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Unternehmen "Wacht am Rhein"

Unternehmen „Wacht am Rhein

1944-45

 


 
Ardennenoffensive
Datum : 16. Dezember 1944 bis 21. Januar 1945
Ort : Ardennen, Belgien, Luxemburg
Ausgang : strategischer Sieg der Alliierten
 
Konfliktparteien
Vereinigte Staaten
Vereinigtes Königreich
Deutsches Reich
 
Befehlshaber
Alliierte
Wehrmacht
Dwight D. Eisenhower (Oberbefehlshaber SHAEF)
Bernard Montgomery (21st Army Group)
Omar N. Bradley (12th Army Group)
Gerd von Rundstedt (OB West)
Walter Model (Heeresgruppe B)
 
Truppenstärke
US-Army
Wehrmacht
etwa 83.000 Soldaten zu Beginn der Offensive,
400 Panzer,
400 Geschütze
etwa 200.000 Soldaten,
600 Panzer,
1.900 Geschütze
 
Verluste
Alliierte
Wehrmacht
87.000 Verluste
(19.276 Tote,
21.144 Gefangene/Vermisste,
47.139 Verwundete)
68.000 Verluste
(17.236 Tote,
16.000 Gefangene/Vermisste,
34.439 Verwundete)

 

Das Unternehmen „Wacht am Rhein“, auch Ardennenoffensive genannt, fand zwischen dem 16.Dezember 1944 bis zum Februar 1945 statt, dabei sollte die Maas erreicht und Antwerpen besetzt werden. Der Entschluss zur letzten deutschen Großoffensive, traf Hitler im November 44. Er dachte das ein empfindlicher Schlag die Amerikaner so einschüchtern würde, dass sie sofort in die USA zurückfahren und ein Frieden mit dem 3.Reich oder sogar ein Bündnis gegen die „Bolschewistische-Bedrohung“ schließen würde – eine mehr als unwahrscheinliche politische Darstellung von Hitler. Zur Offensive wurden die letzten Reserven der Wehrmacht herangezogen um für den „Endsieg“ zu sterben. Dabei waren vor allem Jungen der Hitlerjugend und die älteren Generationen beteiligt.


Ausgangslage

Ausgangslage Dezember 1944
 

Den Oberbefehl der Westfront hielt Gerd von Rundstedt, ein alter Haudegen der während des Krieges schon öfter als brillanter Taktiker hervorging. Die Heeresgruppe B war Walther Model unterstellt, der sich an der Ostfront den Ruf eines Feuerwehrmanns gemacht hat, indem er Heeresgruppen die kurz vor dem Zusammenbruch standen immer wieder stabilisiert hat.
Der Heeresgruppe B waren die 5.Panzerarmee, die 6.SS-Panzerarmee sowie die 7.Armee, die im Raum Elsenborn bis Echternach stationiert war. Den Deutschen Verbänden standen insgesamt 200.000 Soldaten, 600 Panzer, darunter Tiger I, Panther und Tiger II, sowie 1.900 Geschütze zur Verfügung, während die Amerikaner mit ca. 83.000 Soldaten, die meisten davon neue Rekruten und erschöpfte Soldaten, 400 Panzer und 400 Geschützen eine eher bescheidene Front stellten. Die Alliierten waren dem Oberbefehlshaber SHAEF, Dwight D. Eisenhower, unterstellt, darunter die 21. und die 12. Heeresgruppe. Die 21. Heeresgruppe war Bernard Montgomery und die 12. Heeresgruppe Omar N. Bradley unterstellt.

 


Amerikanische Soldaten, ohne Winterausrüstung, in ihren Verteidigungsstellungen in den Ardennen - Filmausschnitt Band of Brothers


Die Schlacht

Die Schlacht
 

 

 

Die Offensive der Wehrmacht und der Waffen-SS begann am 16.Dezember 1944, bei Beginn einer Schlecht-Wetterphase um die Luftüberlegenheit der Alliierten auszugleichen. Der Aufmarsch wurde unter strenger Geheimhaltung durchgeführt. Die Truppen wurden nur in der Nacht verlegt und es gab ein ausdrückliches Funkverbot. Das Hauptquartier von Model war im ehemaligen Hauptquartier des OKH in Hülloch. 41 Divisionen stießen auf der der 100 Km breiten Front vor und überraschten die amerikanischen Truppen dort, die zum ersten Mal Defensiv-agieren mussten. Die 6.SS-Panzerarmee, in der unter anderem die SS-Panzerdivisionen Leibstandarte Adolf Hitler, Das Reich, Hitlerjugend und Hohenstaufen waren, griff von Monschau aus über Elsenborn und Bullingen die Nordfront der Ardennen an. In der Armee war auch die Kampfgruppe „Peiper“, die bei dem Malmedy-Massaker einen unrühmlichen Ruf erhielt. Die 5.Panzerarmee von Hasso von Manteuffel griff die Amerikaner bei Ouren und Dasburg an, dies ebnete den Weg nach Clervaux. Aus über 1600 Artilleriegeschützen feuerten die deutschen 90 Minuten lang die komplette Alliierte Front an und stießen dann schnell mit Panzer- und Infanteriedivisionen vor. Die Amerikaner dachten erst, es handle sich um einen begrenzten Gegenangriff um die alte Front am Westwall wiederzuerlangen. Die Schlechtwetterperiode hatte zwar den Vorteil das die Alliierten Flugzeuge nicht starten konnten, aber behinderten das eigene Vorkommen ungemein. Dazu kam das Terrain in den Ardennen. Das hügelige, bewaldete und mit engen Straßen versehene Gebiet galt als für Panzer unpassierbar, obwohl die Wehrmacht dort schon 1940 vorstießen und Frankreich im Blitzkrieg. besiegten.

 


Befehlshaber der 6. SS-Panzerarmee, General Hasso von Manteuffel

 

Als ersten Erfolg konnte die 7. Armee zwei Regimenter der 106. US-Infanteriedivision in der Schneeeifel einkesseln und vernichten. Während dieser Kämpfe landeten mehrere Fallschirmjäger in Rahmen des „Unternehmen Stößer“ in den Ardennen, welches aber aufgrund des starken Schneesturms und der daraus resultierenden weiten Verteilung der Soldaten, ein großer Fehlschlag war.
Eisenhower reagierte auf die drohende Gefahr relativ schnell und so wurden die Alliierten Kräfte nördlich der deutschen Angriffsachse Montgomery und die südlichen Bradly unterstellt. Zudem bekam Patton und seine 3. Armee, welche vor dem Saarland standen, den Befehl einen Schwenk nach Norden zu machen und der Wehrmacht in die Flanke zu fallen. Außerdem wurde die 101. US-Luftlandedivision nach Bastogne verlegt um den wichtigen Verkehrsknotenpunkt in den Ardennen zu halten. Bastogne wurde kurze Zeit später dann von den deutschen Panzerverbänden dann auch eingekesselt. Die 101. US-Luftlandedivision, sowie viele versprengte amerikanische Soldaten, konnten der Belagerung des zahlenmäßig überlegenen Feindes vom 20. bis zum 27. Dezember standhalten, ehe sie von Patton entsetzt und von der US-Airforce versorgt wurden. Währenddessen kamen weitere Einheiten der Wehrmacht bis auf 10 Kilometer an die Maas heran. Der deutsche Vormarsch kam am 24. Dezember 1944 zum Stehen. Nachdem die deutsche Offensive zum Stehen kam, begannen vor allem die Amerikaner mit einer Gegenoffensive. Die Ausgangsstellungen vom 15. Dezember konnten im Februar 1945 wiedererlangt werden.

"Nuts!"
Die Antwort von Anthony McAuliffe, dem Befehlshaber von Bastogne, auf das deutsche Kapitulationsangebot.


Unternehmen

Unternehmen Bodenplatte
 
„Operation Hermann war exzellent geplant, aber strategisch gesehen zu spät durchgeführt. Ich war überrascht von der laienhaften fliegerischen Ausführung und der mangelhaften Tiefflug-Angriffstaktik der sonst außerordentlich fähigen deutschen Piloten.“
Air Vice-Marshall John Edgar „Johnnie“ Johnson, nach dem Unternehmen über den deutschen Angriff.
 

Durch das sich nach Weihnachten aufklärende Wetter konnten die Westalliierten ihre Luftüberlegenheit wieder voll ausnutzen. Um dies zu verhindern griffen die letzten Reserven der deutschen Luftwaffe am 1. Januar 1945 mehrere Alliierte Flugfelder in Belgien an. Dabei waren alle Jagdgeschwader die an der Westfront stationiert waren beteiligt. Hauptsächlich wurden einmotorige Flugzeuge wie die Messerschmitt Bf 109 und die Focke-Wulf Fw 190 dafür eingesetzt.
Die Alliierten Luftverbände verloren insgesamt 290 Flugzeuge und 180 wurden beschädigt. Die Luftwaffe des 3. Reichs verlor von den insgesamt 850 eingesetzten Flugzeugen 336. Durch die hohe Geheimhaltung wussten die eigenen Flakverbände nichts von diesem Unternehmen und beschossen aus Versehen die eigenen Flugzeuge noch.


 
Angriffziel
Geschwader
alliierte Luftwaffe
Wirkung
Antwerpen Deurne (Belgien) JG 77 4 Spitfre Staffeln der 2nd TAF
5 Typhoon Staffel der 2nd TAF
geringfügige Zerstörung
Asch (Belgien) JG 11 3 Staffeln P 51 der 351 US Fighter Group
3 Staffeln P 47 der 366 der US Fighter Group
geringe Zerstörung
Brüssel-Evere II/III JG 26 Zahlreiche amerikanische
und britische Jäger,
Bomber und Transportflugzeuge
schwere Zerstörung
Brüssel-Grimbergen I/JG 26, III/JG 54 Flugplatz war bis auf
6 Flugzeuge unbelegt und
für den Flugbetrieb gesperrt
geringfügige Zerstörung
Brüssel-Melsbroek JG 27, IV/JG 54 3 Aufklärerstaffeln der 2nd TAF
und 3 Bomberstaffeln
der 8. US Luftflotte
schwere Zerstörung
Eindhoven (Niederlande) JG3, I/JG 6 8 Typhoon Staffeln und
3. Spitfire- bzw Mustang Staffeln
der 2nd TAF
schwere Zerstörung
Sint-Denis-Westrem
(Belgien)
II/JG1 3 polnische Spitfire Staffeln
( 302.,308., und 317 Squadron)
schwere Zerstörung
heftige Luftkämpfe
Gilze-Rijen
(Niederlande)
I/KG 51, III/KG 76 3 Aufklärerstaffeln der 2nd TAF
(Mustang/Spitfire)
gerinfügige Zerstörung
Heesch
(Niederlande)
keine Angaben 5 Spitfire Staffeln der 2nd TAF ohne Wirkung
Le Culot
(Belgien)
JG 4 3 Thunderbolt Staffeln und
2 F-5 Staffeln der 9. US Luftflotte
ohne Wirkung
Maldegem
(Belgien)
I/JG 1 2 Spitfire Staffeln der 2nd TAF schwere Zerstörung
Metz-Frescaty
(Frankreich)
JG 53 ca. 40 Thunderbolts
der 365. Fighter Group
der 9. US Luftflotte
schwere Zerstörung
Ophoven
(Belgien)
II/JG 11 4 Spitfire Staffeln der 2nd TAF mäßige Zerstörung
Saint-Truiden
(Belgien)
JG 2, IV JG 4, SG 4 6 Thunderbold Staffeln
der 9. US Luftflotte
mäßige Zerstörung
Volkel
(Niederlande)
II/JG 6, III/ JG 6, 3 Typhoon- und
5 Tempest Staffeln der 2nd TAF
geringe Zerstörung
Woensdrecht
(Niederlande)
JG 77 5 Spitfire Staffeln der 2nd TAF,
die sich alle in der Luft befinden
ohne Wirkung
Ursel
(Belgien)
JG 1 Flugplatz bis auf
4 beschädigte Flugzeuge unbelegt
gerinfügige Zerstörung

Deutsche Angriffsziele, die eingesetzten deutschen Flugzeuge, die eingesetzten Alliierten Flugzeuge und ihre Wirksamkeit.
 

 

Unternehmen Stößer
 

Das Unternehmen Stößer war eines der wichtigsten Aktionen für eine erfolgreiche Offensive der deutschen Truppen in den Ardennen. Die Heeresgruppe B hatte nicht genug Treibstoff für einen Vormarsch bis nach Antwerpen - und da kommt dieses Unternehmen ins Spiel. Aufgabe der Fallschirmjäger war die Einnahme der Alliierten Nachschublager und diese zu halten, bis die Bodentruppen kamen. Die Einheit wurde Friedrich August von Heydte kommandiert und war Adolf Hitler direkt unterstellt. In den Planungen vom Oktober 1944 waren 3000 Fallschirmjäger vorgesehen, aber man konnte gerade einmal 1200 für diesen Einsatz zusammenziehen. 150 Transportmaschinen sollten die Fallschirmjäger 11 Kilometer nördlich von Malmedy absetzen.
Als die Truppen in der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember 1944 aus ihren Flugzeugen sprangen, hatten sie einige Probleme. Das sehr windige Wetter ließ einige von ihnen gegen Bäume und andere Hindernisse schlagen, wodurch 200 gestorben sind. Diejenigen die diesem Tod entkommen konnten hatten aber noch mehr Probleme. Durch den Wind wurden die Fallschirmjäger weit verstreut und so konnten sich an diesem Tag gerade einmal 140 von ihnen versammeln. Bis zum 19. Dezember sollte sich diese Zahl zwar auf 600 erhöhen, aber die anderen 600 waren Tod, versprengt oder Gefangengenommen worden. Damit stellt das Unternehmen Stößer einen der größten Verluste in sehr geringer Zeit während des zweiten Weltkrieges dar. Die aus den hohen Verlusten resultierende Kampfunfähigkeit zwang die Einheit zum Rückzug hinter die eigenen Linien, welche am 22. Dezember erreicht wurden.

 


Eine Gruppe Fallschirmjäger vor Beginn des Unternehmens - sie werden nie zurückkehren...

 

Unternehmen Greif
 

Das Unternehmen Greif besitzt in geschichtlicher Sicht viele Aspekte und Seiten. Auf der einen Seite ist es eine gute Idee, die aber verboten war. Jedoch auf der anderen Seite waren die Einheiten so schlecht für diesen Einsatz ausgebildet und ausgerüstet, dass man diese jungen und alten Soldaten nur in den Tod schickte. Einsatzziel war die Verwirrung der amerikanischen Truppen, Offiziere und Generäle während der Ardennenoffensive.

Die Einheit wurde im Herbst 1944 von Oberstleutnant Wulf aufgestellt, aber am 14. Dezember 1944 an SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny überstellt. Skorzeny war für die Westalliierten der "gefährlichste Mann Europas", da er bereits mehr als ein Jahr zuvor Benito Mussolini aus seiner Gefangenschaft befreit hatte. Die Einheit besaß 2676 Soldaten, welche mit amerikanischen Uniformen und Waffen aus Beutebeständen ausgestattet war. Selbst die gefälschten Sold- und Einsatzbücher waren aus dem gleichen Papier wie die Originalen. Doch die Situation war viel schlechter. So verfügte Skorzeny über gerade einmal 2 Sherman Panzer, von dennen einer noch auf dem Weg durch Motorschaden ausfiel. Nachdem zuerst britische Uniformen geliefert wurden, wurden amerikanische aus Kriegsgefangenenlager geschickt. Diese waren gekennzeichnet und somit unbrauchbar. Hinzu kommt ein eher lächerlicher und verzweifelter Versuch einen Pzkpfw. V 'Panther" in einen Panzerjäger M10 'Wolverine' umzubauen. Vor allem mangelte es an Waffenbestände für die Infanterie, welche erst durch Beutezüge während der Offensive relativ vollständig aufgestockt wurde. Gerade einmal 40% der Einheit waren vollständig ausgerüstet.

 

" Die Illusion konnte) nur des Nachts aus weiterer Entfernung und dann auch nur vielleicht jungen amerikanischen Rekruten gegenüber gelingen."
Otto Skorzeny über den schlecht umgebauten 'Panther' zum 'Wolverine'
 

Die Kampfeinheit unter Skorzeny sollte Brücken und alliierte Nachschublager einnehmen und halten. Zudem sollten, durch falsche Informationen, die alliierten Einheiten, Offiziere und Generäle so verwirrt werden, das sie falsche Befehle gaben und den Erfolg von Model´s Heeresgruppe B so sogar unterstützten.
Ein Eingreifen von Skorzeny am ersten Tag gelang nicht. Die Front der Amerikaner brach nicht sofort zusammen, was die Grundvoraussetzung für den Einsatz war. Am 17. Dezember konnten lediglich einzelne Jeeps hinter die Front gebracht werden. Diese waren für die Beobachtung abgestellt, aber sollten auch falsche Gerüchte über den Vormarsch der Wehrmacht streuen und Wegweiser beseitigen.

 

 

 

 
Ausstattung am 14. Dezember 1944
Mannschaftsstärke
90 Offiziere
448 Unteroffiziere
2138 Freiwillige
Gesamt: 2676
Fahrzeuge (gesamt) 2 einsatzfähige amerikanische Sherman und ein weiterer in Reparatur
3 einsatzfähige amerikanische M10 Wolverine
5 einsatzfähige deutsche Panther
5 einsatzfähige deutsche StuG III
4 einsatzfähige deutsche Sd.Kfz. 250/1-Schützenpanzer
6 einsatzfähige deutsche Sd.Kfz. 251/1-Schützenpanzer
6 einsatzfähige amerikanische M3 Halftracks
6 einsatzfähige deutsche SdKfz 234/1s
4 einsatzfähige amerikanische M8 Greyhound-Spähpanzer
6 einsatzfähige amerikanische M20-Spähpanzer
12 deutsche Beiwagenmotorräder
1 amerikanisches Beiwagenmotorrad
43 deutsche Motorräder
20 amerikanische Motorräder
28 amerikanische Jeeps
6 leichte deutsche Zivilfahrzeuge
36 mittlere deutsche Zivilfahrzeuge
9 schwere deutsche Zivilfahrzeuge
64 leichte deutsche Transport- LKW
56 mittlere deutsche Transport- LKW
8 mittlere amerikanische Transport- LKW
6 schwere deutsche Transport- LKW
1 schwere deutsche Zugmaschine
1 schwere amerikanische Zugmaschine
Kampfaufstellung der Kommandotruppen:
Kampfgruppe X (unter SS-Obersturmbannführer Willi Hardieck)

3 Infanteriekompanien (Ford trucks)
2 gepanzerte Infanteriezüge
2 Panzerabwehrkompanien
2 schwere Granatwerfertrupps
1 Instandsetzungszug
Nachrichtenabteilung
5 Panther und 5 StuG III

Kampfgruppe Y (unter Hauptmann Scherff)

3 Infanteriekompanien (Ford trucks)
2 gepanzerte Infanteriezüge
2 Panzerabwehrkompanien
2 schwere Granatwerfertrupps
1 Instandsetzungszug
Nachrichtenabteilung
5 Panther und 5 StuG III

Kampfgruppe Z (unter Oberstleutnant Wolf)

3 Infanteriekompanien (Ford trucks)
2 gepanzerte Infanteriezüge
2 Panzerabwehrkompanien
2 schwere Granatwerfertrupps
1 Instandsetzungszug
Nachrichtenabteilung
5 Panther und 5 StuG III

Infanterie- Waffen (gesamt): 226 leichte MGs
31 schwere MGs
24 deutsche 8-cm-Granatwerfer
24 amerikanische 4,2-inch-Granatwerfer
5 amerikanische 3-inch-Panzerabwehrkanonen
14 amerikanische 57-mm-Panzerabwehrkanonen

 

Die Erfolge der Einheit von Skorzeny blieben aber eher bescheiden. So wurde während der gesamten Offensive ein Panzerregiment der Amerikaner in die Irre geschickt und ein Infanterieregiment zum Rückzug ermutigt. Besser war die Psychologische Wirkung.
Gefangengenommene Soldaten streuten das Gerücht das Skorzeny nach Paris sollte, um dort den Oberbefehlshaber Eisenhower gefangen zu nehmen. Die Sicherheitsmaßnahmen um Eisenhower wurden daraufhin erhöht, ein Double von ihm ging zu den Frontbesuchen und Straßenkontrollen wurden massiv verstärkt.

 

 

 

Kampfgruppe Peiper
 

Die Kampfgruppe Peiper war keine extra aufgestellte Einheit, sondern lediglich das 1. Panzerregiment der 1. SS-Panzerdivision Leibstandarte Adolf Hitler. Unter der Führung von Joachim Peiper, sollte der 2000 Mann starke Verband Brücken über die Maas. In der Nacht vom 17. Dezember nahmen Vorauseinheiten der Kampfgruppe 136 amerikanische Soldaten, an einer Straßenkreuzung, gefangen. Die Gefangenen Amerikaner wurden entwaffnet und auf ein Feld gesetzt. Dort begann die verbrecherische Erschießung der Soldaten. Nach dem kurzen Dauerfeuer, erschossen ins Feld gegangene SS-Soldaten einige Überlebende. Während der Abfahrt der Soldaten schossen sie noch einige male auf die sich noch teilweise bewegenden Soldaten. Doch konnten 54 Überlebende sich zu den amerikanischen Linien durchschlagen und berichteten über das Verbrechen der SS-Soldaten.


Massaker und Ende

Chenogne Massaker
 

Das Chenogne Massaker fand am 1. Januar 1945 statt. Dabei wurden 60 deutsche Kriegsgefangene von US-Truppen zusammengetrieben und erschossen. Das Massaker war eine Reaktion auf das bekanntgewordene Malmedy-Massaker. Bei den amerikanischen Soldaten sorgte die Meldung über eine Menge Wut und eine amerikanische Einheit erhielt den Befehl keine SS-Truppen und Fallschirmjäger gefangen zunehmen, aber zu erschießen.
Die deutschen Soldaten wurden in zwei Gruppen aufgeteilt und in die Hügel gebracht. Dort wurden sie von amerikanischen Soldaten mit MG´s hingerichtet. Deutsche Truppen die sich nach dem 17. Dezember 1944 den Amerikanern ergaben, gingen ein relativ hohes Risiko ein Opfer von Rachetaten zu werden. Besonders Soldaten der Waffen-SS wurden Opfer des Massakers und einzelner weiteren Bluttaten der US-Army. Dies ist einer der Gründe warum sich später viele Soldaten lieber britischen Soldaten, als amerikanischen ergaben.

 

Unternehmen Nordwind
 

Das „Unternehmen Nordwind“ wurde auf Grund des aufgehaltenen Angriffs in den Ardennen durchgeführt. Das Verlegen der 3. US-Armee in die Ardennen hatte die Front an der ehemaligen deutsch-französischen Grenze stark überdehnt, was selbst von Rundstedt für diese Offensive begeistern konnte. Adolf Hitler selbst gab den Befehl für die Offensive, um die Ardennenoffensive noch einmal ins Rollen zu bringen. Dabei griff die Deutschen mit lediglich 2 Armeen an. Die 1. Armee unter dem General der Infanterie Hans von Obstfelder, welche der Heeresgruppe G von Generaloberst Johannes Blaskowitz und die 19. Armee von Siegfried Rasp, unter dem Befehl der Heeresgruppe Oberrhein und Heinrich Himmler. Diesen beiden Armeen gegenüber standen die 7. US-Armee und die 1. Französische Armee.
Die Offensive begann am 1. Januar 1945 mit der Offensive der Sturmtruppe 1, welche das XIII. SS-Armeekorps beinhaltete. Die Sturmtruppe 1 hatte sehr wenig Erfolg und musste bereits am 3. Januar im Raum Bliesbrücken-Rimlingen und am 5. Januar in der Ortschaft Achen ihren Angriff beenden. Die Sturmtruppe 2, mit dem LXXXX. Armeekorps und dem LXXXIX. Armeekorps, hatte mehr Erfolg und kam innerhalb von 4 Tagen bis zu 16 Kilometer ins feindliche Gebiet. Während dieses Unternehmens konnten die US Truppen bis zur Moder zurückgedrängt werden. Nach den Kämpfen hielt das Deutsche Reich wieder rund 40% des Elsass besetzt und konnte eine Verkürzung der Front erreichen. Ebenso waren die Verluste im Vergleich zu den Alliierten niedrig und große Abschnitte der Maginot Linie konnten besetzt werden. Das Ziel Zabern einzunehmen wurde allerdings ebenso wenig erreicht wie die Einnahme Straßburgs und der Zerschlagung mehrerer feindlicher Verbände. Durch den Rückzug zum Moder konnten die Alliierten allerdings den Brückenkopf im Elsass am 9. Februar 1945 zerschlagen.


Schlusswort des Autors

Schlusswort
 

Nach dem die Wehrmacht vor Moskau und in Stalingrad verloren hatte und die Westmächte in der Normandie gelandet waren, gab es an allen Front nur noch den Rückzug. Wahnsinnige Planungen wie die Maus oder die Landkreuzer wurden nur noch Hitlers Halte- und Angriffsbefehle überboten. Die Ardennenoffensive, Unternehmen Bodenplatte und Unternehmen Nordwind sind Paradebeispiele für den Wahnsinn eines Mannes, während die Niederlage schon besiegelt war.
Die letzten Reserven die zur Verfügung standen wurden verschwendet und beschleunigten den Untergang Hitlers und des dritten Reiches, welches nach der Schlacht von Berlin sein Ende fand.
Auch Wunderwaffen wie die V1, die V2 und die Düsenjäger Me-262 und Horten IX konnten dieses nicht verhindern. Der Volkssturm unter Joseph Goebbels war weniger ein Lückenfüller der Fronten, als ein weiterer Mord im dritten Reich.

Ich möchte daher diesen Beitrag den Opfern des Nationalsozialismus widmen und uns vor Augen führen was uns der Faschismus und Hass gebracht hat.