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Portrait

Die Schlacht am Little Bighorn

 

 

( John Mulvany (ca. 1844-1906) painted Custer’s Last Rally in 1881 )

 

 

Vorgeschichte

Seit der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika sind viele Einwanderer ins Land gekommen um dort ihr Glück zu finden. Viele von ihnen zogen als Siedler weiter nach Westen um dort ein Stück Land für sich zu finden ,dabei besiedelten diese auch das Territorium der dort lebenden Ureinwohner. Auch der Bau eine Eisenbahn von der Ost-zur Westküste und die Errichtung von militärischen Stützpunkte wird von den in den Plains noch frei lebenden Dakota mit dem sogenannten Red-Cloud-Krieg beantwortet. Die so entstandenen Konflikte und Gefechte wurden in ihrer Gesamtheit als Indianerkriege bezeichnet. Ein im Mai 1868 geschlossener Vertrag sollte diesen beenden und die Grenzen festlegen. Zu diesem Gebiet gehörten auch die Black Hills, die man damals als wertloses Gebiet betrachtete und daher überließ man diese den Indianern.


Vorgeschichte II

 

Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Stamm der Navajo

Beschlossen am 1. Juni 1868
Zur Ratifizierung empfohlen am 25. Juli 1868
Bekanntgegeben am 12. August 1868
 


Andrew Johnson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika an alle, besonders aber an jene, die in den Genuss dieses Vertrages kommen werden.

Ein Vertrag wurde in Fort Sumner, im Gebiet von New Mexico, am ersten Tag des Juni, im Jahre des Herrn eintausendachthundertachtundsechzig von und zwischen Generalleutnant W.T. Sherman und Samuel F. Tappan, den Vertretern der Vereinigten Staaten, und Barboncito, Arivijo und anderen Häuptlingen und Führern des Stammes der Navajo auf Seiten der besagten Indianer abgefasst und beschlossen und von ihnen ordnungsgemäß ebendort unterzeichnet. Dieser Vertrag lautet in Worten und Zahlen wie folgt:
Artikel eines Vertrages und Abkommens verfasst und begonnen in Fort Sumner, New Mexico, am ersten Tag im Juni 1868, von und zwischen den Vereinigten Staaten, vertreten durch Generalleutnant W.T. Sherman und Colonel Samuel F. Tappen auf der einen Seite, und dem Stamm der Navajo auf der anderen Seite, vertreten durch seine Häuptlinge und Führer, ordnungsgemäß beauftragt und bevollmächtigt im Namen aller Mitglieder des besagten Stammes zu handeln (die Namen der besagten Häuptlinge und Führer sind hierzu angeführt):

Artikel 1
Von diesem Tag an soll es keinen Krieg mehr zwischen den Partnern dieses Abkommens gegen. Die Regierung der Vereinigten Staaten erstrebt den Frieden und sie bürgen für die Einhaltung mit ihrer Ehre.
Sollten schlechte Menschen unter den Weißen oder andere Leute, die der Gesetzgebung der Vereinigten Staaten unterstehen, an einem Indianer oder seinem Besitz ein Unrecht begehen, so werden die Vereinigten Staaten, nachdem es dem Agenten gemeldet und dem Kommissar für indianische Angelegenheiten der Indianer in Washington weitergegeben wurde, sofort veranlassen, daß der Gesetzesbrecher inhaftiert und nach den Gesetzen der Vereinigten Staaten bestraft wird und daß außerdem die geschädigten Personen für den erlittenen Verlust entschädigt werden. Sollten schlechte Menschen unter den Indianern ein Unrecht oder einen Raub an einer Person oder an irgend jemandes Eigentum, sei er weiß, schwarz oder ein Indianer, der loyaler Untergebener der Vereinigten Staaten ist, begehen, möge der Navajostamm zustimmen, daß die Navajo nach Meldung und Kenntnisnahme durch ihren Agenten den Verbrecher an die Vereinigten Staaten ausliefern, damit er gemäß den Gesetzen verurteilt und bestraft werde; und für den Fall, daß sie dies absichtlich nicht tun, wird die betroffene Person für ihren Verlust entschädigt vom Jahreseinkommen oder anderen Geldern, die ihnen zustehen oder ihnen zustehen werden auf Grund dieses Vertrages oder möglicher weiterer Abkommen, die noch mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen werden. Der Präsident kann solche Anordnungen und Vorschriften erlassen, wenn er es für nötig hält, doch kein Schaden soll beglichen werden, noch soll dafür bezahlt werden, bevor der Fall nicht untersucht und weitergeleitet wurde an den Kommissar für indianische Angelegenheiten, doch keinem, der einen Verlust während einer Vertragsverletzung erleidet oder weil er selbst den Vertrag verletzt, sollen die Begünstigungen dieses Vertrages oder der Gesetze der Vereinigten Staaten dafür zukommen.

Artikel 2
Die Vereinigten Staaten erklären, daß das Gebiet, das folgendermaßen begrenzt ist: im Norden durch den 37. nördlichen Breitengrad, im Süden durch eine Ost-West-Linie, die durch Fort Defiance im Cañon Bonito läuft, im Osten durch eine Parallele zum Längengrad, welcher, südlich verlängert, durch Fort Lyon oder Ogo-do-oso, Bear Spring, liefe, und im Westen durch eine Parallele zum Längengrad 109° 30´ westlich von Greenwich, vorausgesetzt, daß das Gebiet den Ausgang des Cañon-de-Chelly umfaßt, des Cañon, der in seiner gesamten Länge in diesem Reservat liegt, zum Siedlungsgebiet für den Stamm der Navajo-Indianer bestimmt werden soll. Dies ist hiermit rechtsgültig und gilt auch für andere befreundete Stämme und einzelne Indianer, die sie möglicherweise von Zeit zu Zeit - mit Einverständnis der Vereinigten Staaten - bei sich aufnehmen wollen; und die Vereinigten Staaten erklären, daß keine Personen, ausgenommen jenen, denen es erlaubt ist, und ausgenommen solche Offiziere, Soldaten, Agenten und Beamte der Regierung oder der Indianer, denen erlaubt wurde, in gesetzlichen Angelegenheiten oder auf Anweisung des Präsidenten diese Reservation zu betreten, jemals erlaubt wird, das in diesem Artikel festgelegte Gebiet zu passieren, darin zu siedeln oder zu wohnen.

Artikel 3
Die Vereinigten Staaten erklären, daß sie veranlassen werden, daß an einigen Stellen der erwähnten Reservation, wo Holz und Wasser zur Verfügung stehen, die folgenden Gebäude errichten werden:
ein Warenhaus, das die Kosten von 2500 Dollar nicht übersteigt
ein Verwaltungsgebäude, das nicht mehr als 3000 Dollar kostet
eine Zimmerei und eine Schmiede, deren Kosten je 100 Dollar nicht überschreitet
und eine Schule und eine Kapelle, sobald genügend Kinder veranlaßt werden können, die Schule zu besuchen; diese soll die Kosten von 5000 Dollar nicht überschreiten.

Artikel 4
Die Vereinigten Staaten erklären, daß der Agent für die Navajo in dem Verwaltungsgebäude wohnen soll; daß er unter den Indianern leben soll und sein Amt immer versehen soll, um sofort und sorgfältig jenen Fälle von Anklagen von Indianernn oder gegen Indianer zu untersuchen, die einer Nachforschung bedürfen, und auch um die anderen gesetzlichen Pflichten treu auszuführen. In allen Fällen von Raub an Personen oder Eigentum wird er veranlassen, daß Beweismaterial aufgenommen und schriftlich niedergelegt wird und daß seine Ausführungen an den Kommissar für indianische Angelegenheiten weitergeleitet werden; dessen Entscheidungen sind dann für die betroffenen Parteien bindend.

Artikel 5
Sollte ein Mitglied des erwähnten Stammes oder jemand, der legal in diesen aufgenommen wurde, Haupt einer Familie sein und mit Ackerbau beginnen wollen, sall er das Recht haben, in Anwesenheit und unter Beratung des diensthabenden Agenten ein Stück Land innerhalb des erwähnten Reservates, das nicht mehr als 160 Morgen umfaßt, auszuwählen; dieses Stück Land soll, nachdem es gewählt, bestätigt und in das "Grundbuch", wie es im weiteren beschrieben wird, eingetragen worden ist, nicht mehr Gemeinbesitz sein, sondern kann in den allgemeinen Besitz dessen, der es gewählt hat und auch in den Besitz seiner Familie übergehen, solange er oder sie es bebauen. Jede Person über 18 Jahre, die kein Familienoberhaupt ist, kann auf dieselbe Weise vorgehen und veranlassen, daß im oder ihr ein Stück Land von höchstens 80 Morgen zum Zweck der Bebauung zugesprochen wird und er damit in den allgemeinen Besitz des festgelegten Landes kommt.
Für jedes Grundstück, das auf diese Weise ausgewählt wurde, soll ein Dokument, das eine Bestimmung desselben und den Namen der wählenden Person enthält, mit einem Vermerk über die Grundbucheintragung derjenigen Partei ausgehändigt werden, der es vom Beamten zugesprochen wurde, nachdem alles von ihm in einem Buch, das in seiner Kanzlei zur Einsichtnahme aufliegt, und das als das "Navajo-Grundbuch" bezeichnet werden soll, festgehalten wurde. Der Präsident kann zu jeder Zeit eine Inspektion des Reservates anordnen, und nach Überprüfung soll der Kongreß den Schutz zur Verbesserung der Rechte der Siedler übernehmen und die Art des von jedem Siedler erhobenen Anspruchs festlegen. Die Vereinigten Staaten können Gesetze betreffend die Veräußerung und Weitergabe von Eigentum zwischen den Indianern und ihren Nachbarn, so wie es den Vereinigten Staaten richtig erscheint, erlassen.

Artikel 6
Um die Zivilisierung der Indianer, die diesen Vertrag unterzeichnen, zu gewährleisten, wird die Notwendigkeit der Erziehung unterstrichen, insbesondere der Erziehung jener, die sich in den oben erwähnten Gebieten niederlassen, und sich deshalb verpflichten, ihre Kinder, männlich und weiblich, im Alter von sechs bis siebzehn Jahren zur Schule zu schicken; und hiermit ist es die Pflicht des Beamten zu überwachen, daß diese Abmachung strikt eingehalten wird; die Vereinigten Staaten erklären, daß für je 30 Kinder des oben erwähnten Alters, die gezwungen werden können, die Schule zu besuchen, ein Haus bereitgestellt wird mit einem Lehrer, der kompetent ist, die grundlegenden Züge der englischen Erziehung zu vermitteln; dieser Lehrer wird unter den erwähnten Indianern wohnen und seine Pflichten als Lehrer gewissenhaft ausführen.
Die Verordnungen dieses Artikels gelten mindestens 10 Jahre.

Artikel 7
Wenn ein Familienoberhaupt ein Stück Land ausgewählt hat und - wie oben beschrieben - ein Dokument dafür erhalten hat, und wenn weiters der Beamte sieht, daß der Indianer beabsichtigt, zur Zufriedenheit aller das Land zu bestellen und vom Ertrag zu leben, dann ist der Indianer berechtigt, Saatgut und Ackerbaugeräte für das erste Jahr zu erhalten, höchstens jedoch im Wert von 100 Dollar; für jedes weitere Jahr, das er bebaut, ist er für eine Zeitspanne von 2 Jahren berechtigt, Saatgut und Geräte im Wert von 25 Dollar in Anspruch zu nehmen.

Artikel 8
Anstelle des Geldes oder anderer Jahreszinsen, die den hier erwänten Indianern auf Grund dieses oder weiterer Verträge zugesprochen werden, erklären die Vereinigten Staaten, daß sie im Verwaltungsgebäude der erwähnten Reservation 10 Jahre hindurch am 1. September jedes Jahres folgende Artikel ausliefern:
Kleidungsartikel, Güter oder statt dessen Rohmaterial im Wert von höchstens 5 Dollar pro Indianer - den Wert schätzt der Beamte -; jeder Indianer soll angehalten werden, seine Kleidung, Decken etc. selbst herzustellen, und nur mit solchen Gegenständen ausgestattet zu sein, die er selbst herstellen kann. Damit der Kommissar für indianische Angelegenheiten die ober erwähnten Gegenstände richtig schätzen kann, ist es die Pflicht des Beamten, ihm jedes Jahr eine vollständige und exakte Zählung der Indianer vorzulegen, auf deren Grundlage die Schätzung vorgenommen werden kann.
Zusätzlich zu den oben erwähnten Artikeln soll für die Dauer von 10 Jahren alljährlich die Summe von 10 Dollar jenen Personen zukommen, die in den rechtmäßigen Genuß der Vertragsbestimmungen kommen, jenen, die dem Ackerbau oder einem Handwerk nachgehen und vom Kommissar für indianische Angelegenheiten beim Verkauf von solchen Waren, die von Zeit zu Zeit für die Bedürfnisse der Indianer notwendig erscheinen, eingesetzt werden. Wenn man innerhalb dieser 10 Jahre irgendwann den Eindruck hat, man könnte das Geld, das man für die Kleidung verwendet, einer den erwähnten Indianern nützlicheren Sache zuwenden, hat der Kommissar für indianische Angelegenheiten das Recht, das Geld anderen Zwecken zuzuweisen, doch unter keinen Umständen soll die Zuweisung völlig zurückgezogen werden oder eine Zeitlang unterbunden werden, dies alles jedoch unter der Voraussetzung, daß Frieden herrscht. Und der Präsident wird jährlich einen Offizier der Armee abordnen, der bei der Ausgabe der Güter an die heir genannten Indianer anwesend ist und die Ausgabe bezeugt; er wird die Qualität und die Quantität der Waren und die Art der Auslieferung begutachten und melden.

Artikel 9
In Anbetracht der Vorteile und Gewinne, die dieser Vertrag bringt, und angesichts der vielen Zusicherungen von Freundschaft, wird den Stämmen, die Vertragsbeteiligte sind, zur Bedingung gemacht, daß sie auf jedes Recht, ein Gebiet außerhalb ihrer Reservation zu besetzen, verzichten, doch das Recht behalten, in jedem angrenzenden unbewohnten Landstück zu jagen, solange esin den umliegenden Gebieten genügend Wild gibt, um dies zu verantworten;
und sie, die Indianer, erklären ausdrücklich:
1) daß sie dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn, der nun begonnen wurde und weitergetrieben wird, keinen Widerstand entgegensetzen;
2) Daß sie sich nicht einmischen in den friedlichen Bau irgendeiner Eisenbahnlinie außerhalb ihrer Reservation, die hier abgegrenzt wurde;
3) daß sie nicht Personen - zu Hause oder auf Reisen - belästigen werden, noch Eisenbahnzüge oder Wagenzüge, Maultiere oder Vieh, das Amerikanern oder Leuten, die mit Amerikanern befreundet sind, gehört, angreifen oder rauben;
4) daß sie nie von Siedlungen Frauen rauben oder Kinder entführen;
5) daß sie nie Weiße töten oder skalpieren, noch versuchen, ihnen etwas anzutun;
6) daß sie sich in Zukunft nicht dem Bau von Eisenbahnlinien, Straßen, Postgebäuden und anderen notwendigen oder nützlichen Dingen, die durch die Vereinigten Staaten gesetzlich befohlen oder erlaubt wurden, widersetzen; doch sollten solche Wege oder Bauten auf dem Gebiet ihrer Reservation errichtet werden, wird die Regierung dem Stamm Schadenersatz bezahlen. Die Höhe des angerichteten Schadens wird eine dreiköpfige neutrale Kommission festsetzen, die vom Präsidenten eigens zu diesem Zweck ernannt wird, wobei eines der Kommissionsmitglieder der Häuptling oder ein Führer des Stammes ist.
7) daß sie dem Bau von militärischen Stützpunkten oder Straßen, die jetzt gebaut werden oder in Zukunft angelegt werden, keinen Widerstand entgegensetzen, dadurch daß sie diesen Vertrag oder weitere Verträge, die evtl. in Zukunft mit anderen Indianerstämmen gemacht werden, verletzen.

Artikel 10
Kein zukünftiger Vertrag über den Verzicht auf einen Teil der hier beschriebenen Reservation soll Gültigkeit haben oder gegen die Indianer ausgelegt werden, es sei denn, mehr als drei Viertel aller männlichen erwachsenen Indianer, die entweder das betroffene Gebiet besiedeln oder am Vertrag interessiert sind, stimmen dem zu; und kein Verzicht des Stammes soll so verstanden und ausgelegt werden, daß irgendein Mitglied des Stammes ohne seine Zustimmung der Rechte auf ein Stück Land, das er gemäß Artikel 5 des Vertrages wählen kann, beraubt wird.
Die Navajo erklären hiermit außerdem, daß sie nach der Unterzeichnung so in die zur Verfügung gestellte Reservation gehen werden, wie der Agent oder der Beamte, der mit ihrer Ausweisung beauftragt ist, es ihnen vorschreibt; die Vereinigten Staaten werden für ihren Unterhalt auf dem Weg aufkommen und genügend Transportmöglichkeiten für die Kranken und Schwachen bereitstellen.

Artikel 11
Die betroffenen Parteien erklären weiters, daß die Summe von 150.000 Dollar wie folgt aufgeteilt werden soll:
1) Etwa 50.000 Dollar für die tatsächlichen Kosten der Umsiedlung des Stammes vom Bosque Redondo Reservat zur neuen Reservation.
2) Der Erwerb von 15.000 Schafen und Ziegen soll höchstens 30.000 Dollar kosten.
3) Der Kauf von 500 Stück Rindern und einer Million Pfund Mais, der gesammelt und in einem Militärstützpunk nahe der Reservation aufbewahrt wird - welcher dem Befehl des Beamten untersteht - um für den kommenden Winter das Nötigste bereitzustellen.
4) Der Rest, falls vorhanden, wird verwendet, um die Indianer, die bezüglich ihrer Umsiedlung unentschlossen sind, zu unterstützen; die Art und Weise kann der Beamte, der bei ihnen bleibt, bestimmen.
5) Die Umsiedlung dieses Stammes wird unter die oberste Kontrolle und Leitung des militärischen Befehlshabers von New Mexico gestellt, und wenn sie abgeschlossen ist, wird die Führung des Stammes einem eigenen Beamten unterstellt.
Der genannte Stamm erklärt sich durch seine Repräsentanten, die Parteien des Vertrages, einverstanden, daß er die beschriebene Reservation zu seiner ständigen Heimat macht, daß er sich als Stamm nicht irgendwo anders niederlassen wird - ausgenommen das Recht, in den benachtbarten Gebieten der bisherigen Reservation zu jagen - und sich den Anordnungen, die in diesem Vertrag beschrieben sind, sowie den Anordnungen des jeweiligen Kommandierenden des Gebietes, in dem die Reservation liegt, unterwirft. Die Parteien des Vertrages erklären weiters, daß jeder Navajo und jeder andere Indianer, der sich außerhalb der genannten Reservation niederläßt, alle Rechte, Privilegien und Vorteile, die in dem Vertrag festgelegt sind, verliert. Außerdem verpflichten sich die Parteien des Vertrages, daß sie alles in ihrer Macht Stehende tun werden, Indianer dazu zu bringen, die nun irgendwo außerhalb des Reservates, das für die Besiedlung und Bewirtschaftung durch Indianer bestimmt ist, ein Nomadenleben führen, die in Kriegszustand leben mit Bürgern der Vereinigten Staaten, ein solches Leben aufzugeben und sich in einer Reservation, die nur für die Besiedlung und Bebauung durch Indianer eingerichtet wurde, auf immer niederzulassen.
 


Urkundlich dessen, setzen die Parteien ihr Siegel am 1. Juni 1868 in Fort Sumner, N.M.
W.T. Sherman
Lt. Gen´l, Indian Peace Commissioner
S.F. Tappan, Indian Peace Commissioner
Barboncito, Chief
Armijo
Delgado
Manuelito
Largo
Herrero
Chiqueto
Muerto de Hombre
Hombro
Narbono
Narbono Segundo
Ganado Mucho
Riquo
Juan Martin
Serginto
Grande
Inoetenito
Muchachos Mucho
Chiqueto Segundo
Cabello Amarillo
Francisco
Torivio
Desdendado
Juan
Guero
Gugadore
Cabason
Barbon Segundo
Cabares Colorados

Attest:
Geo. W.G. Getty,
Col 37th Inf´y, Bt.Maj.Gen´l U.S.A.
B.S. Roberts,
Bt.Brg.Gen´l U.S.A., Lt. Col. 3rd Cav´y.
J. Cooper McKee,
Bt. Lt.Col.Suegeon U.S.A.
Theo. H. Dodd,
U.S. Indian Ag´t for Navajos.
Chas.McClure,
Bt.Maj. and C.S.U.S.A.
James F. Weeds,
Bt.Maj. and Asst.Surg. U.S.A.
J.C. Sutherland,
Interpreter
William Vaux,
Chaplain U.S.A

 

Vertrag zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Stamm der Navajo


Beschlossen am 1. Juni 1868
Zur Ratifizierung empfohlen am 25. Juli 1868
Bekanntgegeben am 12. August 1868

Andrew Johnson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika an alle, besonders aber an jene, die in den Genuss dieses Vertrages kommen werden.
 


Ein Vertrag wurde in Fort Sumner, im Gebiet von New Mexico, am ersten Tag des Juni, im Jahre des Herrn eintausendachthundertachtundsechzig von und zwischen Generalleutnant W.T. Sherman und Samuel F. Tappan, den Vertretern der Vereinigten Staaten, und Barboncito, Arivijo und anderen Häuptlingen und Führern des Stammes der Navajo auf Seiten der besagten Indianer abgefasst und beschlossen und von ihnen ordnungsgemäß ebendort unterzeichnet. Dieser Vertrag lautet in Worten und Zahlen wie folgt:
Artikel eines Vertrages und Abkommens verfasst und begonnen in Fort Sumner, New Mexico, am ersten Tag im Juni 1868, von und zwischen den Vereinigten Staaten, vertreten durch Generalleutnant W.T. Sherman und Colonel Samuel F. Tappen auf der einen Seite, und dem Stamm der Navajo auf der anderen Seite, vertreten durch seine Häuptlinge und Führer, ordnungsgemäß beauftragt und bevollmächtigt im Namen aller Mitglieder des besagten Stammes zu handeln (die Namen der besagten Häuptlinge und Führer sind hierzu angeführt):

Artikel 1
Von diesem Tag an soll es keinen Krieg mehr zwischen den Partnern dieses Abkommens gegen. Die Regierung der Vereinigten Staaten erstrebt den Frieden und sie bürgen für die Einhaltung mit ihrer Ehre.
Sollten schlechte Menschen unter den Weißen oder andere Leute, die der Gesetzgebung der Vereinigten Staaten unterstehen, an einem Indianer oder seinem Besitz ein Unrecht begehen, so werden die Vereinigten Staaten, nachdem es dem Agenten gemeldet und dem Kommissar für indianische Angelegenheiten der Indianer in Washington weitergegeben wurde, sofort veranlassen, daß der Gesetzesbrecher inhaftiert und nach den Gesetzen der Vereinigten Staaten bestraft wird und daß außerdem die geschädigten Personen für den erlittenen Verlust entschädigt werden. Sollten schlechte Menschen unter den Indianern ein Unrecht oder einen Raub an einer Person oder an irgend jemandes Eigentum, sei er weiß, schwarz oder ein Indianer, der loyaler Untergebener der Vereinigten Staaten ist, begehen, möge der Navajostamm zustimmen, daß die Navajo nach Meldung und Kenntnisnahme durch ihren Agenten den Verbrecher an die Vereinigten Staaten ausliefern, damit er gemäß den Gesetzen verurteilt und bestraft werde; und für den Fall, daß sie dies absichtlich nicht tun, wird die betroffene Person für ihren Verlust entschädigt vom Jahreseinkommen oder anderen Geldern, die ihnen zustehen oder ihnen zustehen werden auf Grund dieses Vertrages oder möglicher weiterer Abkommen, die noch mit den Vereinigten Staaten abgeschlossen werden. Der Präsident kann solche Anordnungen und Vorschriften erlassen, wenn er es für nötig hält, doch kein Schaden soll beglichen werden, noch soll dafür bezahlt werden, bevor der Fall nicht untersucht und weitergeleitet wurde an den Kommissar für indianische Angelegenheiten, doch keinem, der einen Verlust während einer Vertragsverletzung erleidet oder weil er selbst den Vertrag verletzt, sollen die Begünstigungen dieses Vertrages oder der Gesetze der Vereinigten Staaten dafür zukommen.

Artikel 2
Die Vereinigten Staaten erklären, daß das Gebiet, das folgendermaßen begrenzt ist: im Norden durch den 37. nördlichen Breitengrad, im Süden durch eine Ost-West-Linie, die durch Fort Defiance im Cañon Bonito läuft, im Osten durch eine Parallele zum Längengrad, welcher, südlich verlängert, durch Fort Lyon oder Ogo-do-oso, Bear Spring, liefe, und im Westen durch eine Parallele zum Längengrad 109° 30´ westlich von Greenwich, vorausgesetzt, daß das Gebiet den Ausgang des Cañon-de-Chelly umfaßt, des Cañon, der in seiner gesamten Länge in diesem Reservat liegt, zum Siedlungsgebiet für den Stamm der Navajo-Indianer bestimmt werden soll. Dies ist hiermit rechtsgültig und gilt auch für andere befreundete Stämme und einzelne Indianer, die sie möglicherweise von Zeit zu Zeit - mit Einverständnis der Vereinigten Staaten - bei sich aufnehmen wollen; und die Vereinigten Staaten erklären, daß keine Personen, ausgenommen jenen, denen es erlaubt ist, und ausgenommen solche Offiziere, Soldaten, Agenten und Beamte der Regierung oder der Indianer, denen erlaubt wurde, in gesetzlichen Angelegenheiten oder auf Anweisung des Präsidenten diese Reservation zu betreten, jemals erlaubt wird, das in diesem Artikel festgelegte Gebiet zu passieren, darin zu siedeln oder zu wohnen.

Artikel 3
Die Vereinigten Staaten erklären, daß sie veranlassen werden, daß an einigen Stellen der erwähnten Reservation, wo Holz und Wasser zur Verfügung stehen, die folgenden Gebäude errichten werden:
ein Warenhaus, das die Kosten von 2500 Dollar nicht übersteigt
ein Verwaltungsgebäude, das nicht mehr als 3000 Dollar kostet
eine Zimmerei und eine Schmiede, deren Kosten je 100 Dollar nicht überschreitet
und eine Schule und eine Kapelle, sobald genügend Kinder veranlaßt werden können, die Schule zu besuchen; diese soll die Kosten von 5000 Dollar nicht überschreiten.

Artikel 4
Die Vereinigten Staaten erklären, daß der Agent für die Navajo in dem Verwaltungsgebäude wohnen soll; daß er unter den Indianern leben soll und sein Amt immer versehen soll, um sofort und sorgfältig jenen Fälle von Anklagen von Indianernn oder gegen Indianer zu untersuchen, die einer Nachforschung bedürfen, und auch um die anderen gesetzlichen Pflichten treu auszuführen. In allen Fällen von Raub an Personen oder Eigentum wird er veranlassen, daß Beweismaterial aufgenommen und schriftlich niedergelegt wird und daß seine Ausführungen an den Kommissar für indianische Angelegenheiten weitergeleitet werden; dessen Entscheidungen sind dann für die betroffenen Parteien bindend.

Artikel 5
Sollte ein Mitglied des erwähnten Stammes oder jemand, der legal in diesen aufgenommen wurde, Haupt einer Familie sein und mit Ackerbau beginnen wollen, sall er das Recht haben, in Anwesenheit und unter Beratung des diensthabenden Agenten ein Stück Land innerhalb des erwähnten Reservates, das nicht mehr als 160 Morgen umfaßt, auszuwählen; dieses Stück Land soll, nachdem es gewählt, bestätigt und in das "Grundbuch", wie es im weiteren beschrieben wird, eingetragen worden ist, nicht mehr Gemeinbesitz sein, sondern kann in den allgemeinen Besitz dessen, der es gewählt hat und auch in den Besitz seiner Familie übergehen, solange er oder sie es bebauen. Jede Person über 18 Jahre, die kein Familienoberhaupt ist, kann auf dieselbe Weise vorgehen und veranlassen, daß im oder ihr ein Stück Land von höchstens 80 Morgen zum Zweck der Bebauung zugesprochen wird und er damit in den allgemeinen Besitz des festgelegten Landes kommt.
Für jedes Grundstück, das auf diese Weise ausgewählt wurde, soll ein Dokument, das eine Bestimmung desselben und den Namen der wählenden Person enthält, mit einem Vermerk über die Grundbucheintragung derjenigen Partei ausgehändigt werden, der es vom Beamten zugesprochen wurde, nachdem alles von ihm in einem Buch, das in seiner Kanzlei zur Einsichtnahme aufliegt, und das als das "Navajo-Grundbuch" bezeichnet werden soll, festgehalten wurde. Der Präsident kann zu jeder Zeit eine Inspektion des Reservates anordnen, und nach Überprüfung soll der Kongreß den Schutz zur Verbesserung der Rechte der Siedler übernehmen und die Art des von jedem Siedler erhobenen Anspruchs festlegen. Die Vereinigten Staaten können Gesetze betreffend die Veräußerung und Weitergabe von Eigentum zwischen den Indianern und ihren Nachbarn, so wie es den Vereinigten Staaten richtig erscheint, erlassen.

Artikel 6
Um die Zivilisierung der Indianer, die diesen Vertrag unterzeichnen, zu gewährleisten, wird die Notwendigkeit der Erziehung unterstrichen, insbesondere der Erziehung jener, die sich in den oben erwähnten Gebieten niederlassen, und sich deshalb verpflichten, ihre Kinder, männlich und weiblich, im Alter von sechs bis siebzehn Jahren zur Schule zu schicken; und hiermit ist es die Pflicht des Beamten zu überwachen, daß diese Abmachung strikt eingehalten wird; die Vereinigten Staaten erklären, daß für je 30 Kinder des oben erwähnten Alters, die gezwungen werden können, die Schule zu besuchen, ein Haus bereitgestellt wird mit einem Lehrer, der kompetent ist, die grundlegenden Züge der englischen Erziehung zu vermitteln; dieser Lehrer wird unter den erwähnten Indianern wohnen und seine Pflichten als Lehrer gewissenhaft ausführen.
Die Verordnungen dieses Artikels gelten mindestens 10 Jahre.

Artikel 7
Wenn ein Familienoberhaupt ein Stück Land ausgewählt hat und - wie oben beschrieben - ein Dokument dafür erhalten hat, und wenn weiters der Beamte sieht, daß der Indianer beabsichtigt, zur Zufriedenheit aller das Land zu bestellen und vom Ertrag zu leben, dann ist der Indianer berechtigt, Saatgut und Ackerbaugeräte für das erste Jahr zu erhalten, höchstens jedoch im Wert von 100 Dollar; für jedes weitere Jahr, das er bebaut, ist er für eine Zeitspanne von 2 Jahren berechtigt, Saatgut und Geräte im Wert von 25 Dollar in Anspruch zu nehmen.

Artikel 8
Anstelle des Geldes oder anderer Jahreszinsen, die den hier erwänten Indianern auf Grund dieses oder weiterer Verträge zugesprochen werden, erklären die Vereinigten Staaten, daß sie im Verwaltungsgebäude der erwähnten Reservation 10 Jahre hindurch am 1. September jedes Jahres folgende Artikel ausliefern:
Kleidungsartikel, Güter oder statt dessen Rohmaterial im Wert von höchstens 5 Dollar pro Indianer - den Wert schätzt der Beamte -; jeder Indianer soll angehalten werden, seine Kleidung, Decken etc. selbst herzustellen, und nur mit solchen Gegenständen ausgestattet zu sein, die er selbst herstellen kann. Damit der Kommissar für indianische Angelegenheiten die ober erwähnten Gegenstände richtig schätzen kann, ist es die Pflicht des Beamten, ihm jedes Jahr eine vollständige und exakte Zählung der Indianer vorzulegen, auf deren Grundlage die Schätzung vorgenommen werden kann.
Zusätzlich zu den oben erwähnten Artikeln soll für die Dauer von 10 Jahren alljährlich die Summe von 10 Dollar jenen Personen zukommen, die in den rechtmäßigen Genuß der Vertragsbestimmungen kommen, jenen, die dem Ackerbau oder einem Handwerk nachgehen und vom Kommissar für indianische Angelegenheiten beim Verkauf von solchen Waren, die von Zeit zu Zeit für die Bedürfnisse der Indianer notwendig erscheinen, eingesetzt werden. Wenn man innerhalb dieser 10 Jahre irgendwann den Eindruck hat, man könnte das Geld, das man für die Kleidung verwendet, einer den erwähnten Indianern nützlicheren Sache zuwenden, hat der Kommissar für indianische Angelegenheiten das Recht, das Geld anderen Zwecken zuzuweisen, doch unter keinen Umständen soll die Zuweisung völlig zurückgezogen werden oder eine Zeitlang unterbunden werden, dies alles jedoch unter der Voraussetzung, daß Frieden herrscht. Und der Präsident wird jährlich einen Offizier der Armee abordnen, der bei der Ausgabe der Güter an die heir genannten Indianer anwesend ist und die Ausgabe bezeugt; er wird die Qualität und die Quantität der Waren und die Art der Auslieferung begutachten und melden.

Artikel 9
In Anbetracht der Vorteile und Gewinne, die dieser Vertrag bringt, und angesichts der vielen Zusicherungen von Freundschaft, wird den Stämmen, die Vertragsbeteiligte sind, zur Bedingung gemacht, daß sie auf jedes Recht, ein Gebiet außerhalb ihrer Reservation zu besetzen, verzichten, doch das Recht behalten, in jedem angrenzenden unbewohnten Landstück zu jagen, solange esin den umliegenden Gebieten genügend Wild gibt, um dies zu verantworten;
und sie, die Indianer, erklären ausdrücklich:
1) daß sie dem Bau der transkontinentalen Eisenbahn, der nun begonnen wurde und weitergetrieben wird, keinen Widerstand entgegensetzen;
2) Daß sie sich nicht einmischen in den friedlichen Bau irgendeiner Eisenbahnlinie außerhalb ihrer Reservation, die hier abgegrenzt wurde;
3) daß sie nicht Personen - zu Hause oder auf Reisen - belästigen werden, noch Eisenbahnzüge oder Wagenzüge, Maultiere oder Vieh, das Amerikanern oder Leuten, die mit Amerikanern befreundet sind, gehört, angreifen oder rauben;
4) daß sie nie von Siedlungen Frauen rauben oder Kinder entführen;
5) daß sie nie Weiße töten oder skalpieren, noch versuchen, ihnen etwas anzutun;
6) daß sie sich in Zukunft nicht dem Bau von Eisenbahnlinien, Straßen, Postgebäuden und anderen notwendigen oder nützlichen Dingen, die durch die Vereinigten Staaten gesetzlich befohlen oder erlaubt wurden, widersetzen; doch sollten solche Wege oder Bauten auf dem Gebiet ihrer Reservation errichtet werden, wird die Regierung dem Stamm Schadenersatz bezahlen. Die Höhe des angerichteten Schadens wird eine dreiköpfige neutrale Kommission festsetzen, die vom Präsidenten eigens zu diesem Zweck ernannt wird, wobei eines der Kommissionsmitglieder der Häuptling oder ein Führer des Stammes ist.
7) daß sie dem Bau von militärischen Stützpunkten oder Straßen, die jetzt gebaut werden oder in Zukunft angelegt werden, keinen Widerstand entgegensetzen, dadurch daß sie diesen Vertrag oder weitere Verträge, die evtl. in Zukunft mit anderen Indianerstämmen gemacht werden, verletzen.

Artikel 10
Kein zukünftiger Vertrag über den Verzicht auf einen Teil der hier beschriebenen Reservation soll Gültigkeit haben oder gegen die Indianer ausgelegt werden, es sei denn, mehr als drei Viertel aller männlichen erwachsenen Indianer, die entweder das betroffene Gebiet besiedeln oder am Vertrag interessiert sind, stimmen dem zu; und kein Verzicht des Stammes soll so verstanden und ausgelegt werden, daß irgendein Mitglied des Stammes ohne seine Zustimmung der Rechte auf ein Stück Land, das er gemäß Artikel 5 des Vertrages wählen kann, beraubt wird.
Die Navajo erklären hiermit außerdem, daß sie nach der Unterzeichnung so in die zur Verfügung gestellte Reservation gehen werden, wie der Agent oder der Beamte, der mit ihrer Ausweisung beauftragt ist, es ihnen vorschreibt; die Vereinigten Staaten werden für ihren Unterhalt auf dem Weg aufkommen und genügend Transportmöglichkeiten für die Kranken und Schwachen bereitstellen.

Artikel 11
Die betroffenen Parteien erklären weiters, daß die Summe von 150.000 Dollar wie folgt aufgeteilt werden soll:
1) Etwa 50.000 Dollar für die tatsächlichen Kosten der Umsiedlung des Stammes vom Bosque Redondo Reservat zur neuen Reservation.
2) Der Erwerb von 15.000 Schafen und Ziegen soll höchstens 30.000 Dollar kosten.
3) Der Kauf von 500 Stück Rindern und einer Million Pfund Mais, der gesammelt und in einem Militärstützpunk nahe der Reservation aufbewahrt wird - welcher dem Befehl des Beamten untersteht - um für den kommenden Winter das Nötigste bereitzustellen.
4) Der Rest, falls vorhanden, wird verwendet, um die Indianer, die bezüglich ihrer Umsiedlung unentschlossen sind, zu unterstützen; die Art und Weise kann der Beamte, der bei ihnen bleibt, bestimmen.
5) Die Umsiedlung dieses Stammes wird unter die oberste Kontrolle und Leitung des militärischen Befehlshabers von New Mexico gestellt, und wenn sie abgeschlossen ist, wird die Führung des Stammes einem eigenen Beamten unterstellt.
Der genannte Stamm erklärt sich durch seine Repräsentanten, die Parteien des Vertrages, einverstanden, daß er die beschriebene Reservation zu seiner ständigen Heimat macht, daß er sich als Stamm nicht irgendwo anders niederlassen wird - ausgenommen das Recht, in den benachtbarten Gebieten der bisherigen Reservation zu jagen - und sich den Anordnungen, die in diesem Vertrag beschrieben sind, sowie den Anordnungen des jeweiligen Kommandierenden des Gebietes, in dem die Reservation liegt, unterwirft. Die Parteien des Vertrages erklären weiters, daß jeder Navajo und jeder andere Indianer, der sich außerhalb der genannten Reservation niederläßt, alle Rechte, Privilegien und Vorteile, die in dem Vertrag festgelegt sind, verliert. Außerdem verpflichten sich die Parteien des Vertrages, daß sie alles in ihrer Macht Stehende tun werden, Indianer dazu zu bringen, die nun irgendwo außerhalb des Reservates, das für die Besiedlung und Bewirtschaftung durch Indianer bestimmt ist, ein Nomadenleben führen, die in Kriegszustand leben mit Bürgern der Vereinigten Staaten, ein solches Leben aufzugeben und sich in einer Reservation, die nur für die Besiedlung und Bebauung durch Indianer eingerichtet wurde, auf immer niederzulassen.
 


Urkundlich dessen, setzen die Parteien ihr Siegel am 1. Juni 1868 in Fort Sumner, N.M.
W.T. Sherman
Lt. Gen´l, Indian Peace Commissioner
S.F. Tappan, Indian Peace Commissioner
Barboncito, Chief
Armijo
Delgado
Manuelito
Largo
Herrero
Chiqueto
Muerto de Hombre
Hombro
Narbono
Narbono Segundo
Ganado Mucho
Riquo
Juan Martin
Serginto
Grande
Inoetenito
Muchachos Mucho
Chiqueto Segundo
Cabello Amarillo
Francisco
Torivio
Desdendado
Juan
Guero
Gugadore
Cabason
Barbon Segundo
Cabares Colorados

Attest:
Geo. W.G. Getty,
Col 37th Inf´y, Bt.Maj.Gen´l U.S.A.
B.S. Roberts,
Bt.Brg.Gen´l U.S.A., Lt. Col. 3rd Cav´y.
J. Cooper McKee,
Bt. Lt.Col.Suegeon U.S.A.
Theo. H. Dodd,
U.S. Indian Ag´t for Navajos.
Chas.McClure,
Bt.Maj. and C.S.U.S.A.
James F. Weeds,
Bt.Maj. and Asst.Surg. U.S.A.
J.C. Sutherland,
Interpreter
William Vaux,
Chaplain U.S.A

 

Der Senat der Vereinigten Staaten erhielt den Vertrag und entschied sich nach dessen Begutachtung am 25. Juli 1868 für die Ratifizierung desselben mit einer Resolution:

 

 


(Andrew Johnson, 17. Präsident der USA ,Unionist ,15. April 1865 bis 3. März 1869)

 

Der Senat (zwei Drittel der Senatoren waren anwesend) rät zur Ratifizierung des Vertrages zwischen den Vereinigten Staaten und den Navajo, der in Fort Sumner, N.M., am 1. Juni 1868 abgeschlossen wurde.

Geo. C. Gorham
Secretary,

By. W.J. McDonald
Chief Clerk.

Aus diesem Grunde werde nun bekannt gegeben, daß ich, Andrew Johnson, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, im Anschluß an die Beratung durch den Senat, wie in der Resolution vom 25. Juli 1868, den genannten Vertrag akzeptiere, ratifiziere und bestätige.
Urkundlich habe ich meinen Namen unterzeichnet und das Siegel der Vereinigten Staaten von Amerika aufgedrückt
So geschehen in Washington, den 12. August im Jahre des Herrn 1868 und im 93. Jahr der Unabhängigkeit von Amerika

 


Vorgeschichte III

Das Reservationsgebiet, das dem westlich des Missouri gelegenen Territorium des heutigen Staates South Dakota entspricht und das angrenzende Gebiet bis zu den Bighorn Mountains, insbesondere das Powder River Basin, wurde den Indianern ebenfalls als Jagdgebiet zugestanden. Dort sollten weder militärische Stützpunkte angelegt werden und Siedler sollten da auch kein Land beanspruchen können, ebenfalls sollte kein Weisser die, für die Ureinwohner heiligen Black Hills betreten dürfen. Die Black Hills waren für die Sioux der Mittelpunkt der Welt und die Krieger gingen in die Heilligen Berge um dort auf Visionen zu warten, dort sprachen sie auch zu wakan tankan (lakota für Großer Geist, Gott) Red Cloud, Häuptling der Oglala hielt sich an den Vertrag von Laramie und ging mit seinen Volk in das Reservat.
 


(Die Black Hills)

 

Sitting Bull und Crazy Horse weigerten sich damals diesen Vertrag zu unterzeichnen und nannten diesen wörtlich als "Lügenpapier" ,beide glaubten nicht das die Vereinigten Staaten von Amerika sich an diesen Vertrag halten würden und ihr Misstrauen wurde schon im Februar 1869 bestätigt. Eine Verordnung des Kriegsministeriums verbot den Indianern das Jagen außerhalb ihres Siedlungsgebietes in den Black Hills, obwohl ihnen das vertraglich zugestanden wurde solange es ausreichend Büffel dort gab. Der Northern Pacific-Transkontinentaleisenbahn Gesellschaft war dieser Vertrag ebenfalls ein Dorn im Auge, sie hatte bereits geplant, eine Strecke durch das Sioux-Gebiet zu bauen und deshalb Grundstücke entlang der Strecke an Maklerfirmen, Industriebetriebe, Bankkonsortien und Siedler verkauft.
Der Eisenbahnbau erreichte 1872 die Grenze zum Sioux Gebiet ,mit der Einstellung der Bauarbeiten musste gerechnet werden. Auch die Missouri-Dampfschifffahrtgesellschaft musste mit Problemen rechnen, sie hatte für ihren geplanten Schiffsverkehr auf dem Yellowstone River bereits Schiffe gekauft. Städte die im Sioux Gebiet in der Planung waren konnten nicht gebaut werden, es drohte ein großer wirtschaftlicher Zusammenbruch wenn in diesem Gebiet der Friedensvertrag weiter seine Gültigkeit behielt. Man versuchte die Sioux zu provozieren und hoffte sich das diese zu einem Aufstand hinreißen lassen würden. Der Aufstand hätte dann der US Armee einen Anlaß zum Eingreifen gegeben, aber dies scheiterte. Im selben Jahr machte in den weissen Siedlungen das Gerücht die Runde, dass sich in den Black Hills ( die Indianer nannten diese in der Lakota Sprache Paha Sapa ) große Goldvorkommen befanden. Sofort begann ein Goldrausch und die ersten Goldsucher drangen in die Black Hills ein, mit den Goldsuchern kamen auch die Büffeljäger. Die Goldsucher die von den Indianern in den Black Hills entdeckt wurden, hatten sie entweder von dort verjagt oder getötet. Sitting Bull organisierte sofort den Widerstand während die Regierung der USA zunächst noch versuchte das Land von den Indianern zu kaufen und deshalb wurden Crazy Horse, Red Cloud, Red Dog, Little Wound, American Horse, und Red Shirt nach Washington gerufen weil sie dort dem Verkauf ihres Landes zustimmen sollten. Die Antwort war für die US Regierung nicht sehr zufriedenstellend gewesen, weil die nach Washington bestellten erklärten, dass alle Sioux befragt werden müssten, die dann aber ablehnten.
 


(Originialaufnahme von Sioux aus dem Jahre 1907)

 

Im Jahre 1874 sollte eine von der Regierung beauftragte Expedition den Gerüchten von Goldfunden in dem Sioux Gebiet (Black Hills) nachgehen. General Sheridan erteilte Lt. Col. G. A. Custer den Befehl die Expedition, an der auch Geologen Teil nahmen, anzuführen. Das geschah ohne die Erlaubnis der Sioux. Die 7. Kavallerie zog von Fort Abraham Lincoln in die Black Hills aus. Die Geologen entdecken einige Goldvorkommen am French Creek in den Black Hills und Custer ließ diese Meldung durch einen Eilkurier weiterleiten. Custer selbst soll sich ebenfalls einen Großclaim gesichert haben. Diese Nachricht verbreitete sich schnell da diese Information an die Presse in Bismark gelangte und tausende Goldsucher und Unternehmer strömten in das Reservat um dort ihr Glück zu finden. Sofort entstanden Goldsucherlager und sogar Städte, die Wälder wurden gerodet die Flüsse wurden verschmutzt und das dort lebende Wild wurde gejagt. Die Sioux unternahmen dagegen zuerst noch nichts. Die US Armee versuchte den Ansturm der Goldsucher, wenn auch mit geringen Interesse von dem Sioux Reservat fernzuhalten, oder die Goldsucher die schon dort waren wieder zu vertreiben. Die Möglichkeit Gold zu finden und dadurch reich zu werden sorgte dafür das der Widerstand zu gehen enorm groß war, so dass diese sogar forderten das die Indianer gehen sollten. Vereinzelte Sioux Trupps verjagten die Goldsucher von ihrem Land und der Zorn der dort lebenden Indianer sorgte dafür das man den Eindringlingen mit einem Krieg drohte. Die US Regierung begann daraufhin sofort mit Kaufverhandlungen ohne dabei zu beachten das es sich bei den Black Hills um heiligen Boden handelte, man machte den Indianern daher ein Kaufangebot über angeblich 6 Millionen Dollar, Custers Claim soll aber inzwischen 20 Millionen Dollar erwirtschaftet haben. Red Cloud lehnte einen Verkauf ab und auch die Erlaubnis das die weissen Siedler für eine begrenzte Zeit nach Gold suchen könnten ( Schürfrechte ) wurden ebenfalls abgelehnt. Die Gruppen unter Sitting Bull, Crazy Horse und Gall die den Vertrag nicht anerkannt hatten lebten zu diesem Zeitpunkt immer noch außerhalb der Reservation und die amerikanische Regierung forderte diese auf, sich in die Reservation zu begeben. Diese Aufforderung blieb ohne Erfolg.
 


(2 Sioux im Schnee unbekannter Meister)

 

Im Jahre 1875 wurden weitere Siedler vom Goldrausch angelockt und zum Jahresende sollen es insgesamt 150.000 gewesen sein. Eine Kommission die entsandt wurde, traf im September 1875 in der Red Cloud-Agentur mit rund zwanzigtausend Sioux zusammen, diese lebten überwiegend in den Reservaten. Die Stammesführer beschwerten sich nacheinander über die Regierung und Wanigi Ska (White Ghost), ein Yanktonai-Häuptling sagte wörtlich :

Ihr habt unser Wild und alles, was unseren Lebensunterhalt sichert, aus dem Land vertrieben, und jetzt haben wir nichts Wertvolles mehr bis auf die Berge, und auch die verlangt ihr von uns. Die Erde ist voller Mineralien aller Arten, und auf der Erde ist der Boden mit Wäldern aus mächtigen Kiefern bedeckt, und wenn wir diese dem Großen Vater überlassen, dann wissen wir, dass wir das letzte aufgeben, das sowohl für uns als auch für die Weißen wertvoll ist.

 

Sitting Bull, (Tatanka I'yotanka) war bei selber nicht anwesend gewesen, er lies aber übermitteln:

"Wir wollen keine Weißen hier. Die Black Hills gehören zu mir. Wenn die Weißen versuchen, sie uns wegzunehmen, werde ich kämpfen."

 

Red Cloud versuchte im Namen aller Stammesführer zu vermitteln und verlangte sechshundert Millionen Dollar für die Black Hills, während das Gegenangebot der Regierungsbeauftragten sechs Millionen Dollar war. Damit waren die Verhandlungen zum Verkauf der Black Hills gescheitert. Die amerikanische Regierung schickte ihre Truppen aufgrund eines Berichtes vom Indianer-Inspektor E.C. Watkins am 9. November in die Gegend der Indianer Reservate, weil in dem Bericht einige hundert Lakota und Cheyenne unter der Führung von Sitting Bull, Crazy Horse und Big Foot, den Vereinigten Staaten von Amerika feindlich gesinnt gewesen waren. Der Konflikt verschärfte sich als die Regierung der USA im Dezember 1875 beschloss den Ureinwohnern das Land auf dem die Black Hills standen mit aller Gewalt zu entreißen. Man stellte ihnen ein Ultimatum und das mitten im Winter was völlig unmöglich war. Sie sollten in das Reservat zurückkehren um damit das Gebiet der Black Hills bis zum 31. Januar 1876 zu räumen, sollten diese dem nicht nachkommen würde man sie als feindlich beurteilen und man drohte das es dann zu militärischen Aktionen kommen würde. Das die Sioux und Northern Cheyenne gar nicht aus Reservaten stammten, und es ihnen auch gar nicht möglich war mitten im tiefsten Winter diesem nachkommen zu können ignorierte man einfach. Auch ihnen wurde dieses Ultimatum mitgeteilt. Viele Stämme konnte man nicht einmal rechtzeitig informieren, denn der Winter hatte sehr früh begonnen und er war dieses Mal ungewöhnlich hart, lang und schneereich. Die Folge war das die Frist nicht eingehalten werden konnte, damit wurde am 1. Februar 1876 den Indianern der Krieg erklärt. Nun verbündeten sich die dort lebenden Stämme, denn sie waren jetzt nicht mehr bereit gewesen noch weitere Vertragsbrüche hinzunehmen und Sitting Bull wurde einer ihrer Anführer.
 

       

( linkes Bild Philip Henry Sheridan- "Der einzig gute Indianer ist ein toter Indianer" )
( rechtes Bild William Tecumseh Sherman- "War is hell“, „Der Krieg ist die Hölle“ )

 

Vom Innenminister erhielt der Kriegsminister mitgeteilt, dass die Frist den man den Indianern gestellt hatte abgelaufen ist und General Sherman erhielt am 1. Februar 1876 vom Kriegsministerium den Auftrag, die entsprechenden Maßnahmen gegen die Sioux einzuleiten. Die Generale Crook und Terry erhielten von Sherman am 8 .Februar den Befehl eine Offensive für den Bighorn, Powder, Rosebud und Tongue zu planen. Inzwischen hatten die Indianer heimlich das Reservat verlassen und sich ihren frei lebenden Stammensbrüdern im Gebiet der Black Hills und am Powder River angeschlossen. Die Häuptlinge Crazy Horse, Sitting Bull und Gall waren sich einig darüber das die Zeit gekommen war, entweder zu kämpfen und zu sterben oder aufzugeben und in die Reservation zu gehen. Während dieser Zeit bewegte sich die US -Armee, dem Offensivplan entsprechend, in einer dreigliedrigen Zangenbewegung (Angriff von drei Seiten) vor um die Indianer am Powder River vernichtend zu schlagen und in das Reservat zu zwingen. Brigadegeneral George Crook marschierte in nördlicher Richtung zum Gebiet des Powder River. Die Infanterie Colonel John Gibbons und eine Batterie Gatling-Kanonen ( ein Vorgänger des Maschinengewehrs ) näherten sich von Osten. Brigadegeneral Alfred Terry, der auch Custers 7. Kavallerie unterstand, sollte von Westen aus angreifen.
 


(Gatling Gun Mod. 1865)


Am 1. März 1876 marschierte Crook los um die Strafexpedition gegen die nördlichen Plainsindianer zu beginnen. Die Vorhut von General Crook, die von Colonel J. Reynolds geführt wurde, glaubte das Dorf vom aufständischen Crazy Horse entdeckt zu haben und griff dieses sofort an, es handelte sich aber um ein Cheyenne Dorf unter dem Häuptling Two Moon. Dieser Angriff überraschte die Indianer weil sie noch während des Angriffes in ihren Zelten schliefen. Die Frauen und Kinder flüchteten eine Berghang hinauf um sich in Sicherheit zu bringen während die Krieger versuchten diesen Angriff abzuwehren indem sie sich zwischen den Felsen verschanzten und so ermöglichten sie die Flucht ihrer Stammesangehörigen, ihr Dorf aber wurde niedergebrannt und die Pferde wurden von der US -Armee erbeutet. Als es Nacht wurde schlichen sich die Cheyenne in das US-Lager und holten sich ihre Pferde wieder zurück. Als General Crook davon erfuhr war er darüber so wütend das er Reynolds vor ein Kriegsgericht stellen ließ. Two Moon und seine Cheyenne gingen in Crazy Horses Lager und schlossen sich ihm an, um gegen die Blauröcke zu kämpfen. Beide, die Oglalas und Cheyenne zogen als der Winter endgültig vorbei war in Richtung Norden um bei den Hunkpapas unter Sitting Bull ihre Lager aufzubauen. Später zogen alle Stämme gemeinsam weiter um ihr Lager am Rosebud aufzuschlagen, weitere Indianer kamen aus den Reservaten zum Rosebud, die Brules, Sans Arcs, und die Blackfoot Sioux am Ende war ihre Zahl auf mehrere Tausend angewachsen.
Anfang Juni 1876 glaubte die US- Armee besser vorbereitet zu sein und das günstigere Wetter führte zur Überzeugung, dass man die Offensive gegen die Indianer wieder aufnehmen könne. Wie im Offensivplan vorgesehen rückten General Crooks Truppen, neu ausgerüstet, aus Süden von Fort Fetterman, Colonel Gibbon aus Westen von Fort Ellis und General Terry mit Lt. Col. Custer aus Osten von Fort Lincoln. Crook errichtete am 8. Juni ein großes Basislager, von dem er dann anschließend zum Quellgebiet des Rosebud Creek weiter marschierte.

 

Rosebud Creek

 

Am 17. Juni 1876 wurde Brigadegeneral George Crooks Einheit bei einer Marschpause von einer gleich großen Anzahl Indianer, bestehend aus Sioux und Cheyenne überrascht, daraus entwickelte sich ein Kavalleriegefecht das mehrere Stunden dauern sollte. Die Schlagkraft seiner Gegner zwang ihn zum Rückzug, Crook wollte aber auch seine Verwundeten versorgen lassen und forderte weiteren Nachschub an mit der Folge das die Angriffsgruppe "Süd" aus dem Feldzug ausschied und eine Einkesselung der Indianer damit nicht mehr möglich war. Inzwischen war auch das Dampfschiff "Far West" eingetroffen und ankerte an der Mündung des Powder River in den Yellowstone, seine Aufgabe war es als schwimmende Nachschubstation zu dienen und als Hauptquartier. Major Reno hatte den Auftrag erhalten das nähere Gebiet zu erkunden um festzustellen das sich keine Feinde dort aufhalten. Als Reno zurückkehrte ergab sich folgende Lage für General Terry, die Indianer sind am Little Bighorn. General Terry der von von Crooks Niederlage nicht informiert wurde schickte Custers 7. Kavallerie entlang des Rosebud-Tals in Richtung Bighorn-River damit dieser den genauen Standort der Indianerdörfer erkundete. Die Befehle an Custer waren nicht eindeutig gewesen, er sollte nicht eher angreifen bis die Hauptstreitmacht eingetroffen ist. Custer lehnte Verstärkungstruppen und die Gatling Gun ab weil diese für das dortige Gelände nicht geeignet waren, sollte ein Kavallerieangriff durchgeführt werden. Dieser Einwand war nicht unbegründet denn schon beim Anmarsch in das Operationsgebiet hatten sich die pferdegezogenen Kanonen überschlagen und gefährliche Unfälle verursacht. Terry selber zog mit Gibbons Einheit entlang der Yellowstone und der Bighorn Flüsse, um von Norden anzugreifen da man glaubte mit dieser Bewegung die Indianer einkesseln zu können. Custer erhielt nun den Befehl mit seinen Soldaten eine Flucht der Indianer zu verhindern denn Gibbon und Terry glaubten immer noch, dass Crook von Süden her vorstoßen würde. George Armstrong Custer verabschiedete sich am 22. Juni mit seinen 7. Kavallerie Regiment in Richtung Little Bighorn River.

Crazy Horses Krieger verließen den Rosebud Creek und zogen weiter in das Tal des Little Bighorn River (Greasy Grass war die Bezeichnung der Ureinwohner) um sich dort mit den Lakota, Yanktonai, Santee, Nördlichen Arapaho, und den Nördlichen Cheyenne anzusiedeln.


Little Big Horn

Little Bighorn

 

 

 

Folgt mir nach, folgt mir nach! Heute ist ein guter Tag zum Sterben

-Crazy Horse-



 

 

Die gegnerischen Parteien am Little Big Horn

 

 
 

 

United States Army
7. Kavallerie

 

Indianerstämme
Lakota,Arapaho,Cheyenne,Sioux

Befehlshaber
George A. Custer
Befehlshaber

Sitting Bull,
Crazy Horse,
Gall
sowie weitere Häuptlinge

 

Truppenstärke
31 Offiziere,
566 Soldaten,
35-40 Scouts,
3 Zivilisten
Truppenstärke
950 - 2500 Krieger
Gefallene
ca. 268
Gefallene
ca. 40

 

Am Morgen der 25. Juni 1876 sichteten die Späher das Indianerdorf im Tal des Little Bighorn River und sie meldeten auch das sich dort eine gewaltige Anzahl von Gegnern befand. Custer entschied sich für einen sofortigen Angriff, er hoffte die Indianer zu überraschen und glaubte dadurch einen Vorteil zu haben, auf General Terry und seine Einheit wollte er nicht warten obwohl er auf diesen hätte warten sollten. Allerdings könnte der Grund für den vorzeitigen Angriff auch der gewesen sein : Custer galt als arrogant und disziplinlos, der für sich den Ruhm beanspruchen wollte die Indianer besiegt zu haben. Custer hatte angeblich auch an einen schnellen Sieg über die „Halbwilden“ geglaubt. Dies könnten auch die Gründe gewesen sein warum Custer ohne auf Verstärkung zu warten sich für den Angriff entschied. Am Nachmittag teilte Custer seine Einheit auf um von drei Seiten her angreifen zu können. Captain Frederick W. Benteen erhielt die Kompanien H, D und K mit dem Befehl die auf der linken Seite liegenden Badlands zu durchqueren und er sollte dabei die sich dort befindenden Klippen auskundschaften. Major Marcus A. Reno erhielt ebenfalls drei Kompanien und zwar die A, G und M. Er sollte durch das Tal den Fluß aufwärts marschieren, damit er die Indianer vom gegenüberliegenden Flussufer am Südende des Lagers angreifen konnte. Captain McDougall erhielt die B Kompanie und den Befehl die Versorgungseinheit zu schützen. Custer wollte den nördlichen Teil des Lagers mit fünf Kompanien angreifen, wenn Reno seinen Angriff begonnen hat.

 


(Schlachfeld in schematischer Darstellung)

 

Major Marcus A. Reno und Captain Frederick W. Benteen

 

Renos Einheit griff gegen 15.05 Uhr die Südseite des Indianerlagers an. Der Überraschungsangriff glückte zunächst es wurden Frauen und Kinder erschossen und die Einwohner des Dorfes flüchteten, doch den Hunkpapa-Sioux unter der Führung von Gall gelang es diesen Angriff abzuwehren. Die Kavallerieeinheit von Reno war nun gezwungen von ihren Pferden abzusitzen. Zunächst wurde Reno frontal angegriffen und danach griffen die von Gall geführten Sioux die linke Flanke an. Es gelang ihnen die linke Flanke zu überflügeln und von der Seite her aufzurollen. Major Reno musste sich in einen nahen Pappelwald zurückziehen. Doch seine Soldaten wurden auch dort angegriffen und dieses Mal wurde aus einem Rückzug eine panische Flucht. Man wollte so schnell wie möglich die an einem Fluss liegenden Felsenklippen erreichen, viele Soldaten starben als sie sich im Fluss befanden doch am Ende erreichten die meisten von Renos Einheit die rettenden Felsenklippen und könnten sich dort halten. Benteen der diese Ereignisse beobachten konnte bewegte sich mit seinen Männern auf die Verteidigungsstellung von Reno zu, um diesen zu unterstützen. Er hatte zwar den Befehl von Custer erhalten zu ihm zu stoßen, doch Reno als der Ranghöhere befahl Benteen das er seine Truppen verstärken sollte. Reno war dazu berechtigt in dieser Situation den Befehl seines Vorgesetzten Custer an Benteen auszusetzen. Beide Bataillone wurden von den Indianern belagert und waren dadurch nicht mehr in der Lage einen weiteren Angriff durchzuführen. Der schnelle Sieg ermöglichte es den Indianern genügend Kämpfer freizustellen um den anrückenden Custer anzugreifen.


 

George Armstrong Custer


 

Custers Angriff begann um 16.05 Uhr ,er stürmte mit seinen Kompanien ( C, E, F, I und L ) den Hügel hinab zum Angriff ohne das er bemerkte das seine beiden flanken zum Rückzug gezwungen waren. Das hügelige Gelände machte eine typische Kavallerieattacke unmöglich und so musste der Angriff in der sogenannten 2 er Reihe erfolgen. Custers Einheit konnte aufgehalten werden und Gall gelang es mit seinen ca. 1500 Kriegern diesen Angriff abzuwehren und Custer zurückzudrängen. Die große Übermacht zwang Custer zu einen noch geordneten Rückzug. Custer wich nach den ersten Abwehrkämpfen aus und wollte die höchste Erhebung der Hügelkette ( heute Custer Hill ) erreichen um sich dort zu verschanzen. Die F ( George W. Yates ) und die I Kompanie ( Miles W. Keogh ) die Custers Rückzug sichern sollten, wurden nach kurzen harten Kämpfen niedergekämpft. Die Sioux und die Cheyenne die von Crazy Horse und Two Moon angeführt wurden umgingen Custers Stellung und schnitten ihm den Rückzugweg ab. Sie erreichten die Anhöhe als Custer gerade seinen Rückzug angetreten hatte. Custer saß damit in der Falle und konnte sich nicht mehr auf den Hügel zurückziehen. Custer letzte Stellung befand sich auf dem „Last Stand Hill“, wo er sich noch mit 60 Mann verteidigte. Am Anfang konnte Custers Einheit noch in Formation kämpfen aber mit dem Fortschreiten der Schlacht zerfiel diese Formation in kleine ungeordnete Trupps. Die Indianer überrannten eine Kompanie nach der anderen. Ihr Vorteil bestand darin das sie mit mehrschüssige Repetiergewehre besaßen mit denen sie auf eine kurze Feuerdistanz eine hohe wirksame Feuerkraft erreichen konnten (Winchester Gewehre). Viele von ihnen kämpften aber auch noch mit Pfeil und Bogen und nahmen sich später die Waffen von den gefallenen Kaverlleristen. Die Kavallerie Custers hatte dagegen nur die einschüssigen Springfield Modell 1873 Trapdoor-Karabiner diese Gewehre hatten aber im Gefecht immer häufiger Ladehemmungen und die die US-Soldaten mussten sich dann mit ihren Colt Revolvern verteidigen. Die Soldaten Custers die in Panik zu fliehen versuchten wurden von den Indianern eingeholt und getötet. Nach etwa einer halben Stunde waren Custer und seine Männer gefallen und seine 5 Kompanien waren komplett vernichtet worden. Die Schlacht auf dem „Last Stand Hill“ war beendet und sofort skalpierten und verstümmelten die Indianer alle Leichen die einzige Ausnahme war die von Custer. Custers Bruder Tom schnitt man das Herz heraus und Custers Adjutanten, Capt. W. W. Cook hatte man seinen Backenbart aus dem Gesicht geschnitten. Custer selbst hatte eine Schusswunde in der linken Seite und der linken Schläfe. Die Trommelfelle wurden ihm durchstochen und man trennte ein Glied seines linken Fingers ab. Skalpiert wurde er nicht weil er wohl damals schon ein schütteres Haupthaar besaß.

Es war ungefähr 17.30 Uhr - die Schlacht hatte ihren Höhepunkt überschritten; als Captain Thomas B. Weir ohne einen Befehl von Reno und Benteen versuchte den Ort wo Custer gekämpft hatte noch zu erreichen. Reno und Benteen versuchten sogar noch den Vorstoß zu unterstützen, doch wurden sie erneut von den Indianern in die Felsklippen zurückgedrängt. Die Indianer selbst versuchten keinen Angriff, sondern beschränkten sich darauf die Soldaten mit gezielten Schüssen zu Töten viele Männer von Benteen und Reno wurden noch durch diesen Beschuss entweder verwundet oder getötet. Die Belagerung hielten sie weiter aufrecht.
Am nächsten Tag den 26. Juni 1876 entdeckten die Späher von Stiing Bull eine große Anzahl von Soldaten die sich in die Richtung des Schlachtfeldes bewegten. Es war Terrys Armee auf die Custer eigentlich hätte warten sollen. Die Indianer steckten daraufhin das Gras in Brand und zogen sich in Richtung Bighorn Mountains zurück. Sie teilten sich dabei in kleinere Gruppen auf.Crazy Horse blieb in den Bighorn Mountains, Sitting Bull und Gall zogen weiter nach Kanada. Zwei Tage hatten Benteen und Reno in den Klippen ausgeharrt als am Morgen des 27. Juni 1876 als Terrys Armee am Little Big Horn eintraf.
Nach der Schlacht behaupteten mehrere Häuptlinge und Krieger Custer getötet zu haben. Benteen sagte nach Little Bighorn über den Schlachtverlauf folgendes aus, es war unmöglich gewesen mit seinen drei Kompanien Custer zu retten und diesen Einsatz zu überleben.

Folgen der Schlacht


 

Charles Marion Russell - The Custer Fight (1903)


Für die Ureinwohner Amerikas war die Schlacht am Little Big Horn einer der größten, wenn nicht sogar der größte Sieg über die US Armee für die Vereinigten Staaten war es auf jeden Fall eine schmerzliche Niederlage kurz vor der 100 Jahrfeier am 4 Juli 1876. ( Unabhängigkeitstag 4. Juli 1776 )
Die Zeitungen betitelten den Sieg der Indianer als "Massaker" und die amerikanische Öffentlichkeit forderte eine schnelle Bestrafung. Die Regierung und das Militär kamen nun zu der Überzeugung das der Widerstand der Indianer endgültig mit militärischen Mitteln beendet werden müsste. Der Kongress verabschiedete ein Gesetz, in dem Stand, dass die Dakota auf das Land am Powder River und auf die Black Hills zu verzichten haben. Die Eisenbahngesellschaften begannen mit der Wiederaufnahme des Streckenbaus und die Weißen siedelten sich erneut in dem Gebiet an. Die Armee beging an den Indianern erneut Grausamkeiten mit dem Motto " Rache für Custer". Am 8. August 1876 wurde American Horse (Oglala), mit vierzig Familien bei Slim Buttes aufgespürt. General Crook lies alle Oglalas niedermachen. Im Mai 1877 hatte sich Crazy Horse mit seinen Leuten, General Miles ergeben. Er wurde in Camp Robinson interniert und dort am 5. September 1877 getötet. 1879 trennten sich Gall und Sitting Bull nach einem Streit, Gall zog nach Süden und schloss mit den weissen Frieden. 1881 kehrte auch Sitting Bull aus Kanada in die USA zurück und ergab sich in Fort Buford und wird mit seinen Leuten in die Standing Rock Reservation gebracht

heutige Zeit

 

(Der Ort des Geschehens liegt ca. 90 km südöstlich der Stadt Billings / Montana entfernt.)



Drei Jahre nach der Schlacht am Little Big Horn im Jahre 1879 wurde das Gelände als National Cemetery ausgewiesen.1881 wurde ein Obelisk für die 7. Kavallerie aus Granit aufgestellt und 1886 wurde dieser Platz zur nationalen Gedenkstätte. 70 Jahre nach der Schlacht ( 1946 ) wurde das Gelände in Custer Battlefield National Monument umbenannt. 1952 wurde ein Besucherzentrum eröffnet und im Jahr 1988 protestierte die American Indian Movement am Little Bighorn. 1991 wurde das Gelände erneut umbenannt in Little Bighorn Battlefield. 1999 begann mit dem ersten symbolischen Spatenstich der Bau des Indian Memorial. Seit 2003 trägt das Gelände nun den Namen „ Little Big Horn Battlefield National Monument „. Im Mittelpunkt liegt der Friedhof für die gefallenen US-Soldaten. Für die ca. 40 getöteten Indianer errichtete man auf dem ehemaligen Schlachtfeld mehrere Denkmäler, die ebenfalls 2003 enthüllt wurden.


Quellen

Buch

Siegfried Augustin, Die Geschichte der Indianer - Von Pocahontas bis Geronimo 1600 -1900, Nymphenburger in der F.A Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH München.
ISBN 3- 485-00736-6 (Der Inhalt des Vertrages war auch hier wörtlich enthalten wie bei der I- Net Quelle)


I-Net

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http://www.wyomingtalesandtrails.com/custer6.html ( Zugriff 16.05.2011)

 

Autor: Hasso von Manteuffel