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Das Thema

Alexander Iwanowitsch Pokryschkin

 


6. März 1913 - 13. November 1985


Lebenslauf

Leben:

Der spätere Marschall der Flieger, Alexander Iwanowitsch Pokryschkin wurde am 6. März 1913 in Nowosibirsk in einer Arbeiterfamilie geboren und wuchs dort auf. Von Anfang an war er von der Fliegerei begeistert an und trat einem Segelfliegerclub in Krasnodar bei, dort erlernte er das Segelfliegen. Bereits 1932 ging er zur sowjetischen Luftwaffe und war dort zu Beginn seiner Laufbahn als Mechaniker tätig, nach Abschluss wurde er Jagdflieger. 1942, während des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion trat er der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU) bei. 1948 absolvierte Pokryschkin die Militärakademie Frunze. 1957 absolvierte er die Militärakademie des Generalstabes. Von 1972 bis 1982 führte er das Zentralkomitee der DOSAAF. Seit 1976 wurde er stellvertretendes Mitglied des Zentralkomitees der KPdSU. 1976 wurde er abgeordneter des Obersten Sowjets und 1979 bis 1984 Mitglied des Präsidiums des Obersten Sowjets. 1985 starb der zweifache Vater, ihm wurde ein Staatsbegräbnis zuteil, beerdigt wurde er auf dem Nowodewitschi Friedhof.


Links ist er auf einem Bild mit seinen beiden Kindern Swetlana und Sascha, rechts auf der Siegesparade


Millitärische Laufbahn

Militärisches:

1932 ist Alexander Pokryschkin in die Sowjetische Luftwaffe eingetreten, dort diente er als Flugzeugmechaniker. 3 Jahre später wurde er für die Jagdfliegerausbildung zugelassen und diente danach im 55. Jägerregiment. In seinem ersten Luftkampf als die Deutschen die Sowjetunion überfallen hatten, hatte er das Pech in der Hektik gepaart mit seiner Unerfahrenheit, die Übersicht zu verlieren und einen eigenen Bomber, mit dem des Feindes zu verwechseln. Er holte diesen vom Himmel. Nach diesem tragischen Zwischenfall ging er mit mehr Vorsicht in die nächsten Luftkämpfe, in denen er 3 Deutsche in kürzester Zeit abschießen konnte. Als der Winter kam, erholte sich die sowjetische Luftwaffe an der hart umkämpften Moskauer Front. In jenem Winter überstand Pokryschkin auch einen Flaktreffer seiner Maschine. In seiner Freizeit brütete er über Taktik, Luftkampfpläne und analysierte die letzten Gefechte. 1942 wurde sein 55. Jägerregiment in das das 16. Jägerregiment umbenannt und in den Gardenstatus erhoben, also nannte sich das 16. Garde Jägerregiment. Die im selben Jahr geäußerte Kritik an seinem neuen Regimentskommandeur, hatte Folgen für ihn. So wollte dieser Kommandeur Pokryschkin wegen Feigheit, Ungehorsam und Mangel an Disziplin in einen Kriegsgerichtsprozess zur Rechenschaft ziehen. Ein höheres Gericht jedoch sprach ihn aus Mangel an Beweisen frei. Zeitgleich stieg Pokryschkin von der Mig-3 auf die Yak-1 um mit der er sein Abschusskonto auf 7 Abschüsse erhöhen konnte. Doch sein Stern begann erst richtig zu strahlen mit Beginn der Kuban Schlacht 1943. In dieser Schlacht erzielte er mit der neuen P-39 Aircobra beeindruckende Ergebnisse und konnte mehrere Deutsche Bf-109 Jagdflieger abschießen.

Am 24. Mai 1943 erhielt er aufgrund seiner Leistungen (350 Feindflüge, 54 Luftkämpfe, 13 Luftsiege bis dahin) den Orden des Helden der Sowjetunion verliehen, außerdem wurde er zum Offizier ernannt. Aufgrund seiner Fähigkeiten übernahm er eine Staffel des Garderegiments und zeichnete sich in Schlachten des Südabschnittes aus. Daraufhin war keine Rede mehr über ein Kriegsgerichtsprozess. Nun da Pokryschkin selbst Staffelkommandeur war konnte er seine Taktischen Vorstellungen besser umsetzen. Er führte nämlich bewegliche Zweierformationen ein, die auch sicherer und effektiver im Gegensatz zu den sonst üblichen Dreierformation waren (erfunden wurde diese Taktik von den Deutschen).

 


(Auf dem Linken Bild steht: Angriff des Gegners auf der Kurve von oben, bei gemischten gruppen. Auf den Rechten Bild steht: Angriff zu zweit einzelnen Gegner. Unten: der Angreifer, oben: der Deckender. Übersetzt durch Steinbarsch_G7ut)

Im Juni wurde er zum Major befördert, dabei fielen ihm in kurzer Zeit zwei Stukas, zwei Bomber, drei Transporter und mehre Jagdflieger zum Opfer. Dabei nutzte er die große Feuerkraft seiner Maschine stets aus (zwei 12,7mm und vier 7,62mm Maschinengewehre und eine 37mm Kanone). Ende Juli erhielt er seine zweite Auszeichnung, er wurde zum Helden der Sowjetunion (455 Feindflüge, 30 Luftsiege) ernannt. Seine Anzahl an Luftsiegen pflegte er mit weiß umrandeten Roten Sternen auf der Motorabdeckung zu vermerken, innerhalb der Sowjetischen Luftwaffe war er schon fast eine Legende.

 

Er lehnte ein Angebot ab den Posten des Leiters der Abteilung für Gefechtsausbildung der Jagdfliegerakademie zu übernehmen, als er zum Oberstleutnant befördert wurde. Er übernahm stattdessen das Kommando über die 9. Garde Jägerdivision. Er war trotzdem im Kampfeinsatz und führte seine Einheit zu Erfolgen über die weißrussische Sowjetrepublik, dem besetzten Polen und Preußen. Daher kommt auch die Legende das Pokryschkin bzw. einer seiner Piloten das Deutsche Fliegerass Gerhard Barkhorn abgeschossen haben soll, ob es wirklich so war konnte bisher noch nicht geklärt werden. Für seine Erfolge erhielt er dann seine dritte Auszeichnung zum Helden der Sowjetunion (550 Feindflüge, 137 Luftkämpfe, 53 Luftsiege), daraufhin wurde er im Herbst 1944 vom Kampfeinsatz abgezogen und in den Stab einer Luftflotte in Polen und Preußen eingesetzt. In seinen letzten Einsätzen kurz vor seiner Versetzung zum Stab, konnte er noch 6 Feindflugzeuge abschießen und sein Konto auf 59 Abschüsse erhöhen, damit war er der zweiterfolgreichste Jagdflieger der Sowjetunion (Ivan Kozhedub, der beste Jagdflieger der UdSSR hatte 62 Abschüsse). Aber auch sein Talent als Vorgesetzter zeigte sich, denn 30 ihm unterstellte Piloten wurden mit dem Orden Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Nach dem 2. Weltkrieg blieb Pokryschkin in der sowjetischen Luftwaffe und kommandierte während des Koreakrieges eine mit Migs ausgerüstete Staffel, Einsätze flog er jedoch keine mehr. Ende der 50er Jahre war er Generalmajor und Inspekteur der Jagdflieger. Mitte der 60er Jahren wurde er General und hatte das Kommando über die Luftverteidigung des Kiever Luftverteidigungsbezirk und Vizestabschef der Luftverteidigung. 1969 wurde er Generaloberst und hatte den stellvertretenden Oberbefehl über die Luftabwehrtruppen. 1972 wurde er dann zum Marschall der Flieger befördert und außerdem zum Generalinspekteur der Luftwaffe ernannt. 1981 ging Alexander Iwanowitsch Pokryschkin in den Ruhestand, war aber dennoch weiterhin militärischer Berater der Sowjetischen Luftwaffe.


Literatur

Literatur:

A. I. Pokryschkin - "Himmel des Krieges"

In diesem Buch von Alexander Pokryschkin beschreibt er den Krieg aus seiner Sichtweise.


Auszeichnungen

 
Alexander Iwanowitsch Pokryschkin war Marschall der Flieger
 
 
3x Held der Sowjetunion
6x Leninorden
5x Rotbannerorden
1x Orden der Oktoberrevolution
 
 
 
 
 
2x Suworoworden 2. Klasse
1x Orden des Großen Vaterländischen Krieges 1. Klasse
1x Orden des Roten Sterns
 
 
 
 
1x Orden für Dienste für das Vaterland
und die Armee
1x Orden für Kampf Leistungen
1x Orden für den Sieg über Deutschland
 
 
 
 
Jeweils 1x Orden für den Sieg des Großen Vaterländischen Krieges seit 20 Jahren, 30 Jahren, 40 Jahren (v.l.n.r.)
 
 
 
 
1x Orden für die Verteidigung
des Kaukasus
1x Orden für die Eroberung Berlins
1x Orden für die Eroberung Prags
 
 
 
 
Jeweils 1x mal Orden für das bestehen der Roten Armee seit 30 Jahren, 40 Jahren, 50 Jahren und 60 Jahren
 
 
 
 
 
1x Orden 100 Jahre Lenin
1x Orden Veteran der Streitkräfte
1x Orden für die Stärkung der
Militärischen Zusammenarbeit
 
 
 
 
1x Orden zum 800 Jährigen bestehen von Moskau
1x Orden für das 1.500 Jährige bestehen von Kiev
1x Orden der Polnischen Wiedergeburt
(Polnischer Orden)
1x Distinguished Service Orden (Orden der U.S.A.)
 
 
 
 
 
1x Orden Virtuti Militari
(Ordensklasse Ritter / Polnischer Orden)
1x Orden des Roten Banners
(Mongolischer Orden)
1x Orden Auftrag Sukhbaatar
(Mongolischer Orden)
 
 
 
 
1x Karl Marx Orden (Orden der DDR)
1x Gardeabzeichen
 
 


Quellen

Wikipedia.org (Zugriff: 01.11.2009)
Wikipedia.ru (Russisch) (Zugriff: 01.11.2009)
WWII-Soldat.narod.ru (Russisch) (Zugriff: 01.11.2009)
Warheroes.ru (Russisch) (Zugriff: 01.11.2009)
Waffenhq.de (Zugriff: 01.11.2009)
Sovietwarplanes.com (Englisch) (Zugriff: 01.11.2009)
JG52.de (Zugriff: 01.11.2009) (Quelle für Literatur Beschreibung)

Autor: TIWAZ / Kai der Große