1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 0.00 (0 Votes)

Das Thema

Dr. med. Karl Mauss, General der Panzertruppe

,

 

Geburtsdatum: 17.05.1898 in Plön/Holstein
Sterbedatum: 09.02.1959 in Hamburg


Lebenslauf

Lebenslauf:

Zu Beginn des Krieges war Karl Mauss gerade mal 16 Jahre alt, trotzdem stand für ihn die Entscheidung fest in die Armee einzutreten. Durch seine Hartnäckigkeit und die Unterstützung seines Vaters wurde er schließlich ins Jägerregiement 162 aufgenommen. 1915 wurde er mit dem EK 2. Klasse ausgezeichnet. Im Jahr 1916 wurde er zum Leutnant befördert und mit dem EK 1. Klasse ausgezeichnet. Mauss war zu diesem Zeitpunkt mit 17 Jahren der jüngste Offizier der Armee. Im letzten Kriegsjahr meldete sich Mauss zur Fliegertruppe und stand bei Kriegsende mitten in der Ausbildung.
Nach Kriegsende kämpfte Mauss in unterschiedlichen Freikorps, 1922 schied er aus dem Militärdienst aus. Mauss begann ein Studium der Zahnmedizin, in Hamburg. 1934 gab Dr. Mauss seine Praxis auf und ließ sich in die Wehrmacht reaktivieren. Er übernahm das 2. Bataillon des Infanterieregiements 69 (mot).
Bei Kriegsbeginn diente Mauss mit seinem Regiement in der 20. ID (mot). Nach ersten Vorstößen aus Ostpreußen war er an den erfolgreichen Kämpfen um die Festung Brest-Litowsk im Einsatz.
Mauss und sein Bataillon wurden in die neu aufgestellte 10. PD eingegliedert. Aus dem IR 69 wurde das Schutzenregiment 69.
Im Westfeldzug stieß er im Verband des XIX Panzerkorps (Guderian) durch die Ardennen nach Belgien vor. Danach kämpfte die 10. PD im Raum Dünkirchen - Calais. Im weiteren Verlauf des Feldzuges war Mauss an Kämpfen gegen die 7. franz. Armee beteiligt. Die 10. PD war der 6. Armee unterstellt.
Den Krieg gegen die Sowjetunion erlebte Oberstleutnant (01.04.1941) Mauss von Beginn an. Seine Einheit kämpfte im Mittelabschnitt der Ostfront und nahm an den Kämpfen an der "Moskauer Rollbahn" teil. Besonders schwere Verluste hatte seine Truppe in der Winterschlacht vor Moskau zu beklagen. Am 26. November 1941 wurde ihm das Ritterkreuz zum Eisernen Kreuz für das Halten eines Brückenkopfes verliehen.
Nach den Rückzugskämpfen des Frühjahrs 1942 übernahm Oberst (20.04.1942) Mauss das Panzergrenadierregiement 33 der 4. PD. Nur zwei Monate darauf wurde Mauss bei Orel verwundet.
Am 24. November 1943 wurde Mauss mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz ausgezeichnet. Im Winter 1943/44 wurde Oberst Mauss kurzfristig mit der Führung der 8. PD betraut.
Im Januar 1944 wurde Generalmajor (01.04.1944) Mauss Kommandeur der 7. Panzerdivision. Die 7. PD war einer der erfolgreichsten und kampferfahrensten Divisionen des Heeres. Dr. Mauss wurde den Erwartungen gerecht und führte seine Divison erfolgreich. Im Sommer 1944 war die Divison im Baltikum im Einsatz. Maus wurden am 23. Oktober 1944 die Schwerter zum Ritterkreuz mit Eichenlaub verliehen. Nach dem Rückzug durch Ostpreußen wurde die 7. PD als Eingreif-Reserve der Heeresgruppe Nord eingesetzt. Im Verband des VII Armeekorps führte Mauss die 7. PD bei den Kämpfen im Großraum Danzig. Nachdem die sowjetischen Armeen die Stellungen in Ostpreußen durchbrochen hatten wurde Mauss mit der 7. PD und weiteren 15 Divisionen im sogenannten Westpreußen - Kessel eingeschlossen. Am 25. März 1945 wurde Mauss so schwer am linken Oberschenkel verwundet das er amputiert werden musste. Am 15. April 1945 wurde Generalleutnant Mauss als 26. Soldat mit den Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern ausgezeichnet.
Kurz darauf wurde Mauss zum General der Panzertruppen befördert.
Als sich das Ende des Kessels abzeichnete wurde die 7. PD mit ihrem schwer verwundeten Kommandeur über Gotenhafen nach Dänemark evakuiert. Am 05. Mai 1945 führte General Dr. Mauss seine Division in Mecklenburg in britische Gefangenschaft.
Mauss wurde 1947 aus der Gefangenschaft entlassen und eröffnete wieder eine Zahnarztpraxis. Ein Aufnahmegesuch in die Bundeswehr wurde aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. Nach längerer, schwerer Erkrankung starb Karl Mauss am 9. Februar 1959 in Hamburg an einem Herzinfarkt.

,
Generalleutnant Mauss bei seiner täglichen Frontfahrt mit seiner Kampftruppe der Festung Gotenhafen

Auszeichnungen

 
Auszeichnungen
 
Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse
Verwundetenabzeichen (1918) in Schwarz
Ehrenkreuz für Frontkämpfer
Wehrmacht-Dienstauszeichnung IV.
Spange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse
Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42
Nahkampfspange
Verwundetenabzeichen (1939) in Silber
Deutsches Kreuz in Gold am 11. März 1943
Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes mit Eichenlaub, Schwertern und Brillanten
Ritterkreuz am 26. November 1941
Eichenlaub am 24. November 1943 (335. Verleihung)
Schwerter am 23. Oktober 1944 (101. Verleihung)
Brillanten am 15. April 1945 (26. Verleihung)


Quellen

Wikipedia (Zugriff: 05.06.2009)
Lexikon der Wehrmacht (Zugriff: 05.06.2009)

Autor: Maro