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Das Thema

Hans Freiherr von Funck, General der Panzertruppen

 

Geburtsdatum: 23.12.1891 in Aachen
Sterbedatum: 14.02.1978 in Viersen


Lebenslauf

Lebenslauf:

Der Sohn des Regierungspräsidenten Johannes Freiherr von Funck legte 1911 sein Abitur ab und studierte Jura in Freiburg und Greifswald. Zu Beginn des Krieges trat Funck als Fahnenjunker in das 1. Brandenburgische Dragoner Regiment Nr. 2 ein. Am 23. Februar 1915 wurde er zum Fähnrich befördert und am 18. Juni des gleichen Jahres zum Leutnant. Funck war als Führer eines MG – Zuges im Einsatz und übernahm im März 1918 die 3. Kompanie der MG – Scharfschützen – Abteilung 11. Er wurde während des Krieges mit beiden Klassen des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet und trug das Verwundetenabzeichen in Silber.

In die Reichswehr übernommen, war Funck Offizier im Dragoner-Regiment 2 und später im Freikorps York. Kein Scherz, am 1. April 1923 wurde Funck zum Oberleutnant befördert. Im Oktober 1925 erfolgte die Versetzung zur Führergehilfenausbildung in Stettin. Zum Abschluss seiner Ausbildung wurde Funck nach Berlin in die Abteilung T4 (Heeres-Ausbildungs-Abteilung) versetzt. Am 1. April folgte die Beförderung zum Rittmeister (Hauptmann). Während seiner Ausbildung waren Männer wie Guderian, Brauchitsch und Wever seine Lehrer.
Im Oktober 1932 übernahm Funck die Führung der 1. Eskadron des Reiter - Regiments 11. Am 1. Juli 1933 wurde Funck Adjutant von Freiherr von Hammerstein – Equord, Chef der Heeresleitung. Er blieb auch bei seinem Nachfolger Freiherr von Fritsch Adjutant und wurde am 1. August 1934 zum Major im Generalstab befördert. Ab September 1936 war Funck bei den Freiwilligen des Deutschen Heeres in Spanien aktiv und diente bis September 1939 als Militärattaché in Portugal. Funck wurde am 1. September 1936 zum Oberstleutnant und am 1. März 1937 zum Oberst befördert.

Ab 15. Oktober war Funck Kommandeur des Panzerregiments 5, welches zur 3. Panzerdivision gehörte. Mit seinem Regiment nahm er am Frankreichfeldzug teil und wurde mit beiden Spangen des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Im Oktober des gleichen Jahres wurde er Kommandeur der 3. Panzerbrigade, aus deren Stab im Januar 1941 der Stab der 5. leichten Division gebildet wurde. Am 1. Januar 1941 wurde Funck zum Generalmajor befördert. Er sollte den Verband in Nordafrika führen, war der Sache gegenüber aber eher negativ eingestellt und wurde schließlich am 14. Februar 1941 zur 7. Panzerdivision versetzt, wo er am 6. Juni 1941 Kommandeur wurde.

Im Rahmen des Ostfeldzuges nahm er mit der Division im Verband des XXXXIX. Armeekorps, welches zur Panzergruppe 3 gehörte, teil. Im Bereich der Heeresgruppe Mitte war das Angriffziel Moskau und so stieß die Division entlang der Moskauer - Rollbahn bis vor die Tore Moskaus vor.
Für seine Verdienste wurde Funck am 15. Juli 1941 das Ritterkreuz verliehen. Nach der Abwehrschlacht vor Moskau folgten im ersten Halbjahr 1942 Kämpfe im Raum Rshew (cirka 200km westlich von Moskau) und Wjasma. Im Mai 1942 wurde die 7. Panzerdivision zur Auffrischung und Erholung aus der Front genommen und nach Frankreich verlegt.
Funck war mit seiner Division im November 1942 an der Besetzung des unbesetzten Teils Frankreich beteiligt und nahm den Kriegshafen von Toulon am 24. November in Besitz. Die 7. Panzerdivision fand nur beschädigte Schiffseinheiten vor. Bei der Inspektion der Schiffe wunderten sich die Panzerbesatzungen über die teilweise deutschen Geschütznamen der Schiffe.

Ab Januar 1943 war die Division wieder an der Ostfront im Einsatz. Der Armeeabteilung Hollidt (der Verband wurde für die Kämpfe im Donbogen und Donez gebildet und danach wieder aufgelöst) unterstellt, wurde Funck am 14. März 1943 mit dem Deutschen Kreuz in Gold für seine Leistungen bei den Abwehrschlachten ausgezeichnet. Die Division wurde auch bei der Rückeroberung von Charkov eingesetzt (4. Panzerarmee). Während der Operation Zitadelle war die 7te beim Verband des III. Panzerkorps im Einsatz. Für die Leistung seiner Division bei der Offensive wurde Funck am 22. August 1943 das Eichenlaub verliehen. Sechs Tage zuvor hatte Funck sein Kommando abgegeben und wurde in die Führerreserve versetzt.

Im Dezember 1943 wurde Funck das Kommando über das XXIII. Armeekorps übertragen, welches in Weißrussland (Raum Bobruisk – Orscha) im Einsatz war.
Am 2. Februar 1944 wurde er abgelöst und am 1. März 1944 zum General der Panzertruppe befördert.
Funcks neue Aufgabe war die Führung des XXXXVII. Panzerkorps, welches zur Heeresgruppe Südukraine gehörte und im Raum Jassy im Einsatz war. Im Mai 1944 trat ein für Funck bekanntes Ereignis ein, seine Einheit wurde nach Frankreich verlegt, wo es der Panzergruppe West unterstellt wurde.
Mit Beginn der Invasion im Juni 1944 wurde sein Kommando abwechselnd der 7. Armee und der Panzergruppe West unterstellt. Weiteres wurde sie der 5. Panzerarmee und der Heeresgruppe G unterstellt.
Am 28. Februar 1945 wurde Funck in den Ruhestand verabschiedet. Grund dafür war ein Entschluss Hitlers vom Herbst 1944, mit dem er entschied, eine Reihe von Generälen in den Ruhestand zu schicken.
Nach dem Zusammenbruch Deutschlands wurde Funck von den Russen in Gewahrsam genommen und für 10 Jahre in ein Straflager geschickt. Nach seiner Freilassung lebte und starb Hans Freiherr von Funck in Viersen (NRW).

 


Auszeichnungen

 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
Hanseatenkreuz Hamburg
Verwundetenabzeichen (1918) in Silber
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV. bis I. Klasse
Spanische Medalla de la Campaña
Spanische Medalla Militar
Spanienkreuz in Gold mit Schwertern
Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42
Panzerkampfabzeichen in Silber
Deutsches Kreuz in Gold am 14. März 1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub
Ritterkreuz am 15. Juli 1941
Eichenlaub am 22. August 1943 (278. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 05.06.2009)
Ritterkreuzträger 1939-1945 (Zugriff: 05.06.2009)
Lexikon der Wehrmacht (Zugriff: 05.06.2009)

Autor: Maro