes Störungsfeuer.
Französische Aufklärungsflugzeuge versuchten nachmittags den Rhein bei Bonn zu überfliegen.
Sie wurden durch deutsche Jagd- und Flakabwehr vertrieben.
Eines von ihnen wurde bei Godesberg im Luftkampf abgeschossen, ein zweites bei Euskirchen zur Notlandung gezwungen.
Die vierköpfige Besatzung, darunter ein Oberstleutnant im Generalstab, wurde gefangen genommen.
Eigene Verluste traten nicht ein.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 8. Oktober 1939

 

Die Bewegungen auf die deutsch-russische Interessensgrenze verlaufen weiterhin planmäßig.
Nach letzten Meldungen des Heeres haben sich bei Kock über die bisher mitgeteilten Zahlen hinaus zwei Divisionskommandeure, 1255 Offiziere und 15 600 Unteroffiziere und Mannschaften den deutschen Truppen ergeben.
An Beute wurde 10 200 Handfeuerwaffen, 205 Maschinengewehre, 20 Geschütze, über 5000 Pferde und mehrere Kriegskassen eingebracht.
Im Westen tagsüber beiderseitige Artillerietätigkeit, nachts vereinzelt Störungsfeuer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 9. Oktober 1939

 

Im Osten wurde der Vormarsch gegen die Interessensgrenze fortgesetzt.
Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und schwaches beiderseitiges Artilleriefeuer.
In der Luft nur geringe Aufklärungstätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 10. Oktober 1939

 

Im Osten wurden im Vorgehen auf die deutsch-russische Interessensgrenze die befohlenen Tagesziele erreicht.
Im Gebiet nördlich des Bug und im Suwalki-Zipfel sind damit die Bewegungen im wesentlichen abgeschlossen.
Im Westen geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 11. Oktober 1939

 

Im Osten nähern sich die deutschen Truppen in Mittelpolen der längs des Bug verlaufenden deutsch-russischen Interessensgrenze.
Im Westen nach ruhig verlaufender Nacht tagsüber wieder schwache Artillerietätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 12. Oktober 1939

 

Im Osten wurde in Mittelpolen an mehreren Stellen der Bug erreicht.
Im Westen geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Geringe Luftaufklärungstätigkeit über der Nordsee und im Westen.
Bei einem Luftkampf südlich Lauterburg wurde ein französisches Flugzeug abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

7. Oktober 1939: Erlaß Hitlers "zur Festigung deutschen Volkstums". Himmler wird zum ""Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums"" ernannt, mit dem Auftrag, die beabsichtigten umfangreichen Umsiedlungen in den besetzten und annektierten polnischen Gebieten zu planen und zu organisieren.

"In dem Erlaß Hitlers heißt es: Nach der Zerschlagung Polens habe das Großdeutsche Reich jetzt ""die Möglichkeit, deutsche Menschen, die bisher in der Fremde leben mußten, in seinem Raum aufzunehmen und anzusiedeln und innerhalb seiner Interessengrenzen die Siedlung der Volksgruppen so zu gestalten, daß bessere Trennungslinien zwischen ihnen erreicht werden.""

Die Aufgaben Himmlers in diesem Zusammenhang seien:
1. Die Zurückführung der für die endgültige Heimkehr in das Reich in Betracht kommenden Reichs- und Volksdeutschen im Ausland,
2. die Ausschaltung des schädigenden Einflusses von solchen volksfremden Bevölkerungsteilen, die eine Gefahr für das Reich und die deutsche Volksgemeinschaft bedeuten,
3. die Gestaltung neuer deutscher Siedlungsgebiete durch Umsiedlung, im besonderen durch Seßhaftmachung der aus dem Ausland heimkehrenden Reichs- und Volksdeutschen.

Der Reichsführer SS ist ermächtigt, alle zur Durchführung dieser Obliegenheiten notwendigen allgemeinen Anordnungen und Verwaltungsmaßnahmen zu treffen."
Zur Erfüllung seiner Aufgaben kann er "den in Frage stehenden Bevölkerungsteilen bestimmte Wohngebiete zuweisen."

Mit Eichmann werden die ersten Entschlüsse und Rücksprachen verhandelt, die er Gestapochef Müller zur geplanten Zwangsumsiedlungen der Juden in Oberschlesien plant. Dabei geht es um 70.-80.000 Juden, die aus dem Bezirk Kattowitz in "östliche Richtung über die Weichsel" deportiert werdensollen. Das Ziel ist bis Dato noch nicht bekannt, aber man arbeitet schon hier die folgende Wannsee Konferenz hin: "Diese Tätigkeit soll in erster Linie dazu dienen, Erfahrungen zu sammeln, um auf Grund dieser derart gesammelten Erfahrungen die Evakuierung größerer Massen durchführen zu können."

 

Am 7. Oktoober beginnt der Anfang vom Ende Polens, zum Vierten Mal in seiner Geschichte soll das Land von der Karte getilgt werden. Die formelle Anexion von großen Gebieten wird eingeleitet und bsiher polnische Gebiete in das Reich eingegliedert. Die Polen erwartet nun eine Zeit der Vertreibung, Verfolgung und Vernichtung. Auf der anderen Seite im Westen, wird in dieser Tage auf Befehel Hitler der Westfeldzug vorbereitet. Im Gegenzug bietet Hitler den westlichen Alliierten den Frieden an, den aber lehnte Daladier (franz. Ministerpräsident) ab und ließ darauf sofort alle Brücken über den Rhein (eine Ausnahme) sperren. Man glaubte Hitler nicht mehr und 1938 bzw. der folgende Polenfeldzug war Wasser auf die Mühlen der Gegner des Appeasements.
Die UDSSR folgte ihrem Expansionskurs Anfang Oktober genauso wie Hitler, und Stalin erhob Ansprüche auf Teile Finnlands, genauso wie er die Litauer (wie zuvor auch die anderen 2 baltischen Länder) in ein Bündnis zwang, wobei er es vor allem auf die Basen an der Küste abgesehen hatte.

 

DMP empfiehl zu diesem Thema

Reichskommissare in der Zeit des Nationalsozialismus

Politiker der Sowjetunion


13.10. - 16.10.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 13. Oktober 1939

 

Im Osten stehen die Bewegungen auf die deutsch-russische Interessengrenze vor dem Abschluß.
Im Westen örtliche Spähtrupp- und Artillerietätigkeit wie in den Vortagen.
Die Franzosen sprengten gestern die festen Rheinbrücken bei Wintersdorf, Breisach und Neuenburg.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 14. Oktober 1939

 

Im Osten wurden mit der Besetzung derLetzten Abschnitte am Bug die Beweguungen auf die deutsch-russische Interessengrenze abgeschlossen.
Im Westen schwache Artillerietätigkeit. Bei Luftkämpfen wurden durch Jagd- und Flakabwehr drei feindliche Flugzeuge bei Schleiden, idar-oberstein und Mayen ohne eigene Verluste abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 15. Oktober 1939

 

Im Osten keine besonderen Ereignisse.
Im Westen schwaches Störungsfeuer feindlicher Artillerie, das erwidert wurde.
Am 13. Oktober ist in der Gegend von Birkenfeld ein weiteres feindliches Flugzeug abgeschossen worden.
Am 14. Oktober keine feindliche und eigene Flugtätigkeit von Bedeutung.
Wie die britische Admiralität schon durch Rundfunk bekannt gab, wurden das Schlachschiff „Royal Oak“ durch ein deutsches Unterseeboot versenkt.
Bisher konnte die britische Admiralität die zahl von nur etwa 370 Überlebenden bekanntgeben.
In der Nacht vom 14. zum 15. Oktober über Norddeutschem gebiet vernehmbares Motorengeräusch hat an einigen Stellen eigenes Flakfeuer ausgelöst.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 16. Oktober 1939

 

Nachdem die Truppenbewegungen zur besetzung des deutschen Interessengebietes in Polen beendet sind, wird das Oberkommando der Wehrmacht über den Osten nicht mehr berichten.
Im Westen nur geringe Gefechtstätigkeiten und schwaches Artilleriestörungsfeuer.
Am Rhein südwestlich Rastatt wurden die Franzosen durch Hochwasser gezwungen, ein Panzerwerk zu räumen.
In der Luft nur geringe eigene und feindliche Flugtätigkeit in Grenznähe.

Sondermeldung:
Das unterseeboot, durch welches das britische Schlachtschiff „Royal Oak“ versenkt wurde, hat den Britischen Schlachkreuzer „Repulse“ angegriffen und torpediert.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

10. - 14. Oktober 1939 - Goebbels Tagebuch: "Des Führers Urteil über die Polen ist vernichtend. Mehr Tiere als Menschen, gänzlich stumpf und amorph. [...] Der Schmutz der Polen ist unvorstellbar. Auch ihr Urteilsvermögen ist gleich Null. [...] Der Führer will mit den Polen keine Assimilation. Sie sollen in ihren verkleinerten Staat hineingedrückt und ganz unter sich gelassen werden. Hätte Heinrich der Löwe den Osten erobert, wozu damals die Machtmittel ausreichten, dann wäre das Ergebnis bestimmt eine stark verslawisierte deutsche Mischrasse gewesen. Es ist schon so besser, wie es ist. Jetzt kennen wir wenigstens die Rassengesetze und können uns danach ein- und ausrichten. [...] In Polen soll die Militärverwaltung möglichst schnell durch Zivilverwaltung abgelöst werden. Die Militärstellen sind zu weich und zu nachgiebig. Und bei den Polen wirkt nur Gewalt. Dazu sind sie so dumm, daß auch keine Überzeugungsargumente bei ihnen wirken. Es fängt eben in Polen schon Asien an. Die Kultur dieses Volkes ist unter aller Kritik. Nur die adlige Schicht hat davon einen dünnen Firnis. Sie ist auch die Seele des Widerstandes gegen uns. Deshalb muß sie enteignet werden. An ihre Stelle treten deutsche Bauern. [...]" (Fröhlich I, Bd. 3, S. 604)

 

In Polen geht das Vernichtungsprogramm Hitlers in die nächste Runde. Bei einer Konferenz beim schlesischen Gauleiter Wagner in Kattowitz, werden Deportationen geplant ( 1.000 arbeitsfähigen jüdischer Männer). Die Umsiedlungen werden nun auch durchgesetzt und bilden die Grundlage für den (späteren) "generellen Abtransport der Juden".
Auf dem Kriegsschauplatz Europa geht es auch weiter, so versenkte am 14. Oktober das deutsche U-Boot U 47 das britische Schlachtschiff "Royal Oak" in Scapa Flow. Es wird im Hintegrund geplant und die Truppen auf weitere Gefechte vorbereitet. Die Ruhe vor dem Sturm über Europa ...

 

DMP empfiehl zu diesem Thema

Adolf Hitler

Der Deutsche Offizier und seine Traditionen


17.10. - 24.10.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 17. Oktober 1939

 

Im Laufe des 16. Oktober räumten die französischen Truppen den größten Teil des von ihnen bisher besetzten deutschen Gebietes im Vorfeld unserer Befestigungen und gingen an und über die Grenze zurück.
Die englischen Seestreitkräfte wurden gestern erneut und mit Erfolg angegriffen.
Zwei von den im Firth of Forth liegenden englischen Kriegsschiffen erhielten Bombentreffer schwersten Kalibers.
Dieser Erfolg konnte erzielt werden trotz heftigster feindlicher Gegenwehr durch Flakfeuer und Jagdflieger.
Bei der Überwachung des deutschen Luftraumes wurden gestern fünf feindliche Flugzeuge, darunter zwei englische, abgeschossen.
Nach Meldung des deutschen Unterseeboots-Kommandanten fanden die Torpedierungen des Schlachtschiffes „Royal Oak“ und des Schlachtkreuzers „Repulse“ in der Bucht von Scapa Flow statt.
Der Handelskrieg in Nord- und Ostsee zeigte in der letzten Woche wirksame Ergebnisse.
Im Atlantik sind nach englischen Quellen allein zwischen dem 13. und 15. Oktober sieben Dampfer mit 54 396 BRT versenkt worden, darunter der größte französische Tankdampfer „Emile Miguet“.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 18. Oktober 1939

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald gaben die französischen Truppen im Laufe des 17. Oktober weitere auf deutschem Boden liegende Geländepunkte entlang der Grenze auf, die von unseren nachstoßenden Truppen besetzt wurden.
Zahlreiche Gefangene sind eingebracht.
Die deutsche Luftwaffe setzte gestern ihre Operationen gegen die Kriegshäfen an der englischen Ostküste fort.
In der Bucht von Scapa Flow wurde nach den bisher vorliegenden Meldungen außer anderen Kriegsschiffen ein älteres englisches Schlachtschiff von Bomben schweren und mittleren Kalibers getroffen.
Während eines Luftkampfes wurde ein englisches Jagdflugzeug von deutschen Flugzeugen abgeschossen.
Ein deutsches Kampfflugzeug wurde durch englische Flakartillerie zum Absturz gebracht.
Am 16. und 17. Oktober hat der Gegner zehn Flugzeuge verloren, und zwar:
Über deutschem Hoheitsgebiet durch Flakartillerie fünf Flugzeuge, davon ein englisches, durch Jagdflieger je ein französisches und ein englisches und im Luftkampf über englischem Hoheitsgebiet drei englische Flugzeuge.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 19. Oktober 1939

 

Zwischen der Saar und der Straße Hornbach-Bitsch warfen unsere Truppen die noch auf deutschem Boden befindlichen feindlichen Nachhuten nach kurzem, hartnäckigem Kampf auf und über die Grenze zurück.
An den übrigen Abschnitten der Westfront nur örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
An einigen Stellen ist die Fühlung mit dem Feinde vorübergehend verlorengegangen, da unsere Gefechtsvorposten die französische grenze nicht überschritten haben.
Damit kann der erste Abschnitt der Kampfhandlungen im Westen – Hervorgegangen aus der Initiative der Franzosen – als abgeschlossen betrachtet und folgender Überblick über die Ereignisse an der Westfront seit Beginn des Krieges gegeben werden:
Mit dem Beginn der Operationen in Polen wurden auch unsere Grenzbefestigungen im Westen durch starke Kräfte besetzt.
Am 9. September eröffneten die Franzosen die Feindseligkeiten und überschritten mit Spähtrupps an verschiedenen Stellen zwischen Luxemburg und dem Rhein westlich Karlsruhe die deutsche Grenze.
Seit dieser Zeit haben an der ganzen Westfront an keiner stelle ernsthafte Kampfhandlungen stattgefunden.
Die rein örtlichen Kämpfe spielten sich in einem flachen, nahe der französischen Grenze liegenden Streifen im Vorfeld unseres Westwalles ab.
Von einer einzigen Ausnahme abgesehen, Führten diese Kämpfe auf beiden Seiten nur kleine Verbände, meist unter Kompaniestärke.
Besetzt wurden von den Franzosen im Laufe des Monats September Lediglich
1) einige nahe der französischen Grenze gelegene deutsche Ortschaften zwischen der Luxemburgischen Grenze und Saarlautern;
2) das südwestlich Saarbrücken gelegene, nach Frankreich vorspringende Waldgebiet
Der Warndt und
3) der ebenfalls vorspringende Gebietsteil südostwärts Saarbrücken zwischen Saar und dem Pfälzer Wald.

Nur in den beiden zuletzt genannten Gebietsteilen, die von uns planmäßig geräumt waren, hat sich der Feind unter erheblichen Verlusten in einer Tiefe von drei bis fünf Kilometer auf deutschem Boden festgesetzt.
Das ganze übrige deutsche Gebiet vor dem Westwall blieb frei vom Feinde.
An keiner Stelle sind Französische Kräfte auch nur in die Nähe des Westwalles gekommen, außer dort, wo der Westwall, wie bei Saarbrücken, in unmittelbarer Nähe der französischen Grenze verläuft.
Dieser geringen infanteristischen Gefechtstätigkeit entsprach auch das Artilleriefeuer.
Es beschränkte sich, von der Unterstützung kleinerer Unternehmungen Abgesehen, auf Störungsfeuer gegen Geländepunkte im Vorfeld unserer Befestigungen.
In einem einzigen Fall wurde ein Bunker in der Nähe von Saarbrücken mit 80 Schuß mittleren Kalibers ohne jeden Erfolg beschossen.
Am Oberrhein von Karlsruhe bis Basel Herrscht seit Kriegsbeginn völlige, Fast friedensmäßige Ruhe.
Diesen von französischer Seite als großen Erfolg und wirksame Unterstützung der Polen hingestellten geringen Geländegewinn hat der Feind zwischen der Luxemburgischen Grenze und dem Warndt, sowie zwischen der Saar und dem Pfälzer Wald Freiwillig wieder aufgeben und ist, von unseren daraufhin energisch nachstoßenden Truppen bedrängt, bis Dicht an und über die französische Grenze zurückgegangen.
Die Luftkriegführung an der Westfront ging bisher über Aufklärungstätigkeiten sowie Jagd- und Flakabwehr auf beiden Seiten nicht hinaus.
Bombenangriffe fanden nicht statt.
Der wirkungsvollen deutschen Abwehr durch Jäger und Flak sind seit Kriegsbeginn an der Westfront 60 feindliche Flugzeuge, Darunter 12 britische, erlegen.
Die feindlichen Flugzeugverluste in Innern Deutschlands und im Küstenvorfeld sind in deisen Zahlen nicht enthalten.
Die deutschen Gesamtverluste durch feindliche Einwirkung an der Westfront betragen seit Kriegsbeginn bis zum 17. Oktober 196 Tote, 356 Verwundete, 114 Vermißte sowie insgesamt elf Flugzeuge.
Demgegenüber waren bis 18. Oktober allein 25 französische Offiziere und 664 Unteroffiziere und Mannschaften als Gefangene eingebracht.
An der 170 Kilometer lagen Oberrheinfront wurde nur ein Mann durch einen gelegentlich eines Flakabschusses herabfallenden Granatsplitter verwundet.
Britische Truppen konnten bisher in der vorderen Linie der Westfront nirgends Festgestellt werden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 20. Oktober 1939

 

Im Westen Trat nach Abschluß der Kämpfe im Grenzgebiet südostwärts Saarbrücken wieder Ruhe ein.
Abgesehen von örtlicher Artillerie- und Spähtrupptätigkeit auf der ganzen Front keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 21. Oktober 1939

 

Im Grenzgebiet zwischen Mosel und Saarbrücken an einzelnen Abschitten der Front Lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Der Feind hat gestern auch das Waldgebiet Der Warndt, Westlich von Saarbrücken bis auf zwei dicht an der Grenze Gelegene Höhen geräumt.
An den übrigen Teilen der Westfront bis auf schwaches örtliches Störungsfeuer der Artillerie Ruhe.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 22. Oktober 1939

 

Im Westen außer geringer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine Besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 23. Oktober 1939

 

An der Westfront außer Artillerie- und Spähtrupptätigkeit keine Kampfhandlungen.
Am 21. Oktober, um 12.45 Uhr, flog ein Dreimotoriges britisches Flugzeug von Osten kommend über den Bahnhof Konzen (25 km südostwärts Aachen) und über die in unmittelbarer Nähe befindliche belgische Grenze nach Westen zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 24. Oktober 1939

 

An der Front keine besonderen Kampfhandlungen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Alles verhält sich ruhig auf dem Schlachtfeld Europa, außer Scharmützel ist von Krieg nicht viel zu bemerken. Dabei hat die Türkei einen Vertrag mit der Sowjetunion abgelehnt und so eine (vorerst) neutrale Position eingenommen bzw. eine Zusammenarbeit mit der SU abgelehnt. Skandinavien fühlt sich auch befroht, nicht von Deutschland, sondern von der UDSSR und eine Konferenz aller skandinavischen über die Bedrohung in der Ostsee will sich diesem neuen Feind stellen. Nicht nur Deutschland und sein expansorische Außenpolitik wirkt bedrohlich auf Europa, der Einmarsch in Polen löste den Zweiten Weltkrieg aus, sondern auch der Einmarsch der SU in Polen hat alle europäischen Länder wachgerüttelt. So sind die Franzosen weiterhin bereit einen Sitzkrieg hinzunehmen, räumen am 19. Oktober sogar die Stadt Forbach auf französischer Seite, denn man hofft noch auf das Beste.
Auch der Papst mischt sich am 20. Oktober ein, veröffentlicht die Enzyklika Summi Pontificatus, der den Rassismus und die Fremdenfeindlichkeit verurteilt.

 

Deutschland macht weiter Eroberungen durch Politik, holt am 21. Oktober alle willigen Bewohner der Alto Adige Region Italiens ins Reich, welche die Staatsbürgerschaft haben wollen, sind nun Deutsche. Eroberungen ganz anderer Art entgehen Deutschland, als die Goldreserven Polens über Rumänien un Syrien außer Landes gebracht werden.
Auf dem Wasser beeugt man sich genau, erste Manöver der Briten und Deutschen laufen gegeneinander - mehr als Säbelrasseln ist es bisher nicht.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

U-Boot Frontspange

Wunderwaffen und Mythen des Dritten Reiches


25.10 - 31.10.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 25. Oktober 1939

 

Westlich Völklingen wurden feindliche Nachhuten in Stärke einer Kompanie, die sich noch auf deutschem Boden befanden, angegriffen und über die Grenze zurückgeworfen.
Sonst keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 26. Oktober 1939

 

Der Feind versuchte gestern, die 12 km westlich Völklingen dicht an der Grenze gelegene Höhe, die unsere Truppen am Tage vorher genommen hatten, zurückzugewinnen.
Sein Angriff in der Stärke eines Bataillons blieb noch auf französischem Boden in unserem Artillerie- und Maschinengewehrfeuer liegen.
Sonst keine nennenswerten Kampfhandlungen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 27. Oktober 1939

 

Zwischen Mosel und Warndt an einzelnen Stellen auflebende Artillerietätigkeit.
An der übrigen Front nur örtliche Spähtrupptätigkeit und vereinzeltes Störungsfeuer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 28. Oktober 1939

 

Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald etwas lebhaftere Artillerietätigkeit als an den Vortagen.
Ein örtlicher Vorstoß schwächerer feindlicher Kräfte im Grenzgebiet westlich des Warndt wurde abgewiesen.
Der Handelskrieg in Ost- und Nordsee sowie im Atlantik war weiterhin erfolgreich.
In der Zeit vom 12. bis 25. Oktober 1939 wurden versenkt: Nach Meldungen, die durch eigene Streitkräfte bereits bestätigt sind, 22 Schiffe mit 109 370 BRT, nach Meldungen der Auslandspresse weitere 3 Schiffe mit 12 606 BRT, insgesamt also 25 Schiffe mit 121 976 BRT.
Damit steigen die Gesamtverluste seit Kriegsbeginn auf insgesamt 115 Schiffe mit 475 321 BRT.
Da bei dieser Zusammenstellung alle unbestätigten Meldungen nicht berücksichtigt sind, muss angenommen werden, dass die tatsächlichen Versenkungsziffern noch wesentlich höher liegen.
Trotz dieser Erfolge unserer Seestreitkräfte im Handelskrieg halten sich die eigenen Verluste in sehr geringen Grenzen.
Es muss bisher mit dem Verlust von drei Unterseebooten auf Grund ihres langen Ausbleibens gerechnet werden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 29. Oktober 1939

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 30. Oktober 1939

 

An der Westfront keine Veränderung der Lage.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 31. Oktober 1939

 

Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald schwache Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
An den übrigen Teilen der Front keine besonderen Ereignisse.
Vier feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im Generalgouvernement Polen bzw. für die Behörde, welche von nun an Polen verwaltet, hat einen neuen obersten Beamten - Hans Frank. In Polen selbst nimmt die antisemitische Verfolgung weiter zu, wie auch im Deutschen Reich selber. Dabei treten neue Verordnungen in Kraft, die das Tragen eines gelben Judensterns verlangen. Währenddessen an der Westfront die Lage weiterhin ruhig ist. Das Land Belgien proklamiert seine Neutralität im aufkommenden Konflikt und nimmt somit dieselbe Position wie im Ersten Weltkrieg ein.

 

Die UDSSR hat auf ihrer Seite währenddessen die von ihr annektierten Teile Polens in die Sowjetrepubliken integriert. Die von der Sowjetunion besetzen Teile gehören nun zur Ukraine bzw. Weißrussland.
Im Atlantik startet derweile eine historische Schlacht. Die Royal Navy stratet eine große Operation gegen die Deutsche Kriegsmarine, in dessen Verlauf werden die Panzerschiffe Graf Spee und Deutschland zerstört.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

U-Boot Frontspange

Zündapp KS 750


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 01-07.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.bwbs.de/bwbs_biografie/Kapit ... B1383.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 01-07.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.bwbs.de/bwbs_biografie/Kapit ... B1383.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologi ... ieges#1939 (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologi ... ieges#1939 (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologi ... ieges#1939 (Letzter Aufruf 23.03.2011)

 

Autor: Grenadier 72 Reg



Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 31. Dezember 1939)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.12. - 12.12.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 1. Dezember 1939

 

Im Westen geringe Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Bei der Luftaufklärung über der Nordsee gerieten die eingesetzten Kräfte in ein schweres Unwetter.
Vier Flugboote mußten auf See niedergehen und wurden teilweise beschädigt.
Die Besatzungen sind sämtlich gerettet.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 2. Dezember 1939

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 3. Dezember 1939

 

Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und geringes Artilleriefeuer.
An der Mosel- und Rheinfront sowie in der Gegend um Karlsruhe und Freiburg geringe eigene und feindliche Jagdfliegertätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 4. Dezember 1939

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Englische Kampfflugzeuge versuchten am 3. Dezember einen Angriff auf Helgoland.
Die frühzeitig einsetzende deutsche Abwehr verhinderte die planmäßige Durchführung des Angriffs.
Außer einem Treffer auf einen kleinen Fischlogger ist kein Schaden angerichtet worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 5. Dezember 1939

 

An der Westfront, abgesehen von etwas lebhafterem feindlichen Artillerie-Störungsfeuer im Grenzgebiet ostwärts der Mosel , nur geringe örtliche Gefechtstätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 6. Dezember 1939

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 7. Dezember 1939

 

Im Westen schwache örtliche Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge gegen England und Schottland durch.
Die Aufklärer stießen wiederum bis zu den Shetlands vor.
Bei einem Luftkampf westlich der holländischen Insel Texel stießen ein deutsches und ein englisches Flugzeug zusammen und stürzten ins Meer.
In den Abendstunden fanden fünf Einflüge britischer Flugzeuge von der Deutschen Bucht her nach Schleswig-Holstein statt.
Flakfeuer zwang den Gegner zum Abdrehen nach Norden, wobei er versuchte, über die dänisches Hoheitsgebiet zu entkommen.
Bomben wurden über deutschem Gebiet nicht abgeworfen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 8. Dezember 1939

 

Im Westen geringe örtliche Spähtrupptätigkeit.
Die Luftwaffe führte mit stärkeren Kräften Kontrollen über der Nordsee durch und streifte dabei auch die Küste Schottlands in niedrigster Flughöhe ab.
Eine deutsche Staffel wurde ostwärts des Firth of Forth von britischen Jägern erfolglos angegriffen.
Auf dem Rückflug mußte ein deutsches Flugzeug wegen Motorstörung eine Notwasserung vornehmen.
Die Besatzung verließ das Flugzeug im Schlauchboot.
Flugsicherungskräfte zur Bergung der Besatzung sind unterwegs.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 9. Dezember 1939

 

Im Westen an einigen Stellen der Front etwas lebhaftere Artillerietätigkeit.
Zwischen Mosel und Rhein wurden durch einen Stoßtrupp südwestlich Merzing auf französischem Boden zwei feindliche Unterstände gesprengt sowie drei weitere Unterstände unbrauchbar gemacht.
Die Luftwaffe führte ihre Aufklärungstätigkeit in verstärktem Maße hauptsächlich über West- und Mittelfrankreich durch.
Die deutschen Flugzeuge wurden an verschiedenen Stellen erfolglos von Jägern angegriffen und von Flakartillerie beschossen.
Eigene Verluste sind nicht eingetreten.
Die britische Admiralität bestätigt die Torpedierung des Zerstörers „Jersey“ am 7. Dezember durch ein deutsches Unterseeboot.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 10. Dezember 1939

 

Bei geringer örtlicher Infanterie- und Artillerietätigkeit verlief der gestrige Tag ohne besondere Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 11. Dezember 1939

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald an einzelnen Stellen der Front geringes Artilleriestörungsfeuer.
Im übrigen verlief der Tag an der ganzen Westfront ruhig.
Im Westausgang des englischen Kanals wurden zwei britische Tanker von zusammen 18 000 BRT versenkt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 12. Dezember 1939

 

Ostwärts der Mosel geringes feindliches Artilleriestörungsfeuer auf das Vorfeld.
Die Luftwaffe führte einzelne Erkundungsflüge gegen Großbritannien durch.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der Winterkrieg ist in vollem Gange, wobei Finnland und die Sowjetunion sich als Gegner auf dem Schlachtfeld gegenüberstehen. So wird Helsinki von den Sowjets bombardiert (80 Tote, 30. November - 1. Dezember). Finnland befindet sich dabei nicht nur in zahlenmäßiger Unterlegenheit, sondern können sich die russische Übermacht nur durch eine Guerillataktik vom Leibe halten. Die finnischen Streitkräfte ziehen sich dabei langsam auf die Mannerheim-Linie zurück. Dabei sind nicht nur finnische Zivilisten und Soldaten die Opfer, sondern auch die Olympischen Spiele von Helsinki, welche für 1940 vorgesehen waren und nun abgesagt werden müssen. Die Reaktion Europas und der übrigen Welt geht dabei von Protest über ein 'moralisches Embargo' bis zur Veruteilung der bolchewistischen Bedrohung von Seiten der NS-Regierung. Die Sowjets richten derweilen eine sowjetische Marionettenregierung - Volksregierung der Finnischen Demokratischen Republik - unter dem finnischen Kommunistenführer Otto Kuusinen ein.

 

An der Westfront herrscht weiterhin ein Sitzkrieg vor: 'Ein ruhiger Tag an der gesamten Front..... selbst die Luftstreitkräfte auf beiden Seiten waren völlig untätig' (franz. Meldung). Im Seekrieg kann das Panzerschiff Admiral Graf Spee das Handelsschiff Streonshalh südlich von Trinidad versenken, es ist sein neuntes und letztes Opfer. In der Folgezeit wird das Schiff von einer englischen Kreuzergruppe ins Visier genommen. Desweiteren haben wir einen Krieg, der sich vor allem durch Blockadetaktik, Minenfelder und Aufklärungseinsätzen auszeichnet. Von umfangreichen Aktionen und Seegefechten kann nur vereinzelt die Rede sein, und sind dabei eher zufällig als gezielte Aktionen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Onoda Hirō (小野田 寛郎)

Panzerabwehrraketen der Wehrmacht


13.12. - 18.12.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 13. Dezember 1939

 

Im Westen örtliche Spähtrupp- und Atillerietätigkeit.
In Gegend süostwärts Saarbrücken hob ein Spähtrupp in Stärke von einem Offizier und zehn Mann einen feindlichen Stützpunkt auf französischem Gebiet aus.
Der Feind verlor 5 Tote.
Ein Offizier und 16 Mann wurden gefangen genommen. Der deutsche Spähtrupp kehrte ohne eigene Verluste zurück.
Im Zusammenhang mit der Rückkehr des Lloyd-Schnelldampfers "Bremen" flogen in den Abend- und Nachtstunden des 12. Dezember britische Flugzeuge in die deutsche Bucht ein.
Frühzeitig von den Nordseeinseln und den Kriegsschiffen einsetzendes Abwehrfeuer zwang den Gegner, ohne die Nordseeküste erreicht zu haben, im Küstenvorfeld umzukehren.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 14. Dezember 1939

 

Neben geringem feindlichen Artilleriestörungsfeuer auf das Vorfeld an der Front zwischen Mosel unf Rhein lebhaftere Spähtrupptätigkeit.
An mehreren Stellen konnten wiederum Gefangene gemacht werden.
In den letzten Tagen fanden Operationen der Seestreitkräfte in der nödlichen Nordsee statt. Auf dem Rückmarsch ereignete sich bei einem leichten Kreuzer eine Unterwasserdetonation.
Die Schäden sind geringfügiger Art, das Schiff ist in den Heimathafen zurückgekehrt.
Das Panzerschiff "Admiral Graf Spee" eines der seit Kriegsausbruch in den atlantischen Gewässern operierenden Kriegsschiffe, stieß gegen den Geleitzug La Plata-Europäische Gewässer vor und versenkte die britischen Dampfer "Tairoa" (7983 BRT) und "Streonshall" (3985 BRT). Hierbei kam das Panzerschiff in Gefechtsberührung mit dem schweren englischen Kreuzer "Exeter" und den leichten Kreuzern "Ajax" und "Achilles". Bei dem Gefecht gelang es dem Panzerschiff den zahlenmäßig überlegenen feindlichen Streitkräften schweren Schaden zuzufügen. "Exeter" mußte sich nach schweren Treffern aus dem Gefecht zurückziehen. Einer der leichten Kreuer wurde gleichfalls schwer beschädigt. Das Panzerschiff "Admiral Graf Spee" erhielt seinerseits einige Treffer. Zur Zeit befindet es sich in dem Hafen von Montevideo (Uruguay).
Die britische Admiralität teilt den Verlust des Zerstörers "Duchess" in den heimischen Gewässern mit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 15. Dezember 1939

 

Ein einzelnes britisches Bombenflugzeug, das gestern den Fliegerhorst Borkum ohne Bomber zu werfen anflog, wurde durch unsere Flugabwehr vertrieben.
Zwei weitere britische Kampfflugzeuge versuchten die Insel Sylt anzugreifen. Vier abgeworfene Bomben fielen außerhalb der Insel ins Meer.
Größeren Umfang nahm in den Nachmittagsstunden ein Luftkampf an, der sich aus dem Angriff britischer Kampfflugzeuge im Gebiet der nordfriesischen Inseln entwickelte. Deutsche Jäger schossen von den 20 Angreifern zehn ab. Ein deutsches Flugzeug musste auf See niedergehen.
Im Westen keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 16. Dezember 1939

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 17. Dezember 1939

 

An der Westfront keine nennenswerten Kampfhandlungen.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über den Nordseegebieten durch.
Versuche britischer Bombenflugzeuge, in der Nacht vom 16. zum 17. Dezember die Inseln Norderney und Sylt anzugreifen, scheiterten. Eine Anzahl Bomben fielen in die See.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 18. Dezember 1939

 

Zwischen Mosel und Pfälzer Wald was das Artilleriefeuer von beiden Seiten etwas lebhfter.
Die Luftwaffe führte ihre Aufklärung über Ostfrankreich und der Nordsee bis zu den Shetlands, im Süden bis Portsmouth vor. Sie vertrieben an mehereren Stellen englische Vorpostenschiffe und Küstenwachboote von ihren Standorten. Ein Vorpostenschiff wurde durch Bombenwurf versenkt.
Am Abend versuchten englische Flugzeuge, die deutsche Küste anzufliegen.
Das Panzerschiff "Admiral Graf Spee" hat die zur Wiederherstellung seiner Seefähigkeit benötigte Frist von der uruguayischen Regierung nicht bekommen.
Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat deshalb dem Kommandanten den Befehl gegeben, das Panzerschiff außerhalb der Hoheitsgewässer selbst zu sprengen und zu vernichten. Dies ist am 17. Dezember gegen 20 Uhr geschehen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

In diesen Tagen ist der Seekrieg im Atlantik das Hauptereignis in den Wehrmachtsberichten, wobei die englischen Kreuzer Exeter und Ajax, der neuseeländische Kreuzer Achilles gehen auf Jagd auf das Panzerschiff Admiral Graf Spee, welches in der Mündung des Rio de la Plata (Südamerika) abgefangen werden konnte. Weitere Ereignisse, im Zusammenhang mit der US Marine, heißen die Situation weiter an. Als Höhepunkt steht der 17.12, die Selbstversenkung der Admiral Graf Spee in der Mündung des Rio de la Plata. Der Held auf alliierter Seite, Commodore Harwood, wird für seine Leistungen zum Konteradmiral befördert und zum Ritter geschlagen. 1.039 Offiziere und Mannschaften des selbstversenkten Panzerschiffes Admiral Graf Spee werden in Buenos Aires interniert. Kapitän Langsdorff nimmt sich in der Nacht vom 19. auf den 20. Dezember das Leben.
Auch darf man den Winterkrieg in Finnland nicht vergessen, denn der Völkerbund verabschiedet eine Resolution, in welcher die russische Aggression verurteilt wird und man helfen will, so die franz. Waffenlieferung vom 13.12. Ein weiterer Schritt war der Ausschluss der Sowjetunion aus dem Völkerbund dieser Tage. Dabei schlagen sich die finnische Truppen in der Schlacht von Suomussalmi, vernichten eine Vielzahl von gegnerischem Material und Truppen. Die Mannerheim-Linie hält, die Finnen schlagen alle Angriffe ab und kämpfen kurz vor Weihnachten um ihre Heimat - Meter für Meter.

 

An der Westfront ist es weiterhin ein Sitzkrieg, in welchem Premierminister Chamberlain das Britische Expeditionskorps in Frankreich besucht. Im Deutschen Reich wird die Rückführung von 51.000 baltischen Deutschen auf dem Seeweg aus Lettland beendet, somit geht der eroberte Osten im Reich auf und man bereitet nun zunehmend Aktionen im Westen vor.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Divisionen der Wehrmacht

Generalfeldmarschall Dr. Wolfram Freiherr von Richthofen


19.12. - 31.12.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 19. Dezember 1939

 

An der Westfront geringe örtliche Spähtrupp und Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe klärte gegen Seeziele ostwärts Schottland auf.
Hierbei griffen deutsche Fernaufklärer vier englische Vorpostenboote an. Sie wurden versenkt.
In den frühen Nachmittagsstunden versuchten 52 englische Kampfflugzeuge Wilhelmshaven anzugreifen. Der deutsche Flugmeldedienst erkannte frühzeitig die Angreifer.
Bereits nördlich Helgoland wurden sie von Jagd- und Zerstörer-Flugzeugen gestellt. 34 britische Flugzeuge wurden hierbei nach hartem Kampf abgeschossen. Wir verloren zwei Flugzeuge.
Einzelne feindliche Flugzeuge, denen es gelang, sich den angreifenden deutschen Jägern zu entziehen, gerieten in das konzentrierte Abwehrfeuer der Falkartillerie auf den Inseln und an der Küste. Sie mußten umkehren, ohne zum Bombenabwurf zu kommen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 20. Dezember 1939

 

An mehreren Stellen des Westfront gelang es eigenen Spähtrupps in die feindlichen Stellungen einzudringen und dabei eine Anzahl Gefangene zu machen.
Die deutsche Luftwaffe führte unter schwierigsten Wetterverhältnissen Erkundungen und Angriffe gegen Seeziele in der Nordsee durch.
Nach den bisherigen Feststellungen wurden dabei vier Schiffe britischer leichter Seestreitkräfte durch Bombentreffer zerstört. Ein deutsches Aufklärungsflugzeug griff ein großes britisches Flugboot an und brachte es zum Absturz.
In den letzten drei Tagen hat die deutsche Luftwaffe 23 Schiffe der britischen Vorpostenstreitkräfte vernichtet, unter anderen: "Pearl", "Serenity", "New Choice", Eileed Wray", "Evelina", "Sedgefly", "Trinity".
Die Verluste der Briten in der Luftschlacht vom 18. Dezember haben sich um zwei weitere Flugzeuge erhöht, so daß als feindliche Gesamtverluste dieses Tages nunmehr 36 Kampflugzeuge vom Typ Vickers-Wellington festzustellen sind.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 21. Dezember 1939

 

Im Westen etwas lebhaftere örtliche Artillerietätigkeit.
Ein französischer Nahaufklärer wurde kurz nach Überfliegens der Grenze durch deutsche Jagdflieger in Gegend Pirmasens abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 22. Dezember 1939

 

An der Westfront keine besonderen Kampfhandlungen.
Die Luftwaffe führte Aufklärungsflüge über Nordfrankreich und Südengland durch.
Bei der Grenzüberwachung im Westen fand ein Luftkampf zwischen deutschen Messerschmitt-Jagdflugzeugen und französischen Jagdflugzeugen statt.
Ein feindliches Flugzeug wurde nach hartnäckiger Gegenwehr zur Notlandung gezwungen. Die eigenen Flugzeuge kehrten ohne Verluste zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 23. Dezember 1939

 

An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Bei einem Grenzüberwachungsflug wurden nordwestlich Metz zwei französische Jagdflugzeuge von deutschen Jägern abgeschossen.
Die Erkundungsflüge der Luftwaffe gegen Frankreich, England und über der Nordsee wurden auch heue fortgesetzt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 24. Dezember 1939

 

An der Westfront ein ruhiger Tag.
Die deutsche Luftwaffe klärte auch gestern wieder tief nach Nordfrankreich heinein auf.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, 25. Dezember 1939

 

An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Während die Tätigkeit der deutschen Luftwaffe am 24. Dezember ruhte, überflogen britische Flugzeuge in den Nachmitagsstunden die deutsche Bucht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, 26. Dezember 1939

 

Auch am 25. Dezember versuchten britische Flugzeuge wie am Vortage Vorpostenboote in der deutschen Bucht anzugreifen.
Im Abwehrfeuer der Maschinengewehre blieben die Angriffe erfolglos.
Kampfhandlungen der deutschen Wehrmacht fanden am gestrigen Weihnachtsfeiertage nicht statt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, 27. Dezember 1939

 

Bis auf geringes feindliches Artilleriefeuer herrschte auch am zweiten Weihnachtsfeiertage an der Front Ruhe.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, 28. Dezember 1939

 

An der Westfront keine besonderen Ereignisse.
Britische Flugzeuge versuchten gestern Nachmittag gegen die deutsche Nordseeküste vorzustoßen, wurden aber durch rechtzeitige Abwehr daran gehindert.
Von zwei Flugzeugen, die bis zur deutschen Küste gelangten, wurde eines durch einen Jagdflieger abgeschossen, das andere durch Flakfeuer vertrieben.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, 29. Dezember 1939

 

Bis auf geringes Störungsfeuer der feindlichen Artillerie verlief der Tag an der ganzen Front ruhig.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, 30. Dezember 1939

 

Wie bereits durch Sondermeldung bekannt gegeben wurde, hat ein deutsches Unterseeboot westlich Schottland ein englisches Schlachtschiff der "Queen-Elizabeth" Klasse torpediert.
An der Westfront herrschte Ruhe.
Die Luftwaffe setzte trotz der schlechten Wetterlage ihre Aufklärungstätigkeit über Großbritannien und Frankreich fort.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, 31. Dezember 1939

 

An der Westfront verlief der Tag ruhig.
Die Kriegsmarine setzte auch in den letzten Wochen die Aufklärungs- und Überwachungstätigkeit sowie eine laufende Kontrolle der Handelswege in Ost- und Nordsee planmäßig fort.
Der Einsatz von Seestreitkräften im Handelskriege was weiterhin erfolgreich.
Ein Vorpostenboot ist in der Nacht vom 29. zum 30. Dezember östlich von Trelleborg bei schweren Sturm gestrandet.
Von der 37 Mann starken Besatzung wurden 35 Mann gerettet.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die zweite Hälfte des Dezembers 1939 und das Schlachtfeld des zweiten Weltkriegs ähnelt immer noch eher einem Kampf der Diplomatie und Politik, als Divisionen auf dem Felde. So erörtern die westlichen Alliierten auf dem vierten Treffen des Obersten Alliierten Kriegsrates (in Paris) das weitere Vorgehen. Wobei das englische Ministerium ihre Wirtschaftskriegsführung verteidigt und mit zurückgehaltenen Gütern für Deutschland, seit dem 3. September 870.000 Tonnen, argumentiert. Die Franzosen lassen hingegen ihre Rüstungsproduktion durch Kredite anlaufen, zu spät wie die Geschichte zeigen wird. Vor allem Grenz- und Festungsanlagen an der Maginot-Linie, in Nord-Frankreich und im Jura-Gebirge (schweizer Grenze) soll dabei der Vorzug gelten, ein weiterer Fehler wie sich bald herausstellen wird.
Die USA und zwanzig lateinamerikanische Staaten bleiben weiterhin bei ihrer isolierten außenpolitischen Haltung und verabschieden eine Protestnote gegen das Seegefecht in der Mündung des Rio de la Plata (Verletzung der pan-amerikanischen Sicherheitszone). Die Note wird von England am 15. Januar und von Deutschland am 1. Februar 1940 zurückgewiesen. Die USA sieht insgesamt die Sowjetunion als Hauptfeind und will keine Ausdehnung des Krieges auf Westeuropa und GB. Manche Politiker auf amerikanische wie britischer Seite gehen sogar so weit, dass sie Hitler gegen die SU ziehen sehen wollen. Sie entwerfen gar "verlockende Bedingungen" für Hitler für einen "Ausgleich" im Westen. Der Finnlandkrieg und der Drang Stalins gegen Westen motivieren weitere Unterstützer. Manche Quellen sprechen Weihnachten 1939/40 von der Möglichkeit eines zweiten "München", einem gemeinsamen "Friedensakt" mit Mussolini, Italien als neutraler Staat und Aufbau eines Puffers gegen Stalin.
Wie schon im Ersten Weltkrieg setzt die USA man auf wirtschaftliche Druckmittel und hält sich militärisch raus. Verbot von Ausfuhren an die SU, D und Japan für Zeichnungen, Ausrüstungen, Lizenzen zur Herstellung für Flugbenzin, technische Informationen zur Herstellung von usw.
Die Diplomatie spielt weiterhin ein eigenwilliges Spiel mit dem Schicksal und der Ironie. So gratuliert der Führer Hitler dem Diktator Stalin zu dessen 60.Geburtstag. Dabei wird gleich beschlossen, dass das aufgeteilte Polen durch eine Eisenbahnverbindungen zwischen den beiden Besatzungszonen weiterhin "freundschaftlich" geteilt wird. Danach geht Hitler auf eine dreitägige Besuchsreise am Westwall, bei dem sich weiterhin die deutschen und alliierten Soldaten gegenübersitzen, sich mit Musik beschallen und durch Störungsfeuer beschäftigt halten.

 

Der Winterkrieg geht kurz vor Weihnachten in gleicher Härte weiter, auf Offensiven folgt ein Stellungskrieg. Das russische Oberkommando trifft derweilen Vorbereitungen für einen neuen, koordinierten und schrittweisen Angriff auf die finnische Mannerheim-Linie. Zur selben Zeit entscheiden England und Frankreich bzw. informieren den Völkerbund darüber, dass sie als Nationen Finnland in seinem Krieg gegen die Sowjetunion jede erdenkliche Hilfe gewähren werden.
Dies alles geschieht zu Weihnachten. Dieser Feiertag wird vom englischen König durch die traditionelle Weihnachtsansprache im Rundfunkt gekrönt, wobei das britische Empire diesen Krieg nicht so richtig ernst nehmen will und wohl auch nicht kann. Von September bis Dezember 1939 gab es insgesamt 4.130 Verkehrstote in Großbritannien. Im gleichen Zeitraum kamen 2.511 Briten bei militärischen Operationen ums Leben. So ist es nur klar, dass bis zu diesem Zeitpunkt der Krieg nur ein Nebenschauplatz auf dem politischen Parkett ist und 15.626 Personen als Kriegsdienstverweigerer gemeldet sind. Das Parlament prüft derweil "alle Vorschläge" zur Prüfung von Freiheit und Unabhängigkeit, mit dem Schutz des Empire im Mittelpunkt und Diskussionsrunden zum Thema.
Im Deutschen Reich hält Hitler seine Neujahrsansprache an die Mitglieder der NSDAP: Deutschlands Kriegsziel ist die endgültige Niederlage der englischen 'Kriegstreiber' und 'Kriegserklärer'. Hitler bedauert dabei den europäischen Kriegszustand, weil sich dieselbe Rasse nicht bekämpfen solle: "... dass wir zu einem Kampf innerhalb derselben Rasse auf Leben und Tod gezwungen werden und der Osten nur darauf wartet, bis sich Europa verblutet. Deshalb will ich und darf ich England auch nicht vernichten ... Es soll ruhig See- und Kolonialmacht bleiben, aber auf dem Kontinent wird es mit uns zusammenwachsen und eine Einheit bilden müssen. Dann beherrschen wir Europa, und der Osten bedeutet keine Gefahr mehr. Das ist mein Ziel." (in: Schellenberg, Walter: Memoiren. Köln 1956, S.94 (S.518))

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Schlacht um Berlin

Heeresgruppen der Wehrmacht



Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... vember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... zember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... zember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.geschichteinchronologie.ch/2 ... ember.html (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Autor: Grenadier 72 Reg, Schwarzenberg, Freiherr von Woye


Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(12. - 30. September 1939)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


12.09 - 14.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 12. September 1939

 

Die große Schlacht in Polen geht westlich der Weichsel ihrem Ende entgegen.
Die Südgruppe dringt in Gewaltmärschen gegen und über den San vor.
Gebirgstruppen haben am äußersten Südflügel Chyrow südlich Przemysl erreicht.
Im Raum zwischen Zwolen, Radom und der Lysa Gora streckt der Feind die Waffen, Geschütze und Kriegsgerät von wenigstens vier Divisionen stehen als Beute in Aussicht.
Die Gefangenenzahl ist noch nicht zu übersehen.
Auf dem Ostufer der Weichsel südlich Warschau nahmen Panzertruppen eine Anzahl schwerer Geschütze, darunter vier 21-cm-Mörser.
Verzweifelte Versuche der um Kutno eingeschlossenen starken feindlichen Kräfte, nach Süden durchzubrechen, wurden vereitelt.
Der Ring auch um diese feindliche Gruppe ist geschlossen.
Nördlich der Weichsel nähern sich unsere Truppen der Festung Modlin.
Nach hartem Kampf ist der Feind auch nordostwärts Warschau geworfen.
In der Verfolgung haben unsere Truppen mit der Masse die Bahnlinie Warschau-Bialystok überschritten, mit vorgeworfenen Abteilungen die Bahnlinie Warschau-Siedlce erreicht.
Verbände der Luftwaffe wurden, wie am Vortage, zur Unterstützung des Heeres bei Kutno und zur Zerstörung der rückwärtigen Verbindungen des Gegners ostwärts der Weichsel mit gutem Erfolg eingesetzt.
Eine Sturzkampfgruppe hat die Ostausgänge von Warschau abgeriegelt.
Der Bahnhof Bialystok wurde zerstört.
Grossendorf im westlichen Teil der Halbinsel Hela und seine Hafenanlagen sind von leichten Seestreitkräften in Besitz genommen.
Im Westen örtliche Vorpostenkämpfe zwischen Saargemünd und Hornbach.
Luftangriffe auf das Reichsgebiet ereigneten sich gestern nicht.

Sondermeldung:

Die deutschen Truppen an der Südfront sind im schnellen Vordringen auf Lemberg.
Südostwärts von Przemysl haben Gebirgstruppen die Stadt Sambor genommen und stehen damit am Dnjestr.
Schnelle Truppen haben sich nordostwärts von Przemysl in den Besitz von Krakowice gesetzt.
Im Laufe des heutigen Tages ist der Widerstand der südlich Radom eingeschlossenen polnischen Streitkräfte gebrochen worden.
Die Beute an Gefangenen und Kriegsmaterial ist auch nicht annähernd zu übersehen.
Durch das Vorgehen unserer Truppen in den Provinzen Posen und Westpreußen wurden in den letzten Tagen Posen, Thorn, Gnesen, Hohensalza und zahlreiche andere Städte besetzt.
Damit ist auch in dieser Gegend das ehemals deutsche Gebiet nahezu restlos in deutscher Hand.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 13. September 1939

 

Das deutsche Ostheer setzte auch gestern mit seinem Süd - bzw. seinem Nordflügel die stürmische Verfolgung des Feindes fort.
Beiderseits Przemysl vorstoßend wurden Sambor und Jaworow genommen und mit vorgeworfenen Abteilungen Lemberg erreicht.
Die südlich Radom eingeschlossenen polnischen Truppen haben aufgehört zu existieren; die gewaltige Beute an Gefangenen, Geschützen und Kampfgerät aller Art wird noch gesichtet und gezählt.
Alle Versuche der um Kutno umstellten fünf polnischen Divisionen und zwei Kavalleriebrigaden, nach Süden durchzubrechen, sind gescheitert, der konzentrische Gegenangriff unserer Divisionen ist im Gange.
Ostwärts und südostwärts von Warschau sind Straße und Bahnlinie Warschau-Siedlce mit starken Kräften überschritten worden.
Am äußersten Ostflügel stehen motorisierte Truppen 40 Kilometer nördlich Brest.
Weit hinter der Front ist die zu spät aus Lomza nach Süden weichende 18. Division nördlich des Bug gestellt worden.
Die Luftwaffe griff auch gestern erfolgreich Straßen, Brücken und Eisenbahnen ostwärts der Weichsel an.
Im Bahnhof Krystynopol brennen drei Züge.
Der Flugplatz Luck wurde schwer beschädigt, die Flugzeugfabrik Piala Podlask in Brand geschossen.
14 feindliche Flugzeuge wurden zerstört, davon zwei im Luftkampf.
Die Luftaufklärung brachte ausgezeichnete und für die Führung wertvolle Ergebnisse.
Im Westen wurde der Birnberg, etwa sechs Kilometer südwärts Saarbrücken, auf dem sich der Feind mit zwei Kompanien festgesetzt hatte, im Gegenangriff durch unsere Vorposten wiedergenommen.
Sonst nur geringe Vorpostenkämpfe.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 14. September 1939

 

Die Operationen in Südpolen fanden nur mehr geringen Widerstand und gewannen rasch nach Osten Raum.
Die Straße Lublin-Lemberg wurde mit starken Kräften bei Rawa-Ruska und Tomaszow erreicht, die Weichsel nördlich Sandomierz an mehreren Stellen überschritten.
Als vorläufiges Ergebnis der Vernichtungsschlacht bei Radom sind 60000 Gefangene, darunter zahlreiche Generale, 143 Geschütze und 38 Panzerwagen eingebracht.
Der umfassende Angriff gegen die um Kutno umstellten polnischen Divisionen schreitet vorwärts.
Der Ring um die polnische Hauptstadt wurde gestern auch im Osten geschlossen.
Ostwärts Modlin über den Narew vorgehend, nähern sich unsere Truppen auch von Nordwesten der Stadt.
Die über die Straße Warschau-Siedlce vorgedrungenen deutschen Kräfte haben mit Teilen nach Südwesten und Westen eingedreht.
Die 18. polnische Division, darunter der Divisionsstab, streckte gestern nördlich Ostrow-Mazowiecka die Waffen.
6000 Gefangene und 30 Geschütze wurden eingebracht.
Die auf Brest-Litowsk angesetzten Kräfte nähern sich schnell der Stadt.
Als letzte der polnischen Grenzfestungen wurde gestern Osowiec durch ostpreußische Truppen genommen.
Trotz ungünstiger Wetterlage griff die Luftwaffe mit Erfolg den Ostrand von Warschau und rückwärtige polnische Verbindungsstraßen an.
Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen.
Im Westen gingen in dem zwischen Saarbrücken und Hornbach weit vor dem Westwall nach Frankreich vorspringenden deutschen Gebietsteil stärkere französische Kräfte als bisher gegen unsere Gefechtsvorposten vor.
In Minenfeldern und in unserem Abwehrfeuer blieben sie liegen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im Kessel von Radom gehen 60.000 Polen in Gefangenschaft: »Die große Schlacht in Polen geht westlich der Weichsel ihrem Ende entgegen.« Hitler hat die Oberhand im Krieg und er kann hat das Militär: »Gesetz über die Erweiterung der Prisenordnung« und die ideologische Komponente in Hand, welche er in einer Unterredung zwischen Hitler, Ribbentrop, Keitel und Jodl als Maßnahmen zur »Ausschaltung der slawischen Intelligenz« in die Tat umgesetzt haben will. Auch im Reich soll der Krieg weiter unterstützt werden und »wegen Hamsterns von bezugsscheinpflichtigen Waren« wird nun härter vorgegangen.
Auch wird das eroberte Gebiet von Generalfeldmarschall Göring als »Vorsitzender des Ministerrates für die Reichsverteidigung« aufgeteilt.
Die Erfolge hinterlassen auch in der Kultur ihre Spuren und das preußische Gewissen kommt wieder hervor. Bücher wie Heinz Bongartz: 'Luftmacht Deutschland', Egon Peters Broschüre: 'Raubstaat Polen' und natürlich das Buch 'Krieg ohne Gnade' von Oberstdivisionär Eugen Birchner wie das Werk: 'Vom Geist deutscher Feldherrn' von Sigfrid Mette, werden zum Verkaufsschlager.

 

Deutsche Truppen besetzen in dieser Zeit weitere wichtige Städte Polens und in Berlin werden die Militärattachés der neutralen Staaten vom Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, »in zwei Führungsgruppen für je drei Tage in das Operationsgebiet in Polen« eingeladen. Die Militärs sehen ihre Stunde gekommen und bauen ihre Stellungen auf.
Auf russischer Seite wird dagegen auch der Eroberungsplan gegen Polen weitergeführt, so berichtet die sowjetische Agentur TASS, dass sich in den letzten Tagen »die Fälle von Verletzungen der sowjetrussischen Grenze durch polnische Militärflugzeuge« gehäuft hätten.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Das Maschinengewehr 34

Der Deutsche Stahlhelm


15.09 - 17.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 15. September 1939

 

Am 14. September überschritt die Südgruppe des deutschen Ostheeres die Straße Lemberg – Lublin.
Die sehr starken und sich verzweifelt wehrenden, um Kutno eingeschlossenen polnischen Kräfte versuchten gestern nochmals, nach Südosten durchzubrechen.
Ostwärts der Weichsel nähern sich unsere Truppen von Norden, Osten und Südosten der Warschauer Vorstadt Praga.
Auch dort wurden Durchbruchsversuche nach Osten abgewiesen.
Die auf der Festung Brest – Litowsk abgesetzten Truppen sind von Norden in die Befestigungszone eingedrungen.
Die Forts sind zum Teil gesprengt.
Die Zitadelle ist noch vom Feind besetzt.
Die Stadt Gdingen ist in unserer Hand.
Seestreitkräfte griffen in den Kampf um Gdingen und auf die Halbinsel Hela wirkungsvoll ein.
Die Einfahrt in den Südhafen von Gdingen wurde erzwungen.
Die Luftwaffe griff trotz schlechter Wetterlage Bahnlinien und Bahnhöfe mit Erfolg an und unterstützte den Kampf des Heeres gegen die um Kutno eingeschlossene feindliche Armee durch Bomben- und Tiefangriffe.
Die noch im Hafen Heisternest liegenden polnischen Kriegsschiffe wurden durch Bomben versenkt.
Im Westen feindliche Artillerietätigkeit ostwärts Saarbrücken.
Feind, der am 12. September bei Schweix (Grenzort südlich Pirmasens) angegriffen hatte, ging unter dem Eindruck unseres Artilleriefeuers wieder über die Grenze zurück.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 16. September 1939

 

Die Südgruppe des deutschen Ostheeres trieb auch am 15. September die versprengten Teile der polnischen Südarmee vor sich her.
Mit ihnen wird vor den Toren Lembers und am Tanew bei Bilgoraj noch gekämpft.
Weit ostwärts davon haben motorisierte Truppen Wlodzimierz erreicht.
Przemsyl wurde genommen.
Unter Einsatz neuer deutscher Kräfte wurde der Ring um die bei Kutno eingeschlossene polnische Armee verstärkt und im Angriff verengt.
Nach Abwehr der feindlichen Durchbruchsversuche südostwärts Warschau brachten unsere Truppen dort 8000 Gefangene und 126 Geschütze ein und stehen jetzt dicht um Praga.
Bialystok wurde genommen.
Der Kampf um die Zitadelle bei Brest ist noch im Gange.
Die Luftwaffe vereitelte den Versuch der letzten polnischen Transportbewegungen gegen die Ostgrenze.
Im Westen feindliche Artillerietätigkeit bei Saarbrücken.
Örtliche feindliche Vorstöße wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 17. September 1939

 

Die Säuberung Ostgaliziens schritt am 16. September weiter fort.
Lemberg ist von drei Seiten umstellt, polnischen Kräften zwischen Lemberg und Przemsyl der Rückzug nach Südosten verlegt.
Nördlich der San-Mündung dringen unsere Truppen in Richtung Lublin weiter vor.
Deblin wurde genommen.
100 unzerstörte Flugzeuge fielen in unsere Hand.
Bei Wlodawa, südlich Brest, haben sich die vordersten Aufklärungstruppen der aus Ostpreußen und der aus Oberschlesien und der Slowakei angesetzten Armee die Hand gereicht.
Die Schlacht um Kutno nimmt ihren planmäßigen Verlauf.
Von Westen her wurde Kutno genommen, die Bzura nach Norden überschritten.
Warschau ist eng umschlossen.
Um die Bevölkerung der polnischen Hauptstadt von schwerem Leid und Schrecken zu bewahren, hat die deutsche Wehrmacht den Versuch unternommen, durch einen Offizier den polnischen Militärbefehlshaber von Warschau zur Aufgabe seines zwecklosen Widerstandes in einer offenen Millionenstadt zu veranlassen.
Der polnische Militärbefehlshaber in Warschau hat es abgelehnt, den deutschen Offizier zu empfangen.
Der Versuch abgesprengter polnischer Truppen, über Siedlce nach Südosten zu entkommen, endete mit der Gefangennahme von 12 000 Mann.
80 Geschütze, sechs Panzerwagen und elf Flugzeuge wurden außerdem erbeutet.
Bei weiter ungünstiger Wetterlage nahm die Luftwaffe ostwärts der Weichseldurch wiederholte Angriffe auf Truppenansammlungen und Marschkolonnen dem zurückflutenden Gegner die Möglichkeit, seine Verbände zu ordnen.
Die Rundfunksender Wilna und Baranowicze wurden durch Luftangriffe zerstört.
Im Westen erlitt der Feind bei einigen Stoßtruppunternehmungen in der Gegend von Zweibrücken erhebliche Verluste.
Ein feindlicher Fesselballon wurde abgeschossen.
Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet fanden nicht statt.

Sondermeldung:

Die Zitadelle von Brest – Litowsk wurde genommen.
Damit ist die Festung Brest – Litowsk in deutscher Hand.
Bei Wegnahme der Zitadelle wurden 600 Gefangene gemacht.
Die Kriegsmarine führte in Ost- und Nordsee und im Atlantik den Handelskrieg erfolgreich fort.
In der Ostsee griffen Seestreitkräfte mit ihrer Artillerie in den Kampf gegen die letzten noch Widerstand leistenden polnischen Truppen bei Gdingen und Hela ein.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Die deutschen Truppen erobern Polen im Sturm, Lemberg, Brest-Litowsk und der Kessel von Kutno sprechen eine eigene Sprache. Die polnische Regierung flieht weiter und muss nun schon an die Südgrenze des Landes ausweichen. Der britische Unterstaatssekretär im Foreign-Office, Sir Alexander Cadogan, notiert in seinem Tagebuch: »I suppose we must lose the war for four years until we win a decisive battle.« Der Grund für diesen Eintrag sind auch die neuste Eroberung der Wehrmacht: die galizischen Erdölfelder (letztjährige Förderung 510.000 t Erdöl / Vorräte auf 160 Mill t geschätzt)
Die vielen Erfolgen lassen die Moral der Polen bröckeln, sodass nun auch Warschau bald reif zur Einnahme ist: Flugblatt mit der Aufforderung zur Übergabe der eingeschlossenen Stadt, »das Stadtgebiet auf den Straßen nach Siedlce und Garwolin zu verlassen«, wobei nach Ablauf dieser zwölf Stunden »das gesamte Stadtgebiet Warschau als Kampfgebiet mit allen sich darauf ergebenden Folgen behandelt« werden sollte. Der Widerstand hält in Polen und im Deutschen Reich ist der Sieg schon nahe, auch für die Partei, denn die deutschen Gemeinden stellen dem Reich 12,5 Mrd RM als Kriegsbeitrag zur Verfügung und stehen ganz hinter der Wehrmachtsführung.

Die Sowjetunion ist in dieser Zeit der deutchen Siege auch nicht untätig gewesen, haben Sie doch eine geheime Abmachung mit den Deutschen. So greifen Sie nun in den Krieg gegen Polen ein. In einer Note der Sowjet-Regierung an den polnischen Botschafter wird erklärt: »Der polnisch-deutsche Krieg hat die innere Unhaltbarkeit des polnischen Staates erwiesen.« Man hat Polen politisch abgeschrieben und somit haben für die Sowjets »die Verträge ihre Gültigkeit verloren, die zwischen der Sowjetunion und Polen bestanden«. Somit war es nur noch Formsache, dass »die Grenze zu überschreiten und das Leben und das Eigentum der Bevölkerung der westlichen Ukraine und des westlichen Weißrussland unter ihren Schutz zu nehmen« schnell durchgeführt wurde.
Die polnische Regierung flieht, die Sowjets holen sich ihren Anteil und der Krieg zur See geht für Deutschen sehr gut los. Das boot »U 29« versenkt den britischen Flugzeugträger »Courageous« (Bisher 30 Dampfer mit 190.000 BRT versenkt) Die SKL bezeichnet den »Schlag gegen die feindlichen Seeverbindungen von Norwegen nach Nordengland als eine der Aufgaben der Überwasserstreitkräfte«.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Das Maschinengewehr 34

Der Deutsche Stahlhelm

18.09. - 20.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 18. September 1939

 

Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen.
Nach der völligen Umschließung Lembergs und der Einnahme von Lublin steht ein Teil des deutschen Ostheeres in der allgemeinen Linie Lemberg – Wlodzimierz – Brest – Bialystok und hat damit den größten Teil Polens besetzt.
Dahinter vollzieht sich noch an mehreren Stellen die Vernichtung und Gefangennahme einzelner versprengter Reste der ehemaligen polnischen Armee.
Die stärkste dieser umschlossenen polnischen Kampfgruppen – etwa ein Viertel des polnischen Heeres – ist südwestlich Wyszogrod zwischen Bzura und Weichsel auf engem Raum zusammengepresst und geht seit gestern der Auflösung entgegen.
Aus dem umschlossenen Warschau wurde am 17. September durch polnische Sender die Bitte an das Oberkommando der Wehrmacht gerichtet, einen polnischen Parlamentär zu empfangen.
Das Oberkommando der Wehrmacht hat seine Bereitwilligkeit dazu erklärt.
Bis zum 17. September Mitternacht hat sich kein Parlamentär bei unseren Truppen eingefunden.
Die Luftwaffe griff die südwestlich Wyszogrod eingeschlossenen polnischen Kräfte wirksam an.
Polnische Fliegerkräfte traten an der ganzen Front nicht mehr in Erscheinung.
Die deutsche Luftwaffe hat damit die ihr im Osten gestellte Aufgabe im wesentlichen erfüllt.
Zahlreiche Einheiten der Fliegertruppe und Flakartillerie sind zusammengezogen und stehen für anderweitige Verwendung bereit.
Im Westen keine nennenswerten Kampfhandlungen.
Bei Saarbrücken wurde ein französisches Flugzeug von einem deutschen Jäger abgeschossen.
Luftangriffe auf deutsches Hoheitsgebiet haben am 17. September nicht stattgefunden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 19. September 1939

 

Die Auflösung und Kapitulation der versprengten und eingeschlossenen Reste des polnischen Heeres schreiten rasch vorwärts.
Die Schlacht an der Bzura ist zu Ende.
Bisher wurden 50 000 Gefangene und eine unübersehbare Beute eingebracht.
Das endgültige Ergebnis lässt sich noch nicht annähernd bestimmen.
Eine kleinere feindliche Kampfgruppe wurde nordwestlich Lemberg vernichtet und dabei 10 000 Gefangene gemacht.
Lemberg wurde zur Übergabe aufgefordert.
Vor Warschau hat nach Ausbleiben des polnischen Parlamentärs die Kampftätigkeit wieder begonnen.
Die Stadt wird von den Polen ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, die über eine Million Menschen beträgt, verteidigt.
Die Luftwaffe hat gestern nur noch einzelne Angriffsflüge durchgeführt.
Im Übrigen war ihr Einsatz an der Ostfront nicht mehr nötig.
An der Westfront im Raum von Saarbrücken an einzelnen Stellen schwache Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Beim Gegner wurden vielfach Schanzarbeiten beobachtet.
Kampfhandlungen in der Luft fanden nicht statt.
Die von der britischen Admiralität bekanntgegebene Versenkung des Flugzeugträgers „Courageous“ ist durch die Meldung des angreifenden deutschen Unterseebootes bestätigt worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 20. September 1939

 

Die Schlacht iim Weichselbogen, die vor etwa einer Woche Bei Kutno begann und sich dann nach Osten gegen die Bzura zog, erweist sich nunmehr als eine der größten Vernichtungsschlachten aller Zeiten.
Die Zahl der Gefangenen hat sich gestern allein an der Bzura auf 105 000 erhöht und Wächst ständig.
Dazu treten noch außerordentlich hohe blutige Verluste des Feindes.
Das erbeutete Kriegsmaterial ist unübersehbar.
Ernsterer Widerstand wird im ganzen von uns besetzten Polen nur mehr in und südlich Modlin sowie in Warschau geleistet.
Unsere in der Verfolgung des Gegners bis zur Linie Stryi-Lemberg-Brest-Bialystok vorgestoßenen Truppen werden nunmehr nach der Vernichtung der dort befindlichen letzten Reste der polnischen Armee wieder planmäßig auf die zwischen der dutschen und russischen Regierung endgültig festgelegte Demarkationslinie zurückgenommen.
Die Kämpfe bei Gdingen wurden gestern mit Einnahme des Kriegshafen abgeschlossen. Auch hier fielen mehrere tausend Gefangene in unsere Hand.
Das Schulschiff „Schleswig-Holstein“ und Streitkräfte des Führers der Minensuchboote griffen wirksam in diese Kämpfe ein.
Der Einsatz der Luftwaffe beschränkt sich an der ganzen Front auf Aufklärungstätigkeit.
Im Westen nur örtliche Spähtruppunternehmen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

»Der Feldzug in Polen geht seinem Ende entgegen.« und die polnische Heeresgruppe bei Kutno »geht seit gestern der Auflösung entgegen«. Widerstand ist nicht mehr wahrzunehmen und die polnischen Verbände sind quasi nicht mehr existent - Deutsche und Sowjetische Truppen begegnen sich bei Brest-Litowsk erstmalig. In einem gemeinsamen Kommuniqué erklären die deutsche und die sowjetische Regierung »zur Vermeidung von irgendwelchen unbegründeten Gerüchten«, dass »die Handlungen dieser Truppen keinerlei Ziele verfolgen, die den Interessen Deutschlands oder der Sowjet-Union zuwiderlaufen oder dem Geiste oder dem Buchstaben des zwischen Deutschland und der Sowjet-Union geschlossenen Nichtangriffsvertrages widersprechen«. Die deutschen und die sowjetischen Truppen hätten vielmehr die Aufgabe, »Ruhe und Ordnung in Polen herzustellen«.

 

 

Polen ist besiegt, das besagen die Zahlen wie auch die Politik. Im Osten treten zahlreiche polnische Einheiten geschlossen auf litauisches Gebiet über und Stalin markiert damit seinen Anspruch im Osten. Hitlers Euphorie ist auch kaum zu bremsen und nachdem er sein Hauptquartier ins Casino-Hotel nach Zoppot verlegt hat, spricht man nicht mehr von Kriegsplanung, sondern Siegplanung. In seiner Rede in Danzig, verkündet er den »Feldzug der 18 Tage« und er erklärt: »Ich habe mir einst vorgenommen, nicht früher nach Danzig zu kommen, ehe denn diese Stadt wieder zum Deutschen Reich gehört. Ich wollte als ihr Befreier hier einziehen. Am heutigen Tage ist mir dieses stolze Glück zuteil geworden.« Er glaubt, versichern zu können: »Polen wird in der Gestalt des Versailler Vertrages niemals mehr auferstehen.«

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Henschel Hs 123

Der Deutsche Stahlhelm


21.09 - 22.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 21. September 1939

 

Noch immer ist das Ergebnis der Schlacht im Weichselbogen nicht im vollen Maße zu übersehen.
Bis zum Nachmittag des 20. September war die Zahl der Gefangenen auf 170 000 gestiegen und ist immer noch im Wachsen.
Eine der Beiden an der Schlacht beteiligten deutschen Armeen hat bisher allein 320 Geschütze und 40 Kampfwagen erbeutet.
Auf polnischer Seite kämpften nach bisherigen Feststellungen in dieser Schlacht neun Divisionen und Teile von zehn weiteren Divisionen und drei Kavalleriebrigaden.
Im Süden haben sich nach hartem Kampf bei Zamosz und Tomaszow Starke polnische Kräfte den deutschen Truppen ergeben, darunter der Oberbefehlshaber der polnischen Südarmee.
Seit dem 10. September wurden dort 60 000 Gefangene gemacht und 108 leichte und 22 schwere Geschütze erbeutet.
Die Beute in den Kämpfen um Gdingen ist auf 350 Offiziere, 12 000 Mann und etwa 40 Geschütze gestiegen.
Widerstand wird jetzt nur noch in Warschau und Modlin, südostwärts Warschau bei Gora Kalvarja und auf der Halbinsel Hela geleistet.
In den nächsten Tagen wird das Oberkommando der Wehrmacht einen zusammenfassenden Bericht über den Feldzug in Polen geben.
Im westen wurden drei Fesselballons und acht feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Sonst keine Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 22. September 1939

 

Die Bewegungen der deutschen und russischen Truppen auf die Vereinbarte Demarkationslinie vollziehen sich planmäßig und im Besten Einvernehmen.
Bei Lemberg wurden die dort Kämpfenden deutschen Truppen durch russische Verbände abgelöst.
Die als Ergebnis der Schlacht bei Tomaszow bereits Gemeldeten Gefangenen- und Beutezahlen wachsen noch ständig.
Mehrere polnische Ausbruchsversuche aus Praga wurden abgewiesen.
Auf der Strecke Warschau-Siedlce wurde bei Kaluszyn nach kurzem Gefecht ein feindlicher Panzerzug genommen.
178 Angehörige des diplomatischen Korps und 1 200 sonstige Ausländer konnten gestern Warschau auf dem von deutschen Kommandobehörden bestimmten Wege verlassen.
Sie wurden von deutschen Offizieren empfangen und in bereitgestellten Zügen noch in der Nacht nach Königsberg befördert.
Sämtliche Ausländer sind wohlbehalten und unverletzt.
Im Westen nur vereinzelte Stoßtruppunternehmungen.
Ein französisches Jagdflugzeug wurde im Luftkampf abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Das militärische Ende, nachdem die Regierung bereits geflohen ist, kamm man an der Schlacht im Weichsel-Bogen ersehen, an dessen Ende das OKW 170.000 Gefangene gemeldet hat. Die Reste der polnischen Südarmee kapitulieren bei Zomosz und Tomaszow - sowjetische Truppen besetzen Pinsk und »säubern« Lemberg und Sarny von polnischen Offiziersgruppen. Goebbels erklärt vor ausländischen Pressevertretern, es sei nicht die Absicht des deutschen Reiches, die Neutralität der Niederlande oder die Neutralität Belgiens irgendwie zu brechen. Im Westen will das deutsche Reich weiterhin die defensive Karte ausspielen und das obwohl die Pläne für einen Westfeldzuges bereist in Planung sind. Dabei hätten die Alliierten bereits an Polen die zukünftige Politik Hitlers sehen können, so erlässt Heydrich Richtlinien für die Einsatzgruppen in Polen, die Ghettoisierung der Juden wird umgesetzt, wobei die Deportationen in größere Städte und das sog. »Schutzgebiet Lublinland« nur der erste Schritt sind.

 

Der Krieg ist vorbei und die Wehrmacht, ihre Soldaten und deren Angehörigen hoffen auf ein schnelles Ende der Kriegssituation. Die Führungsspitze der Militärs, die Parteiführung und auch die Diplomatie hat derweilen andere Pläne für die nächsten Monate und Jahre. Die letzten Kämpfen bringen den Sieg und dennoch auch den Tod ein berühmten deutschen Generals, denn vor Warschau fällt Generaloberst Freiherr von Fritsch. Fritsch war früher Oberbefehlshaber des Heeres. Hitler gedenkt des gefallenen Soldaten in einem Tagesbefehl und ordnet ein Staatsbegräbnis an. Ein Situation, die durchaus einen Nutzen für Hitlers und Goebbels Pläne hatte, bereitete man doch das Volk schon auf die Verluste vor und gab diesen einen Anstrich von Heldenhaftigkeit.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Henschel Hs 123

Der Marschallstab - Sichtbares Symbol von Herrschaft, Autorität, Würde und Recht


24.09. - 27.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 24. September 1939

 

Die Bewegung der deutschen Truppen auf die Demarkationslinie wurden auf der gesamten Ostfront planmäßig fortgesetzt.
Im Raume Tomaszow - Zamosc - Rudco wurden abgesprengte Feindkräfte bei dem Versuch, sich nach Süden durchzuschlagen, zum Kampfe gestellt.
Teile dieses Feindes wurden südwestlich Zamosc eingeschlossen, andere gehen nach Osten zurück und werden dort auf russische Truppen stoßen.
In den letzten Tagen steigerte sich die Zahl der polnischen Überläufer aus Praga und Modlin.
Im Westen an vereinzelten Stellen verstärktes Artilleriefeuer.
Örtliche feindliche Angriffe wurden abgewiesen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 25. September 1939

 

Im Osten vollzogen sich die Bewegungen der deutschen Truppen auf die Demarkationslinie am 24. September reibungslos und im Einvernehmen mit den russischen Verbänden.
In wiederholtem Einsatz haben Sturzkampfflieger militärisch wichtige Ziele in Warschau mit Erfolg angegriffen.
Im Westen an einzelnen Stellen Spähtrupp- und Artillerietätigkeit auf beiden Seiten.
Acht französische Flugzeuge wurden im Luftraum abgeschossen.
Ein deutsches Unterseeboot versenkte einen englischen Zerstörer.
Auch die Handelskriegführung zeigte wiederum gute Erfolge.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 26. September 1939

 

Im Osten wurde die planmäßige Bewegung auf die Demarkationslinie fortgesetzt.
Nur ostwärts des unteren Sankam es noch zu kurzen Gefechten mit versprengten Feindteilen, wobei durch eine Panzerdivision 2.000 Gefangene gemacht wurden.
Nachdem es trotz aller Bemühungen nicht gelungen ist, den polnischen Kommandanten von der Grausamkeit und Nutzlosigkeit eines Widerstandes in Warschau zu überzeugen, wurde gestern mit den Kampfhandlungen gegen die Stadt begonnen.
In kühnem Handstreich wurde das Fort Mokotowski und anschließend ein Teil der Vorstadt Mokotow genommen.
Im Westen Artilleriestörungsfeuer und geringe Spähtrupptätigkeit.
Französische Flugzeuge haben – wie einwandfrei erkannt wurde – belgisches Gebiet überflogen.
In Luftkämpfen wurden fünf französische Flugzeuge und zwei Fesselballone, durch Flakfeuer ein französisches Flugzeug abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 27. September 1939

 

Im Osten Nähern sich unsere Truppen der mit der Sowjetregierung vereinbarten Demarkationslinie.
Von den Versprengten Teilen des Polnischen Heeres, die sich noch zwischen den deutschen und den vormarschierenden russischen Truppen befinden, wurde gestern östlich Bilgorai die 41. polnische Division und 1. Kavalleriebrigade gefangengenommen.
Die zu Beginn der Kampfhandlungen als offene Stadt angesehene und dementsprechend respektierten Hauptstadt Polens ist durch die Maßnahmen des Kommandanten, die Wiederinstandsetzung der alten Forts und die Bewaffnung von teilen der Zivilbevölkerung in eine Festung verwandelt worden.
Der Angriff dagegen brachte gestern im Nordteil die erste, im Südteil die zweite Frontlinie in unseren Besitz.
Unter dem Eindruck dieser Angriffe hat der polnische Kommandant heute Vormittag die Übergabe der Stadt und der Besatzung angeboten.
Der Oberbefehlshaber des Heeres hat den General Blaskowitz beauftragt, die Übergabeverhandlungen zu führen.
Die Luftwaffe griff militärisch wichtige Ziele in Modlin an.
Im westen nur geringe Gefechtstätigkeiten.
Der Feind schanzt auf der Ganzen Front.
Zwei französische Flugzeuge wurden im Luftkampf über Freiburg und Sigmaringen abgeschossen.
Deutsche Luftstreitkräfte griffen gestern englische Seestreitkräfte, Schlachtschiffe, Flugzeugträger, Kreuzer und Zerstörer, in der mittleren Nordsee mit Erfolg an. Außer einem Flugzeugträger, der zerstört worden ist, wurden mehrere schwere Treffer auf einem Schlachtschiff erzielt. Unsere Flugzeuge erlitten keine Verluste.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am Montag nach dem Sieg über Polen, ließ Hitler die Weisung Nr. 4 erlassen: »die endgültige politische Gestaltung des ehemaligen polnischen Gebietes zwischen der Demarkationslinie und der Reichsgrenze« sind darin als noch nicht feststehend beschrieben, eine »Entscheidung über die strategische Weiterführung des Krieges wird in kürzester Zeit fallen«. Also ein weiterer Krieg im Westen oder gar schon die Anmerkung für den Krieg im Osten. Jeder politische Beobachter wusste, dieser Krieg war nicht der letzte und wohl auch nicht der längste. Auch weil die letzten Kämpfe im Polen nicht geschlagen waren, mag die Hauptstadt zwar gefallen sein, gibt es doch immer noch Festungen in Polen, die erst noch erobert werden müssen. Darunter sind die letzte Kämpfe um Warschau anzusehen, aber auch die polnische Festung Modlin.

 

Für Hitler waren neue Fronten weit wichtiger als der noch schwelende Widerstand in Polen. In der Nordsee ist ein erster deutscher Luftangriff auf Einheiten der britischen Flotte durchgeführt worden, wobei von deutscher Seite irrigerweise die Versenkung des britischen Flugzeugträgers »Arc Royal« gemeldet wird. Die Bedeutung der neuen Front gegen den Westen, wird auch klar, wenn man die Meldungen aus der Wehrmacht betrachtet. Nicht nur die Meldungen beziehen sich jetzt immer mehr auf den Westen, sondern auch aas Führerhauptquartier, unter dem militärischen Kommando von Generalmajor Erwin Rommel wurde nun nach Berlin zurückverlegt. Von dort werden die letzten Entscheidungen über Polen gefällt: eine Militärverwaltung »in den besetzten ehemals polnischen Gebieten« mit dem »Oberbefehlshaber Ost« Generaloberst von Rundstedt an der Spitze und einem oberster Verwaltungschef »Oberbefehlshaber Ost« der gesamten Zivilverwaltung mit dem zuständigen Reichsminister Frank an der Spitze. Die Front im Osten soll aber nicht nur durch neue Ämter und Zuständigkeiten gesichert, sondern auch durch Verhandlungen »mit der Sowjet-Regierung die sich aus der Beendigung des Feldzuges in Polen ergebenden politischen Fragen zu erörtern«. Ribbentrop soll die diplomatischen Angelegenheiten klären und am 27. September wird in erstem Unterredungen mit Stalin und Außenkommissar Molotow die wichtigsten Fragen besprochen.

 

DMP empfiehl zu diesem Thema

1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler

Der Deutsche Stahlhelm


28.09. - 30.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 28. September 1939

 

Im Osten hat die Masse unserer Truppen die Demarkationslinie planmäßig überschritten.
In den gestern gemeldeten Kämpfen am Südflügel ostwärts des San wurden im Ganzen 500 Offiziere und 6 000 Mann gefangengenommen.
Neben der schon gemeldeten polnischen 41. Division fielen ein Armeeführer, der Führer eines Grenzschutzkorps sowie die Kommandeure der 7. und 39. Division mit ihren Stäben in unsere Hand.
Die Stadt Warschau, die sich gestern Bedingungslos ergeben hat, wird nach Erledigung der notwendigen Vorbereitungen voraussichtlich am 29. September besetzt werden.
Heute Vormittag hat auch der Kommandant von Modlin die Übergabe der Festung angeboten.
Im Westen keine wesentlichen Kampfhandlungen.
Bei einem Luftkampf über Saarbrücken wurde ein feindliches Flugzeug zum Absturz gebracht.
Ein schwerer Britischer Kreuzer wurde bei der Isle of May von einer Kampfstaffel mit Erfolg angegriffen.
Eine 250-Kilo-Bombe schlug im Vorschiff ein.
Von den am Vortag angegriffen schweren britischen Seestreitkräften ist ein Flugzeugträger durch eine 500-Kilo-Bombe, ein Schlachtschiff durch zwei 250-Kilo-Bomben im Vor- und Mittelschiff getroffen worden.

Sondermeldung:
Warschau hat Bedingungslos Kapituliert.
Die Förmliche Übergabe der Stadt an das deutsche Armeeoberkommando wird voraussichtlich am 29. September stattfinden.
Die Militärische Besatzung Beträgt nach den Bisherigen Feststellungen über 100 000 Mann.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 29. September 1939

 

Im Verlauf der planmäßigen Bewegungen über die Demarkationslinie wurde am 28. September Przemysl-Süd durch den deutschen Kommandanten in feierlicher Form an die russischen Truppen übergeben.
Der Ausmarsch der entwaffneten Besatzung von Warschau beginnt heute abend und wird sich auf zwei bis drei Tage erstrecken.
Der Einmarsch der deutschen Truppen ist daher erst für den 2. Oktober vorgesehen.
Hilfsmaßnahmen für die Verpflegung und Sanitäre Versorgung der Zivilbevölkerung sind eingeleitet.
Die Festung Modlin hat unter dem Eindruck der deutschen Angriffe sowie als Folge der Zermürbung durch Artilleriefeuer und Bombenabwürfe bedingungslos kapituliert.
Die Einzelheiten der Übergabe werden nach Weisung der Heeresgruppe Nord durch das vor Modlin eingesetzte Korpskommando festgelegt.
In der Festung befinden sich etwa 1 200 Offiziere, 30 000 Mann, 4 000 Verwundete.
Im westen Erdkampftätigkeiten wie bisher.
Im Luftkampf wurden bei Weissenburg ein französisches, bei Osnabrück ein britisches Flugzeug abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 30. September 1939

 

Im Osten haben sich nach der Kapitulation von Modlin auch die im Brückenkopf von Modlin südlich der Weichsel Befindlichen 269 Offiziere und etwa 5 000 Mann ergeben.
58 Geschütze, 183 Maschinengewehre und zahlreiches anderes Kriegsgerät wurden erbeutet.
Im Westen an Verschiedenen Stellen etwas lebhaftere Artillerietätigkeit.
Im Skagerrak und Kattegat wurden in den Letzten beiden Tagen 45 Dampfer von deutschen Zerstörern und Torpedobooten auf Bannware untersucht und ein teil von ihnen aufgebracht.
Zwei Schwärme von zusammen zwölf britischen Kampfflugzeugen versuchten in das deutsche Hoheitsgebiet an der Nordseeküste einzufliegen.
Ein Schwarm griff in der Deutschen Bucht Zerstörer ohne jeden Erfolg an.
Die britischen Flugzeuge wurden durch Flakfeuer vertrieben.
Bombentreffer wurden nicht erzielt.
Den anderen Schwarm stellten deutsche Jagdflieger in der nähe von der ostfriesischen Inseln
Wangerooge und Langeoog.
Im Luftkampf wurden von sechs britischen Flugzeugen fünf abgeschossen. Die Besatzung zweier deutscher Jagdflugzeuge, die auf See notlanden mussten, wurden unverletzt durch deutsche Kriegsschiffe gerettet.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im Osten ist die Situation fürs OKW und für Hitler geklärt. Er besucht am 28.09 in Begleitung von Großadmiral Raeder in Wilhelmshaven die Besatzungen heimgekehrter Unterseeboote. Dönitz legt dabei seine Strategie dem Führer vor und verlangt dabei 300 U-Boote als Mindestzahl. Die Außenpolitik überlässt Hitler derweilen seinen "Politikmachern", so ist es Reichsaußenminister von Ribbentrop, der mit Stalin und Außenkommissar Molotow den »Deutsch-russischen Grenz- und Freundschaftsvertrages« in Moskau abschließt. Nach Artikel II dieses Vertrages wird die »festgelegte Grenze der beiderseitigen Reichsinteressen als endgültig« anerkannt und »jegliche Einmischung dritter Mächte in diese Regelung« abgelehnt. Frieden und Zusammenarbeit ist der Tenor, im Zusammenhang mit diesen Beziehungen werden auch Soldaten ausgetauscht, die von der jeweilig anderen Militärmacht lernen sollen.
Die großen Worte lassen nach Außen ein Bündnis erkennen, denn »sollten jedoch die Bemühungen der beiden Regierungen erfolglos bleiben, so würde damit die Tatsache festgestellt sein, dass England und Frankreich für die Fortsetzung des Krieges verantwortlich sind«, wobei beide Diktatoren niemals von einer langfristigen "Freundschaft" ausgingen, und dieses Zweckbündnis als das sahen was es war - du tust mir nichts und ich tue dir nichts, Polen gehört jetzt uns und die anderen Staaten sollen sich gefällist raushalten - was Sie ja auch taten. Vor seinem Abflug aus Moskau betont Ribbentrop vor der Presse: »Die deutsch-sowjetische Freundschaft ist nunmehr endgültig etabliert.«

 

Hitler erlässt am 30.09 die Weisung Nr. 5. Sie enthält die Richtlinien über »die politische Gestaltung des ehemaligen polnischen Gebietes innerhalb des deutschen Interessenbereiches«. Mit der Aufgabe der Festung Modlin beginnt die Besetzung Polens für die nächsten 6 Jahre, wobei solche Gebiete »die militärisch, wehrwirtschaftlich oder verkehrstechnisch besonders wertvoll sind«.
Als krönenden Abschluss des polenfeldzuges ehrt Hitler seine Generäle und lässt die Oberbefehlshaber der Wehrmacht in der Reichskanzlei mit besonderen Ehren empfangen. Die in Polen eingesetzten Verbände sollen für ihre Taten belohnt werden und so wird den herausragenden Militärs dieses Krieges das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz verliehen: Göring, Raeder, von Brauchitsch, von Rundstedt, von Kluge, List, Milch, Albrecht, Blaskowitz, von Reichenau, von Küchler, Kesselring, Löhr und Schniewind.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Militärgerichtsbarkeit der Deutschen Wehrmacht

Der Marschallstab


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

Autor: Grenadier 72 Reg


Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(01. - 30. November 1939)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.11. - 06.11.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 1. November 1939

 

Im Westen örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit sowie einzelne Spähtruppunternehmen.
Die Zahl der am 30. Oktober an der Westfront und über der Nordsee abgeschossenen Flugzeuge hat sich auf sechs, darunter vier britische, erhöht.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 2. November 1939

 

Im Westen nur an einzelnen Stellen schwaches Artilleriefeuer.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 3. November 1939

 

Im Westen geringe Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 4. November 1939

 

Im Westen örtliche Artillerie- und Spähtrupptätigkeit wie am Vortage.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 5. November 1939

 

Im Westen keine wesentlichen Kampfhandlungen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 6. November 1939

 

Im Westen an einzelnen Stellen der Front etwas lebhaftere Spähtrupptätigkeit, sonst nur schwaches Artilleriefeuer.
In der Gegend von Saarburg wurde durch deutsche Jäger ein französisches Flugzeug abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am 6. November 1939, zwei Monate nach der deutschen Besetzung Krakaus, wurden in der Krakauer Jagiellonen-Universität 183 Personen, die meisten von ihnen Professoren, von einem Kommando der deutschen Sicherheitspolizei unter Leitung des SS-Sturmbannführers und Leiters des Sonderkommandos 2/I, Bruno Müller, verhaftet und verschleppt die "Sonderaktion Krakau". Einige der Inhaftierten kamen kurze Zeit wieder frei, doch 168 Wissenschaftler wurden Ende November in das Konzentrationslager Sachsenhausen überstellt. Die Inhaftierten mussten einen langen Leidensweg durchmachen, zwölf starben nach kurzer Zeit in Sachsenhausen, drei jüdische Hochschullehrer wurden in verschiedenen Konzentrationslagern ermordet. Am Ende kamen die meisten Juden aber wieder frei. Bis Oktober 1941, dank vieler Interventionen von hochgestellten Politikern, kamen alle anderen wieder frei. Dieser Fall zeigt das Ausmaß der geplanten Vernichtung der polnischen Intelligenz und in diesem Fall der anfängliche Widerstand. Noch heute gedenken polnische Wissenschaftler dieses »Sieges« über das nationalsozialistische Regime - als Zeichen dafür, daß Solidarität und entschlossenes Handeln über Verbrechen und Unmenschlichkeit triumphieren können.

 

Am 4.11.1939 war die allgemeine Lage in den USA von Ablehnung und Isolationsgedanken geprägt. So trat an diesem Tage das amerikanische Neutralitätsgesetz inkraft. Aufgrund dessen wurde amerikanischen Schiffen und Bürgern das Befahren fest umgrenzter Kampfzonen verboten. Am 5.11.1939 wurde im Mittelatlantik der deutsche Frachter Uhenfels (7603 BRT) wird im Mittelatlantik durch einen britischen Verband mit dem Träger Ark Royal und mehreren Zerstörern aufgebracht (darunter Hereward).

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Der deutsche Offizier (Offizierskorps im Deutschen Heer)

U.S.A. in Zahlen


07.11 - 10.11.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 7. November 1939

 

Im Westen außer geringer Spähtrupptätigkeit und schwachem, beiderseitigem Artilleriefeuer keine nennenswerten Kampfhandlungen.
Im Luftkampf wurden ein britisches Flugzeug bei Mainz und zwei französische Flugzeug bei Saarlautern abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 8. November 1939

 

Im Westen Stellenweise etwas Lebhaftere Artillerie- und Spähtrupptätigkeit.
Bei Luftkämpfen über deutschem Hoheitsgebiet wurden am 7. November ein britisches
Flugzeug in der Nähe der Wuppermündung, ein Französisches Flugzeug bei Völklingen sowie drei weitere feindliche Flugzeuge bei Saarlautern Abgeschossen.
Innerhalb der ersten sieben Tage des Monats November sind neun feindliche Flugzeuge durch unsere Abwehr zum Absturz gebracht worden, während die eigenen Verluste im gleichen Zeitraum zwei Flugzeuge durch Abschuß betragen.
Drei weitere Flugzeuge werden vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 9. November 1939

 

Im Laufe der beiden letzten Tage wurden sowohl südwestlich Saarbrücken wie südwestlich Pirmasens feindliche Angriffe in Stärke von etwa ein bis zwei Kompanien gegen unsere Gefechtsvorposten an der deutsch-französischen Grenze abgewiesen und im Gegenstoß mehrere Gefangene gemacht.
Im übrigen außer etwa lebhafterer Artillerietätigkeit keine besonderen Ereignisse.
Die Zahl der am 7. November zum Absturz gebrachten feindlichen Flugzeug hat sich von fünf auf sieben, darunter ein britisches, erhöht.
Im laufe des 8. November wurden zwei französische Flugzeug abgeschossen.
Zwei feindliche Fesselballone durch deutsche Jäger brennend zum Absturz gebracht.
Ein deutsches Flugzeug wird vermißt.
Die britische Admiralität gibt nachträglich den Verlust eines Britischen Unterseebootes bekannt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 10. November 1939

 

Im Westen zwischen Mosel und Pfälzer Wald lebhaftere Spähtrupptätigkeit als den Vortagen.
Im Übrigen nur an einzelnen Stellen der Front auflebendes Artilleriefeuer.
Das am 8. November als vermißt gemeldete deutsche Flugzeug ist bei Liederdorf an der deutsch-französischen Grenze von französischen Jägern abgeschossen worden.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Es ist der 7. November und an der Westfront verschiebt Hitler, die für den 12. November geplante Offensive auf Frankreich. Es folgen insgesamt 13 weitere Verschiebungen bis zum 9. Mai 1940. In der Diplomatie versuchen die europäischen Monarchen, allen voran Königin Wilhelmina von Holland und König Leopold von Belgien für den Frieden zu appellieren und bieten sich an, zwischen den Gegnern zu vermitteln. Gleichzeitig bereitet sich das neutrale Holland am 10. November mit konkreten Maßnahmen auf ein Scheitern der Friedensbemühungen ein. Sie verstärken ihre Grenztruppen, stoppen alle Entlassungen aus der Armee und bereiten die Überflutung großer Flächen durch Öffnung der Schleusen vor.

 

Im Deutschen Reich bzw. an der Heimatfront kommt es bei einer Rede Hitler im BÜRGERBRAÜ-KELLER zu einem BOMBEN-ATTENTAT. Der Tischler Johann Georg Elser, deponierte eine starke Bombe unter der Rednerbühne und zerstörte den Bierkeller in München und tötet acht Menschen. Der Anschlag erfolgte nur Minuten nach einer heftigen Anti-Britischen Rede von Hitler, die er zu früh verließ und somit Hitler nicht betraf. Die Gestapo verhaftet hunderte von Verdächtigen, Propagandaminister Goebbels verdächtigt die Engländer und sperrte Johann Georg Elser bis 1945 unter Geheimhaltung weg. Es wurde vom Propagandaministerium immer wieder versucht, Falschmedlungen und fiktive Verbindungen zur Beziehung Elser mit dem britischen Geheimdienst, zu knüpfen - ohne Erfolg.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Horten Ho IX

Me 163 "Das Kraftei"


11.11. - 17.11.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 11. November 1939

 

Im Westen schwache Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Ein französischer Fesselballon wurde bei Colmar durch ein deutsches Jagdflugzeug abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 12. November 1939

 

Mehrere Versuche der Franzosen, in den letzten Tagen eine von unseren Gefechtsvorposten besetzte Höhe 11 km südwestlich Pirmasens mit Unterstützung durch Tiefflieger und starke Artillerie zu nehmen, sind gescheitert.
Die Höhe und eine Anzahl von Gefangenen blieben in unserer Hand.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 13. November 1939

 

Erneute Versuche starker feindlicher Spähtrupps, auf den Höhen beiderseits Liederscheidt, 11 km südwestlich Pirmasens, Fuß zu fassen blieben ohne Erfolg.
Ein Offizier und 24 Mann wurden als Gefangene eingebracht.
Beiderseits Saarbrücken etwas stärkeres Artilleriefeuer als in den letzten Tagen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 14. November 1939

 

Bei nur geringer Spähtrupp- und Artillerietätigkeit verlief der gestrige Tag an der Front ruhig.
Trotz ungünstiger Wetterlage unternahm am 13. November ein deutscher Kampffliegerverband einen Angriffsflug gegen die Shetland-Inseln.
Hierbei wurden zwei Flugboote zerstört.
Ein vermutlicher Treffer gegen einen englischen Kreuzer konnte mit Sicherheit nicht beobachtet werden.
Die eigenen Flugzeuge kehrten sämtlich wohlbehalten wieder zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 15. November 1939

 

Bei nur geringer Spähtrupp- und Artillerietätigkeit verlief der gestrige Tag an der Front ruhig.
Trotz ungünstiger Wetterlage unternahm am 13. November ein deutscher Kampffliegerverband einen Angriffsflug gegen die Shetland-Inseln.
Hierbei wurden zwei Flugboote zerstört.
Ein vermutlicher Treffer gegen einen englischen Kreuzer konnte mit Sicherheit nicht beobachtet werden.
Die eigenen Flugzeuge kehrten sämtlich wohlbehalten wieder zurück.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 16. November 1939

 

Keine besonderen Ereignisse am gestrigen Tage.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 17. November 1939

 

Im Westen bei schwachem, örtlichem Artilleriestörungsfeuer keine nennenswerte Kampftätigkeit.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

In diesen sechs Tagen spitzt sich die Lage weiterhin zu. Denn die westlichen Mächte unter König George VI, König Carol von Rumänien, dem französische Präsident President Lebrun, zusammen mit der holländisch-beglische Friedensinitiative, werden vom Deutschen Reich ignoriert und abgelehnt. Adolf Hitler hat kein Interesse an einer Friedenspolitik, als Zeichen dafür bombardiert die deutsche Luftwaffe am 12. November die Shetland-Inseln und weitere Flüge klären den Luftrum von Paris auf.
In den folgenden Tagen reagiert auch das französische und englische Oberkommando, sie wollen mit dem 'Plan D' ('Dijle-Plan') auf eine deutsche Invasion, von Belgien aus, vorbereitet sein. Man rechnet dabei mit dem Effekt der Maginot-Line und einem neuen Schlieffenplan des deutschen Oberkommandos. Wie auf Stichwort, weist der deutsche Reichsaußenminister von Ribbentrop, den holländisch-beglischen Friedensappell vom 7.November zurück.

 

Auch an anderer Stelle eskaliert die Situation zusehens, Seekrieg: Englische, denn das Panzerschiff Admiral Graf Spee versenkt den englischen Tanker Africa Shell südlich von Madagaskar. Der Konflikt im Indischen Ozean und in den Gewässern um Indonesien ist somit in vollem Gange. So auch im Atlantik, wo das Panzerschiff Deutschland auf erfolgreiche Kaperfahrt geht. Die Luftwaffe legt mit Einsätzen in Nord-West England und Propagandaflügen über Mittel- und Südost-Frankreich nach. Dabei hat der alliierte Kriegsrate in London sich auf den 'Plan D' (Dijle-Plan) eingeschworen und rüstet für einen Krieg. Die SS-Einsätze in den Universitäten der Tschecheslowakei sprechen eine eigene Sprache

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Epauletten und Abzeichen

Hoheitszeichen des deutschen Reiches - die Reichskokarde


18.11. - 23.11.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 18. November 1939

 

Im Westen geringe örtliche Spähtrupptätigkeit.
Der Versuch dreier britischer Flugzeuge, Wilhelmshafen anzugreifen, wurde durch rechtzeitig einsetzende Abwehr vereitelt.
Bomben wurden nicht abgeworfen.
Eigene Flugzeuge klärten über dem gesamten französischen Raum auf.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 19. November 1939

 

An der Oberrheinfront an einer Stelle beiderseits lebhaftes Maschinengewehr- und Gewehrfeuer, an den übrigen Stellen der Front Ruhe.
Nur örtliche Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe setzte ihre Aufklärungstätigkeit über Frankreich fort.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 20. November 1939

 

Keine besonderen Ereignisse.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 21. November 1939

 

Im Westen an einzelnen Stellen der Front geringe Spähtrupptätigkeit und schwaches Artilleriefeuer.
Die deutsche Luftwaffe setzte am 20. November ihre Aufklärung gegen die feindlichen Staaten fort.
In England wurden Scapa Flow, Schottland und Südengland, in Frankreich der Raum nördlich Paris aufgeklärt.
Trotz feindlicher Abwehr führten die Flugzeuge ihre Aufklärung planmäßig durch.
In den Monaten September und Oktober haben deutsche Überseestreitkräfte gemeinsam mit Luftstreitkräften in der Ost- und Nordsee mehrere hundert Handelsschiffe auf Bannware untersucht.
Während sehr zahlreiche Schiffe unmittelbar nach der Untersuchung in See freigelassen werden konnten, da sie keine Bannware an Bord hatten, sind insgesamt 127 Schiffe mit 245 455 BRT in deutsche Häfen zur genaueren Untersuchung eingebracht worden.
Soweit nicht Schiff und Ladung der Beschlagnahme verfiel, wurden sie wieder freigelassen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 22. November 1939

 

An einzelnen Stellen der Westfront geringe Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe klärte am 21. November wiederum über englischem Gebiet bis Scapa Flow auf.
Die Aufklärung über französischem Gebiet wurde auf Südfrankreich ausgedehnt.
Zum Schutz der deutschen Westgrenze wurden am 21. November ebenso wie an den Vortagen zahlreiche Jagdflieger eingesetzt.
Diese blieben ohne Berührung mit dem Feinde; auch die in der Luftverteidigungszone West eingesetzte Flakartillerie fand keine Veranlassung, in Tätigkeit zu treten.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 23. November 1939

 

Südwestlich Pirmasens griff eine feindliche Kompanie unsere Gefechtsvorposten an; sie wurde abgewiesen und erlitt schwere Verluste.
Am 22. November erzielte die lebhafte Aufklärungstätigkeit der deutschen Luftwaffe über Frankreich und England trotz starker Jagd- und Flakabwehr besonders wertvolle Erkundungsergebnisse.
In der Gegend von Sedan wurde ein französisches Flugzeug abgeschossen.
In den Gewässern von Shetland wurde unter starker Abwehr im Tiefangriff ein englisches Flugboot in Brand geschossen.
Bei der Grenzüberwachung durch zahlreiche Jagdflieger kam es verschiedentlich zu kleineren Luftkämpfen, vier französische Jagdflugzeuge wurden hierbei abgeschossen.
Bei Freiburg wurde ein deutsches Flugzeug von französischen Jägern zur Notlandung gezwungen.
Am 21. November fand über französischem Gebiet ein Luftkampf zwischen neun deutschen Zerstörerflugzeugen und sieben französischen Jagdflugzeugen statt.
Die französischen Jäger wurden vertrieben und dadurch den eigenen Aufklärungsflugzeugen ihre weitere Erkundungstätigkeit ermöglicht.
Feindliche Flieger, die in deutsches Hoheitsgebiet einflogen, hielten sich in unmittelbarer Nähe der Grenze.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im Atlantik nimmt der Krieg das erstes Mal Fahrt auf. Vier Schiffe werden von neuen deutschen Magnetminen vor der englischen Ostküste versenkt - darunter auch zivile Opfer. Zu den Minen-Opfern an der englischen Ostküste zählt nun auch der neue englische schwere Kreuzer HMS Belfast (beschädigt). Deutsche Wasserflugzeuge beginnen damit neue Magnetminen in den Schifffahrtsrouten an der englischen Ostküste abzuwerfen (Nacht vom 20. auf den 21. November). Auch weitere Kämpfe kündigen sich an, vor allem mit der Entsendung deutscher Schlachtkreuzer in den Nordatlantik - Gneisenau und Scharnhorst.
Auf dem Festland ist die Besatzungspolitik momentan das deutlichste Anzeichen für einen Krieg, wie das ausgerufene Kriegsrecht in Prag. Im besetzten Polenes setzt man die Politik des Deutschen Reiches mit Barrikaden und Zäune rund um das jüdischen Viertel (Ghetto) in Warschau deutlich.

 

Die neuen deutschen Magnetminien fordert bisher die meisten Opfer, wobei die Engländer nach und nach Methoden zur 'entmagnetisierung' von Schiffskörpern finden und die Gefahr verringern können. Gleichzeitig verzeichnen deutsche Überwassereinheiten, allen voran die Scharnhorst, weitere Erfolge. Die Geleitzüge sind bisher zwar noch nicht im größeren Maße betroffen, dennoch werden in England Schinken und Butter rationiert, wie auch generell Kriegs-Wochenrationen eingeführt. Mann will die hohe Opfern an Menschen und Schiffen von Atlantik-Konvois gering halten, dabei sind bisher nur wenige Rüstungsgüter unterwegs und die U-Boote noch keine registrierte Gefahr.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

USS Roper gegen U-85

U-47 in Scapa Flow


24.11 - 30.11.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 24. November 1939

 

Im Westen etwas regere Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe setzte ihre Erkundungstätigkeit über französischem Gebiet fort.
Zwischen den zur Unterstützung der Aufklärungsflugzeuge und zum Schutz Grenzgebietes
eingesetzten deutschen Jägern und feindlichen Jagdflugzeugen kam es wiederholt zu Luftkämpfen.
Hierbei wurde ein englisches Flugzeug bei Verdun, ein Flugzeug bei Saarbrücken und ein französisches Flugzeug durch Flak bei Zweibrücken abgeschossen.
Die Nachricht der „New York Times“ von der Schweren Beschädigungen des Britischen Kreuzers „Belfast“ wird durch die Meldung eines Unterseebootes bestätigt, das einen Kreuzer der „Southampton“-Klasse im Firth of Forth Torpediert hat.
Nachmeldungen der Britischen Admiralität lief weiter der britische Zerstörer „Gibsy“ an der englischen Ostküste auf eine Mine und sank.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 25. November 1939

 

Im Westen örtliche Spähtrupptätigkeit und an einzelnen Stellen der Front schwaches Artilleriefeuer.
An der Westgrenze fanden vereinzelt Aufklärungsflüge des Feindes im Grenzgebiet statt, während die deutsche Aufklärung bis nach Mittelfrankreich hinein vordrang.
Ein deutsches Unterseeboot hat in seinem Operationsgebiet eine englische Unterseebootfalle, ein Hilfskriegsschiff von 7000 BRT, vernichtet.
Die Unterseebootfalle hatte sich als holländischer Dampfer getarnt.
Nach englischen Meldungen sank der 8860 BRT große britische Dampfer „Mangalore“ durch Minentreffer an der englischen Südostküste.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 26. November 1939

 

Im Westen geringe Artillerietätigkeit.
Am 25. November griffen Verbände der deutschen Luftwaffe englische Seestreitkräfte in der nördlichen Nordsee an.
Dabei wurden vier Volltreffer, darunter einer auf einen Kreuzer der „Aurora“-Klasse erzielt.
Die Aufklärungstätigkeit der Luftwaffe erstreckte sich am gestrigen Tage wiederum bis über die Shetland-Inseln.
Der Feind versuchte am gestrigen Nachmittag über Helgoland nach Nordwestdeutschland einzufliegen, wurde aber bei Erreichen der Nordseeküste von der deutschen Flakartillerie zur Umkehr gezwungen.
Verluste sind bei der deutschen Luftwaffe nicht zu verzeichnen.
Das Vorpostenboot 301 ist am Südausgang des Großen Belt nach einer Detonation gesunken.
16 Mann der Besatzung werden vermißt.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 27. November 1939

 

Im Westen außer schwachem Störungsfeuer der Artillerie keine nennenswerten Kampfhandlungen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 28. November 1939

 

Im Westen an einzelnen Stellen der Front geringe Spähtrupp- und Artillerietätigkeit.
Die Luftwaffe beschränkte sich infolge der Wetterlage auf Aufklärungstätigkeit in Grenznähe.
Deutsche Seestreitkräfte unter Führung von Vizeadmiral Marschall haben beim Passieren der nordatlantischen Gewässer den Seeraum zwischen Far Öer und Grönland aufgeklärt.
Hierbei stellten sie in der Nähe von Island den britischen Hilfskreuzer „Rawalpindi“, der nach kurzem Gefecht vernichtet wurde.
Es gelang trotz sofort einsetzender Rettungsmaßnahme nur, 26 Mann der Besatzung des Hilfskreuzers zu bergen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 29. November 1939

 

Im Westen keine besonderen Ereignisse.
Englische Flugzeuge versuchten wiederum über die ostfriesischen Inseln nach Nordwestdeutschland einzufliegen, ohne jedoch die deutsche Küste zu erreichen.
Hierbei wurde der Fliegerhorst Borkum angegriffen.
Schaden wurde nicht angerichtet.
Wie bereits durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist ein britischer schwerer Kreuzer der „London“-Klasse durch Kapitänleutnant Prien ostwärts der Shetland-Inseln torpediert und vernichtet worden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 30. November 1939

 

An der Westfront schwaches örtliches Artilleriefeuer.
Die Luftaufklärung gegen England wurde fortgesetzt.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Im Deutschen Reich wird weiterhin an der Ausweitung der Kriegswirtschaft gearbeitet, dafür ist der NS-Regierung alle Mittel recht. Vor allem die Verstaatlichung ist dabei ein probates Mittel, wobei auch das Vermögen und die wirtschaftlichen Kapazitäten von Fritz Thyssen ins Visier der Nazies fielen. Der Eisen- und Stahl-Magnat, ein Unterstützer Hitlers in früheren Jahren, ist nach Kriegsbeginn im September 1939 in die Schweiz geflohen. Der Seekrieg soll dabei die wirtschaftlichen Kapazitäten der Gegner weiter reduzieren. So legen die deutschen Streitkräften vor allem Minen, auch in die Hoheitsgewässer neutraler Staaten. Die Briten wissen um ihre Lage und ihre Abhängigkeit von den Seelieferungen. Die beschlagnahmen so auch deutscher Exportgüter auf hoher See, zuerst als Vergeltung für den Einsatz der neuen deutschen Magnetminen, um die Güter für sich zu nutzen und nach Außen wenigstens wehrhaft zu erscheinen. Leider spitzen sich die Streitigkeiten auf dem Schlachtfeld wie der Diplomatie weiter zu. So reagiert das Nobel-Komitee und kündigt die Streichung des Friedensnobelpreises für 1939 an.

 

Solche Praktiken sind aber nicht nur deutschen Ursprungs, auch die Sowjets nutzen den Krieg für sich aus bzw. nutzen die ganze Bandbreite der Diplomatie für eine Zwecke einzusetzen. Der 'Mainila-Zwischenfall', bei der den Finnen vorgeworfen wird, die Ortschaft Mainila mit Granaten beschossen zu haben, und dabei es Tote auf sowjetischer Seite gegeben habe. Es wird von der Sowjetunion die sofortige Zurücknahme der finnischen Truppen von der Grenze vor Leningrad (heute St.Petersburg) verlangt. (UdSSR kündigt den Sowjetisch-Finnischen Nichtangriffspakt von 1932 daraufhin und beenden die diplomatischen Beziehungen zu Finnland) Am 30. November greifen dann 26 sowjetische Divisionen an vier Fronten Finnland. Sie werden von 900 Flugzeugen und der russischen Ostsee- und Nordmeer-Flotte unterstützt.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

USS Roper gegen U-85

U-47 in Scapa Flow


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Chronologi ... ieges#1939 (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... vember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... vember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... vember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

Hans-Adolf Jacobsen, Der Weg zur Teilung der Welt, Koblenz/Bonn, 1977.

http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsv ... index.html
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-19489031.html
http://www.ns-archiv.de/krieg/1940/05-12-1940.php

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://www.holocaust-chronologie.de/chr ... 08-15.html (Letzter Aufruf 23.06.2011)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Chronik ... vember.htm (Letzter Aufruf 23.06.2011)

 

Autor: Grenadier 72 Reg, Freiherr von Woye

 



Das Thema

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt

 

Die Berichte der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg

(1. September - 11. September 1939)

Der Begriff Wehrmacht bezeichnet die Streitkräfte im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Die Wehrmacht ging durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervor und wurde im August 1946 offiziell aufgelöst. Die Berichte der Wehrmacht sind in die sogenannte „Wehrmachtpropaganda“ einzuordnen, wurden vom 1. September 1939 bis zum 9. Mai 1945 jeweils in den Mittagsnachrichten ausgestrahlt und beinhalteten neben dem Bericht über militärische Situation, auch Namensnennung und Auszeichnung des Oberbefehlshaber.

 

„Ich habe den Wehrmachtbericht immer als wohl das wertvollste Propagandainstrument der Wehrmachtpropaganda betrachtet, allerdings unter der einen unabänderlichen Voraussetzung, daß er nur die Wahrheit bringen durfte und sich niemals der Lüge bediente. […] In dieser Auffassung war ich auch einig mit dem Chef des Wehrmachtführungsstabes, einem Fanatiker der Wahrheit.“

(Die Wehrmachtberichte. Band I, Köln 1989, ISBN 3-423-05944-3)

 


01.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 1.September 1939, 11.35 uhr

 

Auf Befehl des Führers und Obersten Befehlshaber hat die Wehrmacht den Aktiven Schutz des Reiches übernommen.
In Erfüllung ihres Auftrages,
der Polnischen Gewalt Einhalt zu gebieten,
sind Truppen des Deutschen Heeres heute früh über alle deutsch-polnischen gernzen zum Gegenangriff angetreten.
Gleichzeitig sind Geschwader der Luftwaffe zum Niederkämpfen Militärischer Ziele in Polen Gestartet.
Die Kriegmarine hat den schutz der Ostsee Übernommen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 1. September 1939, abends

 

Im Zuge der deutschen Kampfhandlungen aus Schlesien, Pommern und Ostpreußen wurden an allen Fronten schon heute die erwarteten Anfangserfolge erzielt.
die von Süden über das Gebirge vorgegangenen Truppen Haben die Linie Neumarkt-Sucha erreicht.
Südlich Mährisch-Ostrau ist die Olsa bei Teschen überschritten.
Südlich des Industriegebietes sind unsere Truppen in Höhe von Kattowitz im zügigen Vordringen.
Die aus Schlesien angestezten Truppen sind im flüssigen Vorgehen in Richtung Tschenstochau und nördlich davon.
Im Korridor nähern sich unsere Truppen der Brahe und Haben die Netze bei Nakel erreicht.
Dicht vor Graudenz wird gekämpft.
Aus Ostpreußen vorgehende Kräfte stehen tief aus polnischem Gebiet im Kampf.

Die deutsche Luftwaffe Hat heute in wiederholten kraftvollen Einsätzen die militärischen Anlagen auf zahlreichen polnischen Flugplätzen,
so z.B. Putzig,Graudenz,Posen,Plock,Lodz,Radom,Ruda,Kattowitz,Krakau,Lembeg,Brest,Terespol Angegriffen und Zerstört.
Außerdem unterstützen mehrere Schlachtgeschwader wirkungsvoll das vorwärtskommen des Heeres.
Die deutsche Luftwaffe hat sich damit heut die Luftherrschaft über den polnischen Raum erkämpft,
obwohl starke Kräfte in Mittel- und Westdeutschland zurückgehalten wurden.
Teile der deutschen Seestreitkräfte haben Positionen vor der Danziger Bucht Eingenommen und sichern die Ostsee.
Das in Neufahrwaser Liegende Schulschiff "Schleswig-Holstein" nahm die von Polen besetzte Westerplatte unter Feuer.
In Gdingen wurde der Kriegshafen durch die Luftwaffe Bombardiert.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am 01.09.1939 beginnt der sogenannte Polenfeldzug oder, im Wehrmachtsjargon, der "Fall Weiß" wird ausgelöst. Das Deutsche Reich legt an diesem Tage den Grundstein für den Zweiten Weltkrieg in Europa und prägt mit diesem (ersten) völkerrechtswidrige Angriffskrieg in den Jahren 1939-45 den Krieg noch bis heute. In Deutschland bis in die heutige Zeit als Überfall auf Polen im wertenden Bezug betiteln, wird dieser Tag in Polen als Beginn des Septemberfeldzug (Kampania wrześniowa) oder auch Verteidigungskrieg von 1939 (Wojna obronna 1939 roku) bezeichnet. Kein Kriegserklärung wurde übergeben, bereits vor diesem Datum fielen deutschen "Truppen" in Polen ein und versuchten einen Krieg auszulösen und erst der Sender Gleiwitz, gab dem deutschen Oberkommando bzw. der deutschen Führung die "nötige Legitimität" für den Angriff.

 

Am Vorabend des Polenfeldzugs war Warschau komplett verdunkelt. „An diesem Abend“, schreibt der Pianist Wladyslaw Szpilman „waren sich alle sicher, daß der Krieg gegen die Deutschen unvermeidbar war. Nur die unverbesserlichen Optimisten gaben sich noch der Täuschung hin, Hitler ließe sich im letzten Augenblick von der entschlossenen Haltung Polens abschrecken.“
In Berlin hingegen leuchten noch die Fenster: „Jeder, den ich sprach“, notiert der Korrespondent des amerikanischen Radiosenders CBS, William Shirer: „war gegen den Krieg… Wie kann ein Land Krieg führen, wenn die Bevölkerung so dagegen ist? Viele beschwerten sich auch darüber, dass sie nicht informiert werden. Ein Deutscher sagte zu mir: ,Wir wissen nichts. Warum sagt man uns nicht, was los ist?‘“

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generaloberst Heinz Guderian

Gefecht bei Krojanty - Lanzen gegen Panzer!


02.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 2. September 1939, Vormittags

 

Die deutschen Truppen Haben am Nachmittag Des 1. September den Vormarsch auf allen Fronten erfolgreich fortgesetzt.
Heute früh sind die Bewegungen überall im Fortschreiten.
Der Jablunka-Paß wurde schnell Bezwungen.
Beim Einsatz der Luftwaffe wurden auf den Angegegriffenen und Zerstörten polnischen Flugplätzen zahlreiche feindliche Flugzeuge vernichtet

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 2. September 1939, abends

 

Das Vorgehen der deutschen Truppen brachte auf allen Fronten weitere schnelle Erfolge.
die südlichen des oberschlesisichen Industriegebietes angestetzte Kräftegruppe Nähert sich Biala und hat Pless genommen.
Nördlich davon wurde eine polnische Bunkerlinie durchbrochen.
Nördlich des oberschlesisichen Industriegebietes nähern sich unsere Truppen der Wathe.
Panzerverbändegehen nördlich Tschenstochau auf Radomsko vor.
Wielu ist genommen.
Die über Kempen angestetzten Teile sind in flotten Vorgehen auf Sieradz.
Die Pommersche Kräftegruppe hat die Brahe überschritten und in Kraftvollem Stoß mit Anfängen die Weichsel südwestlich Graudenz erreicht.
Damit ist die Verbindung mit deer aus Ostpreußen, Richtung Graudenz,angestetzten Kräftegruppe nahezu Hergestellt.
die im nördlichen Korridor Befindlichen polnischen Heeresteile sind abgeschnitten.
Die Säuberung der Tucheler Heide ist im Gange.
Auch der aus Ostpreußen nach süden angestetzte Angriff gewann Boden.
Deutsche Truppen sind im Vorgehen auf Przasnysz.
Die deutsche Luftwaffe hat heute Blitzschnelle und Wuchtige Schläge gegen Militärischer Ziele in Polen geführt.
Zahlreiche feindliche Flugzeuge wurden im Luftkampf vernichtet.
Auf der erde wurde eine große Anzahl von Militärfliegerhorsten Angriffen,insbebonders bei Gdingen, Krakau, Lodz, Bedom, Deblin, Brest, Terespol, Lubin, Luck, Gotab, Warschau-Okecie, Posen-Lawica.
Die in den Hallen und auf den Rollfeldern Befindlichen Flugzeuge gingen in Flammen auf.
Ferner wurden an den wichtigsten Bahnlinien Gleisanlagen zerstört sowie Militärtransporte zum Entgleisen gebracht und im Rückmarsch befindliche Marschkolonnen mit Bomben belegt.
Die Munitionsfabrik Skarzysko-Kamienna flog nach einen Angriff in die Luft.
Nach den Erfolgen des heutigen Tages ist damit zu rechen, daß die polnische Fliegertruppe in ihrem Bestand aufs schwerste getroffen ist.
Die deutsche Luftwaffe hat die uneingeschräkte Luftherrschaft über dem gesamten polnischen Raum und steht unmehr für weitere Aufgaben zun Schutze des Reiches zur Verfühgung.
Die Seestreitkräfte vor der Danziger Bucht beschossen vormittags die Befestigunen auf Hela und den Kriegshafen Hela.
Marine-Fliegerverbände griffen mehrfach den Kriegshafen Gdingen mit Bomben an.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am 2. September 1939 läuten überall in Polen die Kirchenglocken und rufen die Mobilmachung aus. Das Leben wird nun in Windeseile auf Krieg umgestellt, Nahrungsmittel, Kleider und Schuhe rationiert. Das Militär wird in Dörfern und Städten nahe der Front stationiert bzw. einquartiert und das Leben wird bestimmt durch Sirenen und der Angst vor den Deutschen Panzern. Die polnische Regierung rechnete mit der Unterstützung durch Frankreich und Großbritannien, welche am 2. September aufgrund der „Garantieerklärung vom 30. März 1939“ ein Ultimatum an das Deutsche Reich stellten. Für die Polen stirbt die Hoffnung zum Schluss und die Deutschen rücken jeden Tag weiter vor.

 

In Deutschland wird dagegen für den Krieg geschürt und die ersten, schnellen Erfolge lassen auch das Volk an die moderne Wehrmacht glauben. Unter der Schlagzeile „Wir treten an!" wurde die Rede Hitlers in der Ahrweiler Zeitung u. a. folgendermaßen kommentiert: „Der Führer hat lange genug langmütig gewartet. Nun hat er zugepackt. Unsere herrliche Wehrmacht wird sich ihrer ruhmreichen Geschichte und ihrer Verpflichtung gegenüber Volk und Staat mit siegreichem Elan würdig erweisen." (Ahrweiler Zeitung vom 2. Sept. 1939). Die Berichterstattung in den Zeitungen. Kommentare und Aufrufe schworen die Bevölkerung auf den Kriegseinsatz, auf Opfer, Einigkeit. Solidarität. Sparen und Verzicht ein. Die Propaganda, das zeigen sich bereits die ersten Kriegstage, wird in diesem Krieg eine der wichtigsten Waffen werden. Man schwor das Volk ein und gab dem Krieg ein Gesicht, welche gerade zu der Kriegslage passte - so wurde der Krieg gegen Polen verlogen als „Kampf um die Freiheit" bezeichnet.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Generaloberst Heinz Guderian

Strukturen der Deutschen Streitkräfte 1918 - 1945


03. - 04.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 3. September1939

 

Am gestrigen Nachmittag und in den heutigen Morgenstunden drangen weiter die deutschen truppen auf allen Fronten erfolgreich tief auf polnischem Gebiet vor.
Tschenstochau wurde genommen.
Ostwärts von Wielun wurde die Warthe überschritten.
Ein Versuch der im Korridor Abgeschnittenen polnischen Truppen, Nach süden Durchzubrechen, wurde abgeschlagen.
Berent ist in deutscher Hand.
Nach der entscheidenden Wirkung des Einsatzes der deutschen luftwaffe von gestern beherrschen die Divisionen der beiden gegen polen eingesetzten luftflotten uneingeschränkten den polnischen Luftraum und stehen wieder einsatzbereit in Ihren Absprunghäfen.
Die Einheiten der bisher nicht eingesetzten Luftflotten stehen wie Bisher in Ihren Fliegerhorsten Bereit.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 4. September 1939

 

Von den aus Schlesien und südlich vorgehenden Truppen drängen nördlich der Hohen Tatra und südlich des Industriegebietes starke Kräfte dem auf Krakau zurückweichenden Gegner nach.
Ostwärts Pless wurde der Weichselübergang erkämpft.
Nördlich des Industriegebietes folgen unsere truppen dem zurückgehenden Feind über die Linie Koniepol-Kamiensk und über die Warthe nordostwärts Wielun.
Im scharfen Vorgehen haben sie sich Sieracz auf 20 Kilometer genähert.
Die pommersche Kräftegruppe erreichte mit Starken Kräften die Weichsel bei Culm.
Das Abschneiden der im Nördlichen Korridor stehenden polnischen Kräfte ist damit vollendet.
Der deutsche Angriff gegen die Festung Graudenz ist im Nordosten in die Fortlinie eingedrungen.
Die aus Ostpreußen vorgehende Kräftegruppe Nahm Przasnysz.
Polnische Kavallerie, die nördlich Treuburg versuchte, in deutsches Land einzudingen, wurde zurückgeworfen.
Die deutsche Luftwaffe Führte im Laufe des 3.September vermehrt ihre Angriffe auf Militärische wichtige Verkehrsanlagen und größere Truppentransporte durch.
Der wiederholte Einsatz von Schlacht- und Sturzkampffliegern trug wesentlich zu Dem raschen Erfolg der aus Schlesien Vorgehenden Truppen bei.
Die Bahnverbindungen Kutno-Warschau, Krakau-Lemberg,Kielce-Warschau,Thorn-Deutsch-Eylau wurden zerstört.
Es sind zahlreiche Zugentgleisungen, Brände und Explosionen von Zügen festgestellt.
Der Bahnhof Hohensalza liegt in Trümmern.
In Okecie bei Warschau wurde das dortige Flugzeugwerk schwer Beschädigt.
Die dort von den Polen bereitgestellten Reserveflugzeugen wurden vernichtet.
Bei einem Luftkampf über Warschau wurden sieben polnische Flugzeuge und ein polnischer Ballon ohne eigene Verluste Abgeschossen.
Die Seestreitkräfte waren auch gestern Erfolgreich tätig.
Zerstörer haben die im Kriegshafen von Hela liegenden feindlichen Schiffe unter wirkungsvolles Feuer genommen.
Vor der Danziger Bucht wurde ein polnisches Unterseeboot versenkt.
Luftangriffe gegen Gdingen und Hela wurden erneuert und brachten hierbei den polnischen Zerstörer „Wicher“ zum sinken.
Der minenleger „Gryf“ wurde Schwer beschädigt.
Im Westen bisher keine Kampfhandlungen.

Sondermeldung:

Durch das Schnelle Zufassen der deutschen Truppen wurde der Pole Verhindert, seine aus Gefangenenaussagen Bestätige Absicht durchzuführen, die ausgebaute Warthe-Stellung zu Halten.
Ostrowo, Krotoschin und Lissa sind in Deutscher Hand.
Heute Morgen Haben erstmalig Truppen aus dem Reich auf dem Landweg Ostpreußischen Boden Erreicht.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Der sogennate „Bromberger Blutsonntag“ am 3. September 1939, war ein Massaker in der Stadt Bromberg (polnisch: Bydgoszcz), bei dem die ansässigen ethnischen Deutschen ermordet wurden. Zwei Tage nach dem deutschen Überfall, erreignte sich diese Bluttat von polnischer Seite aus. So war die polnischstämmigen Bevölkerung nach dem Beginn des Polen Feldzug mehr als misstrauisch der deutschstämmigen Minderheit gegenüber, so sehr das in dem Städtchen stationierte polnische Truppenteile, als Folge einer aus der Stadt zu hörenden Schießerei, eine Patrouille in den Ort geschickt hätten, um die Lage zu klären. Es sollen zwar keine Sabotageakte oder Angriffe durch Volksdeutsche festgestellt worden sein, dennoch schuf es eine Situation der Angst und des Hasses. Dazu kamen deutsche Luftangriffe und polnische Armeeeinheiten, die durch Wut angefacht angefacht wurden. Die Folge waren Morde und Misshandlungen durch polnische Zivilisten und Soldaten an Volksdeutschen. Genaue Untersuchungen sind bis heute immer wieder Teil der Arbeit von Historikern und sollen das Deutsch-Polnische Verhältniss im Zweiten Weltkrieg genauer aufklären.

 

Am 3. September 1939 nimmt die deutsche Regierung das Ultimatum der britischen Regierung entgegen. Hitler ist »versteinert« über diese reaktion und fragt anschließend Ribbentrop »Was nun?« Der Außenminister entgegnet: »Ich nehme an, dass die Franzosen uns in der nächsten Stunde ein gleichlautendes Ultimatum überreichen werden.« Göring reagiert im Vorzimmer vor den anwesenden Kabinettsmitgliedern und prominenten Parteimitgliedern auf die Nachricht mit dem Bemerken: »Wenn wir diesen Krieg verlieren, dann gnade uns der Himmel!« Nach der Beobachtung Schmidts wirkt der anwesende Goebbels wie ein »begossener Pudel«.
Auf britischer Seite werden erstmal Bomber auf deutsche Ziele angesetzt. Sie greifen erstmals deutsche Seestreitkräfte vor dem Jade-Busen und in der Elbe-Mündung an. Nur zwei deutsche Kriegsschiffe werden durch Blindgänger leicht beschädigt (u.a. »Tirpitz«), fünf von zwölf angreifenden Flugzeugen abgeschossen. Der Krieg beginnt nun auch im Westen.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger

Strukturen der Deutschen Streitkräfte 1918 - 1945


05.09 - 06.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Dienstag, den 5. September 1939

 

Das deutsche Ostheer brach am 4. September auf allen Fronten den feindlichen Widerstand und Stieß unaufhaltsam weiter vor.
Der Gegner geht stellenweise in Unordnung und schwer erschüttert zurück.
Gefangenen- und Beutezahlen mehren sich und Lassen sich zur Zeit noch nicht übersehen.
Die 7.polnische Division wurde südostwärts Tschenstochau aufgerieben, der Divisionsstab gefangen.
Im Süden wurde im scharfen Nachdrägen die Verfolgung auf Krakau fortgesetzt, der Skawaabschnitt bei Wadowice überschritten , weiter nördlich Jaworzno genommen.
Überstürzt räumt der Feind das Oberschlesische Industriegebiet.
Bei Sieradz wurde der Übergang über die Warthe erzwungen.
Im Norden versucht die umklammerte polnische Korridor-Armee in verzweifelten Einzelaktionen den eisernen Ring zu sprengen.
Seit gestern häufen sich die Anzeichen der beginnenden Erkenntnis über die hoffnungslose Lage.
Die Befestigungen um Graudenz wurden genommen.
Die bei und südlich Culm unter den Augen des Führers und Obersten Befehlshabers über die Weichsel gesetzten Truppen sind auf dem ostufer in raschen Vordringen.
Bei Mlawa nahmen die ostpreußischen Truppen in hartem Kampf Mann gegen Mann die Stadt und die dortigen Befestigungen.
Der geschlagene Feind weicht nach Süden.
Die Kriegsmarine hat die Sicherungsmaßnahmen für die deutsche Küste planmäßig durchgeführt.
Die Luftwaffe beherrscht den Luftraum.
40 polnische Flugzeuge, darunter 15 im Luftkampf, wurden abgeschossen.
In zunehmendem Maße wird durch die Luftangriffe auf feindliche Marsch- und Eisenbahnkolonnen ein planmäßiger Rückzug des Gegners vereitelt.
An der Nordsee Küste griffen gegen 18 Uhr englische Kampfflugzeuge modernster Bauart Wilhelmshaven und Cuxhaven sowie die in den Flussmündungen Liegenden Seestreitkräfte an.
Die Jagd- und Flakabwehr von Kriegsmarine und Luftwaffe setzte so frühzeitig und wirksam ein, dass der Angriff auf Cuxhaven überhaupt vereitelt wurde, Während die Bombenabwürfe in Wilhelmshaven keinen Schaden anrichteten.
Von den angreifenden Flugzeugen wurden mehr als die Hälfte abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Mittwoch, den 6.September 1939

 

Die Operationen des Heeres in Polen nahmen am 5.September ihren planmäßigen Fortgang.
Gebirgstruppen und Bewegliche Truppen erkämpften sich in breiter Front die Nordausgängen der Beskiden und befinden sich in flüssigem Angriff gegen Neu-Sandez.
Die von Süden und Westen gegen Krakau vorstoßenden Kräfte Haben den Feind Auf die Stadt zurückgeworfen.
Das Ostoberschlesische Industriegebiet ist in Unserer Hand.
Weiter nördlich wurde am frühen Nachmittag die Linie Checiny-Lopuszno-Piotrkow genommen.
Beiderseits Sieradz wurde eine stark ausgebaute Bunkerlinie durchbrochen und der Angriff auf dem Ostufer der Warthe in Richtung Lodz fortgesetzt.
Die bei Culm und Graudenz auf das Ostufer der Weichsel übergangenen Kräfte setzten die Verfolgung des geschlagenen Feindes fort.
Die aus Ostpreußen über Mlawa vorgestoßenen Truppen haben Cichanow genommen.
Der Gegner geht hier scharf Gedrängt nach Süden zurück.
Schnelle Truppen haben bei Rozan den Narew erreicht.
10.000 Gefangene und 60 Geschütze sind die bisherige Beute unserer im Norden kämpfenden truppen.
Die Angriffe der deutschen Luftwaffe haben am gestrigen Tage wiederum starke Störungen der Feindlichen Verkehrslinien und rückwärtigen Verbindungen bewirkt.
Die Bahnhöfe Zdunska-Wola, Skarzysko, Tarnow und Wreschen brennen,
zahlreiche Bahnstrecken sind unterbrochen.
Die polnische Fliegertruppe ist mit Ausnahme einzelner Jäger bei Lodz überhaupt nicht mehr in Erscheinung getreten.
Luftangriffe auf deutsches Hoheitsgebiet Fanden am 5.September an keiner stelle statt.
Deutsche Seestreitkräfte vernichteten in der Ostsee ein drittes polnisches Unterseeboot.

Sondermeldung:

Die deutschen Truppen sind in den Mittagsstunden des Mittwoch ohne Kampf in die Stadt Krakau eingerückt.
Der Kommandierende General sowie der Divisionskommandeur haben am Grabe Pilsudskis militärische Ehren erwiesen.
Eine Ehrenwache ist aufgezogen.
Die Weichselbrücken sind nicht zerstört.
Bromberg ist von den deutschen Truppen genommen.
Die Netze wurde in Gegend Bromberg nach Süden überschritten.
Am Mittwoch den 6.September 1939 um 14 Uhr wurde die Straße Lask-Unjewow in Richtung Lodz von unseren Truppen überschritten.
Der wichtige Eisenbahn und Straßenknotenpunkt Kielce am Fuße der Lysa Gora wurde in den heutigen Morgenstunden von unseren Truppen in Besitz genommen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am Dienstag versucht die Reichsregierung den Krieg zu rechtfertigen und gibt ein amtliches Weißbuch über die letzten Entwicklungen der deutsch-polnischen Krise heraus. Die Amerikaner halten sich dagegen gleich heraus und verabschieden ein Neutralitätsgesetz. Die neuen 18 Reichsverteidigungskommissare sollen nun die Reichweite Mobilmachung des Reiches organisieren und den Krieg von Innen lenken. Ernst von Weizsäcker urteilt: »Nun sind wir im Kampf. Gebe Gott, dass nicht alles, was gut und wertvoll ist, dabei vollends zugrunde geht.«
Am Mittwoch ist die polnische Regierung bereits auf der Flucht durchs Land und die Wehrmacht hat Krakau besetzt: »am Grabe Pilsudskis militärische Ehren erwiesen«.

 

An der atlantischen Front wird erstmal auch gekämpft, wobei das U-Boot (U 38) von einem Dampfer mit Artillerie beschossen wird. Der Erste Lord der Admiralität, Churchill, bekannt, dass englische Handelsschiffe mit Waffen gegen U-Boote ausgerüstet werden. Die U-Boote erhalten den Befehl: »Lage gegen Frankreich immer noch ungeklärt ... Als französisch ausgemachte Handelsschiffe nicht anhalten. Zwischenfälle mit Frankreich streng vermeiden.«
Der Mut der Polen ist aber weiterhin noch ungebrochen, so meinte der Kriegsminister Tadeusz Kasprzycki: „Man rät uns zum Bau von Festungen und zur Vorbereitung eines Verteidigungskrieges, empfiehlt uns Rückzugsmanöver und Widerstand an unseren Flussläufen. Nichts davon werden wir tun. Wir kennen nur die Offensive, und im Angriff werden wir siegen.“ Die Devise lautete Marsz na Berlin! Marsz na Berlin! („Auf, gegen Berlin!“).

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Junkers Ju 87

Strukturen der Deutschen Streitkräfte 1918 - 1945


07.09. - 08.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Donnerstag, den 7. September 1939

 

Der Rückzug des polnischen Heeres hielt gestern auf der ganzen front an.
Durch den entschlossenen Einsatz der Luftwaffe Tatkräftig unterstützt, blieben die Truppen des Ostheeres dem weichenden Feind in Scharfer Verfolgung auf den Fresen und Stellten ihn an verschiedenen Stellen zum Kampf.
In Südpolen wurde Neu-Sandez genommen und dort sowie nördlich davon der Dunajec überschritten.
Kampflos besetzten unsere Truppen die Stadt Krakau.
Am Grabe des Marschalls Pilsudski wurden militärische Ehren erwiesen.
Nach der Einnahme von Kielce sind unsere Truppen in Raschem Vordringen durch den Westteil der Lysa Gora und Nähern sich weiter nördlich den Städten Tomaszow und Lodz.
Im Norden ist die Tucheler Heide nordwestlich Graudenz nunmehr von den versprengten Resten der polnischen Korridor-Armee gesäubert.
Die Zahl der erbeuteten Geschütze hat sich auf 90 erhöht.
Die 9, und 27. polnische Division, ein polnisches Panzer-Bataillon, zwei Jäger-Bataillone und die Kavallerie-Brigade Pomorska sind vernichtet.
Nur Reste haben sich ohne Waffen und Gerät durch die Weichsel schwimmend gerettet.
Das noch in den Wäldern steckende Kriegsgerät kann erst in Wochen festgestellt und geborgen werden.
Ostwärts der Weichsel ist die Straße Thorn-Strasburg überschritten und ein Brückenkopf über die Drewenz gebildet.
Die aus Ostpreußen vorgehenden Truppen haben den Narew beiderseits Pultusk und bei Rozan erreicht.
Die Luftwaffe hat gestern in durchschlagendem Tiefangriff die weichenden Feindkolonnen angegriffen und zersprengt.
Der Angriff gegen Eisenbahnanlagen, Bahnhöfen und Brücken wurde fortgesetzt, dabei die Weichselbrücken südlich Warschaus durch Bombentreffer schwer beschädigt. Der Warschauer Westbahnhof steht in Flammen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Freitag, den 8. September 1939

 

Die Operationen in Polen nahmen gestern an vielen Stellen den Charakter einer Verfolgung an, nur an einzelnen Stellen kam es noch zu ernsteren Kämpfen.
Südostwärts Gorlice und ostwärts Tarnov dringen unsere Truppen gegen die Wiesloka vor. Nördlich der Weichsel haben bewegliche Kräfte Staznow und nördlich der Lysa Gora die Gegend dicht westlich Kamienna erreicht. Die Bahnlinie Konskie-Opocno wurde im Angriff überschritten. Nördlich Tomaszov haben Panzertruppen den Feind aus Rawa Maziwiecka geworfen und stehen dort 60 Kilometer vor Warschau. Zwischen Thorn und Strasburg ist die Drewenz überschritten.
Die Besatzung der Westerplatte in Danzig hat sich ergeben, ihr Widerstand wurde durch Pioniere, Marinesturmkompanien und SS-Heimwehr unter Mitwirkung der „Schleswig- Holstein“ gebrochen. Nordostwärts Warschau ist der Narew bei Pultusk und Rozan überschritten. In der Provinz Posen wurden im Süden und Norden weitere Gebietsteile besetzt.
An diesen schnellen und großen Erfolgen hat die Luftwaffe wieder entscheidenden Anteil. Ihr Masseneinsatz richtete sich gegen die zurückweichende polnische Armee. Sie griff mit Schlacht- und Sturzkampfgeschwadern unmittelbar in den Erdkampf ein. Marschkolonnen wurden zersprengt, Rückzugswege durch Zerstörung von Brücken und Übergängen versperrt, Versuche von feindlichen Gegenangriffen schon in der Bereitstellung zerschlagen. Die Weichselbrücken südlich Warschau sind nachhaltig zerstört, in Warschau selbst sind die Durchgangsstraßen mit Kolonnen angefüllt und verstopft. Die eilige Räumung der Stadt ist im Gange. Zwei deutsche Flugzeuge wurden über polnischem Gebiet abgeschossen, ein Flugzeug wird vermisst. Das deutsche Hoheitsgebiet wurde auch gestern nicht angegriffen. In Nord- und Ostsee wurde eine Reihe von Minensuchunternehmungen durch die Kriegsmarine durchgeführt. Boote einer Minensuchflottille beschossen eine polnische Strandbatterie, die das Feuer erfolglos erwiderte. Ein viertes polnisches Unterseeboot wurde vernichtet.

Sondermeldung:
Deutsche Panzertruppen haben an der Straße Tomasznow-Warschau den feindlichen Widerstand nach kurzem heftigem Kampf gebrochen und sind im raschen Vordringen auf die polnische Hauptstadt. Noch am Vormittag wurde der Ort Mszczonow erreicht.

Sondermeldung:
Deutsche Truppen sind am 8. September 17 Uhr 15 in Warschau eingedrungen. Schnelle Truppen haben die Weichsel bei Sandomierz in Südpolen und bei Gora Kalwarja südostwärts Warschau erreicht.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Das Ende der Woche war auch das Ende des organisierten Widerstandes der Polen gegen die Werhmacht. Das OKW meldete, dass der Rückzug des polnischen Heeres auf der ganzen Front zuverzeichnen war. Die polnische Besatzung der Westerplatte vor Danzig kapitulierte und artete der Polenfeldzug in ein Katz und Maus Spiel aus. Nun hat man in der Wehrmachtsführung den Osten in der sicheren Hand und kann sich schnelle als gedacht gegen Westen wenden und dort den Krieg in die Hand nehmen. Der Feldherr Hitler bespricht sich mit dem Großadmiral Raeder und Generaloberst von Brauchitsch über die Kriegführung im Westen. Raeder äußert vor Hitler: »Frankreich sieht kein Kriegsziel und ist bestrebt, sich aus einem Krieg herauszuhalten ... Nach dem bald zu erwartenden Zusammenbruch Polens ist möglicherweise Frankreich und dann vielleicht auch England zu einer gewissen Anerkennung der inzwischen im Osten geschaffenen Lage bereit.« Das Ziel heißt Deskalation im Westen und auf Zeit Spielen durch defensive Aufstellung
der eigenen Taktik

 

Rudolf Olden schreibt an Hermon Ould: »Wir hatten eine Mission und konnten sie nicht erfüllen! Ich denke, dass ich jetzt Ernst Tollers Standpunkt verstehe, als er den Strick nahm, um seine unglückliche Kassandra-Karriere zu beenden. Niemand hörte zu, niemand glaubte an uns. Die Jahre sind vergangen, aufgefressen von der Heuschrecke. Wie wird es Winston Churchill heute zumute sein!« Schon am 8. September ist es dann soweit, deutsche Panzertruppen erreichen um 17.15 Uhr die Außenbezirke von Warschau. Die Weichsel ist überschritten und im Kessel von Radom zerbrechen die polnischen Siegesträume.

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Junkers Ju 87

MP 40


09.09 - 11.09.1939

 

Die Berichte des Tages

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonnabend, den 9. September 1939

 

Auch gestern nahm der Rückzug des geschlagenen polnischen Heeres fast in allen Fronten seinen Fortgang. Die feindlichen Nachhuten vielfach durchstoßend, erreichten bewegliche Truppen mit vordersten Teilen zwischen Sandomierz und Warschau an verschiedenen Stellen die Weichsel und drangen am Nachmittag von Südwesten her in die polnische Hauptstadt ein. In Südpolen wurde kämpfend über die Wisloka nach Osten Raum gewonnen und mit motorisierten Verbänden Rzeszow erreicht. Bei Sandomierz gelang es auch im Osten von der Weichsel Fuß zu fassen. In der Vormarschrichtung auf Lublin wurde westlich der Weichel Zwolen und Radom genommen, weiter nördlich bei Gora-Kalwarja bis an die Weichsel durchgestoßen. Lodz wird heute von rückwärts gestaffelten Verbänden besetzt werden, während die Masse der dort kämpfenden Truppen an der Stadt beiderseits vorbeistoßend südlich der Bzura dem kämpfenden weichenden Feind folgt. Die Provinz Posen wird ohne feindlichen Widerstand fortschreitend besetzt. Nordostwärts Warschau ist der Feind hinter dem Bug bei Wyszkuw und ostwärts geworfen. Die Luftwaffe hat während des ganzen Tages vor allem die Rückzugswege des Gegners westlich und ostwärts der Weichsel angegriffen. Abgesehen von einigen Jagdflugzeugen über den Weichselbrücken zwischen Sandomierz und Warschau trat die polnische Fliegertruppe nur noch wenig in Erscheinung. Im Westen wurden zwei französische Flugzeuge über deutschem Gebiet abgeschossen.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Sonntag, den 10.September 1939

 

Zwischen dem Gebirge und dem Oberlauf der Weichsel setzten die deutschen Kräfte die Verfolgung des geschlagenen Feindes in ostwärtiger Richtung fort.
Im großen Weichselbogen zwischen Sandomierz und Kutno hat der schnelle Durchbruch der motorisierten und Panzergruppen bis an die Weichsel große erfolge angebahnt.
Teile zahlreicher polnischer Divisionen sind um Radom von der Weichsel abgeschnitten und von allen Seiten umstellt.
Ebenso ist dem aus dem Raume Skierniewice-Sochaczew-Kutno nach Osten drängenden Feind der Rückzug über die Weichsel bei Warschau und südlich verlegt.
Das Schicksal dieser polnischen Heeresteile, mit denen noch heftige Kämpfe im Gange sind,
wird sich in den nächsten Tagen erfüllen. Die im nördlichen Polen beiderseits der Weichsel vorgehenden deutschen Kräfte haben die Gegend westlich Wloclawek und nordwestlich Plock erreicht. Nordwärts Warschau haben wir am Südufer des Bug Fuß gefaßt.
Um Lomza und ostwärts wird noch gekämpft. Die Luftwaffe die von Warschau nach Ost und Südost zurückführenden Straßen und Eisenbahnen durch Bombenangriffen blockiert und die in diesem Raume noch vorhandenen Reste der polnischen Bodenanlagen angegriffen.
Bei einem Unternehmen gegen Lublin wurden von einem gemischten Kampf - und Zerstörerverband sieben polnische Flugzeuge angeschossen, acht polnische Flugzeuge am Boden durch Bombenabwurf schwer beschädigt.
Zur Unterstützung des Heeres griffen Fliegerverbände im Raume um Radom sowie zwischen Narew und Bug wirkungsvoll in den Kampf ein.
Im Westen haben erstmalig französische Spähtrupps die deutsche Grenze überschritten und sind in Gefechtsberühung mit unseren weit vor dem Westwall befindlichen Vorposten getreten. Der Feind ließ zahlreiche Tote und Gefangene, darunter auch einen Offizier, zurück. In der Nacht zum 9.September warfen britische Flugzeuge über einigen Städten Nord- und Westdeutschlands Flugblätter ab. Die Besatzung eines bei Überstedt (Thüringen) abgestürzten englischen Kampfflugzeuges wurde gefangengenommen.
An der Westgrenze wurden drei französische Flugzeuge über deutschem Hoheitsgebiet abgeschossen.
Bombenangriffe haben nicht stattgefunden.

 

Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Montag, den 11.September 1939

 

Die große Schlacht in Polen nähert sich ihren Höhepunkt, der Vernichtung des polnischen Feldheeres westlich der Weichsel.
Während in Südpolen der sich zäh wehrende Gegner über den San zurückgedrängt und der Übergang über den Fluß im Abschnitt Sanok-Jawornik-Polski sowie bei Radymno und Jaroslaw erzwungen wurde, begannen die in den verschiedenen Räumen eingeschlossen Truppen die Waffen zu strecken.
Durchbruchsversuche der eingeschlossen Teile wurden überall verhindert.
Nach hartem Kampf um die polnischen Befestigungen am Narew gelang es bei Nowogrod und Wisna Brückenköpfe an dem Südufer zu bilden.
Polnische Artillerie aller Kaliber hat von den östlichen Teilen Warschaus aus das Feuer gegen unsere im Westteil der Stadt befindlichen Truppen eröffnet.
Die Einschließung des polnischen Kriegshafens Gdingen wurde fortgesetzt.
Neustadt und Putzig sind in deutscher Hand.
Seestreitkräfte unterstützten das Vorgehen des Heeres durch erfolgreiche Beschießung polnischer Batterien sowie des Kriegshafens Gdingen.
Die Luftwaffe hat die Straßen und Eisenbahnlinien ostwärts und nordostwärts Warschau und in den Räumen Lemberg und Lublin-Chelm wiederholt mit Erfolg angegriffen und Kolonnen und Truppentransporte dort zerschlagen.
In Lemberg wurde der Westbahnhof zerstört.
Im Westen wurde der geräumte Flugplatz Saarbrücken von französischer Artillerie beschossen.
Drei französische Flugzeuge wurden über Reichsgebiet abgeschossen.

 

Der Wehrmachtsbericht ist NICHT die aktuelle und reale Situation der Kriegslage durch die Admirale und Generale der Wehrmacht, sondern NUR eine Zusammenstellung von konkreter bzw. teilweise übertrieben Erfolgsmeldungen und verkürzten bzw. verstellten Meldungen über Verluste. Man versuchte vor allem in den letzten Kriegsjahren und vor allem Monaten, die Glaubwürdigkeit und Neutrale Beschreibung durch Weglassen wichtiger Ereignisse aufrechtzuerhalten, was zu Anfang des Krieges nicht nötig gewesen war. Ein Lüge kann man diesen Berichten nie unterstellen, nur das man oft nur das Schöne berichtet hat.

Solche Berichte gab es schon früher, dich wurde der Propagandistische Wert erst im Zweiten Weltkrieg entdeckt, ausgebaut und in den heutigen Umständen zur eigentlichen Blüte gebracht. Informationen sind seit dem 19. Jahrhundert zunehmend ein Mittel des Krieges geworden, gegen den Feind benutzt oder/und auf das eigene Volk angewendet

Der Tag

Am 9. September zeigt Hitler zum ersten Mal ein Gesicht, dass die Militärs hätte aufhorchen lassen müssen. Es wird kein Krieg sein, der für den Gegner ehrenvoll enden soll, sondern mit einer totalen Niederlage, Bestetzung und Vernichtung. Er erlässt die Weisung Nr. 3., in der er fordert, die Operation gegen polnische Militärkräfte »mit so starken Kräften und so lange fortzuführen«, bis »den Polen der Aufbau einer zusammenhängenden, deutsche Kräfte fesselnden Front nicht mehr gelingen kann«. Im Westen dagegen, lässt er sich alle Möglichkeiten offen und reaktiert weit defensiver als gegen die Polen. An der Westfront verhalten sich die Allierten ebenso defensiv, denn außer begrenzten Operationen im Saarabschnitt, gehen auch die französischen Truppen nur zaghaft vor. Man hofft immer noch auf eine begrenzte Auseinandersetzung, die sich im Osten abspielt und da die Wehrmacht Lodz besetzt hat und nordostwärts von Warschau den Bug überschritten hat, ist es wohl fast sicher, dass dieser Krieg bald zu Ende ist.

 

Das britische War-Cabinet teilte zu dieser Zeit mit, dass die Regierung bei ihren Mobilisierungsmaßnahmen mit einer Kriegsdauer von mindestens drei Jahren rechne. Also ist für die Briten die Sachen weit kritischer und man will Vorsichtmaßnahmen treffen. Bertolt Brecht notiert in seinem Tagebuch: »Große Verwirrung richtet natürlich der deutsch-russische Pakt bei den Proletariern an. Jetzt wird womöglich Polen ohne großen Krieg unterworfen und Polen ist im Osten, nicht im Westen. Und die Union trägt vor dem Weltproletariat das fürchterliche Stigma einer Hilfeleistung an den Faschismus.«
Auch das Deutsche Reich rüstet für einen langen Krieg, bei denen die Parteigrößen in den ersten erfolgreichen Kriegstagen ordentlich die Werbetrommel rühren. In einer Rede erklärt Göring in einem Berliner Rüstungswerk u.a.: »Deutschland ist der bestgerüstetste Staat der Welt, den es überhaupt gibt. Keine Macht der Welt verfügt über so umfangreiche Produktionsstätten und Rüstungsbetriebe.« Er schließt mit den Worten: »Wenn aber das letzte Opfer von uns verlangt wird, dann geben wir es mit den Worten: wir sterben, auf dass Deutschland lebe.« Man nutzt die Wehrmachtsberichte und ihre Wirkung, denn es sind solche Meldungen des OKW: »Die große Schlacht in Polen nähert sich ihrem Höhepunkt, der Vernichtung des polnischen Feldheeres westlich der Weichsel.«, die das Volk an die Überlegenheit glauben lassen!

 

DMP empfiehlt zu diesem Thema

Das Maschinengewehr 34

MP 40


Quellen

Die Berichte des Oberkommandos der Wehrmacht 1939-1945, 5 Bände, GLB Parkland Vlgsges.Mbh, Juni 2004. (ISBN-10: 389340063X)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zeit.de/2003/07/A-Wielun (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/h ... 999.27.htm (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bromberger_Blutsonntag (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Bromberger_Blutsonntag (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmachtsbericht (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/NS-Propaganda (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://de.wikipedia.org/wiki/Polenfeldzug (Letzter Aufruf 23.03.2011)
http://www.zweiter-wk.de/Download/kv091939.html (Letzter Aufruf 23.03.2011)

 

Autor: Grenadier 72 Reg