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Portrait

Cornplanter

Kayethwahkeh "Maisplfanzer" - Man dem man anpflanzt
 

Seneca


Geboren * um 1735 in Conewaugus, Genesee River, New York / † Gestorben 18. Februar 1836 auf seinem Gut am Alleghany River, Pennsylvania

 "Du hast uns gezwungen, etwas zu tun, wofür wir uns schämen müssen...
Du hast gesagt, wir seien in deiner Hand,du könntest uns zu nichts zerquetschen, wenn du wolltest.
Bist du entschlossen, uns zu vernichten?"

Jugendzeit

( Die Siedlungsgebiete der Ureinwohner )


Cornplanter's Geburtsjahr ist nicht genau bekannt. Einige Quellen erwähnen die Jahre zwischen 1732 und 1740. Sein Geburtsort ist dagegen einheitlich, es war die Gegend bei Canawaugus (jetzt in der Stadt Caledonia) am Genesee River die heute zum Bundesstaat New York gehört. Das Volk der Seneca bestand eigentlich aus zwei großen Stämmen; der eine lebte in der Seneca Lake Region und der andere Stamm auf dem Genesee an den oberen Allegheny Flüssen. Cornplanter's Familie gehörte zu den am Genesee lebenden, so genannten Chenussio Menschen. Seine Mutter war eine angehörige des Seneca Volkes und ein Mitglied des Wolf Clanes. Der aus den Niederlanden eingewanderte Pelzhändler John Abeel, der gute Kontakte zu den Indianerstämmen pflegte, war Corntplanter's Vater. Ein Vertrag oder eine Union sorgten dafür, dass John Abeel mit Cornplanter's Mutter eine Verbindung einging. Er hatte sie aber bald wieder verlassen. Obwohl er weiter als Händler in der näheren Umgebung seinen Geschäften nachging sollte Cornplanter seinen Vater vorerst nicht kennenlernen. Cornplanter hatte noch einen Halbbruder den Propheten Handsome Lake der später zum Chef der Irokesen aufstieg. Das Cornplanter ein "Mischlings" Kind war merkte er sehr früh.
 

"Als ich ein Knabe mit den Indianerkindern spielte, bemerkten sie, dass meine Haut eine andere Farbe hatte als ihre, und redeten darüber.
Ich fragte meine Mutter, und sie sagte, dass ein Weißer mein Vater sei.



Im noch jungen Alter von ungefähr 15 Jahren kämpfte er als verbündeter Frankreichs während des Franzosen- und Indianerkrieges gegen die Einheiten von General Braddock. Am 9. Juli 1755 gelang es den Franzosen und ihren indianischen Verbündeten zwar General Braddock in der Schlacht am Monongahela vernichtend zu schlagen, doch am 8. September 1755 endete die Schlacht am Lake George mit einem Sieg der Engländer. Der Franzosen- und Indianerkrieg sollte noch bis zum Jahre 1763 dauern und die Engländer gewannen den Krieg. Als Cornplanter jung verheiratet war und zu einem kompletten Hausstand noch vieles fehlte, riet ihm seine Mutter, seinen Vater aufzusuchen, der mit seiner weißen Frau in Albany wohnte. Cornplanter machte sich auf den Weg, traf seinen Vater auch an und wurde von diesem auch bewirtet. Danach schickte er Cornplanter mit leeren Händen nach Hause zurück. Sein geiziger Vater ignorierte die bitte seines Sohnes nach einem Kochkessel und einem Gewehr, noch gab er ihm Proviant für den langen Heimweg mit. Beide sollten sich Jahre später noch einmal begegnen.

1775 - 1783

.Die Revolution der "Amerikaner" begann und beide Seiten suchten nun nach einem Verbündeten. Cornplanter vertrat die Meinung, die Ureinwohner sollten sich aus dem Krieg den die Weißen untereinander führten heraushalten. Bei einem Treffen der Irokesen Liga im Juli 1777 am Oswego stimmten Cornplanter und Guysutha für die Neutralität der Irokesen. Nachdem Cornplanter von Joseph Brant als Feigling beschimpft wurde entschied er sich auf britischer Seite in den Krieg einzutreten. Viele Häuptlinge der Irokesen wurden auch von den Engländern mit Geld und Rum bestochen. 1778 war Captain Cornplanter der stellvertretende Oberbefehlshaber von Joseph Brant in der Schlacht im Wyomingtal ( 3. Juli 1778). Gemeinsam mit Colonel Butlers Rangern und Cayugas unter der Führung des Senecas Cornplanter startete man einen Überraschungsangriff auf Forty Fort. Der Angriff gelang, und es wurde eine amerikanische Abteilung bestehend aus 360 Mann vernichtet. Doch nun begannen die Sieger das "Massaker im Wyomingtal". Frauen und sogar Kinder wurden von den Indianern skalpiert. Am 11. November 1778 wurde ein Fort im Cherry Valley im Staat New York angegriffen. Als man begann das Fort zu umzingeln, griffen die Seneca die Dörfer in der Nähe des Fortes an und töteten dabei im "Cherry Valley Massaker" 33 Einwohner. Diesmal wollten Brant und Butler das Morden verhindern, was ihnen aber nicht gelang.


Die Erfolge der Irokesen und der Engländer sorgten dafür, dass der Kontinentalkongress General John Sullivan beauftragte eine Expedition (Offensive) in das Irokesengebiet anzuführen. Im Jahre 1779 konzentrierten die Engländer ihre Angriffe auf die südlichen Kolonien. Washington erteilte General Sullivan am 31. Mai 1779 gegen die Irokesen mit aller Härte vorzugehen. Im Sommer 1779 gelang es Sullivan bei Newton die Briten und Irokesen entscheidend zu schlagen. Systematisch zerstörte General Sullivan mit seiner 5.000 Mann starken Armee irokesische Dörfer und Bauernhöfe in ganz New York. Diese Aktion dauerte bis zum Herbst 1779.
In dieser Zeit wurden 40 Dörfer regelrecht dem Erdboden gleich gemacht und die Nahrungsmittel hatte man dabei ebenfalls vernichtet. Cornplanter, Brant, Old Smoke und Colonel John Butler kämpften noch um damit viele Einwohner die Flucht zu ermöglichen. Die Folgen des Sullivan Feldzuges zeigten sich im Winter, viele die überlebt hatten, starben jetzt durch den Hunger oder erfroren, aber Cornplanter wollte immer noch kämpfen. 1780 erfuhr Cornplanter, dass sein Vater von Verbündeten Indianern gefangen genommen wurde. Als Cornplanter ihn begegnete sagte er zu ihm:
 

"Du bist jetzt mein Gefangener und hast dich den Sitten der indianischen Kriegsführung zu unterwerfen.Es soll dir aber nichts passieren.
Ich bin ein Krieger, der viele Skalpe erbeutet hat und viele Gefangene zu Tode gemartert hat. Du brauchst keine Angst zu haben.
Ich bin dein Sohn. Ich hatte Sehnsucht, dich zu sehen und dich in Freundschaft zu begrüßen. Dein Leben soll geschont werden, denn die Indianer lieben ihre Verwandten und Freunde und behandeln sie gut.
Wenn du zu deinem mischblütigen Sohn kommen und bei unserem Stamm wohnen willst, dann will ich für dich auf die Jagd gehen und dir deine alten Tage angenehm gestalten.
Ist es aber dein Wunsch, zu deinen Feldern zurückzugehen und bei deinen weißen Kindern zu leben, so werde ich dich von einer Schar zuverlässiger junger Krieger nach Hause bringen lassen.
Ich schätze dich hoch, Vater! Du warst freundlich gegen die Indianer, daher sind auch sie deine Freunde."

Sein Vater entschied sich für die Rückkehr zu den Weißen und könnte unter dem Schutz seines Sohnes heimkehren.

Nachkriegszeit - 1789

Der Krieg war vorbei und die Engländer hatten verloren. Nach dem Großbritannien und die Vereinigten Staaten einen Friedenvertrag abgeschlossen hatten, erfuhr Cornplanter, dass die Briten, obwohl sie es versprochen hatten, die Interessen ihrer indianischen Verbündeten stark vernachlässigt hatten. Cornplanter bemühte sich daraufhin sofort eine freundschaftliche Beziehung mit den Amerikanern herzustellen. Dies war seiner Meinung nach der beste Weg um seinen Volk helfen zu können. Doch jetzt waren es die Amerikaner die ihre Pioniere im Westen ansiedeln wollten um damit ihre Grenzen zu erweitern. Das Genesee Land in New York und der angrenzende Teil des nordwestlichen Pennsylvania, waren nicht nur ein begehrtes Jagdgebiet, sondern die Region versprach auch einen großen Reichtum. 1784 kam es zu Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und den Six Nations sowie den Ohio Stämmen in Fort Stanwix 1784. Joseph Brant und einige andere Abgesandte der Indianer, hatten aus Protest gegen das herausfordernde und brutale Auftreten der Amerikaner, die Konferenz verlassen. Die Häuptlinge der früher mächtigen Six Nations Konförderation, sahen sich immer noch als die Beherrscher der Wildnis. Cornplanter aber blieb und unterzeichnete den "Vertrag von Fort Stanwix".
In diesem Vertrag mussten die Irokesen auf die Gebiete westlich von Pennsylvania verzichten, außerdem wurde das gesamte von den Engländern an die Vereinigten Staaten abgetretene Indianerland zum Staatsgebiet der USA erklärt. Cornplanter hielt es auch in den nächsten Jahren für ratsam, weiterhin auf die Karte der friedlichen Verhandlungen zu setzen. Er wollte lieber auf Gebiete verzichten und hoffte dadurch das Aussterben der Six Nations zu verhindern. Nach dem Vertragsabschluss von Fort Stanwix gab George Washington seiner Wertschätzung gegenüber Cornplanter Ausdruck :

"Die Verdienste Cornplanters und seine Freundschaft für die Vereinigten Staaten sind mir wohlbekannt und sollen nicht vergessen werden.
Ich habe das Kriegsministerium angewiesen, ihm als Zeichen der Wertschätzung ein Geschenk von 250 Dollar, entweder in Waren oder in Gold
- wie Cornplanter es lieber hat- zukommen zu lassen."



Der Wert des Geschenkes stand natürlich in keinem Verhältnis zu dem, was sich die Vereinigten Staaten durch Cornplanters Politik ersparten und künftig noch ersparen sollten. Cornplanter lernte viel über die Sitten und Gebräuche des weißen Mannes. Er kam zu der Überzeugung, dass die Indianer nicht nur sesshaft werden mussten, sondern sie sollten auch den Ackerbau betreiben. Seine Entscheidung brachte ihm den Namen Cornplanter ein. Trotzdem hatte der schlaue Cornplanter die Amerikaner überlistet. Er hatte im "Vertrag von Fort Stanwix" ein Gebiet abgetreten, das gar nicht seinem Stamm gehörte, nämlich das Gebiet nordwestwestlich des Ohio. Erst später sollte den Amerikanern ihre Rolle als betrogene Betrüger klar werden. Die ebenfalls betrogenen Ohio-Indianer schlossen sich daraufhin enger zusammen und konnten in den folgenden Jahren den Amerikanern derartige Schwierigkeiten bereiten. Die Indianerkriege in Ohio und Indiana waren ausgebrochen. Cornplanter gelang es die Seneca zu überzeugen, dass sie bei diesem Konflikt neutral blieben. Von der US-Regierung beauftragt verhandelte er mit den Shawnee. Im Jahr 1789 waren die Amerikaner bereit neuerliche Verhandlungen aufzunehmen, die im Fort Hamar stattfanden. Wegen des unveränderten arroganten Auftretens der amerikanischen Delegierten blieb allerdings der Großteil der indianischen Führer den Beratungen in Fort Hamar fern. Cornplanter, der seit dem Vertrag von 1784 den Amerikanern gegenüber loyal geblieben war, nahm teil und schloss zwei Verträge. Einen Vertrag mit den USA, in dem die Beschlüsse von Fort Stanwix bestätigt wurden, und einen Vertrag mit dem Staat Pennsylvania, dem er ein Gebiet westlich des Chautauqua-Sees abtrat. Es gelang ihm aber, ein kleines Gebiet vom Staat Pennsylvania zurückzubekommen.

1790 - 1800

Im Jahre 1790 reiste Cornplanter gemeinsam mit seinem Bruder Half-Town nach Philadelphia (damals Hauptstadt der USA). Dort traf er sich mit Präsident George Washington und Thomas Mifflin dem Gouverneur von Pennsylvania. Cornplanter versuchte bei diesem Treffen die Gebiete die man durch den Vertrag von Fort Stanwix an die Amerikaner abgetreten hatte wieder zurück zu bekommen. In einer eindrucksvollen Rede legte er die Probleme seines Stammes dar:
 

"Vater!
Die Stimme der Seneca spricht zu dir, dem großen Ratgeber deines Volkes, in dessen Geist die Weisheit aller Weisen der dreizehn Ratsfeuer vereinigt ist. Was wir sagen wollen, mag in deinen Ohren vielleicht unbedeutend erscheinen, aber wir bitten dich, uns trotzdem anzuhören, denn wir sprechen über Dinge von großer Wichtigkeit. Als sich dieses große Land ergeben hatte, waren nur wenige Häuptlinge da, und diese wurden gezwungen, das Land aufzugeben. Nicht nur die Six Nations werfen diesen Häuptlingen vor, das Land aufgeben zu haben; auch die Chippewa und all vor, das Land aufgegeben zu haben; auch die Chippewa und all die Stämme, die in diesen Gebieten nach Westen hin wohnten, fragten uns: Bruder unser Väter, wo ist der Platz den ihr für uns übriggelassen habt und an dem wir uns zur Ruhe legen können.
Vater!
Du hast uns gezwungen, etwas zu tun, wofür wir uns schämen müssen. Wir können den Kindern der Brüder unserer Väter nichts antworten. Als sie uns im vergangen Frühling zum Kampf aufriefen, forderten wir sie auf, ruhig zu sein, bis wir mit dir gesprochen hätten... Du hast gesagt, wir seien in deiner Hand, du könntest uns zu nichts zerquetschen, wenn du wolltest. Bist du entschlossen, uns zu vernichten?
Vater!
Unschuldige Männer unseres Stammes wurden von euren Leuten getötet, einer nach dem anderen, aber keiner dieser Mörder wurde von euch bestraft. Wir fragen dich nun: War es Absicht, dass eure Leute diese Seneca töten sollten, und nicht nur unbehelligt blieben, sondern sogar von euch vor der Rache der Verwandten der Opfer geschützt werden? Dies sind unsere großen Probleme. Wir wissen, dass du sehr mächtig bist - und wir haben auch gehört, du seiest weise -, und wir warten nun auf deine Antwort, damit wir wissen, ob du auch gerecht bist."


 

George Washington gelang es Cornplanter einigermaßen zu beschwichtigen. Cornplanter besuchte noch weitere Städte und traf sich mit einigen Amerikanern, die sich für sein Volk interessierten. Er selber versuchte seinerseits die Lebensart der Weißen zu verstehen, um so die Beziehungen zu verbessern. Im Winter 1790 besuchte er eine Zusammenkunft die Religionsgemeinschaft der Quäker. Ihre Art des Glaubens beeindruckte Cornplanter und er bat sie darum seinen Sohn zu erziehen und Schulen in seinem Land zu bauen.


 

1791 erhielt Cornplanter von seinem Freund George Washington den Auftrag, den Frieden und die Freundschaft der Ohio Indianer aufrecht zu erhalten. Doch die Zusammenkunft am Ohio und am Painted Post waren nicht sehr erfolgreich. Die Ohio begannen eine Aufstand gegen die Weißen und wollten den Krieg. Cornplanter und seine Seneca bliebe auch diesmal in dieser Auseinandersetzung neutral. Im sogenannten Cornplanter Tract, erhielt er ein Stück Land das nicht den Status eines Indianer-Reservates hatte, sondern dieses Land war sein Privatbesitz auf dem seine Nachkommen weiterhin leben konnten. Dieses Geschenk repräsentierte die Dankbarkeit des Staates Pennsylvania, dass Cornplanter während der amerikanischen Unabhängigkeit mit seinem Einfluss die USA unterstütze. 1792 erfüllte sich die Bitte Cornplanters, die Quäker übernahmen die Schulbildung von seinem Sohn Henry und zwei weiteren Indianern. Diese Schulbildung erhielten die drei in Philadelphia. Mehrere Indianerstämme (Anishinabe, Ottawa, Potawatomi, Shawnee, Lenni Lenape und Mingo, unter der Führung des Shawnee-Häuptling Weyapiersenwah/Blue Jacket), die gegen die Amerikaner einen Krieg begannen, wurden in der Schlacht bei Fallen Timbers der Nähe von Toledo, Ohio ( 20. August 1794 ) von Generalmajor Anthony Wayne vernichtend geschlagen.
 

Am 3. August 1795 wurde im Fort Greenville (heute Greenville, Ohio) der Friedensvertrag zwischen den Vereinigten Staaten und dem Bund von amerikanischen Ureinwohnern (Wyandot, Lenape, Shawnee, Ottawa, Anishinabe, Potawatomi, Miami, Wea, Kickapoo, Kaskaskia) unterzeichnet. 1796 erhielt Cornplanter und sein Halbbruder Handsome Lake noch ein weiteres Langeschenk vom Bundesstaat Pennsylvania. Das geschenkte Land erstreckte sich auf einer Länge von 5 km entlang des westlichen Ufers des Allegheny River, unterhalb der Grenze zum Bundesstaat New York. Auch dieses Gebiet sollte zu seinem Privatbesitz gehören und später weiter vererbt werden. Obwohl Cornplanter als weiser und gerechter Häuptling galt, wurde er auch in den Jahren ebenfalls von den Weißen zu stark beeinflusst. Sowohl er als auch Red Jacket, ließen sich von dem Spekulanten Morris durch Geld bestechen und unterzeichneten am 16.09.1797 den Vertrag von Big Tree, in dem die Seneca ihr gesamtes Land bis auf etwas mehr als 300 Quadratmeilen, die sie als Reservationen behielten, verkauften. Cornplanter hatte die Gegner des Landverkaufs vorsätzlich getäuscht und hinter ihrem Rücken verhandelt. Im Jahre 1798 akzeptierten die Quäker die Einladung Cornplanters und begannen Schulen zu bauen. Die Quäker versuchten nicht die die Indianer zum Übertritt in ihre Religion zu zwingen, sondern sie brachten ihnen mehr ihre Werte bei wie Moral, Bildung und wie sie die landwirtschaftlichen Techniken noch verbessern konnten. Mit Hilfe der Quäker ließ er Straßen, Häuser mit Zäunen bauen. Auch die Viehzucht wurde nun ein Bestandteil des indianischen Lebens. Doch die Zivilisation hatte auch ihre Nachteile, Cornplanter begann immer mehr Alkohol zu trinken. Sein Halbbruder Handsome Lake wurde im Jahre 1799 ein religiöser Reformer und ein Prophet. Seine Religion ergänzte die der Quäker.

1800 bis zum Tod

Der Vertrag den Cornplanter am 30.07. 1802 ebenfalls unterschrieb, schadete seinen Ansehen im Stamm derart, dass er sogar um sein eigenes Leben fürchten musste. Natürlich war sein Ansehen bei den offiziellen Stellen der Vereinigten Staaten, besonders aber bei der Bevolkerung Pennsylvanias, in gleichem Maße zunahm, wie es bei seinen Stammesbrüdern abnahm. Cornplanter trug auch die Kleidung der Weißen und hatte weitgehend auch die Kultur der Europa- Amerikaner übernommen. Im selben Jahr lud ihn Präsident Jefferson zu einer Beratung über die Lage der Seneca ein. 1812 erklärte sich Cornplanter sogar bereit, an der Spitze seiner Seneca gegen die Engländer in den Krieg zu ziehen, doch wollten die Amerikaner dem nun schon greisen Häuptling nicht mehr zumuten. Sein Sohn Henry und sein Neffe Blacksnake nahmen an dem Feldzug gegen die Briten teil. Im Jahre 1816 schenkte ihm die Regierung 1300 Acres Land als privaten Besitz und gewährte ihm eine jährliche Rente von 250 $. Im Jahre 1821 wurde von Cornplanter verlangt Steuern zu entrichten. Cornplanter protestierte bei der US- Regierung, und es wurde vereinbart, dass der Cornplanter Tract von der Steuer befreit wurde. Die Steuer war nicht der Hauptgrund gewesen, dass Cornplanter immer weniger von den Weißen hielt. Die zunehmende schlechte Behandlung seines Volkes.
Handsome Lake vertrat die Meinung, die Rettung der Indianer liege in der Rückkehr zu den ihren indianischen Traditionen. Im hohen Alter erklärte Cornplanter, der Große Geist habe zu ihm gesprochen und ihm aufgetragen, keine weiteren Geschäfte mit den Weißen zu machen und keines der Geschenke, die er bekommen habe, zu behalten. Aus diesem Grund warf er alle seine Uniformen ins Feuer und zerbrach seinen Degen.

Tod und Nachruf


Am 18. Februar 1836 starb Cornplanter im Alter von fast 100 Jahren auf seinem Gut am Alleghany River, Pennsylvania und er wurde dort auch beerdigt. Cornplanter wollte ohne Grabstein oder Denkmal beerdigt werden. 30 Jahre nach seinem Tod errichtete der Staat Pennsylvania ein Denkmal auf seiner Grabstätte. Der letzte direkte Nachkomme Cornplanter's war der Seneca Künstler und Traditionalist, Jesse Cornplanter (1889-1957). Die letzten Überlebenden der indianischen Bevölkerung lebten bis 1964 auf dem Cornplanter Land doch dann mussten sie diesen verlassen. 1965 überflutete der neu gebaute Kinzua-Staudamm seinen Grundbesitz. Cornplanter's Grab wurde vor dem Überfluten auf ein höher gelegenes Gelände umgebettet.