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Das Thema

Maxim PM 1910

 

Pulemjot Maxim obrasza 1910 goda

 

 

Geschichte

Geschichtliches



Das Maxim PM 1910 schwere Maschinengewehr war ein Lizenznachbau des von Hiram Maxim entwickelten Urahnen dieses MG´s. Sie war die erste Waffe die beim feuern, die entstehenden Rückstoßgase für einen automatischen Lade- und Ausstoß-Vorgang nutzte. Das "Maxim-System" war in ganz Europa verbreitet und erfolgreich, ähnlich wie Deutschland mit dem MG 08, Frankreich mit der Hotchkiss und in Großbritannien mit dem Vickers-MG. Russland selber kaufte zunächst solche Modelle von Großbritannien und begann gegen 1904 selbst Ersatzläufe in einer Fabrik in Tula zu fertigen. Den ersten Einsatz erlebten sie im russisch-japanischen Krieg 1904/05. Insbesondere bei den Kämpfen um Port Arthur und dem anschließenden Stellungskrieg in der Mandschurei, stoppten sie viele japanische Vorstöße. Ab 1905 wurden in Lizenz Kopien mit einem Wassertank aus Bronze als Modell PM 1905 gefertigt. 1910 wurde sie mit verschiedenen Verbesserungen als PM 1910 weitergeführt. Wobei der Bedarf dieser Waffe nie gedeckt werden konnte, weder im Russischen Zarenreich oder der Sowjetunion. So waren bei Ausbruch des 1. Weltkriegs insgesamt nur 4.157 Stück verfügbar. Bis 1916 konnte der Ausstoß auf immerhin 1.600 Stück monatlich gesteigert werden, was den Bedarf aber immer noch bei weitem nicht decken konnte. Mit der Machtübernahme der Bolschewiken brach die Wirtschaft zusammen, sodass Ende 1918 nur noch maximal 30 MGs im Monat die Fabrik verließen. Um die Rote Armee wirkungsvoll aufrüsten zu können, wurden massive Anstrengungen unternommen, die Waffenproduktion zu steigern. Versuche ein modernes MG zu entwickeln, dass die Maxim ablösen sollte, schlugen zunächst fehl und man konnte erst 1943 mit der Gorjunow SG-43 einen Ersatz zu Verfügung stellen. Deswegen wurde sie in riesigen Stückzahlen gefertigt (allein 1942 55.258). Aber auch nach Produktionsende blieb sie in Gebrauch, große Mengen wurden in die Volksrepublik China und in die Volksrepublik Korea weitergegeben, so fand diese zuverlässige Konstruktion noch im Korea Krieg Verwendung. In China sogar bis in die 1970er Jahre. Außerdem konnte sie zur Fliegerabwehr eingesetzt werden, die Radlafette war sehr robust und aufgrund ihrer geringen Höhe auch akzeptabel (das gleiche Modell wurde im 1. Weltkrieg verwendet). Der Schutzschild erfüllte auch seinen Zweck, aber mit ihm war es schwer eine getarnte Stellung zu beziehen. Ebenfalls gab es für den Winter Kufen, welche auf die Räder montiert werden konnte.


Technik

Technik



Das Maxim PM 1910 Maschinengewehr ist eine Automatische Waffe, das eine Wasserkühlung, in Form eines Tanks um den Lauf besaß. Dieser meist gewellte Tank, war aus Stahl und hatte ein Fassungsvermögen von 4 Litern. In späteren Versionen wurde die Düse zum Einfüllen von Wasser vergrößert, sodass man auch Schnee und Eis einfüllen konnte. Die Munition wurde über einen Gurt von rechts nach links eingeführt, dabei ist nur automatisches Feuern möglich. Die Patronenhülsen fallen nach vorne unter dem Lauf heraus. Um das Feuer des MG zu steuern hat es vertikale Griffe die sich hinten befinden, dazwischen liegt der Auslöse-Mechanismus. Das Maschinengewehr war auf Rädern montiert und hatte einen Stahlschutzschild wobei man auch im Winter Kufen montieren konnte. In Modifikationen von 1930 wurden Abzug und Verschluss überarbeitet, sodass es besser mit Schmutz fertig werden konnte. 1941/42 wurde sie dann erneut bearbeitet, um ohne größere mechanische Arbeiten an der Waffe, optional auch das 1930 eingeführte, schwerere Geschoss der Standardmunition benutzen zu können. Bis dahin waren Arbeiten in einer Waffenmeisterei für eine Umstellung nötig.


Daten


 
Daten
 
 
Allgemeine Information
Einsatzland:
Russisches Zarenreich,
Sowjetunion,
China,
Nordkorea,
Vietnam
Entwickler/
Hersteller:
Hiram Maxim,
Tulski Oruscheiny Sawod
Herstellerland:
Russland, Sowjetunion
Produktionszeit:
1912 bis 1945
Waffenkategorie:
Maschinengewehr
 
Maße
Gesamtlänge:
1.067 mm
Gewicht:
(mit leerem Magazin): 23,8 kg
Lauflänge:
721 mm
 
Technische Daten
Kaliber:
7,62 × 54 mm R
Mögliche Magazinfüllungen:
250 Patronen
Munitionszufuhr:
Munitionsgurte aus Textil
Kadenz:
500 - 600 Schuss/min
Mündungsgeschwindigkeit Projektil (V0):
860 m/s
Anzahl Züge:
4
Drall:
Rechts
Verschluss:
Kniegelenk- Verschluss
Ladeprinzip:
Rückstoßlader
 
Folgende Produktionszahlen sind belegt
1919:
6.270 Stück
1931:
16.305Stück
1933:
8.637 Stück
1934:
4.899 Stück
1935:
4.409 Stück
1937:
8.052 Stück
1938:
16.094 Stück
1940:
4.049 Stück
1941:
9.691 Stück
1942:
55.258 Stück


Quellen

Wikipedia.org(zugriff: 14.11.2009)
Panzerfreund.de(zugriff: 14.11.2009)
Voiska.su (Russisch)(zugriff: 14.11.2009)
World.Guns.ru (Russisch)(zugriff: 14.11.2009)
Wapedia.mobi(zugriff: 14.11.2009)
Reiner Lidschun/Günther Wollert:"Infanteriewaffen - Ilustrierte Enzyklopädie der Infanteriewaffen aus aller Welt- Infanteriewaffen (1918 - 1945) Band II", Brandenburgisches Verlagshaus als Lizenzausgabe der RM Buch- und Medien Vertriebs GmbH, 3. Auflage 1999, ISBN nicht angegeben


Videos:
http://www.youtube.com/watch?v=pIpQ3JvcbV8&feature=fvw
http://www.youtube.com/watch?v=AdU2erseKSc&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=UdQArmIvVgo&feature=related



Autor TIWAZ / Kai der Große / tom!