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Vorwort

T-54

 

 

 

Vorwort



Der T 54 ist mit ca. 40.000 gebauten Fahrzeugen einer der meist produzierten Panzer der Welt und noch immer in den Streitkräften vielen Ländern vor allem im Bereich Asien und Afrika im Einsatz. Nicht zuletzt auch im Irakkrieg, wo er allerdings gegen die Amerikanischen Panzer und die Panzer deren Verbündete chancenlos war, die meisten feuerten nicht mal einen Schuss ab.

Entwicklung

Entwicklung



Gegen Ende des zweiten Weltkrieges begann man mit der Entwicklung eines Nachfolgers für den bewerten T 34. Man nahm eine größere Hauptbewaffnung in Form einer 100mm und einer 122mm Kanone für den Prototypen, jedoch mussten die Ingenieure erkennen, dass keine Kanone zu groß war, um sie effektiv im Panzer unterbringen zu können. Um dem Problem Herr zu werden, entwickelte man einfach einen neuen Turm, der dann die 100mm Kanone als Hauptbewaffnung aufnahm. Doch ein größerer Turm bedeutet auch gleichzeitig mehr Gewicht, was die Beweglichkeit den Panzers verminderte. Also nahm man als nächstes einen neuen Motor, den man als “V-54" bezeichnete. Dieser Motor hatte 520PS, die den T 54 auf 50km/h beschleunigen konnten. Rundum ausgestaltet und entwickelt ging der erste Prototyp dann gegen Ende 1945 vom Band, und wurde 1946 schließlich akzeptiert. Zu diesem Zeitpunkt stoppte man die Produktion des T 44, des Vorgängers des T 54 augenblicklich und eine kleine Anzahl von T 54 Panzern wurde gebaut bzw. vorerst getestet. Im Jahre 1947 lief die erste Kleinserie in den Panzerwerken von Nischni Tagil wie Charkiw vom Band und wurde letztendlich in Weißrussland erprobt. Und es sah fast danach aus, als wäre der T 54 -1, wie man die erste Version nannte, mehr Flop als Top. Zum einen war der Turm unvorteilhaft gestaltet und hatte eine Geschossfalle über dem Turmdrehkranz, auch sonst war der T 54 -1 längst nicht das was die folgenden Versionen erst werden sollten. Die Produktion der ersten Versionen des T 54 wurde nach 1200 Panzern gestoppt, man entfernte die Türme der bisher produzierten Fahrzeuge und verwendete diese in einem stationären Verteidigungsgürtel an der chinesischen Grenze. Nun suchten die Ingenieure nach einer Lösung für das Turmproblem und wandten ihren Blick zum IS-3, dessen Turm weit besser zu sein schien, also wurde dort die Formgebung des Turms abgekupfert und fertig war der T -54 -2. Dessen Serienproduktion lief 1949 an und bis 1951 lief eines der bis dahin besten Entwürfe diese Panzers vom Band, die je produziert wurden. Nun, im Jahre 1951 veränderte man die Form des Turms ein weiteres Mal und entfernte den Überhang am Heck des Turms. Das Ergebnis wurde dann als T -54 -3 bekannt und blieb bis zum Produktionsende mit ca. 40.000 Panzern erhalten.

Daten

Technische Daten

 


 
T-54
 
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung
4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge
6,04 m (ohne Kanone)
Breite
3,27 m
Höhe
2,4 m
Masse
36 t
 
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung
99 - 203mm
Hauptbewaffnung
1 × 100-mm-Kanone vom Typ D-10T oder D10TG
Sekundärbewaffnung
2 × 7,62-mm-MG PKT (koaxial) und 1 × 12,7-mm-MG DschK
 
Beweglichkeit
Antrieb
Dieselmotor 382 kW 520 PS (V-54)
Höchstgeschwindigkeit
50 km/h
Leistung/Gewicht
10,6 kW/t (14,4 PS/t)
Reichweite
400 km



 
Technische Daten des T-54A
 
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung
4 (Kommandant, Fahrer, Richtschütze, Ladeschütze)
Länge
9m (über alles)
Breite
3,27 m
Höhe
2,7 m
Masse
32 t
 
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung
99 - 203mm
Hauptbewaffnung
100-mm-Kanone D10TG
Sekundärbewaffnung
3 Maschinengewehre
 
Beweglichkeit
Antrieb
wassergekühlter 12-Zylinder-Dieselmotor W-54
Höchstgeschwindigkeit
30/50km/h
Leistung/Gewicht
10,6 kW/t (14,4 PS/t)
Reichweite
700 km bei Nutzung der Treibstofffässer
 
Sonderausstattung
Rauchabsauger an der Hauptbewaffnung
Tiefwatausstattung sowie eine Schnorchel
Infrarotsichtgerät sowie eine Infrarotscheinwerfer auf der Bugplatte

Varianten

Varianten des T-54

 


(T-54A der Polnischen Streitkräfte innerhalb des Warschauer Pakts)




Es gab insgesamt fünf Varianten des T-54, den T-54-1, T54-2, T54-3, T54A und den T-54B.
Der T54-1 war die erste Variante, die nur in geringen Stückzahlen gebaut wurde, da er eine ungünstige Formgebung besaß und nicht zuletzt auch wegen der Geschossfalle über dem Turmdrehkranz.
Die zweite Variante des T-54 der T-54-2 besaß den neu gestalteten Turm, eine breitere Kette (580mm) sowie einen Ölfilter für den Motor und eine Vorheizeinrichtung, was dem Panzer im kalten Klima Russlands durchaus Vorteile verschaffen konnte. Die dritte Variante, der T54-3 besaß einen wiederum überarbeiteten Turm ohne Überhang am Heck, was sich als durchaus brillant erwies. Da der Turm nun völlig Rund war und keinerlei Ecken und Kanten aufwies, die sich als potentielle geschossfallen herausstellen können, wurde dieser Panzer zu dem am meisten produzierten Modell seiner Serie. Der Richtschütze bekam eine modernere Optik, und der Rest der Elektronik wurde für einen besseren Schutz vor Verschmutzung und Staub neu versiegelt. Desweiteren bekam der T54-3 einen Adapter zur Anbringung eines Minenräumgerätes, dieses Gerät war 8,8 Tonnen schwer bzw. konnte man mit dem zwei 1,3 Meter breite Gassen frei räumen, was allerdings den Nachteil hatte, dass der Motor sowie das Getriebe stark beansprucht wurden. Dies wiederum zu früheren Verschleißerscheinungen führen konnte.
Der T54A war der erste Panzer der Sowjets mit einem Stabilisierungssystem, wie es auch der M4 Sherman der Amerikaner besaß, was trotz der lediglich vertikalen Wirkung des Systems die Treffergenauigkeit drastisch erhöhte. Der Panzer hatte nun auch eine Absaugvorrichtung an der Kanone, die der Besatzung im inneren zu Gute kam, da hierdurch das Eindringen von Pulvergasen in das Innere des Panzers vermieden wurde. Die Neuerung, die den T54A von den restlichen Versionen unterschied, war jedoch die Tiefwatausstattung, die dem Panzer ermöglichte, Gewässer von bis zu fünf Metern Tiefe sowie 700m Breite zu durchqueren. Probleme gab es lediglich bei einer höheren Strömungsgeschwindigkeit als 1,5 Meter pro Sekunde. Ermöglicht wurde dies indem man alle Öffnungen des Panzers wasserdicht verschloss und einen Schnorchel anbrachte. Es dauerte etwa 70 Minuten bis der Panzer klar war zum Tauchen und es dauerte weitere 15 Minuten um die gesamte Ausstattung nach dem Tauchvorgang zu entfernen sowie weitere 30 Sekunden bis der Panzer wieder schussbereit war. Die Krönung der Verbesserung des T-54A war ein Infrarotsichtgerät sowie ein Infrarotscheinwerfer, somit war der T-54A auch Nachts einsatzbereit. Die letzte Version war der T-54B wurde im Bereich der Nachttauglichkeit entscheidend verbessert , er verfügte nun über den Infrarotscheinwerfer an der Turmfront sowie einen weiteren kleinen Infrarotscheinwerfer an der Kommandoluke, wodurch der Kommandant nun ebenfalls in der Nacht den Durchblick behalten konnte. Die Optik des Richtschützen wurde mit einem Tag- und Nachtsichtkanal versehen. Das Stabilisierungssystem wurde ebenfalls verbessert und stabilisierte die Kanone jetzt auch horizontal anstatt nur vertikal. Desweiteren konnte man den Turm jetzt auch eklektisch drehen, innerhalb von 30 Sekunden um 360° was den Motor unter anderem ein wenig entlastete.

Einsatz

Einsätze des T54

 

Zum ersten Mal kam der T54 im Volksaufstand in Ungarn um 1956 zum Einsatz, und trug dabei zur Niederschlagung des Aufstandes bei. Doch einen großen Haken hatte die Sache, denn einige Panzer gingen dabei verloren und wurden sogar von den Aufständischen erbeutet bzw. einfach auf das Gelände der britischen Botschaft gefahren. Dies führte wiederum dazu, dass die Briten das Fahrzeug untersuchten und ihrerseits eine Kanone entwickelten, um den T54 im Ernstfall effektiv bekämpfen zu können. Seinen ersten wirklich großen Einsatz hatte der T54 im Jahre 1973 im Jom Kippur Krieg, dort kam der T54 auf seitens Ägyptens und Syriens gegen den Israelischen Centurion und M60 zum Einsatz.
In diesem Krieg erwies sich das Alter des T54 mit inzwischen 20 Jahren als fatal, er war den Israelischen Panzern einfach nicht mehr gewachsen, hinzu kamen die verhältnismäßig schlecht ausgebildeten ägyptischen und syrischen Truppen. In Asien kam er ebenfalls zwischen Indien und Pakistan zum Einsatz, beide Seiten setzten den T54 ein. Einen weit größeren Einsatz, wenn nicht gar den größten überhaupt hatte der T54 im Vietnam Krieg. Als der Vietnamkrieg 1971 zwischen Nord- und Südvietnam begann, wurden in Gefechten in einer Provinz von Laos ca. 90 T-54 zerstört, wobei die Südvietnamesen mit ihren Amerikanischen M48 weniger Verluste erfuhren.
Die Verluste der Nord Vietnamesen wurden zunehmend größer als der Südliche Kontrahent Lenkraketen zur Panzerbekämpfung einsetzte gegen die der T54 einfach chancenlos war, bis 1972 wurden ca. 400 T54 abgeschossen. Desweiteren kam der T54 in zahlreichen Unabhängigkeitskriegen der ehemaligen Kolonialstaaten in Afrika zum Einsatz, da diese tatkräftig von der Sowjetunion mit Waffenmaterial unterstützt wurden. Ein weiterer Einsatz war unter anderem in den Golfkriegen, in denen sowjetische und chinesische Panzer gegeneinander kämpften. Die chinesischen Panzer waren jedoch meist nichts anderes als Sowjetische Kopien. Im zweiten Golfkrieg kämpfte der T54 unter anderem gegen die Panzer der Koalitionstruppen, was sich als fatal erwies, denn der inzwischen gänzlich veraltete T54 hatte den amerikanischen Panzern so gut wie nichts entgegen zu setzen.

 

 

Zum Schluss

Schlusswort



Der T54 war einer der meist produziertesten Panzer der Welt, auch wenn er schon gänzlich veraltet ist wird er in noch vielen Staaten der zweiten und dritten Welt eingesetzt und teils modernisiert. Und wer weiß in welchen Konflikten oder Bürgerkriegen er in der Zukunft noch angetroffen wird, gegen die modernen Panzer Europas, Amerikas und Asiens ist er auf jeden Fall ein Schuss in den Ofen, was man zuletzt im zweiten Golfkrieg und dem amerikanischen Einmarsch im Irak beobachten konnte. Dort wurden die irakischen Panzer meist abgeschossen noch bevor die Besatzung überhaupt den Feind sehen konnte oder gar bemerkt hatten.