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Vorwort/Geschichte

Fregatten Typen der Bundesmarine (Deutsche Marine)

 

 

 

Vorwort:

 

Die Fregatten zählen nach heutigen Maßstäben zu den kleinsten Kriegsschiffen, die noch in der Lage sind, selbständige Operationen durchzuführen und alleine zu operieren. Sie dienen vor allem dazu, mit ihrer oft spezialisierten Kampfkraft anderen Kriegsschiffen bei ihrem Auftrag zu unterstützen. Ein Beispiel dafür wären Fregatten, die für die Unterwasser-Jagd, oder auch für die Flugabwehr eingesetzt werden können und auch den existierenden Fregatten die ganz für die Bekämpfung von Überwasserfahrzeugen hergestellt und ausgerüstet sind. Bei der nächsthöheren Schiffsklasse den Zerstörern sind alle drei Komponenten vereinigt und vertreten. In der Geschichte hatte der Begriff „Fregatte“ schon verschiedene Bedeutungen. z. B. wurden im deutschen Sprachraum in der Zeit zwischen 18. und 19. Jahrhundert Schiffe mit einer Vollschiffs-Takelage als Fregatten bezeichnet. Weiterhin wurden im Mittelmeerraum kleinere Segelfahrzeuge als Fregatte bezeichnet, diese Schiffe wurden auch gerudert. In der Entwicklungsgeschichte der Fregatten ist jedoch zwischen diesen und den späteren Kriegsschiffen kein Zusammenhang nachzuweisen. Darum wird sich dieser Bibo- Bericht nur mit der militärischen Fregatte als reines Kriegsschiff beschäftigen außerdem werden nur deutsche Fregatten vorkommen die in der Bundesmarine eingesetzt wurden oder zurzeit in der Deutschen Marine eingesetzt sind.

 

 

 

Die Geschichte der deutschen Fregatten nach dem zweiten Welt Krieg:



Die Bezeichnung der Schiffsklasse Fregatte gab es in der deutschen Marine im Zeitraum von 1884 bis 1965 nicht. Die ersten nach dem Krieg gebauten Fregatten Entwürfe wurden jedoch noch als Geleitboote bezeichnet. Die Bezeichnung Geleitboot kommt aus den 2 Weltkriegen. Erst als die NATO gegründet wurde übernahm die Bundesmarine die Schiffsbezeichnung Fregatte, dies geschah um den Vergleich von NATO Schiffen zu vereinfachen. Die ersten richtigen deutschen Fregatten nach dem 2. Weltkrieg waren die sechs Geleitboote der Köln-Klasse mit der Typ Bezeichnung F120. Bei diesen Fregatten handelte es sich um U-Boot-Jäger mit Artilleriebewaffnung ohne Lenkwaffen. Der Nachfolger war dann ab 1982 die Bremen-Klasse ihre Typ Bezeichnung ist F122. Von dieser Fregatten- Klasse wurden insgesamt acht Schiffe in Dienst gestellt. Bereits In den 90er Jahren kam dann auch schon die nächste deutsche Fregatten- Klasse es war die Brandenburg-Klasse mit der Typ Bezeichnung F123. Diese sollte dann als Ersatz für die veralteten Zerstörer der Klasse 101A auch als Hamburg-Klasse bekannt eingesetzt werden. Die zurzeit modernste Fregatten- Klasse ist die F124, ihr Typschiff ist die Sachsen. Diese ersetzte dann ab 2004 die veralteten Zerstörer der Klasse103B auch als Lütjens-Klasse bekannt. Trotz der Klassifizierung als Fregatten sind diese Schiffe jedoch viel größer und bis auf die reduzierte Artilleriebewaffnung auch kampfkräftiger als die alten Zerstörer der Typen 103B/101A. Ein wichtiger Unterschied zu den anderen Fregatten- Klassen der deutschen Bundesmarine ist, dass die Sachsen- Klasse rein nur für die Flugabwehr ausgelegt ist und darum verfügt sie auch über das APAR-Radar das in Verbindung mit SM-2-Flugabwehrraketen gegen feindliche Flugzeugen eingesetzt wird. Die neueste Generation von deutschen Fregatten befindet sich schon bereits im Bau, diese Schiffe werden dann die Typ Bezeichnung F125 tragen. Sie sollen dann die Fregatten der Bremen-Klasse ersetzen. Auch die deutsche Volksmarine verfügte ebenfalls über einige Schiffe des Typs Fregatte. Es handelte sich um die Schiffe der Koni-Klasse waren die größten Schiffe der Volksmarine. Diese Fregatten wurden nicht selber von der DDR gebaut sondern es handelte sich um Exportschiffe der UDSSR. Sie trugen in der Volksmarine nicht die Bezeichnung Fregatte sondern wurden als Küstenschutzschiffe bezeichnet. Die Schiffe wurden nach der Wiedervereinigung nur kurz übernommen und dann verschrottet oder versenkt. Weiterhin galten die kleineren Schiffe der Parchim-Klasse in der NATO ebenfalls als Fregatten, wurden aber in der Volksmarine als U-Boot-Jagdschiff bezeichnet. Die gesamte Parchim- Klasse die aus 16 Einheiten bestand wurde 1991 an die indonesische Marine verkauft.

Köln Klasse

Die Köln-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
F 120 Köln-Klasse F 220
F 221
F 222
F 223
F 224
F 225
Köln
Emden
Augsburg
Karlsruhe
Lübeck
Braunschweig
1961–1982
1961–1983
1962–1988
1962–1983
1963–1988
1964–1989
Geleitboot/
Fregatte

 

Allgemeines:

 

Die Bezeichnung F120 steht für eine deutsche Fregattenklasse die in der Bundesmarine eingesetzt wurden. Diese Fregattenklasse wird auch als Köln-Klasse bezeichnet. Die einzelnen Schiffe wurden zwischen 1961 und 1964 in Dienst gestellt. Zusammen mit den Zerstörern der Hamburg-Klasse waren sie die ersten Neubauten die für die Bundesmarine in Auftrag gegeben wurden nach dem zweiten Weltkrieg. Entwickelt wurde die neue Fregatte auf der Werft H. C. Stülcken Sohn in Hamburg, weiterhin stellten sie mit dem neuen CODAG-Antrieb eine Weltpremiere in moderne Antriebsverfahren dar. Die Aufgabe der Köln-Klasse war es Geleitschutz zugeben, hauptsächlich wurden die Schiffe gegen U-Boote eingesetzt. Die Schiffe der Köln-Klasse wurden zunächst als „Geleitboot 55“ bezeichnet, außerdem wurden sie dem 2. Geleitgeschwader in Cuxhaven unterstellt. Am 3. April 1968 verlegte man das 2. Geleitgeschwader von Cuxhaven nach Wilhelmshaven. Im Zeitraum von 1982 bis 1989 wurden die Fregatten der Klasse 120 außer Dienst gestellt. Zum einen wurde die Augsburg verschrottet. Die Köln fand im Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine in Neustadt als Übungshulk noch Verwendung, die restlichen Fregatten Emden, Karlsruhe, Lübeck und Braunschweig wurden an die türkische Marine verkauft und abgegeben.

 


 
 
 
Schiffsdaten der F 120 Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: Fregatte
Bauwerft: Stülcken-Werft, Hamburg-Steinwerder
Bauzeitraum: 1957 bis 1964
Stapellauf des Typschiffes: 6. Dezember 1958
Gebaute Einheiten: 6
Dienstzeit: 1961 bis 1989
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 109,83 m (Lüa)
Breite: 11,02 m
Tiefgang: max. 3,54 m
Verdrängung: 2.969 t
Besatzung: 210 bis 238 Mann
 
Maschine
Maschine: 2 BBC-Gasturbinen
4 MAN-Diesel
Maschinen-
leistung:
36.000 PS (26.478 kW)
Geschwindigkeit: max. 34 kn (63 km/h)
Propeller: 2 Verstellpropeller ∅ 2,98 m
 
Bewaffnung
  • 2 × 10,0 cm Sk
  • 6 × 4,0 cm Flak
  • 8 × U-Jagd-Raketenwerfer ∅ 37,5 cm
  • 4 Torpedorohre ∅ 53,3 cm
 
Sensoren
  • Navigationsradar KH14/9
  • Überwachungsradar SGR105/04, SGR103/02
  • EloGM-Anlage Tracer
  • Sonar für Torpedo CWE10
  • Sonar für U-Jagd-Raketen PAE1A
  • Feuerleitradar MV2/3Du, M4/1Du, M5/1Du, M9/3Du

 

Konstruktion und Aufbau der Köln-Klasse:



Die Fregatten der Köln- Klasse waren als Glattdecker gebaut und besaßen eine sehr elegante Linienführung. Diese Fregatten- Klasse besaß einen sehr schräg geschnittenen Bug außerdem sorgten die Knickspanten im Vorschiff für eine gute Fahreigenschaft. Der Rumpf der Köln- Klasse und Teile der Aufbauten bestanden aus Schiffbaustahl, weiter Aufbauteile aus Aluminium was das Gewicht sehr stark senkte. Durch den Einbau von Gasturbinen, waren große, seitliche Lufteinlässe notwendig, die durch Lamellen verschlossen werden konnten. Der große Schornstein war etwas geneigt und mit einer Schürze versehen. Hinter den Brückenaufbauten stand der hohe Gittermast der mit Radar- und anderen Antennen ausgestattet war. Weiterhin besaß die Köln- Klasse 13 wasserdichte Abteilungen.

Bremen Klasse

Die Bremen-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
F 122 Bremen-Klasse F 207
F 208
F 209
F 210
F 211
F 212
F 213
F 214
Bremen
Niedersachsen
Rheinland-Pfalz
Emden (II)
Köln (II)
Karlsruhe (II)
Augsburg (II)
Lübeck (II)
seit 1982
seit 1982
seit 1983
seit 1983
seit 1984
seit 1984
seit 1989
seit 1990
Flugkörperfregatte

 

Allgemeines und die jetzigen Aufgaben der Bremen-Klasse:

 

Die Bremen-Klasse ist eine Fregatten-Klasse der Deutschen Bundesmarine. Außerdem ist sie das Typschiff dieser Fregatten-Klasse, die Bremen wurde am 9. Juli 1979 bei der Bremer Vulkan AG symbolisch auf Kiel gelegt und am 7. Mai 1982 als erstes von acht weiteren Einheiten dieser Fregatten-Klasse in Dienst gestellt. Die Schiffe der Bremen-Klasse sind in Wilhelmshaven stationiert weiterhin bilden sie das 4. Fregattengeschwader. Diese Fregatten wurden als Mehrzweckfregatten mit der Hauptaufgabe U-Boot-Bekämpfung geplant und entwickelt. Außerdem sind sie auch zur Bekämpfung anderer Schiffe und zur Abwehr von Flugzeugen wie auch gegen Flugkörper ausgerüstet. Weiterhin besitzen die Fregatten der Bremen-Klasse zwei Bordhubschrauber, mit denen sie dann auch Jagd auf feindliche U-Boote machen kann. Die Bremen-Klasse waren auch die ersten deutschen Fregatten die mit Hubschraubern ausgerüstet waren. Auch waren die Fregatten der Bremen-Klasse an den meisten Auslandseinsätzen der Bundesmarine beteiligt darum werden diese auch als „Arbeitspferde der Marine“ bezeichnet. Die Fregatten nahmen und nehmen an den Operationen der NATO, der EU, der Vereinten Nationen und in anderen Koalitionen teil, darunter z.B. auch an der Operation Enduring Freedom, weiterhin werden sie zur Zeit auch zur Bekämpfung und zur Abwehr von Piraten vor der Küste Somalias eingesetzt. Für diese vielfältigen Aufgaben sind sie mit ihrer mehrfach angepassten und verbesserten Ausrüstung gut geeignet. Vier der acht Fregatten waren zur Führung von Marineverbänden vorgesehen und haben eine verbesserte Führungsmittelausrüstung. Seit der Indienststellung der Brandenburg-Klasse werden jedoch vornehmlich diese Fregatten als Führungsschiffe genutzt, da diese über bessere Räumlichkeiten zur Unterbringung eines Stabs verfügen.

 


 
 
 
Schiffsdaten der F 122 Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: Fregatte
Bauwerften:
  • Bremer Vulkan, Bremen
  • AG Weser, Bremen
  • Blohm + Voss, Hamburg
  • Nordseewerke, Emden
  • Howaldtswerke-Deutsche Werft, Kiel
Bauzeitraum: 1979 bis 1990
Stapellauf des Typschiffes: 27. September 1979
Gebaute Einheiten: 8
Dienstzeit: Seit 1982
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 130,5 m (Lüa)
Breite: 14,57 m
Tiefgang: max. 6,5 m
Verdrängung: 3.680 t
Besatzung: 204 Mann
 
Maschine
Maschine:
  • CODOG-Antrieb:
  • 2 General Electric LM2500 Gasturbinen
  • 2 Dieselmotoren
Maschinen-
leistung:
21.820 kW (29.667 PS)
Geschwindigkeit: max. 30 kn (56 km/h)
Propeller: 2
 
Bewaffnung
  • 1 × 7,6 cm L/62 Sk 76/62 Compact
  • 2 × Starter für RIM-116 RAM
  • 2 × 2,7 cm Rev MLG 27
  • 2 × Vierfachstarter für AGM-84
  • 1 × Starter für Sea Sparrow
  • 4 × Mk 36 SRBOC-Werfer
  • 4 Torpedorohre
  • 2 Bordhubschrauber SeaLynx
 
Sensoren
  • TRS-3D
  • WM25/STIR
  • Cassidian MSSR 2000I IFF

Koni Klasse

Die Koni-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
600/610 Koni-Klasse/(sowjet. Projekt 1159) F 225
F 224
Halle
(ex SKR-149)
Rostock
(ex Nerpa)
1990–1991
1990–1991
Fregatte
ex Volksmarine Küstenschutzschiff

 

Allgemeines und Entwicklung:

 

Die Fregatten der Koni-Klasse auch unter der NATO Bezeichnung, sowjetisch Projekt 1159 bekannt, waren eine Klasse von sowjetischen Fregatten die zur U-Jagdabwehr eingesetzt wurden. Vierzehn Fregatten dieses Typs wurden von 1973 bis 1988 in Selenodolsk in der damaligen UDSSR gebaut. Das Projekt 1159 wurde im Jahre 1968 entwickelt und war von Anfang an für den Export in befreundete Staaten der damaligen UDSSR bestimmt. Die Entwicklung und der Bau begannen nur fünf Jahre nach dem Planungsstart des Projektes 1124. Außerdem profitierte man von den erfolgen, die man bei deren Bau gewonnen hatte. Weiterhin verfügte das Projekt 1159 über eine deutlich bessere Hochseetauglichkeit als ihre Vorgänger, durch diese verschieden Änderungen am aussehen büßte man aber Geschwindigkeit ein. Das erste Schiff der Klasse wurde 1975 in Dienst gestellt, nach insgesamt 14 weiteren Schiffen endete die Produktion der Klasse Ende des Jahres 1987. Von diesen 14 gebauten Fregatten gehörten sechs zum Projekt 1159, weitere sechs Einheiten gehörten zum modifizierten Projekt 1159-T auch als Koni-II-Klasse bekannt und zwei zum Projekt 1159-TR die als Koni-III-Klasse bekannt ist zu. Die letzten beiden Fregatten waren für Libyen gebaut wurden.


 

 
 
 
Schiffsdaten der Koni Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: U-Jagd Fregatte
Bauwerft/Land: UDSSR
Bauzeitraum: 1957 bis 1964
Auslieferung: 1973 bis 1988
Gebaute Einheiten: 14
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 95 Meter
Breite: 12 Meter
Tiefgang: 4,2 Meter
Verdrängung: 1.760 Tonnen
Besatzung: 110 bis 130
 
Maschine
Maschine: CODAG mit 3 Wellen
1 x Gasturbinen
2 x Dieselmotoren
Maschinen-
leistung:
35.000 PS
Geschwindigkeit: CODAG: 27 Knoten
Diesel: 22 kn
 
Bewaffnung
  • Geschütze:
  • 2 x 76,2 mm AK-726
  • 4 x 30 mm AK-230
    Raketenwerfer:
  • Doppelstarter für SA-N-4 (Luftabwehr)
    Ubootabwehr-Raketenwerfer:
  • 2 x RBU-6000
  • Seeminen: 20

F-123 Klasse

Die F 123-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
F 123 Brandenburg-Klasse F215
F216
F217
F218
Brandenburg
Schleswig-Holstein (II)
Bayern (II)
Mecklenburg-Vorpommern
seit 1994
seit 1995
seit 1996
seit 1996
Flugkörperfregatte

 

Allgemeines und Entwicklung:

 

Die Fregatten-Klasse 123 ist die marineinterne Bezeichnung von vier gebauten Einheiten der Brandenburg-Klasse sie werden von der Deutschen Marine eingesetzt. Das Typschiff der Klasse 123 ist die Fregatte Brandenburg. Weiterhin bilden die Schiffe den Kern des 2. Fregattengeschwaders das in Wilhelmshaven stationiert ist. Die Hauptaufgabe der Brandenburg-Klasse ist die U-Boot-Bekämpfung auch als (ASW). Bei dieser speziellen Aufgabe unterstützt sie der Bord eigene Bordhubschrauber vom Typ Sea Lynx, von dem jedes Schiff der 123-Klasse zwei aufnehmen kann. Neben den Aufgaben der U-Jagd besitzen die Schiffe die Fähigkeit zur Abwehr von Luftzielen im Eigenschutz und zur Seezielbekämpfung was ihr Einsatzprofil sehr flexibel macht.

 

Planung und Bau und Modernisierung :



Die Planung des Fregatten Typs F123 begann in den 1980er-Jahren diese sollten nach ihrer Fertigstellung die veralteten Zerstörer der Klasse 101A auch als Hamburg-Klasse bekannt ersetzen. Dabei basiert der Entwurf der Fregatten auf den Erfahrungen mit der Bremen-Klasse sowie dem aufgegebenen Projekt NFR-90 darauf ihn begann die Werft Blohm + Voss mit der Entwicklung eines neuen Schiffstyps, der auch die Vorteile des modularen MEKO-Systems berücksichtigte und auch in sich aufnehmen sollte. Bereits im Jahre 1989 wurde der Bau von vier Schiffen genehmigt. Das erste Schiff, die als Brandenburg bezeichnet wurde, wurde 1992 bei Blohm + Voss in Hamburg auf Kiel gelegt. Sie lief noch im gleichen Jahr vom Stapel und wurde 1994 bei der Deutschen Marine dann in Dienst gestellt. Noch im gleichen Jahr wurde die von den Howaldtswerken in Kiel gebaute Schleswig-Holstein in Dienst gestellt. Dann im Jahr 1996 folgten dann die Bayern, sie wurde von den Nordseewerken in Emden gebaut, und die von der Bremer Vulkan Werft gebaute Mecklenburg-Vorpommern beide wurden dann noch im selben Jahr im Dienst gestellt.

Bereits nach einigen Jahren Dienst wurde entschieden, dass die Fregatten des Typs F 123 eine umfassende Modernisierung erhalten sollen. Die sogenannte „Fähigkeitsanpassung F123“ dabei ist vorgesehen; unter anderem das die veralteten Sea-Sparrow-Boden-Luft-Flugkörper ab 2008 durch die Weiterentwicklung ESSM ersetzt werden. Weiterhin ist als weitere Maßnahme geplant, die Schiffe zwecks einer verbesserten Stabilität zu verlängern. Außerdem wurden die leichten 20-mm-Geschütze durch zwei 27-mm-Marineleichtgeschütze ersetzt. In der Systemtechnik zur Führung von Verbänden wurde das neue Führungs- und Waffeneinsatzsystem auch als „SABRINA 21“ bezeichnet installiert, dadurch erzielt man eine Verbesserung der Kommunikation zwischen Verbandschiffe außerdem wurde die gesamte Feuerleitanlage ersetzt. Nachdem der Fregatte F123 SCHLESWIG-HOLSTEIN als erstes Schiff der Klasse bereits im Dezember 2006 mit vier Täuschkörperwurfanlagen des Typs MASS von Rheinmetall ausgestattet worden war, erhielten auch die drei anderen Einheiten die im Jahr 2009. Im Zeitraum 2009–2011 werden alle Fregatten mit einer neuen Aussetzvorrichtung für Speedboote versehen, gleichzeitig erfolgt die Ausrüstung mit neuen Speedbooten der Firma Boomeranger. Zu Testzwecken wurde bereits die Fregatte Bayern (F217) 2011 mit einem Massenevakuierungssytem der Firma Viking Life Sea Systems ausgerüstet; nach erfolgreicher Erprobung sollen alle Fregatten des Typ F 123 mit diesem System ausgestattet werden.


 

 
 
 
Schiffsdaten der F 123 Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: Fregatte
Bauwerften:
  • Blohm + Voss AG, Hamburg
  • Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel
  • Thyssen Nordseewerke GmbH, Emden
  • Nordseewerke, Emden
  • Bremer Vulkan Werft
    und Maschinenfabrik GmbH, Bremen
Bauzeitraum: 1992 bis 1996
Stapellauf des Typschiffes: 28. August 1992
Gebaute Einheiten: 4
Dienstzeit: Seit 1994
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 138,90 m
Breite: 16,70 m
Tiefgang: max. 6,9 m
Verdrängung: 4900 t
Besatzung: 219 Mann
 
Maschine
Maschine:
  • CODOG- Antrieb:
  • 2 MTU 20V 956 TB92-Dieselmotoren (je 3.820 kW)
  • 2 GE LM 2500 SA-ML-Gasturbinen (je 19.000 kW)
Maschinen-
leistung:
45.640 kW
Geschwindigkeit: max. 29 kn
Reichweite: 4.000 sm bei 19 kn
 
Bewaffnung
  • 16-Zellen-VLS für RIM-7
  • 4 Exocet-Starter
  • 2 RAM-Starter
  • 1 76-mm-Geschütz
  • 2 MLG 27
  • 2 Doppeltorpedorohre (Mk-46-Torpedo)
  • 4 Täuschkörperwurfanlagen TKWA/MASS
 
Sonar/Radar
  • 1 3D-Radar Signaal SMART-S
  • 1 2D-Radar Signaal LW 08
  • 2 Navigationsradar Raytheon Raypath
  • 1 Cassidian MSSR 2000 I IFF
  • 1 DSQS-23BZ Mod.
  • 1 Schleppsonar

F-124 Klasse

Die F 124-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
F 124 Sachsen-Klasse F219
F220
F221
Sachsen
Hamburg
Hessen (II)
seit 2003
seit 2004
seit 2006
Flugkörperfregatte

 

Planung und Bau und Modernisierung :

 

Auch hier wieder steht die F 124 für die marineinterne Bezeichnung einer deutschen Fregatten- Klasse sie wird auch als Sachsen-Klasse bezeichnet. Wie schon der Name der Schiffsklasse vermuten lässt ist das Typschiff dieser Fregatten-Klasse die Sachsen, die nach intensiver Erprobung Anfang November 2004 in Dienst gestellt wurde. Außerdem umfasst weiterhin die Klasse 124 noch die beiden Schwesterschiffe Hamburg ihre Indienststellung war am 13. Dezember 2004 und die Hessen wo die Indienststellung am 21. April 2006 erfolgte. Diese drei neugebauten Fregatten sollten die veralteten Zerstörer der Lütjens-Klasse, die bis 2003 außer Dienst gestellt wurden waren ersetzen. Ein wichtiges Merkmal ist vielleicht das die Fregatten der Sachsen-Klasse als sogenannte Mehrzweckfregatten konzipiert wurden sind. Einige Aufgaben sind zum einen der Geleitschutz und zum anderen die Gebietssicherung, außerdem sind sie in der Lage sehr effektiv feindliche Flugzeuge und Flugkörper abzuwehren. Die Sensoren und Effektoren dieser Schiffe sind auf Verbandsführung und Verbandsflugababwehr optimiert. Dies stellt auch die Hauptaufgabe dar. Zu diesem Zweck sind sie auch mit zusätzlichen Räumlichkeiten sowie auch mit Unterkünften zur Aufnahme eines Stabes ausgestattet. Weiterhin sind die Schiffe der F 124 Klasse im Rahmen eines trilateralen Abkommens zur Entwicklung einer gemeinsamen Schiffsplattform zwischen der Bundesrepublik Deutschland, den Niederlanden und Spanien („Trilateral Frigate Cooperation“, TFC) Vorreiter dieser neuen Fregattenart. Zum einen wurden aus den Erfahrungen der Sachsen- Klasse in den Niederlanden die Hr. Ms. De Zeven Provinciën gebaut, und in Spanien die Klasse F100 auch als Álvaro de Bazán-Klasse bezeichnet entwickelt.

 


 
 
 
Schiffsdaten der F 124 Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: Fregatte
Bauwerften:
  • Blohm + Voss AG, Hamburg
  • Howaldtswerke-Deutsche Werft AG, Kiel
  • Nordseewerke, Emden
Bauzeitraum: 1999 bis 2005
Stapellauf des Typschiffes: 20. Januar 2001
Gebaute Einheiten: 3
Dienstzeit: Seit 2004
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: 143 m (Lüa)
Breite: 17,44 m
Tiefgang: max. 5,0 m
Verdrängung: 5.690 t
Besatzung: 255 Mann
 
Maschine
Maschine:
  • 1 GE LM 2500 Gasturbine
  • 2 MTU 1163 Diesel
Maschinen-
leistung:
38.300 kW (52.073 PS)
Geschwindigkeit: max. 29 kn (54km/h)
Propeller 2 fünfflügelig
 
Bewaffnung
  • 1 × 7,6 cm L/62 Sk
  • 2 × 2,7 cm Rev
  • 6 Torpedorohre ∅ 32,37 cm (MU90-Torpedo)
  • 8 × AGM-84 Harpoon Seezielflugkörper
  • 32 Zellen für SM-2 und ESSM
  • 42 × RIM-116 RAM
  • 36 × Mk 36 SRBOC
  • 2 × Sea Lynx Mk.88A
Sensoren
  • Trackingradar SMART-L
  • Radar APAR
  • Bugsonar DSQS-24B (DSQS-21B Mod.)
  • ECM/ESM FL 1800 S II
  • Optronik MSP 500

F-125 Klasse

Die F 125-Klasse:

 


 
 
 
Baunummer
Name der Schiffsklasse
Nr. der einzelnen Schiffe
Name der Schiffe
Dienstzeit
Typ
F 125 Baden-Württemberg-Klasse F 222
F 223
F 224
F 225
Baden-Württemberg
Nordrhein-Westfalen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
in Bau
in Planung
Fregatte

 

Planung und Bau und Modernisierung :

 

Die F 125 die auch unter dem Namen Baden-Württemberg bekannt ist, ist eine Fregatten- Klasse der Bundesmarine. Diese neuen Schiffe werden die Einheiten der Klasse F122 im Verhältnis 1:2 nach ihrer Fertigstellung ersetzen. Außerdem stellen diese Fregatten mit ihrem neuen Konzept erweiterte Fähigkeiten zur Verfügung. So wird die neue F 125 wesentlich länger im Einsatzgebiet bleiben außerdem werden die Schiffe auch mit einem größeren Geschütz ausgestattet. Weiterhin werden diese Schiffe mehr Möglichkeiten für Spezialkräfte ermöglichen die dann auch für Unterstützung und landseitige Kampf- oder Stabilisierungseinsätze eingesetzt werden können. Die offizielle Bezeichnung des Hauptauftragnehmers F125 lautet "ARGE F125". Dieses Konsortium bildet sich aus ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg - Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG, Bremen
Zu den Hauptaufgaben der neuen Fregatten- Klasse zählen die Seeraumüberwachung und die Unterstützung des Einsatzes von Spezialkräften von See her, sowie der Beschuss von Landzielen. Im Vergleich zu den älteren Fregatten der Deutschen Marine soll die Besatzungsstärke drastisch reduziert werden. So werden nur rund 110 statt bisher 200 bis 250 Besatzungsmitglieder dauerhaft an Bord der neuen Fregatten- Klasse sein. Da die erhöhte Verweildauer im Einsatzgebiet von einer Besatzung alleine nicht bewältigt werden kann, wird es eine rotierende Besatzung geben, wobei im Rhythmus von vier Monaten gewechselt werden wird. Bei der F125 wird es ein "Mehrbesatzungskonzept" geben. Das bedeutet, dass ein Besatzungstausch zwar stattfindet; allerdings werden etwa 6 Besatzungen die 4 Schiffe rotationsmäßg fahren müssen. So kann es passieren, dass ein Bestzungsmitglied dieses Geschwaders irgendwann auf allen 4 Schiffen gefahren ist. Die Ablösung erfolgt nahtlos vor Ort des jeweiligen Einsatzgebietes. Eine Verminderung der Besatzungsstärke erfordert eine umfangreichere Automatisierung und eine technische Auslegung der Anlagen, der Betrieb und Wartung mit weniger Personal gewährleistet eine erhöhte Flexibilität.

Der Name "Bundesmarine" betitelt diese Teilstreitkakraft nur bis kurz nach der Wiedervereinigung. Die jetzige Bezeichnung lautet "Deutsche Marine", wobei also die F124 und und künftig F125 mit der Bundesmarine als Namensgeber nichts mehr gemein haben.

 

 
 
 
Schiffsdaten der F 125 Klasse
Land: Deutschland
Schiffsart: Fregatte
Bauwerften/Entwickler:
  • ThyssenKrupp Marine Systems AG, Hamburg
  • Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG, Bremen
Bauzeitraum: 2011 bis 2018
Kiellegung des Typschiffes: 2. November 2011 (Typschiff)
Gebaute Einheiten: 4
Dienstzeit: noch nicht fertig gestellt
 
Schiffsmaße und Besatzung
Länge: (145,6 alt) 149,5
Breite: (18,4 alt) 18,8 m
Tiefgang: max. 5,0 m
Verdrängung: max. > 7000 t (7200 alt)
Besatzung: 190 Mann
 
Maschine
Maschine:
    Antrieb 1:
  • 1 × 20 MW Gasturbine (27.200 PS)
    Antrieb 2:
  • 4 × 2,9 MW Dieselgenerator
  • 2 × 4,7 MW Elektromotor
Maschinen-
leistung:
38.300 kW (52.073 PS)
Geschwindigkeit: max. 28 kn mit Gasturbine
Propeller 2 fünfflügelig
 
Reichweite
4000 sm bei 18 Knoten