1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 0.00 (0 Votes)

Einleitung

 

 

 

 

Einleitung:

 

Die United States Navy SEALs sind eine Spezialeinheit der US Marine. Sie unterstehen dem United States Naval Special Warfare Command, die Kurzform dafür ist NAVSPECWARCOM. Dieses Oberkommando hat sein Hauptquartier im kalifornischen Coronado und ist selbst Teil des US Special Operations Command - Kurzform USSOCOM. Der Begriff „SEAL“ ist ein Akronym und wird aus den Wörtern Sea, Air, Land (zu Deutsch Meer, Luft, Boden) zusammengesetzt. Diese stehen für die Einsatzorte der Spezialeinheit und sollen diese zum Ausdruck bringen. Außerdem entspricht Seal ferner noch dem englischen Ausdruck für Seehund/Robbe und wird auch so umgangssprachlich ausgesprochen.

 

Das Inoffizielle Motto der Seals ist: The Only Easy Day Was Yesterday
(zu Deutsch: „Der einzige leichte Tag war gestern“)

 


 
U.S. Navy SEALs
 
Aufstellung 1. Januar 1962
Land Vereinigte Staaten
Streitkräfte Streitkräfte der Vereinigten Staaten
Teilstreitkraft United States Navy
Typ maritime Spezialkräfte
Sea, Air, Land
Stärke ~2.400 Soldaten
Unterstellung United States Naval Special Warfare Command
United States Special Operations Command
Standorte Coronado, Kalifornien
Little Creek, Virginia
Spitzname Frogmen, Greenfaces
Motto The only easy day was yesterday (dt. „Der einzig leichte Tag war gestern“)


 

 

Der Beginn

Die Anfänge der Vorläufer Truppe im Zeitraum 1939 bis 1858:

 

Die Traditionslinie der Navy SEALs geht auf die im August 1942 aufgestellten UDT- Teams zurück, welche zur Vorbereitung der Landeoperationen des Zweiten Weltkrieges, im Zeitraum 1939 bis 1945, eingesetzt wurden. Diese Teams setzten sich aus Marine-Sprengmittelexperten und Heerespionieren zusammen - UDT steht für Underwater Demolition Teams. Ds handelte sich dabei um eine Kampfschwimmereinheit für küstennahe Aufklärungs- und Kampfeinsätze. Während der verschiedenen Landeoperationen, die im Zweiten Weltkrieg auf Seiten der USA durchgeführt wurden, bewährte sich diese neue Truppe vor allem durch das Zerstören von Unterwasserhindernissen und Küstenbefestigungen. Dadurch erleichterten sie den nachfolgenden Truppen den Vormarsch sehr. Auf dem pazifischen Kriegsschauplatz waren die Underwater Demolition Teams vornehmlich als Waffentaucher im Einsatz, wo sie Sprengladungen anbrachten oder Seeminen entschärften. Die Personalstärke während des Krieges lag etwa bei einer Mannschaftstärke von ca. 3500 Mann. Bei Kriegsende jedoch wurden die UDT auf rund 500 Soldaten verkleinert, dabei wurden wie folgt die Soldaten aufgeteilt: jeweils 1/4 der Truppe gingen in die UDT 1 und 3 (Pazifikflotte) und die andere Hälfte in die 2 und 4 (Atlantikflotte) auf. Außerdem wurden einige dieser Kampfschwimmer Experten auch von den damaligen Major General „Wild Bill” Donovans rekrutiert. Er hatte die Stelle des Leiters der damaligen Office of Strategic Services, kurz für OSS, das Amt für strategische Dienste, das auf dem europäischen und asiatischen Kriegsschauplatz etliche erfolgreiche Geheimdienstoperationen hinter den feindlichen Linien ausführte und schon damals Techniken der heutigen asymmetrischen Kriegführung einsetzte und verwendete. Außerdem gehörten die Militär- und Ausbildungsberatung einheimischer Streitkräfte und andere Aufgaben, wie der Bereich der gezielten humanitären Hilfe zur Förderung von Allianzen, zu ihrem Einsatzgebiet.

Zum Beginn des Koreakriegs, der sich in den Jahren 1950 bis 1953 ereignete, lag die Einsatzleitung sämtlicher verdeckter Operationen, hinter feindlichen Linien, bei der Central Intelligence Agency, auch als CIA bekannt. Das damalige OSS ist im CIA dieser Tage vollständig aufgegangen. Erstmals wurden die UD- Teams zusätzlich zu ihren angestammten Aufgaben, z.B. der Minenentschärfung, auch in großem Stil als Kommandoeinheit hinter feindlichen Linien eingesetzt. Einige der damaligen höheren Offiziere missbilligten zwar diese neuen Einsatzgebiete, da diese nicht zum eigentlichen Einsatzprofil der UD- Teams gehörten, aber da nur sehr wenige amphibische Operationen im Koreakrieg geplant waren und Nordkorea keine nennenswerten Seestreitkräfte besaß, waren die üblichen Einsatzmuster nur im geringen Maße erforderlich. Durch diese Situation kontrollierten die UDTs ihre Kommandoeinsätze auf das Unterbrechen von feindlichen Nachschublinien, wie die Sprengung oder Verminung von Eisenbahnverbindungen, Brücken und Straßen. Durch diese Erfahrungen bzw. solche Operationen, die außerdem sehr erforderlich waren, verfeinerten die UDTs ihre In- und Exfiltrationstechniken. Durch diese großen Erfolge entwickelte man verschiedene Absetztechniken von Hubschraubern und begann einige Teams als Fallschirmspringer daraufhin auszubilden. Durch die gute Beziehung zu Südkorea, setzte man bei Operationen, gemeinsam mit südkoreanischen Kommandoeinheiten, das UDTs ein. Außerdem führte man gemeinsam auch Handstreiche (Direct Action) auf Schlüsselstellungen aus diese Missionen waren sehr erfolgreich. Folgende Einheiten des UDT, das waren das UDT 1 und 3, spezialisierten sich auf Spezialaufklärungeinsätze, den sogenannten Special Reconnaissance. Diese fanden immer tief hinter feindlichen Linien statt und wurden fast immer gemeinsam mit einheimischen Guerillakräften durchgeführt, ähnlich denen, wie sie das OSS im Zweiten Weltkrieg unternahm.
Nach dem Koreakrieg konzentrierte sich das US Militär sehr stark auf die Weiterentwicklung der Tauchtechnik. Es entstanden daraus folgende die Verfahren SCUBA und Rebreather, weiterhin wurden große Anstrengungen in das Training von Infiltration aus der Luft per Hubschrauber verbessert. Außerdem wurde auch noch die Exfiltration per Skyhook-Verfahren entwickelt. Dieses Verfahren wird wie folgt durchgeführt: ein UDTs Taucher lässt einen Heliumballon starten, mit dem er per Seil verbunden ist. Eine mit einer speziellen Seilfangeinrichtung an der Nase ausgerüstete C-130 nimmt das Seil im Flug auf und zieht damit den Taucher aus dem Wasser, bis dieser an der geöffneten Heckklappe von der Bordcrew der C- 130 geborgen wurde. Ab 1958 wurden erstmals ein speziell aufgestelltes Team gegründet, das aus besonders qualifizierten Schwimmern aller UDTs bestand. Dieses Team wurde zur Bergung der ersten Raumkapsel des Mercury-Programm zusammengestellt und speziell für diese Aufgabe vier Monate lang ausgebildet. Bei den späteren Bergungen desselben Programms und der Nachfolgeprojekte Gemini und Apollo, wurde ebenso verfahren. Die im Koreakrieg eher aus der Not geborenen zusätzlichen Einsatzprofile, Kommandoeinsätze, triphibische Verbringung (In- und Exfiltration) sowie Guerillakriegführung waren später der ausbildungstechnische Grundstein für die später gegründeten US Navy SEALs.


 

Die erste Aufstellung:



Die erste Aufstellung der heutigen Navy Seals wurde durch den damaligen Präsident John F. Kennedy in Auftrag gegeben und basierten auf deren Konzept der unkonventionellen Kriegführung. Mitte Januar 1962 wurden die ersten zwei Navy SEAL- Teams unter dem Namen SEAL Team ONE und SEAL Team TWO aufgestellt.

Im Krieg

Der erste Kriegseinsatz Vietnamkrieg:

 

Anfang 1963 zunächst unter dem Kommando des damaligen örtlichen CIA-Residenten wurden die Seals als Ausbilder für südvietnamesischer Truppen besonders der „vietnamesischen SEALs“ Lien Doc Nguoi Nhia (LDNN) sowie Aufklärungseinheiten (Provincial Reconnaissance Units) in Da Nang eingesetzt, dabei stellten die Seals die Ausbilder dieser neuen Truppen. Ab 1964 wurden dann auch die SEALs dem Military Assistance Command Vietnam kurz MACV, das war der militärische Oberkommando für Vietnam, unterstellt und erstmals direkte Kombattanten im Vietnamkrieg. Durch ihre zahlreichen Einsätze hinter den feindlichen Linien, erwarben die Seals einen exzellenten Ruf als Kämpfer und waren beim Kriegsgegner, soweit überhaupt als eigenständige Einheit wahrgenommen, und auch sehr gefürchtet. Neben ihren ursprünglichen Aufgaben waren die Seals auch maßgeblich an dem von der CIA geleiteten Phoenix-Programm beteiligt. Diese Operation umfasste die gezielten Liquidierung von kommunistischen Führungskadern hinter feindlichen Linien, dem rund 6500 (das sind die Zahlen aus US-Quellen) Personen zum Opfer fielen. Im Februar 1966 wurde das SEAL Team ONE nach Vietnam beordert um an verschiedene Operationen im Raum Nha Be teilzunehmen. Nach US militärischen Quellen verließ das letzte SEAL-Platoon am 7. Dezember 1971 Vietnam, außerdem verließen die letzten Ausbilder Vietnam im März 1973. Die Gesamtzahl der in Vietnam eingesetzten SEALs betrug nicht mehr als 200 Soldaten und davon etwa 30 Offiziere.


 


 
 

Schlachten an denen die Navy Seals teilgenommen haben
Vietnamkrieg
Multinational Force im Libanon
Operation Urgent Fury
Befreiung der Achille Lauro
Operation Just Cause
Operation Desert Storm
Operation Restore Hope
Schlacht von Mogadischu
Operation United Shield
Operation Enduring Freedom
Operation Red Wing
Operation Iraqi Freedom
Befreiung der Maersk Alabama
Ausschaltung Osama bin Ladens

 


Alle bestehenden Navy SEAL Teams
Abzeichen
Team
Dislozierung
Anzahl der Züge
Hauptquartier
Besonderheiten
 
SEAL-TEAM ONE
weltweit
8 Züge
Coronado, Kalifornien
---
 
SEAL-TEAM TWO
weltweit
8 Züge
Little Creek, Virginia
Team Two ist als einziges auf Gebirgs- und Winterkampf (arctic warfare) spezialisiert.
 
SEAL-TEAM THREE
weltweit
8 Züge
Coronado, Kalifornien
---
 
SEAL-TEAM FOUR
weltweit, aber mit den Schwerpunkt Mittel- und Südamerika
10 Züge
Little Creek, Virginia
Team Four hat einen spanischen Sprachschwerpunkt.
 
SEAL-TEAM FIVE
weltweit
8 Züge
Coronado, Kalifornien
---
 
SEAL-TEAM SIX
weltweit
geheim
Dam Neck, Virginia
Vormals das SEAL Team SIX. Wurde 1987 aufgelöst und als United States Naval Special Warfare Development Group (DEVGRU) neuaufgestellt. Die DEVGRU untersteht operativ nicht dem NAVSPECWARCOM, sondern dem US Joint Special Operations Command (JSOC), einem Teilstreitkräfte übergreifenden Kommando für militärische Terrorismusbekämpfung, das auch die Delta Force führt.
 
SEAL-TEAM SEVEN
weltweit
8 Züge
Coronado, Kalifornien
---
 
SEAL-TEAM EIGTH
weltweit, aber mit Schwerpunkt Karibik, Afrika und Mittelmeerraum
8 Züge
Little Creek, Virginia
---
 
SEAL Team TEN
weltweit
8 Züge
Little Creek, Virginia
---
 
 
SEAL Delivery Vehicle Team ONE
weltweit
---
Pearl Harbor, Hawaii
---
 
SEAL Delivery Vehicle Team TWO
weltweit
---
Little Creek, Virginia
---


 

 

 

 



Petty Officer Second Class Michael Anthony Monsoor erhielt für seine herausragenden Einsätze als MG-Schütze in 11 Gefechten den Bronze Star verliehen.
Außerdem erhielt er am 9. Mai 2006 für die Rettung eines verwundeten Kameraden aus feindlichem Feuer dem Silver Star.
Weiterhin wurde ihn am 8. April 2008 für sein handeln in Ramadi im Weißen Haus postum die Medal of Honor verliehen.
2008 gab die US Navy bekannt, das ein Zerstörer der neuen Zumwalt-Klasse nach ihm benannt werden soll USS Michael Monsoor (DDG-1001).

 

Ereignis in Ramadi:

 

Am 29. September 2006 war Michael Anthony Monsoor im umkämpften Ramadi im Einsatz, zusammen mit drei weiteren Teamkameraden und acht irakischen Soldaten. Das Team wurde da als Überwachungsposten eingesetzt, als sich etwas später ein Feuergefecht gegen Taliban Kämpfern entwickelte. Während dieses Gefechtes wurde ein feindlicher Kämpfer getötet und ein weiterer schwer verwundet, als ein Aufständischer eine Splittergranate auf das Dach schleuderte auf den sich die SEALs befanden. Obwohl Monsoor sich aufgrund seiner Platzwahl als einziger vom Dach in Sicherheit hätte bringen können, warf er sich jedoch stattdessen auf die Granate um seine Kameraden zu schützen und erlag ca. 30 Minuten später den schweren Verletzungen, die er durch die Explosion davontrug. Seine drei Teamkameraden und die irakischen Soldaten überlebten unverletzt das Gefecht.


 

 

 

Lieutenant Michael Patrick Murphy wurde für seinen Einsatz während der Operation Red Wing gegen einen hochrangigen Taliban-Führer nahe der Grenze zu Pakistan im Oktober 2007, posthum die Medal of Honor verliehen, der höchsten Tapferkeits-Auszeichnung der US-Streitkräfte.
Außerdem gab die US Navy am 8. Mai 2008 bekannt, das der 62. und letzte Zerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, DDG-112, nach Murphy benannt werden soll.


 

Ereignis bei der Operation Red Wing:



Die Operation Red Wing wurde am 28. Juni 2005 unter Führung des Lieutenant Murphy durchgeführt. Er kommandierte ein 4-Mann-SEAL-Team, das mit einem Hubschrauber in einer abgelegenen Bergregion östlich von Asadabad abgesetzt wurde. Der Auftrag war es einen gesuchten Taliban-Führer, es handelte sich um Ahmad Shah, zu lokalisieren. Das Team bestand aus Murphy, den Sonar Technician 2nd Class Matthew G. Axelson, Gunner’s Mate 2nd Class Danny P. Dietz, und Hospital Corpsman 2nd Class Marcus Luttrell. Kurz nach ihrer Landung jedoch stießen die SEAL auf drei afghanische Schäfer. Später berichtete der einzige Überlebende der Operation, Marcus Luttrell in seinem Buch „Lone Survivor“, dass das Team erwogen haben soll, diese zufälligen Zeugen auszuschalten, um nicht das Risiko einzugehen entdeckt zu werden. Lieutenant Murphy aber entschied schließlich die Schäfer weiterziehen zu lassen. Diese Entscheidung hatte später tödliche Folgen für die SEALs, denn die Schäfer alarmierten tatsächlich die Taliban. Zunächst stießen 30 und später noch mehr Taliban-Kämpfer herbei. Diese griffen die vier US-Soldaten von drei Seiten an. In einem etwa 45 Minuten dauernden Feuergefecht wurden alle vier SEALS zunächst verwundet. Als Lieutenant Murphy seine Deckung verließ, um von einen offenen nicht abgeschirmten Standpunkt aus über Funk Hilfe anzufordern, wurde er jedoch tödlich verwundet. Auch die SEALS Matthew G. Axelson und Danny P. Dietz wurden in dem Gefecht später jedoch getötet. Marcus Luttrell wurde durch die Explosion einer Rakete schwer verwundet und bewusstlos einen Abhang heruntergeschleudert. Obwohl durch Explosion er drei Wirbel gebrochen hatte und er weitere zahlreiche schwere Verletzungen erlitten hatte, gelang es Marcus Luttrell, sich vor den Taliban zu verbergen. Er wurde von Paschtunen entdeckt und in ihr Dorf gebracht. Die Dorfbewohner verbargen ihn drei Tage lang und weigerten sich, den Verletzten an die Taliban auszuliefern, bis er schließlich von US-Truppen in Sicherheit gebracht werden konnte. Nach Äußerungen des kommandierenden Admirals der US Navy SEALS wurden bei dem mehrstündigen Gefecht mindestens 35 Taliban-Kämpfer durch die SEALs getötet. Matthew G. Axelson und Danny P. Dietz wurden posthum mit dem Navy Cross, der zweithöchsten Tapferkeitsauszeichnung der US Navy ausgezeichnet. Auch Marcus Luttrell wurden 2006 mit dem Navy Cross ausgezeichnet. Lieutenant Michael P. Murphy wurde 2007 posthum mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Murphy wurde später dann auf dem Calverton National Cemetery beigesetzt.

Reagan Ära

Die neue Ära President Reagan:

 

Das legendäre SEAL Team SIX

 

Nachdem das im Jahr 1980 aufgestellte Navy SEAL Team SIX durch Unregelmäßigkeiten bei der Beschaffung von Ausrüstung und Verwendung von Geldmitteln, in der Navy in Verruf geriet, wurde es Mitte der 90er-Jahre aufgelöst und als US Naval Special Warfare Development Group (DEVGRU) wieder neu aufgestellt und existiert seitdem so bis heute in der Navy. Der damalige Teamgründer Richard Marcinko wurde wegen Veruntreuung von Geldern zu einer Haftstrafe von zwei Jahren verurteilt.

 

Operation Urgent Fury die Invasion von Grenada:

 

Auch in Grenada waren Navy SEALs wieder im Einsatz, unter anderem zur Rettung des grenadischen Gouverneurs Sir Paul Scoon während der Operation Urgent Fury.

 

Naval Special Warfare Command:



Die Aufstellung des Naval Special Warfare Command bewirkte eine neu Strukturierung aller Special Einsatzkräfte der USA und stellte diese dadurch auf eigene finanzielle Möglichkeiten. Außerdem trennte man sie aus ihre Zusammenfassung im United States Special Operations Command (SOCOM) (dt. „US-Oberkommando für Sondereinsätze“) von ihren Mutterteilstreitkräften ab. Dies hatte den Vorteil, dass die Specialstreitkräfte nun nicht mehr mit ihren Teilstreitkräften um Etats konkurrieren mussten und fortan nicht mehr finanziell eingeschränkt waren. Durch diese Maßnahmen entstand eine eigene Teilstreitkraft, in der alle Special Forces Verbände ob es die Army, Air Force oder die Navy ist. Ab den 16. April 1987 richtete die Navy im Marinestützpunkt Coronado, der in der Nähe von San Diego, Kalifornien liegt, das US Naval Special Warfare Command kurz NAVSPECWARCOM oder auch als NAVSOC bezeichnet ein. Dabei hat das neue Oberkommando die Aufgabe die Einsatzbereitschaft, Ausbildung und Verfügbarkeit sämtlicher Sondereinsatzkräfte der Navy zu gewährleisten und sie mit Material und Ausrüstung zu versorgen. Dabei fungiert es auch als maritimes Komponentenkommando des übergeordneten US Special Operations Command (SOCOM), in dem alle militärischen Sondereinsatzkräfte der Vereinigten Staaten vereint sind.

Weitere Einsätze

Nach dem Kalten Krieg bis Heute:

 

Panama, Somalia und Bosnien:

 

 



Die Navy Seals führten verschiedene Einsatze in Panama zwischen den Jahren 1989 und 1990 durch. Außerdem wurden Einsätze am Persischen Golf während der Operation Earnest Will in den Jahren 1987 bis 1991 sowie in Somalia, Bosnien (Operation Joint Endeavor), Haiti und Liberia durchgeführt. Ab dem Jahr 1997 wechselten mehrere frühere Angehörige der Navy-SEALS in verschiedene privaten Sicherheits- und Militärunternehmen über, darunter auch zu Blackwater Worldwide in den USA.
 

Afghanistan (Operation Enduring Freedom):

 

 

 

In den Jahr 2002 nahmen SEALs als Teil der Combined Joint Special Operations Task Force, kurz für CJSOTF South an der Operation Anaconda, in Afghanistan teil und im Jahr 2003 wurden sie im größeren Rahmen bei der Invasion des Iraks (Operation Iraqi Freedom), zur Sicherung der Ölterminals und Hafenanlagen in Umm Qasr, verstärkt eingesetzt. Im September 2008 wurden rund 20 SEALs, die durch Hubschrauber und ein sogenanntes Gunship, dies ist ein schwerbewaffnetes Flugzeug vom Typ AC-130 Spectre, in Südwasiristan in Pakistan gegen mögliche Al-Qaida-Kämpfer eingesetzt. Ende 2008 erhielt Lieutenant Michael P. Murphy posthum für seine Einsätze in Afghanistan die Medal of Honor. Nach ihm wurde später der Lenkwaffenzerstörer USS Michael Murphy (DDG-112) benannt. Der Soldat Michael Anthony Monsoor erhielt auch 2008 ebenfalls posthum die Medal of Honor für seinen Einsatz im Irak.

 

Horn von Afrika:

 

Im Jahr 2009 befreite ein SEAL-Team den in einem Rettungsboot von vier somalischen Piraten gefangen gehaltenen Kapitän Richard Phillips des Containerschiffs Mærsk Alabama. Beim Einsatz töteten die SEALs drei der vier Piraten.

 

Pakistan die (Operation Geronimo):

 

 



Bei der Operation Geronimo, die am 2. Mai 2011 durch Navy SEALs durchgeführt wurde, wurde der damals meistgesuchte Terrorist der Welt, Osama bin Laden, der auch als Drahtzieher für die Anschläge am 11. September 2001 verantwortlich gemacht wird, von Angehörigen der United States Naval Special Warfare Development Group in Abbottabad aufgespürt und erschossen. Ein weiterer Deckname dieses Einsatzes war auch noch Operation Neptune’s Spear. Dabei wurden vier Helikopter sowie 25 Soldaten und ein Hund eingesetzt, wobei ein Helikopter während des 40-minütigen Einsatzes jedoch notlanden musste und danach von den eigenen Soldaten zerstört werden musste.
 

 

Auftrag/Aufstellung

Der Auftrag der Navy Seals:

 

Ihr Einsatzgebiet umfasst die Marine die Luftlandung hinter feindlichen Linien und auch auf den Boden finden die SEAL ihr Arbeitsgebiet. Dabei umfasst ihr Aufgabenspektrum die Aufklärung und die Abwehr feindlicher Aufklärung, direkte Kampfeinsätze, unkonventionelle Kriegführung sowie Terrorismusbekämpfung. Außerdem die Unterstützung anderer US-Behörden beim Kampf gegen den internationalen Drogenhandel, weiterhin Befreiungs- und Rettungsoperationen. Unkonventionelle Kriegführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politisch schwierigem Umfeldern, unter anderem werden auch Guerilla-Kriegführungen gegen wichtige Ziele hinter feindlichen Linien durchgeführt, psychologische Kriegführung und Sabotage bilden da auch eine große Rolle im Aufgabengebiet der Navy SEALs. Diese Einsatze sind vor allem auf maritime und küstennahe Umgebungen/Gebiete ausgelegt, dabei setzen die SEALs auf die unerkannte Bewegung zum Einsatzziel durch das Wasser zu kommen, blitzartige Operationen und den schnellen Rückzug auf dem Wasserweg. Dies soll ihnen den Zugriff auf Objekte ermöglichen, die für größere Verbände nicht oder nur nach schweren Kämpfen und starken Verlusten erst möglich wäre. Weiterhin legt das Konzept der Navy SEALs hohen Wert auf eine gute Zusammenarbeit mit einer Vielzahl anderer Truppengattungen und Funktionsfähigkeit unter Einsatzbedingungen ob das Friedens- oder Konflikt- bis hin zum Kriegsfall sind die SEALs sind immer Einsatzbereit. Da die SEALs meist nur in kleinen Teams operieren, haben sie eine geringe Feuerkraft, und können, wenn sie von größeren Einheiten entdeckt werden, leicht aufgerieben werden. Deshalb ist es wichtig, dass sie während des Einsatzes nicht entdeckt werden und Rückzugsmöglichkeiten haben.


 

Aufstellung und Organisation:

 

Zur Zeit gibt es etwa 2.450 Navy SEALs sowie ihre Unterstützungseinheiten diese gliedern sich in zwei Marine-Sondereinsatzgruppen den sogenannten Naval Special Warfare Groups mit den Hauptquartieren Coronado dieses für den folgenden Schwerpunkt Pazifik, Indischer Ozean und Amerika zuständig außerdem gibt es noch Little Creek, Virginia das für den Einsatzschwerpunkt Atlantik, Europa, Afrika zuständig ist. Dabei besteht eine Sondereinsatzgruppe aus vier SEAL-Teams, die jeweils aus 8 Zügen sogenannte Platoons besteht, und ein SEAL Delivery Vehicle kurz SDV Team, das für die U-Boote verschiedener Größen zuständig ist, die die SEALs zu ihren Einsatzorten bringen kann. Weiterhin besteht die Personalstärke pro Zug aus 16 Mann. Der Sondereinsatzgruppe in Little Creek ist rein administrativ noch eine fünfte Mannschaft, die United States Naval Special Warfare Development Group (DEVGRU) zugeordnet. Dabei wird jedoch diese Einheit nur als reine Anti-Terror-Einheit eingesetzt. Sie arbeitet auch mit der Delta Force zusammen und ist dem US Joint Special Operations Command (JSOC) unterstellt. Darüber hinaus existieren mehrere kleine, weltweit stationierte Führungszellen, die einen schnellen Einsatz der SEALs ermöglichen sollen. Weiterhin gehören dem Marine-Sondereinsatzkommando verschiedene Logistik- und Führungstruppen sowie Einheiten mit Spezialbooten den sogenannten Special Boat Squadrons, kurz SBS an. Dabei sind die SBS mit speziell ausgerüsteten Booten ausgestattet und werden von den sogenannten Special Warfare Combatant-craft Crewman ,die Kurzform/Abkürzung SWCC bedient.
Zu der Ausrüstung gehören Boote vom Typ Mark V Special Operations Craft (MKV SOC), ein Aluminiumboot für Küstenpatrouillen und Plattform für Sondereinsätze außerdem weitere Boote von Typ Festrumpfschlauchbooten bis zu kleineren Patrouillenboote aus Aluminium für Flusseinsätze. Alle diese Boote werden genutzt um die SEALs oder andere Spezialeinheiten zu ihren Einsatzorten schnell und sicher zu bringen bzw. dort Operationsunterstützung zu leisten. Für den Lufttransport nutzen dabei die SEALs die Kapazitäten der Navy, der Air Force und des 160th Special Operations Aviation Regiment (Airborne).


 

 

 

(Teil 2 / Teil 3) / Teil 4)


 

Rekrutierung und Ausbildung der Navy SEALs:

 

 

 

Die Ausbildung der SEALs gilt als eine der anspruchsvollsten und härtesten, die man auf der Welt machen kann. Darum ist ein bestehen dieser Ausbildung so schwer. Es beginnt mit einer 26-wöchigen Kampfschwimmerausbildung, die als Basic Underwater Demolition oder auch SEAL oder BUD/S genannt wird. Danach beginnt eine fünfwöchige Sprung- und Fallschirmausbildung für die Soldaten, die sehr anspruchsvoll ist und sich sehr stark von der Airborne Ausbildung unterscheidet. Haben die angehenden SEALs diese Hürden gemeistert, erhalten sie die Naval Special Warfare Classification kurz vorm lautet NEC und steht für Spezielle Marinekampfklassifikation. Abschließend nach diesen drei Ausbildungsabschnitten, müssen die zukünftige SEALs das sogenannte SEAL Qualification Training (SQT) bestehen. Dieses wird in einen Zeitraum von 15 Wochen abgehalten. Haben die Anwärter auch dieses Training gemeistert, erhalten sie anschließend ihr SEAL-Abzeichen. Die Durchfallquote beträgt bei allen Schritten zwischen 70 bis 80 Prozent, wobei ein großer Teil in der sogenannten „Höllenwoche“ ausscheidet, in der die Anwärter von den Ausbildern mit Schlafentzug und Training bis an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden. Nachdem diese Ausbildungsschritte abgeschlossen sind, wird der neue SEAL einem SEAL oder SEAL Delivery Vehicle Team zugewiesen, anschließend erfolgt ein 18-monatiges Vertiefungstraining. Erst nach diesem Training werden SEALs für Einsätze zugelassen.

 

 

Waffen/Ausrüstung/Museum

Waffen und Ausrüstung der Navy SEALs:


 

Eingesetzte Boote bei den Navy SEALs:

 

 

 

Neben der umfangreichen Standardausrüstung der US Navy, können die SEALs auch noch auf speziell für ihre Bedürfnisse abgestimmte Entwicklungen zurückgreifen. Das United States Naval Special Warfare Command hat unter anderem für die SEAL Teams folgende vier Wasserfahrzeuge in Auftrag gegeben. Zum einen das Mark V-Schnellboot, dieses wird für den Transport von Special Operations Forces kurz SOF verwendet, jedoch hauptsächlich für den Transport von SEALs eingesetzt. Diese Boote werden zum Ein- und Ausschiffen von SEAL Teams verwendet, aber auch für Küstenpatroullienfahrten an der US Küste. Unter allen Booten ist das Mark V das neueste Special Operations Craft (SOC), das für Naval Special Warfare bei den Special Boat Teams eingeführt und eingesetzt wird. Die ersten Boote des Typ MARK V wurden bereits nach 18 Monaten nach der Entwicklung im Dienst gestellt, dies verdankt man den Bemühungen des „United States Special Operations Command“ und des „Special Operations Acquisition Executive“.

 

 

 

Das Special Operations Craft Riverine, die Abkürzung lautet SOC-R ebenfalls, ein neues Boot, das den Special Boat Teams untersteht wurde und dort zum Einsatz kommt. Dabei wurde diese Boot wieder als Schnellboot mit hoher Fracht- und Waffenkapazität entwickelt. Außerdem war auch von Bedeutung auf Flüssen, tief im Landesinneren, zu operieren, um Einsatzteams schnell verlegen zu können bzw. dies gewährleistet ist. Das SOCR hat eine Länge von 9,50 m und eine Breite von 2,75 m. Wenn man bedenkt, das es nur einen Tiefgang von nur 20 cm hat, ist es optimal für den Einsatz auf flachen Flüssen. Dabei bringen zwei Dieselmotoren 880 PS, dass gibt einen ausreichenden Schub, um schnell auf die Maximalgeschwindigkeit von ca. 42 Knoten (etwa 78 km/h) zu bringen. Außerdem macht der Aluminiumrumpf das Boot sehr leicht, aber dennoch auch sehr robust, was sehr positiv ist. Es kann problemlos bis zu 9.300 kg an Personal, Waffen und Munition transportieren. Aufgrund seiner geringen Größe kann es mit einen Hubschrauber z.B. vom Typ CH-47 oder CH-53 luftverlegt werden, was den Einsatzradius sehr erweitert. Der Rumpf hat außerdem Montagemöglichkeiten für ballistische Schutzplatten, sowie für diverse Waffensysteme. Dabei werden üblicherweise Waffen, wie das M2 Kaliber 50 Maschinengewehr oder auch das Mk-19-Granatwerfer sowie 7,62-mm-Miniguns, montiert.


 

Eingesetzte Kleinst-U-Boote bei den Navy SEALs:

 

Das SEAL Delivery Vehicle MK8 das auch als Swimmer Delivery Vehicle bezeichnet wird, ist ein Kleinst-U-Boot, mit dem ein kleines Team unbemerkt an Land gebracht werden kann. Wichtig ist bei diesen U-Boot, es verfügt über keine Druckkammer. Jedoch werden die SEALs in der gefluteten Zelle über ein Atemluftsystem mit Sauerstoff versorgt. Maximal kann das Kleinst U-Boot vier Taucher über eine Entfernung von 8 bis maximal 12 Kilometern transportieren. Der Antrieb wird über eine Lithium-Ionen Batterie angetrieben. Es handelt sich dabei um einen reinen Elektro-Antrieb, außerdem ist es mit Navigations- und Kommunikationselektronik ausgestattet. Das Absetzen der Kleinst U-Boote passiert für gewöhnlich durch normale U-Booten, wie z.B. über Schiffe der Los-Angeles-Klasse. Dies wird per Huckepack-Verfahren durchgeführt. Die SEALs an Bord können sich durch eine Schleuse im Trockenen vorbereiten und müssen erst unmittelbar vor dem Fluten auf ihre Rebreather zurückgreifen.

 

 

 

Im Arsenal der Navy SEALs existiert weiterhin das sogenannte Advanced SEAL Delivery System. Es handelt sich ihr um ein etwa 20 Meter langes Kleinst-U-Boot, das eine Verdrängung von etwa 70 Tonnen hat. Die Bedienung erfolgt durch eine zweiköpfige Crew. Eine Lithium-Ionen Batterie wird auch wieder hier für den Antrieb verwendet und sorgt so für ausreichend Energie, um bei einer Geschwindigkeit von fast 7,5 Knoten (ca. 14 km/h) und einer Tauchtiefe von maximal 200 Fuß (ca. 61 m) einen Einsatzradius von rund 200 km zu ermöglichen, so dass sie SEALs eine gute Mobilität haben und schnell bzw. unerkannt zu ihren Einsatzorten gelangen können. In der Druckkammer können bis zu 14 SEALs, mit z.B. leichtem Gepäck oder 8 SEALs mit Standardausrüstung, unter anderem Tauchausrüstung und Waffen transportiert werden. Das Mini U-Boot verfügt über eine Schleuse, die es ermöglicht, SEALs unter Wasser abzusetzen und auch wieder aufzunehmen, dadurch erspart man sich das gesamte U-Boot zu fluten, was die unerkannte Kampfweise stark verbessert und unterstützt. Außerdem verfügt das das Mini U-Boot über einen passiven und aktiven Sonar, sowie Navigations- und Kommunikationsausrüstung, die es den SEALs ermöglich jederzeit mit dem Hauptquartier in Kontakt zu treten.

 

 


 

Das Museum der US Navy SEALs:

 

Seit 1985 existiert das National Navy SEAL Museum in der Nähe von North Hutchinson Island (Florida) es ist das einzige Museum dieser Art auf der Welt und in den USA, das einzige, dass sich mit der Geschichte der Navy SEALs beschäftigt. Unter anderem wird da auch die Ausrüstung der Navy Underwater Demolition Teams und der SEAL-Teams ausgestellt. Finanziert wird das Museum über das Non-Profit-Organisation UDT-SEAL Museum Association, Inc. Außerdem wird es demnächst unter der Trägerschaft der U.S. Navy stehen und auch verwaltet werden.