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Das Thema

1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler

 

 

Soldaten wie andere auch?

Keine andere Einheit prägt sich den Leitspruch so ein - Den Tod geben und den Tod nehmen.
Hitler blonde Engel sollten sie sein... das Sinnbild eines Deutschen sollten sie darstellen...
Der Perfekte Soldat – jeder sollte ihn darstellen...

Von der so genannten „Vergnügungstruppe“ die verspottet und ausgelacht wurde, zur Deutschen Elite Einheit in der Waffen-SS...

Um keine Einheit ranken sich so viele Mythen...

 


Vorgeschichte

 

Vorgeschichte

Sie war die Keimzelle, der späteren Waffen-SS. Einberufen zu werden, war schon die erste Auszeichnung.
Die Leibstandarte SS-Adolf Hitler wurde am 17.März 1933 unter dem Namen „SS-Stabswache Berlin“, von Josef „Sepp“ Dietrich gegründet und die Soldaten von ihm persönlich gemustert, sie bestand anfangs aus gerade einmal 120 Soldaten. Die Soldaten ließen sich auf 4 Jahre verpflichten, die allgemeine Wehrpflicht war nach 2 Jahren erfüllt, aber man konnte sich auf 12 Jahre verpflichten lassen. In Berlin Lichterfelde-West hatte die Einheit ihren Sitz, wo auch die Ausbildung der Rekruten stattfand. Im Juni 33 wurde die Einheit in SS-Sonderkommando Zossen umbenannt.

Die Einheit wurde Ende 1934 dann in 1. SS-Standarte „Adolf Hitler“ (kurz: Adolf-Hitler-Standarte) umbenannt. Aber 1936 wurde die Nummerierung offiziell wieder raus genommen, da Hitler ihr den „Ehrennamen“ SS-Leibstandarte Adolf Hitler (LAH ) verlieh. Im Januar 1935 hatte die LAH 2.531 Soldaten in ihren Reihen, Januar 37 waren es 2.650. Anfang 1937 wurde der Name in Leibstandarte-SS Adolf Hitler (LSSAH) umgewandelt.

Am 15.August 1938 wurde die Einheit als stehender Militärischer Verband, unter dem Kommando Josef Sepp Dietrichs aufgestellt. Ab September war der Verband als SS-Verfügungstruppe und unter Politischer Bereitschaft zusammengefasst.
Da die Einheit für Sicherungs- und Repräsentationseinsätzen eingesetzt wurde, litt die Militärische Ausbildung enorm. Dies änderte sich als der SS-Standartenführer Felix Steiner, in dem Hitler bis Ende 1945 großes Vertrauen hatte, sagte: „Es ist rührend, wenn der Führer wüsste, wie wenig seine blonden Götter können, er würde sie allesamt entlassen; aber Stiefel putzen, das können sie!“. Josef Dietrich reagierte darauf und ließ die LSSAH, wie alle anderen Wehrmachtseinheiten ausbilden, da dies erst im Januar 1939 geschah, wurde der Verband schlecht ausgebildet an die Front geschickt.

 


Vorraussetzungen

 

Voraussetzungen

Um in die LSSAH überhaupt reinzukommen, musste man sich bis zum 1.Februar gemeldet haben, dann wurde man am 1.Oktober eingestellt. Zunächst konnte man auch am 1.April eingestellt werden, da war der Meldeschluss am 1.August des Vorjahres. Bei den Musikzügen, den Pionieren und dem Nachrichtensturmbann betrug die Mindestgröße 1,72 m, bei den Standarten Deutschland und Germania betrug sie 1,74 m, während bei der Leibstandarte Adolf Hitler die Mindestgröße 1,78 m betrug. Neben der Körpergröße musste man „SS-tauglich“ sein d.h. sittlich, geistig, körperlich und rassisch einwandfrei und weltanschaulich Nationalsozialist sein. Ein Nachweis einer Arischen Abstammung bis zum Jahre 1800, die Arbeitsdienstpflicht erfüllt zu haben, sowie das ledig sein (nicht verheiratet und kein Eheversprechen abgegeben) waren weitere Grundvoraussetzungen. Bei minderjährigen musste die schriftliche Einwilligungserklärung seines gesetzlichen Vertreters vorliegen und als Lehrling in der Berufsausbildung seine Lehrzeit bis zum Einstellungtage mit Erfolg beendet haben oder die Einwilligung seines Lehrherren zur Lehrzeitverkürzung zu zeigen.
Die erforderliche Zahnbehandlung vor der Einstellung musste auf eigene Kosten durchgeführt werden, normale Sehschärfe zu besitzen war ebenfalls Pflicht (kein Brillenträger)
und man musste nachweisen, dass man unbescholten und gerichtlich nicht vorbestraft war.
Die Bewerbung ging an die Ergänzungstelle I, die Anschrift sah dann so aus:

Ergänzungstelle I...........für Bewerber der Wehrkreise I,II.III.IV,VIII liegen
Anschrift : Leibstandarte SS Adolf Hitler
Berlin=Lichterfelde
Fincksteinallee 63


Die Wahl der Waffengattung war dem Bewerber freigestellt. Ein Anspruch auf Einstellung bei der gewünschten Waffengattung oder einem bestimmten Truppenteil bestand jedoch nicht.

Neben dem Freiwilligenschein, oder pol. beglaubigten Auszug über Seite 1,3 bis des Wehrpasses,
mussten auch 2 Passbilder sowie ein Lebenslauf, inkl. Bescheinigung über Ausbildung auf den Motorschulen des NSRR, Führerschein, und Angabe welche Kenntnisse im Morsen, Funken usw. vorhanden sind.

 


Sepp Dietrich

 

Josef Sepp Dietrich

Josef „Sepp“ Dietrich war Kommandeur der LSSAH und später der 6.SS-Panzerarmee, in dieser waren 4 Waffen-SS Divisionen. Während der Ardennenoffensive 1944/45 waren noch weitere 2 Armeen der 6.SS-Panzerarmee unterstellt. Mit seiner Panzerarmee nahm er noch an der Schlacht um Wien teil.

Im allgemeinen galt bzw. gilt Sepp Dietrich als Anfänger und nicht geeignet als Divisionskommandeur. Wilhelm Bittrich ehemaliger SS-Obergruppenführer, sagte einmal über Dietrich: "Ich habe einmal den Versuch gemacht, Sepp Dietrich an Hand einer Karte in einem anderthalb stündigen Vortrag die Lage zu schildern. Es hat gar keinen Zweck gehabt. Er hat nichts verstanden."

 


2. Weltkrieg

 

2.Weltkrieg

Im Feldzug gegen Polen, war die LSSAH als Motorisiertes Infanterieregiment angetreten und unterstand dem Heereskommando. Die Einheit wurde mit der Gründung der Waffen-SS 1939, zur Division ausgebaut. Aus schlechter Ausbildung und Unerfahrenheit musste die Standarte überdurchschnittlich hohe Verluste verzeichnen. Durch Analysieren der Fehler und besseres Vorbereiten der Einsätze konnte sich die Division in Frankreich einen Ruf als Frontfeuerwehr erkämpfen da sie, zwar unter enormen eigener Verluste, gegnerische Durchbrüche immer wieder abriegeln konnte. Als motorisierte Einheit war sie beim Sichelschnitt am 10.Mai 1940 und dem darauf folgenden Ende Frankreichs, maßgeblich beteiligt.
Hitlers Haltebefehl um „jeden Fußbreit Boden bis zur letzten Patrone“ zu kämpfen, befolgten die Angehörigen der Division bedingungslos. Sie bauten sich einen Mythos von Unschlagbarkeit auf, der nie gebrochen werden konnte, denn Niederlagen konnte man auf die Wehrmacht, die Verbündeten oder die Luftwaffe schieben – bis zur Niederlage bei der Plattenseeoffensive.
Pater Hereon Goldmann, SS-Mann und später Priester sagte: „Da kam ein hohes Tier, wie wir das nannten aus Berlin, da wurden wir vergattert, was wir jetzt hören dürften wir niemanden erzählen. Es wäre streng geheime Dienstsache. Da sagte der Kerl zu uns, das der Sieg erst errungen wäre, wenn die Kirchen alle Kaputt wären. Christus ist ein unehelicher Sohn einer Jüdischen Dirne […] so sagten die zu Jesus.“ Der Glaubenskrieg der Waffen-SS und vor allem der Leibstandarte beginnt in Frankreich, in Katholischen Kirchen wird alles zusammengeschlagen oder geplündert. Der Mythos, der eigenen Unbesiegbarkeit, wurde durch die Propaganda geschürt – die hohen Verluste wurden nicht gezeigt.
Sepp Dietrich, ist ein SS-Mann der ersten Stunde, aber militärisch ein Laie. Im 1.Weltkrieg war er Feldwebel, danach gab es keine höhere Militärische Ausbildung. Vom Feldwebel zum Feldherren.
Phillipp von Boeselager, Offizier der Wehrmacht: „Die Befehlsausgabe waren merkwürdig, ich habe ja mehrere Befehlsausgaben im Krieg mitgemacht, da sagt er: Du greifst das an und du greifst das an, dann müsst ihr euch einigen. Es war keine Befehlsausgabe in unseren Sinne, mit klaren Zielen und klaren Grenzen […].“ Ein Anfänger, aber auch Draufgänger, wie Rommel.

Aber es gab auch eine Schattenseite.
Der Kampf um Frankreich war so gut wie gewonnen. Die Briten zogen sich über Dünkirchen zurück und eine Hand voll Elite-Regimenter deckten den Rückzug. Die LSSAH rückte vor und nahm Tausende Gefangene, danach wurden einige erschossen. Alfred Tombs, war damals britischer Soldat und beschrieb, wie die LSSAH vorging: „Wir waren auf ein Feld und dann riefen sie die ersten 5 raus und erschossen sie,dann wieder 5, erschossen... Und dann sah ich wie einer der SS Leute eine Handgranate aus seinem Stiefel zog und in die Hütte warf.“ Albert Evans, ebenfalls britischer Soldat, überlebte mit Alfred Tombs das Massaker von Wormhoudt und bestätigte den Vorgang später. 85 ihrer Kameraden starben an diesen Tag. In den darauf folgenden Wochen wurden weitere 185 Briten von Waffen-SS Soldaten getötet. Sepp Dietrich verlieh seinen Männern Auszeichnungen und einen Paris Besuch - fürs Tod geben und Tod nehmen.
Eiskalt war diese Einheit nicht, so fiel ihr das Tod geben und vor allem das Tod nehmen schwer. Kurt Sametreiter, war in der SS-“Leibstandarte Adolf Hitler“ und sagte: „Froh waren wir das es vorbei war, wir waren so froh das wir uns schon einige Tage, gut gesagt besoffen haben. Wirklich man hat dann schon vergessen wollen.“ Seltene Bilder zeigen, wie sich die Soldaten nach dem Kampf betrinken bis sie nicht mehr wissen was sie tun:

 

Gliederung 1940, LSSAH

I. Sturmbann
II. Sturmbann
III. Sturmbann
IV. Wachtbataillon
Artillerie-Regiment
Pz.Späh.Zug "LSSAH"
Nachrichtenzug Nachrichtensturmbann "LSSAH"
Kradmeldezug "LSSAH"
Kraderkundungszug "LSSAH"
Pionierzug Pioniersturm "LSSAH"
Pz.Sturm Batterie
Musik-Zug "LSSAH"
Le.Inf. Kolonne "LSSAH"
 

Auf dem Balkan, kämpfte die Einheit unter Generalfeldmarschall Wilhelm List, in der 12. Armee und konnten den Jugoslawischen Verbänden hohe Verluste zufügen. Von Bulgarien aus stoß man am 06.April in einer Zangenbewegung vor. Mit der 9.Panzerdivision nahm die Leibstandarte Adolf-Hitler, den Krivapass und darauf Skopje innerhalb eines Tages ein, dabei bewältigte sie 100km. Am 11.April nahm die LSSAH die Stadt Veve und griff dann die Verteidigung am Klidipass an. Am nächsten Morgen feuerte die Deutsche Artillerie tausende Bomben auf die alliierten Stellungen, worauf die Pioniere sich durch die Minenfelder durchschlugen und die Panzer der 9.Panzer Division vorstießen. Die Infanterie der Leibstandarte musste sich im Nahkampf gegen ihre Feinde beweisen und musste 37 Gefallene, sowie 100 Verletzte verzeichnen. Der Kampf um den Klissurapass stellte die Leibstandarte unter große Probleme. Die Enge, sowie Straßensperren und Angriffe griechischer Infanterie, stoppten den Vormarsch oft. Mehrere Sturmtruppen versuchten die Griechen von hinten anzugreifen, verirrten sich aber und der Angriff musste auf den nächsten Tag verlegt werden. Mit der Unterstützung einer 8,8 cm Kanone, stürzten die Männer der Leibstandarte gegen die feindliche Infanterie vor. Wegen des heftigen Beschusses der Griechen, droht der Angriff festzufahren und SS-Sturmbannführer Kurt Meyer zwang seine Soldaten weiter auf den Feind vorzustürmen, indem er eine Granate hinter seine Männer rollte. Die Soldaten konnten eine Menge Gefangene machen und der Pass war gesichert. Am 15.April nahm die LSSAH die Höhen von Kastoria, in strömenden Regen ein. Die Stadt Kasoria fiel am Nachmittag. Mit der Einnahme des Messoverpasses schnitt die Leibstandarte, dann die griechischen Armeen Westlich des Pindosgebirges ab. Danach sah die griechische Führung die Niederlage ein und Sepp Dietrich nahm, gegen Mussolinis Willen, die Kapitulation entgegen. Die Britischen Truppen mussten sich zurückziehen und wurden von der Leibstandarte verfolgt. Diese passierte 350 Km innerhalb eines Tages, in unpassierbaren Geländes und versuchte die Briten bei Korinth abzuschneiden, was jedoch Misslang. Am 27.April stieß die LSSAH die Westküste von Peleponnes entlang Richtung Pirgos vor und damit war ihr Einsatz auf dem Balkan beendet. Für ihre Leistung, wurde ihr von Hitler persönlich hoher Respekt gezollt.

 

Nach dem gewonnen Krieg gegen Frankreich begann man in Flandern, Wallonien (beide Belgien), Dänemark, Norwegen und Niederlande mit der Rekrutierung von Freiwilligen SS-Verbände. Nach dem erfolgreichen Balkanfeldzug wurden auch Serben, Kroaten, Bosnier, Franzosen, Griechen und vor allem Volksdeutsche aus den Balkanländern, rekrutiert und ausgebildet – nach Vorbild der Leibstandarte Adolf Hitler. Ausgebildet von SS Leuten wie Felix Steiner.
Im Juni wurde die Einheit in SS-Division "Leibstandarte-SS Adolf Hitler" umbenannt.


Berühmte Angehörige der LSSAH

Josef "Sepp" Dietrich (Kommandeur)
Johannes Hendrik "Henk" Feldmeijer
Otto Günsche (Adjutant Hitlers)
Hans Hermann Junge (Mann von Hitlers Sekretärin)
Ernst-Günther Krätschmer (Schrieb das Buch „Ritterkreuzträger der Waffen-SS“)
Ernst Krause
Karl Krause (Kammerdiener Hitlers bis 1939)
Eberhard von Künsberg (Kommandierte das Sonderkommando Ribbentrop)
Heinz Linge
Hans Malkomes (Zerstörte ca. 24 feindliche Panzer)
Werner Naumann (Staatssekretärin in Goebbels Propagandaministerium)
Joachim "Jochen" Peiper (War bis 41 Himmlers Adjutant, jüngster Regimentskommandeur der Waffen-SS)
Hans Friedrich Georg Pfeiffer (Hitler Adjutant)
Rudolf von Ribbentrop (Sohn von Außenminister Joachim von Ribbentrop)
Hans-Georg Schulze (Adjutant Hitlers)
Richard Schulze (Adjutant Hitlers und Ribbentrops)
Wolfgang Venohr (Schrieb Bücher über Hitler und die Preußische Geschichte)
Herbert Walther (Schrieb Bücher über die Waffen-SS)
Paul Wegener (SS-Obergruppenführer, Gauleiter von Weser-Ems)
Balthasar "Boddy" Woll (Einzigster Panzerschütze der das Ritterkreuz erhielt)
Max Wünsche (Adjutant von Hitler 1938-1940)

Im Russlandfeldzug Kämpfte die Einheit, mit 10.796 Männern, von Juni 1941 bis Juli 1942, sie unterstand dem XIV. Panzerkorps, danach dem III. AK, motorisiert, unter Generalfeldmarschall Walter von Reichenau. Der Krieg gegen die UDSSR war für die Männer der Leibstandarte ein Überzeugungskrieg. Bernd Freytag von Lotrunghoven sprach über den Umgang mit russischen Kriegsgefangenen: „Ich sah da eine Reihe von russischen Soldaten, also offensichtlich Gefangene, da aufgebaut und eine SS Gruppe, also SS-Soldaten machen sich grade fertig, bauen sich auf, um offensichtlich diese Kriegsgefangen zu erschiessen. Der SS-Unteroffizier sagte: „Ach Herr Oberstleutnant, das sind doch nur Untermenschen“. Das war typisch wohl doch die Ideologie, wie die in der Waffen-SS den einfachen Mann, den Unteroffizier, eben da bestimmt hat.[...]“ Diese SS-Gruppe die Bernd Freytag von Lotrunghoven sprach, waren Soldaten der LSSAH.

Winter 41, Hitlers Blitzkrieg ist gescheitert. Die Waffen-SS und die Wehrmacht erfrieren in der Russischen Steppe. Die Waffen-SS und die Wehrmacht sind nicht für den Winter ausgerüstet, die Leibstandarte Adolf Hitler auch nicht. So gab es für die Männer der LSSAH den Befehl, von frisch verstorbenen Kameraden, die Uniform zunehmen, um was Warmes zum anziehen zuhaben. Durch die erste Wende des Krieges verbesserte sich der Status der Waffen-SS bei der Wehrmacht. So waren Wehrmachtssoldaten sicherer wenn die Waffen-SS neben an mitkämpfte.

Den Tod geben, den Tod nehmen. Das eine konnten sie, das andere nicht. In der Waffen-SS und am meisten in der LSSAH kämpfte man nicht nur aus Überzeugung bis zur letzten Patrone, sondern weil man Angst hatte direkt von den Sowjets erschossen zu werden, wenn man Gefangen genommen wurde. Schon lange wusste Stalin schon von dem was hinter der Deutschen Front passierte und auch schon lange wer dafür verantwortlich war. Als Furchtlos galt sie damals und auch heute noch, aber das war sie nicht, vor einem Angriff ging man noch schnell sein Geschäft verrichten, so Kurt Sametreiter. Mitleid konnte nach Jahrelangen Kampf kaum noch ertragen werden und wurde verdrängt. "Man verstumpfte nach einer Zeit." so Gerhard Stiller, Soldat in der LSSAH.

 

Im August 42 musste die Division nach Frankreich, zur Auffrischung verlegt werden, so entging der Einheit die Teilnahme an „Fall Blau“. Unter Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt, wurde die Einheit in SS-Panzer-Grenadier-Division LSSAH umbenannt.

 

Gliederung 1942, SS-Panzergrenadier-Division Leibstandarte Adolf Hitler

Infanterie-Regiment 1 LSSAH
Infanterie-Regiment 2 LSSAH
Panzer-Abteilung LSSAH
Artillerie-Regiment LSSAH


2. Welkrieg II

Ab Februar 1943, wo der Untergang der 6.Armee sich anbahnt, wurde die SS-Panzer-Grenadier-Division LSSAH nach Charkow verlegt und wurde dort der Heeresgruppe B überstellt. Sie nahm in der Schlacht um Charkow teil, eine der größten Städte der Sowjetunion. Die Soldaten der LSSAH waren die ersten die in die Metropole eindrangen, mit einer Gewaltigen Motivation „Charkow ihrem Führer wieder zu Füßen zulegen“ gingen die Männer Siegreich aus dem blutigen Häuserkampf hervor. Nach der Umbenennung der Heeresgruppen B in Heeresgruppe Süd, nahm das SS-Panzer-Grenadier-Division LSSAH ab Juni bis Juli an der Panzerschlacht von Kursk teil. Das Panzerregiment der Leibstandarte wurde in der Schlacht zu 90% aufgerieben, ein Verlust der kaum noch ausgeglichen werden konnte, während in Charkow verletzte Sowjets in einem Lazarett verbrannten, weil SS Soldaten Granaten rein warfen. Am 23. April 1943 flog Heinrich Himmler nach Charkow und motivierte die Soldaten der Waffen-SS und der Leibstandarte Adolf-Hitler mit einer rede über den Rassenkampf in Russland. Nach der 4.Schlacht von Charkow, wurde die Division nach Oberitalien geschickt und wurde dort der 10.Armee unterstellt. Im Jahre 1943 war ebenfalls ein Panzerkommandant namens Michael Wittmann, in der LSSAH und erreichte beachtliche erfolge.

 


Gliederung 1943, 1.SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler

SS Panzer-Regiment 1
SS Panzer-Grenadier-Regiment 1 „L. A. H.“
SS Panzer-Grenadier-Regiment 2 „L. A. H.“
SS Panzer-Artillerie-Regiment 1

Ab Dezember 1943 wurde die Division wieder in Russland eingesetzt und dort der Heeresgruppe Süd, bei Shitomir, überstellt. Nach dem Jahreswechsel ins Jahr 1944 musste sich die Division bis Ende Januar, nach schweren Kämpfen bis nach Winnizia zurück ziehen. Von dort aus wurde die Division, nach Tscherkassy verlegt und stand der Heeresgruppe Süd dort „zur Verfügung“. Im Kessel von Tscherkassy musste die Leibstandarte hohe Verluste verzeichnen.
Ab März wurde im Zuge einer Umstrukturierung, die Einheit der 8.Armee, der Heeresgruppe A überstellt. Im April 1944 wurde die Division nach Tarnopol verlegt und dort der frisch gegründeten
Heeresgruppe Nordukraine und der 1.Panzerarmee unterstellt. Ab Mai war die SS-Panzer-Grenadier-Division LSSAH, in Belgien stationiert und dem OKW (Oberkommando der Wehrmacht) direkt unterstellt.

 

Während des D-Days nahm die Division an Kämpfen gegen die Alliierten Verbände teil und wurde im Kessel von Falaise fast komplett aufgerieben, weswegen sie im August nach Lothringen und im September in die Eifel verlegt wurde. Im Oktober 1944 wurde die Division das letzte Mal in 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler umbenannt und wurde während der Ardennenoffensive, im Dezember 1944 bis Januar 1945, eine der wichtigsten Einheiten für die Offensive und war dabei der 5.Panzerarmee unterstellt. Durch den Einsatz neuer Jahrgänge bestand die LSSAH aus ca. 22.000 Soldaten die mit einem großen Fanatismus antraten, so konnte die Offensive in den Belgisch/Luxemburgischen Ardennen vorangetrieben werden. Viele der Soldaten waren aus Frankreich zurückgedrängt worden, aber die wenigen „neuen“ waren von einer Wende des Krieges überzeugt, da für sie nur der Endsieg in Frage kam. Während des Vorstoßes nach Bastogne, dem Knotenpunkt in den Ardennen, war die 1.SS-Panzerdivision LSSAH eine der wichtigsten Einheiten und auch eine der Erfolgreichsten, trotz großen Verlusten.
So verbissen die Amerikaner während der Offensive gegen die Deutschen kämpften, so verbissen kämpfte die Waffen-SS Verbände bei der Gegenoffensive, gegen die Amerikaner.
Insgesamt hatte die LSSAH 54 Ritterkreuzträger in ihren Reihen.


Stabschefs

SS-Standartenführer Wilhelm Keilhaus (13 Aug 1940 - 6 Apr 1941)
SS-Hauptsturmführer Rudolf Lehmann (6 Apr 1941 - 15 July 1942)
SS-Standartenführer Wilhelm Keilhaus (15 July 1942 - 17 July 1942)
SS-Hauptsturmführer Rudolf Lehmann (17 July 1942 - ? Apr 1944)
SS-Obersturmbannführer Erich Grensing ( Apr 1944 - 2 Sep 1944)
SS-Obersturmbannführer Dietrich Ziemssen (2 Sep 1944 - Dec 1944)
SS-Sturmbannführer Ralf Tiemann ( Dec 1944 - 15 Jan 1945)S
SS-Obersturmbannführer Dietrich Ziemssen ( Mar 1945 - May 1945)

Im Februar 1945 wurden die Reste der Einheit nach Ungarn gebracht um dort an der Plattenseeoffensive teilzunehmen. Trotz massiven Drucks der ganzen Waffen-SS Verbände, konnte der Kessel nicht entsetzt werden. Nach einer kurzen Auffrischung im März, wurde die Einheit in Österreich stationiert, wo sie an der Schlacht von Wien teilnahm. Am 07.April. waren lediglich 57 Offiziere, 229 Unteroffiziere, 1296 Soldaten und 16 Panzer einsatzbereit.

 


Kommandeure

Josef Sepp Dietrich, 15.August 1938 - Juli 1943
Theodor Wisch, Juli 1943 – 20. August 1944
Willhelm Mohnke,20. August 1944 – 6. Februar 1945
Otto Kuhm, 6. Februar 1945 – 8. Mai 1945

Mitte Mai kämpften ein paar Truppen der LSSAH, Hauptsächlich Schweden, Dänen und Franzosen, in Berlin und waren ein paar der einigsten regulären Truppen im Berliner Kessel. Im Blutigen Häuserkampf gegen die Rote Armee, wurden keine wirklich nennenswerten erfolge verbüßt. Lediglich kurzzeitige Rückeroberungen von Brücken oder Stellungen konnten die Reste der LSSAH noch erreichen. Während sich die Schlinge im Kessel immer mehr enger zog, war die 1. SS-Panzer-Division Leibstandarte-SS Adolf Hitler an vielen Erschießungen von Deutschen beteiligt, so genannte Kollaborateure mit der Sowjetischen Armee. Treue bis zum Ende war das Motto der letzten Truppen. Die Soldaten in Berlin versuchten sich noch bis zu den Amerikanern durchzuschlagen, über die Elbe.

 

Die Einheit ergab sich am 08.Mai. 1945, in Österreich, den amerikanischen Truppen.


Zum Schluss

 

Schlussbemerkung

1996 schrieb Daniel Reuscher in einen Referat, was er Online stellte: „Wenn wir von den falschen Anschuldigungen gegen die Waffen-SS einmal absehen, bleiben immer noch genug "Abweichungen von den Regeln der Kriegführung", um den Soldaten der SS-Divisionen den Anspruch auf "Soldaten wie alle anderen" zu verweigern.“ Ist dies in Anbetracht „der Abweichungen der Regeln der Kriegsführung“ von Seiten der Wehrmacht, der Briten, der Sowjets, der Amerikaner etc. gerecht? Sie selbst sagten von sich: „Wir sind Soldaten wie andere auch!“ Waren sie das?

 

Der Bericht soll nicht die Waffen-SS besser darstellen, sondern die Geschehnisse zeigen, informieren und zum nachdenken anregen.


Ich möchte hier meinen Dank gegenüber Greifenstein und Hasso von Manteuffel aussprechen die mir mit Quellen und ähnlichen sehr geholfen haben.

Mein Dank auch an Hans S. (meinen Großvater), der von 1944-45 in der LSSAH war und mir eine Menge erzählt hat.


Quellen

Buch: Paul Carell, Unternehmen Barbarossa, Ullstein 1963
Buch: Gordon Williamson, Die SS - Hitlers Instrument der Macht, Neuer Kaiser Vlg Gmbh; Auflage: Neuauflage, Nachdruck 1999
Buch: Bernd Wegner, Hitlers Politische Soldaten: Die Waffen-SS 1933 - 1945: Leitbild, Struktur und Funktion einer nationalsozialistischen Elite, Schöningh 1. Januar 2008

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Video: http://www.youtube.com/watch?v=VvMR_PTVja8 (und alle anderen teile) (Zugriff 06.07.10)

Autor: Dome