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Das Thema

 

 

   

 


Entwicklung

 

 

Das atomgetriebene Jagd-U-Boot(SSN) der Los Angeles-Klasse ist der Nachfolger der Sturgeon-Klasse und sie ist Vorgänger der Virginia-Klasse. Auch heute noch ist die zwischen 1972 und 1992 gebaute Los Angeles-Klasse eines der modernsten U-Boote der Welt. Nur die Sowjet bzw. russischen U-Boote und heutzutage auch wieder die deutschen U-Boote, reichen an diese Bauart ran. Bei den deutschen U-Booten ist jedoch zu beachten, dass es sich hier nur um normale U-Boote handelt. Sie sind lediglich die (aktuell) modernsten der Welt. Das sowjetische Gegenstück zur Los Angeles-Klasse ist die sowjetische Akula-Klasse. Benannt sind die U-Boote traditionell nach US-Städten, die russischen nach natürlichen Phänomenen und biologischen Vorbildern.
Die Planungen begannen in den frühen 60er Jahren als erstmals Rufe nach einem Nachfolger für die Sturgeon-Klasse laut wurden. 1969 schließlich entschied sich der Naval Sea Systems Command(NAVSEA) des Marine-Oberkommandos gegen die Entwürfe "Conform", welche hauptsächlich auf geringe Geräuschentwicklung und mehr Komfort für die Mannschaft ausgelegt waren. Stattdessen wählte man den Entwurf von Admiral Hyman Rickover, dem Vater der Nuklearmarine. Sein Entwurf lieferte auch eine geringe Geräuschentwicklung und einen etwas gesteigerten Komfort der Mannschaft, jedoch nicht in dem Ausmaße wie es in den "Conform"-Entwürfen der Fall war. Der wohl wichtigste Faktor bei der Wahl war die hohe Wendigkeit sowie die hohe Geschwindigkeit. Die Entscheidung von NAVSEA für Rickover's Entwurf kam ziemlich überraschend. Ausschlaggebend dafür war ein Vorfall vor Vietnam Anfang 1969:
Ein sowjetisches U-Boot der November-Klasse lief aus seinem Hafen auf der Halbinsel Kamschatka aus, mit dem Auftrag die USS Enterprise abzufangen. Die USS Enterprise ging mitsamt ihrem Geleit auf eine hohe Geschwindigkeit, konnten das sowjetische U-Boot jedoch nicht abhängen. Dieser Vorfall machte die Verwundbarkeit der Trägerflotte im Zeitalter der technischen U-Boot Entwicklung klar. Die Bedrohung und die aktuellen Lage zwangen die Marineführung zum Handeln. Um einen Schutz auch durch SSN zu gewährleisten wurde somit Rickovers Entwurf gewählt.
Die ersten 12 Exemplare der Los Angeles-Klasse wurden von der "Electric Boat" Werft in Groton, Connecticut gebaut, fünf von ihnen wurden jedoch wegen Fehlern beim Schweißen des Rumpfes von der Newport News Shipbuilding in Newport, Virginia gebaut. Im Jahre 1980 wurden unter Präsident Ronald Reagan in seinem "Marine-der-600-Schiffe"-Programm weitere U-Boote der Los Angeles-Klasse des Musters "Flight II" gebaut, also eine verbesserte Version. Später wurden auch noch 24 Einheiten des Baumusters Flight III gebaut. Einige U-Boote wurden und werden zur Erforschung der Polargebiete und zum Auffinden von Ressourcen verwendet.

 


Daten


 

 

Technische Daten
aufgetaucht:
getaucht :
6300 Standarttonnen,
6900-7100 Standarttonnen Verdrängung
Länge : 110 Meter
Breite : 10 Meter
Tiefgang : 9,5 Meter
maximale offizielle Tauchtiefe : 300 Meter, Zerstörungstiefe 755 Meter
Besatzung : 132
Bewaffnung: 4 533mm Torpedorohre, ab Flight II (SSN-719 USS Providence) zusätzlich noch 12 VLS Startrohre (Lenkwaffenstartrohre).
Der Antrieb besteht aus einem Propeller, welcher von einem S6G-Druckwasserreaktor mit Energie versorgt wird.
Die Geschwindigkeit liegt damit bei 30+kn, im Notfall kurzzeitig deutlich drüber.


Baubeginn

 

Die Los Angeles-Klasse war dank ihrer Manövrierfähigkeit schon immer ein angsteinflößendes Schiff gewesen. Seit der USS Providence (SSN-719) begann der Bau des Baumusters Flight II. Viele andere Schiffe wurden später noch modernisiert bzw. nachgerüstet. Aufgrund der eher geringen Geräuschentwicklung und der dadurch resultierenden schweren Ortbarkeit des Schiffes, unterschieden viele Kapitäne nur noch zwischen ihrem Schiff und Beute. Seit Flight II besitzen die U-Boote der Los Angeles-Klasse 12 Startrampen vor allem aber Lenkwaffen, was ihr Angriffspotenzial mehr als verdoppelte. Die wurden somit ebenfalls zu Waffen des Gegenschlags bzw. Präventivschlages in einem Atomkrieg. Die Los Angeles Klasse wurde damit zu einem marinetechnischen „Brücken“-Klasse zwischen Boomer (klassischen Nuklear-U-Booten als Startrampen für Nuklearraketen) und Jadg-U-Booten.
Mit ihrer hohen Geschwindigkeit konnte diese Schiffsklasse mit den meisten anderen Schiffen mithalten. Der Reaktor der Schiffe war in Flight I sowie in Flight II der S6G Druckwasserreaktor. Der Kern vom Typ D1G-2 brachte eine Leistung von 148 Megawatt, in den neueren des Baumusters Flight III läuft ein Kern vom Typ D2W mit 165 Megawatt Leistung. Dies bedeutet für die Schiffe des Flight I und Flight II eine Leistung 29.500 PS und für die Schiffe von Flight III eine Leistung von 32.500 PS. Die Baumuster Flight I sowie Flight II können somit mit einer Reaktorfüllung rund 15-20 Jahre unterwegs sein. Schiffe des Baumusters Flight III können sogar über 40 Jahre unterwegs sein und werden somit voraussichtlich nie eine Nachfüllung benötigen. Kommt es zu einer Überholung des Schiffes werden alle Schiffe mit dem neuen Kern vom Typ D2W ausgerüstet.
Die Munition des Baumusters Flight I bestand aus Mark48 ADCAP Torpedos mit einer Reichweite von 35 Kilometern (etwa 19 Seemeilen). Die Lenkflugkörper sind UGM-84F Sub-Harpoon mit einer Reichweite von 125 Kilometern, was etwa 67 Seemeilen entspricht. Außerdem können die Schiffe UGM-109 Lenkflugkörper tragen, die über eine Reichweite von über 1000 Kilometer besitzen. Sie sind besser bekannt unter dem Namen "Tomahawk".


U-Boot Liste

 

Auflistung der Schiffe der Los Angeles-Klasse:

Name
Kennung
Kiellegung
Stapellauf
Indienststellung
Außerdienststellung
Baumuster
Stützpunkt
USS Los Angeles
(SSN-688)
1972
6. April 1974
13. November 1976
4. Februar 2011
Flight I Typschiff
 
USS Baton Rouge
(SSN-689)
1972
26. April 1975
25. Juni 1977
13. Januar 1995
Flight I
 
USS Philadelphia
(SSN-690)
1972
19. Oktober 1974
25. Juni 1977
25. Juni 2010
Flight I
 
USS Memphis
(SSN-691)
1973
3. April 1976
17. Dezember 1977
1. April 2011
Flight I
 
USS Omaha
(SSN-692)
1973
21. Februar 1976
11. März 1978
5. Oktober 1995
Flight I
 
USS Cincinnati
(SSN-693)
1974
19. Februar 1977
10. Juni 1978
22. Dezember 1997
Flight I
 
USS Groton
(SSN-694)
1973
9. Oktober 1976
8. Juli 1978
7. November 1997
Flight I
 
USS Birmingham
(SSN-695)
1975
29. Oktober 1977
16. Dezember 1978
22. Dezember 1997
Flight I
 
USS New York City
(SSN-696)
1973
18. Juni 1977
3. März 1979
30. April 1997
Flight I
 
USS Indianapolis
(SSN-697)
1974
30. Juli 1977
5. Januar 1980
22. Dezember 1998
Flight I
 
USS Bremerton
(SSN-698)
1976
22. Juli 1978
28. März 1981
 
Flight I
Pearl Harbor
USS Jacksonville
(SSN-699)
1976
18. November 1978
16. Mai 1981
 
Flight I
Pearl Harbor
USS Dallas
(SSN-700)
1976
28. April 1979
18. Juli 1981
 
Flight I
Groton
USS La Jolla
(SSN-701)
1976
11. August 1979
30. September 1981
 
Flight I
Pearl Harbor
USS Phoenix
(SSN-702)
1977
8. Dezember 1979
19. Dezember 1981
29. Juli 1998
Flight I
 
USS Boston
(SSN-703)
1978
19. April 1980
30. Januar 1982
19. November 1999
Flight I
 
USS Baltimore
(SSN-704)
1979
13. Dezember 1980
24. Juli 1982
10. Juli 1998
Flight I
 
USS City of Corpus Christi
(SSN-705)
1979
25. April 1981
8. Januar 1983
 
Flight I
Pearl Harbor
USS Albuquerque
(SSN-706)
1979
13. März 1982
21. Mai 1983
 
Flight I
San Diego
USS Portsmouth
(SSN-707)
1980
18. September 1982
1. Oktober 1983
10. September 2004
Flight I
 
USS Minneapolis-Saint Paul
(SSN-708)
1981
19. März 1983
10. März 1984
28. August 2008
Flight I
 
USS Hyman G. Rickover
(SSN-709)
1981
27. August 1983
21. Juli 1984
17. Dezember 2007
Flight I
 
USS Augusta
(SSN-710)
1982
21. Januar 1984
19. Januar 1985
11. Februar 2009
Flight I
 
USS San Francisco
(SSN-711)
1977
27. Oktober 1979
24. April 1981
 
Flight I
San Diego
USS Atlanta
(SSN-712)
1978
16. August 1980
6. März 1982
16. Dezember 1999
Flight I
 
USS Houston
(SSN-713)
1979
21. März 1981
25. September 1982
 
Flight I
Guam
USS Norfolk
(SSN-714)
1979
31. Oktober 1981
21. Mai 1983
 
Flight I
Norfolk
USS Buffalo
(SSN-715)
1980
8. Mai 1982
5. November 1983
 
Flight I
Guam
USS Salt Lake City
(SSN-716)
1980
16. Oktober 1982
12. Mai 1984
15. Januar 2006
Flight I
 
USS Olympia
(SSN-717)
1981
30. April 1983
17. November 1984
 
Flight I
Pearl Harbor
USS Honolulu
(SSN-718)
1981
24. September 1983
6. Juli 1985
2. November 2007
Flight I
 
USS Providence
(SSN-719)
1982
4. August 1984
27. Juli 1985
 
Flight II
Groton
USS Pittsburgh
(SSN-720)
1983
8. Dezember 1984
23. November 1985
 
Flight II
Groton
USS Chicago
(SSN-721)
1983
13. Oktober 1984
27. Oktober 1986
 
Flight II
Pearl Harbor
USS Key West
(SSN-722)
1983
20. Juli 1985
12. September 1987
 
Flight II
Pearl Harbor
USS Oklahoma City
(SSN-723)
1984
2. November 1985
9. Juli 1988
 
Flight II
Guam
USS Louisville
(SSN-724)
1984
14. Dezember 1985
8. November 1986
 
Flight II
Pearl Harbor
USS Helena
(SSN-725)
1985
28. Juni 1986
11. Juli 1987
 
Flight II
Portsmouth
USS Newport News
(SSN-750)
1984
15. März 1986
3. Juni 1989
 
Flight II
Norfolk
USS San Juan
(SSN-751)
1985
6. Dezember 1986
6. August 1988
 
Flight III
Groton
USS Pasadena
(SSN-752)
1985
12. September 1987
11. Februar 1989
 
Flight III
Portsmouth
USS Albany
(SSN-753)
1985
13. Juni 1987
7. April 1990
 
Flight III
Norfolk
USS Topeka
(SSN-754)
1986
23. Januar 1988
21. Oktober 1989
 
Flight III
San Diego
USS Topeka
(SSN-754)
1986
23. Januar 1988
23. Januar 1988
21. Oktober 1989
Flight III
San Diego
USS Miami
(SSN-755)
1986
12. November 1988
30. Juni 1990
 
Flight III
Portsmouth
USS Scranton
(SSN-756)
1986
3. Juli 1989
26. Januar 1991
 
Flight III
Norfolk
USS Alexandria
(SSN-757)
1990
3. April 1992
16. November 1993
 
Flight III
Groton
USS Asheville
(SSN-758)
1987
24. Februar 1990
28. September 1991
 
Flight III
San Diego
USS Jefferson City
(SSN-759)
1987
17. August 1990
29. Februar 1992
 
Flight III
San Diego
USS Annapolis
(SSN-760)
1988
18. Mai 1991
11. April 1992
 
Flight III
Portsmouth
USS Springfield
(SSN-761)
1990
4. Januar 1992
9. Januar 1993
 
Flight III
Groton
USS Columbus
(SSN-762)
1991
1. August 1992
24. Juli 1993
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Santa Fe
(SSN-763)
1991
12. Dezember 1992
8. Januar 1994
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Boise
(SSN-764)
1988
23. März 1991
7. November 1992
 
Flight III
Norfolk
USS Montpelier
(SSN-765)
1989
23. August 1991
13. März 1993
 
Flight III
Norfolk
USS Charlotte
(SSN-766)
1990
3. Oktober 1992
16. September 1994
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Hampton
(SSN-767)
1990
3. April 1992
16. November 1993
 
Flight III
San Diego
USS Hartford
(SSN-768)
1992
4. Dezember 1993
10. Dezember 1994
 
Flight III
Groton
USS Toledo
(SSN-769)
1991
28. August 1993
24. Februar 1995
 
Flight III
Groton
USS Tucson
(SSN-770)
1991
20. März 1994
18. August 1995
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Columbia
(SSN-771)
1993
24. September 1994
9. Oktober 1995
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Greeneville
(SSN-772)
1992
17. September 1994
16. Februar 1996
 
Flight III
Pearl Harbor
USS Cheyenne
(SSN-773)
1992
16. April 1995
13. September 1996
 
Flight III
Pearl Harbor, Letztes Schiff der Klasse.

 


Einsatzprofil

Ein Schiff der Los Angeles-Klasse kostet knapp 900 Millionen US-$. Mit der Vorstellung einer ganzen Flotte solcher Boote kann man sich nur zu gut vorstellen, welch unglaubliche Summen in den Bau dieser Jagd-U-Boote geflossen sind- vor allem im Hinblick des vorliegenden Schiffsregister. Dementsprechend war das Schiff sehr interessant, und nicht nur die US-Bevölkerung, Hollywood oder dem KGB wie auch Geheimdiensten anderer Nationen wollten möglichst viel über das Schiff wissen.

Die Los Angeles-Klasse hatte viele Aufgabengebiete. Ein weniger bekanntes war die Erforschung der Pole, vor allem weil dort viele Ressourcen vermutet wurden und werden. Außerdem ist dieser U-Boot Typ für den Geleitschutz der Trägerkampfgruppen und anderen Konvois zuständig. Hauptaufgabe und Hauptzweck dieser maritimen Waffe war es jedoch, den kalten Krieg zugunsten der USA zu entscheiden. Die Beobachtung der sowjetischen U-Boote, allen voran denen der Typhoon-Klasse, waren das täglich Brot der damaligen Besatzungen. Die Aufgabe der Erstschlagwaffe bzw. der Boote, die zuerst mit Angriffen auf gegnerischen U-Boote und auch Ziele an Land, wurde dabei im Laufe der Jahre im wichtiger. Bei dieser Aufgabe gab es wahrscheinlich zwei Zusammenstöße von U-Boote, jeweils eine amerikanische Los-Angeles Klasse sowie ein sowjetisches U-Boot. Im Jahre 1986 ist der Zusammenstoß der USS Augusta (SSN-710) und der sowjetischen K-279 (Delta-Klasse) dokumentiert. Einen weiteren Zusammenstoß soll es 1992 zwischen der USS Baton-Rouge(SSN-689) und K-239 in der Barentssee gegeben haben. Beide Vorfälle waren ohne direkte Folge für den Konflikt der Ideologien, der sonst vor allem ein Nervenkrieg und kein blutiger Krieg gewesen ist. Nur wenig ist zu jener Zeit bekannt über derartige Zwischenfälle, nur die geheimsten militärischen Zirkel jener Zeit wissen um die Ausmaße solcher Begegnungen, die auf dem Papier für den Anfang bzw. das Ende eines Dritten Weltkrieges ausschlaggebend gewesen wären.
Eine der offiziellen Hauptaufgaben des Schiffes war der Schutz amerikanischer Träger vor sowjetischen Jagd-U-Booten. Gleichzeitig stellte die Schiffsklasse für feindliche Überwasserschiffe eine enorme Bedrohung dar, da sie mittlerweile auch Lenkwaffen wie die Harpoon oder die Tomahawk verschießen kann - von der Überlegenheit und Eisatzmöglichkeit der Torpedos ganz zu schweigen. Viele U-Boot-Kapitäne, die auf der Los Angeles-Klasse ihren Dienst tun bzw. getan haben, unterscheiden deshalb nur zwischen U-Boot und einem Ziel das versenkt werden kann. Die operative Fahrtiefe beträgt dabei ca. 450m, wobei die Zerstörungstiefe erst bei 750m liegt. Dies half enorm dabei die sowjetische Akula-Klasse zu dominieren und bei diversen Panspielen regelmäßig zu Statisten eines (geplanten) Krieges zu machen. Heute transportiert die Los Angeles-Klasse zumeist Seal-Teams oder Delta-Force Mannschaften bzw. Einheiten des Marines an Orte, wo Spezial- oder verdeckte Missionen ausgeführt werden müssen. Die Schiffsklasse sorgt gleichzeitig für eine mobile Rückzugsbasis und für Feuerunterstützung im Bedarfsfall. Die Boote sind somit im 21. Jahrhundert der Kriegsführung angekommen und im Zeitalter des Terrorismus wie auch asymmetrischen Kriege mit einer entsprechenden Aufgabe betraut worden. Dabei ist erstaunlich, wie schnell sich die U-Boot Waffe sich solcher neuen Aufgaben angenommen hat. Sehr viel praktischer erscheint heute den Schattenkriegern jener Zeit ihre Arbeit, geht in eine andere Richtung als die Planspiele vergangener Zeiten und lasst alte Qualitäten in einem neuen Zweck Anwendung finden.


Medienwirkung

 

In den Medien trat die Los Angeles-Klasse sehr häufig in Romanen von Tom Clancy auf. Der Autor ist sehr vertraut mit dieser Waffe und machte Sie zum Symbol des Kalten Krieges bzw. seiner wahren Front in den Tiefen der Weltmeere wie auch des technischen Rüstungswettlaufes bei den Marinen der Weltmächte. Dabei wurde die USS Dallas, aus dem Film "Jagd auf Roter Oktober", sehr bekannt und für viele ein Symbol in diesem Spiel einer ganzen Generation von Seeleuten. Weitere Schiffe wie die USS Chicago und die USS Cheyenne fanden ebenfalls Verwendung in Romanen.
Die Los Angeles-Klasse war ein überlegenes Jagd-U-Boot zur Zeit des Kalten Krieges. Sie war nur schwer zu orten und konnte innerhalb kürzester Zeit eine enorme Feuerkraft entwickeln um dann wieder zu verschwinden. Mittlerweile kommt eine alternative Ortungsmethode auf: Die Ortung durch Wasserverdrängung. Ursprünglich zur Beobachtung von Meerestieren entwickelt, haben nun auch die Militärs verschiedener Nationen Interesse an einer militärisch nutzbaren Version gezeigt.

Als Fazit kann man sagen, dass die Jagduboote der Los Angeles-Klasse für die Navy ein schlagkräftiges Machtinstrument sind. Sie sind vergleichsweise kostengünstig zu betreiben, haben eine lange Betriebszeit, sind schwer aufzuspüren und dabei auch sehr schlagfertig. Sie helfen den USA dabei auch gegen ihrer offiziellen Außenpolitik in großen Teilen der Weltbevölkerung als Weltpolizei angesehen zu werden. Dennoch ist eine Waffe aus nuklearen und gern verdrängten Epoche des 20. Jahrhundert. Ihren Platz auf den neuen Kriegsschauplätzen unserer Zeit schein gelungen zu sein und dank der Mobilität wie auch Aktualität von U-Booten bei heutigen Rüstungsplänen durchaus gelungen. Es sind vor allem die Deutschen, die hier ihre Punkte bei der U-Bootwaffe ausspielen. Das Auftauchen eines deutschen wasserstoffbetriebenen U-Bootes, innerhalb des Flugzeugträgerverbandes der US Marine, lässt die Gefahr und die Brisanz der U-Boote Waffe in der heutigen Zeit nur zu deutlich werden. Die Aufspürer und Jäger der US Marine unter Wasser waren bei diesem Zwischenfall anscheinend machtlos. Ist die Los Angeles Klasse also ein Relikt ihrer Zeit? Fakt ist, dass zwar die Technologie veraltet sein mag, doch die Jagd-U-Boote eine Renaissance zur erleben scheinen.