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Portrait

Uniformen der Union

 

Uniformen der U.S. Armee
von 1861 bis 1865


 

 


 

Jedes Bürgerkriegsregiment hatte zwei Flaggen

(regimental color / national color).


   
 

(Links: 1861 - 63 / Rechts: 1863 - 65)

 

Die Nationalfahne wird NIEMALS zum Salut gesenkt. Die Fahne der USA gehört den Bürgern und beugt sich vor Niemanden. Die Regimentsfahnen können sehr wohl zum Salut gesenkt werden. Jedes Regiment der Infanterie sollten zwei Farben haben. Die Erste, oder auch Nationale Farbe, mit Sternen und Streifen. Die Flagge ist besetzt mit der Nummer und dem Namen des jeweiligen Regiments, silbern in die Mitte der Streifen. Die Zweite, oder Regiments Farbe, mit dem Wappen der Vereinigten Staaten aus Seide mittig auf blauen Grund gestickt. Der Name des Regiments in der Rolle unter dem Adler.

 

Ausführungen

Die Standard-US-Uniform beim Ausbruch des Krieges, war nach den Vorschriften aus dem Jahre 1858 ausgerichtet bzw. gestaltet. Sie bestand aus einem Kampfanzug, eine Parade Uniform und Dienst Uniform.

 

 

Von Links: -1- Corporal der Kavallerie mit Kompaniestandarte -2- Soldat der Kavallerie mit Standortfahne des
Kavalleriereserve-Hauptquartier (Potomac-Armee) -3- Soldat der Kavallerie mit gummibeschichteter Plane -4- Corporal der Kavallerie mit Regimentsfahne -5- Sergeant der Kavallerie (Custers Standarte tragend) -6- Offizier (1. Rhode Island - Kavallerie) -7- First Sergeant (Hauptfeldwebel und Kompaniefeldwebel - Kavallerie - Sheridans Standarte tragend) -8- Hauptmann der Kavallerie im großen Dienstanzug

 

 

Dienst-Uniform

 

 

 

Kopfbedeckung: Schwarzer Filz Schlapphut mit einer breiten Krempe. Die aufgebogene Krempe (die Seite wechselte öfter während des Krieges) war mit einer Messingspange festgesteckt, die von Tschako stammte und den U.S.-Adler zeigte.

Jacke: In Preußischen Blau gehalten, war eng anliegende und fast knielangen, jeweils zugeschnitten für Unteroffiziere und Mannschaften. Diese Standarduniformjacke war manchmal auch mit gelben Litzen eingefasst. Den Gehrock trug man im täglichen Dienstgebrauch neben dem eng anliegenden Uniformrock oder der Arbeitsjacke, wie sie auch bei anderen Rängen üblich war. Den Rang erkannte man an den Dienstgradabzeichen.
Die Kavallerie und reitende Artillerie verwendet eine kurze Jacke, weil diese praktischer fürs Reiten war. Generale und Offiziere trugen eine zweireihige Version mit schwarzem Samtkragen und Manschetten. Die Kompanieoffiziere (Leutnants und Hauptleute) trugen einreihige Gehröcke (der Doppelreiher war den Stabsoffizieren vorbehalten).Die Dienstgrade vom Major bis zum Oberst trugen einen doppelreihigen Gehrock, wobei in jeder Reihe sieben Knöpfe in gleichem Abstand aufgenäht waren.

Mantel: In Himmelblau gehalten und mit einem Stehkragen, war der Mantel in seiner Form fest und kurz, ganz dem französischen Uniformrock angepasst. Offiziere konnten diese oder eine dunkelblaue Variante tragen. Die hellblaue Hose war das meist verbreitetste Modell, denn es wurden nur wenige dunkelblaue an die Truppe ausgegeben. Die Hosen konnten in den Stiefeln oder darüber getragen werden konnten.

Hosen: Für Mannschaften hellblau. Für Unteroffiziere mit vertikale Streifen in den Farben der Waffengattung versehen. Die Offiziere trugen himmelblaue Hosen bzw. die dunkelblaue für Stabsoffiziere und Generäle. Die Hosen der Offiziere hatten 1 cm breite Seitenstreifen. Die Unteroffiziere hatten an den seitlichen Nähten einen 3 cm breiten Zierstreifen.

Der Überzieher: Der Überzieher für das »Fußvolk« war blassblau, einreihig und hatte eine bis zu den Ellenbogen reichende Pelerine, deren Kragen man hochstellen oder ausschlagen konnte. Das Lederzeug war über dem Überzieher, aber unter dem Cape zu tragen. Die dunkelblauen Übermäntel der Offiziere hatten vier oder mehr Schlaufenverzierungen über der Brust. Der Mantel war mit einer Paspel aus 1 cm breitem Seidenband eingefasst.
Dazu kam noch einer (wenn vorhanden) gummibeschichtete, wasserdichte Plane, die sich für verschiedene Zwecke gebrauchen ließ (ponchoartiger Überwurf / Ein-Mann-Zelt / Transportbeutel).

 

 

(Schwarze Filzhut - M1858)
»Hardee«-, »Kossuth«- oder »Jeff Davis«-Hut

 

Dieser Hut war Standardbekleidungsstück zum großen Dienstanzug bei allen Waffengattungen. Dazu gehörte bei Generalen eine goldene, bei Offizieren eine gold-schwarze und bei Mannschaften eine gelbe Hutkordel, die bei Offizieren an den Enden Eicheln und bei Mannschaften Fransen hatte. Bei Paraden wurde ein schwarzer Federbusch aufgesteckt. Vorne am Hut war das Truppengattungsabzeichen (Branch Insignia) mit den zwei gekreuzten Säbeln angebracht. Dazu kam dann die Regimentsnummer und die Kennbuchstaben der Kompanie. Dabei wurden die Kennbuchstaben bei den Company Officers (Leutnante bis Hauptmann) angeben und nur die Regimentsnummer waren bei Field Officers (Major bis Oberst) aufgeführt. Der Unterschied bei den Ausführungen war außerdem, dass dieses Abzeichen bei Offizieren gestickt war und bei den Mannschaften aus Metall.


 

 

(Links: Abzeichen der Kavallerie (Kennbuchstabe und Regimentsnummer)/ Rechts: Abzeichen der Infanterie (Nur Regimentsnummer))

Parade Uniform


 

 

 

(Schärpenfarben Offizieren (Seide):
Generale: hellbraune
Offiziere: karmesinrote
Ärzte: grüne

 


Schärpenfarbe Unteroffiziere(Kammgarnschärpen):
Feldwebel ab First Sergeant: scharlachrote )

 

 

(Von Links: -1- Ordnance Sergeant im großen Feldanzug -2- First Sergeant der Pioniere im großen Dienstanzug -3- Oberleutnant (2. Artillerieregiment) im großen Dienstanzug -4- Oberleutnant (14. leichtes Ohio-Freiwilligen-Artillerieregiment - 1864) -5- Kanonier der leichten Artillerie im großen Dienstanzug -6- Soldat (20. Maine-Regiment) -7- Corporal (Iron Brigade) -8- Soldat (Iron Brigade) in Dienstuniform -8- Sanitäter im großen Dienstanzug -9- Sanitätsoffizier (Arzt) im Rang eines Oberstleutnants im Überzieher)

 

Kopfbedeckung: Der Hut war mit Farben der Waffengattung und des Ranges verziert. Einige Einheiten, wie die Marinesoldaten und reitende Artillerie, behielten die Tschakos auch für zeremonielle Zwecke bei. (Generäle trugen eine Vielzahl von verschieden von Hüten, aber die beliebtesten waren Schlapphüte, Käppis und Feldmütze.)

Jacke: Im Grunde dieselbe Ausführung wie die Dienst-Uniform nur mit Epauletten und Rangabzeichen versehen. Die Offiziere trugen dabei Epauletten und Schärpe im französischen Stil. Die regulären, kurzen, eng anliegenden Uniformjacken mit gelbem Vorstoß und je zwei Litzenschlaufen auf dem linken und dem rechten Kragen. An diesen Schlaufen erkannte man die Freiwilligenregimenter, obwohl dies keine durchweg praktizierte Regelung ist. Für den großen Dienstanzug hatte man sich die Epauletten von der Kavallerie abgeschaut; ansonsten waren die Rangabzeichen auf Stoffunterlagen aufgestickt und auf den Schultern aufgenäht.

Eine von der rechten Schulter schräg über der Brust getragene Schärpe kennzeichnete den „Offizier vom Tagesdienst”. Die Offiziersdienstgrade erkannte man schon von Weitem an der großen Schärpe. Die zum großen Dienst- und Feldanzug getragenen Schärpen wurden zweimal um die Hüfte geschlungen und an der linken Seite verknotet. Die scharlachrote Schärpe sah man im Felde fast nie. Jeder Offizier war mit einem bewaffnet, viele trugen aber zusätzlich noch das Kurzschwert.
(Die weißen Handschuhe durften nur bei Paraden angelegt werden.)

Mantel: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom.

Hose: In den offiziellen Bestimmungen werden dunkelblaue Hose für alle Waffengattungen des Heeres mit Ausnahme der Artillerie angegeben. Doch wurden laut Verordnung vom 16. Dezember 1861 die bekannteren himmelblauen Hosen zugelassen. (Von den dunkelblauen waren nur sehr wenige ausgegeben worden.)

 


(Der leichte Kavalleriesäbel, Modell 1860, war die reguläre Bewaffnung, doch einige Einheiten behielten auch weiterhin den Dragonersäbel, Modell 1840, beide Säbel waren fast gleich lang; der einzige größere Unterschied bestand in der Form des Knaufs. Als Seitengewehr wurde das sogenannte Kurzschwert (Short Sword Mod. 1832) der Artillerie zu Fuß getragen. Obwohl als Abwehrwaffe gedacht, wurde es meist als Faschinenmesser beim Bau von Artilleriestellungen benutzt. Nur wenige Feldherren brauchten ein Schwert für etwas anderes als den zeremoniellen Anlass. Das Schwert eines Generals war lediglich Teil seiner Uniform und keine Waffe, den Bildern und Darstellungen verschiedener Generale zum Trotz.
Der Tragegurt für die Fahne (wie übrigens alles Lederzeug) wurde unter dem Cape getragen und über dem Mantel getragen. Die Lanzen waren bei den Soldaten sehr unbeliebt und bewährten sich nicht im Kampf. Sie wurden bei den betreffenden Einheiten zum Teil durch die Sharp-Karabiner ersetzt und brachten den jeweiligen Einheiten ganz neue Eigenschaften, die sich im Kampf bezahlt machten.)

 

 

 

 

 

(Feldmütze Modell 1858)

 

Zum Kampfanzug trug der Soldat gewöhnlich ein dunkelblaues Kepi (Feldmütze, Modell 1858 oder 1861 - siehe unten) aus Tuch. Das offizielle Abzeichen mit den gekreuzten Säbeln, das ursprünglich vorne an der Feldmütze angesteckt war, rückte bei den Mannschaften nach oben auf den Mützendeckel. So konnte man das Kepi, ganz nach der Mode, herunterdrücken und nach vorne ziehen konnte. Im weiteren Verlauf des Krieges verzichtete man oft ganz auf Mützenabzeichen.
Wichtig zu erwähnen ist, dass die Kavallerieformationen der Union keine Korpsabzeichen hatten, wie das bei der Infanterie üblich war. Nur zwei Korps hatten ähnliche Abzeichen am Hut oder an der Feldmütze.


  

 

(Links: Feldmütze für Offiziere (Chasseur-Stil) mit gesticktem Abzeichen auf der Vorderseite - Oberleutnant (ähnliche Verzierungen wie Konföderation) / Rechts: Modell 1861 - McDowell’s Cap oder Bummer’s Cap)


Kampfanzug

 

 

Kopfbedeckung: Eine Feldmütze mit einem Floppy-Crown. Offiziere verwendeten meist eine private und somit aufwendigere Version der Kopfbedeckung nach dem französischen Armee-Modell. Auch als anschließend als Chasseur Caps oder Jäger Kappen bekannt. Generale trugen eine Variante mit einem Band aus schwarzem Samt.

Jacke: Sie war zumeist ein billig gemachter, dunkelblauer Sack-Mantel. Das Design war einfach und zweckmäßig. Sie war locker geschnitten, niedrigem Kragen und hatte keine Taschen.

Mantel: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom. Für den Einsatz im Felde trugen Generale in der Regel den locker sitzenden Sackmantel.

Hose: Dieselbe Ausführung wie bei der Dienst-Unifom.

 

Im Laufe des Krieges wurden die einheitlichen Dienstuniformen von einer billigeren und praktischeren Fassung eines Drillichanzugs ersetzt. Auf jeden Fall ist es nicht ungewöhnlich, dass auf Bilder aus jener Zeit die Soldaten verschiedene, kombinierte Elemente aller Ausführungen trugen. So wurden später Gehröcke, Felsmützen und verschiedenen Versionen der Mäntel in unterschiedlichen Kombinationen miteinander getragen.

 

 

(Von Links: -1- Oberleutnant der Kavallerie im Dienstanzug -2- Soldat der Kavallerie im Dienstanzug -3- Corporal des 2. Kavallerieregiments im großen Dienstanzug 1860/61)

 

Bei den hier abgebildeten Uniformen lässt sich die Anzugordnung noch einmal gut nachvollziehen. So ist die einfache Felduniform aus einem schlichten, dunkelblauen, doppelreihigen Uniformrock mit dem Rang entsprechender Knopfanordnung (wie beim großen Dienstanzug) und Stehkragen zu sehen. Auch sind die durchgängig getragenen, (ebenso) schlichten, dunkelblauen Hosen gut zu erkennen. Dabei sticht der Uniformrock mit seinen verschiedenen Längen, bei den höheren Offizieren oftmals individuell und nicht immer vorschriftmäßig getragen, hervor. Gut zu sehen sind dabei die unterschiedlichen Kragenformen des ausgeschlagenen Kragen bis zum französischen Stehkragen.

 

 

(Farbe der Kordel und den Troddeln des Horns:

hellblau - Infanterie
gelb - Kavallerie
rot - Artillerie
grün - Scharfschützen)

 

 

 

(Hutabzeichen

Reihe oben von Links: Generals / Staffs / Engineers / Topographical Engineers / Ordonanz
Reihe mitte von Links: Cavalry / Artillery / Infantry / Signal Corps / Sharpshooters
Reihe unten von Links: Medical Staff / Chaplain / Field Musician)



Generale veränderten ihre Uniformen wie sie für angebracht hielten bzw. wie es ihrem individuellen Geschmack gefiel. So brachte General George A. Custer 's unverschämt buntes Gewand ein anderen General zu dem Ausruf: "Er sieht aus wie ein Zirkus Fahrer verrückt geworden!" General Ulysses S. Grant, auf der anderen Seite war bekanntlich ungepflegt und behauptete er liebe Uniformen. Als er Robert E. Lee, strahlend in seiner Uniform, in Appomattox traf, trug Grant seinen gewöhnlichen und geliebten Sackmantel mit seinen Rang auf die Schulter genäht.

Rangabzeichen

Auf den Ärmeln der Mäntel befanden sich ähnliche Schnurabzeichen wie bei den Südstaaten. Die Stärke der dafür verwendeten Litze zeigte den Dienstgrad an: Für den General fünfstränige Litzen, doppelt geschlungen; für den Oberst fünfstränige Litzen, einfach geschlungen; dem Oberstleutnant standen vier-, dem Major drei-, dem Hauptmann zwei- und dem Oberleutnant einstränige Litzen zu.
 

 

 

Ulysses Simpson Grant

 

Ein wichtiger kommandierender General einer Armee konnte auch ein Drei-Sterne-Schultergurt mit dem mittleren Stern größer als die beiden anderen tragen. Sehr schön zu sehen auf dem Foto von Ulysses Simpson Grant, dem späteren Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika.

 

 

(Von Links: General / Colonel / Lieutenant Colonel / Major / Captain / First Lieutenant )

 

Weil die Rangabzeichen im Feld zu auffällig waren gestattete man ab 1861 den Offizieren, Mannschaftsmäntel zu tragen. Um den Dienstgrad kenntlich zu machen, wurden am Unterarm runde Abzeichen (Circlets) angebracht (ähnlich den Epaulettenabzeichen).

 

 

(oben: Lieutenant General / unten: Lieutenant Colonel)


 

      Q.M. — Quatermaster Department (Quartiermeister-Abteilung)


      M.S. — Medical Staff (Sanitätsdienst)


    P.D. — Pay Department (Zahlmeister-Abteilung)

 

 

(Links: Brigadier General / Mitte: Major General / Rechts: Lieutenant General)

 

Eine knotenartige Verzierung zeigte je nach der Stärke der dafür verwendeten Litze den Dienstgrad an: Für den General fünfsträngige Litzen, doppelt geschlungen; für den Oberst fünfsträngige Litzen, einfach geschlungen; dem Oberstleutnant standen vier-, dem Major drei-, dem Hauptmann zwei- und dem Oberleutnant einsträngige Litzen zu.

 

 

(Oben: Regimental Quartermaster - First Lieutenant (Quartermaster Department)
Mitte: Sanitätsoffizier Arzt - Major (Medical Staff)
Unten: Lieutenant Colonel - Pay Department)

 

Sowohl die Nord- als auch die Südstaaten verwendeten die gleichen Symbole bei Rangabzeichen, nur die Form der Abzeichen und bestimmte Details markierten die wesentlichen Unterschiede. Es kam also durchaus vor, dass Unionsoffiziere die gleichen Rangabzeichen wie die Konföderierten trugen und umgekehrt. Darum wurde ein System von „Waffenfarben" entwickelt, dass man die Truppengattungen unterscheiden konnte. Somit konnte man die diversen Ausführungen und Kombination in den verschiedenen Farben an den Uniformen, an den Mützen und als Litzen bei Rangabzeichen der Unteroffiziere erkennen. Trotz und gerade wegen der Engpässe bei den Uniformen, vornehmlich auf konföderierter Seite, war das nicht oft ein augenscheinliches Erkennungsmerkmal für die sich gegenüberstehenden Armeen.


 

      Generals & Staff (Generale und Offiziere im Stabsdienst) - dunkelblau

      Infantry (Infanterie) - hellblau

      Cavalry (Kavallerie) - gelb

      Artillery ( Artillerie) - rot

      Ordnance Corps (Feldzeugtruppe) - rot

    Signal Corps (Nachrichtentruppe) - gelb

 

 

(Links: Major (Artillerie - rot) Ordonanz (Zeichen Epaulette) / Mitte: Lieutenant Colonel (Staff Officer -blau) Medical Staff (Zeichen Epaulette) / Rechts: Colonel (Infanterie - hellblau / Zeichen Epaulette))

 

Bei den Amerikanern wurden alle Offiziere, die nicht direkt zur kämpfenden Truppe einer Einheit der Kavallerie, Infanterie oder Artillerie gehörten, als StaffOfficers bezeichnet, z.B. die Sanitätsoffiziere und Quartiermeisteroffiziere in den Regimentern sowie die Feldzeug- und Pionieroffiziere und andere Offiziere in den höheren Stäben und Staff Departments. Beim großen Dienstanzug gab es natürlich Ausnahmen, die sich auf den Epauletten widerspiegelten.

 

 

(Links: 2nd Lieutenant (Artillerie - rot / Regimentsnummer siehe Zeichen Epaulette) / Mitte: 1nd Lieutenant (Kavallerie - gelb / Regimentsnummer siehe Zeichen Epaulette) / Rechts: Captain (Infanterie - hellblau) Ingenieurkorps (Siehe zwei Türme auf den Epauletten))

 

Gewöhnlich hatten die Sanitätsoffiziere (Ärzte) den Rang von Oberstleutnants und Majoren, Assistenzärzte den von Oberleutnants oder Hauptleuten, deren jeweilige Dienstgradabzeichen auf dunkelblauer Unterlage sie trugen. Obwohl nicht der Anzugordnung entsprechend, hatten viele Ärzte privat beschaffte Schulterstücke, die mit den silbernen Initialen »M.S.« (Medical Staff) bestickt waren

 

 

(Abzeichen auf den Epauletten

Reihe oben von Links: Medical Department / Pay Department / Corps of Engineers / Tropographical Engineers / Ordance Department
Reihe unten von Links: Artillery / Infantry / Cavalry)


 

 

 

(Rangabzeichen Unteroffiziere / Abzeichen Waffenfarbe

Reihe oben von Links: Sergeant-Major (Sharpshooter) / Regimental Quartermaster Sergeant (Cavalry) / Ordnance Sergeant (Ordnance Corps) / First Sergeant (Infantry) / Battery Quartermaster Sergeant (Artillery) / Sergeant (Signal Corps)
Reihe mitte von Links: Sergeant (Sharpshooter) / Corporal (Infantry) / "Farrier" Blacksmith (Cavalry) / "Farrier" Blacksmith (Cavalry) / Hospital Steward
Reihe unten von Links (Waffenfarbe Soldat): Infantry / Cavalry - Engineers - Medical Corps - Signal Corps / Artillery - Ordnance / Sharpshooter)

Die hier aufgeführten zwei half chevrons stehen für 10 Jahre Dienstzeit des jeweiligen Soldaten

 

Längerdienende Soldaten durften auf beiden Unterärmeln waffenfarbige Streifen (Half Chevrons) tragen. Somit bekamen die Soldaten auch ein hervorhebenes Abzeichen, dass für je 5 Jahre Dienstzeit vergeben wurde. Eine rote bzw. blaue Einfassung kennzeichnete einen Kriegseinsatz.


Krieg und Uniformen

 

 

 

Natürlich hatten die wenigsten Offiziere derart prunkvolle Uniformen, wie sie vorgestellt worden sind und auch die Unteroffizier bzw. Mannschaften hatten, abgesehen von ausgefallenen und individuellen Uniformen, eigentlich nur selten Uniformen die sich genau an die Vorschriften hielten. Dieser Zustand verschlimmerte sich je mehr es auf das Kriegsende zuging.

Die Bekleidung der Massenarmeen in Amerika, auch bei denen im Norden nach Manassas aufgestellten Truppen, war einem chaotischen Engpass, in den Jahren 1861 und 1862, gegenübergestellt. Doch konnte die damalige Form der Industrialisierung für eine schnelle Erhöhung der Produktionsziffern innerhalb kurzer Zeit nur zum Teil sorgen. Die großen Mengen und Bedürfnisse der Union konnten angesichts einer nur beschränkten Anzahl von Fabriken und ausgebildeter Facharbeiter nur zögernd beschafft werden. Erst im Jahr 1863 verbesserte sich die Versorgungslage der Armeen einigermaßen. Doch war das eher im Norden als im Süden der Fall. So wurden vom Quartermaster Department 3 Millionen Hosen, 5 Millionen Hemden und 7 Millionen Paar Strümpfe gekauft, ferner 325.000 Essgeschirre, 207.000 Töpfe und 13.000 Trommeln neben 14.830 Querflöten. Zusätzlich zu den Produktionsschwierigkeiten wurde die Versorgungslage noch durch andere Faktoren verschlimmert: Korruption und schlechte Fabrikation.
 

 

 

Generalmajor im großen Dienstanzug
(Das Bild soll Generalmajor George A. Custer darstellen, einen der prominentesten Generale der Union, nur leider nicht erfolgreichste und wohl auch nur mit einem zweifelhaften Ruhm versehenste Anführer einer Unionsarmee.)

»Dann erhielten wir unsere Uniformen und das meiste von unserer Ausrüstung, was auch alte Enfield-Gewehre einschloss. Das waren unmögliche Stücke, die uralt aussahen. Wir trugen diese Gewehre für einige Wochen mit uns herum, aber bevor wir in den aktiven Dienst gingen, wurden sie gegen Springfield Musketen ausgetauscht, eine weitaus bessere Waffe. Mit unserer Ausrüstung erhielten wir unsere Tornister, in die wir unser gesamtes Gepäck und unsere Habseligkeiten packen sollten. Eines der Rätsel, dem wir uns gegenüber sahen: Wie sollten wir in dem begrenzten Platz alle die guten Sachen unterbringen, die uns Freunde mit den besten Absichten gegeben hatten? Eine Liste der Sachen, die mir geschickt wurden, hätte eine ganz schöne Inventarliste abgegeben, und hätte ich es einpacken können, hätte es zum Tragen eines Samson bedurft. Es war unmöglich, auch nur die Hälfte davon in meinem Tornister zu stopfen, und nach dem Aussortieren und Wegwerfen ... schickte ich schließlich ein größeres Bündel nach Hause, als ich selbst mitnahm. Selbst so beulte sich mein Tornister nach allen Seiten aus und wäre für einen alten Soldaten das Ziel des Gespötts gewesen. Später lehrte uns die Erfahrung, wie wenig tatsächlich notwendig war.«

Rice C. Bull, USA, 123rd N. Y. Volunteers

Die Union, hier nachgewiesen für die Potomac-Armee, hatten große Probleme bei den Stiefeln. So waren ganze Kompanien zeitweise barfuß, sodass sich die Soldaten Lumpen oder Rohhautleder um die Füße wickeln mussten. Der Union ging es aber weit besser als großen Teilen des Südens. Mögen hier und da gleiche Umstände geherrscht haben und auch der Norden mit argen Versorgungsschwierigkeiten zu kämpfen gehabt haben, so war das Gesamtbild doch auf Seiten der Union. Dabei versorgte die Union wahrscheinlich die Hälfte der konföderierten Truppen ungewollt durch die Beutebestände, welche besonders in den ersten zwei Kriegsjahren noch reichlich waren.

 

 

(Von Links: -1- Corporal (6. Pennsylvania-Kavallerieregiment - Rush Ulanen) -2- Offizier (3. Pennsylvania-Kavallerieregiment - 60. Freiwilligenregiment) -3- Offizier (4. Pennsylvania-Kavallerieregiment - 64. Freiwilligenregiment) -4- Soldat (3. New Jersey-Kavallerieregiment) -5- Soldat (Benton-Husaren) -6- Offizier (1. Kavallerieregiment) -7- Offizier (9. Vermont-Kavallerieregiment) -8- General der Kavallerie)

Auch auf die Gefahr hin, bei Gefangennahme als Spione behandelt zu werden, entsprechende Befehle wurden Anfang 1863 im Norden erlassen, zogen Südstaatler immer wieder Beutekleidung der Union an. Bei manchen Regimentern galt es sogar als Zeichen des grünen Rekrutentums, wenn ein Mann mit einer konföderierten Feldflasche angetroffen wurde. Veteranen hatten sich längst mit dem besseren nördlichen Produkt versehen. Besonders Schuhe und Hosen waren gesuchtes Beutegut, so sehr, dass der Satz »Ein Yankee ist nur seine Schuhe wert!« bei den Johnny Rebs zum geflügelten Wort wurde.

(An dieser Stelle meinen Dank an die ausgezeichnete Website

 

BigCountry.de

 

 

und ihre tollen Bilder und umfangreichen Angaben, die ich hier oft verwendet habe und damit meine Verehrung für die Leistungen der Autoren und Macher dieser Website widerspiegeln möchte.)

 

 

(Von Links: -1- Corporal der Infanterie mit Nationalfahne -2- Musiker (Bugler) der Infanterie im großen Dienstanzug -3- Soldat der Infanterie im großen Dienstanzug -4- Offizier der Infanterie in Felduniform -5- Sergeant (2. Infanterieregiment) im großen Dienstanzug -6- Offizier der Infanterie im großen Dienstanzug) -7- Soldat (22. New York-Milizregiment) -8-
Soldat der Infanterie mit vorschriftsmäßigem Überzieher -9- Offizier der Infanterie im Dienstuniform -10- Tambourmajor der Infanterie im großen Dienstanzug -11- Soldat (42. Pennsylvania-Freiwilligenregiment »Bucktails«) -12- First Sergeant der Infanterie in Felduniform)

 

In den ersten Kriegsmonaten plagten sich die Soldaten mit schwarzen Überziehern aus Shoddy (alte Stoffreste und Lumpen vermischt mit Öl oder Milch und maschinell zu Wolle verarbeitet - sehr kurze Haltbarkeit), die schon beim kleinsten Regenschauer auf die Uniformen darunter abfärbten. Die Qualität war einfach unter jeder Norm, sodass bald darauf Übermäntel entsprechend der Anzugsordnung ausgegeben wurden.
Die zumeist unbequemen Uniformen waren ein generelles Ärgernis für die Soldaten der Union. So bestanden die Kleidungsstücke, die kurzen Mänteln ohne Schöße und Hosen, aus dickem, grauem Wollstoff, die »sicherlich vorzüglich für den strengen Winter in Grönland geeignet gewesen wären«. Auch die Hemden, aus schwerem, grauen, grobem Flanell, beengten und machte die Männer mürrisch. Der schlechte Schnitt tat sein Übriges zur Unbeliebtheit der ersten Uniformen ab 1861. Die Mäntel waren zu weit, genau wie die Hosenbünde, und in der Länge hatte es der Schneider nicht selten um volle 10 cm zu gut gemeint; bei anderen Hosen hatte er dafür ziemlich unmotiviert 10 cm weniger gerechnet. Die schweren grauen Filzhüte waren bei Feuchtigkeit und großer Hitze mehr eine Belastung als Schutz.

 

Besonderheiten

 

 

(Von Links: -1- Soldat (36. New York-Freiwilligenregiment - »Garibaldi Guard«) -2- Soldat (1. Massachusetts-Milizregiment) -3- Corporal (Vermont-Brigade) -4 u. 5- Soldat (4. Michigan-Freiwilligenregiment) -6- Offizier (11. Indiana-Freiwilligenregiment) -7- Trommler -8- Soldat (Beide 1. Artillerieregiment und im großen Dienstanzug) -9- Soldat (4. New Hampshire-Regiment) -10- Soldat (22. New York-Regiment) -11- Hauptmann (Invalidenkorps))


 

 

- Farbige-Regimenter wurden mit der normalen Arbeitsuniform ohne irgendwelche Extras eingekleidet.

- Die Uniformen des 3. New Jersey-Kavallerieregiments »The Butterflies« (1. U.S.-Husaren / Trenton-Husaren) erkennt man deutlich den französischen Einfluss, nämlich der französischen Husarenregimenter mit typisch europäischen Merkmalen, die auch bei zahlreichen anderen Modellen deutlich zum Ausdruck kam. Die kurzschössige Schnürjacke mit der typischen Kopfbedeckung (»Pillbox«).

Es war die einzige Kavallerieeinheit der Nordstaatenarmee, die statt der üblichen Uniformfarben die Jacken hellblau und die Hosen dunkelblau gewählt hatte. Die schwarzen Verschnürungen an der Jacke waren obligatorisch, wenn man auch in der Erscheinung der ehrenvollen Titulierung »Husaren« gerecht werden wollte.

- Das 10. New York-Regiment (National-Zuaven) mit ihren ursprünglich rot besetzten dunkelbraune Zuaven-Uniformen fielen besonders auf. Die Kopfbedeckung war ein Fes, und an den Beinen trug man weiße, hohe Segeltuchgamaschen.

- Das 13. New York-Regiment bekamen ihren schlechten Ruf nicht nur durch die Schlacht am Bull Run (1. Schlacht), sondern auch wegen ihrer erbärmlich schlechten Uniformen. Diese schmutzig grauen Uniformen wurden von den Soldaten als »Sträflingskleider« bezeichnet.

 

 

 

(Von Links: -1- Offizier (5. New York-Zuavenregiment) im großen Dienstanzug -2- Zuave in Felduniform -3- Soldat (5. New York-Zuavenregiment) im großen Dienstanzug -4- Soldat (9. New York-Freiwilligenregiment) -5- Offizier (9. New York-Freiwilligenregiment) -6- Sergeant mit Fahne (14. New York-Freiwilligenregiment) -7- Sergeant (D-Kompanie - 19. Illinois-Freiwilligenregiment) Ellsworth-Zuavenkadetten -8- Soldat (83. Pennsylvania-Freiwilligenregiment) -9- Trommler (114. Pennsylvania-Freiwilligenregiment) -10- Soldat (114. Pennsylvania-Freiwilligenregiment))

 

"... einige trugen Kleidung aus feinem Wollstoff und Hüte aus Seide, häufig sah man die roten Hemden der Flößer, einige waren mit Kleidungsstücken aus tweedartigem Wollgewebe angetan, einer trug einen Mantel aus Kattun"

- Die »Iron Brigade« (die eiserne Brigade) (2., 6. und 7. Wisconsin-Regimentern und 19. Indiana-Regiment) aus Freiwilligen von Kleinstädten der westlichen Staaten (Oktober 1861). Die ursprünglichen Uniformen der Brigade hatten die gleiche graue Farbe wie die der anderen Freiwilligenregimenter. Die graue Felduniform (2. Wisconsin-Regiment), die Zivilkleidung (6. Wisconsin-Regiment) und das feine graue Kammgarn (19. Indiana-Regiment - Washington) machte eine unvergleichbare Vielfalt in der Union aus. Eine Vielfalt, die den Gegner so manches Mal in die Irre führte. So traten die Konföderierten den Rückzug an, weil sie die gegnerischen Soldaten irrtümlich für Angehörige der eigenen Armee gehalten hatten.

- Das 1. wie auch das 2. Rhode Island-Freiwilligenregiment hatten mindestens zwei, wenn nicht sogar drei verschiedene Feldjacken, die als »Burnside« oder »Rhode Island«-Jacken bekannt wurden. Eine - aus einfachem blauen Tuch - ähnelte stark dem klassischen amerikanischen Jagdhemd, einer kittelartigen Jacke, die von Generationen von (meist einfachen) Leuten heiß geliebt wurde.

- Die Iron Brigade of the West (2., 24., 30. und 84. New York-Regimentern und den U.S. Sharpshooters zusammensetzte) Diese im Mai 1863 aufgelöste Brigade war ein erstaunlicher Anblick. Wie es sich für ein Regiment schottischer Herkunft geziemte, trugen die Soldaten dieses Regiments auch solche Kleidung. Der große Dienstanzug bestand aus einer schottischen, wamsartigen Jacke. Die roten Patten an den Ärmeln waren hellblau paspeliert, der Kragen entweder rot mit hellblauer Einfassung oder hellblau mit roten und weißen Aufsätzen aus Stoff. Die hinteren Rockschöße hatten gelbe Granaten aufgestickt.

 

 

 

(Von Links: -1- Soldat im großen Dienstanzug -2- Soldat im Feldanzug -3- Sergeant im großen Dienstanzug ( Alle 79. New York-Freiwilligenregiment - 1861) -4- Offizier -5- Corporal (Beide 1. U.S.-Scharfschützenregiment))

 

 

- Der »Jäger« hat in Amerika Tradition. Hiram Berdam formierte zwei Regimenter und wurde zum Obersten des 1. U.S.-Scharfschützenregiments ernannt. Das 2. Scharfschützenregiment stand unter dem Kommando von H. A. Post. Die Uniform der beiden Scharfschützenregimenter war so ungewöhnlich wie ihre Aufgabenstellung.

 

 


Das dunkelgrüne Kepi trug als Symbol zwei gekreuzte Gewehre, darunter auf dem Abzeichen die Insignien »S.S.« (für Scharfschützen) und bei den Mannschaftsdienstgraden meist noch die Initialen »U.S.«. Offiziere hatten die Initialen »U.S.S.S.«, eingerahmt durch einen aus Goldgespinst gestickten Kranz, auf dem Mützendeckel

 

 



- Das 14. New York-Milizregiment (später 84. New York Infanterieregiment "Brooklyn Chasseurs") orientierte sich in seinem Uniformgeschmack an den Chasseurs à Pied (leichte Infanterie) der französischen Armee. Bestechende Merkmale waren die Zahl »14« an der Vorderseite ihrer Kepis, die blaue Stoffeinfassung am Mützenoberteil. Von der Form her entsprach alles den Vorschriften (Gehrock-Offiziersbekleidung), auch wenn man dabei von roten Regimentshosen mit der Goldlitzen absehen muss.
Jacke und »Hemd« waren ein einziges Kleidungsstück, was in der Tat einzigartig in der Armee der Union war. Sie blauen Vorderteile waren einfach auf den roten Stoff aufgenäht und mit einer blinden, rein dekorativen Knopfreihe verziert. Dazu gab es gleichen abnehmbaren, kleeblattförmigen Epauletten (alle Ränge) und das Gesamtbild bestach durch seine vielen Verzierungen und Beiwerk. So auch die Segeltuchgamaschen mit seitlicher Knöpfung, die am Koppel eingehängte Zündhütchentasche mit dem Staatsemblem und das Koppelschloss mit den eingravierten Initialen »S.N.Y.« (Staat New York - bei der Konföderation auch »Snotty Nosed Yanks« genannt).

- Die Soldaten des 23. Massachusetts-Regiment waren durch ihren Zuavenjacken aus grauem Flanell mit blauen Aufschlägen, den dunkelblauen Hosen und der grauen Kappe eine auffällige Erscheinung. Alle Kleidungsstücke waren dazu einheitlich rot eingefasst. Die Offiziere trugen einreihige, graue Waffenröcke mit blauen Kragen- und Ärmelaufschlägen, dunkelblaue Hosen und blaue Feldmützen. Kepi und Uniformrock waren mit Goldlitze besetzt. Die Auffälligkeit wurde diesen Soldaten oft zum Verhängnis, sodass man sich schon bald noch ihrer Aufstellung für einen einfachen Kampfanzug entschied.

 

 

 

(Von Links:-1- Sergeant (1 st Heavy Artillery-Regiment - Corps d’ Afrique) -2- First Sergeant (56. U.S. Farbigen-Infanterieregiment) -3- Soldat (U.S. Farbigen-Infanterie) -4- Soldat (7. New York-Nationalgarde-Regiment) -5- Corporal (7. New York-Nationalgarde-Regiment) -6- Sergeant (New York-Milizregiment) -7- Soldat (21. Michigan-Regiment) in Dienstuniform -8- Soldat (Irish-Brigade) -9- Soldat (8. Wisconsin-Regiment) in Dienstuniform -10- Offizier (1. Rhode Island-Freiwilligenregiment) -11- Soldat (Rhode Island-Freiwilligenregiment) -12- Soldat (2. New Hampshire-Freiwilligenregiment))



Vor allem zu Beginn des Krieges war die Situation bei den Uniformen bzw. der Versorgung der Unionstruppen mit Kleidungsstücken ähnlich schlecht wie bei den Südstaaten. Es war um alles schlecht bestellt, was mit größerem Aufwand hergestellt werden musste. Erst mit der Wende des Krieges und besseren Versorgungslage des Nordens, änderte sich die Situation und die Uniformen wurden einheitliche und auch die Qualität verbesserte sich. Fakt ist, dass auch bei der Union die Vorschriften für die Uniformen in die Welt der Fiktion und der Theorie gehören. Nur allzu oft musste man auch hier mit dem Vorlieb nehmen was man zur Hand hatte und kombinieren um halbwegs intakte Uniformen zu haben. Das galt aber vorrangig nur für die Unteroffiziere und Mannschaften.
Das die Südstaaten sich gern bei den Unionstruppen bei den Uniformen bedienten ist bekannt und genauso die folgende Verwirrung auf dem Schlachtfeld. Die Schlussfolgerung ist, dass die Union wohl einfach besser ausgestattet und wohl nicht nur zum Ende des Krieges in den Schlachten die Nase vorn hatte, sondern auch bei den Uniformen eine sehr viel bessere "Quote" vorweisen konnte.

 

 


Quellen

Quellen:

Patricia L. Faus (Hrsg.), Historical Times - Encyclopedia of the Civil War.

http://www.bigcountry.de/index.php?Seit ... _us-cs.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://en.wikipedia.org/wiki/Uniform_of_the_Union_Army (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://howardlanham.tripod.com/newindex.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.kidport.com/RefLib/usaHistor ... iforms.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.civilwar.si.edu/soldiering_u ... iform.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.civilwarhome.com/uniformsunion.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.sonofthesouth.net/leefoundat ... iforms.htm (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://civilwar.bluegrass.net/FlagsUnif ... forms.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://uniforms.lovetoknow.com/Union_So ... TleDRUhr-w (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.visit-gettysburg.com/civil-w ... forms.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)
http://www.wtv-zone.com/civilwar/uniongen.html (Letzter Zugriff 24.02.2010)



Autor: Freiherr von Woye