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Portrait

 

Joseph Brant

Thayendanegea

( Ein Bündel Stäbe )

 

Mohawk

 

 

Geboren * 1742 am Ohio / † Gestorben am 24. November 1807 in Brantford, Ontario, Kanada

 

 

"Ich habe die Verbindung der Indianerstämme als eine heilige Sache betrachtet."

 

 

 

Jugendjahre

 

Joseph Brant ( geboren als Thayendanegea ) war der Sohn eines Unterhäuptlings vom Mohawk-Wolf-Clan und seine Mutter war eine Stammesangehörige der Shawnee. Nach dem Tode seines Vaters zog seine Mutter mit ihren beiden jüngsten Kindern, Joseph und Mary ( auch Molly genannt ), wieder an den Mohawk nach Canajoharie Castle. Ihr zweiter Mann war ein Indianer, der von den Weißen den Namen Brent erhalten hatte und sich später in Brant umwandelte. Dieser Name ging auch auf Joseph über. Als die zweite Frau von William Johnson verstarb, heiratete dieser die Schwester von Joseph Brant, wodurch dessen gutes Verhältnis zu den Indianern noch verbessert wurde. William Johnson, der britische Kolonialbeamte und Freund der Irokesen, schickte Joseph zu einer Indianerschule/Missionsschule in Lebanon,Connecticut. Dort erlernte Joseph nicht nur die englische Sprache in Wort und Schrift, sondern auch Literatur und Geschichte gehörten mit zu seiner Schulausbildung. Es sind noch mehrere Briefe seines Lehrers, Dr. Eleazar Wheelock, überliefert in denen der Fleiß und die Intelligenz seines Schülers gelobt werden. Neben seiner Schulbildung kam auch die Ausbildung als Krieger nicht zu kurz und so nahm er schon im Alter von 13 Jahren am Krieg gegen die Franzosen Teil, und kämpfte in der Schlacht am Lake George auf der Seite der Engländer.

Weiterer Lebensweg

 

 

(Joseph Brant Potrait von Gilbert Stuart )

 

Nach seinem Schulabschluss wurde Joseph von Sir Johnson als Dolmetscher bei dem Anglikaner Missionar John Stuart eingestellt und er musste in dieser Funktion lange Reisen zu den Stämmen im Westen mitmachen. Bei den Stämmen übersetzte er das Evangelium nach Markus in die Sprache der Indianer. Zum ersten Mal zeigte Joseph auch, dass er geschickt in der Diplomatie war. Im Sommer 1759 nahm er an der Niagara Expedition teil, die von Sir Johnson geführt wurde. Die Franzosen, die einen Angriff erwartet und ihr Fort verstärkt hatten, glaubten gut vorbereitet zu sein. Die Engländer hatten eine Armee von 2.000 Soldaten und 1.500 Irokesen für den Angriff auf das Fort Niagara zur Verfügung. Ihr Kommandeur war zuerst Brigadegeneral John Prideaux gewesen, doch nach dessen Tod übernahm William Johnson das Kommando und begann das von 600 Franzosen verteidigte Fort zu belagern ( 6. Juli ). Am 24. Juli versuchten 1.500 Franzosen und Indianer den Belagerungsring zu durchbrechen und das Fort zu entsetzen. Die Schlacht bei La Belle Famille, fügte den Franzosen und ihren indianischen Verbündeten, eine so verlustreiche Niederlage zu, dass diese gezwungen waren ihr Vorhaben aufzugeben und sich zurückziehen mussten. Dem Kommandanten des Forts Hauptmann Pierre Pouchot blieb nun keine andere Möglichkeit mehr und er kapitulierte am 25. Juli 1759. Im Jahre 1763 erreicht der Pontiac-Aufstand seinen Höhepunkt und Brant kämpfte auf der Seite Englands.
Am 7. Mai versuchten 60 Krieger erfolglos eine 160 Mann starke Garnison der Engländer zu überfallen und nachdem der Angriff abgeschlagen wurde, ließ Pontiac das Fort Detroit belagern. Eine Verstärkungstruppe, die das Fort erreichen sollte, geriet am 28. Mai in einen Hinterhalt und musste sich zurückziehen. Ein weiterer Versuch, das belagerte Fort zu entsetzen, gelang zwar und es wurde auch der Verstärkungstrupp angegriffen, doch der Durchbruch der 280 Mann starken englischen Einheit war erfolgreich. Die am 31 Juli geführte Gegenoffensive auf Pontiac endete mit einer Niederlage der Briten. Das 330 Mann starke Fort Pitt wurde bereits im Juni angegriffen und seit dem 27. Juli belagert. Nach mehreren harten Kämpfen konnten die Engländer am 2. August das ebenfalls von den Indianern belagerte Fort Ligonier entsetzen und nach der Schlacht bei Bushy Run wurde auch Fort Pitt am 20. August entsetzt. Diese beiden Erfolge täuschen aber nicht darüber hinweg, dass es den aufständischen Indianern gelang die Forts Sandusky, St. Joseph, Miami, Michilimackinac, Ouiatanon, Presque, und Le Boeuf zu erobern. Bei der Einnahme des Forts Venango wurde die ganze Garnison vollständig von den Seneca ermordet und der Kommandant wurde lebendig verbrannt. Ende 1763 wurden etwa 200 Siedler und Händler getötet und man schätzte den Schaden, der für die Kolonie entstanden war, auf 100.000 £. Besonders schlimm hatte es Pennsylvania getroffen, da die Indianer die Guerillataktik anwandten und so die Engländer immer wieder in gefährliche Situationen brachten.
General Jeffrey Amherst hatte die Idee, die Indianer mit Pockenerregern verseuchten Decken zu dezimieren. Die angewandte Form der „biologischen Kriegsführung“ zeigte jedoch nicht den damals gewünschten Erfolg.
1765 heiratete Joseph die Tochter eines Oneida-Häuptlings, doch nach nur sechs Jahren Ehe verstarb diese. Er wollte nicht das seine beiden Kinder, ein Sohn und eine Tochter ohne Mutter aufwachsen, deshalb heiratete er eine Halbschwester seiner verstorbenen Frau.

Im Dienst der Krone

 

 

(1786 Joseph Brandt by Gilbert Stuart - Portrait of Thayendanegea)

 

Nachdem "Sir" William Johnson gestorben war, übernahm dessen Neffe Guy Johnson das Amt des Indianeragenten der britischen Regierung. Er engagierte Joseph Brant als Privatsekretär. Sir Williams erster Sohn, John Johnson (aus erster Ehe), hatte ebenfalls ein freundschaftliches Verhältnis zu Brant, welche zusammen mit seinen überragenden Fähigkeiten die Grundlage dafür bildete, dass er schon in jungen Jahren nicht nur der einflussreichste Kriegshäuptling seines Stammes wurde ( Brant) , sondern auch bei der gesamten "League of Iroquois". Im Jahre 1775 reiste Joseph Brant mit Guy Johnson nach England, wo er ebenso wie Pocahontas, ein großes Aufsehen erregte und auch Gast des Hofes war. Ein Bericht aus damaliger Zeit beschreibt Joseph Brant folgendermaßen:

Er trug die besten europäischen Anzüge.
Sein tadelloses Benehmen und seine einwandfreie englische Aussprache, verschafften ihm Umgang mit eleganten Herren und juwelengeschmückten Damen, die gar nicht glauben konnten, dass dieser distinguierte Herr mit der vorzüglichen Haltung eigentlich ein Indianer war, der es gewohnt war, seine laut schreiende Kriegsschar in nächtliche Massaker zu führen.

Auf Wunsch des Earl of Warwick wurde der Häuptling von dem prominenten Maler Romney porträtiert.

 

 

 

( Künstler :Romney George /Titel : Joseph Brant Chief of the Mohawks )

 

Der Großmeister der Freimaurer, der Earl of Moira, setzte sich für die Aufnahme Joseph Brants in den Freimaurerbund ein und 1776 wurde Brant in ein Mitglied der Freimaurer. In England wurde Joseph Brant als imposanter, ehrfurchtgebietender Mann beschrieben, der den Typ eines geborenen Anführers entsprach und dessen Name allein bei den wilden Kriegern der irokesischen Stämme schon Respekt hervorrief. Weithin war er wegen seines Mutes, seiner Intelligenz und Umsicht berühmt und gefürchtet. Vor seiner Rückkehr versicherte Brant, für die britische Krone 3.000 Krieger zur Verfügung zu stellen. Dieses Versprechen löste er auch sofort nach seiner Ankunft in Kanada ein. Den Einfluss, den er und seine Schwester Molly hatten, war es zuzuschreiben, dass sich vier Stämme des ursprünglich neutralen Irokesen-Bundes, die Mohawk, Cayuga, Seneca und die Onondaga auf die Seite Englands stellten. Der inzwischen zum Colonel der britischen Armee ernannte Joseph Brant, traf zum ersten Mal nördlich von Montreal auf die Amerikaner. Mit seinen 600 Kriegern und einem Trupp britischer Soldaten gelang es ihm die Amerikaner zu besiegen, deren Kommandeur Bedell desertierte und sein Nachfolger Major Butterfield ergab sich sofort. Eine Verstärkungstruppe, die kurz darauf eintraf wurde nach harten und schweren Kämpfen besiegt. Captain Mc Kinistry wurde von den Indianern gefangen genommen. Als er bereits am Marterpfahl stand und er schon so gut wie tot war, machte er das Not- und Hilfszeichen der Freimaurer. Joseph Brant gelang es das Leben des Captains zu retten, jedoch musste er seinen ganzen Einfluss geltend machen. Seit diesen Tag waren Joseph Brand und Captain Mc Kinistry Freunde gewesen und immer wieder hat sich Mc Kinistry für die Wahrheit der geschilderten Geschichte verbürgt. Der amerikanische Leutnant Boyd hatte weniger Glück, zwar machte auch hier Joseph Brant seinen Einfluss geltend, doch dieses Mal reichte das nicht aus um das Leben des Leutnants zu retten.

 

 

 

 

( Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung auf der Rückseite der 2 Dollar Banknote )

 

Im Juli 1776 wurde Joseph Brant von den Briten zum Leiter für die indianischen Angelegenheiten ernannt. Gleichzeitig wurde er auch der oberste Kriegshäuptling der Five Nations. Im Rat der "League of Iroquois" vertrat er die Ansicht, dass man mit den Briten zusammen gegen die Amerikaner kämpfen müsste. Er verwies dabei auf eine Proklamation aus dem Jahre 1763. Im Jahre 1777 führte Joseph Brand ein Heer gegen Cherry Valley, sein Gegner General Herkimer. Bei den Verhandlungen, in denen es auch um die Auslieferung der königstreuen Weißen ging, kam man zu keiner Einigung. General Herkimers Plan, Josef Brant und seine Begleiter zu ermorden misslang, daraufhin verwüsteten Brants Krieger das Grenzgebiet und zogen weiter nach Fort Stanwix am Mohawk. Bei einem erbittert geführten Gefecht, wurden die Amerikaner besiegt und General Herkimer starb an den Folgen einer Verletzung. Die Aufforderung der Engländer das Fort Stanwix zu übergeben wurden abgelehnt, obwohl Brant damit gedroht hatte das Grenzgebiet zu verwüsten. Durch eine List gelang es dem Kommandeur von Stanwix, die Gefahr vorerst zu beseitigen. Am 6. August 1777 überfielen die Engländer, mit einer Armee bestehend aus Tory-Einheiten und mehr als 400 Irokesen, unter der Führung von Joseph Brant, 800 amerikanische Milizionäre und etwa 60 verbündete Oneida. In den weiteren Monaten zerstörten die Indianer weitere Grenzdörfer. General Washington entsandte eine Armee gegen die neutral gebliebenen Onondaga. Die Amerikaner plünderten die Hauptstadt des Stammes und nahmen ihre Frauen als Gefangene. Die Mehrheit der Onondaga traten nun an die Seite der Engländer und gaben ihre Neutralität auf. Ende 1777 bis Anfang 1778 versetzte Joseph Brant mit seinen Irokesenkriegern, besonders die deutschen Siedler die im Mohawktal, in Angst und Schrecken. Im Jahre 1778 gingen die Feldzüge weiter, 'Brant's Volunteers' führten Angriffe gegen die Siedlungen Sacandaga, Cobleskill und German Flats, dabei vernichteten sie auch die Ernte. Brant gab aber den Befehl ,solange die Siedler nicht kämpften, sollten diese verschont und nicht angegriffen werden. In einer Gegenoffensive zerstörten die Amerikaner Oquaga und Unadill, diese zwei Orte wurden zwar von den Indianern verlassen, doch die Felder und die Ernte war ebenfalls vernichtet worden. Das Wyoming Massacre 3. Juli 1778 verschärfte die Situation es wurden 340 von 360 Soldaten getötet. Brant zog noch einmal gegen die Siedlung Cherry Valley; die englischen Soldaten gingen dieses Mal mit äußerster Grausamkeit vor und auch die Indianer wollten ihre Rache für die vor Monaten von den Amerikanern zerstörten Siedlungen. Brant gelang es ein Kind zu retten das die Engländer töten wollten. Im Jahr darauf begannen die Amerikaner ( General Sullivan ) eine neue Offensive mit 5.000 Mann. Die Engländer und die Irokesen unter dem Befehl John und Guy Johnson und Joseph Brant wurden in einer langen und erbitterten Schlacht bei Newton ( heute Elmira) besiegt. Im weiteren Verlauf der amerikanischen Offensive wurden rund 40 indianische Siedlungen dem Erdboden gleichgemacht und sämtliche Obstgärten und Maisfelder zerstört. In den damaligen Berichten wird ebenfalls die Vernichtung von 15.000 Pfirsichbäumen und 150 Scheffel Getreide erwähnt.

 

 

Weiter steht geschrieben :

Die Landschaft war nicht länger buntfarbig gefleckt mit goldenen Kornfeldern, fruchtbeladenenen Obstgärten, blühenden Weiden und Wäldern alter Bäume.
Soweit das Auge blickte, sah man dieselbe scheußliche Kohle-Landschaft.
Der amerikanische General war glücklich.

Dieses Vorgehen brach den Irokesen das Genick. Viele von ihnen erfroren im harten Winter 1779/80 und litten Hunger durch die Zerstörung ihrer Ernte. Die Irokesen kämpften zwar noch gegen die Amerikaner doch ihre Kultur war am Boden.

Der Falke

 

 

(Illustration originally from Brownell, Charles de Wolf )


Joseph Brant zählte zu den "Falken", welcher eher die Meinung vertreten, dass man militärisch seine Ziele erreichen - und dabei hart vorgehen sollte. Der Anführer der "Tauben" (sie sind das Gegenteil) war der noch junge Seneca-Häuptling Red Jacket, ein begnadeter Redner, der die Schuld am Verlust und an der Verwüstung des einst blühenden Mohawk-Tales zwar den Engländern gab, dessen Vorwurf richtete sich aber unmittelbar an den englandfreundlichen und den Engländern treu ergebenen Joseph Brant. Red Jacket setzte sich ebenfalls in Widerspruch auch zu einem anderen Seneca Häuptling, zu Cornplanter. Gemeinsam mit diesem gelang es Brant aber, den Versuch Red Jackets zu verhindern, mit den Amerikanern Geheimverhandlungen aufzunehmen. Seitdem war Red Jacket Brants erbittertster Feind und Rivale. Mitten in diese Streitigkeiten platzte die Nachricht ,dass 600 Amerikaner unter Oberst Brodhead in den Alleghanies erneut Siedlungen und Maisfelder zerstörten. Vier Wochen dauerte diese Aktion. Wutentbrant rüstete Joseph Brant eine Armee von 1.000 Indianern und Engländern aus, die unter seiner, Johnsons und Cornplanters Führung, erneut die Siedlungen am Mohawk verwüsteten. Man achtete aber darauf die Besitztümer der königstreuen Engländer zu schonen, was zur Folge hatte, dass deren Häuser von den wütenden amerikatreuen Nachbarn in Brand gesteckt wurden. Ein wütendes Gefecht zwischen den Leuten Brants und den Amerikanern unter General Van Rensselaer blieb ohne zählbaren Erfolg; die Indianer zogen sich im Schutze der Nacht zurück. Am 24. Oktober 1781 trafen die Briten und Irokesen bei Johnson Hall erneut auf die Amerikaner, aber dieses Mal erlitten sie eine Niederlage. Als bei Friedensschluss zwischen England und den Vereinigten Staaten von Amerika die Irokesen völlig ignoriert wurden, war Joseph Brant tief verletzt und siedelte sich mit dem Großteil seiner Leute in Kanada an, wo er von den Engländern ein Gebiet am Grand River erhielt.

Sein Lebenstraum

 

 

(Illustration originally from Brownell, Charles de Wolf)


Die amerikanische Indianerpolitik und deren Eindrücke, die er daraus erhielt, führten bei Joseph Brant zu der Erkenntnis, dass nur ein Zusammenschluss aller Stämme dem expansiven Vordringen der Amerikaner Einhalt gebieten könne. Auch er versuchte nun, den alten Traum Metacoms und Pontiacs von einem großen Bund der Indianerstämme zu verwirklichen, ohne Erfolg. Die Ohio Stämme; die Chippewa, Potawatomi, Wyandot, Shawnee, Delawaren, Miami und die Ottawa, waren aufgrund ihrer früheren schlechten Erfahrungen mit den Irokesen misstrauisch und schlossen sich ihrerseits zu einem neuen Bund, der " Western Confederation", zusammen, um den Amerikanern in Krieg und Frieden wirkungsvoll entgegentreten zu können. Joseph Brant besuchte 1785 England zum 2. Mal. Seine Verhandlungen hatten beachtlichen Erfolg; England entschädigte ihn für die Verluste im Krieg und sprach ihm ein Gehalt als Oberst der britischen Armee zu. Er sammelte in England Spenden damit sollte die Errichtung einer Kirche finanziert werden, die, die erste anglikanische Kirche in Ober-Kanada ( heute Ontario) werden sollte. Hinsichtlich seiner Einigungspläne stieß er allerdings auf wenig Begeisterung. Nach seiner Rückkehr bemühte er sich, sein Volk für den Ackerbau zu begeistern. Ein Angebot der Amerikaner, in ihrem Auftrag die westlichen Stämme zu befrieden, lehnte er energisch ab. In seinem Haus am Westufer des Ontario-Sees lebte er, umgeben von zahlreicher Dienerschaft, nach seinen gesellschaftlichen und geistigen Interessen, er empfing Besuche und führte eine umfangreiche Korrespondenz. Sein alter Rivale Red Jacket ruhte nicht. Auf sein Betreiben hin wurde Brant in Abwesenheit angeklagt und er verlor seine Häuptlingswürde. Brant der ein begnadeter Redner war, berief daraufhin den Stammesrat ein, hielt eine zündende Rede und feierte einen Triumpf über seinen Gegner. Er erhielt seine Häuptlingswürde zurück. Am 24. November 1807 starb er und wurde neben der von ihm erbauten Kirche in Grand River begraben. Mit ihm war eine große indianische Persönlichkeit gestorben, die wäre sie in eine andere politische Konstellation hineingeboren worden, die Fähigkeiten besessen hätte , das in die Tat umzusetzen , was vor ihm Metacom und Pontiac nicht gelungen war und was nach ihm auch Tecumseh vergeblich versuchte - die Errichtung eines selbständigen indianischen Staates.

 

 

 


Die Uneinigkeit der indianischen Stämme und deren Häuptlinge sorgten dafür, dass es ihren Gegnern die mit einer gewissen Brutalität den indianischen Interessen völlig verständnislos gegenüberstanden immer wieder gelang diese Uneinigkeit skrupellos auszunutzen.

Letztes Kapitel

 

 

( v.l.n.r Vorderseite Silberdollar, Rückseite Silberdollar)

 

Joseph Brant ist besonders in Kanada wegen seiner Leistungen für England allgegenwärtig, die Stadt Brantford, Ontario, ist nach ihm benannt und dort steht auch eine Statue des Häuptlings. Im Jahre 2007 wurde Joseph Brand auf einer Ein Dollar Silbermünze ( Kanadische Dollar) abgebildet, die Rückseite zeigt das Staatsoberhaupt Kanadas Queen Elizabeth II. Auch seine Schwester Molly kam zu einer Ehrung sie wurde auf einer 34 c Briefmarke ( Postwertzeichen ) abgebildet.

 

 

 

( v.l.n.r Pwz Molly,Joseph Brant memorial statue)