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Das Thema

Divisionen der Waffen SS

 

RECHTLICHER HINWEIS:
Auf Grund des historischen Sachbestandes ist es nicht zu vermeiden, dass in dem verwendeten Bildmaterial
auch die Abzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen auftauchen.
Bezugnehmend auf § 86 und § 86a des StGB machen die Autoren darauf aufmerksam, dass diese ausschließlich im Sinne § 86 Absatz 3 Verwendung finden.Jegliches Anfertigen von Kopien zwecks propagandistischer Verwendung ist hiermit ausdrücklich untersagt.

 

Vorwort

Vorwort:

Die Waffen-SS - ein Thema, welches immer wieder Konfrontationen mit der Vergangenheit heraufbeschwört. Für die einen eine Elitetruppe, die tapfer und ehrenvoll für ihr Vaterland gekämpft hat. Für die anderen Verbrecher, die neben unsäglichen Kriegsverbrechen auch an den Gräueltaten des Holokaust beteiligt waren. Vor allem ehemalige Mitglieder vertreten häufig die Auffassung, sie wären "Soldaten wie andere auch" gewesen. Die Wahrheit liegt wohl, wie so oft, irgendwo dazwischen.

 

Ärmelstreifen - Ehrenwinkel

Von unbekannt - Public Domain :Entnommen dem "Organisationshandbuch der NSDAP (1939)", Bild-PD-alt, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=293476
(Ehrenwinkel, getragen am rechten Oberarm als Zeichen längerer Dienstzugehörigkeit bereits in der Vorkriegszeit)

 

Hier wurde nun der Versuch unternommen, die Divisionen der Waffen-SS und einige ihrer selbständigen Verbände aufzuführen. Sofern es möglich war, wurden die Kommandantenlisten sorgfältig eruiert sowie die Gliederungen der verschiedenen Epochen des Krieges angefügt. Dazu findet der geneigte Leser noch die Auflistung der Ritterkreuzträger, deren Auszeichnungen in den jeweiligen Divisionen erworben wurden. Viele Unterlagen sind in den Wirren der letzten Kriegstage verloren gegangen, Divisionstagebücher wurden vernichtet, um den Feind nicht in die Hände zu fallen. Deswegen mag die Aufstellung Fehler aufweisen oder auch nicht vollständig sein. Man möge das verzeihen. Die an den Recherchen Verantwortlichen haben sich bemüht, die teils widersprüchlichen Quellen gegeneinander abzuwiegen. Das Ergebnis dieser Arbeit kann man hier finden. Es erhebt keinen Anspruch darauf, vollständig oder zu 100 Prozent richtig zu sein, sondern wird nach bestem Wissen und Gewissen abgegeben.

Vor allem der Passus der Kriegsverbrechen erwies sich als ein besonders heikles und gefährliches Thema. Liegen hier doch Taten vor, die immer wieder zu besonders schweren Kontroversen über die Waffen-SS führen. Warum wurden sie aufgenommen? Nun zum Einen, weil eben die Waffen-SS kein Kampfverband wie die anderen Teile der Wehrmacht war. Zwar befand sie sich während des Krieges unter dem Oberbefehl der Wehrmacht, doch war sie auch dazu gedacht,Hitler persönlich als bewaffnete Streitmacht zu dienen und auch Polizeiaufgaben nach dem Kriege wahrzunehmen. Hierbei wurde vor allem in der Anfangsphase des Krieges auf ein striktes Eintreten der Angehörigen für die nationalsozialistische Weltanschauung geachtet. Immer wieder fanden politische Schulungen statt, die die Soldaten der Waffen-SS mit den Ideologien und der Rassenlehre indoktrinierte.

Im späteren Kriegsverlauf wurden diese Schulungen von den dann meist schon Zwangseingezogenen teilweise verachtet und es wurde auch versucht, diese zu umgehen oder ausfallen zu lassen. Heinrich Himmler hat sich darüber dann mehrfach bitter bei den Kommandeuren beschwert. Gebracht hat dies wenig, war es doch von einer kämpfenden Truppe nicht zu erwarten, dass ermüdete Soldaten in den Schützengräben auch noch die politische Schulbank drückten. Trotzdem war die Waffen-SS von einem Geist beseelt, der aus einem absoluten und unzweifelhaften Glauben an die Sendung Deutschlands und dessen Führer Adolf Hitler bestand.

Was am Anfang als ein Orden germanischen Blutes angesehen wurde, die Elite der arischen Rasse, verwässerte im Laufe des Krieges immer mehr und musste sich den gewaltigen Verlusten stellen, die diese Verbände aufgrund ihrer Kampfweise zu bezahlen hatten. Aufgeputscht durch einen absoluten Eliteglauben und ausgebildet unter scharfem Beschuss schenkten die Angehörigen der ersten Divisionen weder sich noch dem Gegner irgendein Mitleid. In diesem Zusammenhang ist es auch vermehrt zu Kriegsverbrechen gekommen. Dabei fand z.B. die Erschießung von Kriegsgefangenen jedoch nicht nur bei der Waffen-SS oder auf Seiten der Wehrmacht statt. Auch die Gegner hatten mit diesem Problem zu kämpfen. Doch kam es immer wieder zu solchen Vorkommnissen, vor allem an der Ostfront. Allerdings zeigte auch die Rote Armee ihrem Gegenüber keine Gnade. Es war ein Glaubenskrieg, fast schon ein heiliger Kreuzzug in dem sich die Angehörigen der Waffen-SS in Russland befanden.

 

Kragenspiegel

Reichsführer SS

Von Harolddd - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17070314
(Reichsführer SS 1942–45)

 

SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS , SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS , SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS , SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS

(Von Links: SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS / SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS / SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS / SS-Oberstgruppenführer und Generaloberst der Waffen-SS / 1942–45)

 

(Oberarmabzeichen)

Dabei waren nur die ersten Divisionen wirklich sogenannte Elite-Divisionen. Was beim weiteren Ausbau der Waffen-SS hinzu kam, war eine europäische Armee, die auf Seiten der Wehrmacht kämpfte. Hier stützte man sich vor allem auf die Volksgruppen, die in ihren Heimatländern zuvor von der dortigen Regierung unterdrückt worden waren und sich nun mit Feuereifer auf die Seite der Deutschen schlugen. Teils um gegen ihre Unterdrücker zu kämpfen, aber auch, um ihren Hass gegen andere Volksgruppen freien Lauf zu lassen. Diesen Umstand war man sich in Berlin sehr wohl bewusst und setzte bewusst auf diese Gefühle, besonders wenn sie antisemitischer Natur waren. Solche Verbände, meist als Waffen-Divisionen der SS bezeichnet, verübten besonders viele Gräueltaten, ermordeten unzählige Zivilisten, plünderten, brandschatzten und vergewaltigten. Angeführt wurden sie jedoch dabei immer von deutschen SS-Offizieren, die diese Übergriffe vor allem bei der sogenannten Bandenbekämpfung (Partisanenkrieg) in Kauf nahmen.

Gegen Ende wurden die Männer von ihrem so geliebten und geachteten Führer genauso verraten, wie die ganze deutsche Bevölkerung. Verblendet und irre geleitet waren sie in einen Krieg gezogen, der in der totalen Vernichtung endete. Und was noch schlimmer war: Nach der Heimkehr wurden sie geschnitten, verachtet, als Verbrecher bezeichnet. Zu Danken hatten sie dies auch ihrem Reichsführer SS, der in einer Sonderweisung die Truppen der Vernichtungs- und Konzentrationslager, die Einsatzgruppen und die Totenkopfverbände mit der Waffen-SS verschmolzen hatte. Somit trugen auch die Soldaten mit den Sig-Runen den Makel des Völkermordes. Dabei kann mit absoluter Sicherheit davon ausgegangen werden, dass vor allem in deren Reihen über diese Vorkommnisse zumindest gerüchteweise gesprochen wurde. Wurden doch häufig verwundete Soldaten, die noch nicht wieder voll frontdiensttauglich waren, zu Wachaufgaben in die Konzentrationslager abkommandiert. Und in jeder Division befanden sich eine große Anzahl von Offizieren, die zeitweise in solchen Einrichtungen ihren Dienst versehen haben.

Soldaten wie andere auch? Schwerlich. Es gab einfach zu Viele, die zuviel gewusst hatten. Am Ende trugen die SS-Soldaten das Stigma des Verbrechers. Da in den letzten Kriegsmonaten jedoch fast nur noch Zwangsrekrutierte die schwer angeschlagenen Verbände auffüllten, wurden sie für Taten verantwortlich gemacht, an denen sie keinerlei Anteil hatten. Bei den Nürnberger Prozessen wurde dann sowohl die Allgemeine SS wie auch die Waffen-SS als verbrecherische Organisationen erklärt. Und dies mit Sicherheit nicht zu Unrecht.

 

Neutraubling, 4. Dezember 2010
Greifenstein

 

Divisionen I

1. SS-Panzer-Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler"

 

1. Gliederung

"Leibstandarte-SS Adolf Hitler" LSSAH (1940)

● I. Sturmbann
● II. Sturmbann
● III. Sturmbann
● IV. Wachtbataillon
● Artillerie-Regiment
● Panzerspäh-Zug
● Nachrichtenzug
● Nachrichtensturmbann
● Kradmeldezug
● Kraderkundungszug
● Pionierzug
● Pioniersturm
● Panzer-Sturm-Batterie
● Musik-Zug
● Leichte Infanterie-Kolonne

   

SS-Panzergrenadier-Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler" (ab September 1942)

● Infanterie-Regiment 1 LSSAH
● Infanterie-Regiment 2 LSSAH
● Panzer-Abteilung LSSAH
● Artillerie-Regiment LSSAH
● Aufklärungs-Abteilung LSSAH
● Panzerjäger-Abteilung LSSAH
● Sturmgeschütz-Abteilung LSSAH
● Flak-Abteilung LSSAH
● Pionier-Bataillon LSSAH
● Panzer-Nachrichten-Abteilung LSSAH
● Versorgungs-Einheiten LSSAH

   

1. SS-Panzer-Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler" (ab Oktober 1943)

● SS Panzer-Regiment 1
● SS Panzer-Grenadier-Regiment 1 „L. A. H.“
● SS Panzer-Grenadier-Regiment 2 „L. A. H.“
● SS Panzer-Artillerie-Regiment 1
● SS Flak Artillerie-Abteilung 1
● SS Nebelwerfer-Abteilung 1 (ab September 1944)
● SS Sturmgeschütz-Abteilung 1
● SS Panzer-Aufklärungs-Abteilung 1
● SS Panzerjäger-Abteilung 1
● SS Panzer-Pionier-Bataillon 1
● SS Panzer-Nachrichten-Abteilung 1
● SS Versorgungs-Einheiten 1
● SS Feldersatz-Bataillon 1 (ab Oktober 1944)

   

Aufstellung: 17. März 1933 (Regiment im März 1939, 1940 Ausbau zur Brigade, ab 1942 Divisionsstatus)
Ende: 9. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler"

  15.08.1938 - 07.04.1943 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Josef Dietrich
  07.04.1943 - 20.08.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Theodor Wisch
  20.08.1944 - 06.02.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Wilhelm Mohnke
  06.02.1945 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Otto Kumm

 

3. Kriegsverbrechen

Die Waffen-SS galt als Elite - nicht nur im Sinne der des Militärischen sondern auch in Punkto der nationalsozialistischen Weltanschauung. Im Allgemeinen zeigen viele Forschungen, dass die Soldaten der Waffen-SS viel leichter zu Übergriffen neigten, als der durchschnittliche Soldat auf beiden Seiten. Auch wenn im Laufe des Krieges viele auch zwangsverpflichtete Soldaten die Einheiten auffüllten, so herrschte doch nach wie vor eine gewisse Rücksichtslosigkeit nicht nur gegen sich selbst sondern auch den Gegner vor.
So soll die Aufklärungsabteilung des Regiments der "Leibstandarte SS Adolf Hitler" bereits während des Polenfeldzuges zu ersten Übergriffen gegen die jüdische Bevölkerung gekommen sein. Auch im Frankreichfeldzug 1940 wurde die Erschießung von 80-100 britischen Soldaten nahe Wormhout bekannt. Zu diesem Zeitpunkt galt der Divisionskommandeur als vermisst und vermutlich gefallen und so soll es aus Rache zu den Übergriffen gekommen sein.
Weiterhin verübten Angehörige der Leibstandarte 1943 die ersten Massenmorde an Juden in Italien. Zu den Vorkommnissen am Lago Maggiore zählt das Massaker von Meina, wo zwischem dem 15. und 23. September 54 Juden erschossen wurden.
Während der Ardennenoffensive kam es dann zum Malmedy-Massaker, wo am 17. Dezember 1944 72 US-amerikanische Soldaten erschossen wurden, nachdem sie sich den Angehörigen der Kampfgruppe Peiper bereits ergeben hatten.

 

Ab 1936 warben die Nationalsozialisten massiv um einen Eintritt in die SS Verfügungstruppe, die später zur Waffen-SS avancierte.
Am Anfang rein aus Freiwilligen aufgebaut, zwangen die hohen Verluste im Laufe des Krieges immer mehr zu Zwangsrekrutierungen.

 

4. Ritterkreuzträger: 52

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Josef Dietrich Obergruppenführer 14.03.1943
Joachim Peiper Obersturmbannführer 11.01.1945
Theodor Wisch Brigadeführer 30.08.1944

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Josef Dietrich Obergruppenführer 31.12.1941
Albert Frey Obersturmbannführer 20.12.1943
Max Hansen Standartenführer 17.04.1945
Hugo Kraas Obersturmbannführer 24.01.1944
Kurt Meyer Obersturmbannführer 23.02.1943
Joachim Peiper Sturmbannführer 31.12.1941
Werner Pötschke Sturmbannführer 15.03.1945
Theodor Wisch Brigadeführer 12.02.1944
Fritz Witt Standartenführer 01.03.1943
Michael Wittmann Untersturmführer 30.01.1944

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Josef Dietrich Obergruppenführer 04.07.1940
Gerhad Pleiß Obersturmführer 20.04.1941
Heinrich Springer Hauptsturmführer 12.01.1942
Theodor Wisch Sturmbannführer 15.09.1941
Rudolf Lehmann Obersturmbannführer 23.02.1944
Josef Armberger Obersturmführer 31.10.1944 (posthum)
Wilhelm Beck Obersturmführer 28.03.1943
Hans Dauser Oberscharführer 04.06.1944
Martin Groß Sturmbannführer 22.07.1943
Konrad Heubeck Untersturmführer 17.04.1945
Heinrich Kling Hauptsturmführer 23.02.1944
Herbert Kuhlmann Sturmbannführer 13.02.1944
Hans Malkomes Obersturmführer 30.10.1944
Werner Pötschke Hauptsturmführer 04.06.1944
Hans Reimling Oberscharführer 28.02.1943
Rudolf von Ribbentrop Obersturmführer 15.07.1943
Georg Schönberger Obersturmbannführer 20.12.1943 (posthum)
Franz Staudegger Unterscharführer 10.07.1943
Helmut Wendorff Untersturmführer 12.02.1944
Michael Wittmann Untersturmführer 14.01.1944
Balthasar Woll Rottenführer 16.01.1944
Max Wünsche Sturmbannführer 28.02.1943
Herman Dahlke Oberscharführer 03.03.1943
Albert Frey Sturmbannführer 03.03.1943
Erich Göstl Panzergrenadier 31.10.1944
Erich Grätz Hauptsturmführer 14.05.1944
Max Hansen Sturmbannführer 28.03.1943
Frank Hasse Obersturmführer 06.08.1944
Heinz Nowotnik Untersturmführer 14.05.1944
Alfred Schneidereit Rottenführer 20.12.1943
Hans Becker Hauptsturmführer 28.03.1943
Josef Diefenthal Hauptsturmführer 05.02.1945
Gerhard Grebarsche Hauptscharführer 24.01.1944
Paul Guhl Hauptsturmführer 04.06.1944
Georg Karck Obersturmführer 03.08.1943
Hugo Kraas Sturmbannführer 28.03.1943
Joachim Peiper Sturmbannführer 09.03.1943
Georg Preuß Obersturmführer 05.02.1945
Rudolf Sandig Sturmbannführer 05.05.1943
Bernhard Siebken Obersturmbannführer 17.04.1945
Werner Wolff Untersturmführer 07.08.1943
Alfred Günther Oberscharführer 03.03.1943
Heinrich Heimann Hauptsturmführer 23.02.1944
Fritz Henke Oberscharführer 12.02.1944
Karl Rettlinger Hauptsturmführer 20.12.1943
Emil Wiesemann Hauptsturmführer 20.12.1943 (posthum)
Kurt Sametreiter Oberscharführer 31.07.1943
Gerhard Bremer Obersturmführer 30.10.1941
Gustav Knittel Sturmbannführer 04.06.1944
Kurt Meyer Sturmbannführer 18.05.1941
Herman Weiser Obersturmführer 28.03.1943
Walter Pitsch Hauptscharführer 06.05.1945 (Verleihung nicht bestätigt)
Friedrich Blond Obersturmführer 28.04.1945 (Verleihung nicht bestätigt)

 

2. SS-Panzerdivision "Das Reich"

 

SS-Verfügungsdivision (VT-Division) / SS-Division „Reich“ später „Das Reich“

 

1. Gliederung

SS-Verfügungsdivision (1939)

● SS-Standarte »Deutschland«
● SS-Standarte »Germania«
● SS-Standarte »Der Führer«
● SS-Nachrichtensturmbann
● SS-Artillerie-Standarte
● SS-Aufklärungs-Abteilung
● SS-Pioniersturmbann

   

SS-Division „Reich“ (mot.) (1941)

● SS-Regiment „Der Führer“
● SS-Regiment „Deutschland“
● SS-Infanterie-Regiment 11
● Artillerie-Regiment SS-Division Reich
● Aufklärung-Abteilung SS-Division Reich
● Kradschützen-Abteilung SS-Division Reich
● Flak-MG-Bataillon SS-Division Reich
● Panzerjäger-Bataillon SS-Division Reich
● Pionier-Bataillon SS-Division Reich
● Sturmgeschütz-Batterie SS-Division Reich
● Nachrichten-Abteilung SS-Division Reich
● Nachschubtruppen SS-Division Reich
   

SS-Panzergrenadier-Division "Das Reich" (ab Oktober 1942)

● SS-Panzergrenadier-Regiment "Deutschland"
● SS-Panzergrenadier-Regiment "Der Führer"
● Schnelles SS-Schützen-Regiment (mot.) "Langemarck"
● SS-Panzer-Regiment 2 "Das Reich"
● SS-Artillerie-Regiment "Das Reich"
● SS-Aufklärungs-Abteilung "Das Reich"
● SS Flak-Artillerie-Abteilung "Das Reich"
● SS Sturmgeschütz-Abteilung "Das Reich"
● SS Nebelwerfer-Abteilung "Das Reich"
● SS Panzer-Aufklärungs-Abteilung "Das Reich"
● SS Panzerjäger-Abteilung "Das Reich"
● SS Panzer-Pionier-Bataillon "Das Reich"
● SS Panzer-Nachrichten-Abteilung "Das Reich"
● SS Versorgungs-Einheiten "Das Reich"
   

2. SS-Panzer-Division "Das Reich" (ab Oktober 1943)

● SS-Panzer-Regiment 2 „Das Reich“
● SS-Panzergrenadier-Regiment 3 „Deutschland“
● SS-Panzergrenadier-Regiment 4 „Der Führer“
● SS-Panzer-Artillerie Regiment 2
● SS-Flak-Artillerie-Abteilung 2
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 2
● SS-Nebelwerfer-Abteilung 2
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 2
● SS-Panzerjäger-Abteilung 2
● SS-Panzer-Pionier-Bataillon 2
● SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 2
● SS-Versorgungs-Einheiten 2
   

Aufstellung: 10. Oktober 1939
Ende: 9. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

 

Kommandeure der Division "Das Reich"

  19.10.1939 – 14.10.1941 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Paul Hausser
  14.10.1941 - 31.12.1941 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Wilhelm Bittrich
(mit der Führung beauftragt)
  31.12.1941 – 19.04.1942 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Matthias Kleinheisterkamp
  19.04.1942 – 10.02.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Georg Keppler
  10.02.1943 – 03.04.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Herbert-Ernst Vahl (mit der Führung beauftragt)
  03.04.1943 - 01.11.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Walter Krüger
  09.12.1943 – 26.07.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Heinz Lammerding
  26.07.1944 – 28.07.1944 SS-Obersturmbannführer Christian Tychsen (mit der Führung beauftragt)
  28.07.1944 – Anf. Dez. 1944 SS-Oberführer Otto Baum (mit der Führung beauftragt)
  Anf. Dez. 1944 – 20.01.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Heinz Lammerding
  20.01.1945 – 04.02.1945 SS-Standartenführer Karl Kreutz (in Vertretung)
  04.02.1945 - 09.03.1945 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Werner Ostendorff
  09.03.1945 - 13.04.1945 SS-Standartenführer Rudolf Lehmann (mit der Führung beauftragt)
  13.04.1945 - 08.05.1945 SS-Standartenführer Karl Kreutz (in Vertretung)

 

3. Kriegsverbrechen

Auch bei der ersten voll aufgestellten Division der Waffen-SS kam es vermehrt zu Übergriffen gegen Kriegsgefangenen oder Zivilisten. Dabei zählen wohl das Massaker von Oradour-sur-Glane zu den bekanntesten Kriegsverbrechen des 2. Weltkrieges. Am Nachmittag des 10. Juni 1944 töteten 120 Soldaten der 3. Kompanie der SS-Panzergrenadierregiments 4 "Der Führer" 642 Männer, Frauen und Kinder in der kleinen Ortschaft. Schon zwei Tage zuvor waren aufgrund von Angriffen der französischen Widerstandbewegung in Tulle 97 Zivilisten erhängt und 321 nach Deutschland verschleppt worden.
Die Tat in Oradour beschmutzt das Ansehen der Division bis zum heutigen Tage und gilt als Synonym für die Kriegsverbrechen der Waffen-SS

Werbeplakat der Waffen-SS von 1942. Um die vor allem an der Ostfront auftretenden großen Verluste auszugleichen, bemühte sich die Nazi-Propaganda vor allem um junge Männer, die man mit dem Nimbus einer 'Elite-Truppe' ködern wollte. Auf die ursprünglich hohen Ansprüche an 'rassischer Reinheit' wurde dabei immer mehr verzichtet.

 

4. Ritterkreuzträger: 90 + 15 unbestätigte

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Baum Otto 02.09.1944 SS-Standartenführer Führer
Weidinger Otto 06.05.1945 SS-Obersturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Wisliceny Günther-Eberhard 06.05.1945 SS-Obersturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt*)

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Harmel Heinz 07.09.1943 SS-Standartenführer
Kloskowski Karl 11.08.1944 SS-Obersturmführer
Krag Ernst-August 28.02.1945 SS-Sturmbannführer
Kreutz Karl 06.05.1945 SS-Standartenführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Krüger Walter 31.08.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS
Kumm Otto 06.04.1943 SS-Obersturmbannführer
Lehmann Rudolf 06.05.1945 SS-Standartenführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Macher Heinz 19.08.1944 SS-Obersturmführer
Ostendorff, Werner 06.05.1945 (Verleihung nicht bestätigt*)
Schmelzer Heinrich 28.02.1945 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Stadler Sylvester 16.09.1943 SS-Obersturmbannführer
Tychsen Christian 10.12.1943 SS-Sturmbannführer
Weidinger Otto 26.12.1944 SS-Obersturmbannführer
Werner Heinz 06.05.1945 SS-Sturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Wisliceny Günther-Eberhard 26.12.1944 SS-Obersturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Hausser Paul 08.08.1941 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS
Kleinheisterkamp Matthias 31.03.1942 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Ostendorff Werner 13.09.1941 SS-Sturmbannführer
Vahl Herbert-Ernst 31.03.1943 SS-Oberführer
Lammerding Heinz 11.04.1944 SS-Oberführer
Bastian Heinrich 06.05.1945 SS-Obersturmführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Bittrich Wilhelm 14.12.1941 SS-Oberführer
Eckert Hans 04.05.1944 SS-Obersturmführer der Reserve
Grohmann Franz 23.08.1944 SS-Obersturmführer
Harmel Heinz 31.03.1943 SS-Obersturmbannführer
Koch Alfred 06.05.1945 SS-Obersturmführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Macher Heinz 03.04.1943 SS-Untersturmführer
Rüd Adolf 23.08.1944 SS-Oberscharführer
Schreiber Helmuth 30.07.1943 SS-Hauptsturmführer
Steiner Felix 15.08.1940 SS-Oberführer
Weber Alois 30.07.1943 SS-Hauptscharführer
Wisliceny Günther-Eberhard 30.07.1943 SS-Sturmbannführer
Witt Fritz 04.09.1940 SS-Sturmbannführer
Grascher Simon 14.08.1943 SS-Unterscharführer
Grieme Willy 17.09.1943 SS-Obersturmführer der Reserve
Hauser Hans 06.05.1945 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo (Verleihung nicht bestätigt*)
Kämpfe Helmut 10.12.1943 SS-Sturmbannführer der Reserve
Kaiser Vinzenz 06.04.1943 SS-Hauptsturmführer
Keppler Georg 15.08.1940 SS-Oberführer
Kepplinger Ludwig 04.09.1940 SS-Hauptscharführer
Krüger Joachim 24.06.1944 SS-Untersturmführer
Kumm Otto 16.02.1942 SS-Obersturmbannführer
Lainer Josef 08.10.1943 SS-Oberscharführer
Lange Günther 06.05.1945 (Verleihung nicht bestätigt*)
Lex Alfred 10.12.1943 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Peichl Adolf 16.10.1944 SS-Hauptscharführer
Schulze Herbert 16.12.1943 SS-Sturmbannführer
Stadler Sylvester 06.04.1943 SS-Sturmbannführer
Werner Heinz 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer
Barkmann Ernst 27.08.1944 SS-Unterscharführer
Boska Karl-Heinz 16.12.1943 SS-Obersturmführer
Enseling Rudolf 23.08.1944 SS-Sturmbannführer
Frauscher Franz 31.12.1944 SS-Hauptscharführer
Gresiak Horst 25.01.1945 SS-Obersturmführer
Holzer Friedrich 10.12.1943 SS-Hauptsturmführer
Kesten Dieter 12.11.1943 SS-Hauptsturmführer
Kloskowski Karl 11.07.1943 SS-Hauptscharführer
Langanke Fritz 27.08.1944 SS-Standartenoberjunker
Mühleck Karl 04.06.1944 SS-Untersturmführer
Reeb Adolf 23.08.1944 SS-Untersturmführer
Reitzenstein Freiherr von Albin 13.11.1943 SS-Obersturmbannführer
Seibold Emil 06.05.1945 SS-Hauptscharführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Simke Willy 16.12.1943 SS-Hauptscharführer
Thaler Johann 14.08.1943 SS-Unterscharführer
Tychsen Christian 31.03.1943 SS-Sturmbannführer
Veith Johann 14.02.1945 SS-Obersturmführer
Worthmann Karl-Heinz 31.03.1943 SS-Hauptscharführer
Gast Wolfgang 04.06.1944 SS-Obersturmführer
Kreutz Karl 27.08.1944 SS-Standartenführer
Schabschneider Hans (Johann) 27.08.1944 SS-Unterscharführer
Kniep Walter 14.08.1943 SS-Sturmbannführer
Röhder Wolfgang Dr.phil. 01.12.1943 SS-Obersturmführer der Reserve
Rossner Erich 25.08.1941 SS-Unterscharführer
Klingenberg Fritz 14.05.1941 SS-Hauptsturmführer
Vogt Fritz 04.09.1940 SS-Obersturmführer
Fick Jakob 23.04.1943 SS-Sturmbannführer
Krag Ernst-August 23.10.1944 SS-Sturmbannführer
Siegling Alfred 02.12.1943 SS-Oberscharfführer
Weidinger Otto 21.04.1944 SS-Sturmbannführer
Weiß Hans 06.04.1943 SS-Hauptsturmführer
Brosow Siegfried 13.11.1943 SS-Hauptsturmführer
Rieflin Fritz 06.05.1945 SS-Obersturmführer (Verleihung nicht bestätigt*)
Schmelzer Heinrich 12.03.1944 SS-Obersturmführer der Reserve
Dreike Franz-Joseph 06.05.1945 SS-Hauptsturmführer der Reserve (Verleihung nicht bestätigt*)
Rentrop Fritz 13.10.1941 SS-Obersturmführer
Mattusch, Walter 06.05.1945 SS-Sturmmann (Verleihung nicht bestätigt*)

 

*) Diese Auszeichnungen wruden im Mai 1945 von SS-Oberstgruppenführer Sepp Dietrich vorgenommen. Laut dessen eigener Aussage war er berechtigt, das Ritterkreuz bis zum Ordensrang mit Schwertern zu verleihen. Dies wäre ihm von Hitler im Mai 1944 zugebilligt worden. Dies muss jedoch in Frage gestellt werden, weil die "eidesstattliche Erklärung" von Sepp Dietrich hierzu entweder nicht existiert oder nicht bestätigt worden ist. Da jedoch nachgewiesen werden kann, dass sämtliche Auszeichnungen in der 6. SS-Panzerarmee im Frühjahr 1945 bis zum Abbruch der Funkverbindung von Berlin bestätigt worden sind, müssen diese "Dietrich-Verleihungen" als nicht Rechtens angesehen werden. Es findet sich darüber auch kein Eintrag im Bundesarchiv.

Anmerkung:
Der Springende Teufel - der Ursprung des Emblems der Tigerkompanie des 2. Panzerregiments:
Nach der Schlacht um Kharkov (März 1943) fand ein Mitglied der Division in den Straßen von Kharkov eine seltsame Metallfigur, die einem Gnom ähnelte. Er nannte diese Figur "Springender Teufel" und überstellte sie zur Tigerkompanie (8. Kompanie/SS-Pz.Reg. 2). Im April des gleichen Jahres übernahm die Tigerkompanie das Emblem als offizielles Symbol.

 

Wechsel des Divisionsabzeichens:
Normalerweise trugen die Fahrzeuge der Division "Das Reich" die Wolfsangel als Taktisches Symbol. Bei den Vorbereitungen zur "Operation Zitadelle" wurden sämtlichen teilnehmenden Verbänden aus Gründen der Verschleierung neue taktische Zeichen zugewiesen (Generalkommando I. SS-Panzerkorps Ia Nr. 446/43 g.Kdos. (geheime Kommandosache).

 

Rechtlicher Hinweis:
Die Wolfsangel gilt gemeinhin als Symbol, das von rechtsextremen Gruppen und Gruppierungen als Abzeichen verwendet wird. Nachdem es 1982 von der als verfassungsfeindlich verbotenen Junge Front (Jugendorganisation der Volkssozialistische Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit) verwendet wurde, landete es auf der Liste der Verbotenen Zeichen und darf in diesem Zusammenhang laut § 86a StGB öffentlich nicht verwendet werden. Die Darstellung hier erfolgt rein im historischen Kontext. Jede weiterführende Verwendung der Symbolik zu Propagandazwecken ist ausdrücklich verboten und kann strafrechtlich verfolgt werden.

 

3. SS-Panzer-Division "Totenkopf"

 

1. Gliederung

"SS-Totenkopf-Division" (1939)

● SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 1
● SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 2
● SS-Totenkopf-Infanterie-Regiment 3
● SS-Totenkopf-Artillerie-Regiment
● schwere SS-Totenkopf-Artillerie-Abteilung
● SS-Totenkopf-Aufklärungs-Abteilung
● SS-Totenkopf-Panzerabwehr-Abteilung
● SS-Totenkopf-Pionier-Bataillon
● SS-Totenkopf-Nachrichten-Abteilung

   

SS-Panzergrenadier-Division "Totenkopf" (ab November 1942)

● SS-Panzergrenadier-Regiment 1 Totenkopf
● SS-Panzergrenadier-Regiment 3 Totenkopf
● Panzer-Regiment 3
● SS-Totenkopf-Sturmgeschütz-Abteilung
● SS-Totenkopf-Aufklärungs-Abteilung
● SS-Totenkopf-Kradschützen-Bataillon
● SS-Totenkopf-Panzerjäger-Abteilung
● SS-Totenkopf-Pionier-Bataillon
● SS-Totenkopf-Flak-Abteilung
● SS-Totenkopf-Nachrichten-Abteilung
   

3. SS-Panzer-Division "Totenkopf" (ab 22. Oktober 1944)

● SS Panzer-Regiment 3 Totenkopf
● SS Panzer-Grenadier-Regiment 5 Thule
● SS Panzer-Grenadier-Regiment 6 „Theodor Eicke“
● SS Panzer-Artillerie-Regiment 3
● SS Flak-Artillerie-Abteilung 3
● SS Sturmgeschütz-Abteilung 3
● SS Panzer-Aufklärungs-Abteilung 3
● SS Panzerjäger-Abteilung 3
● SS Panzer-Pionier-Bataillon 3
● SS Panzer-Nachrichten-Abteilung 3
● SS Versorgungs-Einheiten 3

   

Aufstellung: 16. Oktober 1939
Ende: 9. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

 

Kommandeure der Division "Totenkopf"

  01.11.1939 - 07.07.1941 SS-Gruppenführer Theodor Eicke
  07.07.1941 - 18.07.1941 SS-Oberführer Matthias Kleinheisterkamp
  18.07.1941 - 19.09.1941 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Georg Keppler
  19.09.1941 - 26.02.1943 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Theodor Eicke
  26.02.1943 - 27.04.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Hermann Prieß
  27.04.1943 - 15.05.1943 SS-Standartenführer Heinz Lammerding
  15.05.1943 - 22.10.1943 SS-Brigadeführer Max Simon
  22.10.1943 - 21.06.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Hermann Prieß
  21.06.1944 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Helmuth Becker
     

3. Kriegsverbrechen

Während des Westfeldzuges am 27. Mai 1940 erschossen Angehörige der Division "Totenkopf" 97 britische Kriegsgefangene nahe Le Paradis. SS-Obersturmführer Fritz Knöchlein, Kompaniechef der 3. Kp./SS-Totenkopf-Inf.Reg. 2, ließ die Gefangenen an der Scheunenwand eines Bauernhofes mit Maschinengewehren ermorden. Überlebende wurden mit dem Bajonett oder mit Hilfe eines Genichschusses getötet. Nach dem Krieg wurde Knöchlein am 25. Oktober 1948 fon einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt und am 21. Januar 1949 hingerichtet.

Die Soldaten der Totenkopf-Division zeigten sich auch aufgrund ihrer Herkunft - die Division wurde ursprünglich aus den Wachmannschaften der KZ geformt - wenige Rücksicht mit dem Gegner, auch wenn dieser sich bereits ergeben hatte. So waren Soldaten der Division zusammen mit Angehörigen des Infanterie-Regiments Großdeutschland im Mai 1940 an der Ermordung französischer Soldaten nicht-europäischer Herkunft beteiligt.

Nach dem Überfall auf die Sowjetunion zeigten sich die Angehörigen der SS-Division "Totenkopf" als besonders bemüht, den "Kommissarbefehl" konsequent umzusetzen. An den Mordaktionen der Einsatzgruppen der Sicherheitspolizei und des SD war die Division jedoch aufgrund ihres Kampfauftrages nicht beteiligt. Jedoch befanden sich in den Reihen der Division etliche besonders berüchtigte Kriegsverbrecher der Waffen-SS. Dazu gehörten beispielsweise Friedrich Jeckeln (1940), Jürgen Stroop (1941), Ernst-Heinrich Schmauser (1940), Erich Tschimpke (1939-1941), der SS-Arzt Erwin Ding-Schuler (1939-1940) und Alfred Franke-Gricksch (1939-1941).

 

4. Ritterkreuzträger: 55

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Prieß Hermann 24.04.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Baum Otto 22.08.1943 SS-Obersturmbannführer
Becker Hellmuth 21.09.1944 SS-Oberführer
Biermeier Fritz 26.12.1944 SS-Sturmbannführer
Bochmann Georg 17.05.1943 SS-Sturmbannführer
Eicke Theodor 20.04.1942 SS-Obergruppenführer und Generalleutnant der W-SS
Meierdress Hubert-Erwin 05.10.1943 SS-Hauptsturmführer
Prieß Hermann 09.09.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Ullrich Karl 14.05.1944 SS-Obersturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Eberhardt Erich 23.08.1944 SS-Obersturmbannführer
Eicke Theodor 26.12.1941 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS
Biermeier Fritz 10.12.1943 SS-Hauptsturmführer
Mattern Walter 20.10.1944 SS-Obersturmführer
Riefkogel Waldemar 11.07.1943 SS-Obersturmführer
Säumenicht Rudolf 13.10.1943 SS-Hauptsturmführer
Bachmann Christian 28.02.1945 SS-Hauptsturmführer
Buchner Hermann 16.06.1944 SS-Hauptsturmführer
Häußler Ernst 15.08.1943 SS-Sturmbannführer
Lang Hermann 23.10.1944 SS-Unterscharführer
Rölleke Josef 16.06.1944 SS-Unterscharführer
Swierzinski Lothar 16.12.1943 SS-Rottenführer
Reder Walter 03.04.1943 SS-Hauptsturmführer
Schubach Joachim 03.04.1943 SS-Sturmbannführer
Deisenhofer Eduard Dr.jur. 08.05.1942 SS-Sturmbannführer
Hirning Hans 23.10.1942 SS-Rottenführer
Köchle Ludwig 28.02.1942 SS-Oberscharführer
Simon Max 20.10.1941 SS-Oberführer
Zingel August 04.10.1942 SS-Unterscharführer
Becker Hellmuth 07.09.1943 SS-Standartenführer
Endreß Hans 23.03.1945 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Fiedler Johann 16.06.1944 SS-Unterscharführer
Franke Kurt 03.10.1943 SS-Hauptscharführer
Launer Kurt 15.08.1943 SS-Sturmbannführer
Müller Heinz-Fritz 23.03.1945 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Baum Otto 08.05.1942 SS-Sturmbannführer
Gerth Walter 31.03.1943 SS-Obersturmführer der Reserve
Prieß Hermann 28.04.1943 SS-Oberführer
Stäudle Ernst 10.04.1942 SS-Oberscharführer
Swientek Josef 16.06.1944 SS-Obersturmbannführer
Bochmann Georg 03.05.1942 SS-Hauptsturmführer
Christen Fritz 20.10.1941 SS-Sturmmann
Kraas Boris 28.02.1945 SS-Sturmbannführer
Pittschellis Adolf 23.08.1944 SS-Sturmbannführer
Dehmel Ernst 15.08.1943 SS-Hauptsturmführer
Lubich von Milovan Berndt 14.10.1943 SS-Obersturmführer
Meierdress Hubert-Erwin 13.03.1942 SS-Obersturmführer
Przedwojewski Felix 16.12.1943 SS-Unterscharführer
Richter Wilfried 21.04.1942 SS-Obersturmführer
Bestmann Walter 28.09.1941 SS-Sturmbannführer
Kleffner Franz 19.02.1942 SS-Sturmbannführer
Masarié Arzelino 03.04.1943 SS-Hauptsturmführer
Titschkus Alfred 11.12.1944 SS-Unterscharführer
Seela Max 03.05.1942 SS-Hauptsturmführer
Ullrich Karl 19.02.1942 SS-Sturmbannführer
Kron Otto 28.06.1942 SS-Hauptsturmführer

 

Die Division "Totenkopf" rekrutierte sich ursprünglich aus den Wachmannschaften der Konzentrationslager, auch wenn dies für die späten Kriegsjahre nicht mehr zutrifft. Theodor Eicke, ihr erster Führer und Gründer galt als besonders harter und unerbittlicher Vertreter nationalsozialistischer Weltanschauung. Diese Einstellung verlangte er auch von seinen Untergebenen und so zeichnete sich die Division, die hauptsächlich im Osten kämpfte, durch eine besonders unerbittliche und rücksichtslose Kriegsführung aus, bei der häufig Verstöße gegen das Kriegsrecht vorkamen.

 

4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division

 

1. Gliederung

Polizei-Division (1939)

● Polizei-Infanterie-Regiment 1
● Polizei-Infanterie-Regiment 2
● Polizei-Infanterie-Regiment 3
● Artillerie-Regiment 300
● Polizei-Panzerabwehr-Abteilung
● Polizei-Pionier-Bataillon
● Radfahr-Kompanie
● Nachrichten-Abteilung 300
● Versorgungstruppen 300

   

4. SS-Polizei-Panzergrenadier-Division (ab Oktober 1942)

● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 4
● SS-Panzer-Abteilung 4
● SS-Panzerjäger-Abteilung 4
● SS-Flak-Abteilung 4
● SS-Nachrichten-Abteilung 4
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 4
● SS-Pionier-Bataillon 4
● SS-Divisionsnachschubführer 4
● SS-Panzer-Instandsetzungs-Abteilung 4
● SS-Wirtschafts-Bataillon 4
● SS-Sanitäts-Abteilung 4
● SS-Polizei-Veterinar-Kompanie 4
● SS-Kriegsberichter-Zug 4
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 4
● SS-Feldersatz-Bataillon 4

   

Aufstellung: 1. Oktober 1939
Ende: Frühjahr 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Polizei-Division

  15.09.1939 - 01.09.1940 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Karl Pfeffer-Wildenbruch
o. Abb. 01.09.1940 - 08.09.1940 SS-Standartenführer und Oberst der Polizei Konrad Ritzer
  08.09.1940 - 10.11.1940 SS-Obergruppenführer Karl Pfeffer-Wildenbruch
  10.11.1940 - 10.08.1941 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Arthur Mülverstedt
  10.08.1941 - 15.12.1941 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Walter Krüger (mit der Führung beauftragt)
  15.12.1941 - 17.04.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Alfred Wünnenberg
  17.04.1943 - 01.06.1943 SS-Brigadeführer Fritz Freitag
  01.06.1943 - 18.08.1943 SS-Brigadeführer Fritz Schmedes
  18.08.1943 - 20.10.1943 SS-Brigadeführer Fritz Freitag
  20.10.1943 - 19.04.1944 SS-Standartenführer Friedrich-Wilhelm Bock
  19.04.1944 - Mai 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Jürgen Wagner
  Mai 1944 - 07.05.1944 SS-Oberführer Friedrich-Wilhelm Bock
  13.07.1944 - 22.07.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor Herbert-Ernst Vahl
  22.07.1944 - 16.08.1944 SS-Standartenführer Karl Schümers (mit der Führung beauftragt)
  16.08.1944 - 22.08.1944 SS-Oberführer Helmut Dörner (mit der Führung beauftragt)
  22.08.1944 - 27.11.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Schmedes
  28.11.1944 - 01.03.1945 SS-Standartenführer Walter Harzer
o. Abb. März 1945 Oberst der Schutzpolizei Fritz Göhler
  März 1945 - 08.05.1945 SS-Standartenführer Walter Harzer
     

 

3. Kriegsverbrechen

Obwohl die Angehörigen der Polizei-Division oft von den anderen Einheiten der Waffen-SS aufgrund der meist zivilen Herkunft ihrer Anghörigen geschnitten wurde, machte sie sich dennoch die Rücksichtslosigkeit iher Waffengefährten zu eigen. Vor allem als die Division nach der Neuaufstellung 1942 nach Griechenland und in den Kosowo geschickt wurde, kam es im Rahmen der Partisanenbekämpfung vermehrt zu Übergriffen gegen auch unschuldige Zivilisten. Der bekannteste Fall ist die Vergeltungsaktion vom 19. Juni 1944 in Distomo, bei dem Angehörige der Division 218 Zivilisten, darunter auch Kleinkinder, erschossen.

Nach dem Krieg wurden über 200 Ermittlungsverfahren gegen Angehörige der Polizei-Division gestartet. Zu einer Verurteilung ist es jedoch in keinem Fall gekommen.

 

4. Ritterkreuzträger: 19

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Dörner Helmut 01.02.1945 SS-Oberführer

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Dörner Helmut 16.11.1944 SS-Standartenführer
Wünnenberg Alfred 23.04.1942 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Krüger Walter 13.12.1941 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Prager Otto 09.12.1944 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Dietrich Wilhelm 15.10.1942 SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schupo
Gieseke Otto 30.09.1942 SS-Standartenführer und Oberst der Schupo
Schümers Karl 30.09.1942 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Auer Karl 31.10.1944 SS-Hauptsturmführer
Tappe Martin 28.03.1945 SS-Obersturmbannführer
Dörner Helmut 15.05.1942 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Pannier Rudolf 11.05.1942 Major der Schupo
Schulze Hans-Christian 11.09.1941 SS-Standartenführer und Oberst der Schupo
Traupe Hans 23.02.1944 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Wünnenberg Alfred 15.11.1941 SS-Standartenführer und Oberst der Schupo
Etthöfer Alois 17.03.1945 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Havik Hans ("Joop") 09.05.1945 SS-Untersturmführer **** nicht bestätigt
Utgenannt Richard 16.11.1944 SS-Hauptsturmführer
Jürgens Heinz 09.05.1945 SS-Hauptsturmführer **** nicht bestätigt
Scherg Johannes 23.10.1944 SS-Obersturmführer
Bock Friedrich-Wilhelm 28.03.1943 SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant d. Schupo
Seitz Rudolf 21.10.1942 SS-Unterscharführer und Wachtmeister der Schupo

 

Alfred Wünnenberg im November 1941 in Russland - er trägt die Uniform eines Obersten der Schutzpolizei. Seine SS-Zugehörigkeit wird durch die doppelte Sigrune unter der linken Brusttasche kenntlich gemacht. Für Himmler, der ja zugleich oberster Chef der deutschen Polizei war, gehörte die Division wegen 'weltanschaulicher Mängel' niemals wirklich zur SS.

 

Divisionen II

5. SS-Panzer-Division "Wiking"

 

1. Gliederung

SS-Division (mot.) "Wiking" (1941)

● SS-Regiment „Germania“
● SS-Regiment „Nordland“
● SS-Regiment „Westland“
● SS-Panzer-Artillerie-Regiment 5
● SS-Panzerjäger-Abteilung 5
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 5
● SS-Sturmgeschütz-Batterie 5
● SS-Flak-Abteilung 5
● SS-Werfer-Abteilung 5
● SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 5
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 5
● SS-Panzer-Pionier-Bataillon 5
● SS-Divisions-Nachschubführer 5
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 5
● SS-Wirtschafts-Bataillon 5
● SS-Sanitäts-Abteilung 5
● SS-Feldlazarett 5
● SS-Kriegsberichter-Zug 5
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 5
● SS-Feldersatz-Bataillon 5

 

SS-Panzergrenadier-Division "Wiking" (1942)

● SS-Panzergrenadier-Regiment „Germania“
● SS-Panzergrenadier-Regiment „Nordland“
● SS-Panzergrenadier-Regiment „Westland“
● SS-Panzer-Abteilung „Wiking“
● Artillerie-Regiment 5
● Panzerjäger-Abteilung
● Aufklärungs-Abteilung
● Flak-Abteilung
● Pionier-Bataillon
● Nachrichten-Abteilung
● Feldersatz-Bataillon
● Versorgungseinheiten

 

5. SS-Panzer-Division "Wiking" (ab Oktober 1943)

● SS-Panzer-Regiment 5
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 9 „Germania“
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 10 „Westland“
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment „Nordland“
● SS-Panzer-Artillerie-Regiment 5
● SS-Sturmbrigade „Wallonien“
● Estnisches SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Bataillon „Narwa“
● Finnisches Freiwilligen-Bataillon der Waffen-SS (bis Mai 1943)
● SS-Panzerjäger-Abteilung 5
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 5
● SS-Sturmgeschütz-Batterie 5
● SS-Flak-Abteilung 5
● SS-Werfer-Abteilung 5
● SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 5
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 5
● SS-Panzer-Pionier-Bataillon 5
● SS-Divisions-Nachschub-Abteilung 5
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 5
● SS-Wirtschafts-Bataillon 5
● SS-Sanitäts-Abteilung 5
● SS-Feldlazarett 5
● SS-Kriegsberichter-Zug 5
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 5
● SS-Feldersatz-Bataillon 5
● I./SS-Panzer-Grenadier-Regiment 23 „Norge“
● I./SS-Panzer-Grenadier-Regiment 24 „Danmark“
   

Aufstellung: 20. November 1940
Ende: 9. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Wiking"

  01.12.1940 - 01.05.1943 SS-Gruppenführer Felix Steiner
  01.05.1943 - 06.08.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Herbert Otto Gille
  06.08.1944 - 12.08.1944 SS-Standartenführer Eduard Deisenhofer
  12.08.1944 - 09.10.1944 SS-Standartenführer Johannes-Rudolf Mühlenkamp
  09.10.1944 - 05.05.1945 SS-Oberführer Karl Ullrich

 

3. Kriegsverbrechen

Im Zuge des Unternehmens Barbarossa am 22. Juni 1941 sollen durch Angehörige der Division mehrere Hundert russische Juden erschossen worden sein. So wirft man der Division unter anderem die Beteiligung am Massaker von Zborow am 11. Juli 1942 vor, bei dem 600 jüdische Einwohner des Ortes als Vergeltung für von russischen Truppen vorgenommene Grausamkeiten ermordet wurden.
1945 kam es im Zuge der berüchtigten Todesmärsche von Angehörigen der Division zu Übergriffen gegen Häftlinge des Konzentrationslagers Mauthausen. Auch wurden nicht mehr marschfähige Häftlinge eines Außenlagers von Angehörigen der Division exekutiert.
Am 28. März 1945 erschossen Angehörige der Division Wiking sowie fünf Feldgendarmen 80 jüdische Häftlinge, die zu Schanzarbeiten herangezogen worden waren.
Am 4. April 1945 erschossen Angehörige der Division 20 Häftlinge, die während des Todesmarsches von Graz zu flüchten versuchten. Am 7. und 11. April 1945 wurden im Raum Prebensdorf entflohene Häftling vom dortigen Volkssturm aufgegriffen und an die Division überstellt. Dort wurden diese umgehend erschossen.

 

Der Hunger der Ostfront nach immer mehr Soldaten zwang die Nationalsozialisten dazu, auch in den besetzten Gebieten um Freiwillige zu werben. Hier warb man vornehmlich mit dem Schreckgespenst des 'Bolschewismus' und vertraute dabei auf die in Westeuropa weit verbreitete Antipathie gegen die Sowjetunion, die durch Propaganda auch noch geschickt verstärkt wurde.

 

4. Ritterkreuzträger: 67

Eichenlaub mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Gille Herbert-Otto 19.04.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Dieckmann August 10.10.1943 SS-Obersturmbannführer
Dorr Hans 09.07.1944 SS-Sturmbannführer
Gille Herbert-Otto 20.02.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Dieckmann August 16.04.1943 SS-Sturmbannführer
Dorr Hans 13.11.1943 SS-Hauptsturmführer
Gille Herbert-Otto 01.11.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Hack Franz 18.04.1945 SS-Obersturmbannführer
Mühlenkamp Johannes-Rudolf 21.09.1944 SS-Standartenführer
Schmidt Walter 14.05.1944 SS-Hauptsturmführer
Steiner Felix 23.12.1942 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS
Vogt Fritz 16.03.1945 SS-Hauptsturmführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Schönfelder Manfred 23.02.1944 SS-Obersturmbannführer
Bauer Helmut 12.09.1943 SS-Oberscharführer
Darges Fritz 05.04.1945 SS-Obersturmbannführer
Draxenberger Sepp 17.04.1945 SS-Hauptscharführer *** nicht bestätigt
Flügel Hans 16.10.1944 SS-Hauptsturmführer
Großrock Alfred 12.08.1944 SS-Untersturmführer
Hein Willy 04.05.1944 SS-Obersturmführer der Reserve
Lichte Karl-Heinz 06.05.1945 SS-Hauptsturmführer *** nicht bestätigt
Mühlenkamp Johannes-Rudolf 03.09.1942 SS-Sturmbannführer
Nicolussi-Leck Karl 09.04.1944 SS-Obersturmführer
Picus Karl 17.04.1945 SS-Obersturmführer der Reserve
Ruf Hugo 16.10.1944 SS-Oberscharführer
Schneider Otto 04.05.1944 SS-Obersturmführer
Schumacher Kurt 04.05.1944 SS-Untersturmführer
Senghas Paul 11.12.1944 SS-Obersturmführer
Biegi Fritz 16.06.1944 SS-Oberscharführer
Bühler Karl-Heinz 06.05.1945 SS-Obersturmbannführer *** nicht bestätigt
Dieckmann August 23.04.1942 SS-Sturmbannführer
Dorr Hans 27.09.1942 SS-Hauptsturmführer
Ehrath Fritz 23.02.1944 SS-Obersturmbannführer
Faulhaber Markus 25.12.1942 SS-Obersturmführer
Franz Egon 16.10.1944 SS-Unterscharführer
Hack Franz 14.05.1944 SS-Sturmbannführer
Juchem Hans 12.09.1943 SS-Hauptsturmführer
Kam Soeren 07.02.1945 SS-Untersturmführer
Meyer Werner 04.06.1944 SS-Obersturmführer
Murr Heinz 21.09.1944 SS-Hauptsturmführer
Pförtner Helmut 18.01.1942 SS-Untersturmführer der Reserve
Schreiber Gustav 02.12.1943 SS-Hauptscharführer
Sigmund Hans 05.04.1945 SS-Oberscharführer
Styr Josef 05.04.1945 SS-Hauptscharführer
Wagner Jürgen 24.07.1943 SS-Oberführer
Drexel Hans 14.10.1943 SS-Obersturmführer
Hinz Bruno 02.12.1943 SS-Untersturmführer
Lotze Gerhard 01.02.1945 SS-Obersturmführer
Müller Albert 04.08.1943 SS-Hauptscharführer
Reichel Erwin H. 28.02.1943 SS-Sturmbannführer
Schmidt Walter 04.08.1943 SS-Hauptsturmführer
Sitter Günther 13.09.1943 SS-Hauptsturmführer
Zepper Erich 02.12.1943 SS-Hauptscharführer
Polewacz Harry 23.12.1942 SS-Sturmbannführer
Scholz von Fritz 18.01.1942 SS-Oberführer
Eberhardt Georg 04.08.1943 SS-Sturmbannführer
Degrelle Léon 20.02.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Gille Herbert-Otto 08.10.1942 SS-Oberführer
Richter Joachim 23.02.1944 SS-Obersturmbannführer der Reserve
Schlamelcher Karl 01.03.1942 SS-Hauptsturmführer
Eßlinger Willi 19.06.1943 SS-Hauptscharführer
Fischer Gerhard 04.05.1944 SS-Unterscharführer
Trabandt Paul 14.10.1943 SS-Hauptscharführer
Debus Heinrich 04.05.1944 SS-Obersturmführer
Eichhorn Hugo 15.01.1943 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Heder Eberhard 18.11.1944 SS-Hauptsturmführer
Schäfer Max 12.02.1943 SS-Obersturmbannführer
Schnaubelt Alois 16.11.1944 SS-Unterscharführer

 

6. SS-Gebirgs-Division "Nord"

 

1. Gliederung

6. SS-Gebirgs-Division "Nord"

● SS-Gebirgs-Jäger-Regiment 11 „Reinhard Heydrich“
● SS-Gebirgs-Jäger-Regiment 12 „Michael Gaißmair“
● SS-Gebirgs-Artillerie-Regiment 6
● SS-Infanterie-Regiment 5
● SS-Infanterie-Bataillon 9
● SS-Panzer-Grenadier-Bataillon 506
● SS-Schützen-Bataillon „Nord“ 6
● SS-Flak-Abteilung 6
● SS-Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 6
● SS-Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 6
● SS-Gebirgs-Pionier-Bataillon 6
● SS-Ski(Jäger)-Bataillon „Norge“ (1942-43: Skikompanie "Norge")
● SS-Werfer-Abteilung 6
● SS-Feldersatz-Bataillon 6
● 2 u. 3 SS-og-Politi-Kompanien (norwegische Einheiten)
● SS-Sturmgeschütz-Batterie 6
● Divisionstruppen
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 6
● SS-Gebirgs-Sanitäts-Abteilung 6
● SS-Wirtschafts-Bataillon 6
● SS-Verwaltungstruppen-Abteilung 6
● SS-Feldhundetruppen-Abteilung 6
● SS-Bekleidungs-Kompanie 6
● SS-Veterinär-Kompanie 6
● SS-Gebirgs-Kriegsberichter-Zug 6
● SS-Feldgendarmerie-Zug 6
   

Aufstellung: 15. Januar 1941
Ende: April 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Nord"

  28.02.1941 - 25.05.1941 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Richard Herrmann
  25.05.1941 - 01.04.1942 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Karl-Maria Demelhuber
  01.04.1942 - 14.06.1942 SS-Oberführer Hans Scheider
  14.06.1942 - 15.10.1942 SS-Brigadeführer Matthias Kleinheisterkamp
  15.10.1942 - 14.06.1943 SS-Gruppenführer und Generalmajor der Waffen-SS Lothar Debes
  14.06.1943 - 23.08.1944 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Friedrich-Wilhelm Krüger
  23.08.1944 - 01.09.1944 SS-Standartenführer Gustav Lombard
  01.09.1944 - 03.04.1945 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Karl Heinrich Brenner
  03.04.1945 - 08.05.1945 SS-Standartenführer Franz Schreiber

 

3. Kriegsverbrechen

Während des Rückzuges aus Finnland nach Norwegen (Unternehmen Birke) soll die Division die finnische Stadt Rovaniemi zerstört haben. Es gibt jedoch auch Hinweise, dass die Zerstörung durch einen Angriff der Finnen auf einen deutschen Munitionszug im Bahnhof von Rovaniemi verursacht wurde, welche eine große Explosion auslöste. Eine direkte Beteiligung der Division "Nord" konnte nicht nachgewiesen werden.

 

4. Ritterkreuzträger: 6

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Brenner Karl-Heinrich 27.12.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei
Krüger Friedrich-Wilhelm 22.10.1944 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS
Degen Günther 07.10.1944 SS-Hauptsturmführer
Schreiber Franz 26.12.1944 SS-Standartenführer
Renz Gottlieb 12.08.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Bauer Hans 05.04.1945 SS-Obersturmführer

 

Die 6. SS-Gebirgsdivision "Nord" kämpfte in Karelien gegen die Rote Armee, bevor sie im November 1944 an die Westfront verlegt wurde. Dort kämpfte sie hauptsächlich in den Vogesen, Nord-Elsass und im Hunsrück. Im April 1945 ergab sich die Division in Bayern Streitkräften der US-Armee.

 

7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division "Prinz Eugen"

 

1. Gliederung

7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division "Prinz Eugen"

● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Jäger-Regiment 13 „Artur Phleps“
● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Jäger-Regiment 14 „Skanderbeg“ (Reste der 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“)
● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Artillerie-Regiment 7
● SS-Panzer-Abteilung 7
● SS-Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 7
● SS-Kavallerie-Abteilung 7
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 7
● SS-Flak-Abteilung 7
● SS-Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 7
● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 7
● SS-Panzer-Aufklärungs-Zug
● SS-Radfahr-Bataillon
● SS-Radfahr-Aufklärungs-Abteilung 7
● SS-Gebirgs-Pionier-Bataillon 7
● SS-Kradschützen-Bataillon 7
● SS-Nachschub-Kompanie 7
● SS-Wirtschafts-Bataillon 7
● SS-Sanitäts-Abteilung 7
● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Veterinär-Kompanie 1/7 und 2/7
● SS-Freiwilligen-Gebirgs-Kriegsberichter-Zug 7
● SS-Propaganda-Zug
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 7
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 7
● SS-Wehrgeologisches Bataillon
● Divisionstruppen 7
● SS-Feldersatz-Bataillon 7
   

Aufstellung: 15. April 1941
Ende: 09. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Prinz Eugen"

  30.01.1942 - 15.05.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Artur Phleps
  15.05.1943 - 30.01.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Karl Reichsritter von Oberkamp
  30.01.1944 - 20.01.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Otto Kumm
  20.01.1945 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS August Schmidhuber

 

3. Kriegsverbrechen

Schon bei ihren ersten Einsätzen in Südserbien fiel die Gebirgsdivision durch eine unverhältnismäßig hohe Brutalität gegenüber der Zivilbevölkerung auf. So wurden zum Beispiel 60 flüchtende Zivilisten nur deswegen erschossen, weil sie Angehörige der Division nicht vor einer nahegelegenen Partisanenstellung gewarnt hatten.
Im gleichen zeitraum wurden 100 kroatische Arbeiter zur Zwangsarbeit herangezogen und nach Fertigstellung der Schneeräumung erschossen. Am 28. März 1944 ermordeten Angehörige der Division "Prinz Eugen" im Raum Knin die Einwohner mehrerer Dörfer. Weil es sich bei den getöteten hauptsächlich um Kroaten handelte, die ja mit dem Deutschen Reich verbündet waren, kam es zu scharfen Protesten der Marionettenregierung in Berlin, die jedoch keinerlei Erfolg zeigten. Nach dem Krieg wurde bei den Nürnberger Prozessen eine Gesamtzahl von 2.104 Toten in 22 Dörfern angegeben.
In einem späteren Bericht der "Jugoslawischen Staatskommision zur Feststellung von kriegsverbrechen und Grausamkeiten der Waffen-SS" heißt es:

„Durch Grausamkeit berühmt ist die 7. SS-Division „Prinz Eugen“. Wo sie auch immer hinkam - durch Serbien, durch Bosnien und Herzegowina, durch Lika und Bania oder durch Dalmatien. Überall hat sie Brandstätten und Verwüstungen, Leichen unschuldiger Männer, Frauen und Kinder, die in den Häusern verbrannt wurden, zurückgelassen. Ende Mai 1943 kam die Division „Prinz Eugen“ nach Montenegro in die Gegend von Niksic, um dort gemeinsam mit italienischen faschistischen Truppen friedliche Dörfer zu überfallen. Gleich nach ihrem Einfall eröffnete diese Truppe ohne jeden Grund das Feuer sämtlicher Waffen und begann mit der Ausübung unerhörter Verbrechen in den Dörfern. Alles, was sie antraf, wurde niedergebrannt, ermordet und geplündert. Die Offiziere und Mannschaften der SS-Division „Prinz Eugen“ verübten bei dieser Gelegenheit Verbrechen von unerhörter Grausamkeit. Die Opfer wurden erschossen, abgeschlachtet, gefoltert und in brennenden Häusern verbrannt.
Wenn ein Opfer nicht im Hause, sondern davon entfernt am Wege oder am Felde angetroffen wurde, wurde es dort ermordet und verbrannt. Kinder mit ihren Müttern, schwangere Frauen und gebrechliche Greise wurden ebenfalls hingemordet; kurz gesagt: Jede in diesen Dörfern von diesen Truppen angetroffene Zivilperson ist ermordet worden. Durch die angestellten Untersuchungen steht fest, daß bei dieser Gelegenheit auf die erwähnte grausame Weise 121 Personen, größtenteils Frauen, darunter 30 Personen im Alter von 60-92 Jahren hingerichtet worden sind. Die Dörfer wurden niedergebrannt und dem Erdboden gleichgemacht.“

 

4. Ritterkreuzträger: 7

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Kumm Otto 17.03.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Phleps Artur 04.07.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS
Petersen Heinrich 13.11.1943, SS-Obersturmbannführer
Dietsche Bernhard 17.07.1943 SS-Sturmbannführer
Krombholz Franz-Josef 28.03.1945 SS-Hauptsturmführer
Neumann Eggert –03.11.1944 SS-Sturmbannführer der Reserve
Paletta Harry 26.11.1944 SS-Obersturmführer


"Bandenbekämpfung" nannte man bei der Deutschen Führung den Krieg gegen Partisanen und Freischärler. Oftmals machte vor allem die Waffen-SS wenig Unterschied zwischen sogenannten "Banden" und regulären Zivilisten. "Mitgefangen, Mitgehangen!" hieß das oftmals grausame Urteil und führte zum Tode unzähliger Unschuldiger. Dabei rechnete man rücksichtslos auch mit einer abschreckende Wirkung der rigorosen Maßnahmen, die jedoch meist genau das Gegenteil bewirkten: grenzenlosen Hass auf die deutschen Besatzer.

 

8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer"

 

1. Gliederung

SS-Kavallerie-Division

● SS-Kavallerie-Regiment 1
● SS-Kavallerie-Regiment 2
● SS-Kavallerie-Regiment 3
● SS-Artillerie-Regiment (Kavallerie-Division)
● SS-Radfahr-Abteilung (Kavallerie-Division)
● SS-Panzerjäger-Abteilung (Kavallerie-Division)
● SS-Flak-Abteilung (Kavallerie-Division)
● SS-Nachrichten-Abteilung (Kavallerie-Division)
● SS-Pionier-Bataillon (Kavallerie-Division)
● SS-Sturmgeschütz-Batterie (Kavallerie-Division)
● SS-Feldersatz-Bataillon (Kavallerie-Division)
-

 

8. SS-Kavallerie-Division "Florian Geyer" (1943, Titel ab 17.03.44)

● SS-Kavallerie-Regiment 15
● SS-Kavallerie-Regiment 16
● SS-Kavallerie-Regiment 17
● SS-Kavallerie-Regiment 18
● SS-Artillerie-Regiment 8
● SS-Radfahr-Aufklärungs-Abteilung 8
● SS-Panzerjäger-Abteilung 8
● SS-Flak-Abteilung 8
● SS-Nachrichten-Abteilung 8
● SS-Pionier-Bataillon 8
● SS-Sturmgeschütz-Batterie 8
● SS-Feldersatz-Bataillon 8
   

Aufstellung: 9. September 1942
Ende: 12. Februar 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Florian Geyer"

  März 1942 - April 1942 SS-Sturmbannführer der Reserve Gustav Lombard
  April - August 1942 SS-Gruppenführer Hermann Fegelein
  August 1942 - 15.02.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Willi Bittrich
  15.02.1943 - 20.04.1943 SS-Standartenführer Fritz Freitag
  20.04.1943 - 14.05.1943 SS-Oberführer Gustav Lombard
  14.05.1943 - 13.09.1943 SS-Brigadeführer Hermann Fegelein
  13.09.1943 - 22.10.1943 SS-Oberführer der Reserve Bruno Streckenbach
  22.10.1943 - 01.07.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Hermann Fegelein
  10.01.1944 - 14.04.1944 SS-Oberführer Bruno Streckenbach
  14.04.1944 - 01.07.1944 SS-Oberführer Gustav Lombard
  01.07.1944 - 11.02.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Joachim Rumohr

 

3. Kriegsverbrechen

Insbesondere während des Einsatzes zur Bandenbekämpfung im besetzten Osteuropa werden den Einheiten der SS-Kavallerie-Division zahlreiche Kriegsverbrechen zur Last gelegt. So hat eine Abteilung der (damals) SS-Kavallerie-Brigade zwischen dem 1. und 12. August 1941 beim Einsatz in den Prypjat-Sümpfen über 14.000 Juden ermordet. So meldete die Brigade beispielsweise am 7. August 1941 7819 ermordete Juden in der Gegend von Minsk.

Vornehmlich zur Bandenbekämpfung eingesetzt, machten sich die Kavalleristen der Waffen-SS vieler Kriegsverbrechen schuldig.
Beim Fall von Budapest im Februar 1945 wurde die Division nahezu vollständig vernichtet.
Einem der ersten Divisionskommandeure, Hermann Fegelein, gelang es bis in die engsten Kreise um Hitler aufzusteigen und heiratete Margarete Braun, die Schwester von Eva Braun. Er wurde wegen Fahnenflucht am 29. April 1945 in Berlin erschossen.

 

4. Ritterkreuzträger: 25

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Fegelein Hermann 30.07.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Rumohr Joachim 01.02.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Fegelein Hermann 02.03.1942 SS-Standartenführer
Diergarten Hans 16.01.1944 SS-Sturmbannführer
Liebisch Franz 09.02.1945 SS-Obersturmführer der Reserve und Oberleutnant der Schupo
Charpentier von Hans-Georg 29.12.1942 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Göhler Johannes 17.09.1943 SS-Obersturmführer
Lombard Gustav 10.03.1943 SS-Obersturmbannführer der Reserve
Nowak Alfred 01.11.1943 SS-Oberscharführer der Reserve
Fegelein Waldemar 16.12.1943 SS-Sturmbannführer
Zehender August 10.03.1943 SS-Obersturmbannführer
Buck Friedrich 27.01.1945 SS-Oberscharführer
Klett Albert 16.10.1944 SS-Obersturmführer der Reserve
Krauss Oswald 27.01.1945 SS-Sturmbannführer
Maringgele Hermann 21.02.1945 SS-Hauptscharführer
Boosfeld Joachim 21.02.1945 SS-Obersturmführer
Kirchner Otto 21.04.1944 SS-Untersturmführer
Mösslacher Erhard 09.02.1945 SS-Obersturmführer
Schack von Hans-Marcel 27.01.1945 Major (Heer)
Korth Siegfried 09.02.1945 SS-Obersturmführer
Phoenix Harry 21.02.1945 SS-Hauptsturmführer
Rumohr Joachim 16.01.1944 SS-Obersturmbannführer
Schachner Max 14.05.1944 SS-Obersturmführer der Reserve
Wendrinsky Gustav 27.01.1945 SS-Oberscharführer
Drexler Walter 11.12.1944 SS-Sturmbannführer

 

9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen"

 

1. Gliederung

9. SS-Panzer-Division "Hohenstaufen" (1944)

● SS-Panzer-Regiment 9
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 19
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 20
● SS-Panzer-Artillerie-Regiment 9
● SS-Flak Artillerie-Abteilung 9
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 9
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 9
● SS-Panzerjäger-Abteilung 9
● SS-Panzer-Pionier-Bataillon 9
● SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 9
● SS-Versorgungseinheiten 9

   

Aufstellung: 1. Februar 1943
Ende: 09. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Hohenstaufen"

  Februar 1943 SS-Gruppenführer und Generalmajor der Waffen-SS Wilhelm Bittrich
  Juni 1944 SS-Standartenführer Thomas Müller (mit der Führung beauftragt)
  Juli 1944 SS-Standartenführer Sylvester Stadler
  Juli 1944 SS-Oberführer Friedrich-Wilhelm Bock
  August 1944 SS-Obersturmbannführer Walter Harzer
  Oktober 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Sylvester Stadler

 

3. Kriegsverbrechen

Der Divisionskommandeur Wilhelm Bittrich wurde nach dem Krieg angeglagt, da Mitglieder der Feldgendarmerie-Kompanie der 9. SS-Panzerdivision "Hohenstaufen" in Frankreich bei Nîmes 17 Mitglieder der Résistance erschossen hatten. Bittrich, der erst nach der Exekution davon erfahren hatte, leitete daraufhin sofort ein Kriegsgerichtsverfahren gegen die beteiligten SS-Männer ein. Letztlich wurde ihm die Verantwortungs als Divisionskommandeur zur Last gelegt und er zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt, die jedoch durch die Untersuchungshaft als verbüßt galten. Der mitangeklagte Zugführer erhielt eine 20-jährige Zuchthausstrafe.

Heinz Hagendorf, ein Sanitätsunteroffizier, wurde nach dem Krieg zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt, weil er aus einem mit einem Roten Kreuz markierten Ambulanzwagen im Januar 1945 bei Henyelez in Belgien das Feuer auf amerikanische Soldaten eröffnet hatte.

Drei abgesprungene amerikanische Luftwaffensoldaten wurden im März 1945 nahe Strassgang in Österreich erschossen und einer schwer misshandelt. Markus Lienhart wurde nach dem Krieg in Dachau dafür zum Tode verurteilt und Franz Lienhart für die Misshandlung zu 10 Jahren Gefängnis.

 

4. Ritterkreuzträger: 15

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Stadler Sylvester 06.05.1945 SS-Oberführer (Verleihung nicht bestätigt - siehe auch "Das Reich")

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Bock Friedrich-Wilhelm 02.09.1944 SS-Oberführer
Meyer Otto 30.09.1944 SS-Obersturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Harzer Walter 21.09.1944 SS-Obersturmbannführer
Holte Josef 27.08.1944 SS-Oberscharführer der Reserve
Meyer Otto 04.06.1944 SS-Obersturmbannführer
Rettberg Rudolf 06.05.1945 SS-Sturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt - siehe auch "Das Reich")
Telkamp Eberhard 23.08.1944 SS-Sturmbannführer
Borchers Hermann 16.10.1944 SS-Hauptsturmführer
Alber Hermann 16.12.1944 SS-Sturmmann
Frank Robert 04.06.1944 SS-Sturmbannführer
Spindler Ludwig 27.09.1944 SS-Sturmbannführer
Sailer Johann 06.05.1945 SS-Obersturmführer (Verleihung nicht bestätigt - siehe auch "Das Reich")
Gräbner Viktor-Eberhard 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Gropp Heinz 06.05.1945 SS-Obersturmführer der Reserve (Verleihung nicht bestätigt - siehe auch "Das Reich")

 

In den Reihen der Waffen-SS befanden sich nicht nur Kriegsverbrecher, sondern auch hochanständige Männer und tapfere Soldaten. Einer von ihnen war der SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Wilhelm Bittrich. Als seine Division im Zuge der alliierten Operation Market Garden in Arnheim kämpfte, erlaubte er eine zweistündige Waffenruhe, um 2.000 verwundete britische Soldaten aus dem Kessel zu bergen und in deutsche Lazarette zu bringen. Er stand im allgemeinen dem Parteiapparat der NSDAP kritisch gegenüber Der bei der Truppe hoch angesehene Bittrich sollte auf Befehl Himmlers mehrfach abgesetzt werden, wurde von seinen Vorgesetzten jedoch immer wieder geschützt.


Divisionen III

10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“

 

1. Gliederung

10. SS-Panzer-Division "Frundsberg" (1944)

● SS-Panzer-Regiment 10
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 21 (vorher SS-Pz. Gren. Rgt. 1 „Frundsberg“)
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 22 (vorher SS-Pz. Gren. Rgt. 2 „Frundsberg“)
● SS-Kradschützen-Regiment 10
● SS-Panzer-Artillerie-Regiment 10
● SS-Flak Artillerie-Abteilung 10
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 10
● SS-Panzerjäger-Abteilung 10
● SS-Panzer-Pionier-Bataillon 10
● SS-Panzer-Nachrichten-Abteilung 10
● SS-Versorgungseinheiten 10

   

Aufstellung: 01. Februar 1943
Ende: 09. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Frundsberg"

  08.01.1943 - 15.02.1943 SS-Standartenführer Michel Lippert
  Juni 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Lothar Debes
  15.11.1943 - 27.04.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Karl von Fischer-Treuenfeld
  27.04.1944 - 28.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Heinz Harmel
  28.04.1945 - 08.05.1945 SS-Obersturmbannführer Franz Roestel

 

3. Kriegsverbrechen

Über die Division ist nur sehr wenig bekannt. Insgesamt existieren nur 40 Aktenordner oder einzelne Blätter, die sich mit der Division befassen. Das Kriegstagebuch ist nur in Teilen während der Aufbauzeit vorhanden. Irgendwelche besonderen Kriegsverbrechen, begangen von Angehörigen der Division, sind nicht bekannt.

 

4. Ritterkreuzträger: 15

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Harmel Heinz 15.12.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Paetsch Otto 05.04.1945 SS-Obersturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Bachmann Erwin 10.02.1945 SS-Obersturmführer der Reserve
Paetsch Otto 23.08.1944 SS-Obersturmbannführer
Reinhold Leo-Hermann 16.10.1944 SS-Sturmbannführer
Riedel Franz 28.03.1945 SS-Obersturmführer
Scherzer Franz 28.03.1945 SS-Obersturmführer der Reserve
Tetsch Ernst 28.03.1945 SS-Sturmbannführer
Bastian Karl 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer
Keck Karl 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schupo
Reiter Hans 23.08.1944 SS-Untersturmführer
Richter Friedrich 11.05.1945 SS-Sturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt)
Euling Karl-Heinz 15.10.1944 SS-Hauptsturmführer
Roestel Franz 03.05.1945 SS-Obersturmbannführer der Reserve (Verleihung nicht bestätigt)
Rech Erich 23.08.1944 SS-Oberscharführer


Otto Paetsch, Heinz Harmel und Karl-Heinz Euling im Februar 1945 (v.l.n.r.).
Das wohl im Nachhinein berühmteste Mitglied der Division ist der spätere Literatur-Nobelpreisträger Günther Grass.

 

11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“

 


1. Gliederung

11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division "Nordland" (1944)

● SS-Panzergrenadier-Regiment 23 „Norge“
● SS-Panzergrenadier-Regiment 24 „Danmark“
● Kradschützen-Regiment SS-Panzergrenadier-Division 11
● SS-Panzer-Abteilung 11 „Hermann von Salza“
● SS-Panzer-Regiment 11 (1945) bestehend aus
● SS-Panzer-Abteilung 11 „Hermann von Salza“ als I. Abteilung
● schwere SS-Panzer-Abteilung 503 als II. Abteilung
● SS-Artillerie-Regiment 11
● SS-Panzerjäger-Abteilung 11
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 11
● SS-Flak-Abteilung 11
● SS-Pionier-Bataillon 11
● SS-Nachrichten-Abteilung 11
● SS-Feldersatz-Bataillon 11
● Kommandeur der SS-Divisions-Nachschubtruppen 11
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 11
● SS-Sanitäts-Abteilung 11
● SS-Wirtschafts-Bataillon 11
   

Aufstellung: Juli 1943
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Frundsberg"

  22.03.1943 - 01.05.1943 SS-Brigadeführer Franz Augsberger
  Mai 943 - 27.07.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz von Scholz
  27.07.1944 - 26.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Joachim Ziegler
  26.04.1945 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS der Reserve Dr. Gustav Krukenberg

 

3. Kriegsverbrechen

Der Kommandeur der 1. kroatischen Gebirgsbrigade Pukovnik Stjepan Peričić berichtet in einem Brief, dass eine SS-Einheit am 16. September 1943 100 Leute in Popovaca erschossen hat. Diese Repressalie erfolgte als Antwort auf einen Angriff der Partisanen und es wurden sowohl Zivilisten wie Partisanen erschossen. Dieser Vorfall ereignete sich im Kommandobereich der Division "Nordland".

 

4. Ritterkreuzträger: 32

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Scholz von Fritz Edler von Rarancze 08.08.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Kausch Paul Albert 23.04.1945 SS-Obersturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt)
Krügel Albrecht 16.11.1944 SS-Obersturmbannführer
Scholz von Fritz 12.03.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Ziegler Joachim 28.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Ziegler Joachim 05.09.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Bachmeier Josef 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer
Gürz Martin 23.10.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Hoffmann Ludwig 11.05.1945 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Hund Willi 20.04.1945 SS-Obersturmführer
Knöchlein Fritz 16.11.1944 SS-Obersturmbannführer
Körner Walter 29.04.1945 SS-Hauptsturmführer (Verleihung nicht bestätigt)
Krügel Albrecht 12.03.1944 SS-Sturmbannführer
Lohmann Hanns-Heinrich 12.03.1944 SS-Sturmbannführer
Lüngen Siegfried 16.11.1944 SS-Hauptscharführer
Spörle Richard 16.11.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Stoffers Arnold 12.03.1944 SS-Obersturmbannführer
Christophersen Egon 11.07.1944 SS-Unterscharführer
Hämel Heinz 16.06.1944 SS-Hauptsturmführer
Hektor Albert 23.08.1944 SS-Oberscharführer
Seebach Walter 12.03.1944 SS-Obersturmführer
Kausch Paul Albert 23.08.1944 SS-Obersturmbannführer
Rott Rudolf 28.02.1945 SS-Obersturmführer
Wild Philipp 21.03.1944 SS-Oberscharführer
Fischer Alfred 11.05.1945 SS-Sturmbannführer (Verleihung nicht bestätigt)
Karl Friedrich-Wilhelm 26.12.1944 SS-Obersturmbannführer
Potschka Hermann 26.12.1944 SS-Sturmbannführer der Reserve
Schulz-Streeck Karlheinz 09.05.1945 SS-Sturmbannführer der Reserve (Verleihung nicht bestätigt)
Langendorf Georg 12.03.1944 SS-Untersturmführer der Reserve
Saalbach Rudolf 12.03.1944 SS-Hauptsturmführer
Sporck Casper 23.10.1944 SS-Unterscharführer
Bunse Fritz 30.01.1944 SS-Sturmbannführer

 

Zerstörtes Sd.Kfz. 250/1 der 11. SS-Panzerdivision "Nordland" in der Friedrichsstraße von Berlin, 2. Mai 1945. Es war das Fahrzeug von Hans Gösta Pehrsson, Kommandant des 'Schweden Zugs'. Im Kampf um das Regierungsviertel in Berlin wurde die Division aufgerieben. Nur wenige Gruppen schafften den Ausbruch und ergaben sich den Amerikanern an der Elbe.

 

12. SS-Panzer-Division „Hitlerjugend“

 

1. Gliederung

12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" (1944)

● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 25
● SS-Panzer-Grenadier-Regiment 26
● SS-Panzer-Regiment 12
● SS-Panzer-Artillerie-Regiment 12
   

Aufstellung: 20. Juli 1943
Ende: 08. Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Hitlerjugend"

  24.06.1943 - 14.06.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Witt
  14.06.1944 - 06.09.1944 SS-Oberführer Kurt 'Panzermeyer' Meyer
  06.09.1944 - 24.10.1944 SS-Sturmbannführer Hubert Meyer
  24.10.1944 - 13.11.1944 SS-Brigadeführer Fritz Kraemer
  13.11.1944 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer Hugo Kraas

 

3. Kriegsverbrechen

Massaker von Ascq: Während der Verlegung wurden in der Nacht vom 1. zum 2. April 1944 beim sogenannten Massaker von Ascq 86 angebliche Freischärler als Vergeltung für einen Sprengstoffanschlag auf einen Eisenbahnzug erschossen.
Im Zuge eines Einsatzes bei Abbaye d’Ardenne während der alliierten Landung in der Normandie ermordeten Angehörige der Division bei einem erneuten schweren Kriegsverbrechen mindestens 187 kanadische Kriegsgefangene. Im Gegenzug wurden auch Gefangene der Division aus Rache von den Kanadiern erschossen. Für diese Gefangenenerschießungen wurde der zu diesem Zeitpunkt verantwortliche Kommandeur Kurt Meyer nach dem Krieg zum Tode durch Erschießen verurteilt, später zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Am 6. September 1954 wird er auf Verwendung von Konrad Adenauer aus alliierter Haft entlassen.

 

4. Ritterkreuzträger: 18

Eichenlaub mit Schwertern zum Riterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Meyer Kurt 27.08.1944 SS-Standartenführer

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Bremer Gerhard 26.11.1944 SS-Sturmbannführer
Wünsche Max 11.08.1944 SS-Obersturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Jürgensen Arnold 16.10.1944 SS-Sturmbannführer
Prinz Karl-Heinz 11.07.1944 SS-Sturmbannführer
Rudolf Richard 18.11.1944 SS-Oberscharführer
Siegel Hans 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer
Damsch Werner 17.04.1945 SS-Hauptsturmführer
Müller Siegfried 19.12.1944 SS-Sturmbannführer
Waldmüller Hans 27.08.1944 SS-Sturmbannführer
Dürr Emil 23.08.1944 SS-Unterscharführer
Krause Bernhard 18.11.1944 SS-Sturmbannführer
Mohnke Wilhelm 11.07.1944 SS-Obersturmbannführer
Olboeter Erich 28.07.1944 SS-Sturmbannführer
Drexler Oskar 06.05.1945 SS-Obersturmbannführer ***nicht bestätigt
Eckstein Fritz 18.11.1944 SS-Rottenführer
Hurdelbrink Georg 16.10.1944 SS-Obersturmführer
Roy Rudolf 16.10.1944 SS-Oberscharführer

 

Die Hitlerjugend bildete den idealen Rekrutierungspool für die Waffen-SS. Aufgewachsen und indoktriniert im Geist des Nationalsozialismus wurden viele dieser Jungen verführt und begaben sich nur allzu bereitwillig an die Front, um ihren vermeintlichen Dienst für Führer, Volk und Vaterland zu leisten. Vielen von ihnen wurde zu spät bewusst, welch verbrecherischer Weltanschauung sie auf den Leim gegangen waren. Ein Großteil bezahlte diese bittere Erkenntnis mit seinem Leben.

 

13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“

(Kroatische Nummer 1)

 

 1. Gliederung

13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (Kroatische Nummer 1)

● Waffen-Gebirgs-Jäger-Regiment der SS 27
● Waffen-Gebirgs-Jäger-Regiment der SS 28
● SS-Waffen-Artillerie-Regiment 13
● Kroatische SS-Panzer-Abteilung
● SS-Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 13
● Kroatische SS-Kavallerie-Abteilung
● SS-Flak-Abteilung 13
● SS-Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 13
● SS-Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 13
● SS-Panzer-Aufklärungszug
● Kroatisches SS-Radfahr-Bataillon
● SS-Gebirgs-Pionier-Bataillon 13
● Kroatisches SS-Kradschützen-Bataillon
● SS-Divisions-Nachschubführer 13
● Versorgungs-Regiments-Stab 13
● SS-Divisions-Nachschubtruppen
● SS-Verwaltungs-Bataillon 13
● SS-Wirtschafts-Bataillon 13
● SS-Sanitätsabteilung 13
● SS-Gebirgs-Veterinär-Kompanie 13
● Divisionstruppen 13

   

Aufstellung: 01. März 1943
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Handschar"

  April 1943 - 09.08.1943 SS-Standartenführer Herbert von Obwurzer
  09.08.1943 - Juni 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Karl-Gustav Sauberzweig
  Juni 1944 - 08.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Desiderius Hampel

 

3. Kriegsverbrechen

Ab Februar 1944 führte die Division Operationen gegen kommunistische Partisanen auf dem Balkan durch, wobei sie durch exzessive Härte auffiel. Im Frühjahr und Sommer 1944 wurden sie in Nord- und Ostbosnien stationiert und übten als Vergeltung Mord und andere Verbrechen an der dortigen serbischen Bevölkerung aus. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt; sie wird teilweise bis auf mehrere tausend geschätzt.

Während die Division 'Handschar' in Frankreich ausgebildet wurde, kam es immer wieder zu verschiedenen Vorfällen, einschließlich von Meuterei. Der Kampfwert der Division selbst wurde im SS-Führungshauptamt als unterdurchschnittlich bewertet.

 

4. Ritterkreuzträger: 5 - alle nicht bestätigt

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Hampel Desiderius 03.05.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Hanke Hans 03.05.1945 SS-Obersturmbannführer
Kinz Helmut 03.05.1945 SS-Hauptsturmführer und Hauptmann der Schupo
Liecke Karl 03.05.1945 SS-Obersturmbannführer und Oberleutnant der Schupo
Stenwedel Albert 03.05.1945 SS-Sturmbannführer

 

Spätestens mit der Aufstellung muslimischer Verbände, die in Bosnien rekrutiert wurden, führe Heinrich Himmler seine Ideologie vom germanischen Orden selbst ad absurdum. Doch war der Hunger der Front nach Menschenmaterial so groß geworden, dass diese ideologischen Bedenken aufgegeben werden mussten. Himmler selbst meine zu seiner SS nur, dass der Islam als Religion für den Soldaten hervorragend geeignet sei, da er ihm das Paradies nach einem heldenhaften Tod verspreche.

 

14. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Galizische Nummer 1)

 

1. Gliederung

Namenshistorie:
Galizische SS-Schützendivision (Mai 1943)
14. SS-Freiwilligen-Division Galizien (30. Juni–22. Oktober 1943)
14. Galizische SS-Freiwilligen-Division (22. Oktober 1943–27. Juni 1944)
14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr.1) (27. Juni–12. November 1944 -
14. Waffen-Grenadier-Division der SS (ukrainische Nr. 1) (12. November 1944–25. April 1945)
Ukrainische Division der Ukrainischen National-Armee (25. April–8. Mai 1945)

 

14. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 29 (galizisches Nr. 1)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 30 (galizisches Nr. 2)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 31 (galizisches Nr. 3)
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 14
● Waffen-Füsilier-Bataillon 14
● SS-Freiwilligen-Flak-Abteilung 14
● Waffen-Nachrichten-Abteilung der SS 14
● SS-Radfahr-Bataillon 14
● Waffen-Pionier-Bataillon der SS 14
● Waffen-Panzerjäger-Kompanie 14
● SS-Sanitäts-Abteilung 14
● SS-Veterinär-Kompanie 14
● SS-Division-Nachschubtruppen 14
● SS-Wirtschafts-Bataillon 14
● SS-Versorgungs-Kompanie 14
● SS-Feldpostamt 14
● SS-Kriegsberichter-Zug 14
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 14
● SS-Feldersatz-Bataillon 14

   

Aufstellung: Juli 1943
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Hohenstaufen"

  30.06.1943 - 20.11.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Walter Schimana
  20.11.1943 - 22.04.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Freitag
  22.04.1944 - 10.07.1944 SS-Standartenführer Sylvester Stadler
  10.07.1944 - 05.09.1944 SS-Oberführer Nikolaus Heilmann
  05.09.1944 - 24.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Fritz Freitag
  24.04.1945 - 08.05.1945 General Pawlo Schandruk

 

3. Kriegsverbrechen

Eine Kampfgruppe der Division war 1944 unter dem Deckmantel der Partisanenbekämpfung am Vernichtungskrieg gegen die Zivilbevölkerung im Generalgouvernement und den deutschbesetzten Gebieten der Ukraine beteiligt, wo sie sich vor allem durch Grausamkeiten gegenüber der polnischen und jüdischen Bevölkerung hervortat, unter anderem beim Massakern in Huta-Pieniacka, Podkamień und Palikrowy.

Am 28.02.1944 wurde das polnische Dorf Ha Pieniacka niedergebrannt und seine Einwohner umgebracht. Ukrainische Quellen verneinen die Teilnahme der Division an dieser Aktion und schieben die Schuld deutschen Einheiten zu. Die Zahl der Toten reicht von 500 zu mehr als 1.200.

 

4. Ritterkreuzträger: 1

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Freitag Fritz 30.09.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS

 

Die Division bildete sich vornehmlich aus Volksdeutschen und Ukrainern (für die SS 'Galizier'), die im Raum um Lemberg rekrutiert wurden. Im April 1945 wurde die Division als 1. Division der Ukrainischen National-Armee neu formiert und dem ukrainischen Nationalkomitee unter der Leitung von Pawlo Schandruk unterstellt. Da der Namenszusatz 'galizisch' eine polnische Einheit implementierte, wurden die Angehörigen der Division nach der Kapitulation von den Briten nicht an die Sowjetunion ausgeliefert, sondern in Rimini interniert. Viele von ihnen wanderten nach ihrer Entlassung in die USA nach Australien oder Kanada aus. Keinem von ihnen wurden weder von sowjetischer noch von deutscher Seite irgendwelche Kriegsverbrechen zur Last gelegt.

 

15. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Lettische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

14. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 32
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 33
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 34
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 15
● Waffen-Füsilier-Bataillon der SS 15
● Waffen-Panzerjäger-Abteilung der SS 15
● Waffen-Nachrichtung Abteilung der SS 15
● Waffen-Pionier-Bataillon der SS 15
● Waffen-Flak-Abteilung der SS 15
● SS-Divisionstruppen 15
● SS-Feldersatz-Bataillon 15
● SS-Bau-Regiment 1 der 15. SS-Division
● SS-Bau-Regiment 2 der 15. SS-Division

   

Aufstellung: Februar 1943
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Hohenstaufen"

  25.02.1943 - Mai 1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Peter Hansen
  Mai 1943 - 17.02.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Carl Graf von Pückler-Burghauss
  17.02.1944 - 21.07.1944 SS-Oberführer Nikolaus Heilmann
  21.07.1944 - 26.01.1945 SS-Oberführer der Reserve Herbert von Obwurzer
  26.01.1945 - 15.02.1945 SS-Oberführer Adolf Ax
  15.02.1945 - Mai 1945 SS-Oberführer Karl Burk

 

3. Kriegsverbrechen:

Während der Kämpfe um die Pommernstellung verübten Angehörige dieser Division ein Kriegsverbrechen an gefangenen polnischen Soldaten. Am 2.Februar 1945 verbrannten sie im Dorf Podgaje (Flederborn) 32 mit einem Stacheldraht gefesselte Soldaten der 4. Kompanie des 3. Infanterieregiments der polnischen 1. Armee.

 

4. Ritterkreuzträger: 4

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Aperats Karlis 21.09.1944 Waffen-Obersturmbannführer
Ax Adolf 09.05.1945 SS-Oberführer - die Ordenskommission erkannte das Ritterkreuz an
Heilmann Nikolaus 23.08.1944 SS-Oberführer
Wulff Erich 09.05.1945 Major i.G (kommandiert zur Waffen-SS) - die Ordenskommission erkannte das Ritterkreuz nicht an

 

Die lettischen Angehörigen der Waffen-SS gelten heute in ihrer Heimat als Freiheitskämpfer. Dieser Ring soll angeblich verdienten Angehörigen der lettischen Waffen-SS verliehen worden sein. Da die Letten damals als Bürger der Sowjetunion galten, hatten sie bei einer Gefangennahme durch die Rote Armee schwere Repressalien zu befürchten. Aus diesem Grunde versuchten viele Truppenführer sich den Westalliierten zu ergeben. Da dort der Dienst in der Waffen-SS als erzwungen angesehen wurde, wurden die meisten 1946 aus der Kriegsgefangenschaft entlassen. Viele von ihnen wanderten nach USA, Australien oder Kanada aus und sahen ihre Heimat niemals wieder.

 

16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“

 

1. Gliederung:

16. SS-Panzergrenadier-Division „Reichsführer SS“

● Divisionstab
● Divisions-Begleit-Kompanie SS
● SS-Feldgendarmerie-Kompanie 16
● SS-Panzergrenadier-Regiment 35 (vorher 33)
● SS-Panzergrenadier-Regiment 36 (vorher 34)
● SS-Artillerie-Regiment 16
● SS-Panzer-Abteilung 16
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 16
● SS-Nachrichten-Abteilung 16
● SS-Flak-Abteilung 16
● SS-Pionier-Bataillon 16
● SS-Panzerjäger-Abteilung 16
● SS-Versorgungseinheiten 16
● SS-Feld-Ersatz-Bataillon 16
   

Aufstellung: 03. Oktober 1943
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Reichsführer SS"

  03.10.1943 - 15.10.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Max Simon
  24.10.1944 - 08.05.1945 SS-Oberführer Otto Baum

 

3. Kriegsverbrechen:

Die Division verübte die meisten ihrer Kriegsverbrechen in Italien. Dort kam es zu den größten in Westeuropa von deutschen Streitkräften durchgeführten Massakern. Die Gesamtzahl der Todesopfer unter der Zivilbevölkerung in Mittel- und Norditalien wird auf 2.000 gechätzt. Weiterhin wurden etwa 20.000 Zivilisten im Zuge der Aushebung zur Zwangsarbeit von Angehörigen der Division erfasst und teilweise nach Deutschland verschleppt.

Vom 29. September bis 5. Oktober 1944 ermordeten Soldaten der Division unter dem Befehl von SS-Sturmbannführer Walter Reder ungefähr 770 Zivilisten (andere Quellen berichten von Zahlen weit über 1.000) im Bereich von Marzabotte, Monzuno und Grizzana Morandi. Im Jahr 2007 wurden 17 ehemalige Angehörige der Division in Italien in Abwesenheit angeklagt (ein deutsches Gesetz verbietet die Auslieferung von Bundesbürgern). Zehn von ihnen wurden zu lebenslangen Freiheitsstrafen verurteilt, die restlichen Sieben freigesprochen.

 

4. Ritterkreuzträger: 2

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Simon Max 28.10.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der W-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Gesele Karl 04.07.1944 SS-Obersturmbannführer

 

Zerstörtes Sturmgeschütz in Norditalien mit den SS-Runen auf der Kanonenblende.

 

Divisionen IV

17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“

 

1. Gliederung:

17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“

● SS-Panzergrenadier-Regiment 37
● SS-Panzergrenadier-Regiment 38
● SS-Artillerie-Regiment 17
● SS-Panzer-Abteilung 17
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 17
● SS-Flak-Abteilung 17
● SS-Pionier-Bataillon 17
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 17
● SS-Nachrichten-Abteilung
● Kommandeur der SS-Divisions-Nachschubtruppen 17
● SS-Sanitäts-Abteilung 17
● SS-Panzer-Instandsetzungs-Abteilung 17
● SS-Wirtschafts-Bataillon 17
● SS-Feldpostamt 17
● SS-Kriegsberichter-Zug 17
● SS-Feldgendarmerie-Kompanie 17
● SS-Feldersatz-Bataillon 17

   

Aufstellung: Oktober 1943
Ende: Mai 1945

 

Kommandeure der Division "Götz von Berlichingen"

  23.11.1943 - 17.06.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Werner Ostendorff
  17.06.1944 - 20.06.1944 Standartenführer Otto Binge
  20.06.1944 - 01.08.1944 SS-Brigadeführer Otto Baum
  01.08.1944 - 29.08.1944 Standartenführer Otto Binge
  30.08.1944 - ??.09.1944 SS-Oberführer Dr. Eduard Deisenhofer
  Sept. 1944 SS-Standartenführer Thomas Müller
o.Abb. ??.09.1944 - ??.10.1944 SS-Standartenführer Gustav Mertsch
  21.10.1944 - ??.11.1944 SS-Gruppenführer Werner Ostendorff
  ??.11.1944 - ??.01.1945 SS-Standartenführer Hans Linger
  15.01.1945 - 21.01.1945 Oberst Gerhard Lindner
  21.01.1945 - 22.03.1945 SS-Oberführer Fritz Klingenberg
  ??.03.1945 - 08.05.1945 SS-Oberführer Georg Bochmann

 

3. Kriegsverbrechen:

Von Historikern wird heute die Meinung vertreten, dass das 17. Feldersatz-Bataillon der Division für das Massaker von Maillé (Frankreich) verantwortlich ist. 124 der 500 Einwohner des kleinen Dorfes wurden erschossen, die Ortschaft danach mit Granatfeuer zerstört. Neben Oradour gilt Maillé als eines der schwersten Kriegsverbrechen der Deutschen in Frankreich.

Wie bei nahezu allen Fronteinheiten im II. Weltkrieg kam es auch bei der Division "Götz von Berlichingen" zur Erschießung von Kriegsgefangenen. Nachgewiesen ist die Ermordung von zwei Piloten der US-Airforce am 17. Juni 1944 bei Montmartin en Graignes in Frankreich. Erwin Schienkiewitz wurde dafür 1947 zu lebenslanger Haft verurteilt.

In den letzten Kriegstagen erschossen Angehörige der Division den Bürgermeister von Burgthann, weil dieser eine weiße Fahne zum Zeichen der Kapitulation seines Ortes hissen ließ. Nachdem diese Exekution nach damaliger Rechtslage (Flaggenbefehl) zulässig war, wurden die beteiligten Soldaten nach dem Krieg freigesprochen.

 

4. Ritterkreuzträger: 6

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Hinz Bruno 23.08.1944 SS-Obersturmführer
Wahl Kurt 01.02.1945 SS-Sturmbannführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Wahl Kurt 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer
Kuske Ortwin 26.11.1944 SS-Untersturmführer
Papas Fred 27.12.1944 SS-Untersturmführer
Gottke Heinrich 27.12.1944 SS-Unterscharführer

Anmerkung: ca. 200 Angehörige der Division wurden im Mai 1945 von Einheiten der 42. US-Infanterie-Division gefangen genommen und kurzerhand exekutiert. Die 42. US-Infanterie-Division, auch Regenbogen-Division genannt, war an der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau beteiligt. Man kann vermuten, dass diese Exekutionen als Vergeltungsaktionen für die von der SS begangenen Gräueltaten vorgenommen wurden. Trotzdem stellen sie ein Kriegsverbrechen dar.

 

18. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Horst Wessel“

 

1. Gliederung

18. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Horst Wessel“

● SS-Panzergrenadier-Regiment 39 (I.-III.)
● SS-Panzergrenadier-Regiment 40 (I.-III.)
● SS-Artillerie-Regiment 18 (I.-IV.)
● SS-Panzer-Abteilung 18
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung 18
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 18
● SS-Panzerjäger-Abteilung 18
● SS-Flak-Abteilung 18
● SS-Nachrichten-Abteilung 18
● SS-Pionier-Bataillon 18
● SS-Nachschub-Truppen 18
● SS-Instandsetzungs-Abteilung 18
● SS-Wirtschafts-Bataillon 18
● SS-Verwaltungstruppen-Abteilung 18
● SS-Feldgendarmerie-Kompanie 18
● SS-Feldersatz-Bataillon 18
● SS-Sanitäts-Abteilung 18
-

 

Aufstellung: 25. Januar 1944
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der Division "Horst Wessel"

  25.01.1944 - 03.01.1945 SS-Brigadeführer Wilhelm Trabandt
  03.01.1945 - 10.01.1945 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Josef Fitzthum
  10.01.1945 - März 1945 SS-Standartenführer Georg Bochmann
  März 1945 - 08.05.1945 SS-Standartenführer Heinrich Petersen

 

3. Kriegsverbrechen:

Das SS-Panzergrenadier-Regiment 40 war ursprünglich am 11. November 1939 als SS-Totenkopf-Standarte 10 in Weimar-Buchenwald aus der Totenkopfstandarte 2 „Thüringen“ aufgestellt worden. Zum 25. Februar 1941 war es in ein motorisiertes Infanterie-Regiment umgewandelt worden, bevor es im Zuge der Durchnummerierung der SS-Einheiten am 22. Oktober 1943 in SS-Grenadier-Regiment 40 umbenannt wurde. Beide Regimenter sind somit zumindest organisatorisch, wenn nicht unbedingt personell, sowohl mit den KZ-Wachmannschaften, als auch mit der Ermordung der jüdischen Bevölkerung in Osteuropa verbunden.

Die beiden SS-Grenadier-Regimenter 39 und 40 waren Bestandteil der 1. SS-Infanterie-Brigade (mot.) und hatten sich ursprünglich aus Teilen der SS-Totenkopfstandarte 2, 4, 8 und 10 formiert. Dem Kommandostab Reichsführer SS unterstellt wurde die 1. SS-Infanterie-Brigade (mot.) im rückwärtigen Heeresgebiet in Russland für 'Sicherungs- und Säuberungsaufgaben' eingesetzt. Dies bedeutete in erster Linie die Terrorisierung der slawischen Bevölkerung und die Durchführung des Massenmordes an den Juden. So sind die Namen der Regimenter nicht nur untrennbar mit den KZ-Wachmannschaften verbunden sondern auch mit der Beteiligung am Holokaust.

 

4. Ritterkreuzträger: 3

Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Bochmann Georg 30.03.1945 SS-Standartenführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Lipinski Hans 02.01.1945 SS-Obersturmführer der Reserve
Riepe Julius 13.01.1945 SS-Sturmbannführer

 

Die ganze Absurdität der Nazi-Ideologie kristallisiert sich in dem zum Märtyrer verklärten Horst Wessel, der 1930 in Berlin erschossen worden war. Bei der Aufstellung der Division ging es vor allem darum, Mitglieder der SA zu werben. Diese hatten jedoch die Beteiligung der SS bei der Niederschlagung des sogenannten Röhm-Putsches nicht vergessen und so war der Zulauf an Freiwilligen eher spärlich. Die SS sah sich gezwungen, die Reihen mit Ungarndeutschen aufzufüllen, die teilweise zwangsrekrutiert wurden.

 

19. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Lettische Nummer 2)

 

1. Gliederung:

Namenshistorie
Lettische SS-Freiwilligen-Brigade (Mai - Oktober 1943)
2. Lettische SS-Freiwilligen-Brigade (Oktober 1943 - Januar 1944)
19. Lettische SS-Freiwilligen-Division (Januar 1944 - Mai 1944)
19. Waffen-Grenadier-Division der SS (lettische Nr. 2) (Mai 1944 - Kriegsende)

 

19. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Grenadier Regiment der SS 42 "Voldemars Veiss"
● Waffen-Grenadier Regiment der SS 43 "Heinrich Schuldt"
● Waffen-Grenadier Regiment der SS 44
● Waffen-Artillerie Regiment 19
● SS-Füsilier Battalion 19
● SS-Panzerjäger Abteilung 19
● SS-Flak Abteilung 19
● SS-Pionier Battalion 19
● SS-Nachschub Truppen 19
● SS-Sanitäts Abteilung 19
● SS-Feldpostamt 19
● SS-Nachrichten-Abteilung 199

 

Aufstellung: Januar 1944
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandierende Offiziere

Kommandeure der 19. Waffen-Grenadier-Division der SS

  05.09.1943 - 15.03.1944 SS-Brigadeführer Hinrich Schuldt
  15.03.1944 - 13.04.1944 SS-Standartenführer Friedrich-Wilhelm Bock
  13.04.1945 - Mai 1945 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS Bruno Streckenbach

 

3. Kriegsverbrechen:

Da die Division hauptsächlich an der Ostfront zum Einsatz kam, muss davon ausgegangen werden, dass es bei dem Hass der Letten gegen die Sowjetrussen zu vermehrten Vorkommnissen kam, die gegen das Kriegsrecht verstießen. Da der Kampf jedoch von beiden Seit mit unmenschlicher Härte geführt wurde und die Division im Kurland-Kessel vernichtet wurde, sind davon keine Aufzeichnungen bekannt. Viele Angehörige der Division tauchten nach der Kapitulation in den Wäldern unter und kämpften als Partisanen weiter.

 

4. Ritterkreuzträger: 12

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Streckenbach Bruno 16.01.1945 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Streckenbach Bruno 27.08.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS
Gaigals Roberts 05.05.1945 Waffen-Obersturmführer
Galdins Nikolajs 25.01.1945 Waffen-Obersturmbannführer
Reinholds Voldemars 11.05.1945 Waffen-Sturmbannführer
Adamsons Miervaldis 25.01.1945 Waffen-Untersturmführer
Ansons Zanis 16.01.1945 Waffen-Hauptscharführer
Freimanis Andrejs 05.05.1945 Waffen-Obersturmführer
Riekstins Alfreds 05.04.1945 Waffen-Unterscharführer
Ancans Roberts 25.01.1945 Waffen-Untersturmführer
Butkus Zanis 21.09.1944 Waffen-Hauptsturmführer
Senbergs Karlis 11.05.1945 Waffen-Unterscharführer

 

Offiziell als Bürger der Sowjetunion betrachtet, wurden gefangene Angehörige dieser Division nicht als Kriegsgefangene behandelt sondern von den Sowjets irgoros bestraft und zu Todes- oder Freiheitsstrafen verurteilt. Viele Angehörige der Division zogen es daher vor, nach dem Krieg nicht in ihre Heimat zurückzukehren, da sie wegen ihrer Zusammenarbeit mit den Deutschen schwere Repressalien zu fürchten hatten.

 

20. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Estnische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

Namenshistorie
Estnische SS-Legion (Oktober 1942 - Mai 1943)
Estnische SS-Freiwilligen-Brigade (Mai 1943 - Oktober 1943)
3. Estnische SS-Freiwilligen-Brigade (Oktober 1943 - Januar 1944)
20. Estnische SS-Freiwilligen-Division (Januar 1944 - Mai 1944)
20. Waffen-Grenadier-Division der SS (estnische Nr. 1) (Mai 1944 - Kriegsende)

 

20. Waffen-Grenadier-Division der SS

● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 45 (estnisches Nr.1)
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 46 (estnisches Nr. 2)
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 47 (estnisches Nr. 3)
● SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 20
● SS-Freiwilligen-Divisions-Füsilier-Bataillon 20
● SS-Panzerjäger-Abteilung 20
● SS-Freiwilligen-Flak-Abteilung 20
● SS-Freiwilligen-Pionier-Bataillon 20
● SS-Nachrichten-Abteilung 20
● Versorgungseinheiten 20

 

Aufstellung: Januar 1944
Ende: Mai 1945

 

Kommandeure:

Kommandeure der 20. Waffen-Grenadier-Division der SS

  20.08.1942 - 19.03.1943 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Franz Augsberger
o.Abb. 19.03.1945 SS-Sturmbannführer Hans-Joachim Mützelfeldt
  20.03.1945 - Mai 1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS der Reserve Berthold Maack

 

3. Kriegsverbrechen:

Als Angehörige eines Teiles der Sowjetunion wurden Soldaten der Division nicht als Kriegsgefangene behandelt. Deswegen kämpften vor allem die Esten, Littauer und Letten in den Reihen der Waffen-SS einen harten und unerbittlichen Kampf gegen die Rote Armee. Im Laufe dieser mit unglaublicher Härte geführten Kämpfe kam es auf beiden Seiten immer wieder zu Gewaltexzessen. Die Soldaten führten den Kampf sogar nach der Kapitulation des Deutschen Reiches bis zum 11. Mai 1945 weiter, als sich große Teile der Division nach Verlust aller schweren Waffen den Sowjets ergeben mussten. Ein Teil davon schlug sich nach Westen in amerikanische Kriegsgefangenschaft durch. Im heutigen Estland gelten die ehelmaligen SS-Angehörigen als Freiheitskämpfer.

 

4. Ritterkreuzträger: 6

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Rebane Alfons 09.05.1945 Waffen-Standartenführer

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Augsberger Franz 08.03.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS
Langhorst Bernhard 05.04.1945 SS-Sturmbannführer der Reserve
Maitla Paul 23.08.1944 Waffen-Hauptsturmführer
Nugiseks Harald 09.04.1944 Waffen-Unterscharführer
Riipalu Harald 23.08.1944 Waffen-Obersturmbannführer

 

Auch in Estland fand die Waffen-SS viele Freiwillige, da diese gegen die verhasste Sowjetunion kämpfen wollten, die 1940 ihr kleines Land annektiert hatte. Wem es nicht gelang, bei Kriegsende in die Gefangenschaft westalliierter Verbände zu gelangen, hatte schwerste Repressalien durch die Rote Armee zu fürchten. Viele Angehörige der Division verschwanden, sofern sie nicht sofort exekutiert wurden, für immer in den Straflagern Sibiriens.

 

21. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“

(Albanische Nr. 1)

 

1. Gliederung:

21. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 50 (albanisches Nr. 1) (I. - III.)
● Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 51 (albanisches Nr. 2) (I. - III.)
● Waffen-Gebirgs-Artillerie-Regiment der SS 21 (albanisches Nr. 1) (I.-IV.)
● SS-Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 21
● SS-Sturmgeschütz-Abteilung „Skanderbeg“
● SS-Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 21
● SS-Gebirgs-Pionier-Bataillon 21
● SS-Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 21
● SS-Sanitäts-Abteilung 21
● SS-Wirtschafts-Bataillon 21
● SS-Divisionstruppen 21
● SS-Gebirgs-Feldersatz-Bataillon 21

 

Aufstellung: März 1944
Ende: Jahreswechsel 1944/45

 

Kommandeure:

Kommandeure der 21. Waffen-Grenadier-Division der SS

  April - 01.05.1944 SS-Brigadeführer Josef Fitzthum
  Mai 1944 - Januar 1945 SS-Brigadeführer August Schmidhuber
o.Abb. nicht bekannt SS-Obersturmbannführer Alfred Graf (i. V.)

 

3. Kriegsverbrechen:

Die SS-Division Skanderberg wurde vornehmlich zur Partisanenbekämpfung in Jugoslawien eingesetzt. Dabei lag ihr Haupteinsatzgebet im Kosovo und im Norden Mazedoniens. Die Division arbeitete weniger als militärischer Verband sondern wurde als Terrorinstrument gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Dabei ging es in erster Linie um die Vertreibung der Serben aus dem Kosovo.

Schmidhuber meldete im April 1944 die Vertreibung von 40.000 Serben und rechnete damit, dass noch weitere 100.000 vertrieben werden können. Im Mai 1944 ordnete er die Errichtung des Konzentrationslagers Prishtina als "Erziehungslager" für politisch Verdächtige (insbesondere Kommunisten) an. Als Wachmannschaften wurden Freiwillige der Division herangezogen.

Auch im Zuge des Holokaust fand die Divsion Verwendung, insbesondere beim Abtransport der mazedonischen Juden und Angehörige der Volksgruppe der Roma in deutsche KZ oder Vernichtungslager. Irgendwelche militärischen Erfolge gegen die jugoslawischen Partisanen wurden nicht erzielt. Die Kampfkraft der albanischen Division wie ihre Disziplin galt als gering und aufgrund der hohen Desertationsrate wurde im September 1944 beschlossen, die Division aufzulösen. Wie auch im Falle der bosnischen Division "Handschar" bildete das deutsche Personal der Division dann eine Kampfgruppe, die im Verband der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“ weiterkämpfte.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

 

Anmerkung: Der Ehrentitel "Maria Theresia" wird im Zusammenhang mit dieser Division genannt, taucht jedoch in offiziellen Dokumenten nicht auf.

1. Gliederung:

22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 52
● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 53
● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 54
● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 17
● SS-Artillerie-Regiment 22
● SS-Panzer-Aufklärungs-Abteilung 22
● SS-Panzerjäger-Abteilung 22
● SS-Pionier-Bataillon 22
● SS-Nachrichten-Abteilung 22
● SS-Division-Nachschubtruppen 22
● SS-Verwaltungstruppen-Abteilung 22
● SS-Sanitätsabteilung 22

 

Aufstellung: 29. April 1944
Ende: Februar 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 22. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

  21.04.1944 - 11.02.1945 SS-Brigadeführer August Zehender

 

3. Kriegsverbrechen

Keine besonderen Eintragungen vorhanden

 

4. Ritterkreuzträger: 5

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Zehender August 01.02.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der W-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Reißmann Paul 16.11.1944 SS-Oberscharführer
Ameiser Anton 01.11.1944 SS-Sturmbannführer der Reserve
Vandieken Anton 26.12.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Dallmann Werner 17.01.1945 SS-Untersturmführer

 

Die Division stand in schweren Abwehrkämpfen an der Ostfront und wurde am Heiligabend 1944 mit anderen Einheiten von der Roten Armee in Budapest eingeschlossen und beim Fall der ungarischen Hauptstadt im Februar 1945 größtenteils aufgerieben. Die Divisionsteile, die außer des Kessels überlebten, wurden zur Aufstellung der 37. SS-Kavallerie-Divison verwendet, die jedoch über Brigadestärke nie hinaus kam.

 

23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“

(Kroatische Nummer 2)

 

1. Gliederung:

23. Waffen-Gebirgs-Division der SS

● Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 55
● Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 56
● Waffen-Gebirgs-Artillerie-Regiment der SS 23
● Divisionseinheiten 23

 

Aufstellung: 10. Juni 1944
Ende: 24. September 1944

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS

o.Abb. Juni 1944 - 28.09.1944 SS-Standartenführer Helmuth Raithel
  28.09.1944 - 01.10.1944 SS-Oberführer Gustav Lombard

 

3. Kriegsverbrechen:

Die Division kam nie in den Einsatz. Durch den schnellen Vormarsch der Roten Armee wurde die Aufstellung am 24.09.1944 abgebrochen und das bosnische Personal zur Division "Handschar" versetzt, während der deutsche Stamm die 31. SS-Freiwilligen-Division bilden sollte. Die freiwerdende Nummer wurde der 23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nederland“ (niederländische Nr. 1) zugewiesen.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nederland“

(Niederländische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

Namenshistorie:
SS-Freiwilligen-Standarte Nordwest
SS-Freiwilligen-Legion Niederlande
4. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade „Nederland“

23. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nederland“

● SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment 48 „General Seyffardt“
● SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment 49 „De Ruyter“
● Artillerie-Regiment 54
● Divisionseinheiten 54

 

Aufstellung: Januar 1945
Ende: April 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 23. Waffen-Grenadier-Division der SS

  10.02.1945 - 01.05.1945 SS-Brigadeführer Jürgen Wagner

 

3. Kriegsverbrechen:

Aufgrund des späten Einsatzzeitraumes keine besonderen Vorfälle bekannt.

 

4. Ritterkreuzträger: 23

Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Lohmann Hanns-Heinrich 09.05.1945 SS-Obersturmbannführer ***nach Ordenskommission JA
Scholz Helmut 21.09.1944 SS-Obersturmführer
Wagner Jürgen 11.12.1944 SS-Brigadeführer und General der Waffen-SS

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Mooymann Gerardes 20.02.1943 SS-Sturmmann
Joerchel Wolfgang 21.04.1944 SS-Obersturmbannführer
Rühle von Lilienstern Hans-Joachim Dr. 12.02.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Scheibe Siegfried 11.05.1945 SS-Obersturmbannführer ***nicht anerkannt
Collani Hans 19.08.1944 SS-Obersturmbannführer
Ertel Karl-Heinz 23.08.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Frühauf Carl-Heinz 04.06.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve
Hellmers Johannes 05.03.1945 SS-Obersturmführer der Reserve
Meyer Hans 02.09.1944 SS-Hauptsturmführer
Petersen Otto 11.12.1944 SS-Hauptsturmführer
Schluifelder Georg 26.11.1944 SS-Standartenoberjunker
Scholz Helmut 04.06.1944 SS-Untersturmführer
Strapatin Stefan 16.11.1944 SS-Rottenführer
Behler Klemens 17.03.1945 SS-Obersturmführer
Hofer Lothar 05.04.1945 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Jentschke Walter 18.12.1944 SS-Kanonier
Rieth Herbert-Albert 11.12.1944 SS-Untersturmführer der Reserve
Schlüter Wilhelm 23.08.1944 SS-Sturmbannführer und Major der Schupo
Bruins Derk-Elsko 23.08.1944 SS-Rottenführer
Wanhöfer Günter 27.08.1944 SS-Hauptsturmführer der Reserve

 

Die Division bildete sich vornehmlich aus niederländischen Kollaborateuren, die nach der Befreiung der Niederlande durch die Alliierten nach Deutschland geflüchtet waren und den Resten der SS-Freiwilligen-Legion Niederlande. Der Großteil des Personals wurde jedoch von deutschen Soldaten der Wehrmacht und der Waffen-SS gebildet. Die Division wurde im Kessel von Halbe vernichtet, die Überlebenden gerieten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

 

24. Waffen-Gebirgs-(Karstjäger-)Division der SS

 

1. Gliederung:

Namenshistorie:
SS-Karstwehr-Bataillon (1942 - August 1944)
24. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Karstjäger“ (August 1944 - 5. Dezember 1944)
Waffen-Gebirgs-(Karstjäger)-Brigade (6. Dezember 1944 – 10. Februar 1945)
24. Waffen-Gebirgs-(KarstjägerDivision der SS (11. Februar 1945 - Mai 1945)

Mannstärke der "Division":
Juni 1942: 1.831 Mann
Juni 1944: 3.000 Mann
Februar 1945: 5.563 Mann

 

24. Waffen-Gebirgs-(Karstjäger-)Division der SS

● Waffen-Gebirgs-(Karstjäger)-Regiment der SS 59
● Waffen-Gebirgs-(Karstjäger)-Regiment der SS 60
● Waffen-Gebirgs-Artillerie-Regiment 24
● SS-Panzerkompanie
● SS-Gebirgsbatterie
● SS-Gebirgs-Sanitäts-Kompanie 24
● SS-Gebirgs-Nachrichten-Kompanie 24
● SS-Gebirgs-Pionier-Kompanie 24

 

Aufstellung: August 1944
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 24. Waffen-Grenadier-Division der SS

o.Abb. August 1944 - 5.12.1944 SS-Obersturmbannführer Carl Marks
o.Abb. 5.12.1944 - 10.02.1945 SS-Sturmbannführer Werner Hahn
  10.02.1945 - 8.05.1945 SS-Oberführer Adolf Wagner

 

3. Kriegsverbrechen:

Die Karstwehr und die daraus entstandene Divison war hauptsächlich in Kroatien und Slowenien zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Hierbei zeichnete sie sich durch besondere Rücksichtslosigkeit aus. Eine der Bluttaten geschah sogar nach der Kapitulation der Deutschen in Italien, als Soldaten der Division am 2. Mai 1945 in Avasinis 51 Einwohner als Rache für einen Partisanenangriff ermordete.

 

1941 bis 1945 tobte in Slowenien und Kärnten ein grausamer Partisanenkrieg, der in Terror und Gegenterror ausuferte. Auf diesem im Juni 1944 aufgenommenen Bild enthaupten Anghörige der Division 'Karstjäger' einen gefangenen Partisanen mit einer Axt in der Ortschaft Krnice nad Idrijo. Mit ihm wurden noch andere gefoltert, enthauptet und die verstümmelten Leichen danach zur Schau gestellt.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

25. Waffen-Grenadier-Division der SS „Hunyadi“

(Ungarische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

25. Waffen-Grenadier-Division der SS „Hunyadi“ (Ungarische Nummer 1)

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 61 (ungarisches Nr. 1)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 62 (ungarisches Nr. 2)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 63 (ungarisches Nr. 3)
● Waffen-Schi-Bataillon 25
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 25
● SS-Divisions-Füsilier-Bataillon 25
● SS-Panzerjäger-Abteilung 25
● SS-Veterinär-Kompanie 25
● SS-Feldersatz-Bataillon 25
● SS-Versorgungs-Regiment 25

 

Aufstellung: November 1944
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 25. Waffen-Grenadier-Division der SS

  November 1944 SS-Standartenführer Thomas Müller
  10.02.1945 - 8.05.1945 SS-Gruppenführer Josef Grassy

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine besonderen Eintragungen.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

Divisionen V

26. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Ungarische Nummer 2)

 

1. Gliederung:

26. Waffen-Grenadier-Division der SS (Ungarische Nr. 2)

● Waffen-Grenadier Regiment der SS 64
● Waffen-Grenadier Regiment der SS 65
● Waffen-Grenadier Regiment der SS 85
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 26

 

Aufstellung: Dezember 1944
Ende: Mai 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 26.Waffen-Grenadier-Division der SS

o.Abb. November 1944 SS-Sturmbannführer Rolf Tiemann
o.Abb. Nov. 1944-23.01.1945 SS-Oberführer Zoltan Pisky
o.Abb. 23.01.1945 - 29.01.1945 SS-Oberführer Laszlo Deak
  29.01.1945 - 21.03.1945 SS-Brigadeführer Berthold Maack
  21.03.1945 - 8.05.1945 SS-Gruppenführer Josef Grassy

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine besonderen Eintragungen.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Langemarck“

(Flämische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

Namenshistorie:
Juli 1941: SS-Freiwilligen-Legion "Flandern"
Mai 1943: SS-Freiwilligen-Sturmbrigade "Langemarck"
Okt. 1943: 6. SS-Freiwilligen-Sturmbrigade "Langemarck"
Okt. 1944: 27. SS-Frewilligen-Grenadierdivision "Langemarck" (Flämische Nummer 1)

27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Langemarck“ (Flämische Nr. 1)

● SS-Panzergrenadier-Regiment 67
● SS-Panzergrenadier-Regiment 68
● SS-Panzergrenadier-Regiment 69 (vorgesehen)
● SS-Artillerie-Regiment 27
● Divisionseinheiten 27

 

Aufstellung: Oktober 1944
Ende: 2. Mai 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

o.Abb. November 1944 SS-Sturmbannführer Rolf Tiemann
  Sep. 1944 - Okt. 1944 SS-Obersturmbannführer Conrad Schellong
  Okt. 1944 - 02.05.1945 SS-Oberführer Thomas Müller

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine besonderen Eintragungen.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

Mit solchen Werbeplakaten lockte die SS-Führung zahlreiche belgische Flamen in die Allgemeine und Waffen-SS. Auf dem unteren Plakat das typische Schreckbild der 'jüdischen Weltverschwörung', kennzeichnend für den Antisemitismus der nationalsozialistischen Machthaber, der schlussendlich im Jahrtausendverbrechen des Holocaust endete.

 

28. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Wallonien“

(Wallonische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

Namenshistorie:
August 1941: Wallonischen Legion (Wallonisches Infanterie-Bataillon 373) - eine Einheit der Wehrmacht
Juni 1943: SS-Freiwilligen-Brigade “Wallonie”
SS-Sturmbrigade “Wallonie”
5. SS-Freiwilligen-Sturmbrigade “Wallonie”
SS-Freiwilligen-Grenadier-División “Wallonie”
Okt. 1944: 28. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Wallonien“ (Wallonische Nummer 1)

28. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Wallonien“ (Wallonische Nr. 1)

● SS-Panzergrenadier-Regiment 69
● SS-Panzergrenadier-Regiment 70
● SS-Artillerie-Regiment 28
● SS-Panzerjäger Abteilung 28
● SS-Panzeraufklärungs-Abteilung 28
● SS-Nachrichten Abteilung 28
● SS-Pionier-Bataillon 28
● SS-Nachschub-Kompanie 28
● SS-Flak-Kompanie 28
● SS-Verwaltungskompanie 28
● SS-Sanitäts-Kompanie 28
● SS-Veterinär-Kompanie 28
● SS-Ersatz-Bataillon 28
● SS-Sturm-Bataillon

 

Aufstellung: ab Oktober 1944
Ende: 8. Mai 1945

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 28. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

  Okt. 1944 - 08.05.1945 SS-Standartenführer Léon Degrelle

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine besonderen Eintragungen.

 

4. Ritterkreuzträger: 1

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Leroy Jaques 20.04.1945 SS-Untersturmführer (Verleihung nicht bestätigt)

 

Auch bei der anderen belgischen Volksgruppe, den französischsprachigen Wallonen, warb die SS Freiwillige, die mit den Verhältnissen in Belgien vor dem Krieg nicht einverstanden waren. Vor allem bei den rechtsgerichteten Rexisten unter Léon Degrelle fanden sie Gehör. Dort erhoffte man sich ein Mitspracherecht für die Wallonen bei der nationalsozialistischen Neugestaltung Europas nach dem Krieg.

 

29. Waffen-Grenadier-Division der SS „RONA“

(Russische Nummer 1)
Русская Освободительная Народная Армия - Russische Volksbefreiungsarmee

 

1. Gliederung:

Namenshistorie:
Kaminski-Brigade
Waffen-Sturm-Brigade RONA

29. Waffen-Grenadier-Division der SS „RONA“ (Russische Nummer 1)

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 72 (russisches Nr.1)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 73 (russisches Nr.2)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 74 (russisches Nr.3)
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 29 (russisches Nr.1)
● SS-Füsilier-Bataillon 29
● SS-Pionier-Bataillon 29
● SS-Panzerjäger-Abteilung 29
● SS-Nachrichten-Abteilung 29
● SS-Versorgungs-Regiment 29
● SS-Veterinär-Kompanie 29
● SS-Sanitäts-Kompanie 29
● SS-Feldersatz-Bataillon 29

 

Aufstellung: 1. August 1944
Ende: November 1944 Auflösung und Überstellung zur Russischen Befreiungsarmee General Wlassows

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 29. Waffen-Grenadier-Division der SS

  bis 28. August 1944 Waffen-Brigadeführer Bronislaw Wladislawowitsch Kaminski
  28.08.1944 - 27.09.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Polizei Christoph Diehm
o.Abb. 27.09.1944 - Okt.1944 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei Heinrich Jürs

 

3. Kriegsverbrechen:

Die Einheit ist eine der seltsamen Begebenheiten, die sich im Krieg zutragen können. Nachdem die Stadt Lokot im Gebiet von Brjansk von der 2. Panzerarmee erobert worden war, zogen sich viele Verbände der Roten Armee in die umliegenden Wälder zurück und nahmen Partisanentätigkeiten auf. Bronislav Kaminski verbreitete in der Stadt nationalsozialistische Ideen und überzeugte den Bürgermeister, Konstantin Woskobojnik, einen früheren Klassenkameraden, eine Freiwilligen-Brigade aufzustellen, um die Angriffe auf die deutschen Versorgungslinien zu beenden. Die Deutschen erlaubten dies und bald zeigte sich die Miliz äußerst erfolgreich, in dem sie brutal und rücksichtslos gegen die Überfälle vorging. Nachdem Woskobojnik im Kampf gefallen war, ernannte am 19. August 1942 der Oberbefehlshaber der 2. Panzerarmee, Generaloberst Schmidt, Kaminski zum Kommandeur und erlaubte ihm, die Einheit aufzustocken. Bald hatte dieser über 10.000 Mann unter seinem Kommando, die zusammen mit dem SS-Sonderkommando Dirlewanger im Rücken der Heeresgruppe Mitte zur Partisanenbekämpfung eingesetzt wurden. Dieser Krieg wurde mit unvorstellbarer Härte und Grausamkeit geführt.

Als die Deutschen gezwungen waren, das Gebiet im Herbst 1943 zu räumen, zog sich auch die Brigade unter Mitnahme ihrer Familienangehörigen und ihres Viehs nach Westen zurück. Dort wurde sie dem Chef der SS-Bandenkampfverbände, Erich von dem Bach-Zelewski, unterstellt. 1944 nahm die Einheit den Titel „Russische Volksbefreiungsarmee“ (russ. Ру́сская освободи́тельная наро́дная а́рмия - Russkaja oswoboditelnaja narodnaja armija). Als Kennzeichen trugen die Soldaten die Initialen „RONA“ auf dunkelgrünem Grund über einem weißen Schild mit rotem Rand, in dem sich ein schwarzes Kreuz befand, am linken Ärmel.

Am 1. August 1944 wurde die Division aufgestellt und unmittelbar danach zur Niederschlagung des Warschauer Aufstandes eingesetzt. Dort zeigten die Angehörigen der RONA eine kompromisslose Grausamkeit und fielen vor allem durch exzessive Morde, Vergewaltigungen und Plünderungen auf. Angeblich sollen auch zwei deutsche Frauen diesen Gewaltexzessen zum Opfer gefallen sein. Dies nahm Bach-Zelewski als Vorwand, Kaminski vor ein Standgericht zu stellen und zu erschießen. In Wirklichkeit wollte die SS laut den Erinnerungen von Heinz Guderian einen unliebsamen Zeugen ihres grausamen Vorgehens in Warschau beseitigen. Kurz danach wurde die Division aufgelöst und ihre restlichen Angehörigen der Befreiungsarmee General Wlassows unterstellt.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

Die Truppen Kaminskis mussten im Zuge der "Bandenbekämpfung" oft die Drecksarbeit für die deutschen Polizeiverbände erledigen. Nachdem sich die Niederlage der Deutschen abzeichnete, waren die meisten Angehörigen nur noch an einer persönlichen Bereicherung interessiert und fielen vor allem durch Plünderungen auf.

 

29. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Italienische Nummer 1)
auch bekannt als: Legione SS Italiana

 

1. Gliederung:

29. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 81 (italienisches Nr. 1) (I.-III.)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 82 (italienisches Nr. 2) (I.-III.)
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 29 (italienisches Nr. 1) (I.,II.)
● Füsilier-Bataillon 29 Vendetta
● Panzerjäger-Abteilung 29
● SS-Pionier-Kompanie 29
● SS-Nachrichten-Kompanie 29
● SS-Ersatzbataillon
● Offiziersbataillon

 

Aufstellung: 10. Februar 1945
Ende: 8. Mai 1945

Hintergrund:
Nachdem das Königreich Italien am 8. September 1943 einen einseitigen Waffenstillstand mit den Alliierten geschlossen hat, wurden die italienischen Truppen in Norditalien von der Wahrmacht und der Waffen-SS entwaffnet, sofernt sie nicht gewillt waren, den Kampf auf deutscher Seite fortzusetzen. Nachdem Benito Mussolini aus seiner Haft befreit wurde und die von den Deutschen geduldete Sozialrepublik Italien ausrief, war es der Waffen-SS auch möglich, Italiener zu rekrutieren. Bis zum 23. November 1943 wurden 13 Miliz-Bataillone vereidigt. Diese trugen die SS-Runen auf rotem Hintergrund und der Reichsadler auf dem linken Ärmel umfasste ein Liktorenbündel anstelle eines Hakenkreuzes. Auch trugen die Angehörigen meist italienische Uniformen. Die Verbände wurden als Italienische SS-Freiwilligen-Legion bezeichnet, kurz darauf aber in 1. Sturmbrigade Italienische Freiwilligen-Legion umbenannt. Am 10. Februar 1945 erhielten sie die durch die Auflösung der RONA freigewordene Divisionsnummer.

 

2. Kommandeure:

Kommandeure der 29. Waffen-Grenadier-Division der SS (italienische Nr. 1)

  13. November 1943 – März 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Peter Hansen
  März 1944 – September 1944 SS-Obergruppenführer und General der Waffen-SS Karl Wolff
  September 1944 SS-Brigadeführer Pietro Mannelli
  September 1944 – Oktober 1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Peter Hansen
  Oktober 1944 – November 1944 SS-Oberführer Gustav Lombard
  9. November 1944 – Januar 1945 SS-Standartenführer Constantin Heldmann
  Januar 1945 – April 1945 SS-Oberführer der Reserve Erwin Tzschoppe

 

3. Kriegsverbrechen:

Die Einheiten der italienischen Legion wurden auch gegen italienische Partisanen eingesetzt. Dieser Kampf wurde von beiden Seiten ohne Rücksichtnahme auf die geltenden Kriegsgesetze durchgeführt und zeichnete sich durch besondere Grausamkeit aus. Wie immer wurde beim Kampf gegen die "Banden" (so der nationalsozialistische Sprachgebrauch) auch auf Zivilisten keinerlei Rücksicht genommen und zahlreiche Repressalien vorgenommen.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

Nach dem Abfall Italiens als Bündnispartner versuchte die SS auch noch kampfbereite italienische Faschisten anzuwerben. Eingesetzt in einem blutigen "Bruderkrieg" gegen Freiheitskämpfer des eigenen Landes erwarb sich die Truppe einen zweifelhaften Ruf.

 

30. Waffen-Grenadier-Division der SS

(Russische Nummer 2)

 

1. Gliederung:

30. Waffen-Grenadier-Division der SS (Russische Nummer 2)

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 75 (russisches Nr. 4)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 76 (russisches Nr. 5)
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 77 (russisches Nr. 6)
● Russisches Bataillon Nr. 654
● Bataillon Murawjew
● Waffen-Artillerie-Regiment der SS 30
● SS-Aufklärungs-Abteilung 30
● SS-Artillerie-Abteilung 30

● SS-Panzerjäger-Abteilung 30
● SS-Feldersatz-Bataillon
● Reiter-Schwadron 30
● SS-Pionier-Kompanie 30
● SS-Sanitäts-Kompanie
● SS-Panzerspäh-Kompanie
● SS-Füsilier-Kompanie

 

Aufstellung: 18. August 1944
Ende: 31. Dezember 1944

Hintergrund:
Diese Division wurde am 18. August 1944 aus der vom Major der Schutzpolizei Hans Siegling kommandierten Schutzmannschaften-Brigade "Stiegling" gebildet. Am 31. Dezember 1944 musste die Division ihre Teile an "Volksdeutschen", einen Teil der Artillerie und die Verwaltungseinheiten an die 25. Waffen-Grenadier-Division der SS „Hunyadi“ abgeben und formte danach die Waffen-Grenadier-Brigade der SS (weißruthenische Nr. 1).

Am 9. März 1945 wurde sie zur 30. Waffen-Grenadier-Division der SS (weißruthenische Nr. 1) aufgestockt. Auf Grund von Personalmangel wurde sie im April 1945 als SS-Polizei-Bataillon Siegling in die 38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“ eingegliedert. Im Mai 1945 ergaben sich die Überlebenden am Chiemsee amerikanischen Truppen. Die meisten der weißrussischen Angehörigen wurden von den Amerikanern an die Sowjetunion ausgeliefert, wo sie als Verräter gebrandmarkt einem schrecklichen Schicksal entgegensahen.

 

2. Kommandeure:

30. Waffen-Grenadier-Division der SS (Russische Nummer 2)

o.Abb. August - Dezember 1944 SS-Obersturmbannführer und Oberstleutnant der Schutzpolizei Hans Siegling

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

 

1. Vorgesehene Gliederung:

31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 78
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 79
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 80
● SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 31
● Polizei-Regiment Brixen
● SS-Freiwilligen-Füsilier-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Panzerjäger-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Pionier-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Nachrichten-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Feldersatz-Bataillon 31
● SS-Freiwilligen-Aufklärungs-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Wirtschafts-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Sanitäts-Abteilung 31
● SS-Freiwilligen-Veterinärskompanie 31
● Werkstattkompanie 31
● Nachschubzug 31

 

Aufstellung: Oktober 1944
Ende: Mai 1945

Hintergrund:
Wie bei vielen der sogenannten Freiwilligen-Divisionen handelte es sich auch hier um zwangsrekrutierte Volksdeutsche. Am 4. Oktober 1944 verfügte das SS-Führungshauptamt die Aufstellung der Division mit den Resten des deutschen Personals der zuvor aufgelösten 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“. Im Bereich des Befehlshabers der Waffen-SS Ungarn fanden danach verstärkt Rekrutierungsmaßnahmen unter den deutschstämmigen Einwohnern der Batschka, dem Banat und Siebenbürgen. Auch wurden Einheiten des Volksdeutschen Heimatschutzes in Ungarn zur Aufstellung der Division herangezogen.

Noch bevor die Ausrüstung und Aufstellung der Division abgeschlossen werden konnte, wurde die noch nicht einsatzfähige Truppe in den Raum Batina-Mohacs-Bataszek zur Sicherung des Donau-Ufers verlegt. Anfang Dezember 1944 überschritt die Rote Armee die Donau und die Division wurde in den darauf folgenden heftigen Kämpfen vollkommen zerschlagen. Am Plattensee sammelten sich die versprengten Reste der Truppe und wurden in die Untersteiermark zur Neuaufstellung verlegt. Am 16. Februar 1945 wurde sie in den Raum Görlitz verlegt und verblieb bis zum 6. Mai 1945 in Schlesien, wo sie den Rückzug in die Tschechoslowakei antrat. Bei Hradec Králové gingen die Angehörigen in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

 

2. Kommandeure:

31. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

  Oktober 1944 - Mai 1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Gustav Lombard

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „30. Januar“

 

1. Gliederung:

32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „30. Januar“

● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 86 „Schill“
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 87 „Kurmark“
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 88
● SS-Freiwilligen-Artillerie-Regiment 32
● SS-Panzerjäger-Abteilung 32
● SS-Füsilier-Bataillon 32
● SS-Flak-Abteilung 32
● SS-Pionier-Bataillon 32
● SS-Nachrichten-Abteilung 32
● SS-Feldersatz-Bataillon 32

 

Aufstellung: 30. Januar 1945
Ende: 8. Mai 1945

Hintergrund:
Ursprünglich als Panzergrenadier-Division geplant zwang der Mangel an Fahrzeugen und Treibstoff zur Umgliederung in eine Grenadier-Division. Da Himmler ja mittlerweile Oberbefehlshaber des Ersatzheeres geworden war, wurden zur Aufstellung auch Ersatzeinheiten des Heeres herangezogen. Andere Teile kamen von den Wachmannschaften der Konzentrationslager. Kern der Division bildete das SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 86 „Schill“, welches bereits an der Niederschlagung des slowakischen Aufstandes beteiligt war.

Erst gegen Ende Februar kam die Division zum Einsatz und wurde im März bei Vogelsang gegen überlegene sowjetische Kräfte zum Einsatz und erlitt schwere Verluste. Im April sah die Einheit sich als Armeereserve bei der Schlacht um die Seelower Höhen. Teilen der Division gelang der Ausbruch aus dem Kessel von Halbe und diese konnten sich bis Tangermünde durchschlagen, wo sie sich am 3. Mai den Amerikanern ergaben.

 

2. Kommandeure:

32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „30. Januar“

  30.01.1945 – 5.02.1945 SS-Standartenführer Johannes Mühlenkamp
  5.02.1945 – 17.02.1945 SS-Standartenführer Joachim Richter
  17.02.1945 – 15.03.1945 SS-Oberführer Adolf Ax
  15.03.1945 – 8.05.1945 SS-Standartenführer Hans Kempin

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

33. Waffen-Grenadier-Division der SS „Charlemagne“

(Französische Nummer 1)

 

1. Gliederung:

33. Waffen-Grenadier-Division der SS „Charlemagne“

● Waffen-Grenadierregiment 57 (französisches Nr. 1)
Waffen-Grenadierregiment 58 (französisches Nr. 2)
● SS-Artillerieabteilung 57
● SS-Panzerjäger-Abteilung 33
● SS-Pionier-Kompanie 33
● SS-Nachrichten-Kompanie 33
● SS-Feldersatz-Kompanie 33
● SS-Nachschub-Bataillon 33

 

Aufstellung: September 1944
Ende: 8. Mai 1945

Hintergrund:
Die Division beruht auf der „Légion des volontaires français contre le bolchévisme“, die als Freiwilligenverband von der Wehrmacht für den Rußlandfeldzug aufgestellt war. 1941 nahm sie als Infanterie-Regiment 638 am Vorstoß auf Moskau teil, wobei sie schwer zerschlagen wurde. Deswegen wurde sie 1942 und 1943 zur Partisanenbekämpfung eingesetzt. Anfang 1944 wieder zum Kampf gegen die Rote Armee verwendet, wies sie nur noch die Stärke eines halben Bataillons auf.

Im September 1944 erfolgte die Eingliederung in die Waffen-SS. Aufgefüllt mit französischen Kollaborateuren aus anderen deutschen Einheiten erreichte sie eine Stärke von 5.000 Mann und erhielt Divisionsstatus. Den vollen Kampfwert einer Division erreichte sie jedoch nie. Ab Januar 1945 bei den Abwehrkämpfen in Pommern eingesetzt, wurde die Division erneut zerschlagen. Die noch einsatzfähigen Teile wurden am 27. März 1945 im Waffen-Grenadier-Regiment der SS „Charlemagne“ zusammengefügt. Als der Kommandeur, SS-Brigadeführer Gustav Krukenberg, das Kommando über die 11. SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Division „Nordland“ übernahm, folgte ihm eine Eskorte von 90 Mann in die Reichshauptstadt, wo sie an der Schlacht um Berlin teilnahm.

 

2. Kommandeure:

33. Waffen-Grenadier-Division der SS „Charlemagne“

  Februar 1945 SS-Oberführer Edgar Puaud
  1.03.1945 – 24.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Dr. Gustav Krukenberg
o.Abb. 17.02.1945 – 15.03.1945 SS-Standartenführer Walter Zimmermann

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 3

Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes:
Fenet Henri 29.04.1945 Waffen-Hauptsturmführer
Vaulot Eugéne 29.04.1945 Waffen-Unterscharführer
Weber Wilhelm 29.04.1945 SS-Obersturmführer

 

Auch in Frankreich ging man mit dem Schreckgespenst des Bolschewismus auf die Suche nach freiwilligen für Hitlers Kreuzzug gegen die Sowjetunion. Der Erfolg war mäßig, die Zahl der Freiwilligen nie genug. Eines der bekanntesten Mitglieder der Division war der Gründer der Republikaner, Franz Schönhuber.

 

34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“

(Niederländische Nummer 2)

 

1. Gliederung:

34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“

● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 83 (niederländisches Nr. 3)(I. und II.)
● SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 84 (niederländisches Nr. 4) (I. und II.)
● SS-Artillerie-Regiment 34 (I. und II.)
● SS-Panzerjäger-Abteilung 34
● SS-Pionier-Kompanie 60
● SS-Nachrichten-Kompanie 60
● SS-Verwaltungs-Kompanie 60
● SS-Veterinärs-Kompanie 60
● SS-Sanitäts-Kompanie 60
● SS-Feldersatz-Bataillon 34
● SS-Versorgungstruppen 60
● SS-Feldpostamt 60
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 60

 

Aufstellung: Februar 1945
Ende: 8. Mai 1945

Hintergrund:
Nach dem Abschluß des Westfeldzuges 1940 wurden in den Niederlanden mit Hilfe von Anton Musserts, dem Führer der rechtsgerichteten Nationaal-Socialistische Beweging (NSB), Freiwilligenverbände als Hilfspolizeitruppen aufgestellt. Die Bezeichnung lautete „Landwacht Niederlande“. Am 11. März 1943 wurde diese zum SS-Grenadier-Regiment 1 „Landwacht Niederlande“ zusammengefasst und dem Befehlshaber der Waffen-SS in den Niederlanden, SS-Gruppenführer Karl Demelhuber unterstellt.

Am 16. Oktober 1943 wurde das Regiment in „Landstorm Nederland“ umbenannt. Am 2. November bildete das Regiment dann als SS-Freiwilligen-Regiment 83 „Landstorm Nederland“ (niederländisches Nr. 3) den ersten Teil der neu gebildeten SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade „Landstorm Nederland“. Das zweite Regiment, SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment 84 (niederländisches Nr. 4), wurde aus dem SS-Wachbataillon 3 Nordwest, niederländischen SS- und Polizeieinheiten sowie Rekruten des „Jeugdstorm“, der Jugendorganisation der NSB, gebildet. Im Februar 1945 wurde die Brigade zur Division hochgestuft, erreichte jedoch nie mehr als Brigadestärke.

 

2. Kommandeure:

34. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division „Landstorm Nederland“

  2.11.1944 – 8.05.1945 SS-Oberführer Martin Kohlroser

 

3. Kriegsverbrechen:

Die deutschen Besatzer in den Niederlanden verstanden es geschickt, die Freiwilligenverbände in ihre Verbrechen zu verstricken. Insbesondere das SS-Wachbataillon „Nordwest“ war an der Judenverfolgung und Ermordung von Andersdenkenden beteiligt. Die Einheiten der späteren Division wurden massiv zur Unterdrückung der holländischen Bevölkerung sowie der Bewachung von Konzentrationslagern eingesetzt. Allerdings meldeten sich auch viele junge Niederländer freiwillig, um der Verschickung in die Zwangsarbeit im Deutschen Reich zu entgehen.

Nach der Kapitulation nahmen holländische Widerstandskämpfer teilweise blutige Rache an den Kollaborateuren, was nicht selten zu Mordaktionen führte.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

In allen besetzten Ländern war die SS auf der Suche nach willfährigen Helfern, die ihnen bei der Unterdrückung der eigenen Landsleute zur Seite standen. Vielfach wurden sie dazu verwendet, den deutschen Besatzungseinheiten die schmutzige Arbeit abzunehmen und verstrickten sich dabei immer tiefer in die Gräueltaten des Nationalsozialismus.

 

35. SS- und Polizei-Grenadier-Division

 

1. Gliederung:

35. SS- und Polizei-Grenadier-Division

● SS-Polizei-Grenadier-Regiment 89 (I. - III.)
● SS-Polizei-Grenadier-Regiment 90 (I. und II.)
● SS-Polizei-Grenadier-Regiment 91 (I. und II.)
● SS-Polizei-Artillerie-Regiment 35 (I. - III.)
● SS-Polizei-Füsilier-Abteilung 35

● SS-Panzerjäger-Abteilung 35
● SS-Polizei-Pionier-Bataillon 35
● SS-Polizei-Nachrichten-Abteilung 35
● SS-Versorgungs-Regiment 35
● SS-Feldgendarmerie-Trupp 35

 

Aufstellung: Februar 1945
Ende: 8. Mai 1945

 

2. Kommandeure:

35. SS- und Polizei-Grenadier-Division

  Februar - 1.03.1945 SS-Oberführer und Oberst der Schutzpolizei Johannes Wirth
  1.03.1945 - 8.05.1945 SS-Standartenführer Rüdiger Pipkorn

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

36. Waffen-Grenadier-Division der SS

 

1. Gliederung:

36. Waffen-Grenadier-Division der SS

● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 72
● Waffen-Grenadier-Regiment der SS 73
● SS-Artillerie-Abteilung 36
● SS-Füsilier-Kompanie 36
● SS-Nachrichten-Kompanie 36
Heerestruppen
● Pionier-Brigade 687
● Grenadier-Regiment 1244
● Schwere Panzerjäger-Abteilung 681
● Panzer-Abteilung Stahnsdorf I

 

Aufstellung: Brigade wurde am 19. Februar 1945 zur Division ernannt
Ende: 28. April 1945

 

2. Kommandeure:

36. Waffen-Grenadier-Division der SS

  19.12.1944 - Februar 1945 SS-Oberführer der Reserve Dr. Oskar Dirlewanger
  Feb. 1945 - April 1945 SS-Standartenführer Fritz Schmedes

 

3. Kriegsverbrechen:

Oskar Dirlewanger gehörte wohl zu den schillerndsten Personen und steht als Synonym für viele Kriegsverbrechen der SS. Mehrfach vorbestraft, u.a. wegen der Vergewaltigung eines Minderjährigen Mädchens und Untreue, gelang es ihm mit Hilfe seines Freundes, SS-Obergruppenführers und Chef des SS-Hauptamts Gottlob Berger, wieder in Amt und Würden zu kommen. Sogar seinen Doktortitel erhielt er zurück. Nachdem er 1940 bei einem Wiederaufnahmeverfahren freigesprochen wurde, erhielt er sogar seine Wehrfähgikeit zurück.

Berüchtigt wurde er als Führer vieler Sondereinheiten der SS, u.a. der "SS-Sturmbrigade Dirlewanger", deren Angehörige in den Konzentrationslagern rekrutiert wurden und nicht nur - wie vielfach behauptet - aus Wilddieben bestanden. Ihren ersten Einsatz sahen diese "Truppen" bei der Verwaltung des Generalgouvernements in Polen, wo sie sich zahlreicher Gräueltaten, Morde, Plünderungen und Massenvergewaltigungen schuldig machten. Im Herbst 1941 musste Berger seinem Freund Dirlewanger helfen, weil dieser eine jüdische Übersetzerin vergewaltigt hatte und deswegen wegen Rassenschande angeklagt worden war. Das Gerichtsverfahren wurde umgangen, indem die Einheit nach Weißrussland zur Partisanenbekämpfung versetzt wurde.

Dort fiel sie erneut durch rücksichtsloses Vorgehen und brutalen Morden auf. Ziel waren nicht nur die Partisanen sondern auch die russische Landbevölkerung. Von den 700 gebrandschatzten weißrussischen Dörfern ging ein Großteil auf die Kommandos Dirlewanger zurück. Die Einwohner wurden meist erschossen oder mit ihren Häusern verbrannt. Später wurde dann die Rekrutierung von Zwangsarbeiterinnen in den Vordergrund gestellt. Ein Schreiben Dirlewangers belegt die Belohnung mit zwei Flaschen Schnaps pro Frau bei insgesamt zehn rekrutierten Zwangsarbeiterinnen, die an das SS-Hauptamt geschickt wurden. Am 5. Dezember 1943 erhielt Dirlewanger sogar das Deutsche Kreuz in Gold, weil seine Einheit 15.000 "Banditen venichtet" und 1.100 Gewehre erbeutet hat bei nur 92 eigenen Verlusten. Das untermauert die Tatsache, dass der Großteil der Ermordeten aus unbewaffneten Zivilisten bestanden hat.

Die Einheit wurde auch bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes eingesetzt und zeichnete sich laut Augenzeugenberichten von Seiten der Wehrmacht erneut durch übermäßige Grausamkeiten und Brutalität aus. So wurden Kinder und Frauen als lebende Schutzschilde eingesetzt. Am 30. September erhält Dirlewanger sogar das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes für seine "Verdienste" bei der Niederschlagung des Aufstandes, die in erster Linie aus Mord, Plünderung und Vergewaltigung bestanden.

Auch die im Februar zur Division ernannten Brigade bestand größtenteils aus disziplinarrechtlich belangten SS- und Wehrmachtsangehörigen. In ihren Reihen befanden sich jedoch auch Häftlinge aus Konzentrationslagern und Zuchthäusern. Dirlewanger wird bereits Mitte Februar offiziell wegen eines Brustschusses als Kommandeur entbunden und die Führung der Division übernahm SS-Standartenführer Schmedes. Im Kessel von Halbe wird die Einheit zerschlagen. Oskar Dirlewanger, der sich in Württemberg um sein Beutegut kümmerte, geriet in französische Kriegsgefangenschaft. Von ehemaligen polnischen Zwangsarbeitern erkannt und misshandelt verstirbt er am 5. Juni 1945.

 

4. Ritterkreuzträger: 1

SS-Oberführer der Reserve Dr. Oskar Dirlewanger (30.09.1944)

 

37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

- Der Ehrentitel "Lützow" ist quellenmäßig nicht belegt -

 

1. Gliederung:

37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 92 (2 Abteilungen mit zusammen 8 Schwadronen)
● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 93
● SS-Artillerie-Abteilung 37 (3 Batterien)
● SS-Pionier-Bataillon 37 (2 Kompanien)
● SS-Feldersatz-Bataillon 37 (erst im April 1945, 4 Kompanien)
● SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 94
● SS-Panzerjäger-Abteilung 37 (eine Kompanie Hetzer)
● SS-Aufklärungs-Abteilung 37
● SS-Nachrichten-Kompanie 37
● SS-Sanitäts-Abteilung 37
● SS-Divisions-Nachschubführer
● SS-Nachschub-Trupp 37

 

Aufstellung: 20. Februar 1945
Ende: 5. Mai 1945

Hintergrund:
Der oftmals angeführte Ehrentitel "Lützow" für die Division ist quellenmäßig nicht belegt (siehe auch "Maria Theresia"). Auch ist der Begriff "Freiwilligen-Division" nicht zutreffend, da es sich bei den Angehörigen um zwangsrekrutierte ungarische Volksdeutsche handelte. Die Division wurde aus den verbliebenen Einheiten der beiden SS-Kavalleriedivisionen (8. und 21.) gebildet, die sich außerhalb des Kessels von Budapest befanden und dann mit Ungarndeutschen aufgefüllt. Sie erreichte jedoch nie mehr als Brigadestärke. Kommandeur des SS-Freiwilligen-Kavallerie-Regiment 92 war übrigens SS-Sturmbannführer Karl-Heinz Keitel, Sohn von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel.

Losgelöst von der sich in Aufstellung befindlichen Division wurde der Divisionsstab zur Führung einer Kampfgruppe herangezogen, die zur Flankensicherung des "Unternehmen Frühlingserwachen" herangezogen wurde. Nach dem Scheitern der Plattensee-Offensive wurde diese Kampfgruppe ergebnislos wieder aufgelöst. Am 5. Mai 1945 ergeben sich die Reste der Division in Österreich amerikanischen Truppen.

 

2. Kommandeure:

37. SS-Freiwilligen-Kavallerie-Division

  26.02.1945 - März 1945 SS-Standartenführer Waldemar Fegelein
  März - Mai 1945 SS-Standartenführer Karl Gesele

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“

 

1. Vorgesehene Gliederung:

38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“

● SS-Panzergrenadier-Regiment 95 (I.-III.)
● SS-Panzergrenadier-Regiment 96 (I.-IV.)
● SS-Artillerie-Regiment 38 (I.,II., 5. und 6.)
● SS-Panzerjäger-Abteilung 38
● SS-Pionier-Abteilung 38
● SS-Flak-Abteilung 38
● SS-Nachrichten-Abteilung 38
● SS-Ausbildungs- und Ersatz-Abteilung 38
● SS-Polizei-Bataillon Siegling
● SS-Wirtschafts-Bataillon 38

 

Aufstellung: 25. März 1945
Ende: 8. Mai 1945

Hintergrund:
Im grausamen Todeskampf des Dritten Reiches befahl Adolf Hitler am 25. März aus den verbliebenen Einheiten des Ersatzheeres, insbesondere der Waffenschulen die letzte Division der Waffen-SS zu bilden. Das Lehrpersonal und die etwa 1.000 Junker der SS-Junkerschule Bad Tölz sollte mit Angehörigen des Jahrgangs 1928 in den Adolf-Hitler-Schulen Sonthofen und Iglau, der RAD-Einheit in Jagstzell und zwei Ersatzbataillonen der Wehrmacht zusammengefügt werden und eine Truppenstärke von 8.000 Mann erreichen. Jedoch gelang es nicht mehr als eine Brigadestärke von ungefähr 5.000 Mann zu bilden. In der Feldpostübersicht wurde eine SS-Brigade "Nibelungen" geführt, nur in der schematischen Kriegsgliederung des OKH vom 12. April 1945 taucht sie als 38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“ auf. Eines ihrer bekanntesten Mitglieder war der spätere Filmschauspieler Hardy Krüger.

Die Einheit sah sich im Kampf gegen französische und amerikanische Verbände im Süden Deutschlands. Am 8. Mai 1945 ergaben sich die überlebenden Angehörigen der letzten SS-Division amerikanischen Truppen bei Reit im Winkl. Das blutige Kapitel der Waffen-SS fand damit sein Ende.

 

2. Kommandeure:

38. SS-Grenadier-Division „Nibelungen“

  1.03.1945 - 15.03.1945 SS-Standartenführer Hans Kempin
  6.04.1945 - 9.04.1945 SS-Obersturmbannführer Richard Schulze (später: Schulze-Kossens)
  9.04.1945 - 15.04.1945 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS Heinz Lammerding
  April 1945 SS-Brigadeführer Karl Reichsritter von Oberkamp
  April 1945 - 8.05.1945 SS-Standartenführer Martin Friedrich Stange

 

3. Kriegsverbrechen:

Keine Aufzeichnungen vorhanden.

 

4. Ritterkreuzträger: 0

 

Auch die Schüler der NS-Ordensburg in Sonthofen mussten sich 1945 in einem letzten Aufgebot den mittlerweile sinnlosen Kämpfen anschließen. Unter ihnen der damals 16-jährige Hardy Krüger, der nach dem Krieg eine internationale Karriere als Schauspieler begann.

 

Weitere Informationen

Zur Aufstellung vorgesehene Divisionen

 

39. SS-Gebirgsdivision „Andreas Hofer“

40. SS-Freiwilligen-Panzerdivision „Feldherrnhalle“

41. Waffen-Grenadier-Division der SS „Kalewala“

42. SS-Division „Niedersachsen“

43. SS-Division „Reichsmarschall“

44. SS-Division „Wallenstein“

45. SS-Division „Waräger“

 

Sonderformationen

    • SS-Bahnschutz

(Bahn-Polizei-Einheiten zum Schutz von Reichsbahn und allen Bahnanlagen)

    • SS-Begleitkommando


(Hitlers persönliches Begleit-Bataillon)

    • Begleitbataillon Reichsführer-SS


(Himmlers Begleit-Bataillon)

    • SS-Flakabteilung B


(SS-Flak-Einheit zum Schutz von Hitlers Berghof in Berchtesgaden gegen Luftangriffe)

    • SS-Standarte Kurt Eggers


(Dachverband aller SS-Kriegsberichter-Einheiten, die jeder Division zugeordnet waren)

    • SS-Wehrgeologenbataillon


(Militärgeologen, die je nach Bedarf an andere Einheiten angeschlossen wurden)

    • SS-Röntgensturmbann


(spezielles Bataillon, dem alle Röntgen-Techniker unterstanden)

 

 

Die Brigaden der Waffen-SS

    • Brigade der Waffen-SS

"Schuldt"

    • SS-Freiwilligen-Grenadier-Brigade

"Landstorm Nederland"

    • 4.SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Brigade

"Nederland"

    • 5.SS-Freiwilligen-Sturmbrigade

"Wallonien"

    • 6.SS-Freiwilligen-Sturmbrigade

"Langemarck"

    • SS-Sturmbrigade

"Dirlewanger"

    • Sturmbrigade

"Reichsführer-SS"

    • Waffen-Sturm-Brigade

"Kaminski"

    • Waffen-Grenadier-Brigade der SS

"Charlemange"

    • Waffen-Gebirgsjäger-Brigade der SS

"Karstjäger"

 

Die Regimenter der Waffen-SS

    • 1.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Leibstandarte-SS Adolf Hitler"

    • 2.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Leibstandarte-SS Adolf Hitler"

    • 3.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Deutschland"

    • 4.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Der Führer"

    • 6.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Theodor Eicke"

    • 9.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Germania"

    • 10.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Westland"

    • SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Nordland"

    • 11.SS-Gebirgsjäger-Regiment -

"Reinhard Heydrich"

    • 12.SS-Gebirgsjäger-Regiment -

"Michael Gaißmair"

    • 13.SS-Freiwilligen-Gebirgsjäger-Regiment -

"Artur Phleps"

    • 14.SS-Freiwilligen-Gebrigsjäger-Regiment -

"Skanderbeg"

    • 23.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Norge"

    • 24.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Danmark"

    • 25.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Hitlerjugend"

    • 26.SS-Panzergrenadier-Regiment -

"Hitlerjugend"

    • 42.Waffen-Grenadier Regiment der SS -

"Voldemars Veiß"

    • 43.Waffen-Grenadier Regiment der SS -

"Hinrich Schuldt"

    • 45.Waffen-Grenadier Regiment der SS -

"Estland"

    • 48.SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment -

"General Seyffardt"

    • 49.SS-Freiwilligen-Panzergrenadier-Regiment -

"de Ruyter"

    • 86.SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment -

"Schill"

    • 87.SS-Freiwilligen-Grenadier-Regiment -

"Kurmark"

    • SS-Infanterie-Regiment -

"Langemarck"

    • SS-Bewärungs-Regiment -

"Kaltofen"

    • SS-Festungs-Grenadier-Regiment -

"Beßlein"

    • SS-Grenadier-Regiment -

"Klotz"

    • SS-Grenadier-Regiment -

"Radolfzell"

    • SS-Grenadier-Regiment 1 -

"Landstorm Nederland" (auch bekannt als "Landwacht Niederlande")

    • SS-Regiment -

"Dirlewanger"

    • SS-Panzer-Aufklärer-Regiment -

"Meyer"

    • SS-Panzer-Ausb.u.Ers.Regiment -

"Holzer"

    • Freiwilligen-SS-Regiment -

"Warager" (auch "Varjag")

    • SS-(schnelles) Regiment -

"Kalevala" (geplant nicht aufgestellt)

    • SS-Regiment

"Siebenbürgen"

    • SS-Panzer-Grenadier-Regiment 7

"Solar"

    • SS-Regiment

"Baranovichi"

    • SS-Polizei-Frewiligen-Regiment

"Riga"

    • SS-Polizei-Regiment

"Bozen"(Südtyroler)

 

Die Abteilungen der Waffen-SS

    • SS-Panzer-Abteilung 11

"Hermann von Salza"

    • SS-Bewährungs-Abteilung

"Böhmen-Mähren"

    • SS-Flak-Abteilung I

"Obersalzberg"

    • SS-Flak-Abteilung II

"Obersalzberg"

    • SS-Nebel-Abteilung

"Obersalzberg"

    • Abteilung

"Grams"

    • Abteilung

"Kloskowski"

    • SS-Heimwehr

"Danzig"

 

Die Bataillone der Waffen-SS

    • SS-Wachbataillon 1

"LSSAH"

    • SS-Wachbataillon 2

"Prag"

    • SS-Wachbataillon

"Böhmen-Mähren"

    • SS-Wachbataillon-Berlin

"LSSAH"

    • SS-Wachbataillon

"Nordwest"

    • SS-Wachbataillon

"Oranienburg"

    • SS-Wachbataillon

"Oslo"

    • SS-Wachbataillon

"Prag"

    • SS-Wachbataillon Tr.Üb.Pl.

"Westpreußen"

    • Polizei-Bataillon

"Ostland"

 

Sonstige

    • SS-Einsatzstab

"Rosenberg"

    • SS-Begleitkommando

"Reichsführer-SS"

    • SS-Begleitkommando

"Führerhauptquartier"

 

Quellen

Heinz Höhne, Der Orden unter dem Totenkopf, Bassermann Verlag 2008 (Originalausgabe C. Bertelsmann Verlag, 1967)
Bernd Wegner, Hitlers Politische Soldaten - Die Waffen-SS 1933-1945, 9. Auflage Ferdinand Schöningh, 2010
Gordon Williamson, Die SS - Hitlers Instrument der Macht, Neuer Kaiser Verlag, 1998 (Neuauflage 2010)
Stein, George H., The Waffen SS - Hitlers Elite Guard at War 1939 - 1945, Cornell University Press, 1966

Webseiten, die bei den Recherchen hiflreich waren:
http://www.axishistory.com/
http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/inh ... chnis1.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:SS-Division
Der Zugriff erfolgte zu verschiedenen Tagen im Oktober und November 2010

Zugriff 12.08.2011

http://www.autographauctions.co.uk/bidc ... ffset=1230

Zugriff 12.01.2012

http://grieska.blogcindario.com/2007/12 ... -1-19.html
http://www.forosegundaguerra.com/viewto ... 29&p=22064
http://division.cc/
http://de.wikipedia.org/wiki/Waffen-SS
http://en.wikipedia.org/wiki/Waffen-SS
http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsv ... index.html
http://www.ritterkreuztraeger-1939-45.de/

Autor: Gebirgsjäger / Greifenstein