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Das Thema

Strukturen der Deutschen Streitkräfte 1918 - 1945
Von der Reichswehr bis zur Wehrmacht

 


 
Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Reichspräsident
 
Standarte des Reichspräsidenten ( 1926–1933 )
 
Friedrich Ebert
11. Februar 1919 – 28. Februar 1925
Walter Simonis
11. März 1925 – 30. April 1925
Paul v. Hindenburg
30. April 1925 – 02. August 1934
Adolf Hitler
02. August 1934 – 30. April 1945
Karl Dönitz
01. Mai 1945 – 23. Mai1945

 


Neue Strukturen

 

A. Umstrukturierung nach dem Ersten WK.

Die Artikel 159 – 213 des Versailler Vertrages beschränkten Größe und Bewaffnung der deutschen Streitkräfte. Demnach durfte das Heer über 100.000, die Marine über 15.000 Mann verfügen. Neben Flugzeugen, Panzern, schwerer Artillerie, U-Booten oder Großkampfschiffen war auch die Einrichtung eines Generalstabes untersagt. Letzteres bestand jedoch in Form der Tarnbezeichnung Truppenamt weiter.
Im Ebert–Groener Pakt (Telefonat am 10. November 1918) sicherte Generalquartiermeister Wilhelm Groener als Vertreter der Obersten Heeresleitung und Chef des Generalstabes dem Mitglied des Rates der Volksbeauftragten, Friedrich Ebert, die Unterstützung der Reichswehr für die neue Regierung zu. Hintergrund war die Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung in Deutschland sowie die Abwehr des Bolschewismus.
Die noch bestehenden Streitkräfte aus dem Heer des Weltkrieges wurden per Erlass des Rats der Volksbeauftragten vom 19. Januar 1919 in das Friedensheer überführt. Daraus ging am 06. März 1919 per Gesetz der Nationalversammlung die vorläufige Reichswehr, mit den Teilstreitkräften vorläufiges Reichsheer und vorläufige Reichsmarine hervor (Truppenstärke 420.000 Mann). Zum 01. Oktober 1919 entstand daraus wiederum das Übergangsheer (Truppenstärke 200.000 Mann). Das Wehrgesetz vom 23. März 1921 gründete dann die Reichswehr mit der vom Versailler Vertrag vorgeschriebener Truppenstärke.

 

 

Reichspräsident Friedrich Ebert beim Abschreiten einer Ehrenkompanie der Reichswehr, rechts von ihm Otto Geßler


Weimar/NS-Staat

 

B. Von der Weimarer Zeit bis zum Vorfeld des erneuten Krieges

Die Reichswehr gliederte sich in zwei Teilstreitkräfte: Das Reichsheer und die Reichsmarine. Erst im Zuge der Umstrukturierungen Anfang 1935 wurde die Luftwaffe als dritte Teilstreitkraft etabliert. Die Leitung der Teilstreitkräfte unterlag dem Reichswehrministerium, bis es 1938 zugunsten des Oberkommandos der Wehrmacht entmachtet wurde.

1. Das Reichswehr- / Reichkriegsministerium

Das Reichswehrministerium wurde im Oktober 1919 entsprechend der Reichsverfassung aus den einzelstaatlichen Kriegsministerien des Kaiserreichs und dem Reichsmarineamt gegründet. Der Reichwehrminister übte im Auftrag des Reichspräsidenten den Oberbefehl über die Reichswehr aus.
Reichswehrminister befand sich in einem Dilemma, da er als Mitglied der Regierung die militärischen Anordnungen des Reichspräsidenten überprüfen musste, andererseits aber dem Reichspräsidenten direkt unterstellt war
Durch das „Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht“ vom 16. März 1935 wurde die Reichswehr in Wehrmacht umbenannt, und das Reichswehrministerium in Reichskriegsministerium. Zugleich wurde die Wehrpflicht eingeführt.
Im Zuge der Fritsch-Blomberg Affäre, wurde das Ministerium per Gesetz am 04. Februar 1938 gewissermaßen entmachtet. Deren Geschäfte übernahm nun weitestgehend das Oberkommando der Wehrmacht, welches aus einer Abteilung des Reichskriegsministeriums hervorging.

 

 

Hitler und Blomberg

 
Aufbau des Ministeriums
 
I. Abteilungen
 
Adjutantur,
Haushaltsabteilungen Heer und Marine,
Wehrmacht-Abteilung (seit 1926),
Abwehrabteilung (seit 1928).
Im März 1929 wurden diese im Ministeramt zusammengefasst,
das 1934 in Wehrmachtsamt umbenannt wurde.
Daraus entsprang dann das Oberkommando der Wehrmacht.
 
II. Stellenbesetzungen
 
Reichswehr/ Reichskriegsminister
Gustav Noske
13. Februar 1919 – 22. März 1920
Otto Geßler
27. März 1920 – 19. Januar 1928
Wilhelm Groener
20. Januar 1928 – 07. Oktober 1931
Gottfried Treviranus
09. Oktober 1931 – 30. Mai 1932
Kurt von Schleicher
01. Juni 1932 – 28. Januar 1933
Werner von Blomberg
30. Januar 1933 – 27. Januar 1938
 
Leiter des Minister/ Wehrmachtamtes
Kurt von Schleicher
März 1929 – 17. November 1932
Ferdinand v. Bredow
1932 – 1933
Walter von Reichenau
01. Februar 1933 – 1935
Wilhelm Keitel
seit 01. Oktober 1935 bis zur Umwandlung ins OKW 1938

 

2. Das Reichsheer / Heer

Das Wehrgesetz beendete 1921 die Militärhoheit der Länder, beließ einigen Ländern eine beschränkte Selbstständigkeit. Beispielsweise stellte der Freistaat Bayern eine Besonderheit dar, weil der Wehrkreis VII das gesamte Landesgebiet, mit Ausnahme der Rheinpfalz, umfasste und die hier stationierte 7. (bayerische) Division gänzlich aus Landeskindern bestand. Dieser Verband genoss als „Bayerische Reichswehr“ bis 1924 gewisse Autonomierechte gegenüber der Reichsregierung.
Durch das Gesetz zum Aufbau der Wehrmacht wurde 1935 das Reichsheer in Heer umbenannt. Das Truppenamt wurde gewissermaßen „enttarnt“ und hieß fortan Generalstab. 1936 erfolgte die Umwandlung der Kommandobehörde Heeresleitung in das Oberkommando des Heeres (OKH: siehe Punkt D.2.)

 


 
Stellenbesetzungen
 
Chef der Heeresleitung
Walther Reinhardt
1919 – 1920
Hans von Seeckt
1920 – 1926
Wilhelm Heye
1926 – 1930
Kurt Frhr. v. Hammerstein-Euqard
01. November 1930 – 01. Februar 1934
Werner Frhr. v. Fritsch
01. Februar 1934 – 04. Februar 1938
(1936 als Chef des OKH)
 
 
Leiter des Truppenamts/Generalstabs
Helmuth Graf
von Moltke
29. Oktober 1857 bis 10. August 1888;
Moltke war der letzte preußische Generalstabschef
und der erste Chef des Großen Generalstabes
 
Alfred Graf von Waldersee
10. August 1888 bis 7. Februar 1891
Alfred Graf von Schlieffen
7. Februar 1891 bis 1. Januar 1906
Helmuth von Moltke d. J.
1. Januar 1906 bis 14. September 1914
Erich von Falkenhayn
14. September 1914 bis 29. August 1916
Paul von Hindenburg
29. August 1916 bis 3. Juli 1919
Wilhelm Groener
30. Oktober 1918 bis 15. Juli 1919
 
 
Hans von Seeckt
01. Oktober 1919 – 26.03.1920
Wilhelm Heye
28. März 1920 – Feb. 1923
Otto Hasse
Feb. 1923 – Okt. 1925
Georg Wetzell
Okt. 1925 – Dez. 1926
Werner von Blomberg
Jan. 1927 – 30. September 1929
Kurt Frhr. v. Hammerstein-Euqard
01. Oktober 1929 – 31. Oktober 1930
Wilhelm Adam
01. Oktober 1930 – 30. September 1933
Ludwig Beck
01. Oktober 1933 – 31. Oktober 1938


3. Die Reichsmarine / Kriegsmarine

 


Großadmiral Reader

Die Reichsmarine war gemäß des Wehrgesetzes vom 23. März 1921 ein Teil der Reichswehr. Im Zuge der Umstrukturierungen durch das Gesetz für den Aufbau der Wehrmacht wurde die Reichsmarine in Kriegsmarine umbenannt. Die Marineleitung wurde das Oberkommando der Kriegsmarine.

4. Das Reichsluftfahrtministerium (RLM)

 

 

Hitler und der Feldmarschall der Luftwaffe/Reichsmarschall Göring

Das RLM wurde im April 1933 zur Planung und Entwicklung der zivilen Luftfahrt gegründet. Im Mai 1933 gliederte Reichswehrminister Blomberg das Luftschutzamt (zuständig für die militärische Luftfahrt) aus dem Heer aus und übergab es dem RLM.
Am 26. Februar 1935 wurde die Luftwaffe als eigene Waffengattung eingeführt, so das die Armee nun aus drei Teilstreitkräften bestand: Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe. Dies bedeutete eine Aufwertung des RLM, da der Reichsluftfahrminister der Oberbefehlshaber der Luftwaffe war.
Ein wichtige Abteilung war das Technische Amt, das aus der Abteilung Flugtechnik des Heereswaffenamts hervorging, und für die Entwicklung zuständig war. Das Hauptproblem des RLM war, dass es als Karrieresprungbrett der NSDAP genutzt wurde. Folglich wurden bei Stellenbesetzungen Parteimitglieder bevorzugt. Diese hatten aber kein Interesse am RLM, sondern nur an ihrer eigenen Karriere. Dies führte zu einem ungeheuren Ausbau der Verwaltung, sodass der Reichsluftfahrtminister die Kontrolle und auch den Überblick verlor. Die praktische Folge war, dass vor allem in den Anfangsjahren des Krieges 1939 – 1942 das RLM ihre Aufgaben nicht erfüllen konnte. Expressive bedeutete dies Entwicklungs- und Produktionsstau, da zahlreiche Entwicklungen und Anfragen sich in den Amtswegen des RLM verirrten.
Im Februar 1944 wurde die Luftwaffe einem eigenem Oberkommando unterstellt. Der Oberbefehlshaber blieb aber der Reichsluftfahrtminister. Im Juni desselben Jahres wurde das RLM zudem dem Reichsminister Albert Speer überantwortet. Er sollte es neu und straff durchorganisieren. So wurde zum Beispiel das Technische Amt dem Rüstungsministerium übergeben

 

 
Administrativer Aufbau des RLM
 
I. Abteilungen (Gliederung vom Sept. 1939)
1. Staatssekretär der Luftwaffe und Generalinspekteur der Luftwaffe
2. Chef des Generalstabs der Luftwaffe
3. Chef der Luftabwehr
4. Chef des Luftwaffenpersonalamts
5. Chef des Ausbildungswesens
6. Luftstreitkräfte
7. Erdtruppen der Luftwaffe
 
II. Abteilungen (Gliederung vom 22.Juni 1941)
Die Ämter 2 – 7 behielten ihre Titulatur,
jedoch waren innerhalb dieser Abteilungen Kompetenzverschiebungen zu verzeichnen.
Anstatt des Amtes „Staatssekretär der Luftwaffe…“
tritt nun das Amt „Chef des Ministeramts des R.d.L. und Ob.d.L.“
 
III .Stellenbesetzungen
Reichsluftfahrtminister
Hermann Göring durchgehend
Leitung des Technischen Amtes
(Generalluftzeugmeister)
Ernst Udet (1936 – 17. November 1941)
Erhard Milch (Nov. 1941 – Juli 1944)
Adjutant der Luftwaffe beim Führer und OKW
Nikolaus von Below (? – 30. April 1945)


Gleichschaltung

C. Gleichschaltung des Militärs

„Ich schwöre bei Gott diesen heiligen Eid, dass ich dem Führer des Deutschen Reiches und Volkes, Adolf Hitler, dem Oberbefehlshaber der Wehrmacht, unbedingten Gehorsam leisten und als tapferer Soldat bereit sein will, jederzeit für diesen Eid mein Leben einzusetzen.“
(Eid für jeden Soldaten, gültig ab 2. August 1934).

Während das RLM ein Konstrukt der Nationalsozialisten war, wurden die anderen Truppenteile erst nach und nach gleichgeschaltet, auch wenn dies nicht vollständig gelang (Paradebeispiel Stauffenberg). So wurde das Reichskriegsministerium durch das Gesetz vom 04. Februar 1938 quasi entmachtet. So übernahm Hitler de facto den Oberbefehl über die Wehrmacht und das Oberkommando der Wehrmacht die Aufgaben des Reichskriegsministeriums.

 

 

Oberkommando der Wehrmacht (mitte Halder) in Paradeuniform

1. Das Oberkommando der Wehrmacht (OKW)

Das OKW war der militärische Stab Hitlers, hatte aber keine Kommandogewalt über die Führungsstäbe der Teilstreitkräfte (Heer, Kriegsmarine, Luftwaffe) und somit keine unmittelbare Befehlsgewalt.
Der Chef des OKW Keitel übte im Auftrag Hitlers die bisherigen Befugnisse des Reichskriegsministers aus, und war vom Range eines Reichsministers.
Der Chef des Wehrmacht-Führungsstabs Jodl, einer Unterabteilung des OKW, war organisatorisch dem Chef des OKW unterstellt. In der Realität aber war er Hitlers persönlicher Stabschef, sodass er großen Einfluss ausübte.
Im Laufe des Krieges gewann das OKW immer mehr an Bedeutung. Beim Einmarsch in Österreich, beim Polenfeldzug (Fall Weiß) und beim Westfeldzug (Fall Gelb) hatte das OKW noch keine Befugnisse. Auf Befehl Hitlers wurde die Weserübung (Dänemark & Norwegen) ein OKW-Schauplatz. Weitere OKW-Schauplätze wurden Nordafrika, Finnland, der Balkan und Westeuropa. Das Unternehmen Barbarossa (Sowjetunion) beinhaltete zwar auch OKW-Befehle (z.B. Komissarbefehl), jedoch keine operativen Anordnungen. Auch blieb die Ostfront während des Krieges im Kompetenzbereich des Oberkommandos des Heeres


 
Aufbau des OKW
 
I. Abteilungen
1. Adjutantur der Wehrmacht beim Führer (AdjF)
2. Wehrmacht – Zentral – Abteilung
3. Wehrmachtführungsamt (WFA), seit Okt. 1939 Wehrmachts-Führungsstab (WFSt)
4. Amt Ausland / Abwehr (unter Wilhelm Canaris bis 1944, dann von RSHA übernommen)
5. Allgemeines Wehrmachtsamt (AWA) unter Hermann Reinecke
6. Justizdienststelle beim Chef des OKW mit Wehrmacht – Rechtsabteilung
7. Wehrwirtschaftsamt

8. organisatorisch zugeordnet:
• Reichskriegsgericht
• Reichsfürsorge- und Versorgegericht

 
 
II. Stellenbesetzungen
 
Chef des Oberkommandos der Wehrmacht
Wilhelm Keitel
04. Februar 1938 – 13. Mai 1945 (verhaftet)
Alfred Jodl
13. Mai 1945 – 23. Mai 1945 (ohne Bedeutung)
 
Chefadjutant der Wehrmacht beim Führer
Friedrich Hoßbach
04. August 1934 – 28. Januar 1938
Rudolf Schmundt
29. Januar 1938 – 01. Oktober 1944
Wilhelm Burgdorf
1. Oktober 1944 – 30. April 1945
 
Chef des Wehrmacht-Führungsstabs[/b]
[b]Alfred Jodl
(durchgehend seit Feb. / März 1938,
außer im Zeitraum 01. Oktober 1938 – 23. August 1939
aufgrund der Abwechslung Stabs- /Truppendienst
vertreten von Walter Warlimont)


2. Das Oberkommando des Heeres (OKH)

 

Bereits am 01. November 1936 wurde die Heeresleitung in Oberkommando des Heeres umbenannt. Durch die Übernahme der Kommandogewalt durch Hitler persönlich am 19. Dezember 1941 gingen immer mehr Kompetenzen an das „Hitler-näherstehende“ OKW über.


Übersicht

 

 
Administrativer Aufbau des OKH

Hitler mit seinem Führungsstab
 
I. Abteilungen
1. Heerespersonalamt
2. Generalstab des Heeres
3. Beauftragter des Führers für die militärische Geschichtsschreibung
4. Adjutantur
5. zudem unterstanden dem OKH unterstanden der Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres mit:
• Stab Chef der Heeresrüstung und Befehlshaber des Ersatzheeres
• Allgemeines Heeresamt
• Heereswaffenamt
• Heeresverwaltungsamt
6. Die Heeresgruppen und deren selbstständig eingesetzten Kommandobehörden
(ab 1941 aber nur noch die Heeresgruppen an der Ostfront,
da das OKW mehr Kompetenzen an sich zog)
OKH verlor nach und nach an Einfluss,
vor allem durch die Übernahme des Befehls durch Hitler
II. Stellenbesetzungen
 
Oberbefehlshaber des Heeres: Chef Heeresleitung, ab (01. November 1936 Chef OKH)
Walther Reinhardt
1919 – 1920
Hans von Seeckt
1920 – 1926
Wilhelm Heye
1926 – 1930
Kurt Frhr. v. Hammerstein-Euqard
01. November 1930 – 01. Februar 1934
Werner Frhr. v. Fritsch
01. Februar 1934 – 04. Februar 1938
Walther v. Brauchitisch
1938 – 09. Dezember 1941
Adolf Hitler
19. Dezember 1941 – 30. April 1945
Ferdinand Schörner
30. April 1945 – 08. Mai 1945
 
Generalstabchefs
Franz Halder
31. Oktober 1938 – 24. September 1942
Kurt Zeitzler
24. September 1942 – 10. Juni 1944
Heinz Guderian
21. Juli 1944 – 28. März 1945
Hans Krebs
01. April 1945 – 30. April 1945
Wilhelm Keitel
01.05.1945 - 13.05.1945
Alfred Jodl
13.05.1945 - 23.05.1945
 
Chef der Heeresrüstung
Heinz Ziegler
01. September 1939 – 14. Februar 1940
Kurt Haselhoff
15. Februar 1940 – 01. Mai1941
Karl-Erik Koehler
01. Mai 1941 – 01. März 1943
Gerhard Kühne
01. April 1943 – 01. Juli 1944
Graf Schenk v. Stauffenberg
01. Juli 944 – 20. Juli 1944
Gerhard Kühne
Juli 1944 – 1945
Helmut Laegeler
1945 – 1945

 


 
Befehlshaber des Ersatzheeres
 
Friedrich Fromm
? – 21. Juli 1944
Heinrich Himmler
21. Juli 1944 – 27. April 1945
 
Adjutant des Heeres beim Führer und OKW
Gerhard Engel
bis 01. Februar 1944
Heinrich Borgmann
01. Februar 1944 – 30. April 1945


Übersicht II

(Das OKH war von August 1939 bis 1945 in der Bunkeranlage Maybach I in Wünsdorf untergebracht, direkt neben der Bunkeranlage des OKW, Maybach II, und der zentralen militärischen Kommunikationsstelle, dem Nachrichtenbunker Amt 500, Codename Zeppelin.)

 


 
Oberkommando der Marine
 
Adjutant der Kriegsmarine beim Führer und OKW
Karl-Jesko v. Puttkamer
bis 30. April 1945
 
Chefs des Stabes (ab 1944 Chef) der Seekriegsleitung
Otto Schniewind
31. Oktober 1938 bis 12. Juni 1941
Kurt Fricke
13. Juni 1941 bis 21. Februar 1943
Wilhelm Meisel
21. Februar 1943 bis 22. Juli 1945
 
Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
Erich Raeder
1. Juni 1935 bis 30. Januar 1943
Karl Dönitz
30. Januar 1943 bis 30. April 1945
Hans-Georg von Friedeburg
1. Mai bis 23. Mai 1945
Walter Warzecha
23. Mai bis 22. Juni 1945

 

 
Oberkommando der Luftwaffe
 
Febr. 1944 Schaffung des Oberkommandos der Luftwaffe
Oberbefehlshaber:
Hermann Göring
neue Gliederung im Sept. 1944:
1. Chef der persönlichen Rüstung
und NS-Führung der Luftwaffe
2. Chef des Generalstabes der Luftwaffe
3. Generalquartiermeister
4. Generalnachrichtenführer der Luftwaffe
5. Luftstreitkräfte
6. Erdkampftruppen
7. Sonstige Dienststellen
 
Generalstabschefs der Luftwaffe
Walther Wever
1. März 1935 bis 3. Juni 1936
Albert Kesselring
3. Juni 1936 bis 31. Mai 1937
Hans-Jürgen Stumpff
1. Juni 1937 bis 31. Januar 1939
Hans Jeschonnek
1. Februar 1939 bis 19. August 1943
Günther Korten
4. September 1943 bis 22. Juli 1944
Werner Kreipe
2. August bis 28. Oktober 1944
Karl Koller
1. November 1944 bis 8. Mai 1945
Jürgen Stumpff
8. bis 23. Mai 1945
 
Oberbefehlshaber der Luftwaffe
Hermann Göring
1935 bis zu seiner Ausstoßung aus
Wehrmacht und Partei durch Hitler am 23. April 1945
Robert Ritter von Greim
(26. April 1945 bis zu seinem Freitod in britischer Gefangenschaft am 24. Mai 1945)
( Ausübung seines Amtes seit 8. Mai
- amerikanische Kriegsgefangenschaft -
nicht mehr möglich)


Struktur

D. Struktur des Militärs

 

 

In der Wehrmacht hattte eine Gesamtstärke (aktiv) von 12.000.000 Mann.

 
Unterteilung/Struktur
Heeresgruppen (gesamt 19) (übergeordnet)

 

 
Armeen (Stärke: 200.000 Mann)

diese waren zusammengestellt aus


 

 
3 bis 7 Korps
Stärke je Korps:
30.000 bis 70.000 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
3 bis 4 Divisionen
Stärke je Division:
12.000 bis 17.000 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
6 bis 12 Regimentern
Stärke je Regiment:
1.700 bis 2.500 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
2 bis 3 Bataillonen
Stärke je Bataillon:
500 bis 800 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
3 bis 6 Kompanien
Stärke je Kompanie:
130 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
2 bis 4 Zügen
Stärke je Zug:
35 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
3 Gruppen
Stärke je Gruppe:
10 bis 15 Mann
diese waren zusammengestellt aus

 

 
2 Trupps
Stärke je Trupp:
2 bis 7 Mann

(Eine Art “Stabs-Verband” stellte die Brigade da. Als kleinster eigenständiger Truppenverband wurde von ihr erwarten, Situationen und Aufträge selbst ohne Zuwendung von Unterstützung zu lösen. Eine Brigade war in der Größenordnung einer Division nach- und einem Regiment oder auch Bataillon vorzustellen | Stärke: 1.500 bis 5.000 Mann)


Nach dem Tode Hitlers:
-Dönitz Reichspräsident und Oberbefehlshaber
-Vorsitzender der prov. Reichsregierung
-Reichskanzler Göbbels
-Reichskanzler Joseph Goebbels (1897-1945) 30. April 1945 1. Mai 1945 NSDAP
Leiter der Geschäftsführenden Reichsregierung Johann Ludwig Graf Schwerin von Krosigk (1887-1977) 2. Mai 1945 8. Mai 1945 parteilos

„Die Wehrmacht der Deutschen Republik ist die Reichswehr" (Paragraf 1 Reichswehrge¬setz vom 23. März 1921)
Ausbildungsziel: Jeder Angehörige sollte fähig sein, die nächsthöhere Funktion zu übernehmen.

Zwischen 1939 und 1945 wurden 18.200.000 Soldaten zum “Dienst für Volk und Vaterland” in die Wehrmacht eingezogen. Die organisatorische Aufgabe wurde versucht, durch eine Zentralisierung der Wehrmachtsteile zu erreichen. Eine Zentralisierung, die man auf Adolf Hitler abstimmte und so den Erfolg, Nutzen und Effizienz von einem Mann abhängig machte.

Der Begriff Wehrmacht (fälschlicherweise auch Deutsche Wehrmacht; deutsch darf hier nur als Adjektiv gesehen werden, nicht jedoch als Teil des Eigennamens) bezeichnet die durch das Gesetz über den Aufbau der Wehrmacht vom 16. März 1935 aus der damaligen Reichswehr hervorgegangenen regulären deutschen Streitkräfte in der Zeit bis zum Jahr 1945. Die deutsche Wehrmacht gliederte sich in Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe.


Quellen

http://www.axishistory.com (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://www.documentarchiv.de (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberkommando_der_Luftwaffe (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Generalstab (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberkommando_der_Marine (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Oberkommando_des_Heeres (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrmacht (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://www.deutsche-armee.com/blog/2008 ... d-starken/ (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://weltkrieg2.de/Geschichte/Kriegsg ... r-1943.htm (Letzter Aufruf 25.01.2010)
http://www.zweiter-wk.de/tags/deutsche-wehrmacht.html (Letzter Aufruf 25.01.2010)

Autor: Freiherr von Woye