1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 3.50 (3 Votes)

Das Thema

Opfer der Berliner Mauer

 

„[...] nachweisbare kausale und räumliche Verbindung eines Todesfalles mit einer Fluchtaktion oder einem direkten oder mittelbaren Verursachen bzw. Unterlassen durch die ‚Grenzorgane’ am Handlungsort Grenzgebiet

a) ... ist durch eine selbstverschuldete Grenzprovokation ums Leben gekommen,
b) ... ist durch Selbstverschulden tödlich verunglückt,
c) ... ist im Grenzgewässer ertrunken.“

DDR Definition „Todesopfer an der Berliner Mauer“

Definition

Die Definition zu den Opfern der Berliner Mauer (1961 bis 1989) lautet wie folgt: „Die Todesopfer sind Personen die infolge der Anwendung des Schießbefehls durch Grenzsoldaten der DDR oder durch Unfälle in Zusammenhang mit dem Grenzregime ums Leben kamen.“
Berlin ist der Tatort dieser „politischen Morde“. Die geografische Lage des Berliner Rathauses ist 52° 31′ 6″ nördlicher Breite und 13° 24′ 30″ östlicher Länge. Die größte Ausdehnung des Stadtgebiets in Ost-West-Richtung beträgt rund 45 km, in Nord-Süd-Richtung etwa 38 km. Die Stadt hat heute eine Fläche von 892 km², wobei Sie damit zu den größten Städten Europas gehört. Gelegen im Land Brandenburg umgeben, im Osten Deutschlands, ist der Raum Berlin eines der Ballungszentren Deutschlands. Dieses Zentrum hat sich die Stadt seit dem 17./18.Jh. erarbeitet. Als Residenzstadt aufgestiegen, kaiserliche Hauptstadt gewachsen und Hauptstadt des zentralistischen Dritten Reichs auf dem Höhepunkt seiner politischer Bedeutung angekommen, wurde diese Stadt 1945 zu einer der verheerendsten Schlachten des Zweiten Weltkrieges. Auch danach blieb der Stadt die Hauptrolle auf der weltpolitischen Bühne der Macht. War Sie zuvor schon Schauplatz von wahren Propagandaschlachten, organisiert durch die Nationalsozialisten, als Germania zu höherem berufen, sollte Sie als geteilte Stadt wahren Weltruhm erlangen. Nach der Einnahme der Stadt durch die Rote Armee und der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945, wurde Berlin gemäß der Londoner Protokolle – der Gliederung ganz Deutschlands in Besatzungszonen entsprechend – in vier Sektoren aufgeteilt. Diese Sektoren teilten nun die ehemalige Reichshauptstadt auf und bildeten gleichzeitig dennoch das Zentrum Deutschlands. War zwar die Hauptstadt der BRD in Bonn angesiedelt, hatten die meisten Westdeutschen doch immer ihre Augen auf Berlin (West), hingegen die DDR Berlin (Ost) als ihre Hauptstadt auserkoren hat und die Stadt damit wahrlich einzigartig in der Welt machte.
 



„Das Leben eines jeden Einzelnen unserer tapferen Jungen in Uniform ist uns mehr wert als das Leben eines Gesetzesbrechers. Soll man von unserer Staatsgrenze wegbleiben – dann kann man sich Blut, Tränen und Geschrei sparen.“
Biografie von Peter Fechter: http://www.chronik-der-mauer.de



Geprägt durch die Berlin Krisen, war die Einzigartigkeit nicht immer Vorteil für die Stadt und die Westberliner mussten in ihrem Leben viele Entbehrungen hinnehmen, waren doch alle Wege in die Enklave der westlichen Hemisphäre durch die DDR bedroht. Diese Situation eskalierte erstmals durch die Blockade der West-Sektoren 1948/49, welche nur durch die „Berliner Luftbrücke“ überwunden werden konnte. Standen sich schon damals West und Ost gegenüber, jederzeit bereit den Drohungen auch Taten folgen zu lassen, markiert der 13. August 1961 einen Höhepunkt der Bedrohung Westberlins bzw. des Kalten Krieges. Beide Seiten des schwelenden Konfliktes standen sich in Schussweite gegenüber und wenige Tage später trennte eine Mauer den Ostteil der Stadt vom Westteil. Die Spaltung der Stadt war nun vollkommen. Diese wurde zementiert durch den Bau einer Mauer quer durch Berlin, doch dadurch wurde die Krise nicht beendet. Diese Mauer trennte fortan die beiden deutschen Staaten, nach Außen sollten die DDR Bürger vor dem „kapitalistischen und imperialistischen Ausland“ beschützt werden, nach Innen sollte die Mauer dem Ausbluten der DDR ein Ende bereiten.


Statistik


 
Die Anzahl der Toten vom Mauerbau bis zu ihrem Fall 1961 - 1989
Jahr
Anzahl
Flüchtende
ohne Fluchtabsicht (Ost)
ohne Fluchtabsicht (West)
Grenzsoldaten
1961
11
12
-
1
-
1962
22
15
1
2
4
1963
10
8
1
-
1
1964
10
8
-
1
1
1965
12
8
1
3
-
1966
12
9
-
3
-
1967
2
2
-
-
-
1968
7
4
1
1
1
1969
3
3
-
-
-
1970
8
4
2
2
-
1971
4
1
-
3
-
1972
4
3
-
1
-
1973
5
4
-
1
-
1974
1
1
1
1
-
1975
4
2
1
1
-
1976
-
-
-
-
-
1977
2
2
-
-
-
1978
-
-
-
-
-
1979
-
-
-
-
-
1980
2
1
-
-
1
1981
3
2
-
1
-
1982
1
-
-
1
-
1983
1
1
-
-
-
1984
1
1
-
-
-
1985
-
-
-
-
-
1986
4
4
-
-
-
1987
1
1
-
-
-
1988
-
-
-
-
-
1989
3
3
-
-
-
 
Insgesamt
136
98
8
22
8


Fluchtgründe

Die Opfer der Mauer bzw. ihrer Bewacher wollten der DDR und ihrem System fliehen. Es war weniger eine Flucht vor den Krisen Berlins, als der Situation in der gesamten DDR. So sind auch die Opfer an der gesamten innerdeutschen Grenze aufgeführt. Die Mehrzahl der Opfer ist männlich, was auch immer das über die Psychologie und Bereitschaft der Flucht aussagt. Man floh nachdem man nicht offiziell ausreisen durfte. Denn nach der offiziellen Ablehnung bzw. des Ausbleibens einer genehmigten Ausreise, fing der DDR-typische inoffizielle Alltags- und Repressionsrhythmus an.
 



„Selbst 44 Jahre nach dem Mauerbau und 15 Jahre nach der Öffnung der DDR-Archive existierten keine gesicherten Angaben über die Anzahl der Todesopfer an der Berliner Mauer.“
Hans-Hermann Hertle/Maria Nooke: Die Todesopfer an der Berliner Mauer 1961-1989

 

Die Lebenssituation der Menschen und vor allem der Ausreisewilligen im geteilten Deutschland verschlechterte sich zusehends. Die überwiegende Mehrheit der Fluchtopfer sah in Berlin die dichte Bebauung und die scheinbar leicht zu überwindenden Mauer in unmittelbarer Nähe. Darum kamen die meisten Fluchtopfer aus Ost-Berlin und dem Berliner Umland, wobei die erste Generation der Flüchtenden zumeist der Kriegs- und Nachkriegsgeneration angehörte. Sie kannten das vereinte Deutschland noch als gegeben und ihr bisheriges Leben im greifbar. Diese Einheitlichkeit war weg und konnte nicht mehr hergestellt sein, deshalb entschieden Sie sich für den Teil Deutschlands, der Ihnen am Freisten erschien. Diese Freiheit wird anhand des bisher erlebten Unterdrückung und Diskriminierung unter dem NS Regime noch wichtiger. Außerdem kannten Sie die Westberliner und Westdeutsche nicht nur aus dem Fernsehen und der Ferne, sondern als Verwandte und enge Freunde lange Zeit neben ihnen. Man wollte diese Verbindungen nicht aufgeben und flüchtete Ihnen nach. Die Flüchtlinge der späteren Zeit gehörten dagegen einer Generation an, die weitgehend in der DDR sozialisiert wurde und die offene Grenze nicht mehr bewusst erlebt hatte.

 



„Die politische Sensibilität der Staatsgrenze zu Berlin (West) machte die Verschleierung des Vorkommnisses notwendig. Es mußte verhindert werden, daß Gerüchte über das Vorkommnis in Umlauf geraten bzw. daß Informationen dazu nach Westberlin oder [in die] BRD abfließen.“
Stasi-Bericht November 1986



Für Sie waren nicht die ehemaligen Verbindungen und vergangenen Verbindungen der Grund zu fliehen, sondern die Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen und politischen Bedingungen bzw. fehlende Perspektiven und eine Freiheit der eigenen Entfaltung, die die DDR in dieser Form nicht bieten konnte. Man wollte den gewünschten Beruf, Ausbildung und Konsum. Die Freiheit politischer Ansichten und Äußerungen. Vielen kamen nicht mit ihrer „ideologischen“ Umgebung bzw. gesellschaftlichen Umfeld klar. Man floh vor der Einberufung zur Nationalen Volksarmee oder Drangsalierungen während des Wehr- bzw. Polizeidienstes, dazu kommt die polizeiliche Verfolgung aufgrund Andersartigkeit gegenüber der gesellschaftlichen Norm.


Die Opfer

Ida Siekmann
Fluchtdatum: 22. Aug. 1961
Alter: 58
Kurzinformation : Bei einem Sprung aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 48
tödlich verletzt und noch vor Krankenhauseinlieferung gestorben.
Günter Litfin
Fluchtdatum: 24. Aug. 1961
Alter: 24
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze im Humboldthafen.
Roland Hoff
Fluchtdatum: 29. Aug. 1961
Alter: 27
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch im Teltowkanal vor Berlin-Lichterfelde,
Höhe Wupperstraße.
Rudolf Urban
Fluchtdatum: 17. Sep. 1961
Alter: 47
Kurzinformation: Am 19. August 1961 auf der Flucht aus seiner Wohnung in der Bernauer Straße 1 abgestürzt und mit einem Bruch in ein Westberliner Krankenhaus eingeliefert;
an einer dort zugezogenen Lungenentzündung am 17. September 1961 gestorben.
Olga Segler
Fluchtdatum: 25. Sep. 1961
Alter: 80
Kurzinformation: Am 25. September 1961 bei Fluchtversuch mittels Sprung aus ihrer Wohnung in der Bernauer Straße 34 schwer verletzt,
am 26. September den dabei erlittenen inneren Verletzungen erlegen.
Bernd Lünser
Fluchtdatum: 4. Okt. 1961
Alter: 22
Kurzinformation: Stürzte bei einem Fluchtversuch im Kampf mit Grenzsoldaten
vom Dach des Hauses Bernauer Straße 44 und verletzte sich tödlich.
Udo Düllick
Fluchtdatum: 5. Okt. 1961
Alter: 25
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch mittels Durchschwimmen und (aufgrund von Beschuss)
Durchtauchen der Spree
an der Sektorengrenze zwischen Friedrichshain und Kreuzberg ertrunken.
Werner Probst
Fluchtdatum: 14. Okt. 1961
Alter: 25
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze am Spreeufer
in Kreuzberg zwischen Schilling- und Oberbaumbrücke.
Lothar Lehmann
Fluchtdatum: 26. Nov. 1961
Alter: 19
Kurzinformation: Ertrunken/Gestorben an den Folgen von Kälteschock und Kreislaufkollaps
beim Fluchtversuch am Außenring in der Havel
in der Nähe von Sacrow (bei Potsdam) in Höhe Fährstraße
Dieter Wohlfahrt
Fluchtdatum: 9. Dez. 1961
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen als Fluchthelfer in Staaken,
nahe Bergstraße/Ecke Hauptstraße
Ingo Krüger
Fluchtdatum: 10. Dez. 1961
Alter: 21
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree
in der Nähe des Reichstagufers an der Kieler Straße
aufgrund Defekt des Tauchgeräts ertrunken
oder an Kälteschock gestorben.
Georg Feldhahn
Fluchtdatum: 19. Dez. 1961
Alter: 20
Kurzinformation: DDR-Grenzpolizist, der vor Dienstantritt getrunken hatte;
ertrunken beim Flucht- und Fahnenfluchtversuch
während seines Einsatzes an der Sektorengrenze in der Spree,
in West-Berlin gefunden am 11. März 1962.
Dorit Schmiel
Fluchtdatum: 19. Feb. 1962
Alter: 20
Kurzinformation: Tödlich angeschossen
beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zu Wittenau,Wilhelmsruher Damm,
und im Krankenhaus gestorben.
Heinz Jercha
Fluchtdatum: 27. Mär. 1962
Alter: 24
Kurzinformation: Erschossen als Fluchthelfer an der Sektorengrenze
zwischen Treptow und Neukölln in der Heidelberger Straße,
erlag in West-Berlin seinen Verletzungen.
Philipp Held
Fluchtdatum: Apr. 1962
Alter: 19
Kurzinformation: Am oder nach dem 8. April,
laut Autopsie eventuell um den 12. April herum,
beim Fluchtversuch ertrunken
an der Sektorengrenze beim Durchschwimmen der Spree;
Leiche gefunden am 22. April.
Klaus Brueske
Fluchtdatum: 18. Apr. 1962
Alter: 23
Kurzinformation: Fluchtversuch mit einem durch
die Sektorengrenze brechenden LKW an der
Grenzübergangsstelle Heinrich-Heine-Straße;
erstickte beim Unfall,
der den LKW auf der West-Berliner Seite zum Stehen brachte.
Peter Böhme
Fluchtdatum: 18. Apr. 1962
Alter: 19
Kurzinformation: Erschossen während eines Schusswechsels
am Gleisdreieck Potsdam-Griebnitzsee gegenüber von Berlin-Kohlhasenbrück,
nachdem mit seiner Waffe
der Grenzsoldat Jörgen Schmidtchen erschossen worden war.
Horst Frank
Fluchtdatum: 29. Apr. 1962
Alter: 19
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
zwischen Schönholz und Reinickendorf,
am Bahndamm nördlich der Klemkestraße.
Lutz Haberlandt
Fluchtdatum: 27. Mai 1962
Alter: 24
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze südlich der Sandkrugbrücke,
nahe der Charité am Alexanderufer.
Axel Hannemann
Fluchtdatum: 5. Juni 1962
Alter: 17
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Spree nahe der Marschallbrücke am Reichstagufer,
nachdem der Schiffsführer des Kahns,
auf dem er eigentlich nach Westen fliehen wollte,
den Zoll gerufen hatte.
Erna Kelm
Fluchtdatum: 11. Juni 1962
Alter: 53
Kurzinformation: Ertrunken beim Fluchtversuch in der Havel in Berlin-Wannsee,
Höhe Nikolskoe.
Wolfgang Glöde
Fluchtdatum: 11. Juni 1962
Alter: 13
Kurzinformation: Im Gespräch mit dort wohnhaften Kindern
zeigte und lud der Grenzer einer Streife an der Sektorengrenze
in Berlin-Treptow in der Kolonie „Sorgenfrei“,
nahe der Karpfenteichstraße, seine Waffe;
dabei löste sich versehentlich ein Schuss und traf Glöde tödlich.
Siegfried Noffke
Fluchtdatum: 28. Juni 1962
Alter: 22
Kurzinformation: Erschossen als Fluchthelfer an der Sektorengrenze zwischen
Berlin-Mitte und Kreuzberg in der Heinrich-Heine-Straße 49,
nachdem der dortige Fluchttunnel verraten worden war;
starb auf dem Weg ins Ost-Berliner Krankenhaus.
Peter Fechter
Fluchtdatum: 17. Aug. 1962
Alter: 18
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Berlin-Mitte, Zimmerstraße;
vor den Augen einer großen West-Berliner Menschenmenge
im Todesstreifen verblutet.
Hans-Dieter Wesa
Fluchtdatum: 23. Aug. 1962
Alter: 19
Kurzinformation: An der Sektorengrenze
in Gesundbrunnen am S-Bahnhof Bornholmer Straße
beim Fluchtversuch zunächst angeschossen und,
als er schon am Boden lag,
aus kurzer Distanz erschossen.
Ernst Mundt
Fluchtdatum: 4. Sep. 1962
Alter: 40
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze,
am Sophienfriedhof, Bernauer/Ecke Bergstraße
Anton Walzer
Fluchtdatum: 8. Okt. 1962
Alter: 60
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Spree nahe der Oberbaumbrücke.
Horst Plischke
Fluchtdatum: 19. Nov. 1962
Alter: 30
Kurzinformation: Ertrunken beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in der Spree;
Leiche gefunden am 10. März 1963.
Otfried Reck
Fluchtdatum: 27. Nov. 1962
Alter: 17
Kurzinformation: Nach einem vereitelten Fluchtversuch auf der Flucht
vor dem ihn nun verfolgenden Grenzer-Suchtrupp in Grenznähe erschossen.
Günter Wiedenhöft
Fluchtdatum: 5./6. Dez. 1962
Alter: 20
Kurzinformation: Ertrunken beim Fluchtversuch im Griebnitzsee in Potsdam,
Leiche geborgen am 25. März 1963
an der Babelsberger Enge.
Hans Räwel
Fluchtdatum: 1. Jan. 1963
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Spree nahe der Oberbaumbrücke.
Horst Kutscher
Fluchtdatum: 15. Jan. 1963
Alter: 31
Kurzinformation: Erschossen beim - wohl alkoholisierten -
Fluchtversuch in Berlin-Treptow,
im Gebiet Alt-Glienicke/Rudower Chaussee/ Rudower Straße;
1956 war eine erste Flucht geglückt,
Kutscher mit Familie aber nach einem Jahr
in die DDR zurückgekehrt
Peter Kreitlow
Fluchtdatum: 24. Jan. 1963
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Niederneuendorf;
einziger Mauertoter,
der von sowjetischen Soldaten erschossen wurde.
Wolf-Olaf Muszinski
Fluchtdatum: Feb./ Mär. 1963
Alter: 16
Kurzinformation: Ertrunken beim Fluchtversuch;
Todestag unklar: ab 6. Februar vermisst,
am 1. April 1963 aus der Spree in Kreuzberg
in Höhe Cuvrystraße 51 geborgen.
Peter Mädler
Fluchtdatum: 26. Apr. 1963
Alter: 19
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch im Teltowkanal,
gegenüber von Berlin-Zehlendorf
in Höhe des Kleinmachnower Weges.
Klaus Schröter
Fluchtdatum: 4. Nov. 1963
Alter: 23
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Spree zwischen Kronprinzen- und Marschallbrücke
angeschossen und in Folge der Schussverletzung ertrunken.
Dietmar Schulz
Fluchtdatum: 25. Nov. 1963
Alter: 24
Kurzinformation: Bei einem Fluchtversuch über die Gleisanlagen nördlich
des S-Bahnhofs Bornholmer Straße von einem Zug
erfasst und wenig später im Volkspolizei-Krankenhaus gestorben.
Dieter Berger
Fluchtdatum: 13. Dez. 1963
Alter: 24
Kurzinformation: Erkletterte stark alkoholisiert an der Sektorengrenze in Berlin-Adlershof
am Teltowkanal, nahe der Wredebrücke,
den Grenzzaun, den er nach Warnschüssen wieder hinab stieg;
als er sich vom Grenzzaun entfernte,
eröffneten die Grenztruppen das Feuer und trafen ihn tödlich,
als er schon am Boden lag;
von einer Fluchtabsicht wird nicht ausgegangen.
Paul Schultz
Fluchtdatum: 25. Dez. 1963
Alter: 18
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
zwischen Berlin-Mitte und Kreuzberg
in Höhe Melchiorstraße/Bethaniendamm,
gestorben im West-Berliner Krankenhaus.
Walter Hayn
Fluchtdatum: 27. Feb. 1964
Alter: 25
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in Treptow nahe der Kleingartenanlage „Sorgenfrei“.
Adolf Philipp
Fluchtdatum: 5. Mai 1964
Alter: 20
Kurzinformation: West-Berliner, der im Grenzbereich zum Spandauer Forst
am Oberjägerweg erschossen wurde,
als er mit einer Gaspistole zwei Grenzer bedrohte;
hatte bereits früher Grenzen und Grenzbereiche angesehen bzw.
betreten und wollte vermutlich zu einem
späteren Zeitpunkt eine Fluchthilfe planen.
Walter Heike
Fluchtdatum: 22. Juni 1964
Alter: 29
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Nähe des Invalidenfriedhofs.
Norbert Wolscht
Fluchtdatum: 28. Juli 1964
Alter: 20
Kurzinformation: Bei Fluchtversuch mit vermutlich selbst angefertigtem Tauchgerät
unter ungeklärten Umständen in der Havel ertrunken.
Rainer Gneiser
Fluchtdatum: 28. Juli 1964
Alter: 19
Kurzinformation: Bei Fluchtversuch mit vermutlich selbst angefertigtem Tauchgerät
unter ungeklärten Umständen in der Havel ertrunken.
Hildegard Trabant
Fluchtdatum: 18. Aug. 1964
Alter: 37
Kurzinformation: Bei einem Fluchtversuch von zwei Angehörigen der Grenztruppen der DDR im Bereich der stillgelegten S-Bahnstrecke zwischen den Haltestellen Schönhauser Allee und Gesundbrunnen entdeckt und,
als sie zurück Richtung DDR floh, erschossen.
Wernhard Mispelhorn
Fluchtdatum: 20. Aug. 1964
Alter: 18
Kurzinformation: Bei einem Fluchtversuch bei der Kleingartenkolonie in Berlin-Schönholz
am 18. August 1964 angeschossen
und zwei Tage später im Krankenhaus der Volkspolizei gestorben.
Hans-Joachim Wolf
Fluchtdatum: 26. Nov. 1964
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Baumschulenweg,
im Britzer Zweigkanal in Höhe Heidekampgraben.
Joachim Mehr
Fluchtdatum: 3. Dez. 1964
Alter: 19
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch in Hohen Neuendorf/Bergfelde zunächst angeschossen und,
als er bereits auf dem Boden lag,
aber sich noch bewegte, erschossen.
unbekannt
Fluchtdatum: 19. Jan. 1965
Alter: --
Kurzinformation:Wurde gesehen,
wie er bei einem Fluchtversuch in der Spree ertrank;
Verbleib der Leiche und Identität des etwa 30jährigen unbekannt;
eventuell mit einer in West-Berlin am 8. Juli 1965 gefundenen,
nicht identifizierten Wasserleiche identisch.
Christian Buttkus
Fluchtdatum: 4. Mär. 1965
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Kleinmachnow/Dreilinden,
nahe Teerofendamm.
Ulrich Krzemien
Fluchtdatum: 25. Mär. 1965
Alter: 24
Kurzinformation: Am 13. April 1965 in der Spree zwischen der Brommy- und der Schillingbrücke gefunden;
mit großer Wahrscheinlichkeit identisch mit einem möglicherweise alkoholisierten Mann,
der am 25. März 1965 die Spree in der Nähe des Osthafens an der Sektorengrenze
zwischen Berlin-Kreuzberg und Berlin-Friedrichshain
von Berlin-West nach Berlin-Ost durchquerte,
aus Erschöpfung nicht das Ost-Berliner Ufer erklimmen konnte
und trotz Bittens um Hilfe unter den Augen
eines tatenlosen DDR-Grenzpostens ertrank.
Hans-Peter Hauptmann
Fluchtdatum: 3. Mai 1965
Alter: 26
Kurzinformation: Geriet vor seinem grenznahen Haus mit einer Grenztruppe in Streit
und griff dabei nach dem Waffenlauf eines Grenzpostens;
wurde durch Schüsse am 24. April 1965
am Außenring im Grenzgebiet zwischen Potsdam-Babelsberg
und West-Berlin schwer verletzt,
woraufhin ihm bei einer Operation eine Niere entfernt wurde;
als die andere Niere versagte,
starb er am 3. Mai 1965.
Hermann Döbler
Fluchtdatum: 15. Juni 1965
Alter: 42
Kurzinformation: West-Berliner Motorbootfahrer,
der auf dem Teltowkanal in der Nähe des Kontrollpunktes Dreilinden,
unabsichtlich die - 100 Meter weiter entfernt geglaubte -
Grenze überquerte und daraufhin von DDR-Grenzsoldaten erschossen wurde
Klaus Kratzel
Fluchtdatum: 8. Aug. 1965
Alter: 25
Kurzinformation: Tödlich verunglückt beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
im S-Bahntunnel zwischen den Bahnhöfen
Pankow und Schönhauser Allee.
Klaus Garten
Fluchtdatum: 18. Aug. 1965
Alter: 24
Kurzinformation: Tödlich verletzt beim Fluchtversuch in Teltow,
nahe Philipp-Müller-Allee und im Ost-Berliner Krankenhaus den Verletzungen erlegen.
Walter Kittel
Fluchtdatum: 18. Okt. 1965
Alter: 23
Kurzinformation: Aus nächster Nähe beim Fluchtversuch in Kleinmachnow erschossen,
als er sich auf Aufforderung hin den DDR-Grenzern ergeben wollte.
Die Tat führte 1992 zum höchsten Strafmaß in einem Mauerschützenprozess.
Heinz Cyrus
Fluchtdatum: 11. Nov. 1965
Alter: 29
Kurzinformation: Wurde am 10. November beim Fluchtversuch entdeckt,
flüchtete vor den ihn verfolgenden Grenzern in
das grenznahe Haus Gartenstraße 85 in Berlin-Prenzlauer Berg und kletterte,
als das umstellte Haus durchsucht wurde, aus dem Flurfenster im 4. Stock;
stürzte in den Hof und erlag am folgenden Morgen im Krankenhaus seinen Verletzungen.
Heinz Sokolowski
Fluchtdatum: 25. Nov. 1965
Alter: 47
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
zwischen Brandenburger Tor und Clara-Zetkin-Straße.
Erich Kühn
Fluchtdatum: 3. Dez. 1965
Alter: 62
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch in den Bauch geschossen
am 26. November 1965 an der Sektorengrenze
im Bereich des Bahndamms Sonnenalle,
nahe der Kleingartensparte „Eintracht“;
im Krankenhaus am 3. Dezember 1965
einer Bauchfellentzündung erlegen
Heinz Schöneberger
Fluchtdatum: 26. Dez. 1965
Alter: 27
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze zwischen
Berlin-Mitte und Kreuzberg am Grenzkontrollpunkt Heinrich-Heine-Straße.
Dieter Brandes
Fluchtdatum: 11. Jan. 1966
Alter: 19
Kurzinformation: Beschossen beim Fluchtversuch am 9. Juni 1965
an der Sektorengrenze im Bereich Nordbahnhof/Gartenstraße
und am 11. Januar 1966 seinen schweren
körperlichen und psychischen Verletzungen erlegen
(Kreislaufversagen).
Willi Block
Fluchtdatum: 7. Feb. 1966
Alter: 31
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Staaken,
nahe der Grenzübergangsstelle,
als er bereits am Boden lag,
weil sich seine Kleidung im Stacheldraht verfangen hatte.
Lothar Schleusener
Fluchtdatum: 14. Mär. 1966
Alter: 13
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow,
Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ in der Nähe des S-Bahnhofs Plänterwald.
Jörg Hartmann
Fluchtdatum: 14. Mär. 1966
Alter: 10
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow,
Kleingartenkolonie „Sorgenfrei“ in der Nähe des S-Bahnhofs Plänterwald;
jüngstes Opfer, das an der Mauer erschossen wurde.
Willi Marzahn
Fluchtdatum: 19. Mär. 1966
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch während eines Schusswechsels
zwischen zwei Flüchtlingen und den Besatzungen zweier Grenzwachtürme
bei Kohlhasenbrück/Steinstücken.
Eberhard Schulz
Fluchtdatum: 30. Mär. 1966
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch zwischen Kleinmachnow und Königs Wusterhausen;
Mit-Flüchtling wurde festgenommen.
Michael Kollender
Fluchtdatum: 25. Apr. 1966
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Flucht- und (als NVA-Soldat)
Fahnenfluchtversuch an der Sektorengrenze in Johannisthal am Teltowkanal;
die Schützen wurden im wiedervereinigten Deutschland freigesprochen,
da Fahnenflucht laut DDR-Militärgesetz von 1962 ein Verbrechen war.
Paul Stretz
Fluchtdatum: 29. Apr. 1966
Alter: 31
Kurzinformation: West-Berliner, der angetrunken an der Sektorengrenze
im Spandauer Schifffahrtskanal in Höhe Invalidenfriedhof badete;
von DDR-Grenzern erschossen,
die ihn für einen Flüchtling hielten.
Eduard Wroblewski
Fluchtdatum: 26. Juli 1966
Alter: 33
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch (unter Alkohol)
am Außenring in Mahlow an der Grenze zu Berlin-Lichtenrade
in der Nähe des ehemaligen S-Bahndamms;
eine erste Flucht war ihm 1952 gelungen,
nach neun Monaten war er aber in die DDR zurückgekehrt.
Heinz Schmidt
Fluchtdatum: 29. Aug. 1966
Alter: 46
Kurzinformation: West-Berliner, der vermutlich aufgrund psychischer Krankheit
die Spree an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Kreuzberg
in Höhe Invalidenfriedhof von Berlin-West nach Berlin-Ost durchschwamm und
auf dem Rückweg von DDR-Grenzern beschossen und tödlich verletzt wurde.
Karl-Heinz Kube
Fluchtdatum: 16. Dez. 1966
Alter: 17
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Kleinmachnow
in der Nähe des Teltower Hafens;
Mit-Flüchtling wurde festgenommen.
Max Willi Sahmland
Fluchtdatum: 27. Jan. 1967
Alter: 37
Kurzinformation: Erschossen beim alkoholisierten Fluchtversuch
an der Sektorengrenze im Teltowkanal in Berlin-Rudow,
nahe der Kanalstraße in Höhe der Firma Eternit,
und abgesunken; Leiche von der West-Berliner Wasserschutzpolizei am 8. März 1967 geborgen;
zwei Mit-Flüchtlinge gaben auf und blieben unentdeckt.
Franciszek Piesik
Fluchtdatum: 17. Okt. 1967
Alter: 24
Kurzinformation: Bei einem Fluchtversuch im Niederneuendorfer See,
am Außenring zwischen Hennigsdorf (Kreis Nauen) und Berlin-Spandau ertrunken.
Elke Weckeiser
Fluchtdatum: 18. Feb. 1968
Alter: 22
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch mit Dieter Weckeiser
an der Sektorengrenze gegenüber dem Reichstagsgebäude nahe der Kronprinzenbrücke.
Dieter Weckeiser
Fluchtdatum: 19. Feb. 1968
Alter: 25
Kurzinformation: Angeschossen am 18. Februar 1968 beim Fluchtversuch mit Elke Weckeiser
an der Sektorengrenze gegenüber dem Reichstagsgebäude nahe der Kronprinzenbrücke,
gestorben am 19. Februar 1968;
war 1962 freiwillig mit seiner ersten Ehefrau in die DDR eingereist.
Herbert Mende
Fluchtdatum: 10. Mär. 1968
Alter: 29
Kurzinformation: Wurde alkoholisiert am 7. Juli 1962
von Volkspolizisten in Potsdam
an der Glienicker Brücke kontrolliert und hatte keine Ausweisepapiere dabei;
als er versuchte,
in den von ihm erwarteten Linienbus einzusteigen,
wurde er angeschossen;
starb 5 1/2 Jahre danach an den Spätfolgen.
Bernd Lehmann
Fluchtdatum: 28. Mai 1968
Alter: 18
Kurzinformation: Bei einem Fluchtversuch in der Spree
zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Kreuzberg
in den Unterwassersperranlagen der Grenze (Stacheldraht) ertrunken.
Siegfried Krug
Fluchtdatum: 6. Juli 1968
Alter: 28
Kurzinformation: West-Deutscher, der über den Grenzübergang Friedrichstraße in die DDR einreiste
und aus unbekannten Gründen in das abgesperrte Sektorengrenzgebiet
auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor vordrang;
ignorierte Warnrufe und -schüsse zunächst,
drehte schließlich um und ging dicht auf einen der drei ihn bedrohenden Grenzposten zu,
der ihn erschoss.
Horst Körner
Fluchtdatum: 15. Nov. 1968
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Klein-Glienicke/Schlosspark Babelsberg,
in der Nähe des Altenheims Wasserstraße;
zuvor hatte der Volkspolizist mit seiner Dienstpistole das Feuer auf zwei ihn entdeckende Grenzsoldaten
eröffnet und dabei Rolf Henniger getötet.
Horst Körner
Fluchtdatum: 15. Nov. 1968
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Klein-Glienicke/Schlosspark Babelsberg,
in der Nähe des Altenheims Wasserstraße;
zuvor hatte der Volkspolizist mit seiner Dienstpistole das Feuer auf zwei ihn entdeckende Grenzsoldaten
eröffnet und dabei Rolf Henniger getötet.
Johannes Lange
Fluchtdatum: 9. Apr. 1969
Alter: 28
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Mitte,
im Bereich Adalbertstraße/Leuschnerdamm.
Klaus-Jürgen Kluge
Fluchtdatum: 13. Sep. 1969
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
nahe der Helmut-Just-Brücke.
Leo Lis
Fluchtdatum: 20. Sep. 1969
Alter: 45
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze
in der Nähe des Nordbahnhofs.
Eckhard Wehage
Fluchtdatum: 10. Mär. 1970
Alter: 21
Kurzinformation: Beging nach einem gescheiterten Versuch durch die Entführung
einer Maschine der Interflug von Ost- nach West-Berlin zu flüchten
mit seiner Ehefrau Selbstmord.
Christel Wehage
Fluchtdatum: 10. Mär. 1970
Alter: 23
Kurzinformation: Beging nach einem gescheiterten Versuch durch die Entführung
einer Maschine der Interflug von Ost- nach West-Berlin zu flüchten
mit ihrem Ehemann Selbstmord.
Heinz Müller
Fluchtdatum: 19. Juni 1970
Alter: 27
Kurzinformation: Westdeutscher, der aus ungeklärten Gründen - möglicherweise unter Alkoholeinfluss -
von der westdeutschen Seite in die Sperranlage
an der Sektorengrenze in Berlin-Friedrichshain nahe der Schillingbrücke geriet

und dort erschossen wurde.

Willi Born
Fluchtdatum: 7. Juli 1970
Alter: 19
Kurzinformation: Selbstmord während gescheitertem Fluchtversuch,
als er von Grenzsoldaten gestellt wurde.
Friedhelm Ehrlich
Fluchtdatum: 2. Aug. 1970
Alter: 20
Kurzinformation: Zur NVA einberufen und zuletzt in einer Grenzkompagnie dienend,
drang Ehrlich alkoholisiert, unbewaffnet und lautstark (u.a. laut pfeifend)
in den Sektorengrenzraum in der Nähe der Leipziger Straße/Staerkstraße
am Außenring in Glienicke/Nordbahn (Kreis Oranienburg) ein; wurde gestellt,
soll dann eine Waffe vorgetäuscht und die Grenztruppen zum Schießen aufgefordert haben,
woraufhin ein Soldat auf ihn schoss und u.a. eine Bein-Hauptschlagader traf;
Erste Hilfe wurde nicht geleistet, Ehrlich verblutete nach Einlieferung ins Krankenhaus;
Fluchtabsicht unklar.
Gerald Thiem
Fluchtdatum: 7. Aug. 1970
Alter: 41
Kurzinformation: Durchdrang aus ungeklärten Gründen alkoholisiert die Grenze
von West-Berlin nach Ost-Berlin;
wurde an der Sektorengrenze zwischen Berlin-Neukölln und -Treptow,
Kiefholzstraße/Höhe Puderstraße,
erschossen und starb auf dem Weg ins Ost-Berliner Krankenhaus.
Helmut Kliem
Fluchtdatum: 13. Nov. 1970
Alter: 31
Kurzinformation: Näherte sich - in ein Gespräch verwickelt und unter Alkoholeinfluss -
versehentlich einer Grenzanlage am Außenring in Falkensee,
Ortsteil Falkenhöh, nahe der Pestalozzistraße,
und wurde beim Entfernen von der Anlage erschossen; sein Mitfahrer wurde verletzt,
aber nicht der Republikflucht angeklagt;
Vorfall in der DDR als (vertuschter) Unfall gewertet.
Christian-Peter Friese
Fluchtdatum: 25. Dez. 1970
Alter: 22
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Treptow,
im Bereich Köllnische Heide/Dammweg.
Rolf-Dieter Kabelitz
Fluchtdatum: 30. Jan. 1971
Alter: 19
Kurzinformation: Beim Betreten des Sektorengrenzgebiets am Außenring zwischen
Bergfelde (Kreis Oranienburg) und Berlin-Reinickendorf am 7. Januar
entdeckt und nach Verfolgung zurück Richtung DDR angeschossen und schwer verletzt;
litt im Krankenhaus an einer sich ausbreitenden inneren Infektion
mit Fieberschüben und Bewusstseinsstörungen;
starb am 30. Januar schließlich an einer am Morgen des Tages diagnostizierten Lungenentzündung;
Fluchtabsicht wahrscheinlich, aber in Verhören im Krankenhaus bestritten.
Wolfgang Hoffmann
Fluchtdatum: 15. Juli 1971
Alter: 28
Kurzinformation: Versuchte nach erfolgreicher DDR-Flucht 1961,
vermutlich alkoholisiert, die in der DDR lebende Mutter zu besuchen,
und sprang nach der Festnahme aus einem zehn Meter hohen Fenster im Polizeigebäude;
Selbstmordabsicht unklar, die DDR ging von einem Unfall aus.
Werner Kühl
Fluchtdatum: 24. Juli 1971
Alter: 22
Kurzinformation: Beim Versuch, mit einem Freund die Grenze von West-Berlin nach Ost-Berlin
- vermutlich zwecks Niederlassung in der DDR - heimlich zu überqueren,
an der Sektorengrenze in Berlin-Treptow nahe
der Brücke Britzer Allee/Baumschulenweg erschossen;
Freund wurde im Osten gefangengenommen und am
30. August in den Westen ausgewiesen.
Dieter Beilig
Fluchtdatum: 2. Okt. 1971
Alter: 30
Kurzinformation: Festgenommen, als er auf der Mauer der Sektorengrenze in Berlin-Mitte am Brandenburger Tor balancierte
und dann nach Ost-Berlin hinuntersprang;
im Gebäude der Akademie der Künste (NVA-Führungspunkt) verhört und dort,
laut DDR-Grenztruppen, bei einem Fluchtversuch aus dem Fenster aus nächster Nähe erschossen;
war bereits im April 1964 unter ungeklärten Umständen in Stasi-Gefangenschaft geraten,
aber von Westdeutschland 1964 freigekauft worden.
Horst Kullack
Fluchtdatum: 21. Jan. 1972
Alter: 23
Kurzinformation: Angeschossen beim Fluchtversuch am 1. Januar 1972 bei Groß Ziethen
an der Grenze zu Berlin-Lichtenrade und schwer verletzt;
von der Stasi in der Folge aus psychiatrischen Gründen
für unzurechnungsfähig erklärt und zur Einweisung in eine Anstalt
(anstelle Anklage wegen Republikflucht) empfohlen;
am 21. Januar 1972 an den erlittenen inneren Verletzungen gestorben.
Manfred Weylandt
Fluchtdatum: 14. Feb. 1972
Alter: 29
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch unter Alkoholeinfluss an der Sektorengrenze
nahe der Schillingbrücke in der Spree zwischen Berlin-Friedrichshain
und Berlin-Kreuzberg mit einem Kopfschuss angeschossen
und daraufhin ertrunken.
Klaus Schulze
Fluchtdatum: 7. Mär. 1972
Alter: 19
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch nördlich von Falkensee nahe der Pestalozzistraße, unweit der Exklave Eiskeller; Mit-Flüchtling entkommt in den Westen.
Holger H.
Fluchtdatum: 22. Jan. 1973
Alter: 1
Kurzinformation: Im Auto erstickt während der Flucht
mit seinen Eltern über die Sektorengrenze in Berlin.
Volker Frommann
Fluchtdatum: 5. Mär. 1973
Alter: 29
Kurzinformation: Versuchte am 1. März 1973 die Flucht mit einer S-Bahn,
verletzte sich beim Sprung aus dem Zug schwer
und erlag vier Tage später im Krankenhaus den Verletzungen.
Horst Einsiedel
Fluchtdatum: 15. Mär. 1973
Alter: 33
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch
an der Sektorengrenze am Friedhof Pankow.
Manfred Gertzki
Fluchtdatum: 27. Apr. 1973
Alter: 30
Kurzinformation: An der Sektorengrenze in Berlin-Mitte,
in der Reinhardtstraße nahe am Reichstag, niedergeschossen; beim Versuch, den leblosen Körper zu bergen,
stieß ihn ein DDR-Grenzer in die Spree, wo er aufgrund einer mit Metallstücken verstärkten
und vermeintlich kugelsicheren Jacke sofort sank; unklar ist,
ob Gertzki bereits an den Schüssen oder erst durch Ertrinken starb.
Burkhard Niering
Fluchtdatum: 5. Jan. 1974
Alter: 23
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch mit Geiselnahme an der Sektorengrenze
im Grenzkontrollpunkt Friedrich-/Zimmerstraße („Checkpoint Charlie“)
Johannes Sprenger
Fluchtdatum: 10. Mai 1974
Alter: 68
Kurzinformation: Erschossen beim Betreten des Sektorengrenzgebiets in Berlin-Altglienicke,
Nähe Hornkleepfad, zwischen Berlin-Treptow und Berlin-Neukölln.
Fluchtabsicht ist unwahrscheinlich,
da der Rentner West-Deutschland legal bereisen durfte und das bereits zweimal getan hatte.
Er hatte gesundheitliche Probleme infolge von Lungenkrebs
(die genaue Diagnose war ihm jedoch nicht bekannt).
Deswegen und wegen der Abschiedsworte an seine Frau nahmen das MfS
und nach der Wiedervereinigung auch das Berliner Landgericht
(Mauerschützenprozesse) Selbstmord an.
Herbert Halli
Fluchtdatum: 3. Apr. 1975
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen bei einem Fluchtversuch
unter Alkoholeinfluss an der Sektorengrenze in Berlin-Mitte,
Zimmer-/Otto-Grotewohl-Straße; nach einem Warnschuss Richtung DDR zurückgelaufen,
dabei von einem Grenzposten erschossen;
erlag im Krankenhaus den Verletzungen.
Herbert Kiebler
Fluchtdatum: 27. Juni 1975
Alter: 23
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch am Außenring in Mahlow an der Grenze
zu Berlin-Lichtenrade, westlich der Fernstraße 96
Lothar Hennig
Fluchtdatum: 5. Nov. 1975
Alter: 21
Kurzinformation: Angeschossen am 4. November 1975 in Potsdam/Sacrow, Weinmeisterweg,
als er im Dauerlauf von der grenznahen Bushaltestelle nach Hause lief und,
laut Schützenaussage, Warnrufe und einen Warnschuss ignorierte;
am 5. November 1975 im Armeelazarett Potsdam-Drewitz gestorben;
der Schütze war als Sonderposten zur Suche eines
(mit Hennig in keiner Beziehung stehenden) DDR-Flüchtlings eingeteilt.
Dietmar Schwietzer
Fluchtdatum: 16. Feb. 1977
Alter: 18
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Schönwalde, Berliner Allee.
Henri Weise
Fluchtdatum: 17.Mai 1977
Alter: 22
Kurzinformation: In der Spree unter ungeklärten Umständen eventuell am 17. Mai 1977 ertrunken
und am 27. Juli 1977 gefunden; vorausgegangene Ausreiseanträge
und geäußerte Ausreisewünsche legen einen Fluchtversuch nahe.
Marienetta Jirkowsky
Fluchtdatum: 22. Nov. 1980
Alter: 18
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Hohen Neuendorf,
nahe der Invalidensiedlung/Florastraße;
zwei Mit-Flüchtlingen gelang die Flucht.
Johannes Muschol
Fluchtdatum: 16. Mär. 1981
Alter: 31
Kurzinformation: Westdeutscher, der aller Wahrscheinlichkeit nach aus psychischer Verwirrtheit
in den Todesstreifen an der Sektorengrenze zwischen
Wilhelmsruh und Schönholz sprang und versuchte,
Richtung DDR zu fliehen; aus kurzer Distanz erschossen,
als er eine drei Meter hohe Mauer nicht überwinden konnte.
Hans-Jürgen Starrost
Fluchtdatum: 14. Apr. 1981
Alter: 26
Kurzinformation: Beim Fluchtversuch am frühen Morgen des 14. April 1981 in
Teltow-Sigridshorst angeschossen und im Bauchraum schwer verletzt;
wurde zunächst verhört,
dann in ein Armeelazarett in Potsdam ohne Intensivstation eingeliefert;
schließlich Verlegung ins Bezirkskrankenhaus, dort Tod am 16. April.
Thomas Taubmann
Fluchtdatum: 12. Dez. 1981
Alter: 26
Kurzinformation: Versuchte die Flucht mit einem Zug
und verunglückte beim Sprung vom Zug tödlich.
Lothar Fritz Freie
Fluchtdatum: 6. Juni 1982
Alter: 27
Kurzinformation: West-Berliner, der aus ungeklärten Gründen
mit bloßem Oberkörper auf DDR-Grenzgebiet in Prenzlauer Berg
zwischen Bornholmer Straße/Behmstraße, nahe der Helmut-Just-Brücke, lief;
als er nach Anruf zurück in den Westen floh,
angeschossen am 4. Juni 1982, gestorben am 6. Juni 1982.
Silvio Proksch
Fluchtdatum: 25. Dez. 1983
Alter: 21
Kurzinformation: Erschossen an der Sektorengrenze in Berlin-Pankow am Bürgerpark
nahe der Leonhard-Frank-Straße beim spontanen Fluchtversuch
unter erheblichem Alkoholeinfluss.
Michael-Horst Schmidt
Fluchtdatum: 1. Dez. 1984
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Sektorengrenze in Pankow,
Wollankstraße/Schulzestraße 23-24 und im Krankenhaus verblutet.
Rainer Liebeke
Fluchtdatum: 3. Sep. 1986
Alter: 34
Kurzinformation: Ertrunken beim Fluchtversuch im Sacrower See
am Außenring zwischen Groß Glienicke (Potsdam-Land) und Berlin-Spandau;
Leiche wurde eine Woche später von Schülern gefunden.
Manfred Mäder
Fluchtdatum: 21. Nov. 1986
Alter: 38
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch mit René Gross an der Sektorengrenze in Treptow,
im Bereich Karpfenteichstraße.
René Gross
Fluchtdatum: 21. Nov. 1986
Alter: 22
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch mit Manfred Mäder an der Sektorengrenze in Treptow,
im Bereich Karpfenteichstraße.
Michael Bittner
Fluchtdatum: 24. Nov. 1986
Alter: 25
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Glienicke/Nordbahn, Nohlstraße.
Lutz Schmidt
Fluchtdatum: 12. Feb. 1987
Alter: 24
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch an der Berliner Sektorengrenze zwischen Treptow und Neukölln,
im Bereich Rheingoldstraße/Siedlung Rehpfuhl,
nahe der Grenzübergangsstelle Rudower Chaussee.
Ingolf Diederichs
Fluchtdatum: 13. Jan. 1989
Alter: 24
Kurzinformation: Tödlich verunglückt an der Sektorengrenze im Bereich
Bösebrücke/Grenzübergangsstelle Bornholmer Straße
beim Fluchtversuch mittels Sprung aus einer S-Bahn.
Chris Gueffroy
Fluchtdatum: 25. Feb. 1989
Alter: 20
Kurzinformation: Erschossen beim Fluchtversuch in Berlin-Treptow,
nahe der Kleingartenkolonie „Harmonie“ am Britzer Zweigkanal.
Winfried Freudenberg
Fluchtdatum: 8. Mär. 1989
Alter: 32
Kurzinformation: Umgekommen beim Absturz mit einem Ballon über West-Berlin.

Gruppen

Gruppen von Opfer
 

Getötet bei Fluchtversuch im Grenzgebiet durch Angehörigen der bewaffneten Organe der DDR (Schusswaffeneinsatz) oder automatisierten Grenzanlagen (Minen, Selbstschussanlagen, elektische Zäune)

Getötet ohne Fremdeinwirkung (Stürze, Ertrinken, Herzversagen, Ersticken),

Getötet durch unterlassener Hilfeleistung bei lebensbedrohlichen Verletzungen durch die staatlicher Organe der DDR innerhalb des Grenzgebietes

Getötet durch Angehörige der Grenztruppen an offiziellen Grenzübergängen

 


2009 - Kreuze für die Maueropfer an historischer Stelle

 

Die Grenzsoldaten der DDR waren beauftragt und bemächtigt jedweden ungesetzliche Grenzübertritte („Republikflucht“) mit allen Mitteln zu verhindern. Zu dieser Bemächtigung kam der ab 1960 geltende Schießbefehl, welcher bis zum Schluss in Kraft blieb und befolgt wurde. Inwiefern er von den Soldaten auch gezielt umgesetzt wurde, kann aber nicht nachgewiesen werden. Eine Anweisung war aber fast immer der sicherer Tod für die Flüchtlinge, wenn Sie verwundet auf dem Grenzgebiet liegen gelassen wurden, um einen abschreckenden Eindruck auf die West-Berlinern, Ost-Berliner und die westliche Presse zu hinterlassen. Arbeiten an den Verteidigungsanlagen waren immer mit Geheimhaltung verbunden. Die Anlagen wurden auch ausschließlich von Soldaten bewacht, die zu Hause Familien hatten und bei denen die „Fluchtgefahr“ sehr niedrig bewertet wurde.
Die Mauertoten wurden so anonym wie möglich behandelt, manche Familien erfuhren erst nach der Wiedervereinigung vom tödlichen Schicksal ihrer Verwandten.

 

„Die politische Sensibilität der Staatsgrenze zu Berlin (West) machte die Verschleierung des Vorkommnisses notwendig. Es mußte verhindert werden, daß Gerüchte über das Vorkommnis in Umlauf geraten bzw. daß Informationen dazu nach Westberlin oder BRD abfließen.“
MfS-Bericht zum Tod Michael Bittners 1986 zitiert nach Hertle 2009 S. 21


Statistik II


 
Statistik der Flucht- und Todesorte 1961 - 1989
Fluchten innerhalb Berlins; Ostberliner-Stadtbezirke
Flucht- und Todesort
Gesamt
Flüchtende gesamt
ohne Fluchtabsicht (Ost)
ohne Fluchtabsicht (West)
Grenzsoldaten
Pankow
10
9
-
1
-
Prenzlauer Berg
7
6
-
1
-
Mitte
35
26
-
6
3
Friedrichshain
15
8
-
7
-
Treptow
23
15
3
4
1
 
Sektorengrenze
Insgesamt
90
64
3
19
4
 
Fluchten außerhalb Berlins; Umland DDR Dörfer und Städte
Flucht- und Todesort
Gesamt
Flüchtende gesamt
ohne Fluchtabsicht (Ost)
ohne Fluchtabsicht (West)
Grenzsoldaten
Schönefeld
2
2
-
-
-
Großziethen
2
2
-
-
-
Mahlow
2
2
-
-
-
Teltow
4
3
-
-
1
Kleinmachnow
4
4
-
-
-
Potsdam
13
8
2
1
2
Sacrow
3
2
1
-
-
Groß Glienicke
1
1
-
-
-
Staaken
(von Berlin abgetrennt)
2
1
-
1
-
Falkensee,Falkenhöh,
Falkenhagen
3
1
1
1
-
Schönwalde
2
1
-
-
1
Niederneuendorf
1
1
-
-
-
Henningsdorf
1
1
-
-
-
Hohen Neuendorf
2
2
-
-
-
Bergfelde
2
2
-
-
-
Glienicke/Nordbahn
2
1
1
-
-
 
Umland
Insgesamt
46
34
5
3
4
 
Insgesamt
136
98
8
22
8