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Portrait

H. Norman Schwarzkopf junior

 
" Stormin`Norman " - " The Bear "

 

"Führungsqualität ist eine gelungene Kombination aus strategischem Können und Charakter.Wenn man jedoch auf eines davon verzichten muss, dann lieber auf ersteres."
(General Norman Schwarzkopf)

 

 

"A professional soldier understands that war means killing people, war means maiming people, war means families left without fathers and mothers. All you have to do is hold your first dying soldier in your arms, and have that terribly futile feeling that his life is flowing out and you can’t do anything about it. Then you understand the horror of war.
Any soldier worth his salt should be antiwar. And still there are things worth fighting for."
(Schwarzkopf in U.S. News & World Report 1991)

 


Die Höchsten Orden von Norman Schwarzkopf Top 6

(Von Links: Defense Distinguished Service Medal / Army Distinguished Service Medal 3x / Navy Distinguished Service Medal / Air Force Distinguished Service Medal / Coast Guard Distinguished Service Medal / Silver Star 2x)

Einleitung

Norman Schwarzkopf jr., ein vier Sterne General deutscher Abstammung, hat sich während seiner Dienstzeit in der US Army den Spitznamen "Stormin 'Norman" mehr als verdient. Er ist der erste General, der nach dem Kalten Krieg wieder einen heißen Krieg als oberster Feldherr geleitet hat. Er kommandierte die Koalitionstruppen im Ersten Golfkrieg. In der Geschichte ist sein Name mit den Operationen Desert Shield und Desert Storm für immer verbunden, aber vor allem ist er als Mediengeneral bekannt geworden. So hat er aus seiner Rolle in der Geschichte politisches Kapital schlagen können und auch auf dem Schlachfeld Washington seine Spuren hinterlassen. In den Dienstenjahren 1956-91, bei der US Army, prägte er den heutigen Krieg mit und machte eine mustergültige Karriere. Eigenlich wäre er ja Stabsgeneral geworden, doch das Schicksal manövrierte ihn immer wieder in Krisenregionen, in denen er sich neben seinen vielen Auszeichnungen auch Vier Sterne verdiente. Sein heutiger Ruf ist seiner Medienpräsents während des Golfkrieges zu verdanken, nicht so sehr seiner taktischen Erfolge!
 


Die Höchsten Orden von Norman Schwarzkopf

(Von Links: Defense Superior Service Medal / Legion of Merit / Distinguished Flying Cross / Bronze Star 2x / Purple Heart / Meritorious Service Medal 6x / Air Medal / Army Commendation Medal 3x / Army of Occupation Medal / National Defense Service Medal 2x / Armed Forces Expeditionary Medal)


Jugend/Ausbildung


(als Kadett in West Point)

 

“I admire men of character, and I judge character not by how men deal with their superiors, but mostly how they deal with their subordinates, and that, to me, is where you find out what the character of a man is.”
(General N. Schwarzkopf jr.)

 

H. Norman Schwarzkopf junior wurde in Trenton, New Jersey geboren und ist dort auch aufgewachsen. Sein Vater war Herbert Norman Schwarzkopf, Jr. und seine Mutter hieß Ruth. Der Vater war ebenso in der US-Armee und diente danach als Superintendent der New Jersey State Police. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges für die USA, kehrte er zu einer Armee Karriere zurück und stieg zum Major General auf.
Schon früh wurde der junge Norman mit der Region am Persischen Golf vertraut. Im Jahr 1946, im Alter von 12, wurde sein Vater nach Teheran versetzt und die Familie folgte ihm. Er als junger Mann dort das Community High School, in Teheran. Danach ging er an die International School of Geneva. Die militärische Ausbildung bekam an der Valley Forge Military Academy. Der junge Norman Schwarzkopf, unter Militärangehörigen ausgewachsen und ausgebildet, fand sich sehr schnell in das Leben eines Soldaten wieder.

 


Als erfolgreicher Football Spieler in West Point

Neben den erworbenen Talenten und der prägenden Umgebung, half ihm wohl vor allem seine Intelligenz, mit einem geprüften IQ von 168 Punkten.

 


 
Laufbahn (Bildung)
Community High School in Teheran
Abschluss
International School of Geneva
Abschluss
Valley Forge Military Academy
Abschluss
United States Military Academy
in West Point
Bachelor of Science in Mechanical Engineering
Klasse 1956
(42. seines Jahrgangs
University of Southern California
in West Point
Master-Abschluss in Maschinenbau
Klasse 1964
(Raketen Engineering
Aeronautical & Mechanical Engineering)
United States Military Academy
in West Point
Lehr-Engineering (bis 1965)
Command and General
Staff College in
Fort Leavenworth
Abschluss 1969
US Army War College in
Carlisle Barracks
Weiterbildung
University of Richmond (Trustee)
Administrator



Er ging den Weg des aufstrebenden Army Offiziers, besuchte nach einer teils zivilen, aber auch militärischen Ausbildung, dieses Elitecollege für werdende Offizier. In West Point spielt er im Football-Team, hat gerungen, gesungen, und führte den Chor der West Point Kapelle an. Er schloss sein wissenschaftliche Bildung an der University of Southern California ab und hatte sein Spezialisierung in den Ingenieurswissenschaften gefunden.


Militärzeit I

"Do what is right, not what you think the high headquarters wants or what you think will make you look good."
(Schwarzkopf in "The Military Quotation Book" 2002)

 

Seine militärische Karriere ragt nicht unbedingt heraus, ist dennoch durch ganz bestimmt Höhepunkt geprägt, die seine Laufbahn herausragen lässt. Diese bestimmten Schnittpunkte in seinem Werdegang kumulieren in seiner späteren Führung der Koalitionstruppen im Irak.
Wie viele der West Point Absolventen, begann auch Schwarzkopf als Zugführer und in seinem Fall war das die 2. Airborne Battle Group in Fort Benning Georgia. Auch im weiteren Verlauf nichts besonders, auch nicht sein damaliger Weg ins Ausland. Für viele Offiziere war es damals Pflicht, falls Sie einmal die silbernen Sterne auf den Schultern tragen wollen, nach Europa zu gehen, um dort sich, zumeist in Deutschland oder Italien, die Sporen zu verdienen. So führte für Schwarzkopf, nach einer prestigeträchtigen Position in der 101. Airborne Division in Kentucky, der Weg nach Deutschland. Dort diente er zuerst in der 6. Infanterie-Division in West-Deutschland und wurde später zum Adjutant an das Berlin Command gerufen. Diese Einrichtung sollte das Kommando über die amerikanischen Einheiten in Berlin bzw. später ganz Europa koordinieren, vor allem aber in der Zeit des sich zuspitzenden Kalten Krieges, eine direkte Kommandoeinrichtung für schnelle Reaktionen darstellen. So diente Schwarzkopf zwischen 1960 und 1961 dort und erlebte die entscheidenden Momente des Mauerbaus, der sich gegenüber stehenden Panzer mit weißen und roten Stern, wie auch die politische und militärisch geteilte Stadt mit. Diese Erfahrungen, quasi eine erste Krisenbewältigung und Einsatz in einer "Krisenregion" machten sich nur zu gut in seiner Dienstakte. Er wurde danach nach West Point versetzt um zu lehren, musste aber gleichzeitig mit ansehen, wie immer mehr seiner ehemaligen Klassenkameraden nach Vietnam gingen. Sie dienten dort als als Berater für die südvietnamesische Armee und waren somit an der heißen Front des Krieges. Da Schwarzkopf bereits Erfahrungen mit dem ideologischen Feind aufzuweisen hatte, war die Bewerbungen für solch einen Beraterposten nur Formsache.
Er diente als Task Force Berater eines südvietnamesischen Airborne Division, wurde befördert, konnte weiter Meriten für seine weitere Laufbahn sammeln und kehrte nach zwei Jahre auf seine Dozenten Stelle in West Point zurück.

 


Weitere hohe Ehrungen von Norman Schwarzkopf

(Von Links: Presidential Medal of Freedom / Republikanischen Senatoren Medal of Freedom / Republik Vietnam Gallantry Kreuz 2x /Republik Vietnam Armed Forces Ehrenmedaille I. Klasse / Vietnam Kampagne Medaille /Légion d'honneur)

 

Seine Befähigungen als Offizier hat er bereits unter Beweis stellen können und auf seinem Weg zum General musste nur noch ein weiterer Grundstein gelegt werden - das Command and General Staff College in Fort Leavenworth, Kansas. Er ging 1968 dorthin und heiratete als frischgebackener Lt. Colonel Brenda Holsinger, eine Flugbegleiterin von Virginia.
Seine Ausbildung in Leavenworth war weder überragend noch herausragend. Er schlug sich gut, machte seinen Abschluss und bereite sich auf den Stabsdienst vor. Die Verluste in Vietnam und der sich zuspitzende Konflikt, veranlassten Schwarzkopf wieder dorthin zurückzukehren. Seine Kommandoerfahrung, Ausbildung und die bereits abgeleisteten Auslandseinsätze, schienen ihn mehr als ausreichend für eine neue Verwendung an der Front. Im Jahr 1969 kehrte Schwarzkopf nach Vietnam zurück und dient fortan im Stab von Major General Mabry, einem Träger der Medal of Honor im Zweiten Weltkrieg.

 

 
(Während seiner Dienstzeit in Vietnam)

 

Ihm wurde das 1. Bataillon, 6. Infanterie 198. Infanterie-Brigade in der Americal Division, unter Col. Joseph Clemens, einem weiteren hochdekorierten Kriegshelden, der sich in der Schlacht von Pork Chop Hill verdient gemacht hat, zugeteilt. Die wohl beste Umgebung für weitere Ehrungen, die ein junger Offizier sich wünscht. Doch waren es gerade die Kriegshelden, die Schwarzkopf zusetzen und ihn vor allem schleifen wollten. Col. Clemens inspizierte Schwarzkopfs Bataillon bereits zwei Tage nach dessen Antritt. Die vielen Fehler und Unstimmigkeiten, die er dort fand, waren nicht Schwarzkopfs Verschulden, da er die Einheit er übernommen hatte. Dennoch war sein Ruf erst mal ruiniert und er stand als inkompetenter Bataillonskommandeur da. Clemens hatte aber den Hang zu falschen Vorstellungen und falschen Aussagen zur falschen Zeit, die ihm den Stern kosteten und Schwarzkopf die Karriere sicherten.

 


(Schwarzkopf wird der Silver Star verliehen)

 

Seine Einsätze als Bataillonskommandeur sicherten ihm so manchen Tapferkeitsauszeichnung, da er immer bei der Truppe war und sich nie scheute in den Kampf zu gehen. Dabei versuchte er einmal Männer aus einem Minenfeld herauszuholen. Er war gerade mit dem Hubschrauber gelandet und eigentlich nur auf Inspektionstour. Schwarzkopf war ein Mann der mobilen Einsatzführung und immer vor Ort, hatte immer einen Hubschrauber zur Verfügung und versuchte überall den Überblick zu haben.

 


 
Laufbahn (Militär) - Offizier
West Point
Offizierspatent (Infanterie) (Second Lieutenant)
2. Airborne Battle Group
in Fort Benning Georgia
Zugführer und Executive Officer
101. Airborne Division (Kentucky)
Einsätze in verschiedenen Position
6. Infanterie-Division
in West-Deutschland
Einsätze in verschiedenen Position
Berlin Command
Adjutant des Kommandeurs
(1960 - 1961)
südvietnamesische Airborne Division
Task Force Berater
(Beförderung zum Major)
Command and General Staff College
in Fort Leavenworth

(Lehrtätigkeit in
West Point)
Abschluss 1969

(Verschiedene Kurse
in Ingenieurwissenschaften)

 

Beim Zurückgehen der Männer, trat einer auf eine dieser Minen. Die Minen lagen auf der berüchtigten Batangan Halbinsel und stammten noch aus dem Indochina Krieg, waren kaum aufzuspüren und deshalb doppelt so tödlich. Der Mann war schwer verletzt, aber bei Bewusstsein, was ihn in Panik verfielen ließ und er mit seinen Gliedmaßen um sich schlug. Die Gefahr das weiter Minen in der Umgebung durch sein Agonie explodierten war groß und so kroch der verletzte Schwarzkopf zu dem verwundeten Soldaten und nahm ihn, wie es als Ringer in West Point schon so oft bei seinen Gegnern im Ring getan hat, in einen Haltegriff bzw. wandte die "Pinning"-Technik an. So blieb der Soldat ruhig und ein anderer konnte gleichzeitig eine Schiene an das zerschmetterte Bein anlegen. Dabei starben drei weitere Männer, weil die Minen dicht gestaffelt lagen und man immer wieder jemanden durch Explosionen verlor. Schwarzkopf konnte seine Männer durch aus dem Minenfeld führen, indem er die Standorte der Minen mit Rasierschaum markieren ließ. So konnte der Trupp einen Korridor aus dem Minenfeld markieren und der Kommandeur seine Männer dort herausführen. Für die Leistung wurde ihm der dritte Silver Star für seine Tapferkeit verliehen. Neben weiteren Auszeichnungen dieser Art, vor allem für den Einsatz unter Feindbeschuss und das Eingehen von Risikien für das Leben seiner Soldaten, wurde er immer wieder ausgezeichnet. Sein Ruf als Kommando, der für seine Männer da ist, ist seitdem ungebrochen. Neben seiner Fürsorglichkeit war er dennoch ein als Schleifer gefürchtet. Ganz nach dem Motto: "Jeder Tropfen Schweiß spart Blut in der Schlacht", setzte Schwarzkopf seine strengen Regeln durch. Dabei wollte er nur das Beste für seine Soldaten, vor allem aber ihr Überleben: "Wenn Sie in diesem Flugzeug nach Hause gehen, wenn das letzte, was Sie über mich denken ist "Ich hasse diesen son of a bitch ", dann ist das gut, weil Sie lebend nach Hause gehen."

 

 


Militärzeit II

 
Laufbahn (Militär) - Stabsdienst
Stab von Major General Mabry
Mitarbeiter
(Beförderung zum Lt. Colonel)
1. Bataillon, 6. Infanterie 198. Infanterie-Brigade
Bataillonskommandeur
Generalstab des Heeres
(Pentagon)
Stabsdienst
US-Streitkräfte
in Alaska
stellvertretender
Kommandeur
Fort Lewis, Washington
Brigadekommandeur

 

Sein Ruf, seine Kampferfahrung und seine Auszeichnungen, ließen seinen Stern nach Vietnam unaufhaltsam steigen. So besuchte er nach Vietnam das US Army War College in Carlisle Barracks, Pennsylvania, wurde in der Armeeführung ausgebildet und entwickelte selbst, auf seine Erfahrungen basierend, eigene Strategien für diese neue Art des Krieges. Es war nur eine Frage der Zeit, bis man diesen erfahrenden Mann in den Generalstab des Heeres beorderte. So diente er im Pentagon, wurde stellvertretender Kommandeur der US-Streitkräfte Alaska unter Brigadier General Willard Latham, und diente als Brigadekommandeur in Fort Lewis, Washington. Er durchlief damit eine Musterkarriere nach Vietnam, mit den wichtigsten Militärposten in den USA, Erfahrungen als Kommandeur größerer Einheiten und auch weiteren Bewährungsproben im Ausland. Die erfolgreiche Absolvierung dieser Stationen war sein Weg zum ersten Stern und so kam die Beförderung zum Brigadegeneral mehr als planmäßig. Mit dem silbernen Stern auf den Schultern, ging es für zwei Jahren zum US Pacific Command, als Operationsoffizier des Stabes. Wobei ihm im Anschluss sofort eine Stelle als Logistikoffizier auf Divisionsebene angeboten wurde. Nach der Stelle beim 8. mechanisierten Division, kam für ihn ein weitere Ruf nach Deutschland und die Stelle als Kommandant des Army Stützpunktes in Mainz konnte er nicht ausschlagen. Während dieser Zeit war er für die Sicherheit während des Papstbesuches verantwortlich und konnte weiterhin Einsatzerfahrung ganz anderer Art gewinnen. Er hatte zu diesem Zeitpunkt eine Dienstakte, die mit nur wenigen anderen Generälen zu vergleichen war. Er hatte weit mehr Auslands-, Front- und Kampferfahrung als die meisten Offiziere in seiner Position.

 

 

 

Er heiratete am 6. Juli 1968 Brenda Holsingerund bekam in den folgenden Jahren mit ihr drei Kinder: Cynthia, Jessica und Christian.
Es war also nur natürlich, dass ihm schon bald der zweite Stern des Major General angetragen wurde und er nun das Kommando über die 24. Panzergrenadierdivision, bei Fort Stewart, Georgia bekam. Eigentlich wäre der Weg Schwarzkopf nun frei gewesen, nach einem längeren Kommandopostens einer Division, im Pentagon Stabskarriere zu machen. Doch es sollte anders kommen, denn ein Putsch auf der kleinen Karibikinsel Grenada, mit kubanischer Unterstützung, führte zu einer Situation, die die CIA als höchst kritisch für die Stabilität in Zentralamerika einstufte. Es wurde vor allem ein Umsturz befürchtet, durch Kuba und andere südamerikanische Länder angefacht, was zu einer Gefährdung amerikanischer Staatsbürger führen könnte.

 


(Von Links: Presidential Medal of Freedom / Knight Commander in der Military Division of Most Herrn Order of the Bath (ehrenamtlich))

 

Der Präsident und das Pentagon beschlossen daraufhin einzugreifen und ließen eine Invasion planen. Die amphibische Landung war eigentlich der Kommandogewalt eines Admirals unterstellt, der aber faktisch nach dem Ablegen der Boote nicht mehr viel mit der Front zu tun hatte. Also brauchte man einen fähigen und erfahrenden Offizier für die anlandenden Bodentruppen. Es empfiehl sich eigentlich nur Mann, der die Seniorität, den Rang und die Erfahrung dafür hat - Major General Schwarzkopf. Sein Wort fand Gehör und er führte die Bodentruppen nach Grenada. Er wurde gleichzeitig der stellvertretender Kommandeur der Joint Task Force Grenada und absolvierte sein erstes übergreifendes Frontkommando mit Bravour. Mag die ganze Aktion schwieriger als erwartet verlaufen sein, war das Resultat dennoch vorzeigbar und entsprach den gewünschten Resultat. Alle Amerikaner kamen zurück nach Hause und ein General Schwarzkopf hatte nun den nötigen politischen Rückhalt, um eine Karriere anzustreben, die mindestens 3 Sterne für ihn vorzieht.

 


(Schwarzkopf mit General Colin Powell, der mit seinen Vier Sternen zum Außenminister wurde)

 

"He is neither a strategist nor is he schooled in the operational arts, nor is he a tactician, nor is he a general. Other than that he's a great military man."
(General Norman Schwarzkopf)

 


 
Laufbahn (Militär) - General
US Pacific Command

Operationsoffizier (J3)
(Beförderung zum Brigadegeneral)
8. mechanisierten Division
Assistent des Divisionskommandeur
(Logistik)
Mainz, Bundesrepublik Deutschland
Standortkommandant
24. Panzergrenadierdivision Fort Stewart, Georgia
Kommandeur
(Beförderung zum Major General)
Invasion Grenada
Kommando über
die US-Bodentruppen
Joint Task Force Grenada
stellvertretender Kommandeur
Washington
(Pentagon)
Assistent von Generalleutnant Carl Vuono
(Deputy Chief of Staff Operations)
1984
I. Korps in Fort Lewis
Kommandierender General 1986
(Beförderung zum Lt.General)
Washington
(Pentagon)
Assistent Deputy Chief
(General Vuono)



So kehrte Schwarzkopf 1984 als geprüfter Schlachtenlenker nach Washington zurück und versah seinen Dienst als Assistent von Lt. General Carl Vuono (Deputy Chief of Staff für Operation) im Pentagon. Schon 2 Jahre später wurde Schwarzkopf zum Lt. General befördert und konnte nach Fort Lewis, der Station vor Grenada zurückkehren, doch diesmal als Kommandierender General des I. Korps. Er behielt dieses Kommando nicht allzu lange, nur ein Jahr, denn sein Weg war nun vorbestimmt und der 3 Sterne Generaldem Präsidenten dienen. So fand er sich schon bald in Washington wieder, als Deputy Chief unter General Vuono, der jetzt 4 General bzw. General of the Army war und zuständig für Training und Doktrin, das Zepter im Pentagon in der Hand hielt. Vuono wird später Stabschef der Armee und Schwarzkopf für höhere Aufgaben berufen.
Man suchte einen Mann mit Erfahrungen im Kampf, Stab und Kommando, der gleichsam einen regionalen Bezug hatte. So bekam Schwarzkopf, auch als politischer General mittlerweile im Spiel, das Amt Commander-in-Chief des US Central Command. In dieser Rolle konnte er nun alle seine Erfahrungen ausleben. Er setzte sein politisches Kapital geschickt ein und Nutze seine Erfahrungen aus dem ersten Medienkrieg in Vietnam geschickt für sich. In Tampa, Florida auf der MacDill Air Force Base, wartete nicht nur ein neues Kommando auf ihn, ein Kommando was in den folgenden 20 Jahren das wohl wichtigste und einflussreichste des Militär werden wird, sondern auch 4 Sterne.


Golfkrieg

“War is a profane thing.”
(General N. Schwarzkopf jr.)

 

Man wollte nicht von ungefähr einen erfahrenden Kommandeur auf diesem Posten, denn nicht nur das Öl im Nahen Osten wird für die USA immer wichtiger, auch muss man sich Gedanken um die Absicherung dieser wichtigsten Ressource machen. In seiner Eigenschaft als Kommandant, bereitet Schwarzkopf einen detaillierten Plan für die Verteidigung der Ölfelder am Persischen Golf gegen eine hypothetische Invasion durch den Irak vor.

 


(Bei einer Truppenbesichtigung 1991 im besetzten Irak mit Präsident Bush sen.)

 

Dieser Irak-Plan dien als Grundlage des USCENTCOM Kriegsspiel von 1990 und als Masterplan für die Ereignisse des Jahren 1990/91. Der Einmarsch Saddams in Kuwait, lässt Schwarzkopf vom Theoretiker zum Schlachtenlenker eines modernen Krieges werden. Mit allerneuster und teilweise bis dato geheimer Technologie, wie die des Tarnkappenbombers, wird Schwarzkopfs Plan, in den Operationen Desert Shield und Desert Storm, praktisch umgesetzt. Zusammen mit Lt. General Cal Waller, wird die Strategie des "linken Hakens" ersonnen. Dieser Einsatz neuster Technologie, großen Truppenverbänden und angepasste Strategie sollten die US-Truppen in den Irak bringen, indem sie die irakischen Truppen umgingen. Er umging damit die Stellungen Saddams Truppen, ließ jedwede Gegenmaßnahme durch Luftangriffe im Keim ersticken und marschierte "stürmend" durch die Wüste in den Irak ein. So war der Bodenkrieg nach nur vier Tagen vorbei. Schwarzkopf war während der Operation Medial sehr präsent, gab Pressekonferenzen und bekam so den Spitznamen Stormin' Norman (dt. etwa „stürmender Norman“).

 


(Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 / Teil 5 / Teil 6)

 

Die irakischen Truppen konnten schlichtweg nichts gegen diese Übermacht machen und die Doktrin der Luftüberlegenheit hat den Bodentruppen eine fast kampflose Einnahme ermöglicht. Man verglich Schwarzkopf, auch wegen seiner deutschen Herkunft, damals gern mit Rommel. Die Militärgeschichte mag gewisse Parallelen in Rommel in Frankreich finden, dennoch ist dieser Vergleich nicht angebracht.
Nach dem Zweiten Golfkrieg wurde er zum Ehrensoldat der französischen Fremdenlegion (Caporal honoraire de la Légion étrangère) ernannt und ist damit der einzige US-Amerikaner, der so geehrt wurde.

 


 
Laufbahn (Militär) - Golfkrieg
US Central Command, MacDill Air Force Base Tampa, Florida
Commander-in-Chief (Beförderung zum General) 1988-91
Operation Desert Shield
Oberster Kommandeur
Operation Desert Storm
Oberster Kommandeur
Washington
(Pentagon)

militärischer Analyst (Operation Iraqi Freedom)
Multiple Myeloma
Research Foundation
ehrenamtliches
Vorstandsmitglied

Ruhestand

Schwarzkopf verließ im August 1991 den aktiven Dienst. Er kann auf seine bewegte und auch ruhmreiche Karriere als Offizier zurückschauen. Ihn als Kriegshelden zu feiern, mag zwar auf den Vietnamkrieg zutreffen, doch im Golfkrieg war es weniger seine taktische Überlegenheit, sondern die schiere Überlegenheit des amerikanischen Streitkräfte, die auf eine moralische gebrochene irakische Armee trafen. Diese Armee, demoralisiert durch die Angriffe von Flugzeugen, die ihre Radar nicht wahrnehmen kann und getroffen von Flugkörpern, die von maritimen Festungen im Golf abgeschossen wurden. Es arbeiteten hier die Streitkräfte bzw. ihre Waffengattungen zusammen und schlugen einen nicht mal ansatzweise ebenbürtigen Feind. Der Vergleich mit anderen Generälen der Geschichte hinkt also, denn Rommel hatte es von vornherein mit einem schwierigen Posten in Afrika zu tun und die Generäle wie Patton oder Douglas MacArthur , hatten andere Schlachten zu schlagen. Ein Grenada oder ein erste Golfkrieg reichen da nicht heran.
 

 

 

"You learn far more from negative leadership than from positive leadership. Because you learn how not to do it. And, therefore, you learn how to do it."
(General Norman Schwarzkopf)

 

Er war der erste General, der die Medien für sich nutze, der Erfolge im militärischen wie im medialen ausnutze und sich durch politisches Kapital wie militärisches Geschick hocharbeitete. Die Zitate seines Lebens sprechen eher für einen Pragmatiker als für ein militärisches Genie. Seine, kurz nach seinem Abschied aus der Armee, geschriebene, Autobiographie: "It Doesn't Take a Hero" - "Es braucht keinen Helden", wurde 1992 veröffentlicht und war ein Bestseller. Es gab einige Spekulationen in der Folge des Golfkriegs, dass er für ein politisches Amt kandidieren könne, aber er tat es nicht. Man bat ihm auch die Position des Stabschef der Armee der Vereinigten Staaten, aber er lehnte ab. Im Nachhinein hat er Präsident George W. Bush unterstützt, ist Republikaner und steht bis heute für den Kampf gegen den Terrorismus ein. Trotz allem kritisierte Schwarzkopf den Irak-Krieg von Verteidigungsminister wurde Donald Rumsfeld.
Eine besondere Homage wurde dem Mediengeneral von Madonna zuteil, die während der 1990er Oscar-Verleihung (25. März 1991) in Los Angeles, den Song Sooner Or Later (I Always Get My Man) mit der eingeügten Zeile: "Talk to me General Schwarzkopf ..." den General ehrten. Einen besonderen erhält diese Ehrung durch die Musik, weil ebenso Marilyn Monroe eine ähnliche Aufwartung gegenüber General Dwight D. Eisenhower in aller Öffentlichkeit machte.

 


(Die Congressional Gold Medal für General Norman Schwarzkopf,eine Auszeichnung verliehen durch den Congress und mit der Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung in den Vereinigten Staaten. Die Dekoration ist dabei auf die Person extra zugeschnitten bzw. angepasst und seine herausragende Taten oder Handlung im Dienst für die Vereinigten Staaten somit extra herausgehoben.)

 

 



Er war kein Politiker, dafür fehlte ihm das Feingefühl, aber das Militärische lag ihm in Blut. Noch im Ruhestand hat Schwarzkopf als militärischer Analyst für Pentagon gearbeitet, zuletzt für die Operation Iraqi Freedom. Er war der 20. National Security Advisor der Vereinigten Staaten (2001-2009).
Die Diagnose Prostatakrebs war für den robusten ehemaligen Footballspieler ein Schock Bewusstsein. Die Krankheit wurde erfolgreich behandelt. Er ist ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Multiple Myeloma Research Foundation. Er kümmert sich sehr um Wohltätigkeitsorganisationen und Community-Aktivitäten. Außerdem versucht das Bewusstsein für seine überstandene Krankheit wach zu halten. Er besitzt Anteile an großen Firmen, berät diese auch.
Am 4. Mai 2008 war Schwarzkopf in New Jersey Hall of Fame aufgenommen. Er ist auch ein ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Multiple Myeloma Research Foundation . Schwarzkopf lebt derzeit in Florida.