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Einleitung

Regeln und Verordnungen

 

Orden/Auszeichnungen/ Ehrenzeichen
des Großdeutschen Reiches

 

 


 

Einleitung

 

Das Deutschland von 1871-1918 kannte keine Reichsorden. Die verschiedenen deutschen Bundesstaaten (Preußen, Bayern, Sachsen Baden, Hessen usw.) hatten alle eigene Orden und die 22 Bundesfürsten verliehen verschiedene und äußerst vielschichte Auszeichnungen an ihre Untergebende wie auch Ausländern. Auch der preußsische König und Kaiser von Deutschland verlieh eigene preußische Orden, wobei einige Reichsweite Bedeutung erlangten - so das Eiserne Kreuz.
Die Weimarer Republik und seine Regierung kehrten sich vollständig von dieser Praxis ab, "sie kannte keine staatlichen Orden und Ehrenzeichen. Sie verbot deren Verleihung durch den Staat und bestimmte, dass kein Deutscher von einer ausländischen Regierung Titel oder Orden annehmen dürfte."

Ausnahmen in der Weimarer Republik


Die Annahme von päpstlichen Orden wurde mit der Begründung gestattet, es handle sich nicht um Orden einer ausländischen Regierung - obwohl der Vatikan als Staat durchaus eine weltliche Macht besaß und diese auch ausübte - da der Papst kein Land besaß (Staatswerdung im Jahr 1929).
Die Rettungsmedaille (am Bande) wurde 1925 in der preußischen Variante wieder eingeführt und dann auch auf andere Länder ausgeweitet. Das Kolonialabzeichen kam ebenso wieder dazu. Das Rote Kreuz wurde in Hinsicht auf die neue Ordenspolitik auf ein Ehrenzeichen umgestellt (28.04.1922). Auch andere Treudienstabzeichen (Feuerwehr, Polizei usw.) durften weiterhin von Städten, Gemeinden und anderen Körperschaften in Form eines Ehrenzeichens verliehen werden.

 

Das Dritte Reich brach mit der Politik der Weimarer Politik, in jeder Hinsicht. So kam diese neue Politik und ideologische Ausrichtung von der kurzsichtigen Ordensfeindlichkeit, die schon so lange Tradition in Deutschland hatte, ab. Es wurde Regeln wieder eingeführt, neue Regeln eröffnet und vor allem eigene Orden eingeführt. Die Ideologie der Nationalsozialisten basiert zu einem großen Teil auf Hierarchie und Meriten. Die Orden und Ehrenzeichen als Symbol für Regimetreue und politische Einstellung erlangten von 1933-45 ein bisher kaum erreichtes Niveau. Von der Masse und ideologischen Bedeutung kann in dieser Hinsicht wohl die die frühere Sowjetunion die NS-Verhältnisse übertreffen.
Ein wichtiger Punkt im neuen Gesetz vom 07.04.1933 war die Schrittweise Verleihungsvollmacht in die Hände der Nationalsozialisten. So sind die Erweiterungen und Änderungen vom 30.04.1934, 15. Mai 1934 und 14.11.1935 wichtiger Schritte auf eine Gleichstellung auch im Bereich der Orden und Ehrenzeichen. Der Schlusspunkt dieser Entwicklung wird mit dem 01.07.1937 gesetzt:

§ 3 Absatz 1

  "Orden und Ehrenzeichen kann nur der Führer und Reichskanzler verleihen. Weitere Bestimmungen hierüber sind dem Führer und Reichskanzler vorbehalten"

Die Rechte der Länder sind damit restlos und bedingungslos beseitigt - für alle Orden, Ehrenzeichen und Treudienstabzeichen. Viele alte, historische und traditionsreiche Orden verschwanden von der Bildfläche, wurden verboten und endeten als bedeutungslose Dekoration in den Schubladen der Ausgezeichneten ihrer Zeit. Es gibt Ausnahmen, aber auf die wird noch eingegangen.

 

Ehrenzeichen

Fortwährende Ehrenzeichen/ -zulagen und - bezeugungen


Vor allem die Orden mit Ehrenzulagen, die sich aufgrund ihrer Wichtigkeit ableiten, sind auch nach 1933/37 erhalten geblieben. Gerade weil diese Orden der führenden Schicht vorbehalten, nur unter besonderen Umständen verliehen wurden, bereits eine reichsweite Bedeutung hatten und einen besonderen militärischen Hintergrund hatten, waren sie weiterhin nicht von den Uniformen wegzudenken.

 

 



 


 
Orden mit (weiter bestehender) Ehrenzulage Die hauptsächlichsten aufgeführt
 
Preußen:
Eisernes Kreuz (1870/71)
Preußische Militärverdienstkreuz
Preußische Militärehrenzeichen I. Klasse
Österreich:
Militär-Maria-Theresien Orden
Tapferkeitsmedaille für Manschaften
Bayern:
Bayerische Militär-Max-Joseph-Orden
Bayerische Goldene Sanitäts-Ehrenzeichen
(Bayerische Militär-Sanitätsorden I. Klasse)
Bayerische Goldene und Silberne Verdienstmedaille (vor dem Jahre 1892)
Württemberg:
 
Württembergische Militärverdienstorden
Württembergische Goldene Militärverdienstmedaille
(bis zum Kriege 1870/71)
Gilt auch für weitere Orden andere Teile Deutschlands,
die aber bereits von preußischen Verwaltungsständen als diese anerkannt werden mussten.

 

 

 

 


 
Ehrensold (jeweils monatlich)
 
Preußen:
Orden pour le merité (20 RM)
Goldenes Militärverdienstkreuz (20 RM)
Österreich:
Militär-Maria-Theresien Orden (20 RM)
Goldene Tapferkeitsmedaille (20 RM)
Bayern:
Militär-Max-Joseph-Orden (25 RM)
Militär-Sanitätsorden I. Klasse (25 RM)
Militär-Sanitätsorden II. Klasse (20 RM)
Goldene und Silberne Verdienstmedaille (20 RM)
Sachsen:
Militär-St.-Heinrichs-Orden
(Kommandeurkreuz und Goldene Medaille) (20 RM)
Württemberg:
Militärverdienstorden (Kommentur) (25 RM)
Goldene Militärverdienstmedaille (20 RM)
Baden:
Militär-Karl-Friedrich-Verdienstorden (20 RM)
Militärischer-Karl-Friedrich-Verdiensmedaille (20 RM)


 

(Hier nicht aufgeführt, aber auf keinen Fall zu vergessen: Großkreuz des Eisernen Kreuzes1914 und 1939 / Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes / österreichische Leopold Orden - diesen Trägern wird die Ehre zuteil, dass Posten mit Gewehr eine Ehrenbezeugung durch Stillstehen mit präsentiertem Gewehr erweisen)

 

Trageweise

Ausländische Orden


Verleihungen von ausländischen Orden bzw. deren Annahme musste vom Führer genehmigt werden. Der Weg ging dabei über das Auswärtige Amt, Chef der Präsidialkanzlei und unterschiedlichen zuständigen Verwaltungsbehörden, welche die Ermittlungen anstellen und schlussendlich dem Führer vorlegen.
Kriegsauszeichnungen (Tapferkeits- oder Verdienstorden) verbündeter Staaten dürfen ohne Voranfrage und Genehmigung angenommen und getragen werden.

 

Trageweise

 

Bei der Trageweise sind die jeweiligen Stiftungsvorschriften maßgebend, sie entscheiden wo, in welcher Form und wann der Orden getragen werden darf, soll und muss.
Bei der getragenen Miniaturform der Orden gelten oftmals keine speziellen Stiftungsvorschriften und Wehrmacht, Polizei und Partei machen hier eigene Anzugordnungen geltend. So sind es vor allem die dreieckig gelegten und bauschigen Bänder, die nur verschwinden (Bayerisch und Österreichisch). Zur einheitlichen Ordnung sind nur noch die rechteckigen Ordensschnallen erlaubt. Dieses muss 5 cm breit sein und senkrecht von oben nach unten , wobei ein aufgesticktes Symbol genau mittig angeordnet ist.
Für die Wehrmacht sind die Anzugsordnung der Wehrmachtsteile maßgebend. Zum Parade- und großen Dienstanzug dürfen nur bestimmte Orden und Ehrenzeichen getragen werden:

 

 

I. Deutsche Vorkriegs-, Kriegs- und Nachkriegsauszeichnungen mit Ausnahme des Johanniterordens.

II. Kriegsauszeichnungen ehemals verbündeter Länder

III. SA Wehrabzeichen

IV. Genehmigter Sportabzeichen (Nicht mehr als zwei)

V. Ausländische Orden


(Außer Dienst dürfen auch die übrigen gesetzlichen zugelassenen Orden und Ehrenzeichen getragen werden)

Halsorden: Oberste Stelle Kriegsorden, danach Friedensorden nach Wahl

Auszeichnungen ohne Bänder: Oben Kriegsauszeichnungen, Verwundetenabzeichen, Schlesischer Adler, Baltenkreuz, darunter Ehrenzeichen NSDAP, darunter Friedensauszeichnungen, darunter Sportabzeichen

 


 
Auszeichnungen mit Bändern
Auf der linken Brustseite in folgender Reihenfolge von Rechts nach links
 
1:
EK (1939/14)
2:
Kriegsverdienstkreuz mit und ohne Schwerter
3:
Ehrenzeichen deutsche Volkspflege mit Schwertern und am Bande
4:
Medaille für deutsche Volkspflege mit Schwertern und am Bande
5:
Medaille "Winterschlacht im Osten 1941/42"
6:
Kriegsverdienstmedaille
7:
Hausorden der Hohenzollern
8:
Roter Adlerorden (III. und IV. Klasse mit Schwertern)
9:
Kronenorden (III. und IV. Klasse)
10:
Militär-Maria-Theresien Orden
11:
Bayerische Leopold-Orden
12:
Bayerische Militär-Max-Joseph-Orden
13:
Bayerische Militär-Sanitätsorden
14:
Bayerische Militär-St.-Heinrichs-Orden
15:
Württembergische Militärverdienstorden
16:
Badischer Militärischer Karl-Friedrich-Verdienstorden
17:
Preußisches Goldenes Militärverdienstkreuz
18:
Preußische Militärehrenreichen I. und II. Klasse
19:
Österreichisches Goldene Tapferkeits-Medaille
20:
Bayerische Goldene und Silberne Tapferkeitsmedaille
21:
Sächsische Goldene Medaille des St.-Heinrichs-Orden
22:
Württembergische Goldene Militär-Verdienstmedaille
23:
Badische Militärische Karl-Friedrich-Verdienstmedaille
24:
Weiter deutsche Orden des I. und II. Weltkriegs (Verdienst)
nach Klasse und innerhalb der Klassen nach Tag der Verleihung
25:
Ehrenkreuz des Weltkriegs
26:
Österreichische Kriegserinnerungsmedaille
27:
Kriegsgedenkmünze 1864, Erinnerungskreuz 1866, Kriegsgedenkmünze 1870/71
28:
Österreichische Kriegsmedaille
29:
Südwestafrikadenkmünze
30:
Schlesisches Bewährungsabzeichen / Kärntner Kreuz und Tiroler Landesdenkmünze
31:
Rettungsmedaille am Bande
32:
Dienstauszeichnung der Wehrmacht
33:
Andere staatliche Auszeichnungen der NSDAP nach Stufen und innerhalb nach Verleihungsdatum
34:
Deutsches Olympia-Ehrenzeichen
35:
Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938
36:
Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938
37:
Medaille zur Erinnerung an die Heimkehrer des Memellandes
38:
Deutsches Schutzwall Abzeichen
39:
Deutsches Olympia-Erinnerungsmedaille
40:
Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes
41:
Orden und Ehrenzeichen ehemaliger deutsches Landesherren in der Reihenfolge ihrer Klassen und innerhalb nach Verleihungsdatum
42:
Ausländische Orden und Ehrenzeichen in der Reihenfolge ihrer Verleihungen


 


Einige kleine Ausnahme und Verschiebungen finden bei Österreichern (im Großdeutschen Reich) und Trägern bestimmte Treudienstauszeichnungen, dabei werden die Gefechtsspangen von der Ordensschnalle ausgeschlossen.
Eine Besonderheit ist natürlich der Blutorden, der nicht an der Ordensschnalle, sondern im Knopfloch der rechten Brusttasche getragen wird. Eine Ordnung die sich bei allen Waffengattungen in leicht geänderter Ausführung fortsetzt. Die große Ordensschnalle wird nur im Frieden zum Paradeanzug, zum großen Dienstanzug und zum Gesellschaftsanzug getragen. Im Kriege wird nur die - im Frieden für den kleinen Dienstanzug vorgesehene - kleiner Ordensschnalle, Feldspange, getragen, die nur die Bänder verkleinert, nicht aber die Orden selbst trägt. An ihrer Stelle darf im zweiten Knopfloch das Band des Eisernen Kreuzes und daneben nur noch ein Band der Rettungsmedaille getragen werden. Für Beamte gelten die gleichen Vorschriften, bei der Polizei sind die Anordnungen leicht abgeändert.

Orden der Partei

Orden der Partei

 

Eine Sonderrolle in der neu erweckten Ordenslandschaft des Dritten Reichs spielten die Parteiabzeichen. In der Anordnung vom 6. November 1935 erhalten das Goldene Parteiabzeichen, die Traditions-Gauabzeichen und das Goldene Hitler-Jugend-Abzeichen eine besondere Bestimmung. Dabei war das Trage von einem oder mehreren Parteiabzeichen zusammen zum Teil untersagt, durften zur bestimmten Anzügen getragen werden oder das Olympia Ehrenzeichen beispielsweise nicht bei Aufmärschen oder anderen Parteiaufmärschen. Auch musste das Tragen von Gauabzeichen explizit vom Führer genehmigt werden.
Das alles passt in die Herrschaftsstrukturen des NS-Reichs, darunter das Ausspielen von Parteiorganisationen oder die parallel verlaufenden Hierarchien auf den Führer abstimmen. Durch diese Parteiabzeichen-Ordnung stärkte er die Autonomie der unterschiedlichen Organisationen und gelichzeitig schränkte er sie ein, durch jeweils eingeschränkte Trageordnungen und die Entscheidungsvollmacht des Führers selbst.

 

 


 

Bestimmungen Zivil


 

Die Reihenfolge der Wehrmacht in Sachen Orden gilt auch für den zivilen Bereich bzw. Kleiderordnung. Gesetzliche Vorschriften zur Trageweise gibt es in diesem Bezug nicht. Originalorden werden dabei nur bei besonderen Anlässen getragen, das gilt nicht ausschließlich für Frack oder Gehrock.


 

Großkreuze

 

Halsorden

 

Schnallenorden




Das Band des Großkreuzes wird bei Anwesenheit eines Staatsoberhaupts über der Weste, sonst darunter getragen. Zum Band gehört stets der Stern; der Stern eines Großkreuzes wird aber bei kleineren Gelegenheiten auch ohne das Band getragen.


Es ist außer bei Kriegsorden nicht üblich, mehrere Halsorden untereinander zu tragen. Der zu einem Halsorden gehörende Stern kann auch ohne den Halsorden getragen werden.


Die Ordensschnalle kann zum Frack auch schräg unter der linken Klappe getragen werden. Die Reihenfolge der Orden geht dann von oben nach unten.

Bei den Verkleinerungen von Orden wurden spezielle Richtlinien geschaffen, auch um den großem Durcheinander und Arten von Verkleinerungen einen Rahmen zu geben.

 

      1. An der Nadel oder im Knopfloch zu tragen - 9mm und nachgenehmigten Mustern herzustellen



      2. Verkleinerungen sind nur zugelassen: (Kriegsauszeichnungen, deutscher Länder / Rettungsmedaillen / Waffenabzeichen der Wehrmacht / Friedensauszeichnungen ohne Band)



    3. Es dürfen nicht mehr als drei Auszeichnungen vereinigt werden (Ausnahmen: EK I. und II. / Rettungsmedaillen)




Bei den Banddekorationen dürfen verschiedene Bandrollen und Schleifen nach zugelassenen Muster verwendet werden. Frühere Dekorationen dieser Art sind abgeschafft worden. Schleifen sind auf 8 mm (Breite )begrenzt und 25 mm (Länge), dabei ist eine Einfachschleife vorgeschrieben. Die Metallauflagen sind ebenfalls genormt. Die Bandrolle besteht aus höchstens drei Bändern (1 Orden 25 mm / 2 Orden 30 mm / 3 Orden 25 mm). Kriegs- und Friedensauszeichnungen dürfen dabei zusammen getragen werden.

Ausländische Orden/Strafen

Ausländische Orden

 

Die ausländischen Orden - mit Ausnahme von Kriegsauszeichnungen - werden nur angelegt, wenn ein besondere Anlass zur Ehrung des betreffenden Landes oder seines Vertreters vorliegt. An der Ordensschnalle können mangels Trennungsmöglichkeit auch bei anderen Gelegenheiten ausländische Orden getragen werden.
 

Strafen


Das unbefugte Tragen von Orden und Ehrenzeichen ist heute genauso wie früher strafbar. Im Gesetz von 01.07.1938 wird das explizit erörtert. So kann eine Strafe bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bestraft werden. Darunter fallen das Tragen von ausländischen und inländischen Orden und Ehrenzeichen oder Orden mit ähnlichen Aussehen, ebenso deren Verkauf, Handel und Feilbieten. Bei der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechten verliert derjenige auch das Recht die ihm verliehenen Orden zu Tragen. Die Verordnung des Führers vom 3. Mai 1942 führt dabei den gesetzlichen Schutz der Orden und Ehrenzeichen an.

Ordenskanzlei

Die Ordenskanzlei

 

Die Ordenskanzlei ist der Mittelpunkt des Ordenswesen im Dritten Reich, dort werden die Anträge geprüft, Richtlinien und Vorschriften in Einklang gebracht, ebenso jede weitere Ordensangelegenheit eingeleitet. Als Kontaktstelle dient dabei die Präsidialkanzlei und das Auswärtige Amt, an welche die Urkunden und Orden weitergeleitet werden. Die Ordenskanzlei ist somit Dreh- und Angelpunkt für alle Orden und Ehrenzeichen, ebenso eine Beschaffungsstelle für alle Angelegenheiten drum herum. Damit ist die verwaltungsmäßige Zentralsierung und Gleichschaltung auch im Ordensbereich präsent.
 

Rückgabepflicht

 

Diese besteht hinsichtlich der Orden im Dritten Reich grundsätzlich nicht. Nach dem Ableben des Beleihenden verbleiben die Orden und Ehrenzeichen als Andenken den Hinterbliebenen. Nur für den Verdienstorden vom Deutschen Adler ist bestimmt, dass bei der Verleihung einer höheren Stufe an den Inhaber einer niedrigen Stufe diese an die Ordenskanzlei (Präsidialkanzlei) zurückgegeben wird. Hinsichtlich der in mehrere Stufen eingeteilten Treudienst-Ehrenzeichen und Dienstauszeichnung besteht diese Verpflichtung nicht. Der mit der höheren Stufe Beliehene legt die neidrige ab, behält sie jedoch. Die Rückgabepflicht für die Vorweltkriegsorden besteht weiter. Kriegsorden brauchten niemals zurückgegeben zu werden.

 

Quellen

Doehle, Heinrich: Die Auszeichnungen des Großdeutschen Reichs, Berlin 1943 (Reprint 2009)

http://www.phaleristik-institut.de/DE/o ... angen.html (Letzter Zugriff 28.07.2010)
http://www.suche-militaria.de/ordenspangen.html (Letzter Zugriff 28.07.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Orden_und_Ehrenzeichen (Letzter Zugriff 28.07.2010)



Autor: Freiherr von Woye