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Das Thema

 

Gebirgsjäger
im Dienste der Wehrmacht

 

"Aus allen deutschen Gauen, ob Bergbauer oder Städter, Bergbewohner oder Bergbegeisterter, alle finden sie ihre Gemeinschaft in der Gebirgstruppe. Verbundenheit mit der Natur und Einheit des Wesens geben ihr das Gepräge. Dies hat sie anderen Waffen voraus. Gut gebildet, an Härte und Opfer gewöhnt, geht der Gebirgsjäger in den Krieg, der ´das Edelweiß zum Schrecken der Feinde` werden lässt. Höchste Leistungen zeichnen seinen Weg: Lemberg, Oise-Aisne-Kanal, Narvik, Eismeer, Karelien, Metaxalinie, Kreta, Uman, Kaukasus, Wolchow und Monte Cassino. Unauslöschlich bleiben diese Namen mit dem Edelweiß verbunden.
Als das bittere Ende naht, geht die Gebirgstruppe, hart mitgenommen, aber ungebrochen im Rahmen des Heeres in die Heimat zurück. Ohne lautes Wort kehrt sie heim in ihre Berge."

H. Lanz, General der Gebirgstruppe

 


Divisionen/Gliederung

 

Die Divisionen mit Gliederung, Kommandeuren und Kurzchroniken
1. Gebirgsjägerdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 98
  • Gebirgsjäger-Regiment 99
  • Gebirgsjäger-Regiment 100
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 79
  • Gebirgs-Panzerabwehr-Abteilung 44
  • Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 54
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 54
  • Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 54
  • Divisions-Nachschubführer 54
  • Gebirgs-Träger-Bataillon 54
  • Gebirgsjäger-Feld-Ersatz-Bataillon 54


Kommandeure

  • Generalleutnant L. Kübler
  • Generalleutnant Lanz
  • Generalleutnant Stettner Ritter von Grabenhofen
  • Generalleutnant J. Kübler
  • Generalleutnant Wittmann


Kurzchronik

Mit der Aufstellung des Gebirgsregiment 98 in Mittenwald begann am 12. Oktober 1935 die Geschichte der Gebirgsjäger der Wehrmacht. Diese Division war die erste die speziell für den Kampf im Gebirge aufgestellt wurde und noch vor deren kompletten Aufstellung kam es zu ihrem ersten Einsatz. Nach dem deutschen Einmarsch in Österreich waren 3 Kampfgruppen gebildet wurden um an die italienische, jugoslawische sowie ungarische Grenze vorzurücken und diese zu sichern. Nach wenigen Tagen bzw. Wochen als Besatzungstruppe verlegte die Division wieder in die Heimatstandorte um weiter an der Aufstellung der Division zu arbeiten. Aber schon am 26. August 1939 erfolgte eine erneute Verlegung, diesmal ging es nach Südostpolen und in die Slowakei um den Polenfeldzug vorzubereiten. Nach dem Angriffsbeginn am 1. September setzte sich die Division mit dem Fernziel Lemberg in Bewegung, die Gebirgsjäger konnten die Stadt auch einnehmen mussten sie später aber wieder aufgeben da sie zum Einflussbereich der Roten Armee gehörte. Im Anschluss daran verlegte man in die Eifel, dort verblieb man bis zum Beginn des Westfeldzuges. Über Luxemburg stieß die Division dann bis zur Maas südlich von Sedan vor. Von dort ging es über Hirson weiter bis nach Soissons wo es zu schweersten Kämpfen für die Division kam. Über die Marne ging es dann weiter bis zur Loire wo der Westfeldzug für die 2. Geb.D. nach 1826km endete. Nach einer Umstrukturierung der Division verlegte man sie in den Raum um Besancon wo sie sich auf einen Angriff auf Gibraltar vorbereitet. "Operation Felix", so hieß dieses Vorhaben, wurde aber auf Grund der fehlenden Unterstützung der spanischen Regierung abgesagt. Somit transportierte man die Division über Deutschland zurück nach Österreich. Dort angekommen verlegte man an die jugoslawische Grenze um für den Angriff während des Balkanfeldzuges gerüstet zu sein. Am 6. April 1941 begann der Angriff, nach kurzen und heftigen Gefechten erreichte die Division Bihac. Dort angekommen wurde ihr Angriff abgebrochen und man verlegte wieder in die Slowakei. Von dort aus nahm die 1. Geb.D. am Angriff auf Russland teil. Über Lemberg ging es zur "Stalinlinie", weiter nach Winniza und zur Bugstellung bei Brazlaw. Dort hinzukommen erforderte sehr viel Engagement der Gebirgsjäger denn der Widerstand war stark angestiegen und das Wetter hatte sich stark verschlechtert. Nach erfolgreichem Angriff und einer Wetterbesserung ging es in den Raum Uman wo gemeinsam mit der 4. Geb.D. eine Kesselschlacht geschlagen wurde. Nach dem Sieg ging es dann weiter nach Südosten Richtung Dnjepr.
Über den Fluss hinaus ging es nach Berislaw und von dort weiter zum Fluss Mius. Man konnte zwar an einigen Stellen den Fluss überqueren aber dann war der Vormarsch vorbei. Die hohen Verluste, das Wetter sowie der schwierige Nachschub sorgten wieder einmal für das Stocken der Angriffsbewegung. Man verlegte später die Stellungen alle wieder auf das Westufer bis im Februar 1942 sogar der Befehl eintraf bis auf Samara zurück zu weichen. Nach der Verlegung grub man sich dort ein. Als bei der Frühjahrsoffensive die Rote Armee im Raum Charkow größere Einbrüche erzielen konnten zog man die 1. Gebirgs-Division ab um sie dort als Feuerwehr einzusetzen. Nach der Schlacht ging man vorerst wieder in den Stellungskrieg über bis ab Juli eine neue deutsche Offensive angesetzt wurde. Dabei sollte es für die Division in Richtung Wolga und Kaukasus weiter gehen. Aus der Donebene bei Rostow griff man auf den Kuban an, nach der Überwindung des Fluß- und Sumpfgebietes erreichte man schließlich den Vorkaukasus. Nach der Eroberung des höchsten Berges, dem Elbrus, kam die deutsche Offensive zum Erliegen. Im September musste man schließlich den Berg wieder räumen, die Division wurde in den Raum um Maikop verlegt. Eine dort startende Offensive kam aber wegen des starken russischen Widerstandes schnell zum Erliegen und die deutschen Truppen befanden sich auf einmal in schweren Rückzugsgefechten. Diese hielten bis zum Jahreswechsel an und die Division musste schließlich bis in den Raum Slawjansk ausweichen. Nach fast 5000km war die 1. Gebirgs-Division "am Ende" und man verlegte sie auf den Balkan. Dort versorgte man die stark angeschlagene Division mit Personal und Material um sie dann in Kampfgruppen aufzuteilen und gegen die Partisanen in den Kampf zu schicken. Zwischen Juni und Juli 1943 erfolgte die Verlegung nach Südgriechenland um dort als Sicherungstruppe die Küstenabschnitte zu bewachen. Im November verlegte man dann nach Nordgriechenland um von dort wieder gegen die Partisanen auf den Balkan zu kämpfen. Nach mehreren Monaten der Kämpfe verlegte die Division nach Ungarn um das Land zu besetzen, die 1. Geb.D. hatte aber nur kurz Ruhe denn von Osten drückte die Rote Armee. Im Anschluss daran ging es wieder auf den Balkan um dort gegen die Partisanen zu kämpfen. Durch die schweren Kämpfe und den drückenden Russen verlegte die Division nach Belgrad wo sie aber mit anderen deutschen Truppen eingekesselt wurde. Nur wenige Angehörige konnten diesem Kessel entkommen und an der Drina Stellung beziehen. Am 25. Februar 1945 wurde die 1. Gebirgs-Division schließlich zur 1. Volksgrenadier-Division umbenannt und bei der Frühjahrsoffensive mit Fernziel Budapest eingesetzt. Dieser Angriff scheiterte, die Divisionsangehörigen zogen sich immer weiter zurück. Im Raum um Liezen kapitulierten die letzten Angehörigen dieser Division.

2. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 136
  • Gebirgsjäger-Regiment 137
  • Gebirgsjäger-Regiment 140
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 111
  • Aufklärungs-Abteilung 11
  • Gebirgs-Panzerabwehr-Abteilung 47
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 82
  • Gebirgs-Divisions-Nachrichten-Abteilung 67
  • Gebirgs-Divisions-Nachschubführer 67
  • Gebirgs-Tragtier-Kompanie 67


Kommandeure

  • Generalleutnant Feurstein
  • Generalmajor Schlemmer
  • Generalleutnant Ritter von Hengl
  • Generalleutnant Degen
  • Generalleutnant Utz


Kurzchronik

Nach der Annektierung Österreichs übernahm Deutschland auch die Armee des Nachbarn. So bildete man aus den bisherigen österreichischen Gebirgsverbänden mit Zuführung deutscher Soldaten schließlich die 2. Gebirgs-Division. Schon kurz nach der Aufstellung und der Beendigung der ersten Ausbildungen verlegte man die Division in die Slowakei um am Angriff auf Polen mitzuwirken. Als der deutsche Angriff startete setzte sich auch die 2. Geb.D. mit Ziel Lemberg in Bewegung, nachdem die russischen Truppen die Gebiete um Lemberg erreichten zogen sich die Gebirgsjäger auf die vorher ausgehandelte Demarkationslinie zurück. Nach dem kurzen Intermezzo in Polen verlegte man die Division nach St. Goar wo sie aufgefrischt wurde, weiter Ausbildung betrieb und Sicherungsaufgaben nachkam. Ende März Anfang April 1940 ging es dann für die Gebirgsjäger an die Nordsee, es folgte schließlich der Seetransport nach Norwegen. In Drontheim mussten sie sich dann erst einmal ihre Ausgangsstellungen erkämpfen um aus diesen dann weiter angreifen zu können. Anfang April marschierte die Division dann weiter Richtung Norden, nächstes Ziel war Narvik und die Unterstützung der dortigen Verbände gegen die Truppen der Alliierten. Nachdem die Kämpfe erfolgreich überstanden hatten zog die Division weiter in den Raum um Kirkenes. Hier verblieb die Division als Besatzungstruppe.
Ende Juni 1941 erfolgte dann der Angriff der 2. Geb.D. aus dem Raum Paarkkina gegen die russischen Grenzposten. Nachdem die Posten durchbrochen waren marschierten die Männer weiter bis zum Liza-Fluss. Es mussten mehrere Angriffe durchgeführt werden um dabei den Fluss zu überqueren. Es gab hohe Verluste auf der deutschen Seite und man musste sogar wieder zurückweichen an manchen Stellen da es dem Russen gelungen war in den Rücken der Deutschen zu gelangen. Um die Küste und die "Fischer-Halbinsel" sichern zu können fasste man mehrere Kompanien zur Divisionsgruppe "Petsamo" zusammen die diesen Auftrag erhielt. Ab Mitte August 1941 musste dann in den Gebieten um den Liza-Fluss zum Stellungskrieg übergegangen werden. Die hohen Verluste, der schwierige Nachschub sowie der starke russische Gegner forderten diesen Tribut. Im Oktober erfolgte schließlich die Herauslösung einzelner Truppenteile durch die 6. Geb.D. Diese wurden im rückwertigen Raum aufgefrischt und dann gegen kommandoartige Unternehmen der Russen in diesen Bereichen eingesetzt. Im Frühjahr 1942 begann die russische Offensive hoch im Norden aber die deutschen Truppen konnten sie abwehren. Abwehr- und Angriffsunternehmungen zogen sich hin bis in den Oktober 1944, dann wurde auf Grund des möglichen Abfalls Finnlands als verbündeter die "Operation Birke" gestartet. Dabei versuchte man die auf russischem und finnischem Gebiet stationierten deutschen Einheiten nach Nordnorwegen zu holen, umso einer Vernichtung oder Gefangennahme zu entgehen. Nach und nach und mit heftigen Gefechten begleitet gelang es schließlich der Division bis nach Kirkenes zurück zu weichen. Dort auch hier mussten die Gebirgsjäger bald wieder weiter marschieren bis die finnisch-norwegische Grenze überschritten war. Danach kam der Befehl ins Reich zurück zu verlegen um am "Endkampf im Reich" mitzuwirken. Die 2. Gebirgs-Division wurde schließlich über Dänemark zurück nach Deutschland verlegt um schließlich im Oberelsaß stationiert zu werden. Dort nahm die Division ab Januar 1945 an den Kämpfen gegen die Alliierten teil. Nach schweren Gefechten und hohen Verlusten erreichten Kampfgruppen der Division Mitte März den Rhein und konnten ihn überqueren um sich dann später zu sammeln. Es erfolgte ein weiterer Rückzug bis nach Baden und Württemberg in den Raum um Miltenberg am Main. Anfang April kam der Befehl, dass die Division gemeinsam mit Einheiten des Volkssturmes Heilbronn verteidigen solle, die Kämpfe dauerten 8 Tage bis die Stadt geräumt werden musste. Über Crailsheim und Freising ging es schließlich zurück bis nach Reit im Winkel und Kössen. Hier endete für die 2. Gebirgs-Division der 2. Weltkrieg.

 

 

 

3. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgs-Jäger-Regiment 138
  • Gebirgs-Jäger-Regiment 139
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 112
  • Aufklärungs-Abteilung 112
  • Panzerabwehr-Abteilung 48
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 83
  • Divisionseinheiten 68


Kommandeure

  • Generalleutnant Dietl
  • Generalmajor Ringel
  • Generalmajor Kreysing
  • Oberst Mönch
  • Generalmajor Picker
  • Generalleutnant Wittmann
  • Oberst Pape
  • Oberst Kreppel
  • Generalleutnant Klatt


Kurzchronik

Wie schon die 2. Gebirgs-Division wurde auch diese aus Angehörigen der ehemaligen österreichischen Armee aufgestellt. Hierbei kamen die 5. und 7. österreichische Division geschlossen in die neue Division, die im Wehrkreis XVIII ( Salzburg ) aufgestellt wurde. Im Spätsommer 1939 verlegte man die Division nach Südpolen und in die Slowakei. Von dort aus startete die gut ausgebildete Division ihren Vormarsch auf Polen. Über die Tatra ging es weiter auf Dolna und von dort weiter zum San bei Sanok. Nach weiteren erfolgreichen Gefechten drehte man auf Lemberg ein bis der Vormarsch, durch die ebenfalls in Polen einmarschierende "Rote Armee", aufgehalten wurde. Da nun der Marsch gen Osten beendet war verlegte man die Division an die Westfront. Hier kam sie per Bahntransport in die Eifel und verrichtete erst unter dem AOK 6 und später dem AOK 16 Sicherungsaufgaben im Raum Traben-Trabach. Neben den Sicherungsaufgaben wurde auch die Ausbildung weiter intensiviert bis schließlich im März 1940 der Befehl eintraf die Division in den Großraum Berlin zu verlegen. Dort angekommen wurden den Geb.Reg 138 und 139 die schweren Waffen abgenommen und sie verlegten, zusammen mit dem Divisionsstab, Richtung Norden. Die restlichen Einheiten verblieben vorerst im Großraum Berlin und wurden später dazu verwendet drei neue Gebirgsdivisionen mit neu aufzustellen.
Das Geb.Reg. 139 sowie der Divisionsstab trafen Anfang April 1940 in Bremen ein, bestiegen mehrere Zerstören und verlegten zusammen mit den Schlachtschiffen "Gneisenau" und "Scharnhorst" sowie dem Schwerer Kreuzer "Admiral Hipper" weiter nach Norden. Nach einem kurzen Seegefecht landeten die Schiffe schließlich im Hafen von Narvik in Norwegen an. Teile der Gebirgsjäger landete man auch bei Elevegaardsmoen an wo es zu ersten Gefechten kam. Die Division nahm somit als Truppenteil an der Operation "Weserübung" teil. Als am nächsten Tag ein britischer Militärverband in Norwegen eintraf wurden alle 10 deutschen Zerstörer bei Narvik vernichtet. Die Überlebenden schlossen sich den Gebirgsjägern an und kämpften in ihren Reihen weiter denn nun begannen die Briten damit Soldaten anzulanden. Am 24. April 1940 begannen die Kämpfe um Narvik und die Erzbahn und dauerten 4 Wochen an. Es kam zu erbitterten Kämpfen die erst dann mit dem Rückzug der Alliierten endete nachdem die 2. Gebirgs-Division aus Süden kommend den Raum um Narvik erreichte. Für seine herausragenden Leistungen wurde der Kommandeur der Division, Generalleutnant Dietl, zum General der Gebirgsjäger befördert und er erhielt als erster Soldat der Wehrmacht das "Eichenlaub zum Ritterkreuz". Nach den Kämpfen um Norwegen kam es zu einigen Umstrukturierungen und die Division verlieb als Besatzungstruppe im Raum. Erst im Mai 1941 verlegte man schließlich an die finnisch-russische Grenze. Dort war man als linker Flügel des Geb.K. eingesetzt als es am 29. Juni 1941 zum Angriff mit Fernziel Murmansk kam. Es kam zu schweren Gefechten mit den russischen Grenzposten ohne aber große Erfolge erzielen zu können. Nur langsam ging es weiter voran Richtung Luosteri, zur Titowka und an die Liza. Dort musste man erst einmal den Vormarsch stoppen um auf den dringend benötigten Nachschub zu warten. Trotz der hohen Verluste, die kaum ausgeglichen werden konnten, setzte man über die Liza. Danach musste man aber den Vormarsch einstellen, das Fernziel Murmansk konnte nie erreicht werden. So bezog man im September 1941 Stellung und riegelte den Bereich ab. Im Oktober kam die 6. Geb.D. und löste die Kameraden der 3. geb.D. aus der Front heraus, nur das Geb.Reg 139 verblieb in den Stellungen. Die Division verlegte nach Vaasa und von dort dann auf den Truppenübungsplatz Grafenwöhr.
Dort angekommen stellte man die Division neu auf und unterstellte ihr neue Einheiten. Nach erfolgter Ausbildung verlegte die Division im April 1942 wieder nach Norwegen wo sie als Ausbildungs- und Sicherungseinheit im Raum Lillehammer, Hamar, Elverum, Stören und dem Mjösen See zum Einsatz kam. Schließlich kam der Befehl nach Russland zu verlegen, man sollte die deutschen Truppen im Kaukasus unterstützen. Doch noch wären des Schifftransportes wurden die Befehle umgeändert und es ging nun in den Raum um Leningrad. Man entlud die Einheiten in Reval von wo sie dann Richtung Leningrad abmarschierten. Die "Rote Armee" hatte eine Großoffensive gestartet und es kam zur 1. Ladogaschlacht. An dieser nahmen auch die Gebirgsjäger teil, nachdem sie ihren Bestimmungsort erreicht hatten und sofort in die vordersten Linien befohlen wurden. Nachdem der Angriff des Sowjets abgewehrt werden konnte zog man die 3. Gebirgs-Division wieder aus der Front. Sie sollte nun per Bahntransport an die Südfront verlegt werden. Sie kam aber nur bis Welikije Luki im Bereich der Heeresgruppe Mitte. Dort wurden sie ausgeladen und mussten ebenfalls wieder als Feuerwehr Abhilfe leisten. So kamen sie bei Kämpfen um Nowo Sokolniki, Tschernosjan und Schirpina zum Einsatz. Auch musste die Division kampfstarke Eingreifkommandos abgeben. Erst im März 1943 konnte man die Division wieder vereinen. Nun ging es aber wirklich in den Südabschnitt der Ostfront. Im Raum Woroschilowsk - Woroschilowgrad kam die Division zum Einsatz. Die Gebirgsjäger kamen im Rahmen des IV.AK in der HKL zum Einsatz. Bis August hielt man die befohlenen Stellungen und begann dann mit dem befohlenen Rückzug. Es kam zu vielen Gefechten bis man schließlich bis Ende Oktober über die "Wotan-" und "Frankenstellung" in den Brückenkopf von Nikopol einfließen konnte. Hier blieb man bis Januar 1944 in den Stellungen um dann wieder den Rückzug durchzuführen. Nach schweren Kämpfen, vor allem um Rascaeti, war die Division in einer schwierigen Situation konnte aber trotzdem ihren Zusammenhalt wahren. Ab Juli verlegte man die Division dann in die Ostkarpaten, von dort ging es weiter Richtung Westen. 1945 waren die Gebirgsjäger südlich der Hohen Tatra um im Raum Rosenberg aufgefrischt zu werden. Nach weiteren Rückzugsgefechten gelangte man schließlich in den Raum südlich von Olmütz, dort kapitulierte die Division zu Kriegsende.

 

 


Gliederung II

4. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 13
  • Gebirgsjäger-Regiment 91
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 94
  • Panzerjäger-Kompanie 94
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 94
  • Aufklärungsabteilung 94
  • Nachrichten-Abteilung 94
  • Gebirgsjäger-Bataillon 94
  • Divisions-Einheiten 94


Kommandeure

  • Generalleutnant Eglseer
  • Oberst Wintergast
  • Generalleutnant Kreß
  • Generalleutnant Braun
  • Oberst Jank
  • Generalleutnant Breith
  • Generalmajor Bader


Kurzchronik

Durch einen Befehl vom 14. April 1940 sollten zwei neue Gebirgs-Divisionen aufgestellt werden. Das OKH versuchte so die Verluste der 2. und 3. Gebirgs-Division in Norwegen entgegenwirken zu können und die Gebirgstruppe auf einem kampfstarken Niveau zu halten. Aber es sollte schließlich bis zum 23. Oktober 1940 dauern bis die 4. Geb.D. aufgestellt werden konnte. Durch den schnell beendeten Westfeldzug sowie die Umstrukturierung in Panzer- und motorisierte verbände wurde die dazu benötigten Soldaten frei. Die Division wurde auf dem Truppenübungsplatz Heuberg aufgestellt und dort fanden auch die ersten Ausbildungen statt. Nach dem Erhalt der notwendigen Grundfertigkeiten verlegte man die Division schließlich nach Bulgarien an die dortige Grenze zum Nachbarn Jugoslawien. Sie sollten im Rahmen der "Panzergruppe von Kleist" am Balkanfeldzug teilnehmen und in den Südosten von Jugoslawien vordringen. Das Ziel war Belgrad. Nach dem Beginn der Waffenstillstandsverhandlungen wurde die Division als Besatzungstruppe eingesetzt. Sie sollte im Raum um Kragujevac für Ruhe und Ordnung sorgen. Nach wenigen Wochen löste man aber die 4. Gebirgs-Division ab, verlegte sie nach Südostpolen um sie beim Angriff gegen die Sowjetunion einsetzen zu können. Dabei sollte sie aus dem Raum um Rzeszow vorrücken. Nach dem Beginn der Kampfhandlungen im Rahmen der "Operation Barbarossa" ging es für die Division über Lemberg dann weiter nach Osten. So kam man auch über Brzezany nach Derashnje an die "Stalinlinie". Nach schweren Kämpfen gelangte man nach Winniza wo es wieder zu schwersten Gefechten kam bis man die Stadt erobern konnte. Danach ging es weiter gen Osten bis man zusammen mit der 1. Gebirgs-Division den Ring um die sowjetischen Truppen bei Uman schloss und die Kesselschlacht begann.
Nach deren Beendigung ging es für die Gebirgsjäger weiter zum Dnjepr und nach dessen Überschreiten bis zum Asowschen Meer. Von dort war dann das nächste Ziel die Industriegebiete um Stalino. Diese konnten nach harten Gefechten genommen werden. Weiter ging es bis und über den Fluss Mius. Dort gruben sich die Gebirgsjäger ein da der Winter nahte und man dort die Winterstellungen beziehen wollte. Mit Beginn des Jahres 1942 musste die Division immer wieder an schweren Gefechten zur Verteidigung der Industriegebiete im Donezgebiet teilnehmen, erst mit Beginn der deutschen Sommeroffensive konnte Entlastung geschaffen werden. An diesen Kampfhandlungen, mit dem Ziel der Wolga und des Kaukasus, nahm auch die 4. Geb.D. teil. So überschritten die Männer der Division Ende Juli den Don bei Rostow um von dort weiter durch die heißen und staubigen Steppen des Vorkaukasus zu marschieren. Nach dem Übersetzen über den Kuban dran die 4. Geb.D. als Spitzendivision bis auf die Höhen des Kaukasus vor und erreichten, zusammen mit Kameraden der 1. Gebirgs-Division, am 21. August den Elbrus. Damit hatten die deutschen Truppen des höchsten Berg im Kaukasus unter Kontrolle genommen. Auf Grund des schwierigen Nachschubs und der dünnen Personaldecke musste man aber den weiteren Angriff in den Süden Richtung Küste aufgeben. Man hatte keine Chance die Stadt Suchum zu erreichen. So gruben sich die Gebirgsjäger ein und bereiteten sich auf einen weiteren Stellungskrieg vor. Dieser dauerte bis zum 1. Januar 1943. An diesem Tag räumten die Männer der 4. Gebirgs-Division ihre Stellungen. Auch die anderen Truppenteile im Kaukasus begannen mit den Absetzbewegungen. Die 4. Geb.D. hatte den Auftrag bekommen sich der 17. Armee anzuschließen und die Gebiete um Kuban zu erreichen. Dort angekommen bezogen sie Stellungen in den Sumpf- und Waldgebieten. Als am 2. Februar 1943 ein starker Angriff der Russen auf Noworossisk begann hatte die Division auch schwere Kämpfe zu bestehen. Nach starken Verlusten, auch der Divisionskommandeur Glt. Kreß wurde getötet, musste die Division als eine der letzten den Kuban-Brückenkopf räumen.
Man verlegte darauf die Division auf die Krim um sie mit neuen Männern zu versorgen, des Weiteren erhielten die Gebirgsjäger nur Sicherungsaufgaben auf der Krim um sich zu erholen. Nach einem weiteren Transport in den Raum um Melitopol und dem Chersson-Brückenkopf mussten dort schwere Kämpfe durchstanden werden bis man schließlich dort Richtung Westen zurück weichen musste. Über Olchowez und Tschishowka ging es zurück bis zum Bug. Von dort nahm man an Kämpfen um den Kessel von Tscherkassy teil um dort Entlastung für die eingeschlossenen deutschen Truppen zu schaffen. Nach diesen schweren Kämpfen gelangte man in die Gebiete von Uman um dann schließlich im Juli 1944 an schweren Abwehrkämpfen um den Dnjestr teilzunehmen. Im August wurde die Division in die Karpaten verlegt, dort kam sie ebenfalls bei Angriffs- und Verteidigungsoperationen zum Einsatz. Im Anschluss daran verlegte die 4. Gebirgs-Division nach Ungarn. Dort kam es, besonders in der Hohen Tatra zu schweren Rückzugsgefechten und so stand man im März 1945 schließlich in Oberschlesien. Es ging immer weiter zurück und am Ende des Krieges war man rund um Brünn und Olmütz angekommen.

5. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 85
  • Gebirgsjäger-Regiment 100
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 95
  • Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 95
  • Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 95
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 95
  • Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 95
  • Gebirgs-Sanitäts-Abteilung 95
  • Gebirgs-Feldersatz-Bataillon 95
  • Gebirgs-Nachschubtruppen 95


Kommandeure

  • Generalleutnant Ringel
  • Generalleutnant Schrank
  • Generalmajor Steets


Kurzchronik

Nachdem im Anschluss an den Westfeldzug die Infanterie-Divisionen zu motorisierten Divisionen oder Panzerdivisionen umstrukturiert wurden kamen Ressourcen frei. Mit diesen sollte unter anderem eine neue Gebirgs-Division aufgestellt werden. Unter Kommando des Wehrkreises XVIII in Salzburg fand dies am 25. Oktober 1940 statt. Nachdem das Personal, meist aus der 10.ID, 18.ID und weiteren Infanterieeinheiten, eingetroffen war begann man mit der Ausbildung und Zusammenführung der Truppe. Bereits im März 1941 erfolgte dann die erste Verlegung. So ging es für die Division als sogenannte "Lehrtruppe" nach Bulgarien um dort Richtung griechischer Grenze zu verlegen. Mit Beginn des Balkanfeldzuges ging es zur "Metaxas-Linie" und nach dem Durchbruch durch dieses griechische Abwehrbollwerk verfolgte man die fliehenden griechischen Truppenteile. So gelangte man schließlich über Saloniki in den Raum um Athen. Danach verlegten die Truppenteile der 5. Gebirgs-Division per Schiff und Flugzeug nach Kreta um dort, gemeinsam mit den Fallschirmjägern, an der Eroberung dieser strategisch wichtigen Insel teilzunehmen. Unter dem Kommando von Generalmajor Ringel versuchten sie im Westteil der Insel Fuß zu fassen. Nach den erfolgreichen Kämpfen auf Kreta verblieb die Division als Besatzungstruppe auf der Insel. Erst im November 1941 verlegte man nach Salzburg zurück. Im Februar 1942 erfolgte dann der Abtransport an die Ostfront, Ziel war dabei der Nordflügel der Front. Dort sollte sie eigentlich den Angriff auf Kronstadt durchführen, aber durch die erfolgte russische Offensive war dies nicht mehr möglich. Im Gegenteil, die Division musste nun als Feuerwehr von Lücke zu Lücke springen um Schlimmeres zu verhindern. Im weiteren Verlauf verlegten die Gebirgsjäger zum Ladoga-See, nach Sinjawino, Mga, Wolchow bis sie schließlich zum Ende des Jahres östlich von Leningrad an der Newa ihre Stellungen bezogen. Bis zum Sommer 1943 verblieb die Division dort, nach der 3. Ladogaseeschlacht zog man sie schließlich aus der HKL. Man transportierte sie ab mit neuem Ziel in den Abruzzen. Dort sollten sie nach dem Abfall des ehemaligen Verbümdeten Italien die Front gegen die alliierten Streitkräfte verstärken. In den ersten wochen unterstand die 5. geb.D. dem XXIV. Panzerkorps im Raum Monte Mare. Als man dort schließlich dem Druck der Alliierten weichen musste ging es mit rückzugsgefechten in den Raum um Monte Cassino. Dort kämpften die Angehörigen der Division gemeinsam mit den Fallschirmjägern und konnten dort die gegnerischen Streitkräfte aufhalten. Im Mai 1944 ging es dann an die Adria um dort östlich von Florenz die Front zu stärken. Nach der erfolgreichen Landung der Alliierten in Südfrankreich musste die Division in das französisch - italienische Grenzgebiet verlegen. Vom kleinen St. Bernhard bis zum Monte Viso zog sich ihr Frontabschnitt der aber auf Grund des Wetters ab Oktober 1944 im Stellungskrieg erstarrte. Bis zum 25. April 1945 blieb man in den Stellungen, dann löste man sich ungeschlagen dort heraus und wich über das Aostatal und Turin aus. Dort kam es zu kleineren Gefechten bis durch den Erzbischof von Turin ein Waffenstillstand zwischen den deutschen und italienischen Truppen sowie den Partisanen ausgehandelt wurde. Bis zum Ende des Krieges hielt dieser Waffenstillstand an.

 

 

 

Vormarsch in der staubigen Steppe und zwei zerstörte russische Panzer

 

6. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 141
  • Gebirgsjäger-Regiment 143
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 118
  • Aufklärungs-Abteilung 112
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 91
  • Feldersatz-Bataillon 91
  • Panzerjäger-Abteilung 47
  • Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 91
  • Gebirgs-Nachschubführer 91


Kommandeure

  • Generalleutnant Schörner
  • Generalleutnant Phillipp
  • Generalmajor Pemsel
  • Oberst Remold


Kurzchronik

Während im Westen der Feldzug gegen Frankreich schon lief erging am 20.Mai 1940 der Befehl vom OKH an den Wehrkreis XVIII in Salzburg eine neue Gebirgs-Division aufzustellen. Diese neue 6. Gebirgs-Division sollte bis zum 10. Juni 1940 frontverwendungsfähig auf dem Truppenübungsplatz Heuberg zusammengezogen sein. Um das Personal zusammen zu bekommen wurden aus verschiedensten Divisionen Truppenteile herausgezogen. So mussten die 2. und 3. Geb.D. Personal abgeben genauso wie auch die 69., 181., 209., 214., 239. und die 257. Infanterie-Division. Nachdem die Truppenteile zur Division zusammen gezogen waren bekam die neue Division auch schon ihre ersten Angriffsbefehle. So sollte sie, im Rahmen der Heeresgruppe C, über den Rhein übersetzen und durch die französische Maginotlinie marschieren. Deswegen verlegten die Divisionstruppen in den Bereich südlich von Freiburg und begannen am 18. Juni 1940 mit dem befohlenen Vormarsch. Als der Waffenstillstand mit Frankreich geschlossen wurde hatte es die 6. Gebirgs-Division geschafft bis in den Raum um St.Dié vorzurücken. Anschließend wurde die Division als Besatzungstruppe in Frankreich eingesetzt, im Februar 1941 nach Rumänien verlegt und erreichte schließlich Ende März die griechische Grenze. Am 6. April begann dann die Division mit ihrem Angriff auf die griechische Befestigungsanlage der "Metaxas-Linie" um nach deren Durchbruch weiter auf das Gebiet um Iraklion. Weiter ging es bis Athen, eine der Kampfgruppen der Division landete auch auf der kleinen Insel Euböa. Mit dem Abschluss des Feldzuges gegen Griechenland verlegte man die 6. Geb.D. zurück nach Deutschland um sie Aufzufrischen. Anfang August war die Division dann für weitere Einsätze bereit, diese ließen nicht lang auf sich warten und man verlegte nach Finnland. Dort ging es über Rovanniemi und Kirkenes in den Raum von Luostari um die dort eingesetzten Kameraden der 2. und 3. Gebirgs-Division abzulösen. Die Division verblieb in den Gebieten Lapplands wo sich Angriffs- und Verteidigungsoperationen abwechselten. Erst als sich im Jahr 1944 der Abfall Finnlands als ein Verbündeter von Deutschland abzeichnete sollte es wieder zu größeren Bewegungen kommen. Am 4. Oktober 1944 lief die "Operation Nordlicht" an in deren Verlauf das XIX. Geb.K. aus der Murmanskfront gezogen werden sollte. In deren Verlauf musste die 6. Gebirgs-Division die Lizastellungen räumen um einer Umkesselung von russischen Truppen zu entgehen. Schließlich erreichte man über Kirkenes, das bei schweren Gefechten mit den russischen Truppen zerstört wurde, die norwegische Grenze. Hier verblieb die Division und sicherte bis Jahresende die Gebiete um Kilpisjärvi. Im Januar 1945 setzte man sich dann bis zum Lyngs-Fjörd ab um die "Sturmbockstellungen" einzunehmen und zu halten. Als der Krieg mit der Kapitulation Deutschlands endete gingen die Angehörigen der 6. Gebirgs-Division in britische Gefangenschaft.


Gliederung III

7. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgs-Jäger-Regiment 206
  • Gebirgs-Jäger-Regiment 218
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 82
  • Panzerjäger-Abteilung 99
  • Aufklärungs-Abteilung 99
  • Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 99
  • Feldersatz-Bataillon 99
  • Divisionseinheiten 99


Kommandeure

  • Generalleutnant Konrad
  • Generalmajor Weiß
  • Generalmajor Martinek
  • Generalleutnant Krakau


Kurzchronik

Durch die Zusammenführung von Ersatzeinheiten der Gebirgstruppe aus Kärnten, der Steiermark, Tirol und Bayern sowie der 99. leichten Division entstand am 13. November 1941 die 7. Gebirgs-Division. Der Befehl war dazu vom Wehrkreis XIII in Nürnberg ergangen. Nach Kämpfen an der Ostfront hatte man die 99. leichte Division auf den Truppenübungsplatz nach Grafenwöhr befohlen um dort die Umstrukturierung zur Gebirgs-Division durchzuführen. Die beiden Infanterie-Regimenter sowie das Artillerie-Regiment behielten ihre Nummer, die anderen Divisionseinheiten trugen nach der Umstrukturierung die Nummer 99. Im Anschluss daran erfolgten erst einmal die Ausbildung der neuen Division sowie die Zuführung des Materials um die Umrüstung zur Gebirgs-Division zu ermöglichen. Diese Maßnahmen wurden im Januar 1942 beendet. Es kam aber nicht wie gehofft im Anschluss daran zu einem geschlossenen Einsatz der Division sondern zur Teilung der Division. Unter Führung von Oberst Krakau verlegte der größte teil nach Finnland um dort im Raum um Hyrinsalmi eingesetzt zu werden. Die andere Kampfgruppe kam unter Kommando von Oberst Hoffmeister zur Heeresgruppe Nord und kämpfte dort als "Kampfgruppe Hoffmeister" unter Befehl verschiedenster Divisionen. Nur ein kleiner Teil der Division, darunter der Divisionsstab, verblieben in Grafenwöhr.
Die "Kampfgruppe Hoffmeister" nahm an vielen Gefechten teil, wie zum Beispiel am Ilmensee, in Koslowo und am Redzy-Weg, bis auch sie schließlich im Sommer 1942 nach Finnland verlegt wurde. Die schon in Finnland befindliche "Kampfgruppe Krakau" kämpfte derweil, mit teilweiser Unterstellung von finnischen Truppen, in den urigen Wäldern am weißen Meer und hatte dort viele Entbehrungen zu verzeichnen. Im August 1942 verlegte man den Rest der Division von Grafenwöhr nach Finnland, die Teile vereinigten sich wieder und die 7. Gebirgs-Division konnte ab diesem Zeitpunkt wieder als kampfstarker Großverband bezeichnet werden. Im Rahmen des XVIII. Geb.K. kämpfte man nun ca. 100km westlich der bedeutenden Murmanskbahn und versuchte dort den immer mehr an Kraft gewinnenden Feind aufzuhalten und zurück zu drängen. Diese Kämpfe wurden oftmals als kleine Kampfgruppen vollzogen, umso flexibler zu sein und immer dort kämpfen zu können wo sie gebraucht wurden. Es gab ein stetiges Hin und Her ohne aber große Geländegewinne oder Geländeverluste verzeichnen zu können. Die Lage blieb sozusagen bis ins Jahr 1944 hinein sehr stabil ohne große Vorkommnisse. Als im Verlaufe des Jahres 1944 die Kriegsmüdigkeit des finnischen Verbündeten immer stärker zu erkennen war wurde unter Führung des AOK der 20. Gebirgs-Armee, mit Zustimmung des Oberkommando der Wehrmacht, an einem Plan gearbeitet wie man die deutschen Truppen aus Finnland heraus holen könne. Durch den Befehl zum "Unternehmen Birke" am 3. September 1944 begannen sich die deutschen Truppen in Finnland vom Feind zu lösen und den Rückzug anzutreten. Ziel war es dabei sich im Süden zu lösen und nach Norden Richtung Norwegen zu verlegen. Mit kleineren Rückzugsgefechten sowie dem Sprengen von Brücken und Verminen von Straßen vollzog sich diese Maßnahme für die 7. Gebirgs-Division. Bis zum Erreichen des Raumes um Pudasjärvi blieben die Finnen ruhig, danach versuchten sie mit Hilfe von deutschen Sturmgeschützen den Rückzug der 7. Geb.D. nach Rovanniemi zu verhindern. Trotz schwerer Kämpfe mit finnischen Verbänden und der zeitweisen Gefahr eingekesselt zu werden erreichte die Division die sogenannte "Sturmbock-Stellung" an der norwegisch - finnischen Grenze. Hier setzte sie sich fest und verblieb dort bis Januar 1945. Im Februar gab man schließlich die Stellungen auf und marschierte Richtung Narvik. Dort angekommen ging es für die Division weiter durch Nord- und Mittelnorwegen bis man in Oslo eintraf. Dort angekommen war der Krieg beendet, die Männer der Division gingen in britische Gefangenschaft.

 

 

 

Links der Elbrus und rechts andere Berge des Kaukasusgebirges

 

8. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 296
  • Gebirgsjäger-Regiment 297
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 1057
  • Feldersatz-Bataillon 1057
  • Panzerjäger-Abteilung 1057
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 1057
  • Nachrichten-Abteilung 1057
  • Gebirgs-Divisions-Nachschubführer 1057


Kommandeure

  • Generalleutnant Schricker


Kurzchronik

Im Herbst 1942 wurde die 157. Reserve-Division aufgestellt. Hierbei griff man vor allem auf das Personal von Reserve- und Ersatzeinheiten aus dem Bereich des Wehrkreises VII in München zurück. Nach der Aufstellung der neuen Division wurde sie dem Oberbefehlshaber Südwest unterstellt. Sie sollte nach dem Abschluss der Ausbildung speziell im Gebiet der französischen Alpen eingesetzt werden und dort besonders gegen die Maquis-Verbände eingesetzt zu werden. Als 1943 auch noch die Italiener als Verbündete verloren gingen mussten die Einheiten der 157. Reserve-Division auch gegen die Verbände des italienischen Heeres und der Partisanen antreten. Besonders ist dabei das Gebiet um die französisch - italienische Grenze zu betrachten. Die Division hatte dabei den Auftrag den Grenzschutz vom Mont Cenis bis zur Schweiz zu gewährleisten. Um die Jahreswende 1944 erfolgte dann die Umstrukturierung zu einer Gebirgs-Reserve-Division. Die Regimenter bekamen die Nummern 296. und 297., die restlichen Divisionstruppen bekamen die Nummer 1057. Schließlich erfolgte im Oktober 1944, auf Befehl des Oberkommandos der Wehrmacht, die Umbenennung in 8. Gebirgs-Division. Gleichzeitig wurde die Division auch zu einer aktiven Division ermächtigt. Anfang 1945 wurde die Division dann aus ihren bisherigen Stellungen gezogen und in den Raum rund um Bologna gesandt. Dort kämpfte die Division im Rahmen der 14. deutschen Armee zusammen mit der 94. und 65. ID. Bis April 1945 konnten die Stellungen, trotz schwerer alliierter Angriffe, gehalten werden. Doch dann erfolgte eine Großoffensive der 5. US-Armee mit Artillerie und Bombereinsatz der die Divisionen zum Aufgeben der Stellungen zwang. Es folgten schwere Kämpfe und Rückzugsgefechte die schließlich dazu führten das es keine geschlossenen Einheiten mehr gab. Teile der 8.Geb.Div. erreichten schließlich den Panaro und den Po. Nur wenige konnten über die Flüsse fliehen, die meisten Soldaten gingen aber in alliierte Gefangenschaft. Die Division existierte Ende April Anfang Mai nicht mehr.

9. Gebirgsdivision (Ost)

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 154
  • Gebirgsjäger-Regiment 155
  • Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 56
  • Panzerjäger-Kompanie 48 (mot.)
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 56
  • Gebirgs-Pionier-Kompanie


Kommandeure

  • Oberst Raithel


Kurzchronik

Die 9.Gebirgs-Division (Ost), auch als Kampfgruppe Raithel bekannt, wurde erst spät im Verlaufe des Krieges aufgestellt. Durch einen Befehl des Befehlshabers des Ersatzheeres geschah dies Ende März 1945. Dabei bediente man sich Soldaten und Einheiten der Wehrkreise VII (München) und XVIII (Salzburg). So zog man Männer aus der Heeresunteroffiziersschule in Wörgl ab, aber auch von der Gebirgsartillerieschule in Dachstein. Ebenso kamen Männer des SS Gebirgsjäger-Ersatz-Bataillons Loeben zum Einsatz, Teile der Gebirgsjäger-Regimenter 137 und 139 sowie Soldaten von aufgelösten Luftwaffen- und Volkssturmeinheiten. Direkt nach der Zusammenführung begann man mit der Ausbildung um die Männer kampfbereit zu bekommen. Schon nach wenigen Tagen begann man aber schließlich einzelne Kampfgruppen zu bilden und diese an die Front im Raum des Semmering zu verbringen. Dort standen sie dann schnell in Gefechten mit den vorpreschenden Truppen der "Roten Armee". Da sie sich einer Übermacht gegenüber sahen, keine schweren Waffen zur Verfügung hatten und schlecht ausgebildet waren konnten sie nicht lange Stand halten. So mussten sie schließlich der Roten Armee das Gefechtsfeld überlassen und sich in den Raum Liezen an der Enns zurückziehen. Hier kapitulierten die Truppen dann auch am Ende des Krieges.
Das Divisionswappen hat einerseits einen Eispickel für die Gebirgstruppe und die Luftschraube für die Angehörigen der Luftwaffe die in die Division mit eingegliedert wurden.

 

 

 

Der Vormarsch im Sumpfgebiet sowie bei Eis und Schnee


Gliederung IV

9. Gebirgs-Division (Nord)
[10. Gebirgsdivision]

Gliederung

  • Divisionsstab z.b.V. 140
  • Gebirgsjäger-Regiment 139
  • Jäger-Bataillon 3
  • Jäger-Bataillon 6
  • Festungs-Bataillon 653
  • Artillerie-Regimentsstab z.b.V. 931
  • Gebirgs-Artillerie-Abteilung 124
  • Leichtgeschütz-Artillerie-Abteilung 424
  • II./Gebirgs-Art.Abteilung 82
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 140
  • Gebirgs-Nachrichtenabteilung 140
  • Versorgungstruppen 140


Kommandeure

  • Generalmajor Kräutler


Kurzchronik

Die 9. Gebirgs-Division (Nord) wurde letztendlich im Mai 1945 aufgestellt. Dabei handelte es sich aber nicht um eine Neuaufstellung sondern um eine Neuzusammenstellung der Einheiten die seit Herbst 1944 im Rahmen der "Division z.b.V. 140" schon zusammen kämpften. Die eigentliche Bezeichnung der Division war nun 9. Gebirgs-Division (Nord), aber schon kurz nach dem Krieg wurde sie von den Traditionsvereinen größtenteils nur noch als 10. Gebirgs-Division bezeichnet. Dies mag wohl daran liegen, dass man sie so besser von der 9.Gebirgs-Division (Ost) unterscheiden konnte.
Die Division z.b.V. 140 kämpfte im Rahmen des Geb.AOK 20 und ihr wurden immer wieder selbstständige Brigaden und Heerestruppen unterstellt um beweglich immer an Schwerpunkten eingesetzt zu werden. Die Stammeinheit der Division war das Gebirgsjäger-Regiment 139, das schon in Narvik 1940 kämpfte, und danach im Norden von Norwegen verblieben war. Man stockte es schließlich zur Brigade auf und unterstellte es dem XVIII. Geb.K.. Im November 1944 unterstellte man schließlich der Divisionsgruppe, dessen Kommandeur Generalmajor Kräutler war, noch die 7. Gebirgs-Division. Durch die nun beginnenden Absetzbewegungen gelangte die "Divisionsgruppe Kräutler", so ihr nun lautender Name, in den Raum rund um die norwegische Stadt Oulu in der Nähe des Bottnischen Meerbusens. Nach schweren Kämpfen musste man sich schließlich geschlagen geben und die Gegend räumen. Man verlegte und im Raum von Kemi kam es zu erneuten Gefechten. Man musste schließlich auch dort weichen und marschierte durch das Kemijokatal in Richtung Rovanniemi. Nach weiteren Gefechten erreichte die Divisionsgruppe schließlich im Dezember 1944 Narvik. Aber auch hier konnte sich die Division z.b.V. 140 nicht lange halten. Man musste schließlich weichen und marschierte durch Mittel- und Südnorwegen um schließlich den Raum Mosjoen zu erreichen. Dort erfolgte dann auch ihre Umbenennung in 9. Gebirgs-Division (Nord). Am 8. Mai 1945 kapitulierte schließlich die Division. Der Krieg war vorbei.

188. Gebirgsdivision

 

Gliederung

  • Gebirgsjäger-Regiment 901, gebildet aus dem Reserve-Gebirgsjäger-Regiment 136
  • Gebirgsjäger-Regiment 902, gebildet aus dem Reserve-Gebirgsjäger-Regiment 137
  • Gebirgsjäger-Regiment 903, gebildet aus dem Reserve-Gebirgsjäger-Regiment 138
  • Gebirgsjäger-Regiment 904, gebildet aus dem Reserve-Gebirgsjäger-Regiment 139
  • Gebirgs-Artillerie-Regiment 1088, gebildet aus dem Reserve-Gebirgs-Artillerie-Regiment 112
  • Gebirgs-Pionier-Bataillon 1088, gebildet aus dem Reserve-Gebirgs-Pionier-Bataillon 83
  • Gebirgs-Nachrichten-Kompanie 1088
  • Versorgungstruppen 1088


Kommandeure

  • Generalleutnant von Hößlin


Kurzchronik

Die 188. Gebirgs-Division wurde im Oktober 1943 aufgestellt. Dies fand unter der Führung des Wehrkreises XVIII in Salzburg statt, sie erhielt dabei vorerst den Namen 188. Gebirgs-Ausbildungs-Division. Die benötigten Männer kamen aus dem Personal der Gebirgsjäger-Ersatz-Regimentern 137 und 139. Mit Teilen des Gebirgs-Ersatz-Artillerieregimentes wurde die einzige Abteilung des Geb.Ausb.AR 112 aufgestellt. Die restlichen Divisionstruppen wurden gebildet in dem man Personal aus Einheiten der Ersatz-Division 418, die rund um Salzburg lagen, herauszog und in die Gebirgs-Division eingliederte. Wie man im Namen Gebirgs-Ausbildungs-Division schon erkennen lässt war es der eigentliche Auftrag die unterstellten Truppenteile so auszubilden das sie als "Feldverwendungsfähig" anzusehen waren. Aber schon kurz nach der Aufstellung kam schon der Verlegebefehl. Die Division sollte, nach ihrer Unterstellung unter das Kommando des OB Südwest, nach Istrien abmarschieren. Dort, auf der größten Halbinsel an der nördlichen Adria zwischen dem Golf von Triest und der Kvarner-Bucht vor Rijeka, sollte ihr Einsatzraum sein. Nach dem Erreichen des neuen Gebietes wurde die Ausbildung weiter durchgeführt bis man schließlich den Auftrag des Erreichens der "Feldverwendungsfähigkeit" vollzogen hatte. Der daran anschließende Auftrag war dann die Überwachung des Verkehrsnetzes und der Schutz der Infrastruktur in diesem Gebiet. Das Einsatzgebiet wurde mit dem Erstarken der Partisanentätigkeiten noch erweitert. Dies hatte zur Folge das die Division Kampfgruppen bilden musste um mit diesen gegen die Partisanen vorzugehen, aufzuspüren und zu vernichten. Diese Missionen hatten teilweise herbe Verluste zur Folge, da die Partisanen sehr kampfstark waren und die deutschen Kampfgruppen teilweise sehr unerfahrenen Soldaten einsetzen mussten. Schließlich wurde die Division im September 1944 aus Istrien abgezogen. Die Truppenteile verlegten darauf nach und um Triest um dort die Gebiete, vornämlich die Küstengebiete, zu schützen. Mit dem Vorrücken der Alliierten gab es eine Umstrukturierung, dabei unterstellte man die Division dem AOK 10 der Heeresgruppe "C". Ab Februar 1945 wurde dann die Division in den Frontbereich mit eingegliedert, da die Kampftruppen weitere Unterstützung brauchten. Bis zum Ende des Krieges waren somit die Angehörigen der 188. Gebirgs-Ausbildungs-Division im Kampfeinsatz gebunden bis sie im Mai 1945 im Raum Triest kapitulierten.

1. Skijäger-Division

Gliederung

  • Ski-Jäger Regiment 1
  • Ski-Jäger Regiment 2
  • schweres Ski-Bataillon 1
  • Artillerie-Abteilung (mot) II/59
  • Ski-Pionier Bataillon 85
  • Sturmgeschütz-Abteilung 270


Kommandeure

  • Oberst Günther von Manteuffel
  • Oberst von Schleebrügge
  • Generalmajor Berg
  • Generalmajor Hundt


Kurzchronik

Bei den Winterkämpfen 1941/42 an der Ostfront musste man schnell feststellen das, durch die russischen Einheiten die auf Ski unterwegs waren, eine immense Gefahr bestand. Sie waren schnell und sehr beweglich und brachten so oft Gefahr in die deutschen Frontlinien. Diese Einheiten als Vorbild, begann man auf deutscher Seite, durch den Befehl der Heeresgruppe Mitte, nun ebenfalls mit der Aufstellung solcher Einheiten. Man zog dabei Männer aus den Winterkampfschulen Orel und Gschatz sowie von der Hochgebirgsschule Fulpmes zusammen und bildete aus ihnen das erste voll einsatzbereite Bataillon. Im weiteren Verlauf des Jahres 1942 entstanden weitere 12 Bataillone die selbstständig fungieren sollten. Aufgrund der teils schwierigen Lage im Sommer 1942 wurden diese Einheiten auch als Truppen im Brennpunkten eingesetzt wo sie teilweise hohe Verluste in den Reihen verzeichnen mussten. Schließlich kam es zur Neuorganisation der Ski-Truppen. So bildete man Bataillone mit 5 Kampfkompanien und der dazu gehörenden Panzerabwehr um besser für den Feind gerüstet zu sein. Trotzdem wurden die Truppen im Winter 1942/43 größtenteils wieder nicht als Ski-Truppen eingesetzt sondern als Feuerwehr weswegen wieder hohe Verluste eintraten. Aber man lernte diesmal aus diesen Fehlern und im Sommer 1943 kam deshalb von der Heeresführung der Befehl alle noch vorhandenen Einheiten die Ski-Truppe zu einem geschlossenen Großverband zu formieren. Dieser sollte auch die nötigen Unterstützungswaffen erhalten um als kampfstarke Truppe zum Einsatz kommen zu können. So entstand im Rahmen der Heeresgruppe Mitte im Raum Minsk die 1. Ski-Brigade. Durch Versorgungsengpässe und des schwierige Herauslösen der einzelnen Einheiten aus der Front konnte die Umstrukturierung erst spät abgeschlossen werden, die Einheit war somit erst im Januar 1944 voll einsatzbereit. Man bereitete sich schließlich auf den geplanten Einsatz in Karelien vor, verlegte dann aber in die Sumpfgebiete um Pripjet. Man hatte die Ski-Truppen also wieder, auf Grund der militärischen Notlage, in für sie ungeeignetes Gelände verbracht. Hier konnten sie wiederum nicht ihre Vorteile ausspielen. Durch einen überstürzten Rückzug, wegen der russischen Sommeroffensive 1944, konnte man schließlich die Sumpfstellungen verlassen. Am 2. Juni 1944 wurde schließlich die Brigade in 1. Ski-Division umbenannt ohne aber am Material oder der Gliederung etwas zu ändern. Durch den stetig wachsenden Druck der Roten Armee musste die Division nun immer weiter weichen. So marschierte sie schließlich über die Turja und den Bug bis zur Weichsel. Erst hier konnte man die Front wieder zum Stehen bringen und für etwas Entlastung sorgen. Der nächste Einsatzort war dann das Grenzgebiet zwischen Polen und der Slowakei. Hier war der Hauptauftrag das Sperren des Duklapasses. Diesem konnte man bis in den Dezember 1944 hinein halten bis man dann doch weichen musste. Über den Raum Kaschau ging es dann nach Oberschlesien und Tschechien. Dort endeten dann auch die Kämpfe für die Division. Nach der Kapitulation gingen die meisten der Männer in die russische Kriegsgefangenschaft.


Waffen-SS

 

Die Gebirgsjäger der Waffen-SS

Auch im Bereich der Waffen-SS entstanden Gebirgstruppen. Diese wurden ab 1941 aufgestellt und meist im Kampf gegen die Partisanen eingesetzt. Da es zu diesen Einheiten schon einen Bericht gibt, werde ich nicht weiter auf diese Einheiten eingehen. Zur Vollständigkeit werden diese Einheiten nur kurz aufgelistet.

  • 6. SS-Gebirgs-Division „Nord“
  • 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“
  • 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“
  • 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“
  • 23. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Kama“
  • 24. Waffen-Gebirgs-(Karstjäger-)Division der SS


Dekorierte Gebirgsjäger

 

Die Träger der höchsten Auszeichnungen

 
Eichenlaub mit Schwertern
 
lfd.Nr.
Name, Dienstgrad
Dienststellung
Tag der Verleihung
53. Kreysing, General der Gebirgstruppe Kdr. Gen. XVII.AK 18.04.1944
72. Dietl, Generaloberst OB 20.Gebirgs-Armee 01.07.1944
122. Redulic, Generaloberst OB 20.Gebirgs-Armee 18.01.1945
Eichenlaub zum Ritterkreuz
 
lfd.Nr.
Name, Dienstgrad
Dienststellung
Tag der Verleihung
1. Dietl, Generalleutnant Kdr.Gen. Geb.K. "Norwegen" 19.07.1940
164. von Hirschfeld, Hauptmann Kdr. II./Geb.Jäg.Reg. 98 23.12.1942
183. Kreysing, Generalleutnant Kdr. 3.Geb.D. 20.01.1943
222. Schlee, Oberfeldwebel ZgFhr 6./Geb.Jäg.Reg 13 06.04.1943
312. Ringel, Generalleutnant Kdr. 5.Geb.D. 25.10.1943
316. Graf von der Goltz, Oberstlt. Kdr. Geb.Jäg.Reg 144. 02.11.1943
398. Schörner, General der Gebirgstruppe Kdr.Gen. XXXX.PK 17.02.1944
686. Klatt, Generalleutnant Kdr. 3.Geb.D. 26.12.1944


Quellen

"Deutsche Spezialdivisionen 1935 - 1945", Werner Haupt, Karl Müller Verlag, ISBN: 3-86070-906-2
"Deutsche Gebirgsjäger im zweiten Weltkrieg", Roland Kaltenegger, Motorbuchverlag, ISBN: 3-87943-503-0
"Verbände und Truppen der Deutschen Wehrmacht und Waffen-SS im Zweiten Weltkrieg 1939–1945", Band 2, "Die Landstreitkräfte", Georg Tessin, Biblio-Verlag, ISBN: 3-7648-0871-3.

Autor: Panzermeyer