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Das Thema

Operation Trio
Operation "Trio" war eine Wehrmachtsoperation, die am 15. April 1942 begann. Rund 18.000 Partisanen und 4.500 Tschetniks operierten in Ostbosnien. Dem wollte Wehrmachtsgeneral Paul Bader ein Ende setzen.


Vorgeschichte

Vorgeschichte:

Nachdem Deutschland halb Europa erobert hatte, befürchtete Hitler einen Einmarsch der Alliierten in Jugoslawien. So befahl er am 6. April 1941 den Angriff auf Jugoslawien und Belgrad wurde bombardiert. Die nicht gerade moderne Armee des Königreichs Jugoslawien hatte dem nicht viel entgegenzusetzen. Am 9.4.41 kapitulierte die königliche Armee.

Am 10.4.1941 rief der ehemalige Oberst Österreichs-Ungarns Slavko Kvaternik den unabhängigen Staat Kroatien (kroat.: Nezavisna Drzava Hrvatska; NDH) aus. Am 12.4.41 übernahm die faschistische Ustascha von Ante Pavelic die Macht. Als am 21.6.1941 das Unternehmen Barbarossa begann, riefen die jugoslawischen Kommunisten unter Josip Broz - Tito am darauf folgenden Tag zum Aufstand gegen die Deutschen, Italiener und den kroatischen Ustascha auf. Sie überfielen den Ort Sisak. Seit dem verwendeten sie ihre Guerillataktik immer wieder, in dem sie sich in den Bergen Bosniens verschanzten und immer wieder Überfälle auf Einrichtungen der Deutschen und ihrer Verbündeten begingen.

Die Landschaft Bosniens ließ keine großen Panzerbewegungen zu und wegen des Russlandfeldzuges fehlte es an Infanterie, um Titos Partisanen wirksam zu bekämpfen. General Bader setzte in dieser Operation vor allem auf die Schwarze Legion von Oberst Jure Francetic, die sich seit Wochen schon mit den Tschetniks in schweren Kämpfen befand. Ihr Kampf gegen die Tschetniks begann Ende 1941. Sie eroberte die Dörfer Kasindol, Vares, Brgul, Zulet, Doboj, den Ugarberg, Koridjana und Konjic. In einer zweitägigen Aktion eroberte sie das gesamte Areal von Paklenica bis Bradarica. Am 11. Januar 1942 begannen Kämpfe bei Krivaje und Vijak, anschließend bei Careve, Cuprije, Olovo, Krivajica, Vozuce und Zavidovica. Am 1. Februar 1942 eroberte sie Han Krum, Han Pijesak, Mekote, Krusace, Crna Rijeka, Kraljevo Polje, Han Ploca, Vlasenica, Milica und Drinjacak. Am 20. Februar 1942 erfolgte die Eroberung von Senkovice, Sokolac, Vidric, Zljebova und Kosutic.

Wehrmachtsgeneral Bader beantragte beim OKW die Operation Trio. Trio stand für die 3 Verbündeten: Deutsche, Italiener und Kroaten. Der Plan hatte 3 Teile. Insgesamt standen General Bader 50.000 Soldaten zur Verfügung.


 
Deutsche Truppen
 
718. Infanterie-Division
737. Infanterie-Regiment der 717. Infanterie-Division
 
Italienische Truppen
 
1. Alpen-Division „Taurinense“
5. Gebirgsjäger-Division „Pusteria“
22. Infanterie-Division „Cacciatore di Alpi“
1. Alpen-Brigade „Alpi Valle“
2. leichte Panzer-Brigade „San Marco“
12. Artillerie-Brigade des 105. Regiments der 28. Division
 
Kroatische Truppen
 
Verbände der Domobrani
1. Bataillon des 13. Infanterie-Regiments
8. Infanterie-Regiment
15. Infanterie-Regiment
9. Artillerie-Brigade
3. Grenzbataillon
4. Grenzbataillon
 
Ustaschaverbände
Schwarze Legion mit 3 Bataillonen

 

 

Jure Francetić

Der Plan:
Der Plan sah vor, dass am 15. April die Operation Trio I begonnen und die Gegend östlich und südlich von Sarajevo vom Feind gesäubert werden sollte. Anschließend sollte an der Drina entlang in Richtung Norden (Trio II) vorgestoßen und dann am Berg Ozren (Trio III) abgeschlossen werden.


Die Operation

Die Operation:

Die Operation verlief von Anfang an nicht nach Plan. Die Schwarze Legion griff aber am 1. April ohne General Bader zu informieren, die Tschetniks in Vlasenice an. Am 8. April eroberte die Schwarze Legion den Ort Drinjaßa und am darauf folgenden Tag die Orte Bratunac und Srebrenica in Kämpfen gegen Tschetniks und Partisanen. In dem entstandenen Chaos zogen sich die größten Teile der Partisanentruppen nach Süden zurück, wo die italienischen Truppen stationiert waren. Die Italiener waren nicht in der Lage, ihren Teil der Aufgabe aus der Operation früher zu beginnen und General Bader beantragte beim Oberkommando der Wehrmacht die Operation komplett abzusagen, was ihm auch gestattet wurde.

Nachdem aber die Schwarze Legion am 10. April zum Grenzfluss Drina vorgestoßen war, gab General Bader den Befehl zur Unterstützung der Schwarzen Legion. Am 22. April startete die Wehrmacht ihre Offensive und vertrieb die Partisanen und Tschetniks aus Ostbosnien. Es gelang Bader, den Befehlshaber der Tschetniks Major Dangiß gefangen zu nehmen. Am 23. April starteten die italienischen Verbände ihren Angriff. Die 5. Gebirgsjäger-Division „Pusteria“ eroberte Čajniče, es gelang ihr aber wegen des erfolgreichen Widerstandes der Partisanen in der Westherzegowina nicht rechtzeitig, Goražde einzunehmen und so verpassten sie es, weiter nach Ostbosnien vorzustoßen. Das gestattete den Partisanen, sich ohne große Verluste hinter die Linie Kalinovik-Foča zurückzuziehen. Am 27. April brach die Wehrmacht ihre Offensive erfolglos ab.


Quellen

wikipedia (Zugriff 27.06.09)
vojska.net (Zugriff 27.06.09)
axishistory.com (Zugriff 27.06.09)

Autor: Jure Francetic