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Das Thema

Der "Reichsrevolver" Modell 1879/83

 


Allgemein

Allgemeines

Bevor diese Waffe in der deutschen Armee als "Faustfeuerwaffe" eingeführt wurde, waren die Armeen mit einer Vielzahl von veralteten "Perkussionswaffen" (Erklärung folgt) ausgerüstet. Deshalb wurde nach dem Sieg im Deutsch-Französischem-Krieg gegen Ende der 70iger Jahre im 19.Jahrhundert eine Kommission aufgestellt die das Ziel hatte das deutsche Heer neu auf- und auszurüsten, deshalb nannte man diese Waffe auch "Kommissionsrevolver".


Entwicklung

Entwicklung

Als man bemerkte das, dass Deutsche Reich im Bezug auf Ausrüstung sowohl qualitativ, als auch einheitlich, hinterher hinkte, entschied man diese Waffe als den ersten Revolver in die deutsche Armee aufzunehmen. Bei der Entwicklung dieser Waffe bezog man sich auf das für Russland gefertigte "Smith & Wesson No 3" in leicht abgewandelter Form wurde dessen Abzugssystem sowie dessen Munitionsart übernommen. Dennoch war diese Waffe im Vergleich mit anderen europäischen Revolvern eher ein wenig veraltet, sein Einzelbewegungs-Abzugsystem hatte eine enorme Länge von 340 mm und dem Gewicht von 1310g.

Im Jahre 1883 wurde ein überarbeitetes Modell eingeführt, welches den Offizieren und der Infanterie vorbehalten war, während die Kavallerie mit dem alten Modell auskommen musste. Dieses nun überarbeitete Modell hatte den Vorteil das es kürzer (jetzt mit einer Gesamtlänge von 225mm) und zum anderen leichter (jetzt noch 920 g) war.

1908 ging Deutschland von diesem Modell als eins der ersten Staaten zur Selbstladepistole in diesem Fall die P08 über.
 

 


Verwendung

Verwendung

Der Revolver Modell 1879/83 wurde zunächst in fasst allen Bereichen der Armee eingeführt. Als schließlich das überarbeitete Modell 1883 eingeführt wurde, nur noch bei Offizieren und der Infanterie, obwohl sich mit voranschreiten der Zeit zeigte wie veraltet diese Waffe war wurde sie bis zum Ersten Weltkrieg und sogar noch darüber hinaus in erheblichen Stückzahlen eingesetzt, bis es mehr und mehr von den neuen Selbstladewaffen abgelöst wurde.


Vor- und Nachteile

Pro und Kontra:

+ Es gab nun eine Standard Zweitwaffe in der deutschen Armee (die gab es vorher nicht)
- beide Modelle verfügten über keinerlei "Patronenausstoßer", weil man überzeugt war das der deutsche Soldat nicht mehr als sechs Patronen im Gefecht brauchen würde.
- beim Modell 79 zu lang und zu schwer im Vergleich
+ Lösung des Problems mit dem Modell 83
+ Solide und präzise Handfeuerwaffe