1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 0.00 (0 Votes)

Das Thema

Adelbert Schulz
„Panzer-Schulz“

 

 

Geburtsdatum: 20.12.1903 in Berlin
Sterbedatum: 28.01.1944 in Schepetowka(Ukraine)


Lebenslauf

Lebenslauf:

Der 1903 geborene Berliner absolvierte eine Ausbildung als Bankangestellter und war auch als solcher beschäftigt. Die Gründe, warum er den Beruf wechselte, sind nicht bekannt, er wechselte zuerst zur Polizei und im Jahr 1935 schließlich als Oberleutnant zur Wehrmacht. In Folge absolvierte er einige Taktik- und Waffenlehrgänge, ehe er zur Panzerwaffe wechselte.
Im Oktober 1939 wurde Hauptmann Schulz zur neuaufgestellten 7. Panzerdivision versetzt. Er übernahm das Kommando über die 1. Kompanie des Panzerregiments 25. Im Mai 1940 trat die Division zum Angriff auf Frankreich an. Schulz bewährte sich bei den Kämpfen und wurde mit den beiden Klassen des Eisernen Kreuzes und dem noch selten verliehenen Ritterkreuz (September 1940) ausgezeichnet. Das Ritterkreuz wurde ihm für das Freikämpfen eines zäh verteidigten Waldes bei Saumont und die Abwehr eines Gegenangriffs französischer Panzer verliehen. Im Alter von 36 Jahren wurde Schulz zum Major befördert und zum Kommandeur der I Abteilung des Panzerregiments 25 ernannt.

Ab dem 22. Juni 1941 war Schulz mit seiner Abteilung an den Kämpfen im Osten beteiligt. Durch schnelle und erfolgreiche Angriffe wurden zahlreiche russische Divisionen vernichtet und Orte wie Wilna, Smolensk, Minsk und Klin eingenommen. In der Kesselschlacht von Wjasma kämpfte die 7. PD im Verband der Panzergruppe Guderian. Adelbert Schulz bewies in all diesen Kämpfen Führungs- und Taktikqualitäten, von seinen Männern wurde er nur mehr "Panzer-Schulz" genannt. In folgenden Kämpfen wurde die 7. PD in schwere Abwehrkämpfe im Lama - Abschnitt, entlang der Königsberg-Linie, und um Montrowskopje verwickelt. Als Oberstleutnant Schulz mit seiner Einheit einen Angriff überlegener Feindkräfte stoppte und beim Gegenangriff die feindlichen Kräfte aufrollte, wurde ihm das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Sein Gegenangriff hatte viele Verwundete gerettet, die in einem frontnahen Lazarett lagen, welches durch die Russen bedroht wurde.


Oberstleutnant der Panzertruppe Adelbert Schulz (mit Ritterkreuz) bei "Unternehmen Zitadelle" in Russland mit einem Panzeroffizier vor einem Panzer III

Während des Jahres 1942 führte Schulz seine Einheit bei Kämpfen an der Königsberg-Linie und bei Rshew, ehe die Division nach Frankreich zur Auffrischung kam. Nach Sicherungsaufgaben am Atlantik nahm die Division an der Besetzung Südfrankreichs teil. Im Winter 42/43 wurde die 7. PD wieder in den Osten verlegt.

Am 11. März 1943 trat Schulz mit seiner Einheit im Verband der Panzerarmee Hoth zur Gegenoffensive Richtung Charkow an. Schulz, der nur wenige Tage zuvor das Panzerregiment 25 übernommen hatte, führte seine Männer in einem der erfolgreichsten Gefechte der Gespensterdivision, seine Besatzungen schossen über 100 Feindpanzer ab. Für das Panzerregiment 25 folgten Einsätze bei Isjum, Obojan und im Kremenschug-Bogen. Im Juli 1943 trat die 7. PD im Verband des III Panzerkorps bei Kursk zur Offensive (Zitadelle) an. Obwohl Zitadelle kein Erfolg wurde, wurden Schulz am 06. August 1943 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen.

Im Herbst 1943 wurde das Panzerregiment 25 mit neuen Tigern ausgerüstet, mit welchen sie besondere Erfolge erzielten.
Im Herbst und Winter 1943 wurde die Wehrmacht zusehends in die Defensive gedrängt, wobei die 7. PD im Südabschnitt der Ostfront als "Feuerwehr" zum Einsatz kam. Im November startete die Division nach langen Stellungskämpfen einen Gegenangriff auf das nahe Kiew liegende Schitomir. Der bereits zum Oberst (01. November 1943) beförderte Schulz kämpfte sich mit seiner Einheit an den Stadtrand heran, überwand einen Abwehrgürtel und erzwang die Räumung der Stadt. In den schweren Gefechten schossen seine Panzer innerhalb eines Tages über 200 feindliche Panzer ab. Für diesen Erfolg wurden Schulz am 14. Dezember 1943 die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern verliehen.

Am 26. Januar 1944 übernahm Adelbert Schulz das Kommando über die 7. Panzerdivision. Im Alter von 41. Jahren wurde er zum Generalmajor befördert. Er hatte als Kommandeur der Division viel vor, aber es kam anders. Am 28. Januar griff die Gespensterdivision feindliche Stellungen bei Schepetowka an. Diese waren gut gesichert und wurden von erfahrenen Regimentern verteidigt. Als der Angriff trotz anfänglicher Erfolge steckenzubleiben drohte, befahl Schulz seine Kommandeure zur Gefechtsfeld-Besprechungen. Da wurden plötzlich die deutschen Stellungen unter Grantwerferfeuer genommen. In der Turmluke seines Panzern stehend, wurde Adelbert Schulz am Kopf durch einen Granatsplitter verwundet. Er erlag noch am selben Tag seiner Verwundung. Sein Tod wurde am 30. Januar im Wehrmachtsbericht bekannt gegeben.

In Münster wurde 1977 eine Bundeswehrkaserne auf seinen Namen getauft, die „Schulz-Lutz“-Kaserne.


Auszeichnungen

 
 
Jahreszahlen
Orden
1939 Eiserne Kreuz II. und I. Klasse
29. September 1940 Ritterkreuz
31. Dezember 1941 Eichenlaub zum Ritterkreuz (47. Verleihung)
06. August 1943 Schwerter zum Ritterkreuz (33. Verleihung)
14. Dezember 1943 Brillanten zum Ritterkreuz (9. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 12.10.2009)
Lexikon-der-Wehrmacht (Zugriff: 12.10.2009)

Autor: Maro