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Das Thema

Georgi Konstantinovich Schukov
Георгий Константинович Жуков

* 01.12.1896 - † 18.06.1973

 

 


Lebenslauf

Leben

Der spätere Marschall und 4fache Held der Sowjetunion wurde am 1. Dezember 1896 in Strelkovka im Gouvernement Kaluga im russischen Zarenreich als Sohn eines Schusters geboren. Er wuchs dort auf und absolvierte 1907 die Gemeindeschule. Im Jahr 1920 absolvierte er die städtische Schule und im selben Jahr absolvierte er auch die Kavallerieschule von Rjasan. 1924 besuchte er die höhere Kavallerieschule in Leningrad. 1953 wurde Schukov in das Zentralkomitee der KPdSU einberufen. 1969 erschien sein Buch Erinnerungen und Gedanken. Marschall Schukov war verheiratet und hatte drei Töchter, die in Moskau leben. Schukov starb 1974, seine Urne wurde an der Kremlmauer am Roten Platz in Moskau beigesetzt.

 


Millitär und Politik

Militärisches/Politisches

Erster Weltkrieg

 

 

Schukov als Unteroffizier in der Zaristischen Armee

Ein Jahr nach Kriegsbeginn, 1915, wurde der Junge Schukov zu einem Dragonerregiment in die zaristische Armee eingezogen. Für seine Leistungen als Aufklärer erhielt er das Georg-Kreuz 3. und 4. Klasse. Im Jahre 1917 wurde er als Unteroffizier verwundet und erlebte die erste Phase der Revolution rekonvaleszent in seinem Heimatdorf. Mitte 1918 schloss er sich den Bolschewiki an, um dann 1919 schließlich der KPdSU (Kommunistische Partei der Sowjetunion) beizutreten.

Dienst in der Roten Armee/Bürgerkrieg


General Schukov bei einer MG Stellung

Als er in die Rote Armee eintrat, begann er dort als gewöhnlicher Schütze. Doch durch gute Leistungen stieg er bald zum stellvertretenden Kompaniechef auf. 1919 führte er schon eine Abteilung, jedoch wurde er im selben Jahr in Zarizyn (später Stalingrad - heute Wolgograd) verwundet. Seine erste Auszeichnung erhielt er mit dem Rotbannerorden im Zuge der Niederschlagung des Bauernaufstandes von Tambov am 31. August 1921. Nach dortigem Abschluss kehrte er zur Truppe zurück und übernahm das Kommando über die 2. Brigade der 7. Kavalleriedivision. Im Mai 1929 erhielt er dann das Kommando über das 39. Kavallerieregiment der 7. Kavalleriedivision. In späteren Jahren wurde er nach Moskau versetzt, wo er als Gehilfe des Kavallerieinspekteurs und Marschall Semjon M. Budjonny, der Mitglied des revolutionären Kriegsrates der UdSSR war, seinen Dienst versah. Im März 1933 erhielt er das Kommando über die 4. Kavalleriedivision, die er zu Höchstleistungen antrieb. Dies brachte ihm den Lenin-Orden ein und im Juli 1937 das Kommando über das 3. Kavalleriekorps.

Stalinistische Säuberungen und der Krieg gegen Japan


General Schukov in Chalhin Gol

Ab 1937 begannen in der Sowjetunion die Stalinistischen Säuberungen, in der vermeintliche oder echte Gegner Stalins entfernt wurden. Innerhalb der Roten Armee kostete dies so manchen von Schukovs geschätzten Offizier die Dienststellung und/oder das Leben. Im Juni 1939 erhielt er das Kommando über die sowjetischen Streitkräfte an der mongolisch/mandschurischen Grenze, die ein verstärktes Armeekorps umfasste. Mit dem Kommando erhielt er auch den Auftrag der dort stationierten 6. Japanischen Armee, mit der es öfters zu Grenzzwischenfällen am Chalhin Gol (Der Chalhin Go ist ein Fluss) kam einen kräftigen schlag zu versetzen. Georgi K. Schukov führte diesen Auftrag gegen Ende des August Monats 1939 aus. Dieser Sieg war so bedeutend, das die geschlagenen Japaner nun bereit waren diese Auseinandersetzung im Sinne Moskaus zu beenden. General Schukov wurde mit dem Goldstern zum Titel Held der Sowjetunion ausgezeichnet. Nach seiner Rückkehr ernannte ihn Stalin zum Befehlshaber des Kiever Sonderwehrkreises, des größten Wehrkreises des Landes, der zwei Armeen umfasste.


Millitär und Politik II

Der Große Vaterländische Krieg der Sowjetunion


Marschall Schukov an einer Planungskarte

General Schukov hatte ein halbes Jahr sich in diesem Sonderwehrkreis einzuarbeiten. In jener Zeit zeichnete sich ebenso ein deutlicher deutscher Aufmarsch ab. Kurz vor Neujahr, am 29. Dezember 1940 - 11 Tage nach Hitlers Weisung Nr. 21 in der die Vorbereitungen zum Unternehmen Barbarossa befohlen wurde, unterrichtete Rudolf von Scheliha den sowjetischen Militärattaché in Berlin, General Tupikov, über den Inhalt dieser Weisung. Obwohl man im Kreml annahm, dass dies auch ein Täuschungsmanöver sein könnte, wurden Maßnahmen getroffen, um einen solchen Angriff erfolgreich abzuwehren. Vorwürfe, dass es keine entsprechenden Pläne gab, wies Schukov später zurück.

 

„In Wirklichkeit gab es im Generalstab natürlich Operations- und Mobilmachungspläne der Streitkräfte. Sie wurden laufend ausgebaut und ununterbrochen korrigiert, dann unverzüglich der Führung des Landes unterbreitet und nach ihrer Bestätigung sogleich auf die Wehrkreise aufgeteilt.“
 

Jedoch waren die realen Vorbereitungen auf einen Angriff der Deutschen schlecht und das, obwohl Josef Stalin definitiv von deutschen Kriegsplänen wusste. Am Vorabend des Krieges mussten General Schukov und Volkskommissar Timoschenko mehrmals bei Stalin vorsprechen, um sich eine höhere Gefechtsbereitschaft genehmigen zu lassen. Generalsekretär Stalin war aber zu jenem Zeitpunkt besessen davon die Deutschen keinesfalls zu provozieren, um ihnen keinen Kriegsgrund zu geben. Sodass er schon kleinste Entscheidungen verschob und somit den Schutz des sozialistischen Mutterlandes behinderte. Erst in der Nacht zum 22. Juni 1941 um ca. 00:30 Uhr wurde der Befehl zur Gefechtsbereitschaft an die Truppe gegeben. Nur ein paar Stunden später werden die Deutschen die Sowjetunion überfallen und die Rote Armee überrennen. Schukov wurde Oberbefehlshaber der Süd- und Südwestfront und mit dem Auftrag die dortigen Operationen zu koordinieren. Dabei kam es in der ukrainischen SSR zu einer der größten Panzerschlachten der Geschichte. In der Panzerschlacht von Dubno-Luzk-Riwne drängten die Sowjets mit ca. 2.800 Panzern die Deutschen teilweise zurück und konnten sie hier bis Ende Juni aufhalten und somit der Vorbereitungen zur Verteidigung von Kiev mehr Zeit verschaffen. Trotzdem ging die Schlacht, aufgrund der größeren deutschen Kriegserfahrung und deren Luftunterstützung verloren. Schukovs nächster Einsatz war bei Jelnja in der er eine Gegenoffensive vorgeschlagen hatte im Rahmen der Kesselschlacht bei Smolensk. Die Offensive wurde zum Erfolg und der Kessel konnte zeitweise aufgebrochen und Truppen verlegt werden. Die Offensive von Jelnja gilt als die Erste erfolgreiche der Roten Armee während des Krieges in der auch erstmals Einheiten mit dem neuen Gardetitel ausgezeichnet wurden. Als sich die Kämpfe hinzogen und seine Kräfte kurz vor Einschließung und Vernichtung standen, wurde er an die Leningrader Front abberufen. An jener Front organisierte er die Verteidigung der Stadt der Revolution, die zu diesem Zeitpunkt allerdings kein richtiges deutsches Angriffsziel war. Dabei traute er sich Dinge, für die man zu dieser Zeit erschossen wurde, er hob persönliche Befehle Stalins auf. Ein Beispiel: Die Schiffe der Baltischen Rotbannerflotte sollten selbst versenkt werden damit sie den Invasoren nicht in die Hände fallen sollte. Schukov hob diesen Befehl aber auf.

 

"Wenn diese Schiffe sinken, dann nur im Kampf"

Ab Anfang Oktober dieses Jahres organisierte er die Verteidigung der Hauptstadt Moskau als Oberbefehlshaber der Westfront.

 

In den Schlachten um Moskau konnte man die Deutschen aufhalten und so die Erste größere Verteidigungsschlacht gewinnen, unter Führung Schukovs. Wobei er selbst, zu Beginn nicht daran glaubte, Moskau halten zu können. Im nächsten Jahr, 1942, kommandierte er immer noch die Westfront die mit zehn Armeen sehr stark war. Außerdem hatte er die Verantwortung, über die Kalinin Front unter Marschall Ivan Konev, die fünf Armeen umfasste. Dort versuchte der Oberbefehlshaber Schukov im Bereich Rschew–Sytschowka die Deutschen mit einem Angriff zurückzudrängen. Jedoch konnten trotz schwerer Verluste nur unbedeutende Geländegewinne erzielt werden. Als am 19. November bei Stalingrad die Gegenoffensive der Roten Armee startete (Operation Uranus) koordinierte General Wassilevski die Operation und nicht Schukov. Er selbst startete zeitlich etwas nachgestaffelt die Operation Mars, wieder im Raum Rschew–Sytschowka. Hier lag auch der Schwerpunkt der sowjetischen Offensiven. Denn Schukov standen 33 Armeen zur Verfügung, wobei Wassilevski bei Stalingrad „nur“ über 14 Armeen verfügte. Doch während der Angriff bei Stalingrad gelang und so die Kriegswende einleitete, erlitt man bei der Operation Mars schwere Verluste ohne nennenswerte Geländegewinne. Die bei Stalingrad erfolgreiche Zentral- und Woronscher Front stießen noch bis Frühjahr 1943 weit nach Westen vor, erlitten jedoch hohe Verluste. Der dadurch entstandene Frontbogen bei Kursk war das Ziel der deutschen Sommeroffensive. Im Letzten großen aufbäumen der Deutschen an der Ostfront konnte man sie unter hohen Verlusten an Mensch und Material noch Schlagen. Gerade die hohen Verluste an Panzerfahrzeugen sollten die deutschen nie wieder wirklich ausgleichen können. Für die Sowjets war das weniger ein Problem, das sie über die wesentlich höhere Produktivität und somit Nachschub verfügten. Schukov zählte bei jener Schlacht zu den Entscheidungsträgern. Er ließ einen großen Verteidigungsriegel anlegen und schaffte Soldaten und Material an die Front. Die Deutschen konnten die Verteidigung nicht entscheidend durchbrechen und scheiterten somit mit einer geplanten Einkesselung sowjetischer Verbände. Die Sommeroffensive war zu Ende als Hitler den Befehl zum Abbruch der Operation Zitadelle erteilte. Zwischenzeitlich waren die Verluste einfach zu hoch und die Alliierten waren in Italien gelandet. Eine Verlegung von Truppen aus dem Kurkser Boden war die Folge. Im Jahre 1944 brach die deutsche Heeresgruppe Mitte zusammen und die Sowjetunion konnte große Erfolge feiern. In dieser Endphase des Krieges kommandierte Schukov die 1. Weißrussische Front, da Marschall Rokossowski dieses Kommando abgeben musste. Mit ihr nahm er an der Schlacht an den Seelower Höhen teil, die letzte größere Schlacht bevor er zum Angriff auf die Reichshauptstadt Berlin antreten lies. Auch die Eroberung Berlins kann er sich auf seine Fahne schreiben, allerdings unter unglaublichen Verlusten wurde dieser Erfolg erzwungen. So wurden alleine in Berlin mehr Panzer der Sowjets zerstört als in der größten Panzerschlacht aller Zeiten, im Unternehmen Zitadelle im Sommer 1943. In der Nacht zum 9. Mai nahm Schukov für die sowjetische Seite die Urkunde über die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht entgegen. Somit war der Krieg zu Ende und der 9. Mai sollte in der Sowjetunion zum Nationalfeiertag ausgerufen werden.


Marschall Schukov (r.) auf der tribune des Lenin-mausoleum (mit Stalin m. und Budjonny l.) - Marschall Schukov mit Marschall Rokossowski auf dem Roten Platz bei der Siegesparade des Großen Vaterländischen Krieges 1945 in Moskau.


Nachkriegsjahre

Zeit nach dem 2. Weltkrieg

 

Nach der Zeit des Krieges wurde Marschall Schukov Oberkommandierender der Westgruppe der Roten Arme (Die sowjetischen Einheiten in der Besatzungszone Deutschlands, später DDR). Aufgrund seiner Popularität wurde er jedoch nach ein paar Monaten durch den weniger bekannten Marschall Sobolovski ersetzt. Später wurde er noch stellvertretender Verteidigungsminister und hatte den neu eingerichteten Posten des Oberbefehlshabers der Landstreitkräfte inne. Aber auch hier wurde Josef Stalin wegen seiner Popularität misstrauisch und so wurde Schukov von seiner Funktion entbunden. Er wurde Anfang Juni 1946 auf den eher unbedeutenden Posten des Kommandeurs des Militärbezirkes Odessa eingesetzt. Im Februar 1948 dann in den Militärbezirk Ural geschickt. Stalins bester Heerführer war damit in eine Abseitsposition geraten, mehr als 1.000 km von Moskau entfernt. Erst nach Stalins Tod 1953 wurde er wieder zurückbeordert und wieder in den Posten des stellvertretenden Verteidigungsminister und Chef der Landstreitkräfte eingesetzt. Der Tod Stalins hinterließ aber auch eine große Machtlücke die in den "Erbfolge Kampf" zwischen Lawrenti Beria und Nikita Chruschtschow in der Marschall Schukov auf der Seite Chruschtschows intervenierte und Beria (nach seinen eigenen angaben) im laufe einer Sitzung im Kreml festnahm. Schukov wurde daraufhin in das Zentralkomitee der KPdSU berufen.

 

Im Februar 1955 wurde er dann Verteidigungsminister. In jener Position war er militärisch verantwortlich für das Eingreifen sowjetischer Einheiten in den ungarischen Volksaufstand 1956. Zunächst sprach er sich gegen eine Intervention aus als schwere Kämpfe drohten. Als dann Imre Nagy von einem Austritt aus dem Warschauer Pakt sprach, stimmte er der Intervention letztendlich zu. Von Juni bis Oktober 1957 war er Mitglied des Parteipräsidiums. Als Parteichef Chruschtschow auf dem XX. Parteitag der KPdSU mit dem Stalinismus abrechnete und ihn als Verbrechen anklagte, stieß jenes Vorgehen auf große Kritik einiger hoher Funktionäre der Partei. Diese plädierten unter der Führung Molotovs die Absetzung von Chruschtschow. Dieser wandte sich nochmals um Hilfe an Schukov. Er wendete das Blatt für den Parteichef, indem er auf wichtigen Sitzungen des Zentralkomitees im Juni 1957 mit dem Eingreifen der Roten Armee auf der Seite Chruschtschows drohte. Etwas später nach jenen turbulenten Tagen begann Chruschtschow die Armee und Flotte aus Kostengründen zu verkleinern und dafür die Nuklearstreitkräfte zu etablieren, leistete Schukov Widerstand. In der Gewissheit seiner Macht brüskierte er den Regierungschef mehrmals. Als sich Chruschtschow in seiner Autorität ernsthaft bedroht sah, nutzte er eine Jugoslawien-Reise Schukows und entfernte ihn am 26. Oktober 1957 aus seinem Ministeramt und dem Parteipräsidium und schickte ihn ein Jahr später in den Ruhestand.


Zum Schluß

Schlusswort

Der flammende Schukov, so wird er genannt und das nicht wegen seines Kampfwillens, sondern auch wegen seinem glühenden Charakters. So glänzte er wie einst Hannibal und zeigte Stärke im Ideal des stalinistischen Systems. Vergoss Ströme soldatischen Blutes und sicherte so das Vaterland. Er stieg mit dem Krieg auf und stieg nach ihm ab. Schukov existierte als Soldat nur im Krieg, war der Feuerwehrmann Stalins und konnte über den Kampf hinaus nicht bestehen als Soldat. Doch sind seine taktischen Erfolge heute nicht zu verleugnen, mögen sie zwar nur durch Opferung von Unmengen Rotarmisten von Erfolg gekrönt sein. So sind sie doch prägend für die Rote Armee gewesen. Als erster General der Sowjetunion etablierte er die menschliche Welle, die Verwendung der unerschöpflichen Ressourcen der Sowjetunion und unbändigen Willen das die Offiziere zu siegen bzw. es zu müssen, um selbst zu überleben. Die Brutalität gegenüber seinen Gegnern wie Untergebenen ist legendär und wird bzw. darf erst jetzt so präsentiert werden. Die großen Statuen spiegeln doch nur die heldenhafte Oberfläche dar, innerlich muss man ihn immer aus der Perspektive des einfachen Soldaten und Parteifunktionär bewerten. Seine taktischen Fehler sind Folge der Parteilinie und nicht seines militärischen Unverständnisses. Er machte alles richtig, doch war der Feind zu Anfang einfach stärker. Er folgt den taktischen Devisen und der Parteilinie. Berlin vor den Amis erreichen - Schukov schafft es. Die Schlachten gewinnen - Schukov schafft es. Erst heute kann man die Maßnahmen des Marschalls objektiver und im Lichte der Menschenwürde betrachten.

Er starb in Zivil, aber als Held. Müsste man ihn man mit einem Satz zusammenfassen, so würde es wohl heißen:

ER HAT GEKÄMPFT.


Auszeichnungen


 
Orden/Ehrenzeichen/Ehrungen
 
 Georgi K. Schukov war im Rang eines Marschall der Sowjetunion 
 
 
4x Held der Sowjetunion
2x Sowjetischer Siegesorden
 
 
 
6x Leninorden
3x Rotbannerorden
 
 
 
1x Orden der Oktoberrevolution
2x Suworoworden 1. Klasse
 
 
 
Jeweils 1x Orden für die Verteidigung von Moskau, Leningrad, Stalingrad und des Kaukasus
 
 
 
 
 
Jeweils 1x Orden für den Sieg über Deutschland und Japan
 
 
 
Jeweils 1x Orden für die Eroberung Berlins und Warschaus
 
 
 
Jeweils 1x Jubiläumsmedaille 800 Jahre Moskau und 250 Jahre Leningrad
 
 
 
Jeweils 1x Jubiläumsmedaille des 30, 40 und 50 Jährigen bestehens der Roten Armee
 
 
 
 
Jeweils 1x Jubiläumsmedaille 100 Jahre Lenin, 20 Jahre Sieg des Großen Vaterländischen Krieges,
20 Jahre Dienst in der Roten Armee (v.l.n.r)
 
 
 
 
Ausländische Orden
 
1x Held der Mongolischen Volksrepublik, 3x Orden des Sukhbaatar, 2x Rotbannerorden
 
 
 
 
1x Orden Polonia Restituta
(Komtur/Komtur mit Stern)
1x Orden Virtuti Militari
(Großkreuz)
 
 
 
1x Orden Kreuz Grunwald (1. Klasse)
1x Orden von Warschau 1939-1945
 
 
 
1x Orden Für Frieden und Freiheit
1x Orden der Ehrenlegion (Großkreuz)
 
 
 
1x Orden der US Legion of Merit
(Chief Commander)
1x Bathorden (GCB)
 
 
 
1x Orden des Weißen Löwen
1x Orden der Freiheit
1x Tschechslowakisches Kriegsabzeichen
 
 
 

Zitate, Dokumentationen und Literatur

„[...] Aber Marschall Schukov liebte es eben nicht, für die Fehler seiner Untergebenen mitverantwortlich gemacht zu werden.“


Wassili Ivanovich Tschuikov im Buch "Das Ende des Dritten Reiches"

Der Letzte Mythos - Jener Schukov (eine Dokumentation über ihn)


Ein Gedicht, nach seinem Tod

Ich sehe Kolonnen erstarrter Enkel,
auf einer Lafette den schweigenden Sarg,
weinender Klang militärischer Flöten
schallt wohl bis dahin vom Kreml nicht laut.
Ich sehe eine Leiche voller goldener Medaillen,
der Flammende Schukov fährt in den Tod

Ein Kämpfer, vor dem wohl schon einige Wände stürzten,
obwohl auch die Lanze nicht scharf
Inmitten der Steppen an Heimischer Volga
glänzte, er wie einst Hannibal
Fristete, dann seinen Tag in Verbannung
wie schon Pompeius und auch Belisal

Ströme soldatischen Blutes vergoss er einst in der Fremde
Was solls, hat geweint dachte an sie als er starb
im zivilen Schneeweißen Bett, wer weiß schon, wohl Kaum
Was sagt er ihnen am Eingang zur Hölle
Wirft trocken zu, ICH HABE GEKÄMPFT
Im blutigen Kampf für die rechte Sache
rührt Schukov wohl nicht mehr die Eiserne Hand, Schlafe

Die russische Große Geschichte findet ein Blatt, auch für solche wie du
für alle die mutig die Fremde betraten
Doch kamen mit Furcht aus der Ferne nach Haus

Märsche, der gierige Sommer verschlingt schon
lobende Worte uns Sündige Last
Nimm sie doch auf, wie gering auch der Beitrag
jene die Heimat bewahrt und gesagt; "Schlage die Trommel"
Die klagende Flöte pfeife nun laut am soldatischem Grab

 


Quellen

Erinnerungen und Gedanken - geschr. v. Georgi K. Schukov, ersch. 1969
Das Buch ist eine klassische Biografie, in der Marschall Schukov noch mal in sein Leben zurückblickt. In insgesamt 21 Kapiteln zeigt er noch mal sein Leben auf. Vom Beginn seines Lebens und seiner Jugend über die ersten Kommandos und den Bürgerkrieg, bis in die Schlachten des Großen Vaterländischen Krieges der Sowjetunion bei Stalingrad, Charkov und Kursk. Die Vertreibung der Invasoren aus der Ukraine und Weißrussland bis letztendlich zur Kapitulation der Deutschen in Berlin.


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Autor: Kai der Große
Ein dank an Freiherr von Woye der das Schlusswort geschrieben hat.