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Das Thema

Ivan Nikitovich Kozhedub

 


Ivan Nikitovitsch Kozhedub 8. Juni 1920 - 12. August 1991


Leben

Leben:

Ivan Nikitovich Kozhedub wurde am 8. Juni 1920 in einer Bauernfamilie im Ort Obrazhievka (heute Schostka), im ukrainischen Teil der Sowjetunion geboren und wuchs dort auf. 1941 schloss er an der Tschugojewer Militärflugfachschule seine Pilotenausbildung ab. Kozhedub trat 1943 in die Kommunistische Partei der Sowjetunion (KPdSU) ein. Im Jahre 1949 absolvierte er die Rotbanner Luftwaffen Akademie. Von 1961 bis 1974 war er stellvertretender Luftwaffenkommandeur des Moskauer Militärbezirk. Ab 1971, dann im zentralen Apparat der sowjetischen Luftwaffe und ab 1978 in der Gruppe der Inspektoren des Ministeriums der Verteidigung der UdSSR. In den 80er Jahren Mitglied des Präsidiums des Zentralkomitees der DOSAAF und Abgeordneter des Obersten Sowjets der UdSSR. Ivan Nikitovich Kozhedub verstarb am 12. August 1991 in Moskau, kurz nach seinem Tod hörte ebenfalls die Sowjetunion auf zu existieren für dessen Verteidigung und Erhalt er in den Krieg gezogen war.


Militärische Laufbahn

Militärisches:

Kozhedub trat 1940 nach seiner Ausbildung an einer Berufsschule der Roten Armee bei. 1941 erhielt er an der Tschugojewer Militärflugfachschule seine Pilotenausbildung, wo er dann im Anschluss als Fluglehrer arbeitete. Er wurde später zur Front versetzt und bereits in seinen ersten Einsätzen zeigte sich schon sein großes fliegerisches Können und sein großer Mut. Am 6. Juli 1943 schoss er mit seiner La-5 eine Ju-87 ab und konnte somit seinen ersten Feind vom Himmel holen. Am 16. August des selben Jahres konnte er schon seinen achten Abschuss verbuchen. Nach sechs Monaten Kampfeinsatz war er schon Staffelkapitän und hatte den Rang eines Leutnants inne. Im Herbst desselben Jahres zeichnete er sich durch eine große Einsatzbereitschaft aus. Es war keine Seltenheit, dass er gleich drei Einsätze am Tag flog und dies über längere Zeiträume hinweg. Außerdem hatte er eine lange Siegesserie und wurde bald der erfolgreichste Pilot des 240. Jägerregiments. In den Ersten beiden Oktober Tagen oblagen ihm Tiefflugeinsätze, in denen er insgesamt 5 Ju-87 „Stuka“ und 2 Messerschmitt-Bf 109 abschießen konnte.

 

Danach folgten Abfangeinsätze gegen Jagdbomber- und Stukaverbände, so konnte er sein Jahreskonto auf insgesamt 20 Abschüsse und 150 Einsätzen erhöhen und das, obwohl er auch im Luftkampf verwundet wurde. Aufgrund dieser Leistung verlieh man ihm den Orden zum Helden der Sowjetunion, außerdem bekleidete er zu dieser Zeit schon den Rang eines Hauptmanns. Den November und Dezember 1943 blieb er aber ohne Abschuss, dies änderte sich mit dem 15. Januar 1944. An diesem Tag konnte er wieder eine Bf-109 abschießen. Die Art wie er seine Staffel in die Kämpfe führte war sehr sicher und er entwickelte sich zu einer sehr selbstsicheren Führungsperson. Außerdem zeichnete er sich auch als berechnender Luftkampftaktiker aus, denn mit wenigen eigenen Maschinen konnte er überlegene gegnerische Verbände zersprengen und teilweise vernichten, dabei fielen ihm meist die JU-87 „Stukas“ zum Opfer. Zu diesem Zeitpunkt zählte er schon zu einem der besten Jagdfliegern der Sowjetunion, aber was auch erwähnenswert ist, ist das er da noch nicht in einer Gardeeinheit diente. Im Kriegsjahr 1944 war er an der Südfront und später an der rumänischen Front eingesetzt, dort überholte er seine Regimentskonkurrenten endgültig, sogar den treffsicheren Hauptmann Yevstigneyev. Damit war er einer der führenden sowjetischen Jagdflieger. Währenddessen wurde das Regiment auf die starke und moderne Lawotschkin La-5 (650 km/h, vier 20mm Kanonen) umgerüstet. Im April 1944 konnte er insgesamt 5 Luftsiege verbuchen und im Sommer weitere acht. Einer seiner besten Einsätze flog er am 3. Juni, an diesem Tag gelang es ihm, die im Vergleich zu den Bf-109, besseren Focke Wulf Fw 190 abzuschießen, gleich drei dieser Maschinen fielen ihm zum Opfer.

 

Seine Einheit zeichnete sich nicht nur durch die häufigen Jagdeinsätze aus, sondern auch immer wieder bei Geleitschutzmissionen, Aufklärungsmissionen und Tiefliegerangriffen. Mit einer Henschel Hs 129 im August 1944 konnte er seinen 48. Abschuss in 96 Luftkämpfen, bei 256 Feindflügen erzielen. Dafür verlieh ihm Stalin den Zweiten Held der Sowjetunion. Das 240. Jägerregiment wurde in den Gardestand und in das 178. Garde Jägerregiment umbenannt. Mittlerweile auch ein bekannter Mann im Volk, wurde jetzt die Propaganda immer mehr auf Kozhedub aufmerksam. Seine Luftsiege wurden immer mehr in den Fokus der Berichterstattung gerückt und die Anzahl an Nachrichten über seine Person, nahmen zu. Nach der Verleihung des begehrten Zweiten Held der Sowjetunion mußte er zu einem Fronturlaub überredet werden, das zeigt seinen Kampfgeist und das er bei seinen Männern sein wollte. Ende 1944 wurde er zum Major befördert und zum stellvertretenden Kommandeur des Garderegiments ernannt, dabei konnte er seine taktischen Vorstellungen auch besser umsetzen. Zwischen Januar und April 1945 konnte er seinem Konto noch insgesamt 14 Abschüsse hinzufügen. Seine letzten Erfolge verbuchte er über Ungarn mit zwei Abschüssen. Damit hatte er in 326 Feindflügen, in 126 Luftkämpfen 62 Abschüsse erzielt und war erfolgreichster sowjetischer und alliierter Jagdflieger, wobei ihm 10-20 Luftsiege nicht anerkannt wurden. Interessant ist das unter seinen Abschüssen sogar eine Me 262 ist und das er ausschließlich nur mit sowjetischen Flugzeugen flog.

 

Am 18. August erhielt er aufgrund seiner großartigen Leistungen im „Großen Vaterländischen Krieg der Sowjetunion“ den Dritten Helden der Sowjetunion, zu dieser Zeit war er Major. Er verblieb auch nach dem Krieg in der sowjetischen Luftwaffe und war von 1948-1950 Kommandeur eines Garde Jägerregiments, indem er bis zum Oberst aufstieg. Während des Koreakrieges kommandierte er die mit Migs ausgerüstete 324. Jagdfliegerdivision, jedoch flog er keine Fronteinsätze mehr. Es gibt Berichte, wonach seine Einheit durch US Düsenjäger starke Verluste erlitt und vorzeitig aus Korea abgezogen wurde. 1956 wurde er als Generalmajor, Inspekteur der Jagdfliegerschulen. In den 1960er wurde er stellvertretender Kommandeur der Fliegerabwehrdivision Moskau und zum Generalleutnant befördert. 1974 folgte die Beförderung zum Generaloberst und er erhielt eine höhere Stabsposition. 1985 wurde er dann zum Marschall der Flieger ernannt, jedoch ging er kurz danach in den Ruhestand.


Auszeichnungen

 
Ivan nikitovich Kozhedub war Marschall der Flieger
 
 
3x Held der Sowjetunion
2x Leninorden
6x Rotbannerorden
 
 
 
 
1x Alexander Newski Orden
1x Orden des Großen Vaterländischen Krieges 1. Klasse
2x Orden des Roten Sterns
 
 
 
 
1x Orden für Dienste für
das Vaterland und die Armee
1x Orden für Kampf Leistungen
1x Orden 100 Jahre Lenin
 
 
 
 
1x Orden für den Sieg über Deutschland
1x Orden für die Eroberung Berlins
1x Orden Veteran der Streitkräfte
 
 
 
 
Jeweils 1x Orden für den Sieg des Großen Vaterländischen Krieges seit 20 Jahren, 30 Jahren, 40 Jahren
 
 
 
 
Jeweils 1x mal Orden für das bestehen der Roten Armee seit 30 Jahren, 40 Jahren, 50 Jahren, 60 Jahren, 70 Jahren (v.l.n.r.)
 
 
 
 
 
 
1x Orden für die Stärkung der militärischen Zusammenarbeit
 


Quellen

wikipedia.org(zugriff: 4.11.2009)
Wikipedia.org (Russisch)(zugriff: 4.11.2009)
WaffenHQ.de(zugriff: 4.11.2009)
Warheroes.ru (Russisch)(zugriff: 4.11.2009)
Airaces.Narod.ru (Russisch)(zugriff: 4.11.2009)

Autor TIWAZ / Kai der Große