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Vorwort

Der KdF Wagen
Die NS - Organisation KdF (Vorwort)
 

Die Ämter der KdF Organisation

 

 

 

 

Das Amt für Urlaub, Reisen und Wandern
Das Amt für Schönheit und Würde der Arbeit
Das Amt für körperliche Ertüchtigung und Sport
Das Amt für geistige Aus- und Fortbildung
Das Amt für Kultur
Das Amt für Volkstum und Brauchtum
Das Jugendamt

 

 

(Robert Ley *15. Februar 1890 in Niederbreidenbach, Rheinprovinz; † 25. Oktober 1945 in Nürnberg)



Die KdF (Kraft durch Freude) war eine Organisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF). Die Deutsche Arbeitsfront wurde am 10. Mai 1933 gegründet, nachdem man die freien und unabhängigen Gewerkschaften aufgelöst hatte und mit dem "Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit" am 20. Januar 1934, war sie dadurch nun auch offiziell die nationalsozialistische Einheitsgewerkschaft. Das Vorbild für die KdF kam auch hier aus dem faschistischen Italien das schon 1925 eine Freizeitorganisation, die Opera Nazionale Dopolavoro (Nationales Freizeitwerk) gegründet hatte. Robert Ley reiste im Jahre 1929 nach Italien und lernte dort die Aufgaben der faschistischen Reise und Erholungsorganisation kennen. Nach der Machtergreifung Hitlers schlug Robert Ley ebenfalls eine Freizeitorganisation vor. Nachdem Hitler die Pläne Leys am 14. November 1933 genehmigt hatte wurde die KdF am 27. November 1933 auf einer Sondertagung der Deutschen Arbeitsfront gegründet. Der NSDAP wurde die DAF im 24. Oktober 1934 angeschlossen und Robert Ley wurde zum Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Die KdF organisierte von Beginn an die Freizeit der deutschen "Volksgenossen" und nebenbei sollte sie diese auch überwachen und auf Linie bringen oder halten. Von nun an sollte die KdF die Land- und Seereisen organisieren und wurde dadurch die größte Reiseorganisation des Dritten Reiches. Während der Weimarer Republik hatte ein Arbeiter ein Anspruch auf acht bis zwölf Tage bezahlten Jahresurlaub. Die Arbeitnehmer die schon länger in einem Betrieb arbeiteten, hatten damals mehr Urlaubstage die für sie längere Reisen nutzen konnten. Die noch gedanklich dem marxistisch oder sozialdemokratisch gesinnten Arbeiter zog man auf auf die Seite der NSDAP indem man die Jahresurlaubszeit auf zwei bis drei Wochen erhöhte. Die Kraft durch Freude Organisation wollte durch die organisierten Reisen der arbeitenden Bevölkerung neue "Kraft" verleihen und dadurch die volkswirtschaftliche Produktion erhöhen und natürlich sollte er auch ein gesunder und kriegstauglicher "Volksgenosse" werden. Hitler soll folgende Worte gesagt haben:

 

"Ich will, daß dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und daß alles geschieht,


um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen.


Ich wünsche das, weil ich ein nervenstarkes Volk will, denn nur allein mit einem Volk,


das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen."
 

 

 

Natürlich sollte das Volk auch bei Laune gehalten werden, weil Kraft durch Freude es nun auch dem Arbeiter und nicht nur der Oberschicht ermöglicht wurde zu Reisen. Die Reise wahr nicht nur zum ausruhen gedacht, sondern man sorgte neben den bunten Abenden mit Gymnastik, Schwimmlehrgänge, Nähkurse, Schachturnieren und Konzerte auch für eine Weiterbildung des arbeitenden Volksgenossen. Da diese Erholungsreisen, im Hintergrund der zunehmenden Aufrüstung dem Arbeiter diese Möglichkeit anbot zeigte sich besonders während des Krieges, wo dann vor allem ausgebombte oder erschöpfte Arbeiter sich in der Idylle eines unbeschädigten Dorfes und seiner Landschaft erholen konnten. Das Reisen vor allem im eigenen Land sollte nebenbei auch das Heimatgefühl und den Nationalstolz stärken. Die KdF wollte auch die Dörfer verschönern und so wurde der "Wettbewerb um das schönste und vorbildlichste Dorf" ins Leben gerufen. Zu den bekanntesten KdF Projekten gehörten die Kreuzfahrtschiffe Dresden II (ab 1934), Der Deutsche (ab 1935), Wilhelm Gustloff (ab 1938), und die Robert Ley (ab März 1939). Mit dem Bau des Seebad Prora auf Rügen wurde zwar begonnen doch es wurde nie fertig gestellt.

 

Ein weiteres Projekt war der KdF Wagen den wir heute noch als Käfer kennen
und in der Bundesrepublik Deutschland wurde er zu einem Symbol des Wirtschaftswunders.

 

Entwicklung

Die ersten Ideen und Entwürfe

 



Das erste Automobil das dem KdF Wagen (Käfer) ähnlich sah wurde bereits 1925 von dem am 1. März 1907 in Hirtenberg, Niederösterreich geborenen Béla Barényi entworfen. Seinen Entwurf reichte er dann im Jahre 1926 bei der Maschinenbauanstalt in Wien ein. Der Automobilhersteller Porsche bestritt lange Zeit das Béla Barényi die erste war der ein käferähnliches Design entworfen hatte und erklärte deshalb Ferdinand Porsche zum Konstrukteur des Käfers. 1953 bestätigte ein Gericht die Urheberschaft von Béla Barényi und so konnte er seine Ansprüche durchsetzen. Josef Ganz, ein jüdischer Ingenieur der für mehrere Autohersteller arbeitete hatte 1931 einen Prototyp entwickelt dem er den Namen "Maikäfer" gab. 1932 bekundete die Ludwigsburger Standard-Fahrzeugfabrik ihr Interesse an dem Automobil und wollte diesen herstellen. Ein Jahr später wurde das Modell noch einmal überarbeitet und als Standard-Superior Version zum Kauf angeboten. Ferdinand Porsche soll auch noch bei einem anderen Automobilhersteller einige Ideen "geklaut" haben, und zwar beim tschechoslowakischen Automobilhersteller Tatra. 1961 bestätigte ein Gericht, dass eine Patentverletzungen bei Motor und Design des Tatra 97 vorlag und Volkswagen zahlte eine Entschädigung in Höhe von 3.000.000 DM. Das alles änderte nichts daran das Ferdinand Porsche immer noch als der Vater des Ur-Käfers angesehen wird.
 


 

Zündapp-"Volkswagen", Porsche Typ 12 (1932)

 

 

 

Motor : 5-Zylinder-Sternmotor
Hubraum : 1193 cm³
Bohrung × Hub : 70 × 62 mm
Leistung : 19 kW bei 3600/min
Getriebe : Dreigang (plus Schnellgang)
Radstand : 2500 mm
Spurweite : 1200 mm
Leergewicht : ca. 600 kg



Das Konstruktionsbüro von Porsche entwickelte im Jahr 1931 den Porsche Typ 12 für die Zündapp-Werke GmbH die später ihr KS 750-Motorrad für die Wehrmacht entwickelte. Ein Jahr später, 1932 hatte Zündapp drei Automobile hergestellt die Sitzplätze (inklusive Fahrer) für vier Personen hatten. Erwin Komenda hatte die Karosserien entworfen bei denen die Türen vorne angeschlagen waren und von der Firma Reutter in Stuttgart gebaut wurden. Für die Türen wendete man eine Gemischtbauweise aus Holz und Stahl und montierte sie auf einen U-Profil-Rahmen. Für die Serienproduktion plante man eine selbsttragende Ganzstahlkarosserie. Beim Chassis orientierte man sich an den Tatra Typ 11 der von Hans Ledwinka konstruiert wurde, es bestand aus Pendelachsen mit Querblattfedern. Zündapp setzte beim Porsche Typ 12 einen wassergekühlten Sternmotor durch. Der Viertakt-Motor sollte im Heck des Fahrzeuges seinen Platz finden und hatte fünf Zylinder, eine zentrale Nockenwelle und wurde als eine Motor-Getriebe-Einheit eingebaut. Das Getriebe befand sich vor der Hinterachse. Der Motor sollte mit 19 KW Leistung eine Geschwindigkeit von 80 Km/h erreichen. Obwohl man bei Porsche nicht von dem Sternmotor überzeugt war meldete die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH die "Anordnung des als Sternmotor ausgebildeten Antriebsmotors an Kraftfahrzeugen, insbesondere an solchen mit schwingbaren Halbachsen und einem mittleren Tragkörper als Wagenrahmen" beim Patentamt an und man betonte dabei den hohen Grad der Gleichförmigkeit der Sternmotoren als einen Vorteil. Die ersten Probefahrten zeigten, dass der Motor durch die unzureichende Motorkühlung schnell heiß lief und auch das Getriebe arbeitete nicht sehr zuverlässig. Zündapp-Generaldirektor Fritz Neumeyer entschied sich nach diesen Testergebnissen auf den Verzicht zur Weiterentwicklung des Kleinwagenprojektes. Ein weiterer Grund waren wohl auch die zu erwartenden hohen Investitionen gewesen und dass Projekt nicht mehr weiter zu entwickeln. Porsche erhielt für seine Pläne 80.000 Reichsmark und ein Fahrzeug vom Zündapp Werk. Der an Porsche überlassene Wagen existierte noch bis ins Jahr 1944 oder 1945. Dann wurde dieses Einzelstück (die anderen wurden möglicherweise verschrottet) bei einem Bombenangriff auf Stuttgart zerstört. Ein Nachbau des Porsche Typ 12 steht heute im Museum Industriekultur in Nürnberg.
 

 

NSU (Porsche Typ 32)

 

 

 

Motor : 4-Zylinder-Boxermotor
Hubraum : 1447 cm³
Bohrung × Hub : 80 × 72 mm
Leistung : 20,5 kW bei 2600/min
Getriebe : Viergang
Radstand : 2600 mm
Spurweite : 1200 mm
Leergewicht : ca. 750 - 870 kg



Die NSU D-Rad Vereinigte Fahrzeugwerke AG in Neckarsulm wollte ebenfalls einen Kleinwagen herstellen. Der NSU Generaldirektor Fritz von Falkenhayn wollte einen wirtschaftlichen Kleinwagen und Ferdinand Porsche sollte für ihn diesen Wagen konstruieren. Fritz von Falkenhayn machte Porsche keine Vorgaben und so konnte das Konstruktionsbüro von Porsche den bevorzugten luftgekühlten Heckmotor verwenden. So entstand der Porsche Typ 32 der mit einem luftgekühlten 4-Zylinder-Boxermotor hinter der Hinterachse ausgestattet wurde. Auch die patentierte vordere Kurbellenkerachse wurde verwendet. Hinzu kam ein Zentralrohrrahmen, eine hintere Pendelachse, Drehstabfederung und Stoßdämpfer und der Wagen sah dem späteren VW-Käfer schon sehr ähnlich. Der Motor besaß eine zentrale Nockenwelle, diese betätigte über die Stoßstangen und Kipphebel hängenden Ventile. Nachdem die Konstruktion fertig war baute die NSU insgesamt drei Fahrzeuge die von dem luftgekühlten Heckmotor bewegt wurden und eine Leistung von 28 PS bei 2600 U/min hatten. Die Karosserie wurde wie damals auch bei Zündapp ebenfalls in Gemischtbauweise hergestellt. Man verwendete z.B einen Kunstlederüberzug, den die Firma Drauz in Heilbronn herstellte. Die Karosserie wurde vollständig aus Stahl von der Firma Reutter in Stuttgart hergestellt. Ein unterschied gab es beim neuen Modell 32, dieses mal besaßen die Aufbauten hinten angeschlagene Türen. Am Ende hatte das Fahrzeug ein Leergewicht von 750 Kg und war 90 Km/h schnell.

 

KdF und Hitler

Weiterentwicklung seit Hitlers Machtergreifung

 

 

(Diese Jahre später abgelichtete Aufnahme zeigt Hitler und Himmler im KdF Wagen)



Adolf Hitler hatte schon zum Beginn seiner Machtübernahme ein Ziel, die Arbeitslosigkeit und die Klassenunterschiede im Reich zu überwinden, um damit jedem es zu ermöglichen hochwertige Industriegüter zu erwerben. Er widmete sich auch den in der Weimarer Republik begonnen Autobahnen, und dieses Projekt war geeignet um das Heer der Arbeitslosen von den Arbeitsämtern zu rekrutieren. Eine gut ausgebaute Infrastruktur hatte nebenbei militärisch gesehen auch seine Vorteile. Hitler wollte das "Sein Volk" eine Autofahrernation wird und deshalb wollte er einen für jeden einen erschwinglichen Wagen bauen lassen. In seiner ersten Kabinettssitzung 1933 kündigte Hitler die Idee eines "Volkswagen" an. Ferdinand Porsche war von der Idee Hitlers begeistert und in Henry Ford hatte er ein Vorbild, wie man ein preiswertes Familienauto baute (Thin Lizzy). So ist es kein Wunder das Porsche den Auftrag Hitlers annahm den"Volkswagen" zu entwerfen und herzustellen. Geplant wahr ein Fahrzeug das zwei erwachsenen Personen und drei Kindern Platz bieten sollte, 100 Km/h schnell fuhr, nicht mehr als durchschnittlich 7l /100 km verbrauchte und der Preis des "Volkswagens" musste unter 1000.- RM (Reichsmark) liegen. Ein Quelle gibt an, dass Ferdinand Porsche gefragt hat wie der Wagen aussehen solle. Hitler soll angeblich geantwortet haben :



"Schauen sie sich in der Natur um, um heraus zu finden, was die beste Form ist. Er sollte wie ein Käfer aussehen."



Am 27. November 1933 wurde die KdF auf einer Sondertagung der Deutschen Arbeitsfront gegründet. Die KdF sollte dem "Volksgenossen" im Sinne des Sozialwerks subventionierte Reisen und Kulturprogramme anbieten und man wollte nebenbei auch den preiswerten Rundfunkempfänger genannt "Volksempfänger" anbieten und da passte auch ein "Volkswagen" den KdF verantwortlichen ins Programm.

 

 

(Ferdinand Porsche * 3. September 1875 in Maffersdorf (Böhmen);† 30. Januar 1951 in Stuttgart)



Ferdinand Porsche hatte bereits am 17. Januar 1934 seine ersten Pläne für den neuen "Volkswagen". Er hatte zwei Entwürfe fertig gestellt zum einen, eine Version mit einem Vierzylinder-Viertakt-Boxermotor und zum anderen einen mit einem Dreizylinder-Zweitakt-Sternmotor vorgeschlagen. Auch wenn Hitler und vielleicht auch einige in seiner Führungsriege begeistert waren, musste Ferdinand Porsche auch noch die anderen Institutionen im Reich von seinem Konzept des "Volkswagen" überzeugen. Er sprach unter anderem auch beim Reichsverkehrsministerium vor und auch dort legte er die Vorteile eines preisgünstigen Massenautomobils vor. Er war auch noch einmal bei Hitler gewesen wo er ihm den zu erwartenden Preis von 1.500 Reichsmark nannte. Hitler war dieser Preis zu Hoch angesetzt, er wollte das der Wagen nicht mehr als ein mittleres Motorrad und 990 Reichsmark kosten sollte. Die Werbetour ging 1934 weiter, während der Internationalen Automobilausstellung in Berlin wurde von Porsche zum ersten Mal öffentlich die Entwicklung eines preisgünstigen "Volkswagens" angesprochen. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda veröffentlichte nun ebenfalls die Preisvorgabe von höchstens 1.000 Reichsmark. Damit wurde die Motorisierung eines Volkes jetzt offiziell Programm. Auch wenn die Ministerien und die Parteiorgane von der "Volkswagen" Idee angetan war, so gab seitens einiger Vertreter der Automobilindustrie einen Widerstand gegen dieses Konzept. Ihre Befürchtung war, dass dieses Billigauto ihre euren Luxusmodelle vom Markt verdrängen könnte, die zukünftigen Abnehmer des neuen Automobils gehörten schon traditionell nicht zu ihren Kunden. So kam es auch das der von Hitler auf der internationalen Automobilausstellungen am Berliner Funkturm 1934 und 1935 angekündigte "Volkswagen" vorerst nicht in Serie ging. Am 22. Juni 1934 wendete sich das Blatt zu Gunsten der Porsche Idee. Der Reichsverband der Automobilindustrie und auch die ihm angeschlossenen Unternehmen konnten sich wohl inzwischen für das Konzept des Volksautos" begeistern und so kam es zu einem Vertragsabschluss der die Entwicklung des Massenautos vorsah. Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche GmbH sollte als sogenanntes Generalunternehmen die Zusammenarbeit mit den weiteren an der Produktion beteiligten Unternehmen koordinieren. Der Reichsverband der Deutschen Automobilindustrie finanzierte die Entwicklung des Fahrzeuges und legte ebenfalls 990 Reichsmark als Kaufpreis fest. Porsche verpflichtete sich die Prototypen innerhalb von 10 Monaten fertig zu stellen. Wieder sollte der US Automobilhersteller Ford als Vorbild dienen, denn die konstruierenden Volkswagenwerke sollten wie das Ford "River Rouge"-Werk in Detroit gebaut werden. Man baute als erstes drei Prototypen bei Mercedes in Stuttgart und nachdem diese fertig gestellt waren, (Zeitpunkt nicht genau bekannt, aber weit früher als 10 Monate) wurden alle dem "Führer" vorgestellt. Dieser war wohl so begeistert von seinem "Volkswagen" das er sofort die Fortsetzung der Arbeiten wollte und die Reichsarbeitsorganisation sollte Porsche unterstützen. Ende Juli zeigten die ersten Testfahrten das der Wagen gut durchdacht war. Es gab zwar die berühmten Kinderkrankheiten wie zum Beispiel gebrochene Federstäbe oder laute Geräusche des Motors bei hohen Motordrehzahlen, doch diese Probleme konnten relativ schnell beseitigt werden. Ein Problem konnte vorerst nicht gelöst werden, die Serienfertigung. Die NSU errechnete das die Verwirklichung einer Serienfertigung ca.10.000.000 Reichsmark kosten würde.

 

 

(Ein weiterer Prototyp aus dem Jahr 1935/36)



Im Jahr 1935 wurden die Arbeiten am Fahrzeug fortgesetzt, so wurden die beiden Versuchswagen V1 und V3 (oder auch Versuchswagen 30) in der Garage von Porsches Privathaus in Stuttgart zusammengeschraubt. Ferdinand Porsche konnte einen in Holz-Blech-Bauweise hergestellten Prototypen im Juli 1935 präsentieren. Danach wurden weitere Versuchsmodelle gefertigt, die man für ausgiebige Testfahrten benutzte. Da der zukünftige KdF-Wagen nicht nur zu den Urlaubsorten im Flachland fahren sollte wurde der Versuchswagen auch auf den Hochgebirgs- und Pass- Straßen an der neu eröffneten Großglockner-Hochalpenstraße ausgiebig getestet. Diese Testfahrten und deren Ergebnisse führten zur Weiterentwicklung zum Porsche Typ 60.


 

VW 30 (Porsche Typ 60 1936/37)

 

 

 

Motor : 4-Zylinder-Boxermotor
Hubraum : 985 cm³
Bohrung × Hub : 70 × 64 mm
Leistung : 16 kW bei 3200/min
Getriebe : Viergang
Radstand : 2400 mm
Spurweite : 1250 mm
Leergewicht : ca. 650



Die Arbeiten an dem neuen Porsche Typ 60 zögerten sich hinaus und so konnten beiden Fahrzeuge (eine Limousine und ein Cabriolet) erst am 24. Februar 1936 in einem Ausstellungsraum der Daimler-Benz AG in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Obwohl diese beiden Wagen noch auf der Grundlage des NSU-Prototyp hergestellt wurden zeiget sich doch schon die Form des "Käfer". Der Wagen hatte einige Abweichungen aufzuweisen, zum einen waren die Scheinwerfer eng bei einanderstehend in die Frontabdeckung eingebaut; man verzichtete auf die Heckfenster und besonders markant war die fast bis zum Dach reichende Motorhaube. Die vielen Verzögerungen bei der Entwicklung und dem Bau sorgten dafür das Hitler nun persönlich eingriff und die schwerfällige Gemeinschaftsproduktion auflöste. Eine einzige riesige Autofabrik sollte den Wagen alleine herstellen, aus dieser Idee wurde 2 Jahre später die "Stadt des KdF-Wagens" gegründet. Im November 1936 besuchte Ferdinand Porsche die "New York Auto Show" und dort sah er den Lincoln Zephyr von John Tjaarda. Die Stromlinienform des Wagens führte dazu das Porsche dies bei der weiteren Entwicklung des KdF-Wagens berücksichtigte. Gegen Ende des Jahres 1936 wurden mit drei Fahrzeugen mehrere Testfahrten durchgeführt . Auch wenn es noch einige Veränderungen am Entwurf geben sollte die Kugelform des Wagens war schon deutlich zu erkennen.


Zu Beginn des Jahres 1937 war die Zusammenarbeit mit dem Reichsverband der Automobilindustrie beendet. Jetzt ergriff Robert Ley die Gelegenheit und seine Deutsche Arbeitsfront (DAF) übernahm die weitere organisatorische und finanzielle Verantwortung des Volkswagenprojekts. Adolf Hitler ließ sich den Wagen vorführen und als er ihn sah entschied er, dass er ab sofort die Bezeichnung ""KdF-Wagen" erhalten sollte. Nachdem weitere Tests mit der VW-3-Serie erfolgreich verliefen begann das Daimler-Benz im Werk Sindelfingen mit dem Bau von 29 Limousinen und einem Cabriolet (interne Bezeichnung VW 30). Während der Osterfeiertage wurde mit den Testfahrten begonnen und vor allem wurde dort auf die Standfestigkeit der Motoren geachtet. Bis zum Ende des Jahres hatten die Fahrzeuge insgesamt eine Strecke von 2,4 Millionen Kilometern zurückgelegt und die Kosten betrugen insgesamt 1,7 Millionen Reichsmark.

 

Produktion

Die Produktion des KdF Wagen

 

(Am 26. Mai 1938 wurde der Grundstein zum Volkswagenwerk in der "Stadt des KdF-Wagens gelegt)




 

KdF-Wagen, VW Typ 60 (1938)

 

 

 

Designer : Ferdinand Porsche
Typ : Automobil
Herstellungsjahr : 1938
Beschreibung : seit 1938
Entwurf/Konstruktion (Karosserie) : Erwin Komenda,
Daimler-Benz,Stuttgart
Karosserie : Reutter & Co. (Herstellung)
Länge : 4,20m
Breite/ Höhe : 1,55m
Hubraum : 985cm³
Leistung : 24 PS
Getriebe : 5 Gänge
Höchstgeschwindigkeit : 102km/h
Hersteller : Daimler-Benz AG, Stuttgart



1938 wurden die letzten Entwicklungen am KDF-Wagen abgeschlossen. Die Firma Reutter baute die leicht veränderte Karosserie die jetzt Ganzstahlbauweise hergestellt wurde, mit vorn angeschlagenen Türen und Stoßdämpfern vorne und hinten. Inzwischen waren auch die geteilten Rückfenster ("Brezelfenster" genannt) am Fahrzeug vorhanden und diese sollten sogar nach dem Krieg bis 1953 am VW-Käfer noch vorkommen. Eine Teilung der Fenster war notwendig, da ein gewölbtes Glas 1938 noch sehr aufwendig in seiner Herstellung war. Der KdF Wagen besaß auch schon die typischen Käfermerkmale bei der Form der Stoßstangen und die Trittbretter. An der Technik des Wagens wurde nichts mehr verändert, die Bodenplatte bestand weiterhin aus Stahlblech, einen Zentralrohrrahmen, Drehstabfederung und einen luftgekühlten Vierzylinder-Boxermotor mit 985 cm³ der 24 PS leistete. Die Höchstgeschwindigkeit blieb bei rund gerechnet 100 Km/h und das Leergewicht lag bei 750 kg. Franz Xaver Reimspieß (und auch Nikolai Borg ?) entwarf das VW-Markenzeichen das fast wie das heutige aussieht nur mit einem Hakenkreuz.


 
RECHTLICHER HINWEIS:
Auf Grund des historischen Sachbestandes ist es nicht zu vermeiden, dass in dem verwendeten Bildmaterial auch die Abzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen auftauchen.
Bezugnehmend auf § 86 und § 86a des StGB machen die Autoren darauf aufmerksam, dass diese ausschließlich im Sinne § 86 Absatz 3 Verwendung finden.

Jegliches Anfertigen von Kopien zwecks propagandistischer Verwendung ist hiermit
ausdrücklich untersagt.

 

 

 

     

 

(Das Volkswagenlogo von 1939 und daneben das von heute)



Zitat Quelle zum Uhrheberrecht des VW Zeichens :

"Um die Urheberschaft dieses Zeichens besteht jedoch ein Rechtsstreit zwischen dem ehemaligen Münchner Wirtschaftsgrafiker Nikolai Borg und der VW AG."


Nun musste noch ein Problem gelöst werden, man hatte zwar ein fertiges Auto aber keine ausreichende Produktionsstätte für ein Massenfahrzeug. Man fand eine Stelle nahe dem Schloss Wolfsburg bei Hannover wo die KdF-Fabrik erbaut werden sollte. Die Motorisierung eines Volkes sollte nun auch zügig verwirklicht werden und aus diesem Grund wurde am 26. Mai 1938 der Grundstein für ein Automobilwerk in der Nähe des Ortes Fallersleben gelegt. Die neue größte Automobilfabrik Europas wurde Propagandagerecht inziniert. Ferdinand Porsche stellte bei der feierlichen Grundsteinlegung die unterschiedlichen Wagenmodelle vor, die geschlossenen Limousine, ein Modell mit Rolldach und die Cabriolet Ausführung. Die Fabrik war am entstehen nun stellte sich die Frage wo die zukünftigen Arbeiter wohnen sollten. am 1. Juli 1938 mehrere Dörfer die sich in der Nähe des mittelalterlichen Adelssitz derer von Bartensleben zusammen mit der Wolfsburg zur neuen Stadt an der Aller zusammengelegt. Die neue Stadt erhielt den einfachen Namen "Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben" in der die zukünftigen Arbeiter (geplant 90.000 Einwohner) wohnen sollten. Bis zum 24. Mai 1945 sollte die Stadt den Namen behalten. Der Beginn des Zweiten Weltkrieges verzögerten den Fabrik- und Stadtbau erheblich da nun alle Ressourcen für den Krieg benötigt wurden. Angeblich soll die New York Times am 3. Juli 1938 in ihrem Artikel das Wort "Käfer" erwähnt haben. In diesem Artikel soll ebenfalls eine Zukunft von "Tausenden und Abertausenden von glänzenden kleinen Käfern, die bald die deutschen Autobahnen bevölkern werden" enthalten sein. Allerdings bezweifelt eine Quelle diese Angabe.


 

(Werbeplakat)



Reichsleiter Robert Ley verkündete am 1. August 1938 in Leverkusen, dass jeder der einen KdF-Wagen besitzen wolle jede Woche eine Sparmarke im Wert von fünf Mark kaufen muss. Diese Sparmarken sollen dann in Sparkarten geklebt werden und wenn die Kaufsumme erreicht wurde erhielten die Käufer ihren Kraft durch Freude - Wagen. Die geringe Arbeitslosigkeit ließ eigentlich gute Absatzzahlen erwarten, offiziell. Der Normalbürger wusste noch nicht das Hitler seinen Krieg wollte und anfangs noch heimlich die Aufrüstung Deutschlands betrieb. So hatten viele Deutsche eine gewisse Vorfreude auf ihren eigenen Wagen und der Preis von 990 Reichsmark verwirklichte den Traum von der eigenen Mobilität in knapp vier Jahren. Die "Deutsche Arbeitsfront" organisierte das Sparmarken-System und weil eine Barzahlung nicht vorgesehen war wurde auch der Vertrieb über private Händler ebenfalls ausgeschlossen. Der interessierte "Volksgenosse" besorgte sich die erste Sparkarte (Grundkarte) die gleichzeitig ein Kaufantrag war, mit dabei war ein Prospekt. Mit dem Erhalt der ersten Sparkarte verpflichtete sich der Interessent dazu jede Woche mindestens eine Sparmarke zu kaufen, man konnte auch in einer Woche mehre Marken kaufen wenn man es wollte. Die Sparkarten waren am Anfang gelb gewesen und die Marken waren rot. Gegen Ende des Jahres 1941 wurden die Sparkarten in Blau herausgegeben und die Marken wurden Grün. Die Sparkarten dienten als Nachweis, dass der Sparer seiner vertraglichen Pflicht nachgekommen ist. Hatte der Sparer seine letzte Rate bezahlt erhielt er seine Liefernummer und danach den Wagen. Dies war allerdings nur die Theorie, denn in der Praxis wurde durch den vorbereiteten Krieg am Ende kein Fahrzeug an Privatpersonen ausgeliefert. So warteten ungefähr bis zum Kriegsende etwa 340.000 Sparer vergeblich auf ihren Wagen.

 

 

(Sparkarte innenseite -- und vergrößert dargestellt, die Sparmarke)



Es wurden im Jahr 1939 ca. 630 KdF-Wagen hergestellt, diese aber lieferte man bevorzugt an die "Parteibonzen" und bei Kriegsausbruch wurde sofort die Produktion von zivilen Fahrzeugen stark reduziert.
Der Motorsport war ebenfalls für die Nationalsozialisten Propaganda tauglich. Ferdinand Porsche wurde von einigen Vertretern der Deutschen Arbeitsfront aufgefordert einen Sportwagen zu entwerfen, der auf der Basis des KdF-Wagens beruhte. Dieser Wagen sollte an einer Fernfahrt von Berlin nach Rom im September 1939 teilnehmen. Die Konstrukteure von Porsche hatten schon ein Fahrzeug parat das sie nach in ihrer Freizeit entworfen hatten. Am Ende hatte man den Typ 60 K 10 oder Porsche Typ 64 hergestellt um damit an den Start gehen zu können. Die drei fertig gestellten stromlinienförmigen Fahrzeuge fuhren zunächst durch den Ausbruch des Krieges kein Rennen. Während des Krieges gingen zwei Fahrzeuge verloren, aber der dritte Rennwagen überstand den Krieg und wurde vom Österreicher Otto Mathé erworben der mit diesem Wagen bis in die 1950er Jahren an Rennen teilnahm. Später nahm er mit seinem Wagen an mehreren Oldtimer-Veranstaltungen teil. Jerry Seinfeld erwarb im Jahre 2005 den "Berlin-Rom-Wagen ".

 

2. Weltkrieg

Der 2. Weltkrieg

Der zweite Weltkrieg war nun ausgebrochen und die Produktion wurde auch im Volkswagenwerk auf Kriegsgüter umgestellt. In den nächsten Jahren wurden "Kübelwagen Typ 82", "Kommandeurwagen Typ 87 mit Allradantrieb" und der "Schwimmwagen Typ 166", die alle auf der Grundlage des KdF-Wagens hergestellt. Von den versprochenen 500.000 Volkswagen jährlich sprach nun niemand mehr. Dies bedeutete das die Sparer rst einmal nicht mit der Auslieferung ihres Wagen rechnen konnten, auch nicht diejenigen die bereits ihre Sparmarken vollständig geklebt hatten und eigentlich nun ihr Auto erhalten sollten. Bis zum Kriegsbeginn befanden sich schon 278 Millionen Reichsmark auf dem Konto der Bank der Deutschen Arbeit. Die wenigen fertiggestellten KdF-Wagen gingen nicht nur an die Parteifunktionäre, sondern auch als Dienstwagen an die Porsche Mitarbeiter. Am 20. September 1939 wurde das Benzin rationiert und der private PKW-Verkehr wurde dadurch erheblich eingeschränkt. Eine Fahrerlaubnis wurde nur berufsmäßig erteilt, d.h. wer einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der deutschen Bevölkerung leistete durfte weiterhin privat mit einem Kraftfahrzeug fahren. Zu diesen Personen gehörten z.B. Ärzte und Lebensmittelhändler. Seit dem Frühjahr 1940 würde das Volkswagen-Werk immmer weiter zu einem Rüstungsbetrieb umgestellt. Es wurden nun mehr Flugzeugbauteile, Bomben, der Kübelwagen VW 82 hergestellt. Im Jahr 1940 wurden vom Typ 87 (Kommandeurwagen) vier Exemplare hergestellt. Aus den besetzten Gebieten wurden immer mehr ausländische Zwangsarbeiter im Werk eingesetzt. Damit war jedem in der DAF Führungsriege klar, das die vollständige Mobilisierung der deutschen Bevölkerung erst nach dem Sieg (von deutscher Seite aus) verwirklicht werden konnte. Jetzt benötigte man eher den LKW und nicht den PKW. So war die Wiener Messe nur noch eine Ersatzveranstaltung für die abgesagte Automobil- und Motorradausstellung in Berlin. Auf dieser Messe konnte man auch keine neuen Fahrzeugmodelle vorstellen und so schickten die Autofirmen Borgward, Horch, Maybach, Opel, Ford und Wanderer ihre Vorjahresmodelle zum begutachten hin.

 

 

(Irgendwo im Osten)

 

 

VW Geländewagen Typ 87(92 Kommandeurwagen

 

 

 

Baujahre : 1941 - 1944
Motor : Boxer-VierZylinder
Hubraum : 1131 cm³
Bohrung x Hub : 75 x 64 mm
Verdichtung : 5,8 : 1
Ventile : 2 je Zylinder
Leistung : 18/20 kW (25/27,5 PS)
Nenndrehzahl : 3.000/3.200
Getriebe : Viergang, + Rückwärtsgang,
zusätzlich spezieller Geländegang
Bauart : Allradantrieb
Radstand : 2400 mm
Wendekreis : 1000 mm
Aufhängung vorn
Aufhängung hinten :
Doppelkurbellenker
Zweigelenk- Pendelachse
Federung v/h : Drehstabfedern
Bremsen v/h : Trommeln, mechanisch betätigt
Reifen : 5.25 - 16
Karosserie : 2-türig
Länge :
Breite :
Höhe :
3830 mm
1620 mm
1720 mm
Tankinhalt : 40 Liter
Zuladung : 450 kg
Leergewicht : 790 kg + Fahrer
Höchstgeschwindigkeit : ca. 80 km/h



Im Jahr 1941 begann im Volkswagenwerk die Produktion des "Typ 82 Kübelwagen" und des "Typ 87 Kommandeurwagen". Der selbe Wagen wurde unter der Bezeichnung "Typ 92 SS" hergestellt und an deren Verbände ausgeliefert. Die Produktionszahlen des Typ 87 und Typ 92 SS" fielen im Vergleich zu den anderen Fahrzeugen eher gering aus. Bei dem "Typ 87 Kommandeurwagen" handelte es sich um eine allradbetriebene KdF-Limousine mit größeren Geländereifen, ein Fünfganggetriebe (vier plus Allradantrieb) und Allradntrieb. Der Kommandeurwagen besaß ein selbsthemmendes Sperrdifferential an den beiden Achsen, sowie Vorgelege an den beiden hinteren Halbachsen. Der bewährte Boxermotor wurde im Heck eingebaut durch die Hinterräder angetrieben (Hinterradantrieb). Es gab einen jetzt auch einen zusätzlichen Geländegang für den Allradantrieb der über einen zweiten Schaltknüppel eingelegt wurde. Der Einbau des Allradantriebes stellte kein Problem dar, weil das Getriebe schon vor der Hinterachse lag. Die Geschwindigkeit des Allradantriebes war nicht sehr hoch, nur 10 Km/h, aber man war mit ihm in der Lage eine Steigung von 75% zu überwinden. Eine weitere Veränderung war, dass der Komandeurwagen ein Stoffschiebedach besaß. Die fertiggestellten geländegängigen Kommandeurwagen wurden dann an die Front geliefert, dabei sollen angeblich besonders die von Hitler bevorzugten Offiziere diesen erhalten haben. Die meisten dieser Fahrzeuge wurden nach Afrika gesendet.
 

 

(Geländetest)



Die Front in Afrika zeigte das man dort eine andere Version des Typ 87 brauchte und so entwickelte man den "VW Typ 87 trop". Der Wagen hatte einige Veränderungen um ihn an die Gegebenheiten der Wüste anzupassen. Ein Vorteil war der schon verwendete Boxermotor mit seiner Luftkühlung denn dieser brauchte kein Wasser. Die Vorderachse wurde umgebaut damit man dort die Niederdruck-Wüstenreifen der Dimension 22 x 67 verwenden konnte. Der Luftfilter erhielt einen zusätzlichen Staubschutz und die elektrische Anlage mussten speziell gekapselt werden. Der Wagen erhielt eine zweite Kraftstoffpumpe mit einem zusätzlichen Filter. Generalfeldmarschall Erwin Rommel war mit einem dieser Wagen in Afrika unterwegs. Alle diese Fahrzeuge bildeten die Grundlage zur Weiterentwicklung der Amphibienwagen 128 und 166 die ebenfalls mit Allradantrieb ausgerüstet wurden. 150 Fahrzeuge des Typs 128 und etwa 14.265 Typ 166 wurden während des Krieges gebaut. Es wurde noch der "Typ 155-Kübelwagen" entwickelt, dieser hatte einen vorderen Reifen- und hinteren Kettenantrieb. Von diesem Fahrzeug wurden nur sehr wenige Exemplare hergestellt. Im Jahr 1942, in der Zeit zwischen April und Oktober befanden sich auch 800 politische Häftlinge im Konzentrationslager "Arbeitsdorf" das auf dem auf dem Gelände des Volkswagenwerks errichtet wurde. 1943 befand sich das Reich im 4. Kriegsjahr und seit August 1943 wurden im Volkswagenwerk auch die Zellen für die "Vergeltungswaffe V1" hergestellt. Der Kommandeurwagen wurde in diesem Jahr ebenfalls noch verändert, er erhielt nun das "Kübelwagen-Fahrgestell" aber man verzichtete jetzt auf den bewährten Allradantrieb. Eine weitere Veränderung war der Holzgas-Antrieb den man am Gasgenerator im Frontbereich erkennen konnte was das Aussehen des Wagens stark veränderte. Diese Fahrzeuge wurden in der Zeit von 1943- 45 hergestellt. Die Front benötigte immer mehr Männer als Ersatz und so waren im Jahr 1944 zwei Drittel der gesamten Belegschaft im Volkswagen-Werk ausländische Zwangsarbeiter. Bis zum Ende des Krieges wurden insgesamt etwa 60.000 - 70.000 Kübelwagen, Schwimmwagen und weitere Rüstungsgüter für die Wehrmacht hergestellt.

 

Nachkriegszeit

Die Nachkriegszeit

 

(ein zerschossener KdF- Wagen in Berlin)



Der Krieg war vorbei und das Deutsche Reich wurde besetzt. Die Stadt des Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben und das Volkswagenwerk befanden sich nun in der britischen Besatzungszone. Als erste entschied die britische Besatzungsmacht am 25. Mai 1945, dass die "Stadt des KdF- Wagens bei bei Fallersleben in Wolfsburg umbenannt wird. Die Stadt Wolfsburg war zu diesem Zeitpunk nicht mehr als ein riesiges Barackenlager mit ca. 17.000 Einwohnern. Die Volkswagenfabrik war als wichtiger Hersteller von Rüstungsgütern auch ein Ziel der alliierten Bomber gewesen. Die Automobil-Fabrik sollte jedoch ihre eigentliche Tätigkeit wieder aufnehmen und die alliierten wollten ebenfalls den Kommandeurwagen benutzen. Es wurde zuerst der von den Nationalsozialisten eingeführte Name KdF-Fabrik ausgetauscht und in die Volkswagen-Gesellschaft (Wolfsburg Motor Works) umgeändert. Die Franzosen bestellten 100 Volkswagen die jedoch wegen der vorhandenen Zerstörungen nicht hergestellt werden konnten. Nur zwei Kommandeurwagen (jetzt Typ 287) wurden 1945 hergestellt. Das Ursprungs-Modell (zivile Ausführung) soll damals in einer höheren Stückzahl gebaut worden sein (die Zahlen liegen zwischen einigen und 1.785 Wagen). Diese Fahrzeuge erhielten zunächst die Besatzungsmächte und die deutsche Post. Ab 1946 konnte jede Privatperson den Volkswagen mit Bezugsschein erwerben wenn er auch noch 5.000 Reichsmark bezahlte. Der VW38 wurde wieder in größeren Stückzahlen produziert. Produktion wuchs nun wieder an, so konnte man bis 1948 20.000 Wagen vom Band rollen lassen und 1949 sogar 50.000. Am 9. Oktober 1949 übergaben die Briten die Firmenleitung wieder an deutsche Unternehmer zurück.


Und was wurde nun aus dem angesparten Geld und deren Sparer ??
 

 

(Nur in der Werbung fuhr der "Volksgenosse" mit seinem KdF-Wagen glücklich in den Urlaub. Die Wahrheit sah anders aus.)



Die Sparer hatten insgesamt 280.000.000 Reichsmark in ihre Sparkarten geklebt und mussten nun feststellen das diese nichts mehr Wert waren. Das Geld wurde je nach Quelle entweder auf dem Konto der Deutschen Arbeitsfront gefunden und in anderen Quellen wird beschrieben das dieses Geld für die Kriegsrüstung ausgegeben wurde. Wie dem auch sei der Sparer hatte vorerst keinen Anspruch auf seinen Volkswagen. Ab 1948 begannen die ersten Sparer ihre Ansprüche über die Gerichte geltend zu machen. Die beklagte Volkswagen AG hatte selbst kein Geld von den Sparern erhalten, da sich dieses Geld auf einem Sperrkonto der Bank der Deutschen Arbeit befand. Bei dem Prozess wurde festgestellt, dass die Sparer keinen Rechtsanspruch auf einen Wagen besaßen. Die Volkswagen AG beendete den Prozess mit einem Vergleich und machte den ehemaligen KdF-Sparern ein Angebot : Wer einen Volkswagen kauft erhielt einen Kaufrabatt von 600.- DM und wer nicht in der Lage war sich einen Wagen zu kaufen oder keines mehr wollte, dem wurden immerhin noch 100.- DM ausbezahlt.



Der VW Käfer wurde nach dem Krieg das meistverkaufte Auto der Welt und überholte den Ford-Rekord. Er wurde das Symbol des Wirtschaftswunders der 1950er Jahre.
 

 

(Werbeslogan)

 

Quellen

Zugriff 22.07.2012
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http://www.spiegel.de/auto/aktuell/kaef ... 56280.html
http://www.vw38.de/home/
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/KdF-Wagen.html
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http://www.chroniknet.de/tml1_de.0.html?article=1662
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http://www.kdf-wagen.de/lcode/index.php?p=12
http://www.spiegel.de/fotostrecke/volks ... 51106.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfsburg
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http://www.dhm.de/lemo/html/nazi/wirtsc ... index.html
http://histor.ws/seppdepp/055.htm
http://www.mynetcologne.de/~nc-baginsdi7/KdF/kdf.html
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http://www.military-vehicle-photos.com/ ... er8374.asp
http://de.academic.ru/dic.nsf/dewiki/758345
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http://de.wikipedia.org/wiki/Kraft_durch_Freude
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http://boxergarage.blogspot.de/p/general-facts.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Porsche
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http://www.smcars.net/forums/attachment ... -87-01.jpg
Zugriff 27.07.2012
http://www.glockenkoenigin.de/9.html

 

 

Autor: Hasso von Manteuffel