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Das Thema

USS Roper gegen U-85


Die USS Roper (DD 147) - ein Zerstörer der Wickes-Klasse


Geschichte

Es geschah am 14. April 1942 an der Ostküste der USA. Es war kurz vor 0.00 Uhr, als der Zerstörer USS Roper DD-147 mit 18 Knoten, Kurs 162 östlich von Nag Head fuhr. Kurz nach Mitternacht hatte er bei 192 Grad in 2.500 Metern Entfernung einen Radarkontakt. Die neuen Radargeräte der U-Boot Abwehr brachten den Zerstörern erhebliche Vorteile gegenüber den U-Booten ein, denn sie konnten sie recht schnell aufspüren. Was in dieser Nacht vom Zerstörer Roper auf dem Radarschirm zu sehen war, war U-85, ein U-Boot der Deutschen Kriegsmarine auf Feindfahrt. Sein Kommandeur Oberleutnant zur See Eberhard Greger und seine Mannschaft fuhren auf einem U-Boot des Typs VII-C. Möglicherweise war der Kontakt reiner Zufall gewesen. Später behauptete die Nachrichtendienstabteilung des 5 ND Folgendes zu diesem Ereignis: „Die Roper stolperte nicht zufällig über die U-85.“ Aber wie dem auch gewesen sein mag, der Radarkontakt wurde durch Schallortung der Propellergeräusche bestätigt und bald darauf sichteten die Ausgucke das verdächtige Objekt. Der Kapitän, Lieutenant Commander Hamilton W. Howe, gab Gefechtsalarm und ging zum Angriff über. Während die schnellere Roper mit ihren über 20 Knoten den Abstand verringerte, versuchte U-85 mit ständig wechselndem Kurs zu fliehen.


Der Ort des Geschehens vor der Küste von North Carolina

Howe hielt sich leicht im Steuerbordviertel, um sich nicht einen Torpedo einzufangen. Was sich als weise Entscheidung herausstellen sollte, denn als er auf 640 Meter an das U-Boot heran gekommen war, jagte ein Torpedo dicht an der Backbordwand des Zerstörers vorbei. Er war also gewarnt.

Bei 250 Metern fingen die Suchscheinwerfer des Zerstörers den Turm von U-85 ein, so dass der diensthabende Offizier auf der Brücke es positiv identifizieren konnte. Es drehte jetzt nach Steuerbord, wodurch es in den Wendekreis des Zerstörers lief, vermutlich um zu tauchen. Die Scheinwerfer folgten dem U-Boot und Howe gab den Feuerbefehl, zunächst für das Maschinengewehr Nummer 1, das zielsicher die auf den Stationen hastenden Geschützbedienungen des U-Bootes niedermähte. Dann feuerte die 10,2 cm Kanone direkt auf den Kommandoturm. Die Roper kam nicht mehr dazu selbst einen Torpedo auf das U-Boot abzuschießen, denn das U-Boot begann wegzusacken, aus eigenem Willen oder weil es so stark beschädigt war.


U-85 vor dem Auslaufen zu seiner letzten Feindfahrt

Ungefähr 40 Besatzungsmitglieder verließen das U-Boot. Howe entschied sich dafür, sie nicht zu retten, sondern die Vernichtung des U-Boots hier in den Gewässern vor der Ostküste der USA als persönlichen Sieg zu feiern. Zu groß waren die Demütigungen und die Enttäuschung über das Versagen der US- Marine in den vergangenen drei Monaten. In diesen drei Monaten hatten deutsche U-Boote die gesamte Atlantikküste der USA verunsichert und den Alliierten schwere Verluste zugefügt. Auch U-85 gehörte zu dieser großangelegten Offensive, mit dem Decknamen „Unternehmen Paukenschlag“, durch die Kriegsmarine.

Howe ließ 11 Wasserbomben in den Strudel hineinwerfen indem das U-Boot unterging. Sie gaben U-85 den Rest und töteten viele der Besatzungsmitglieder von U-85. Die Roper blieb bis Tagesanbruch vor Ort liegen. Als ein Sunderland-Flugzeug angeflogen kam, warf die Besatzung der Sunderland eine Wasserbombe auf die Wrackteile und auf den Ölfleck. Die Roper folgte diesem Beispiel und warf nochmal 2 Wasserbomben auf die gleiche Stelle. Um 8.30 Uhr kreisten 11 Flugzeuge um die Untergangsstelle von U-85.
29 Besatzungsmitglieder von U-85 konnten tot geborgen werden, der Rest blieb verschollen.
Die Amerikaner sahen jetzt, dass sie doch deutsche U-Boote versenken konnten.


Offizieller Versenkungsbericht der USS Roper


Quellen

siehe hierzu auch: "Unternehmen Paukenschlag"


Buch: Operation Paukenschlag ISBN: 3-548-3332-3.
wikipedia.org (Zugriff 14.10.2009)

Autor: Karaya234