1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 Rating 5.00 (1 Vote)

Portrait


George Walker Bush

 

 

 

"The future will be better tomorrow."
"Die Zukunft wird morgen besser sein."


"I believe we are on an irreversible trend toward more freedom and democracy but that could change."
"Ich glaube, wir sind auf einem unumkehrbaren Weg hin zu Freiheit und Demokratie, aber das könnte sich ändern."

 

Wir verbinden alle viel mit dem Namen George W. Bush. Beispielsweise den Irakkrieg, Afghanistan, den Hurrikan Katrina, die Finanzkrise oder den 11 September. Also wohl eher mit negativen Ereignissen. Aber was steckt wirklich hinter diesem Mann? Dem Mann, der den Krieg gegen den Terrorismus ausrief und der 8 Jahre lang die Vereinigten Staaten von Amerika regierte. Die  Person George W. Bush von Anhängern und Gegnern meist sehr gegensätzlich eingeschätzt. Während die einen seinen Glauben an Gott und die "angeborene" Führungsrolle der Vereinigten Staaten in den Fußstapfen seines Vaters als uramerikanische Stärken gewürdigt werden, weisen die anderen auf seine  früheren Alkoholprobleme, seine selbsterklärte „Wiedergeburt“ als Christ und Anti-Alkoholiker und gewisse sprachliche Unsicherheiten

 

"I am not part of the problem. I am a Republican."
"Ich bin kein Teil des Problems. Ich bin Republikaner."

 

 

 

"People that are really very weird can get into sensitive positions and have a tremendous impact on history."
"Wirklich komische Leute können in bedeutende Positionen kommen und große Auswirkungen auf die Geschichte haben."

 

Kindheit bis zum Gouverneursamt

Am 6 Juli 1946 wurde Bush in New Haven, Connecticut geboren. Sein Vater George Herbert Walker Bush und seine Mutter Barbara, hatten daraufhin noch fünf andere Kinder. Jeb, Neil, Marvin und Dorothy Bush. Das fünfte weitere Kind, ein Mädchen (Robin), verstarb 1953 an Leukämie.
 


Der "kleine" Bush in den Armen seiner Eltern

 

Als Bush 15 wurde ging er erstmals auf die High-School. Die Phillips Academy in Andover, Massachusetts. Diese besuchte er 3 Jahre lang. Kurz darauf begann er mit seinem Studium in Yale. Dort trat er auch dem "Skull and Bones" Bund bei. Diese bietet bis heute genug Stoff für reichlich Spekulationen und Verschwörungstheorien. Fest steht, die Studeten Verbindung hat viele Staatsmänner und US Präsidenten hervorgebracht. Schließlich schloss Bush 1968 sein Studium an der Yale Universität ab. Kurz darauf verpflichtete sich Bush für den Dienst in der Nationalgarde. Einige werfen ihm bis heute vor, dass dies nur ein Mittel war dem Kampf in Vietnam zu entgehen. In der Nationalgarde stieg er jedoch schnell auf und wurde früh zum Leutnant befördert, daraufhin bekam er auch schnell sein erstes Kommando über eine Staffel F-102.

 

 

 

Bush bei der Nationalgarde

 

1972 ging er nach Harvard, wo er 1975 seinen Master of Business Administration machte. Somit standen ihm alle Türen offen. Er gründete kurz danach auch sein eigenes Öl und Gasunternehmen in Texas. Dieses nannte er Arbusto (spanisch für Bush). Am Rande ist hier zu sagen, dass selbst die Bin Laden Familie 50 Mio. Dollar in die Firma investiert hat. Wie klein doch die Welt ist.
Getrübt wurde all dies nur durch seine starken Alkoholprobleme, die schon 1976 aktenkundig wurden. Damals wurde ihm wegen Trunkenheit am Steuer der Führerschein entzogen. Seine Alkoholprobleme konnte er erst 10 Jahre später besiegen. Eine Frau jedoch hatte wohl keine Probleme damit. Laura Lana Welch, eine Bibliothekarin, lernte Bush 1977 kennen. Sie heirateten noch im gleichen Jahr.
1978 nahm Bush schon an seiner ersten Wahl Teil. Als Republikaner kandidierte er für das Repräsentantenhaus, verlor die Wahl jedoch. Diese misslungene Wahl konnte Bush jedoch schnell mit einem weitaus positiveren Ereignis verdrängen. Denn am 25. November 1981 wurden seine Zwillingstöchter Jenna und Barbara geboren. Doch fiel der Ölpreis Anfang der 80er. Somit war er gezwungen seine Firma, die er inzwischen in Bush Exploration umbenannte, mit Spectrum-7, einer weiteren Ölfirma, zu fusionieren. Bush wurde Chairman dieser Fusionsfirma. Schließlich musste Bush seine Firma 1986, auf Grund des erneuten Einbruchs des Ölpreises verkaufen. Derweil änderte sich einiges in Bushs Privatleben. Er wechselte vom Anglikanischen, zum Methodistischen Glauben. Er schwor jeglichem Alkohol- und Drogenkonsum ab. Laut Bushs Schilderung war der berühmte Fernsehprediger Billy Graham für seine "Heilung" verantwortlich. Politisch gesehen gehört Graham der konservativen Rechten an und stimmte bei Bushs Gouverneurswahl für ihn. Das dürfte auch einige Leute auf Bushs Seite gezogen haben.

 

 

Bush senior legt seinen Sohn die Leutnantabzeichen an

 

"We are ready for any unforeseen event that may or may not occur."
"Wir sind bereit für jedes unvorhergesehene Ereignis, das auftritt oder auch nicht."

 

1987 zog Bush mit seiner ganzen Familie nach Washington D.C. und bereitete die Wahlkampagne seines Vaters vor. Er wurde einer der engsten Vertrauten seines Vaters. Dennoch zog er 1988 wieder nach Texas zurück. Genauer gesagt nach Dallas. Dort schloss er sich mit einigen reichen Leuten zusammen und kaufte das Baseball Team der Texas Rangers auf. Dies steigerte Bushs Popularität enorm. Vor allem weil er ein neues Stadion für das Team baute. Dennoch wurden die Rangers 1998 wieder verkauft. Bush ging dabei als Gewinner hervor. Er bekam 15 Mio. Dollar für den Verkauf.
Zuvor wurde Bush aber zum Gouverneur von Texas. Dazu stellte er sich 1993 zur Wahl. Seine Gegnerin war die Demokratische Ann Richards. Bushs Wahlkampf wurde übrigens von Karl Rove geplant. Dieser plante auch alle weiteren Wahlkämpfe Bushs. Er war somit maßgeblich am Erfolg Bushs beteiligt.
Bush sprach all das aus, was die Bevölkerung Texas schon immer dachte. Er sprach sich für die Todesstrafe aus (Er verweigerte bspw. während seiner gesamten Amtszeit 152 Todeskandidaten die Begnadigung) oder für eine selbstverwaltende Regierung Texas'. Ein Jahr später, 1994, hieß der neue Gouverneur von Texas Bush.

 

 

Bush in typisch Texanischer Montur. Er demonstriert seine Nähe zur Bevölkerung


Während seiner ersten Wahlperiode arbeitete er außerdem mit seiner ehemaligen demokratischen Konkurrentin Richards zusammen. Er erreichte die meisten seiner politischen Ziele und wurde somit auch 1998 von den texanischen Bürgern zu einer zweiten Periode wiedergewählt. Er behielt sein Amt, gewann gegen den demokratischen Konkurrenten Garry Mauro und wurde als einziger Gouverneur Texas' jemals wiedergewählt. Er schaffte sich ein Image als "passionierter Konservativer", dieses half ihm ordentlich bei der Bekanntgabe seiner Kandidatur für die folgenden Präsidentschaftswahlen (1999). Auch in seiner zweiten Gouverneursperiode konnte Bush seiner Versprechen die er den Bürgern gemacht hatte größtenteils einhalten. Das dürfte auch der Grund sein, warum Bush bei den folgenden Präsidentschaftswahlen recht gut aussah.

Präsident Bush

 

 

"If we don't succeed, we run the risk of failure."
"Wenn wir keinen Erfolg haben, laufen wir Gefahr, zu versagen."

 

Bushs Hauptwahlversprechen während seines Wahlkampfes als Spitzenkandidat für die Republikaner, waren die Erneuerung des Bildungssystems und eine umfassende Steuerreform. Seine Gegner warfen ihm jedoch immer und immer wieder politische Inkompetenz vor, da er nur wenig politische Erfahrung hatte. Auch seine Einstellung zur Todesstrafe wurde stark kritisiert. Sein republikanischer Gegenkandidat damals war übrigens John McCain, welcher auch später gegen den jetzige Präsidenten Obama antrat. McCain musste Anfang März 2000 jedoch eine herbe Schlappe gegen Bush hinnehmen, da Bush New York und den Bundestaat Kalifornien auf seine Seite ziehen konnte. Kurz darauf zog McCain seine Kandidatur zurück. Bush wurde somit Spitzenkandidat der Republikaner. Und schon im Juli des gleichen Jahres gab Bush auch bekannt, wer denn nun der Vizepräsident werden sollte, falls er die Wahl gewinnen sollte. Diese Person ist niemand anders als Richard Bruce „Dick“ Cheney. Cheney war zuvor Verteidigungsminister während der Präsidentschaft Bush Seniors und somit auch ein enger Vertrauter von Bush Junior.
Bushs demokratischer Gegner jedoch war der ehemalige Vizepräsident Al Gore. Dieser diente unter dem vorigen Präsidenten Clinton. Zwischen den beiden entwickelte sich ein hartes Kopf an Kopf Rennen. Und wie es das Schicksal wollte, gab es Probleme bei der Auszählung in Florida. Zufälligerweise schaffte es Bushs Bruder Jeb hier Jahr zuvor, zum Gouverneur von Florida aufzusteigen. Die Probleme bei der Auszählung reichten von Stimmen, die auf dem Lochpapier nicht auslesbar waren oder Wahlautomaten, die automatisch Bushs Namen stanzten. Dazu war die Organisation bei der Auslesung der Stimmen unterirdisch schlecht. Es wurden Neuauszählungen gefordert. Der Supreme Court (Oberster Gerichtshof der USA) entschied sich jedoch dagegen. Die erste Stimmauszählung in Florida, in der Bush hauchdünn führte, wurde nun für gültig erklärt. Al Gore bekam zwar insgesamt 500.000 mehr Stimmen in den USA, George Bush jedoch konnte jedoch mehr Wahlmännerstimmen unter sich vereinen. Somit gewann Bush die Wahl zum 43. Präsidenten der USA, wenn auch hauchdünn vor Gore. Dem US- Wahlsystem sei Dank. Am 20. Januar 2001 wurde Bush schließlich zum Präsidenten vereidigt.

 

 

Bush bei der Vereidigung

 

Mit Bushs Wahl zogen auch viele alte Bekannte, die schon unter seinem Vater gedient hatten wieder ins Weiße Haus ein. Darunter der oben genannte Cheney oder die neue Sicherheitsberaterin Condoleezza Rice. Verteidigungsminister wurde Donald Rumsfeld. Eine enorm große Überraschung war es jedoch, dass Bush selbst die Neokonservativen ins Boot geholt hat. Persönlich mochte er diese zwar nicht, aber ihre Aussagen passten ihm gut in den Kram. Der berühmteste darunter dürfte wohl Paul Wolfowitz als stellv. Verteidigungsminister gewesen sein.
Bush setzte nun auch wie schon in Texas auf eine gute Zusammenarbeite mit den Demokraten, als jedoch 2001 mehrere republikanische Senatoren ins demokratische Lager wechselten und die Republikaner somit auch ihre Mehrheit im Senat verloren, hörte die Freundschaft mehr oder weniger auf. Es folgte jedoch ein Ereignis, welches Bushs bisherige, eher gemütlich verlaufende Präsidentschaft, stark erschütterte. Der 11. September 2001.

 

 

Die beiden brennenden Zwillingtürme am 11 September

 

Nachdem er in einem Klassenzimmer in Florida erfahren hatte, dass die USA angegriffen wurden, stieg er nach geraumer Zeit und einer kleinen Ansprache an die dort anwesenden Eltern, in die Air Force One. Bush verbrachte den Großteil des Tages in der Air Force One und versuchte von dort aus das Geschehen zu koordinieren. Seine erste Landung mit der Air Force One erfolgte in Barksdale Air Force Base. Dort gab er ein erstes flüchtiges Statement ab. Auch erkundigte er sich dort nach dem Wohlbefinden seiner Frau und seiner Töchter. Mit Cheney und Rice im Weißen Haus hielt er auch so gut es ging Kontakt. Erst am Abend erreichte er (obwohl im es seine Berater abgeraten hatten) das Weiße Haus und hielt dort im Oval Office eine Fernsehansprache zu den Geschehen des Tages. Dieses Geschehen am 11. September prägte Bushs weitere Regierungszeit enorm. Er versprach den Bürgern der USA Vergeltung. Vergeltung für die über 3000 Toten. Ziel dabei war es die Schuldigen zu fassen und diese zur Rechenschaft zu ziehen. Somit änderte sich auch zwangsläufig die Außenpolitik der USA. Afghanistan wurde dabei Hauptaugenmerk.
Afghanistans Regierung bestand größtenteils aus Funktionären der Taliban. Afghanistan war in den Augen der U.S. Regierung jedoch eine der größten Terrorzellen und auch Aufenthaltsort Osama Bin Ladens, der als Hauptverdächtiger in Sachen 11. September galt. Ziel war es Bin Laden dingfest zu machen und Afghanistan demokratische, freiheitliche Regierung anzueignen. Somit begann Bush am 07 Oktober 2001, mit der Zustimmung des U.N. Sicherheitsrates und starker internationaler Unterstützung den Krieg gegen Afghanistan. Im Dezember wurde Kabul, die Hauptstadt Afghanistans. Erobert und die Talibanregierung abgesetzt. Als Interimsposten übernahm Hamid Karzai die Präsidentschaft. Osama Bin Laden wurden in Afghanistan jedoch nicht gefunden. Die NATO ist übrigens bis heute in Afghanistan stationiert und versucht dort weiterhin ein demokratisches, freiheitliches System aufzubauen.
Im Laufe des Jahres 2002 änderte sich jedoch noch weitere Punkte in der Außenpolitik der USA. Diese Veränderung wurde in der Welt als Bush-Doktrin bekannt. Die Bush-Doktrin erlaubte den USA, einen Präventivschlag gegen Staaten anzuordnen, die (möglicherweise) Massenvernichtungswaffen besitzen. Somit stieß sich Bush gradewegs die Tür zum Irakkrieg auf.
Bush stellte noch im gleichen Jahr die These auf, dass Saddam Hussein, der Diktator des Iraks, mit dem Terrorismus in Verbindung stehe. Er verlautete, dass Saddam in Terrorcamps "Soldaten" Al-Kaidas ausbilde. Um die Invasion die ein Jahr später folgte zu rechtfertigen, behauptete Bush einfach Saddam würde dazu auch noch Massenvernichtungswaffen besitzen, die eine große Gefahr für den mittleren Osten darstellen würden. (Hierbei der Verweis auf den Oben genannten Bush Doktrin!) Am 20. März 2003 marschierte Bush mit seiner "Koalition der Willigen" (darunter Großbritannien, Spanien Italien etc.) Frankreich, Deutschland, Russland und Österreich wehrten sich mit ihren UN-Mandanten dagegen. Dennoch marschierten die USA, also ohne Zusage des Sicherheitsrates, in den Irak ein.

 

 

Karikatur zu Bushs Einmarsch im Irak


Die Armeen der Koalition rückten größtenteils von Süden vor, da die Türkei das Durchmarschsrecht für den Norden nicht eingewilligt hatte. Somit konnte erst mit mehreren Airborne Divisionen eine Front im Norden geschaffen werden. Dieser Übermacht hatten die schwachen Truppen des Iraks nichts entgegenzusetzen. Die Invasion war am 1. Mai 2002 beendet und der Irak wurde besetzt. Saddam wurde festgenommen, kurz darauf begann auch die Suche an den angeblichen Vernichtungswaffen. Auch Saddam wurde dazu befragt. Man hat diese Waffen bis heute NIE gefunden. Saddam Hussein wurde von den USA zum Tode verurteilt und starb am 30. Dezember 2006 durch den Strang.
Aber nicht nur Außenpolitisch änderte sich das Verhalten der USA, nein auch Innenpolitisch. Beispielsweise setzte Bush nach 9/11 den Patriot Act durch. Dieser verschärfte die Sicherheitsbestimmungen der USA enorm. Man kann sagen, dass die USA dadurch zu einem Überwachungsstaat geworden ist. Unendlich viele Kameras wurden in den Großstädten der USA errichtet, Bürger wurden abgehört, sowohl übers Telefon wie auch über E-Mail und Brief. Zusätzlich wurden höhere Zölle für Importware angebracht. Die Bürger wurden also nicht nur systematisch überwacht, sondern der Staat nach Außen mehr und mehr isoliert. Im Jahre 2006 wurde das Abhörprogramm der USA jedoch aufgedeckt und als verfassungswidrig erklärt. Dennoch lässt es sich nicht von der Hand weisen, dass die Menschen somit über 4 Jahre ausspioniert wurden.

2. Amtszeit

 

"We're all capable of mistakes, but I do not care to enlighten you on the mistakes we may or may not have made."
"Wir können alle Fehler machen, aber ich werde Sie nicht über die Fehler aufklären, die wir gemacht oder nicht gemacht haben."



Im Jahre 2004 musste sich Bush schließlich zur Wiederwahl als Präsident stellen. Sein Herausforderer war der Demokrat John Kerry. Bei der Auszählung der Stimmen kam es, wie schon 4 Jahre zuvor, wieder zu Komplikationen. Dieses Mal machte Florida keine Probleme mehr. Jetzt war es der Bundestaat Ohio. Dennoch hätte auch ein Ausfall der Stimmen in Ohio für Bush keinen Unterschied gemacht. Denn Bush konnte nicht nur die meisten Wahlmännerstimmen unter sich vereinen, er hatte sogar die Absolute Mehrheit bei den insgesamt gezählten Stimmen in den USA. Somit wurde Bush als klarer Sieger wiedergewählt.
Bush jedoch trat nun mit einem neuen "Slogan" auf. Er war nicht mehr der "passionierte Konservative". Nun schwor er die Tyrannei auf der zu Welt beenden, und die amerikanische Freiheit auf der ganzen Welt verbreiten zu wollen. Dennoch war es eine der ersten Handlungen Bushs, dem vorigen stellvertretenden Verteidigungsminister Paul Wolfowitz (neokonservativer Politiker), die Position als Vorsitzenden der Weltbank zu verleihen. Diese bekam Wolfowitz durch Bush auch. Somit kann man sagen, dass die Weltbank keine neutrale Institution mehr war, sondern durch die USA gelenkt wurde. Auch die Situation im Irak spitzte sich zu. Zwar war Saddams Regime gestürzt, es wurde eine Übergangsverfassung verabschiedet und man versuchte nach und nach eine demokratische Regierung aufzubauen, doch nahmen die Anschläge auf die Besatzer selbst immer weiter zu. Keimzelle war die Hauptstadt Bagdad. Teilweise verging keine Nacht ohne einen Anschlag.

 

 

 


Bush konzentrierte sich in seiner zweiten Amtszeit stark darauf seine Verhältnisse mit anderen Staaten, nach dem illegitimen Einmarsch im Irak wieder zu verbessern. Eine große Rolle dabei spielte Russland. Bush wollte das eisige Verhältnis zwischen den beiden Staaten wieder aufbessern. Somit traf er sich immer wieder mit Putin oder Medvedev. Auch war Bush der erste seit Jimmy Carter (1979), der Österreich besuchte. Er traf sich dort 2006 mit dem Bundeskanzler Wolfgang Schüssel und dem Bundespräsidenten Heinz Fischer. Außerdem verloren die Republikaner 2006 auch ihre Mehrheit im Senat und im Repräsentantenhaus. Eine herbe Niederlage für Bush.
Diese Amtszeit, die eigentlich recht ruhig anfing durch drei Ereignisse überschattet. Am 29. August 2005 traf der Hurrikan Katrina auf die Südküste der USA. Die Stadt New Orleans wurde so gut wie ganz überflutet. Über 1800 Menschen kamen ums Leben und es entstand eine Schaden von knapp 81 Milliarden Dollar. Es wurden extra Truppen aus dem Irak abgezogen um den Menschen dort zu helfen. Militärflugzeuge (darunter auch Tarnkappenbomber) wurden extra für die Auslieferung von Lebensmitteln eingesetzt. Auch Bush selber besuchte kurz darauf das Katastrophengebiet. Er versicherte den Bürgern ihnen zu helfen und die Stadt wieder neu aufzubauen.
Das zweite Ereignis bildete den Abgang mehrere hoher Regierungsbeteiligten im Sommer 2007. Darunter Bushs Pressesprecher Tony Snow, welcher aus persönlichen Gründen zurücktrat. Bushs Justizminister Gonzales und Karl Rove (derjenige der Bushs Wahlmanagement geplant hatte), traten auf Grund der Plame Affäre zurück. Bei der Plame Affäre sollen einige hochrangige Mitglieder der Bush Regierung darunter Rove und Cheney den Namen der CIA Agentin Valery Plame und den Namen ihres Mannes ( Joseph Wilson ), welcher U.S. Diplomat und Bush Kritiker war, an die Presse weitergegeben haben. Sogar Lewis Libby, Cheneys Stabschef wurde wegen Meineids und Justizbehinderung festgenommen.
Das dritte Ereignis traf Bush genau am Ende seiner Amtszeit. Die Weltwirtschaftskrise 2008. Eigentlich ist es Gang und Gebe, dass man keine wichtigen Verträge mehr mit einem Präsidenten beschließt, der nur noch wenige Wochen im Amt ist. Doch nun schien Bush wichtiger Eckpfeiler zu sein. Etliche Banken gerieten in Schieflage, da Immobilienkredite einfach platzten. Riesige Banken mussten Konkurs anmelden oder schließen. Ein gutes Beispiel dafür war die Bank Lehman Brothers. Doch ein Problem ergab sich nun. Bush war nicht nur unter den Demokraten verhasst auch seine einstigen Parteifreunde distanzierten sich von ihm. So ist es kein Wunder, dass das Rettungspaket was er am 29. September 2008 verabschieden wollte, durch den Senat gekippt wurde.

Die Zeit danach

 

 

"[It's] time for the human race to enter the solar system."
"[Es ist] Zeit, daß die Menschheit ins Sonnensystem vordringt."



Bush hatte nun seine zwei Amtsperioden a vier Jahre hinter sich. Er war acht Jahre im Amt, vier länger als sein Vater. Doch alles endet irgendwann mal. Denn am 20. Januar 2009 übernahm Barack Obama, der erste Afroamerikanische Präsident der USA, Bushs Amt. Kurz darauf zog er sich mit seiner Frau Laura nach Preston Hollow, Texas zurück. Dort schrieb er seine Memoiren nieder und verkaufte diese unter dem Namen Decision Point. Auch wurde Bush nach dem Tod Bin Ladens persönlich von Obama angerufen. Er sei zwar nicht außer sich vor Freude gewesen, lobte aber die Zusammenarbeit zwischen der Regierung und den Geheimdiensten. Aber auch jetzt noch ist Bush sehr präsent. Beispielsweise besuchte er nach dem Erdbeben in Haiti, wie auch Clinton die Menschen dort und tritt noch häufig als Redner auf vielen Veranstaltungen auf.