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Portrait

John Logan
 

Tah-gah-juta "Allesseher"

 

 

Cayuga


Geboren * um 1725 in Shamokin, Susquehanna River, Pennsylvania / † Gestorben 1780 auf dem Heimweg von Detroit


 

"Nun rinnt kein Tropfen meines Blutes mehr in irgendeinem Lebenden Wesen.
Das fordert Rache.
Logan hat die Rache gesucht.
Logan hat viele getötet.
Logan hat seinen Durst voll gestillt."

 

Jugendzeit

Der Cayuha-Häuptling Shikellamy war der Vater von John Logan, über seine Mutter ist leider nichts bekannt. Shikellamy gab seinen zweiten Sohn den Zunahmen Logan. James Logan war Sekretär des Gouverneurs von Pennsylvania und ein Freund von Shikellamy. Es gibt ebenfalls eine zweite Theorie, dass Shikellamy als Kind von seinen Französischen Eltern geraubt wurde und dann bei den den Mingo (sie sprachen Irokesisch) aufwuchs und später ihr Häuptling wurde. Das Leben an der Mündung das Yellow Creek River von Logans Familie war im großen und ganzen sehr friedlich verlaufen, man lebte vom Ackerbau und ging zur Jagd. Logans Jagdzüge führten ihn durch ganz Pennsylvania und dadurch war er überall bekannt und beliebt geworden. Logan hatte selber zwar einige Verwandte verloren, die von den weißen Siedlern ermordet wurden, doch hatte er ihnen dies damals noch verziehen. Das ruhige und friedliche Leben von John Logan änderte sich am 30. April 1774 und diesmal sollte es kein verzeihen geben.

30. April 1774

Die weißen Siedler die sich immer mehr herausnahmen wollten Logan und die Mingos überfallen, doch Captain Cresp konnte diese gerade noch von ihrem Vorhaben abhalten. Cresp wusste von der Beliebtheit Logans und fürchtet es könnte zu Aufständen kommen. Der Kneipenwirt Daniel Greathouse schenkte obwohl es verboten war Alkohol an die Indianer aus. Daniel Greathouse hatte die Conolly Parole gelesen, in der es hieß : jeder Indianer sei zu fangen oder zu töten. Am 30. April 1774 betraten Logans Frau, seine Söhne, Töchter und Enkel das Wirtshaus. Daniel Greathouse informierte seine Nachbarn und alle machten die Indianer betrunken. Nachdem sie betrunken waren wurden die Familienangehörigen Logans ermordet. Später erzählte man, dass die Leichen auf ein Floß geworfen wurden und während dieses den Ohio hin abtrieb veranstalteten die Siedler noch ein munteres Scheibenschießen auf die Toten.

Rache

Logan war entsetzt als er von Mord an seinen Familienangehörigen erfuhr und seine Freundschaft und Zuneigung zu den weißen veränderte sich zu einem grenzenlosen Hass. Wie schon früher bei King Phillip mussten nun die weißen Siedler Pennsylvanias die Wut Logans zu spüren bekommen. Seine Rache schien riesig zu sein, er überfiel mehrere Siedlungen und Bauernhöfe brannte deren Häuser nieder und skalpierte die Bewohner. Logan gelang es einen Trupp Siedler die ihn, die ihn verfolgten in eine Falle und nach seinem Sieg skalpierte er deren Anführer. Mit vielen Skalps sollte er von seinen Rachefeldzügen zurückkehren. In einem zerstörten Haus einer ohne Gnade getöteten Siedlerfamilie hinterließ er folgenden Brief:
 

"Captain Cresap!
Warum hast Du meine Angehörigen am Yellow Creek getötet?
Einst habt Ihr Verwandte von mir bei Conestoga erschlagen, und ich verzieh und vergaß.
Aber jetzt habt Ihr alle meine Leute umgebracht; da wurde mir klar, dass nun an mir die Reihe sei, und seither bin ich dreimal gegen Euch gezogen.
Aber nicht die Indianer zürnen; nur ich.


21. Juni 1774, John Logan"


Krieg,Point Pleasant und Frieden


(Lord Dunmore)


Die Ermordung von Logans Familie sorgte dafür, dass nun auch weitere Stämme gegen die weißen Siedler kämpften. Ein blutiger Grenzkrieg entstand der durch das weitere Vordringen der weißen immer mehr an Brutalität zunahm.
Logan kämpfte immer an vorderster Stelle in diesem Grenzkrieg, der seinen Höhepunkt und Ende mit der Schlacht von Point Pleasant fand. Die Schlacht von Point Pleasant am 1. Oktober 1774 war die einzige große Schlacht während des Dunmore Krieges. Auf der Seite der weißen Siedler kämpfte die Virginia-Miliz gegen die Shawnee und die Mingo. Die Shawnee griffen die Virginia Miliz von Andrew Lewis an die 1.000 Mann stark war. Die Shawne ( Cornstalk ) hofften den Vorstoß der Miliz in das Ohio Gebiet zum Stehen zu bringen. Der Kampf endete damit, dass Cornstalk sich zurückziehen musste. Lord Dunmore marschierte mit einer zweiten Miliz Einheit von Fort Pitt in die Ohio-Region ein. Er sollte mit den Irokesen verhandeln mit seiner Einheit als Druckmittel und die Grenzen des neu aushandeln. Die Moral der Indianer war nach dieser Schlacht gebrochen und viele Stämme waren Kriegsmüde gewesen. Die Friedensverhandlungen führten zu einem Frieden zwischen den Indianern und den Engländern. Einer erschien nicht zu den Verhandlungen, Logan. Ein Gesandter von Dunmore wurde von Logan wieder fort geschickt. Nur ein alter Grenzjäger mit dem Namen Gibson konnte noch mit Logan reden und ihm die Botschaft des Lord überbringen. Die Antwort Logans auf die Botschaft von Lord Dunmore schrieb Gibson wörtlich nieder, das Dokument ist bis heute Überliefert und erhalten geblieben.

 

"Ich fordere jeden Weißen auf zu sagen, ob er Logans Hütte jemals hungrig betreten und keine Speise bekommen habe, ob er jemals frierend und nackt gekommen sei und keine Kleidung erhalten habe! Während des jüngsten und, langen und blutigen Krieges blieb Logan ruhig in seiner Hütte, als Anwalt des Friedens. So groß war meine Liebe zu den Weißen, dass meine eigenen Stammesbrüder riefen wenn sie mich sahen

>>Logan ist ein Freund der Weißen<<.
Ich hätte auch weiterhin mit euch in Frieden leben wollen, wenn nicht das Verbrechen jenes einen Mannes alles zunichte gemacht hätte.
Im vergangenen Frühling ermordete Colonel Cresap kaltblütig und ohne Grund alle Angehörigen Logans und schonte nicht einmal meine Frauen und Kinder. Nun rinnt kein Tropfen meines Blutes mehr in irgendeinem Lebenden Wesen.
Das fordert Rache. Logan hat die Rache gesucht. Logan hat viele getötet. Logan hat seinen Durst voll gestillt.
Für mein Land freue ich mich über das Licht des Friedens. Aber glaubt nur nicht, dies sei eine Freude, die aus der Furcht erwachsen ist.
Logan kannte niemals furcht. Er wird niemals seine Gesinnung ändern, um sein Leben zu retten.
Wer ist noch da, der um Logan trauern würde?
Niemand."

( Logans Äußerung: Während des jüngsten und, langen und blutigen Krieges... - bezog sich auf den French and Indian War.(1754-1763))



 

Der spätere Präsident der Vereinigten Staaten Thomas Jefferson äüßerte sich zu den Worten Logans :

" Ich müsste sämtliche Reden des Demosthenes, Ciceros oder eines noch hervorragenderen Redners durchgehen, um au nur eine Stelle darin zu finden, die der Rede Logans, eines Mingo-Häuptlings..., überlegen wäre!"

 

 

Das Ende

 

 

( Logans Denkmal in Logan, West Virginia. )
 

Logan führte keine weiteren Kriegs-oder Rachefeldzüge mehr durch. Über seinen Tod gibt es mehrere Versionen
 

  • Die erste Version sagt aus er habe sich immer öfter dem Alkohol zugewandt und wurde bei einem Saufgelage von einem Indianer getötet.
  • Die zweite Version sagt aus die Engländer hatten ihm bei einem Besuch in Detroit den Whiskey verweigert. Er soll daraufhin gedroht haben zu den Amerikanern zu gehen. Die Engländer hatten die Befürchtung, er würde seine Krieger gegen sie aufhetzen und beauftragten einen Mörder.
    Der Neffe Logans soll die Tat ausgeführt haben, eine weitere Version ist, die Weißen töteten ihn beim Verlassen von Detroit.


In der Nähe von Circleville in Ohio gibt es heute noch die unter dem Denkmalschutz stehende Ulme unter der John Logan seine Rede gehalten haben soll die Gibson aufgeschrieben hatte. Nicht weit von der Ulme entfernt befindet sich ebenfalls ein Denkmal. In Auburn, New York ist ebenfalls ein Denkmal von John Logan errichtet worden. An John Logan erinnert ebenfalls das Logan County. Es wurde 12. Januar 1824 aus Teilen des Cabell- und Kanawha County und den Giles- und Tazewell Countys in Virginia gebildet. Im Jahre 1921 gab es noch einmal einen Aufstand der niedergeschossen wurde. Diesmal waren es 10.000 und 15.000 Bergarbeiter die Anfang September 1921 gegen die Polizei und Streikbrecher kämpften. Es sollen bei dieser Schlacht Million Schüsse gefallen sein. Am Ende musste die US Army nach einer Anordnung des Präsidenten Warren G. Harding eingreifen.