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Das Thema

Die Revolution - MP 7

 

 

 

Die neue MP 7 tritt das Erbe des wohl größten deutschen Verkaufsschlager unter den Maschinenpistolen, der MP 5, an. Es handelt sich bei dieser Waffe um einen verriegelten Gasdrucklader mit bewährtem Drehkopfwarzenverschluss.

Geschichte

Vorgänger und Geschichte

 

Doch gehen wir erst etwas weiter zurück. Die MP 40 (Erfurter Maschinenfabrik Geipel - ERMA), eine Weiterentwicklung der MP 38 aus dem Jahr 1938, wurde seit Anfang 1940 hergestellt und war die Standardmaschinenpistole der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg (die technisch identische Version der MP 41 wurde ausschließlich für den Export und Polizeieinheiten produziert). Sie war der Urvater der deutschen Maschinenpistolen und stellte auch die technische Grundlage für eine Weiterentwicklung in der Nachkriegszeit.

 

 

 

Links die MP 40 - Rechts die MP 5

 

Beitrag zur MP 40

 

Die charakteristische Form und Zuverlässigkeit machte die MP 40 beim deutschen Soldaten beliebt und bei seinen Gegner gefürchtet. Eine optimale Ausgangslage auch für den wirtschaftlichen Erfolg nach dem Krieg. Dafür sprechen die Verwendung nach dem Krieg in Israel (offizielle Maschinenpistole der israelischen Fallschirmjäger) und anderswo.
Die MP 5 war ihr legitimer Nachfolger und technisch wieder ein Meilenstein. So war sie 1966 nicht nur die erste aufschießende Maschinenpistole, die in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt wurde, sondern auch technisch auf dem neusten Stand. Dafür sprechen die Verkaufszahlen und ihr weltweiter Erfolg. Genutzt und beliebt wurde die MP 5 hauptsächlich bei Polizei- und Spezialeinheiten und das in mehr als 50 Staaten. Sie gehört dabei neben der Uzi zu den weltweit am meisten verbreiteten Maschinenpistolen. So hatte das deutsche Unternehmen Heckler & Koch (HK) das Potenzial dieser Waffe genutzt, weiter ausgebaut und den Erfolg mit dieser Waffe für sich gepachtet. Die MP5 bildet dabei eine eigene modulare Waffenfamilie.

 

    Standardmodell - MP5A
    Die MP5K (K für kurz)
    MP5SD (SD für Schalldämpfer) - Für Überschallmunition geeignet und damit lange Zeit Weltmarktführer.


Die Vielseitigkeit zeichnet diese Waffe und dominiert, bis auf wenige Ausnahmen (nur die FN P90, MAC-10 oder auch das österreichische Steyr AUG können als „ernsthafte“ Konkurrenz bezeichnet werden), die weltweiten Spezialeinheiten (US- NAVY SEAL´s, Feldjäger, KSK, Kampfschwimmer, Fremdenlegion u. a.).
 

Die einzige wirkliche Konkurrenz kommt aus eigenem Hause und ist gleichzeitig eine Weiterentwicklung der MP 5.

 

 



Die MP 7 gilt schon heute als Revolution unter den „Persönlichen Verteidigungswaffen“ (PDW, Personal Defence Weapon). Sie erfüllt nicht nur die Anforderungen des NATO PANEL V, sondern verbindet auch mehrere Waffentypen miteinander.

Eine Revolution

MP 7 - Die Revolution

 

Eine neue Generation in der langen Geschichte deutscher Maschinenpistolen

 

Die MP 7 steht für einen neuen Ausrüstungsstandard bei Militär- und Sicherheitseinheiten im Nahkampf und in persönlichen Verteidigungssituationen bei mittleren Entfernungen. So entsprechen das Gewicht und die Handhabung einer normalen Pistole, die hohe Kadenz einer Maschinenpistole und die Durchschlagskraft einem Sturmgewehr. Die MP 7 gilt dabei als neuster Stand der Entwicklung dieser Kombination von verschieden Waffentypen. Sie entspricht damit den neusten Anforderungen der Militärstreitkräfte in der ganzen Welt.
Die Bedienbarkeit der MP7 wurde auch deshalb bewusst konventionell ausgelegt. Feuerwahl-, Magazinauslöse-, Verschlussauslöse- und Durchladehebel für Links- und Rechtshänder gleichermaßen gut bedienbar.

 

 

 

 

 

Technik

Technik und Fakten

 

 

 

Eine Besonderheit ist der Nachlademechanismus: Nachdem die Waffe leer geschossen ist und der Verschluss in geöffneter Stellung stehen bleibt, kann der Schütze im Anschlag bleiben, das Auge weiter auf dem Ziel halten, das leere Magazin mittels Magazinauslöser nach unten herausfallen lassen, ein neues Magazin einführen und ist nach Betätigen des Verschlussauslösehebels sofort wieder feuerbereit, ohne aus dem Anschlag gehen zu müssen, um den Durchladehebel zu bedienen. Damit wird die Waffe ungemein handlich und spart dem Soldat im Gefecht wertvolle Sekunden. Der Nahkampf wird so zum Vorteil und kann den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten.

 


 
Einführungsjahr 2002
 
Kaliber:
4,6mm
Hülsenlänge:
30 mm
Patrone:
4,6 mm x 30 mm
Geschossaustrittsgeschwindigkeit
an der Mündung:
725 m/s
Rohrlänge:
180 mm
(Der Lauf ist kalt gehämmert
und innen hart verchromt,
Mündungsfeuerdämpfer)
Gewicht mit gefülltem Magazin:
4,47 kg
Kampfentfernung:
bis 200 m
Anzahl Patronen im Magazin:
20 Patronen oder 40 Patronen
jeweils in 2 Reihen angeordnet
Visierung:
Auf dem Gehäuse kann die Picatinny-Schiene die unterschiedlichsten Optiken aufnehmen

 

Die Kleinkaliber-Patronen vom Kaliber 4,6 × 30 mm gewährleisten eine hohe Durchschlagskraft bei geringem Rückstoß. Damit kann sie auch den neusten Kevlarschutz durchbrechen (auf 200m) und die hohen Anforderungen von der NATO mehr als erfüllen (Wurde um das vierfache übertroffen). Vor allem aber die Ausmaße der Waffe, mit 42 Zentimetern Länge (Schulterstütze nicht ausgezogen), und dem geringen Gewicht (1,9 kg ohne Magazin), machen die Waffe auch für private Sicherheitsunternehmen sehr interessant.

 

Informationen zu den neuen Patronen



HK produziert im gleichen Kaliber eine Handfeuerwaffe, die HK UCP (Ultimate Combat Pistol - P46), die Magazine sind nicht identisch. Sie gilt als Nachfolgerin der legendären 9x19mm Luger.

Die technische Kompatibilität mit anderen erprobten Waffentypen ((US) M 16, (D) G36 A1 und G36 K, (GB) SA80) erleichtert den Umgang mit der Waffe, nutzt alle erprobten waffentechnischen Errungenschaften (Verschlusssystem (M 16, G36, SA 80), glasfaserverstärktem Polyamid (G36), Nachtsichtvorsatz NSV 80 (G22) u. a.) und vereint sie in dieser einzigartigen Waffe.

Neue Generation

Die neue Generation

 

 

 

Damit offenbart sich das große Potenzial der Waffe, seiner Vielseitigkeit im Einsatz und großen Bandbreite in der Anwendung. Neben den bis heute eingeführten Modifikationen werden mit Sicherheit noch einige dazukommen, auch weil die Waffe den optimalen Grundbau für solche Erweiterungen bilden kann.
Eine Revolution, vor allem für die Bundeswehr, ist es deshalb, weil mit der MP 7 die Waffentechnologie der Maschinenpistolen aus den 60er Jahren, auf die noch heute der größte Teil der eingesetzten dieses Waffentyps basieren, veraltet ist. Sie ist eine Waffe des neuen Jahrtausends und eine Revolution im Hinblick auf die neuen Anforderungen an Waffen in heutigen Konflikten.
Eine wirkliche Konkurrenz für die Zukunft wird wohl nur das belgische FN P90 darstellen. Beide, die MP 7 und das P 90 sind von ihrer Aufgabenstellung her definitiv Zwitter zwischen Maschinenpistole und Sturmgewehr und bilden als sogenannte Personal Defence Weapons die Zukunft der Waffentechnologie.

Im Jahre 2000 wurde die Waffe vorgestellt, die Produktion begann 2001. Kurz danach wurde sie dann von der Bundeswehr, der deutschen Polizei und den deutschen Spezialeinheiten (KSK, SEK, GSG 9) eingeführt. Das britische Militär hat 2005 erwogen die Waffe für ihre Spezialeinheiten einzufügen und auch Süd-Korea gehört zu den vielen weiteren Interessenten.

 

Infanterie - Neue Waffen in der Truppe

 

 

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/HK_MP7 (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/HK_UCP (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://wiki.waffen-online.de/index.php/MP7 (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://wapedia.mobi/de/Maschinenpistole (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://www.hkpro.com/index.php?option=c ... &id=88:mp7 (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://www.marine.de/portal/a/marine/kc ... ontent.jsp (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://www.streitkraeftebasis.de/portal ... ontent.jsp (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://www.heckler-koch.de/HKWebText/de ... 26/92/4/20 (Letzter Aufruf 13.10.2009)
http://world.guns.ru/smg/smg49-e.htm (Letzter Aufruf 13.10.2009)



Autor: Freiherr von Woye