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Das Thema

Panzerschiffe der kaiserlichen Marine

 





Allgemeines zu den Küstenpanzerschiffen

Die kaiserliche Marine baute insgesamt acht Küstenpanzerschiffe. Dies waren die Siegfried, Hildebrand, Beowulf, Hagen, Frithjof, Heimdall, Odin und Ägir.


Definition

 

Was ist ein Küstenpanzerschiff?

Ein Küstenpanzerschiff diente dazu die Küsten eines Reiches und deren wichtige Häfen, gegen feindliche Angreifer zu verteidigen. Die Aufgabe Blockaden zu brechen wurde auch immer wichtiger und das nicht nur, um der Hochseeflotte den Rücken frei zu halten. Seeblockaden stellten sich im Laufe der Geschichte als immer wirksamer heraus und wurden von den kriegführenden Mächten immer häufiger und zielgerichteter eingesetzt. So konnten diese Blockaden nicht nur der Kriegswirtschaft des Gegners wichtige Ressourcen entziehen, auch die Einfuhr von Lebensmitteln und anderer Güter, die zum Überleben der Bevölkerung und kämpfenden Truppe benötigt wurden, konnte somit entschieden verringert werden.


(SMS Hildebrand)

 


Siegfried-Klasse

 

Die Siegfried-Klasse

Die Siegfried-Klasse war eine Klasse Panzerschiffe, von denen sechs gebaut wurden, das Schiff wurde 1888 auf Kiel gelegt und ihr Stapellauf war im Jahre 1889. In der Originalversion war das Schiff 79 Meter lang und hatte eine Breite von 14,9 Metern. Sie erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 15 Knoten, bei einer Maximalreichweite von 3.500 Seemeilen mit 10 Knoten und einer Besatzung von etwa 300 Mann.

Die Bewaffnung bestand jeweils aus drei 24cm L/35 Geschützen und 10 schnell ladenden 8,8cm L/30 Geschützen, des Weiteren verfügten diese Schiffe über vier 35cm Torpedorohre.


(Die SMS Beowulf)

Entstehung und Weiterentwicklung der Siegfried-Klasse

General Leo von Caprivi, der damals Chef der Admiralität war, fürchtete um einen Zweifrontenkrieg mit Frankreich und Russland. Daher plante er die Kriegsmarine mit Schiffen auszustatten, die im Kriegsfall die Küsten Deutschlands verteidigen sollten, deshalb wurden die SMS Hildebrand, SMS Beowulf, SMS Hagen, SMS Frithjof und SMS Heimdall gebaut. Die SMS Siegfried lief am 10. August 1889 vom Stapel. Sehr bald wurde jedoch klar das durch die geringe Kohlebunkerkapazität die Reichweite der Schiffe doch sehr begrenzt war und aus diesem Grund wurden alle Schiffe der Siegfried-Klasse zwischen den Jahren 1899 bis 1905 umgebaut. In dieser Zeit wurden aber auch weiter Schiffe gebaut, dies waren die beiden Küstenpanzerschiffe SMS Odin und die SMS Ägir. Nach den Umbauten und Verbesserungen waren sie 86,15m lang und konnten 360t Kohle mehr mitführen. Insgesamt konnten jetzt 580t Kohle mitgeführt werden, was sich natürlich positiv auf die Reichweite auswirkte. Die Anzahl der Torpedorohre wurde von vier auf drei verringert. Der Durchmesser der Rohre wurde allerdings auf 45cm erhöht.


(Die SMS Ägir)

Einsatz der Siegfried-Klasse

Der Einsatz der Siegfried-Klasse verlief relativ unspektakulär. Sie wurden alle samt zu Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 reaktiviert und dienten im "VI. Geschwader“. Ihr Aufgabengebiet war es die Nord- und Ostsee zu bewachen. Da im Laufe der Zeit die Schiffe weiter entwickelt wurden und somit auch die Technik, waren die Küstenpanzerschiffe bald veraltet und hatten keinen entscheidenden Einfluss auf die Kriegsmarine. Sie wurden alle bis 1935 abgewrackt.


Vor-und Nachteile

Pro und Kontra:
- Die Reichweite der Originalversion war unzureichend
+ Lösung des Problems nach dem Umbau
+ Einige hatten eine bis 24cm dicke Panzerung
- geringe Geschwindigkeit
- zu geringe Feuerkraft