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Das Thema

Die Fallschirmjäger-Divisionen der Wehrmacht

 

Fallschirmjäger gelten bis heute als Eliteeinheit einer jeden Armee. Sie sind Teil der Luftlandetruppen, welche oftmals hinter den Fronten auf feindlichem Gebiet abgesetzt werden und dort als Infanterie, meist auf sich gestellt, gegen den Gegner kämpfen. Bezeichnet werden nur solche Einheiten als Fallschirmjäger, die dazu qualifiziert und ausgerüstet sind mit einem Fallschirm im Einsatzraum abgesetzt zu werden. Die Fallschirmjäger der Wehrmacht waren bei der Luftwaffe angesiedelt, sollten neue operative Aufgaben und Einsatzmöglichkeiten für den kommenden Krieg abdecken und sind bereits seit 1935/1936 ausgebildet bzw. in verschiedenen Einheitsbezeichnungen aufgestellt worden. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Fallschirmjägereinheiten bei diversen Unternehmungen eingesetzt, eine gesonderte und entscheidende Aufgabe kam Ihnen 1940 in Dänemark und Norwegen (Weserübung), in Belgien und den Niederlanden (Fall Gelb) und 1941 in Griechenland ( Brücke von Korinth und Einnahme von Kreta) zu. Ebenfalls sind die Fallschirmjäger bei verschiedenen Rettungsmissionen, so auch die des italienischen Führer Mussolini aus der Gefangenschaft, und bei der Etablierung wichtiger Knotenpunkte für das Vorrücken andere Kampfverbände zum Einsatz gekommen.


Selbstbeschreibung

Zehn Gebote des Fallschirmjägers

1. Du bist ein Auserwählter der deutschen Armee!

2. Du wirst den Kampf suchen und Dich ausbilden, jede Art von Prüfung zu ertragen.

3. Für Dich soll die Schlacht Erfüllung sein.

4. Pflege wahre Kameradschaft, denn durch die Hilfe Deiner Kameraden wirst Du siegen oder
sterben !

5. Hüte Dich vorm Reden ! Sei nicht bestechlich! Männer handeln, während Frauen schwatzen.
Reden kann Dich ins Grab bringen!

6. Sei ruhig und vorsichtig, stark und entschlossen ! Tapferkeit und Begeisterung eines
Angriffsgeistes wird Dich die Oberhand im Angriff behalten lassen.

7. Das Wertvollste angesichts des Feindes ist die Munition. Derjenige, der unnütz schießt, nur
um sich zu beruhigen, verdient nicht den Namen "Fallschirmjäger".

8. Du kannst nur siegreich sein, wenn Deine Waffen gut sind. Achte darauf, dass Du Dich an das
Gesetz hältst: "Erst meine Waffe und dann ich"!.

9. Du mußt den vollen Sinn jedes Unternehmens verstehen, damit, wenn Dein Führer fällt, Du selber
handeln kannst. Gegen einen offenen Feind kämpfe mit Ritterlichkeit, gegen einen Partisanen
gewähre kein Pardon !.

10. Halte Deine Augen offen ! Sei behende wie ein Windhund, so zäh wie Leder, so hart wie
Kruppstahl, nur so wirst Du die Verkörperung des deutschen Kriegers


Divisionen

Kommandeure, Gliederungen, Kurzchroniken


( Aufstellung 1938 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Student
+ Generalleutnant Süßmann
+ Generalleutnant Petersen

- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 1, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 2, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 3, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 7
+ Fallschirm-Artillerie-Bataillon 7
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 7
+ Fallschirm-Fla-MG-Bataillon 7
+ Fallschirm-MG-Bataillon 7
+ Fallschirm-Sanitäts-Abteilung 7

 

 

General Kurt Student


- Chronik -

Am 29. Januar 1936 erging vom Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring der Befehl freiwilliges Lehrpersonal im Fallschirmspringen und Fallschirmpacken für die neu entstehende Fallschirmsprungschule im Fliegerhost Stendal auszubilden. Diese Soldaten sollten aus dem Luftwaffen-Regiments „General Göring“ kommen und das Stammpersonal für die später entstehenden Fallschirmjäger-Verbände dienen. So wurde das 1. Fallschirm-Schützen-Bataillon unter Führung von Major Brauer aufgestellt. Im November 1936 benannte man das Bataillon in IV. Bataillon des Regiment "Hermann Göring" um. Am 1. April 1938 schied dann das Bataillon aus diesem Regiment aus und erhielt die Bezeichnung I./ Fallschirmjäger-Regiment 1. Als Dachverband dafür entstand zum 1. September 1938 dann die 7. Fliegerdivision Generalmajor Kurt Student als erstem Kommandeur. Nach Beginn des 2. Weltkrieges kamen auch die Fallschirmjäger im Polenfeldzug zu ersten Einsätzen. Dies geschah meist nur in Kompaniestärke.
Der nächste Einsatz war dann die Operation Weserübung. Hierbei versuchte die Wehrmacht Dänemark und Norwegen zu erobern. In Dänemark kam die 4. Kompanie des I./Fallschirmjägerregiment 1 zum Einsatz. Sie nahm im Sprungeinsatz eine wichtige Brücke und konnte so den Vorstoß der schnellen deutschen Verbände so weiter gewährleisten. Die 1. und 2. Kompanie des I./Fallschirmjägerregiment 1 sollten hingegen über dem Flughafen von Oslo abspringen um ihn in deutsche Hände zu nehmen, auf Grund von schlechtem Wetter scheiterte der Absprung. Nach Wetterbesserung und schweren Fliegerangriffen konnten dann die Maschinen auf dem Flugfeld landen und es erobern. Die 3. Kompanie des I./Fallschirmjägerregiment 1 eroberte das Flugfeld von Stavanger. Somit war der Ausgangspunkt für weitere Operationen geschaffen da man die eroberten Flugfelder zur Anlandung weiterer Truppen und zur Versorgung nutzen konnten.

 

 

Der Albert-Kanal in Belgien

Ein weiterer Einsatzort war Narvik. Dort landeten deutsche Gebirgsjäger und kämpften dann mit den in Namsos angelandeten französischen und britischen Streitkräften. Aufgrund der schwierigen Versorgungslage entwickelten sich Probleme für die Gebirgsjäger. Um die kämpfenden Truppen zu unterstützen setzte man dem nicht mehr benötigten Truppenteile der Division im Sprungeinsatz über Narvik abgesetzt. Am 8. Juni wurde dann Narvik endgültig besetzt. Damit war das Unternehmen Weserübung für die Fallschirmjäger beendet, als nächstes kam der Westfeldzug.
Im Rahmen dieser Operation sollte die 7. Flieger-Division den Weg nach Westen öffnen. In vier Kampfgruppen aufgeteilt sollten drei Übergänge über den Albertkanal erobert werden sowie die Festung "Eben Emael" eingenommen werden. Zwei der Brücken sowie die Festung konnten nach kurzen Kämpfen erobert werden, daraufhin war der Weg für die motorisierten Einheiten der Wehrmacht Richtung Westen offen. Durch den forschen Einsatz der Fallschirmjäger konnte auch der Blitzkrieg Richtung Westen durchgeführt werden da man so die Maginot-Linie der Franzosen umgehen konnte.
Auch beim Kampf gegen die "Festung Holland" kamen die Fallis zum Einsatz. Vorrangiges Ziel waren dabei Flugplätze und Brücken. Sie sollten erobert und gehalten werden bis Bodentruppen zum Entsetzen eintrafen. Bis auf wenige Ausnahmen verlief auch dieser Einsatz recht positiv für die Fallschirmjäger. Auf Grund der Erfolge im Westfeldzug wurde die Division auf drei Regimenter ausgebaut und die Unterstützungskompanien zu Bataillonen aufgewertet. Die Sturmabteilung Koch die bei den Kämpfen in Belgien hervorragende Leistungen gebracht hatte wurde zum selbständigen Luftlande-Sturm-Regiment ausgebaut.
Nach Beendigung des Westfeldzuges ging es für die Fallschirmjäger auf dem Balkan und in Griechenland weiter. Besonders zu erwähnen ist dabei der Einsatz des Fallschirmjäger-Regiment 2 unter dem Kommando von Oberst Sturm. Dabei sprangen am 25.April 1941 die Jäger auf beide Seiten des Kanals von Korinth ab um eine wichtige Brücke zu erobern und den Aufbau einer alliierten Verteidigungslinie auf dem Peloponnes zu verhindern. Beide Ziele wurden erreicht auch wenn die Brücke kurze Zeit später stark beschädigt wurde. Es gelang aber 1400 britische Soldaten gefangen zu nehmen. Der nächste Schritt war dann die Landung auf Kreta im Rahmen der "Operation Merkur". Dabei sprang die 7. Flieger-Division, in drei Kampfgruppen aufgeteilt, am 20. Mai 1941 über der Insel ab. Ziel des Einsatzes der Fallschirmjäger war das Einnehmen von Flugplätzen, um so das Anlanden weiterer deutscher Truppen, wie der 5. Gebirgs-Division, zu gewährleisten. Nach schweren Gefechten und hohen Verlusten auf beiden Seiten konnte schließlich Kreta genommen werden. Die verbliebenen alliierten Truppen verließen die Insel, die 7. Flieger-Division blieb als Besatzungstruppe. Im Juli 1941 verließ die Division dann die Insel um aufgefrischt zu werden.
Danach kam dann der Einsatz an der Ostfront, dort wurden die Fallschirmjäger aber als Infanterie eingesetzt, es fand kein Absprung statt. Auch verteilte man die Division komplett auf die Ostfront. Nach schweren Kämpfen erfolgte schließlich die Ablösung. Ihr folgte die Umstrukturierung in die 1. Fallschirmjäger-Division.


( Aufstellung bis Mai 1943 in Südfrankreich)

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Heidrich
+ Generalmajor Schulz


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 1, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 3, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 4, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 1 ( mit 6 Kp )
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 1 ( mit 2 Abteilungen )
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 1 ( mit 4 Kp )
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 1 ( mit einer Batterie )
+ Fallschirm-MG-Bataillon 1 ( mit 3 Kp )
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 1 ( mit 2 Kp )
+ Fallschirm-Versorgung-Regiment 1 ( mit unterschiedlichen Kompanien )

 

 

Brücke über den Kanal von Korinth


- Chronik -

Im Laufe des Ostfeldzuges wurden die Fallschirmjäger der 7. Fliegerdivision nur noch wie normale Infanterie eingesetzt, auch waren sie über die kompletten Frontverlauf der Ostfront verteilt. Da dies überhaupt nicht den Grundsätzen des Fallschirmjägerkampfes entsprach versuchte General Student diesen Umstand zu ändern. Er konnte sich schließlich im Winter 1942/43 gegenüber der übergeordneten Führung durchsetzen und so die Ablösung der Fallschirmjäger aus der Ostfront durchsetzen. Bis Februar 1943 hinein dauerten die Transporte der einzelnen Fallschirmjägerverbände nach Südfrankreich, in die Bretagne und in die Normandie um dort aus ihnen die neue 1. Fallschirmjäger-Division zu erschaffen. Im Mai 1943 war man damit fertig und die neue Division war aufgestellt. Der neue Kommandeur wurde Generalleutnant Heidrich der schon seit den Anfängen der Luftlandetruppe in dieser Truppengattung seinen Dienst verrichtete. Nach den üblichen Ausbildungen und Manövern verlegte man die 1. Fallschirmjäger-Division nach Avignon. Dort sollte man auf weitere Einsätze warten beziehungsweise zum Einsatz gegen mögliche Landungen der alliierten Streitkräfte bereitgehalten werden.
Als am 10. Juli 1943 die Alliierten auf Sizilien landeten kam für die Division der Alarm- und Verlegebefehl. In mehreren Wellen transportierte man die Fallschirmjäger in den "JU-52" auf die Flugfelder rund um Rom. Ein Tag später wurde das Fallschirm-Regiment 3, unter Führung von Oberstleutnant Heilmann, nach Sizilien verlegt um dort Verbindung mit der Fallschirm-Panzer-Division "Hermann Göring" aufzunehmen und vorhandene Lücken in der Frontlinie zu schließen. In den folgenden Tagen wurden weitere Verbände der Division, darunter das Regiment 4 sowie das MG- und Pionierbataillon, nach Sizilien verlegt. Der Angriffsdruck der Alliierten war aber schon zu stark und so mussten sich die deutschen Truppen langsam zurückziehen. Dabei ist anzumerken das durch zwei alliierte Sprungeinsätze von Kommandotruppen das Fallschirmjäger-Regiment 3 eingeschlossen wurde. Aber mit Hilfe eines "Gänsemarsches" unter einer, schon von Briten eingenommenen und vom Panzern überquerten Brücke, hindurch konnten die Jäger nach mehreren Tagen Marsch die eigenen Teile wieder erreichen. Am 16. Juli 1943 kam es dann zu den ersten Gefechten zwischen deutschen und britischen Fallschirmjägern. Die Briten versuchten dabei die Simeto-Brücke zu erobern. Durch den stetig steigenden Feinddruck musste man schließlich doch den weiteren Rückzug antreten. Am 17. August 1943 verließen die Fallschirmjäger als letzte deutsche Truppen die Insel Sizilien über die Straße von Messina.

 

 

Fallschirmjäger mit einem 10,5cm Leichtgeschütz

Die nächste Verteidigungsaufgabe für die 1. Fallschirmjäger-Division sollte in Apulien liegen doch noch bevor man sich dort einrichten konnte landeten alliierte Truppen auf dem italienischen Festland. Teile der 8. britischen Armee landeten in Kalabrien, ein anderer Versuch bei Pizzo konnte von den Verteidigern vereitelt werden. Einen Tag später landeten dann die Amerikaner in Italien. In Salerno ging die 5. US-Armee an Land was zur Folge hatte das die 1. Fallschirmjäger-Division nach Kalabrien herangezogen wurde. Trotz anfänglicher Erfolge musste man sich ab dem 18. September 1943 geschlossen zurück ziehen, die Division kämpfte dabei seit längerem wieder als ein geschlossener Verband, der neue Bereitstellungsraum war Monte Cassino nahe der "Gustav-Stellung". Bevor die Kämpfe begannen bargen die Fallschirmjäger die Schätze, Schriftrollen, Bücher etc. des Benediktiner-Klosters das sich auf dem Berg Montecassino befand um sie dem Vatikan zu übergeben und so vor der Vernichtung zu bewahren. Am 17. Januar 1944 begann schließlich der alliierte Angriff auf die Stellung der Fallschirmjäger im Raum des Liri-Tals. Durch einen ungeheuren Aufwand von Bomben und Granaten konnten auch erste Erfolge erzielt werden bis die Alliierten im Februar den Calvarienberg und den Monte Cassino erreichten. Durch Teile des Fallschirmjäger-Regiment 3 und des Fallschirm-MG-Bataillon 1 wurden der Calvarienberg sowie der Klosterberg von den Fallschirmjägern besetzt. Das Kloster selber wurde von den deutschen Verteidigern nicht betreten. Das geschah erst nach dem 15. Februar 1944 denn, nach einem alliierten Bombardement von 225 Bombern mit mehr als 560 Tonnen!!! Spreng- und Brandbomben, gab es das Kloster nicht mehr. Von den etwa 800 Zivilisten und Mönchen die sie zu dieser Zeit im Kloster aufhielten verlor etwa die Hälfte das Leben, der Rest floh danach aus den Trümmern. Trotz dieses mächtigen Bombardements konnten die deutschen Soldaten nicht aus ihren Stellungen geworfen werden, am 18. Februar 1944 endete somit die 1. Schlacht um den Monte Cassino. Nach weiteren zwei, für beide Seiten verlustreichen, Schlachten waren die deutschen Fallschirmjäger Sieger geblieben und hatten den Bereich behauptet, trotzdem mussten sie auf Befehl vom 17. Mai 1944 den Rückzug antreten. An anderen Stellen waren die Alliierten durch die deutschen Linien gebrochen und bedrohten so den Rücken der Monte Cassino-Kämpfer. Nun war der Weg für die Alliierten frei und sie erreichten am 4. Juni 1944 Rom.
Der Rückzug der Fallis endete über Rimini im November im Bereich von Imola. Dort trat durch schlechtes Wetter ein "Stellungskrieg" ein der bis zum Anfang April 1945 anhielt. Am 9. April begann ein Artilleriefeuer aus 1500 Geschützen, nachdem die Nachbareinheiten zurückwichen mussten auch die Fallschirmjäger ihre Stellungen aufgeben. Am 12. April verließen die letzten Angehörigen der 1. Fallschirmjäger-Division den Bereich, neues Ziel war die Abwehrfront am Rhein wo die Division bis zur Kapitulation unterging.


Divisionen II

 


( vorher Fallschirmjäger-Division 2; Aufstellung im Raum Vannes/ Bretagne Anfang 1943 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Ramcke
+ Generalmajor Kroh
+ Generalleutnant Lackner


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 2, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 6, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 7, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 2
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 2 ( mit 1 Abteilung )
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 2
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 2
+ Fallschirm-MG-Bataillon 2
+ Luftnachrichten-Abteilung FJ-Div. 2
+ Versorgungseinheiten

 

 

An der Ostfront


- Chronik -

Im Februar 1943 begann in der Normandie die Aufstellung der 2. Fallschirmjäger-Division. Als Kern nahm man dafür das schon vorhandene Fallschirmjäger-Regiment 2 und die II./Fallschirm.Ari.Reg. 1. Der Rest der fehlenden Soldaten kam durch Freiwillige der übrigen Luftwaffenverbände. Man verlegt im weiteren Verlauf die Division nach Südfrankreich um dort auf eine mögliche alliierte Landung vom Mittelmeer her antworten zu können. Dies war nötig geworden nachdem die deutsche Heeresgruppe Tunesien kapitulieren musste. Der Einsatz der 2. Fallschirmjäger-Division kam dann aber in Italien. Nachdem die Italiener als Verbündete des deutschen Reiches zurück getreten waren alarmierte man die Fallschirmjäger in Südfrankreich. Unter dem Kommando von Generalleutnant Ramcke verlud man am 26. Juli 1943 die Division in Transportmaschinen und verflog sie in Richtung Rom. Man konnte zwar die Italiener überraschen und Flugplätze bei Foggia und die Umgebung von Ostia besetzen aber schließlich den Riegel der schnell zusammengezogenen italienischen Truppen vor Rom nicht mehr aufbrechen. Somit standen sich die ehemaligen Verbündeten gegenüber und am 9. September begannen, mit dem Stichwort "Achse", die deutschen Operationen gegen Italien. Man versuchte dabei italienische Truppen sowie das italienische Hauptquartier zu übernehmen. Es kam zu schweren Kämpfen und schließlich erfolgte die italienische Kapitulation Roms am 10. September 1943. Ein weiterer Kampfschauplatz war die Mittelmeerinsel Leros. Dort landeten am 12. November 1943 Teile des Fallschirmjäger-Regiment 2 und schufen so die Voraussetzung für das Anlanden von deutschen Infanterieeinheiten die im Schiffstransport unterwegs waren. Der Rest der Division erhielt schon kurz nach der Kapitulation Italiens den Marschbefehl zur Ostfront. Dort wurden sie als reine Infanterieeinheiten eingesetzt. So nahmen sie ab Dezember 1943 an den Rückzugsgefechten der Heeresgruppe Süd teil. Über viele Kilometer und schwerste Gefechte gelangte die Division schließlich bis nach Rumänien. Dort erhielt sie den Befehl zur Ablösung und man verlegte die Division in den Raum Köln um sie dort aufzufrischen und neu auszurüsten. Anschließend daran ging es für das Fallschirmjäger-Regiment 6 Richtung Westen um im Raum Carentan weiter ausgebildet zu werden. Genau in diesem Raum sprangen dann die ersten amerikanischen Fallschirmjäger im Rahmen der Landung in der Normandie ab. Somit waren auch die Soldaten der 2. Fallschirmjäger-Divisionen die ersten die gegen die Invasionsfront zum Einsatz kamen. Sie leisteten Tagelang und heftig Widerstand und konnten so das Vorankommen der Alliierten behindern. Schließlich mussten sie nach 5 Tagen Carentan aufgeben da eine Einschließung in der Stadt drohte. Der Rest der Division kam nicht mehr in der Normandie zum Einsatz sondern wurde nach Brest verlegt um dort die Bereiche zu Sichern. Als schließlich am 8.August die Festung Brest zur Kapitulation aufgefordert wurde lehnte man ab. Am 10. August ersetzt Generalleutnant Ramcke den bisherigen Festungskommandanten und holte sofort seine Divisionstruppen die östlich der Stadt lagen zurück um mit ihnen die Verteidigung zu gewährleisten. Die Führung der Division ging an Oberst Kroh. Nach anfänglichen Bombardements kam es schließlich ab dem 20. August 1944 zu ersten Landangriffen der Amerikaner und französischer Partisanenverbände auf die Festung Brest. Die Verteidigung hielt und die Amerikaner hatten große Verluste bei geringen Geländegewinnen. So entschied man auf alliierter Seite die Bodenangriffe einzustellen und ein Dauerbombardement durchzuführen. Am 1. September begannen erneut die Bodenkämpfe. Am 11. September erreichten die Amerikaner nach schweren Kämpfen mit hohen Verlusten die Stadtgrenze der Festung Brest. Doch die Kämpfe gingen weiter, die Fallschirmjäger fochten verbissen, mussten aber wie auch die anderen deutschen Verbände nach und nach Aufgeben da die Munition verschossen war. Als einer der letzten deutschen Soldaten verließ der, nun zum General der Fallschirmtruppe beförderte, Ramcke als einer der Letzten der Kampfschauplatz der Festung Brest.

 

 

Ein MG-Trupp der Fallschirmjäger auf Sizilien

Eine Neuaufstellung der Division begann ab November 1944 im Raum Amersfoort. Dort wurde aus Soldaten der Ersatzeinheiten aus dem Reichsgebiet eine neue Division gebildete die aber ohne schwere Waffen auskommen musste. Auch bestanden die 3 Regimenter jeweils nur aus zwei und nicht wie üblich drei Bataillonen.
Das neue Fallschirmjäger-Regiment 6 erhielt nach der Neuaufstellung schließlich einen Sonderauftrag. Das Regiment sollte den letzten Sprungeinsatz der deutschen Fallschirmjäger im 2. Weltkrieg durchführen. Geplant war ein Sprung im Rahmen der Ardennenoffensive, dabei sollte über dem "Hohen Venn" abspringen und danach die Gebirgsstraßen für das I.SS-Pz-Korps freihalten. Son zu Beginn gab es Schwierigkeiten da viele Soldaten falsch landeten und so nur eine kleine Kampfgruppe gebildet werden konnte. Nach schweren Kämpfen und ausbleibenden deutschen Fahrzeugen trat man den Rückzug an. Nach drei Tagen erreichte man die Frontlinie, nur wenige konnten sie durchbrechen und zu den eigenen Teilen marschieren, die meisten gingen in alliierte Gefangenschaft.
Der Rest der neu aufgestellten Division kam zu Beginn des Jahres 1945 an die Frontlinie. Sie unterstand dem LXXXVIII. AK das im Kampfgebiet von Arnheim operierte und Teil der 25. Armee war. In diesem Rahmen leisteten die Fallschirmjäger erbitterten Widerstand und gaben nur widerwillig Boden frei, trotzdem musste ab Februar der Rückzug eingeleitet werden. Der Druck der alliierten Boden- und Luftstreitkräfte war zu stark geworden. Durch den Rückzug gelangte die 2. Fallschirmjägerdivision nach Mühlheim an der Ruhr. Dort wurde sie von der bisherigen Heeresgruppe abgesprengt, daraufhin wurden sie nun der Heeresgruppe B angegliedert. Dessen Kommandeur, Feldmarschall Model, erklärte kurze Zeit später das Ruhrgebiet zur "Festung". Als Anfang April dann, durch alliierte Truppen, der Ring um die Festung geschlossen wurde war der Kessel geschlossen. Zusammen mit der Heeresgruppe B hörte die 2. Fallschirmjägerdivision auf zu existieren.


( Aufstellung im Raum Reims, Oktober 1943 und später im Raum Brest bis Februar 1944 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Schimpf
+ Generalmajor Wadehn
+ Generalleutnant Schimpf


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 5, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 8, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 9, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 3
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 3 ( anfänglich mit einer Abteilung, ab Juni 1944 mit 3 Abteilungen )
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 3
+ Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 3
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 3
+ Versorgungseinheiten

 

 

Ein durch Hohlladungen zerstörter Bunker in Eben Emael


- Chronik -

Die Aufstellung dieser Division erfolgte zeitgleich zu der der 4. Fallschirmjäger-Division. Grund hierfür waren Erfahrungen die man aus den Kämpfen in Italien gemacht hatte, so entschied man sich im Herbst 1943 für diese Neuaufstellungen. Die 3. Division wurde rund um und in Reims, in Frankreich, auf den Truppenübungsplätzen und Kasernengeländen zusammengezogen und aufgestellt. Dazu dienten Freiwillige der Luftwaffen-Felddivisionen sowie anderer Ausbildungseinheiten der Luftwaffe als Rekrutierungseinheiten. Der erste Divisionskommandeur wurde Generalmajor Heilmann, dieser wurde schließlich Anfang 1944 von Generalleutnant Schimpf ersetzt und die Division in den Raum Brest verlegt. Dort waren sie ab April 1944 rund um die "Festung Brest" verteilt und warteten auf ihren ersten Kampfeinsatz. Dieser kam mit der "Operation Overlord" der Alliierten. Nach der Landung der gegnerischen Truppen in der Normandie hatte man die 3. Fallschirmjäger-Division in Alarmbereitschaft versetzt, den Befehl zur Verlegung gegeben und so erreichte sie schon am 8. Juni, also 2 Tage nach der alliierten Ladung, St.Amand nahe der Normandiefront. Um St.Lô war der erste Einsatzort der Division. Hier kämpfte sie zusammen mit der 17. SS_Pz.Gren.Div. im Viretal. Als die Amerikaner schließlich die Front bei Avranches aufreißen konnten stand die Division am linken Flügel des II.Fallsch.Korps. Die deutschen Verbände kämpften aufopferungsvoll, konnten aber schließlich die Schließung des Rings um die 7. deutsche Armee nicht verhindern. Man hatte am 8. August Le Mans verloren und so die Voraussetzung für die Schließung geschaffen. Entgegen des Führerbefehls, "Halten um jeden Preis", entschied sich der Oberbefehlshaber der 7. deutschen Armee zum Ausbruch aus dem Kessel. So versuchten die Fallschirmjäger des II.Fallschirm.Korps auf Befehl von "SS-Obergruppenführer Hausser" eine Lücke in die Front der Alliierten zu reißen. Man hatte sich dazu die Stelle zwischen Chambois und Argentan ausgewählt. Man konnte schließlich bei Magny in die feindlichen Stellungen einbrechen, sofort wurden alle verfügbaren Truppen auf diese Position angesetzt um die Lücke zu halten beziehungsweise weiter auszubauen. Die vielen deutschen Truppen konnten durch diese Lücke ausweichen, den schwerverwundeten Oberbefehlshaber der 7. Armee im Schlepptau. Das II.Fallschirm-Korps kam nach dem Ausbruch in den Raum Köln zur Wiederauffrischung um dann ab September 1944 im Rahmen der neu gebildeten 1. Fallschirm-Armee zum Einsatz zu kommen. Der Auftrag dieser Armee war die Verteidigung des Raumes Antwerpen - Albert-Kanal. Schon kurz nach Erreichen des neuen Einsatzortes kam es zu neuen schweren Kämpfen. Die Alliierten landeten in diesem Bereich mit eigenen Luftlandetruppen im Rahmen der "Operation Market Garden". Dabei sprangen zwei amerikanische und eine britische Fallschirmjäger-Division im Einsatzgebiet der 1. deutschen Fallschirm-Armee ab um die Brücken über Maas, Waal und Unterrhein zu erobern. Bis Ende September konnte man sich aber erfolgreich gegen alle feindlichen Angriffe erwehren und war so am Scheitern der alliierten Operation beteiligt. Nachdem sich die Division wieder versammelt hatte begannen ab Oktober 1944 dann schließlich Rückzugsgefechte Richtung Reichsgrenze. Nachdem ein neuer Kommandeur, Generalmajor Wadehn, das Kommando übernommen hatte bekam auch die Division neue Befehle. So sollte sie im Rahmen der deutschen Ardennenoffensive zum Einsatz kommen. Dort war sie als rechter Flügel der 6. SS-Pz.-Armee eingeteilt. Nach Vorbereitungsfeuer von 2000 Geschützen begann auch für die 3. Fallschirmjäger-Division am 16.12.1944 um 05:30Uhr der Angriff. Aber schon nach wenigen Minuten zeigte sich das das eigene Artilleriefeuer ohne große Wirkung geblieben war, auch kam es zu ersten schweren Verlusten als die gegnerische Ari mit ihrem Verteidigungsfeuer begann. Auch am zweiten Tag kamen die Fallschirmjäger der 3. Division nicht weiter voran, einzig die Tigerpanzer des SS-Pz.Reg.1 konnten über die Stellungen der Fallis hinweg zu Geländegewinnen kommen. Durch den Einsatz der 12.SS-Pz-Div., rechts von den Fallschirmjägern, mussten diese nach Nordwesten einschwenken um Lücken in der Front zu vermeiden. Am 24. Dezember 1944 standen dann die Fallschirmjäger etwa 10km südwestlich von Malmédy im Kampf gegen die 30. US-Division. Schon hier war die 3.Fallschirmjäger-Division am Ende der Kräfte, aber sie hielten ihre Position bis sie schließlich im Januar 1945 doch den Rückzug antreten mussten. Dabei ging es über die Eifel und den Raum Bonn schließlich ins Ruhrgebiet. Dort wurden sie zusammen mit der "Heeresgruppe B" im Ruhrkessel eingeschlossen. Das letzte Lebenszeichen der Division war am 15. April 1945, es handelte sich dabei um einen Funkspruch: "Wir melden uns ab!"


Divisionen III

 


( Aufstellung im Raum Perugia, November 1943 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Trettner


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 10, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 11, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 12, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 4
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 4 mit I. Abteilung
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 4
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 4
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 4
+ Versorgungseinheiten


- Chronik -

Zeitgleich mit der Aufstellung der 3. Fallschirmjäger-Division wurde in Perugia in Italien auch die 4. Fallsch.Jäg.Div. gebildet. Durch die Zusammenführung von Soldaten aus Truppenteilen der 2.Fallsch.Jäg.Div. die nicht mit an die Ostfront verlegt wurden, durch Freiwillige der aufgelösten italienischen Fallschirmjäger-Divisionen "Folgore" und "Demgo" und durch Zuführungen von Soldaten aus der Heimat bildete man die Division. Von der Aufstellung bis zum Kriegsende war Italien der einzige Kriegsschauplatz für die Division. So nahm sie an allen wichtigen Schlachten und Operationen teil. Schon im Januar 1944 kam es zum ersten Einsatz. In der Bucht von Anzio waren alliierte Truppen an Land gegangen und trafen dort keine Verteidiger an. Erst nach der Alarmierung der deutschen Verbände in der Nähe konnte eine Verteidigungsfront aufgebaut werden. Die Alarmierung kam aber zu spät und so schafften es die Briten und Amerikaner sehr schnell und ohne große Verluste die beiden Landungsbrückenköpfe bei Anzio und Nettuno zu vereinen. Die 4. Fallsch.Jäg.Div. sowie die ebenfalls anwesende Fallsch.PzDiv. "Hermann Göring" wurden in Marsch gesetzt. Als sie endlich das Schlachtfeld erreicht hatten waren die Alliierten schon mit 36000 Soldaten und 3200 Fahrzeugen gelandet, ein Zurückwerfen in das Meer war somit nicht mehr möglich. Trotz schlechtem Wetter, Bombardierungen und die schlechte Versorgungslage schaffte es die deutsche militärische Führung weitere Kräfte an den Brückenkopf heran zu führen. Ende Januar - Anfang Februar gab es mehrere Angriffe sowie Gegenangriffe, die aber alle ohne großen Erfolg blieben. Der nächste große Angriff der deutschen Truppen startete am 14. Februar. Die Fallschirmjäger der 4. Division waren nur am Rande beteiligt. Ihnen oblag nur die Sicherung der rechten Flanke. Nach mehreren verlustreichen Schlachten ohne Erfolge, wurde der Angriff auf Befehl von Feldmarschall Kesselring eingestellt. Weder die Verteidiger noch die Angreifer konnten große Geländegewinne verzeichnen. Von Ende Februar bis Mitte Mai blieb es ruhig im Bereich des Brückenkopfes.

 

 

Mörsertrupp in den Trümmern des Klosters von Monte Cassino


( Aufstellung im Raum Reims und Rennes in Frankreich, März - Mai 1944; 2. Aufstellung im Raum Oldenburg - Bederkesa, Oktober 1944 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Wilke
+ Generalmajor Heilmann


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 13, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 14, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 15, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 5
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 5 mit 3 Abteilungen
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 5
+ Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 5
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 5
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 5
+ Versorgungseinheiten


- Chronik -

Da in den Schlachten auf dem Gebiet von Italien starke Verluste zu beklagen waren erwog man beim Oberkommando der Luftwaffe die Aufstellung einer neuen Fallschirmjäger-Division. Somit bildete man im Frühjahr 1944, nach Monte Casino und der Schlacht um Sizilien, die 5. Fallsch.Jäg.Div.. In der Nähe vom Reims wurde die Aufstellung durchgeführt, dazu zog man Männer aus den ersten drei Fallsch.Jäg.Div., aus Ausbildungs- und Ersatzregimentern und Angehörige von anderen aufgelösten Verbänden der Luftwaffe zusammen. Die Divisionsführung übernahm Generalleutnant Wilke, ehemaliger Führer der 1. Luft.Feld-Div. Die drei Regimenter nebst Divisionstruppen fanden in Kasernen und Übungsplätzen zwischen Paris und Reims ihre erste Heimat. Als alle Truppen vor Ort waren verlegte man die Division nach Rennes in der Bretagne um dort weiter an der Kampfausbildung zu arbeiten. Aber schon im Juni 1944 erhielt die 5. Fallsch.Jäg.Div. den ersten Alarm- und Einsatzbefehl. Die Alliierten waren in der Normandie gelandet und hatten sich dort festgesetzt. Somit begann man im Eilmarsch zu Fuß beziehungsweise per LKW den Einsatzraum zwischen St.Lo und Airé an der Vire. In diesem Bereich kämpfte sie zusammen mit 3 ID. im Rahmen des LXXXIV. AK. und konnte die ersten größeren Angriff der amerikanischen Panzerstreitkräfte abwehren. Im weiteren Verlauf der Kämpfe mussten aber schwere Verluste an Menschen und Material verzeichnet werden, fast alle schweren Waffen waren zerstört worden und die Stellungssysteme waren ebenfalls durch das schwere Artilleriefeuer und die Bombardierungen stark zerstört worden. Aus diesem Grund musste man das schließlich auch am 26.Juli 1944 den Bereich aufgeben da man dem Sturmangriff der Amerikaner nicht mehr aufhalten konnte. Nachdem die Alliierten schließlich weiter nach West- und Südfrankreich vorstießen kam es zur Entstehung des "Kessel von Falaise". Dabei wurde die 7. deutsche Armee eingeschlossen, auch die 5.Fallsch.Jäg.Div. war mit dabei. Beim befohlenen Ausbruch der Kräfte durch das AOK 7 waren auch Teile der Fallsch.Jäg.Div. dabei, es waren aber nicht genügend Kräfte um von einer kampfstarken Truppe reden zu können. Somit zog man die Division aus der Front, führte Soldaten und Material zu und unterstellte sie schließlich im September 1944 der 1.Fallsch.Armee. Nachdem die Division wieder komplett einsatzbereit war unterstellte man sie im November 1944 dem LXXXV. AK. der 7. deutschen Armee. In diesem Rahmen nahm die Division an der Ardennenoffensive teil. Hierbei sollten die Fallschirmjäger der 5. Division den rechten Flügel der 7. Armee sichern. Da der ganzen 7. nur insgesamt drei IDs., die 5.Fallsch.Jäg.Div. und mehrere Sicherungsbataillone zur Verfügung standen kann man davon sprechen das sie der schwächste aller Großverbände war die an der Operation beteiligt waren. Am 16. Dezember begann der Angriff der deutschen Truppen. Unter der Führung von Generalmajor Heilmann starteten auch die Fallschirmjäger ihren Angriff. Mit der unterstellten Fallsch.Sturmgeschütz-Brigade 9 konnten schnell große Geländegewinne erzielt werden. Schon am selben Abend waren die Fallschirmjäger dem Rest der 7.Armee weit voraus. Trotz starker Gegenwehr der Alliierten ging der Vormarsch der Division weiter, am 24. Dezember 1944 war man schon kurz vor Bastogne angelangt. Hier endete aber der Vormarsch, der Widerstand der Amerikaner war zu groß geworden. Weit vor den anderen eigenen Teilen musste die Division nun zur Verteidigung übergehen. In 8 Tagen hatte man trotz schwerer Kämpfe 40km weit vorrücken können. Durch das Aufreißen des nebligen Winterwetters war nun an ein Weiterkommen nicht mehr zu denken, durch die nun beginnenden Angriffe der alliierten Luftwaffe musste man schließlich Ende Dezember 1944 den Angriff einstellen und wieder zurückweichen. Ende Januar befand sich die Division im Raum Wiltz. Danach ging der Rückzug über Prüm in der Eifel, den Laacher-See weiter ins Ruhrgebiet. Das schafften aber nur noch Reste der ehemaligen Division, von einem Großverband konnte man nicht mehr sprechen.

 

 

Die Bergung eines Waffenbehälters nach dem Absprung


Divisionen IV

 


( Aufstellung im Raum Amiens in Frankreich, Juni 1944 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Plocher


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 16, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 17, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 18, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 6
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 6 mit 3 Abteilungen
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 6
+ Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 6
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 6
+ Versorgungseinheiten


- Chronik -

Nachdem die alliierte Landung in der Normandie begonnen hatte beschloss man sich zur Aufstellung der 6. Fallsch.Jäg.Div. im Raum Amiens. Zu den neuen Angehörigen gehörten Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Fliegerausbildungs- und Fliegerersatzregimenter in den besetzten Gebieten der Niederlande, Belgien und Frankreich. Des Weiteren kamen Soldaten von den Fallschirmschulen sowie Genesene aus der Heimat. Unter dem Kommando von Generalleutnant Plocher entstand so eine komplette Division mit 3 Regimentern und den dazu gehörigen Divisionstruppen. Noch während der Aufstellungsphase kamen die ersten Teile der Division zum Kampfeinsatz. Man hatte das Fallsch.Jäg.Reg. 16 nach Stendal verlegt und von dort mit Transportmaschinen nach Wilna ausgeflogen. Hier sollten sie bei der Verteidigung der eingeschlossenen Stadt unterstützen. Am 8. Juli 1944 begann die Schlacht um die Stadt und am 13. Juli erfolgte dann der Ausbruch um die noch lebenden Soldaten zu retten. Die Teile erreichten schließlich einen Posten des Fallschirm-Panzer-Korps "Hermann Göring" und waren somit vorerst gerettet. Die im Westen verbliebenen Teile der Division beendeten ihre Ausbildung um danach im Rahmen der 1. Fallsch.Armee eingesetzt zu werden. Sie bildeten eine Verteidigungslinie zwischen Antwerpen und dem Albert-Kanal. Als am 17. September 1944 die alliierte Operation "Market Garden" begann war die 6. Fallschirmjäger-Division mitten dabei. Nach einem alliierten Luftlandeunternehmen zwischen Arnheim und Nijmwegen versuchten Teile des XXX. britischen Armeekorpses diese Truppen zu entsetzen. Die Fallschirmjäger kämpften und hielten ihre Stellungen 20km südostlich von Eindhoven. Nachdem am 28. September schließlich die Schlacht um Arnheim endete konnte man von einem vollen Abwehrerfolg der deutschen Truppen reden da der versuchte Durchbruch in großem Umfang gescheitert war. In den letzten Kriegsmonaten war die 6. Fallsch.Jäg.Div. Teil des II. Fallsch-Korps. In diesem Rahmen kämpften sie in den Gebieten um Kleve bis sie nach schweren Kämpfen schließlich Richtung Oldenburg ausweichen mussten. Dort war dann der Krieg für die Fallschirmjäger vorbei.


( ehemals "Ausbildungseinheiten Erdmann", Aufstellung im Raum Bitsch im Elsaß im September 1944, seit Oktober 1944 7.Fallschirmjägerdivision)

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Erdmann


- Gliederung -

+ Fallschirmjäger-Regiment 19, bestehend aus 3 Bataillonen ( ehemals Fallschirmjäger-Regiment "Menzel" )
+ Fallschirmjäger-Regiment 20, bestehend aus 3 Bataillonen ( ehemals Fallschirmjäger-Regiment "Grasmel" )
+ Fallschirmjäger-Regiment 21, bestehend aus 3 Bataillonen ( ehemals Fallschirmjäger-Regiment "Loytved-Hardegg" und "Graves" )
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 7 ( ehemals Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung "Grunwald"
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 7 mit 3 Abteilungen ( Stab und I. Abteilung aus der 6.FJDiv. übernommen )
+ Fallschirm-Flak-Abteilung 7
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 7
+ Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 7


- Chronik -

Um die Kräfte der 1. Fallschirm-Armee in Holland und dem nordwestlichen Teilen des Deutschen Reiches zu verstärken sollte die 7. Fallschirmjäger-Division aufgestellt werden. So kam am 9.Oktober 1944 vom Oberkommando der Luftwaffe der Befehl diese Division aufzustellen. Um die Division aufstellen zu können bediente man sich bei der 6. Fallschirmjäger-Division. Diese hatte im Raum Eindhoven schwere Kräfte hinter sich gebracht und aus ihren angeschlagenen Btle kamen dann die ersten Kräfte für die 7. Außerdem zog man Männer aus den Ausbildungseinheiten ab und bediente sich bei den Alarmbataillonen vom Heer und der Luftwaffe. Das Kommando über die Division und die Divisionstruppen übernahm Generalleutnant Erdmann. Schon während der Aufstellungsphase kam es zu ersten Kampfhandlungen, dabei wurden einzelne Einheiten, zur Unterstützung der 6. Fallschirmjäger-Division, an die Maas transportiert. Nach diesen Kämpfen kam die Verlegung der Division nach Lothringen Ende des Jahres 1944. Unter dem Befehl der 1. deutschen Armee sollte man am "Unternehmen Nordwind" teilnehmen, Ziel war es hierbei die amerikanischen und britischen Truppen zu attackieren und sie so von einem Vorstoß an den Niederrhein abzuhalten. Zu diesem Zweck bildete man das XXXIX. Pz.Korps das aus je einer Panzer-Div., Pz.Gren.-Div., ID. und der 7. Fallsch.Jäg.Div. bestand. Am 8. Januar 1945 begann der Angriff des Korps, am linken Flügel eingesetzt kamen die Fallis bis nach Rittershofen am Nordrand des Hagenauer Forsts in den Nordvogesen. Trotz dieses Erfolges stellte man auf direkten Befehl Hitlers den Angriff ein und löste das Korps wieder auf. Die nun wieder frei verfügbare 7.Fallsch.Jäg.Div. wurde zurück an den Niederrhein beordert und kam wieder unter das Kommando der 1. Fallschirm-Armee. Ab 8. Februar kam es zu schweren Gefechten. Nach sehr starkem Artilleriefeuer und der Bombardierung durch alliierte Bomberpulke mussten sich die Fallschirmjäger von ihren Positionen zurückziehen. Zu Beginn der "Schlacht um den Niederrhein" mussten sie zum Reichswald ausweichen und sich neu formieren. Der darauf folgende Abwehrkampf bei Kleve, an der Straße Kalkar - Gloch, war sehr hart. Trotzdem konnten sie lange Standhalten und gaben erst am 16. Februar Gloch auf. Nach diesen Kämpfen ging es im Rahmen des II.Fallschirm-Korps nach Wesel. Dort waren sie zusammen mit der 6. und 8. Fallsch.Jäg.Div., einer PD. sowie einer ID. eingesetzt. Nach schweren Kämpfen Anfang März war Wesel nur noch ein Trümmerhaufen, viel Fallschirmjäger hatten ihr Leben verloren und ganze Einheiten existierten nicht mehr. Erst Ende März räumten die letzten Truppen den Niederrhein und zogen sich Richtung Oldenburg / Oldb. zurück. Dort endete in den Apriltagen die Geschichte der 7. Fallschirmjäger-Division.

 

 

Beim Vormarsch auf Kreta

 


( Aufstellung im Raum Köln/Wahn im Dezember 1944 )

 

 


- Kommandeure -

+ Generalleutnant Wadehn


- Gliederung -

+ Fallschirmjäger-Regiment 22, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 24, bestehend aus 3 Bataillonen ( dieses Regiment war vorher das Fallschirmjäger-Regiment "Hübner"
+ Fallschirmjäger-Bataillon 27
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 8 ( war vorher das II. Bataillon des Fallschirm-Pionier-Regiment 21 )
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung
+ Fallschirm- Feldersatz-Bataillon 8


- Chronik -

Um die benötigten Soldaten für die 8.Fallsch.Jäg.Div. zusammen zubekommen begann man in den ersten Wochen des Jahren 1945 damit alle kampffähigen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften aus den Ausbildungs- und Ersatzeinheiten der Luftwaffe heraus zu ziehen. So sollte sichergestellt werden, dass die in den Kasernen, Flugplätzen und auf den Übungsplätzen eingesetzten Luftwaffensoldaten auch unter dem Oberbefehl der Luftwaffe blieben. Die Luftwaffenfeld-Divisionen standen ja unter dem Oberbefehl des Heeres. Im Februar erging dann der Befehl zur Aufstellung der Division, Kommandeur wurde Generalleutnant Wadehn, der ehemalige Kdr. der 10. Luftwaffenfeld-Division in Nordrussland. Schon während der Aufstellung war klar das die Fallschirmjäger-Regimenter und die dazugehörigen Divisionstruppen nicht die volle Stärke erreichen würden, dies sollte sich auch nie ändern. Noch während der Aufstellung ging es an die Front. Die Division kam zum Brückenkopf Wesel am Niederrhein. Im Raum Bönninghard kam die Division dann geschlossen gegen kanadische und britische Truppen zum Einsatz und bewährte sich an der Front. Nach den schweren Kämpfen und der Räumung des Brückenkopfes im März 1945 waren die Rückzugsbewegungen der Division im Raum nördlich von Duisburg bis man schließlich auf Richtung Bremen eindrehte. Anfang April erreichten die Teile dann die Gebiete westlich der Hansestadt und bauten sich im Kampfgebiet auf. Dort waren auch die 15.Pz.Gren.Div. mit der Pz.Ers.Brig. "Großdeutschland" im Einsatz. Die größten Gefechte fanden um Cloppenburg statt. Dort fochten die Fallschirmjäger aufopferungsvoll gegen eine gegnerische Panzerübermacht. Erst nachdem über 300 britische Panzer in die Stadt einbrechen konnten gaben die Fallis die Kämpfe auf und zogen sich Richtung Osten zurück. In den Gebieten um Lauenburg an der Elbe kam dann das Ende des Krieges und damit das Ende der Division.


( Aufstellung zwischen Dezember 1944 und Februar 1945 )

 

 


- Kommandeure -

+ General d. Fallschirmjäger-Truppe Bräuer
+ Oberst Hermann


- Gliederung -

+ Divisionsstab
+ Fallschirmjäger-Regiment 25, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 26, bestehend aus 2 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Bataillon 27
+ Fallschirm-Panzerjäger-(Zerstörer-)Abteilung
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 9 mit 3 Abteilungen
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 9
+ Fallschirm-Granatwerfer-Bataillon 9
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung 9
+ Fallschirmjägerbataillon 62
+ Fallschirm- Feldersatz-Bataillon 9


- Chronik -

Die Aufstellung dieser Division fand im Januar des Jahres 1945 statt obwohl sie eigentlich schon im Oktober angedacht war. Für die Aufstellung war der "Wehrkreis II" verantwortlich. Von der Luftwaffe wurden Offiziere und Mannschaften gestellt deren Verbände aufgrund von Flugzeugmangel aufgelöst wurden. Vom Wehrkreis II kamen Ersatzeinheiten aus den pommerschen Garnisonen. Die Zusammenführung und Zusammenstellung fand anfangs im Rücken der 11. Armee statt, später im rückwärtigen Raum der 3. Pz.Armee in Pommern. Der erste Kommandeur der Division wurde General der Fallsch.Tr. Bräuer, zuletzt Befehlshaber auf den griechischen Inseln. Er wurde aber bald wieder abgelöst. Die 3 Regimenter mit den Nummern 25,26 und 27 konnten nie komplett aufgestellt werden. Noch in den Anfängen der Divisionsgeschichte wurde das I. Bataillon des Fallsch.Jäg.Reg. 25 aus dem normalen Divisionsbetrieb heraus gelöst um als selbstständiges Fallsch.Jäg.Btl. 67 ab Februar 1945 bei der Verteidigung von Breslau eingesetzt zu werden. Das Bataillon wurde mit Lastensegler um die Stadt abgesetzt um sofort in die Kämpfe eingreifen zu können. Auch das II. und III. Bataillon des Fallsch.Jäg.Reg. 26 würde noch nach Breslau verlegt. Mit diesem Schritt war die 9. Fallsch.Jäg.Div. kein Großverband mehr. Die Reste der Division kämpften unter der Führung des Oberst Hermann im Rahmen des XI.SS.Korps an der Oderfont bis sie sich bis Ende April nach Berlin zurückziehen mussten. Dort kämpften sie in den nord-östlichen Vororten der Reichshauptstadt gegen die Panzerverbände des sowjetischen Gegners. Bis zur Kapitulation, durch den Kampfkommandanten am 2. Mai, kämpften die Fallschirmjäger weiter in Berlin.


Divisionen V

 


( Aufstellung im Raum Krems-Melk in Österreich im März 1945 )


- Kommandeure -

+ Oberst von Hoffmann


- Gliederung -

+ Fallschirmjäger-Regiment 28, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 29, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirmjäger-Regiment 30, bestehend aus 3 Bataillonen
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 10
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 10 mit 2 Abteilungen
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 10
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung
+ Fallschirm-Sanitäts-Abteilung 10


- Chronik -

Im März 1945 erging durch das Oberkommando der Luftwaffe der Befehl die 10. Fallschirmjäger-Division aufzustellen obwohl klar war das es nicht mehr ausreichend Personal dafür gab. So entschied man Truppentransporte aus Italien anzuhalten und aus diesen Truppen heraus zuziehen. So erging an die 1. und 4. FallschJäg.Div. der Befehl jeweils 3 intakte Kampfbataillone sowie eine Artillerieabteilung an die 10. FallschirmJäg.Div. abzugeben. Trotzdem konnte so nur das Fallsch.Jäg:Reg 30 komplett aufgestellt werden, die beiden anderen Regimenter 28 und 29 entstanden nur als Rumpfeinheiten. Zu diesen Regimentern kam dann die Ari-Abteilung 10 und 5 Kompanien der Fallsch.Pz.Jäg.Abt.10. Ende April 1945 begann dann der Abtransport der Division, unter Führung von Oberst von Hoffmann, nach Mähren. Dort sollte sie im Rahmen des XXIV.PzKorps der 1.Pz.Armee eingesetzt werden. Dort angekommen mussten sie gegen die vorrollenden sowjetischen Panzerverbände bei Brünn kämpfen. Ein Teil der Kampfgruppe, unter dem Kommando von Oberst von Hoffmann, wurde jedoch über St.Pölten in das Alpengebiet umgeleitet und dort im Rahmen der 6. SS.Pz.Armee zum Einsatz zu kommen. Die 10. Fallsch.Jäg.Div. war die letzte frontfähige Division der Fallschirmjäger-Truppe.


( Aufstellung im März 1945 im Raum Oldenburg/Oldb. )


- Kommandeure -

+ diese Division blieb ohne Divisionskommandeur


- Gliederung -

+ Fallschirmjäger-Regiment 37, später umbenannt in Fallschirmjäger-Bataillon 61
+ Fallschirmjäger-Regiment 38, später umbenannt in Fallschirmjäger-Bataillon 62
+ Fallschirmjäger-Regiment 39, später umbenannt in Fallschirmjäger-Bataillon 63
+ Fallschirm-Panzerjäger-Abteilung 11
+ Fallschirm-Artillerie-Regiment 11 mit 3 Abteilungen
+ Fallschirm-Pionier-Bataillon 11
+ Fallschirm-Nachrichten-Abteilung


- Chronik -

In den letzten Märztagen des Jahres 1945 erging an das Luftgau XI in Oldenburg der Befehl die 11. Fallschirmjäger-Division aufzustellen. Bestehend aus den 3 Regimentern mit den Nummern 37,38, und 39 sowie den dazugehörigen Divisionstruppen sollten aus Offizieren und Unteroffizieren von Ersatztruppenteilen der Luftwaffe und Genesungskompanien die Kader geschaffen werden. Die Mannschaften hingegen sollten aus dem Heer und der Marine sowie dem Volkssturm genommen werden. Schon während der ersten Tage der Aufstellung erging der Befehl zur Verlegung und die Division wurde in die Niederlande transportiert. Dort angekommen verteilte man die Verbände auf die einzelnen Ausbildungsplätze der Luftwaffe. Da nie ein geschlossener Kampfverband geschaffen wurde gab es auch nie einen Fronteinsatz der Division. Da eine Divisionsführung fehlte besaß die Division auch nie einen Kommandeur. Noch während der Ausbildung kam die Kapitulation des deutschen Reiches und damit auch das Ende dieser Division.


Quellen

"Deutsche Spezial-Divisionen", Werner Haupt, Karl Müller Verlag, ISBN: 3-86070-906-2
"Deutsche Fallschirmjäger im Zweiten Weltkrieg", Volkmar Kühn, Motorbuch Verlag, ISBN: 3-613-01044-5
"Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945", Wolfgang Dierich, Motorbuch Verlag Stuttgard, 1976

Bilder:
http://www.forosegundaguerra.com/viewto ... 2&start=15
Bundesbildarchiv

Autor: Panzermeyer