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Das Thema

Maschinenpistole M3 Grease Gun

 


Daten


 

 
Technische Daten
Kaliber:
.45
Patrone:
.45 ACP (11,43 x 23)
v0:
280m/s
Länge:
560 mm
Lauflänge:
203mm
Züge/Richtung:
4/r
Feuergeschwindigkeit:
400 Schuss/min
Munitionszuführung:
gerades Stangenmagazin mit 30 Schuss
Einsatzschussweite:
100m
Masse ungeladen:
3,3kg


Geschichte

 

Geschichte:
Die Waffe wurde von dem in Deutschland geborenen Ingenieur George J. Hyde entwickelt.
Hyde war bereits im 1.Weltkrieg an der Entwicklung von Maschinengewehren in Deutschland beteiligt und wanderte 1926 in die USA aus wo er sich mit der Konstruktion von Sportwaffen beschäftigte.
Er entwickelt drei unterschiedliche MP’s die jedoch von den US-Militärs 1938 abgelehnt wurden. Dennoch entwickelt er eine dieser Maschinenpistolen für eine Firma weiter.
Als diese dann im April 1942 getest wurde bahnte sich für ihn der Erfolg an.
Nach einer kurzen Weiterentwicklung und einem erneuerten Test wurde sie 13. April 1942 zur Ordonnanzwaffe erklärt und am 10. Juni erfolgte der erste Auftrag, der jedoch wegen Produktionsmängel gestoppt wurde.
Jedoch hatte Hyde bereits mit der Konstruktion einer neuen Maschinenpistole begonnen, die sogar folgenden Kriterien entsprach: Ganzmetallkonstruktion, umrüstbar von .45 ACP auf 9mm Munition und von den Fertigungskosten nicht teuer als die britische Sten-MP.
Innerhalb eines Monats gelang es die MP zu konstruieren und eine Versuchswaffe zu produzieren, welche dann vom 18. bis 24. November 1942 mit guten Ergebnissen getestet wurde. Bereits einen Monat später übernahm die US-Armee die Konstruktion als MP M3 als Ordonnanzwaffe.
Die Produktion begann Ende Januar 1943, dabei sollten ab September 1943 70 000 Stück der MP pro Monat gefertigt werden, jedoch konnten nie mehr 40 000 Stück pro Monat produziert werden.
Obwohl sich die Waffe im Allgemeinen bewährte, wurde sie jedoch von der Truppe nur ungern benutzt, da die meisten Soldaten auf ihre Thomson nur ungern verzichteten.
Aufgrund ihres Aussehens, wurde die Waffe meistens als Grease Gun (Fettspritze) oder aber auch Westentaschen-Haubitze (Vest-pocket howitzer) bezeichnet.
Die Maschinenpistolen wurden jedoch nicht nur an die Armee ausgegeben, sondern auch über Luftabwürfe an Partisanenverbände geliefert.
Die MP M3 gehörte bis Ende der 50iger Jahre zur Ausrüstung der US-Armee, wurde aber in einigen Ländern bis in die 80iger verwendet.

 


Beschreibung

 

Waffenbeschreibung:
Es handelt sich bei dieser MP um einen Rückstoßlader, mit feststehenden Lauf und unverriegelten Feder- Masseverschluss. Nach dem Abfeuern der Waffe sorgen die Pulvergase für ein Ausstoßen der leeren Hülse indem der Verschluss nach hinten gedrückt wird und die beiden Rückstellfedern spannt. Erreicht der Verschluss seine hintere Stellung sorgen die Federn dafür, dass der Verschluss wieder nach vorne gleitet, dabei wird eine neue Patrone aus dem Magazin in die Patronenkammer gebracht und die Waffe ist wieder Feuerbereit.
Eine Besonderheit dieser Waffe ist ein Deckel über der Auswurföffnung, der gleichzeitig die Sicherung der Waffe ist, eine weitere Besonderheit ist, dass sie mit wenigen Handgriffen auf das Kaliber 9mm umstellbar ist dazu müssen nur einige Teile ausgetauscht werden.
 

 


Munition

Munition:


Die Munition wurde von John Moses Browning für die Pistole M1911 entwickelt und beruhte auf der Gewehrpatrone .30-03.
Die Patrone .45 ACP war die Standartpatrone der USA im 2. Weltkrieg für Handfeuerwaffen und Maschinenpistolen.
 

 

 


 
Daten Munition
 
Kaliber:
.45 / 11,43
Masse der Patrone:
21g
Masse des Geschosses:
14,9g
Masse der Pulverladung:
ca. 0,36g
v0:
820-850 m/s
E0:
3261-3793 J


Quellen

Buch: Enzyklopädie der Infanteriewaffen, 1918 bis 1945, Band 1&2; Reiner Lidschun, Günther Wollert; BECHTERMÜNZ; ISBN: 3-8289-0406-8
Buch: Waffentechnik im zweiten Weltkrieg; Alexander Lüdeke; Parragon Books Ltd; ISBN: 978-1-4054-8584-5

Videos:
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Autor: Viper