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Das Thema

Dienstauszeichnung der Wehrmacht


Preußen

 

Herkunft: Preußen

Die Dienstauszeichnung geht, vor allem der Form und Gestaltung nach, auf die militärische Dienstauszeichnung in Preußen zurück, die im Jahr 1825 gestiftet wurde. Sie wurde an Unteroffiziere und Mannschaften in drei Klassen für 9-, 15- und 21-jährige Dienstzeit verliehen. Sie bestand aus einer eisernen, silbernen oder goldenen Schnalle mit dem Namenszug F. W. III. auf blauem, entsprechend schwarz, weiß oder gelb gerändertem Band. Das Dienstauszeichnungskreuz für Offiziere und Ärzte nach 25-jähriger Dienstzeit, ebenfalls im Jahr 1825 gestiftet, war ein goldenes Kreuz an blauem Band im Mittelschild mit dem Namenszug F. W. III., auf der Rückseite die römische Zahl XXV (25).
(Das preußische Militärverdienstkreuz wird nicht zuletzt aufgrund seiner niedrigen Verleihungszahl bezogen auf die Gesamtzahl der Soldaten, als „Pour le Mérite“ für Unteroffiziere und Mannschaften bezeichnet. Verliehen wurde es bis zum ersten Weltkrieg als ein Kreuz aus Gold. Im ersten Weltkrieg wurde dann schnell zu vergoldetem Silber umgeschwenkt.)

 
 

Die Landwehrdienstauszeichnung in zwei Klassen für Dienste in der Landwehr wurde am 4. Juli 1868 gestiftet. Die erste Klasse, ein silbernes Kreuz an blauem Band, wurde an Offiziere und Ärzte für 20-jährige Dienste verliehen. Die zweite Klasse, ein blaues Band mit eingewirktem Namenszug und eiserner Einfassung, wurde an Offiziere und Mannschaften nach erfüllter Dienstpflicht vergeben, wenn sie einen Feldzug mitgemacht oder bei außergewöhnlicher Veranlassung drei Monate aktiv gedient hatten.


Wehrmacht

 

Wehrmacht

Die Dienstauszeichnung „ als Anerkennung treuer Dienste in der neuen Wehrmacht“ wurde am 16.3.1936 anlässlich des ersten Jahrestages der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht gestiftet. Die Auszeichnung war für Wehrmachtsangehörige bestimmt, die sich zum Zeitpunkt der Stiftung oder später im aktiven Wehrdienst befanden.
Die Dienstauszeichnung wurde in vier Stufen verliehen, und zwar nach Vollendung einer aktiven Dienstzeit von:

    • 4 Jahren die 4. Klasse (mittsilberne Medaille)

 

    • 12 Jahre die 3. Klasse (hellbronzierte Medaille)

 

    • 18 Jahre die 3. Klasse (versilbertes Kreuz)

 

    25 Jahre die 1. Klasse (vergoldetes Kreuz)

 

 
Außerdem wurde als Anerkennung für 40jährige Dienstzeit ein Eichenlaub verliehen (Verordnung vom 10. März 1939).


Bei den Dienstauszeichnungen 3. Und 4. Klasse trägt die Vorderseite die Medaille in erhabener Prägung den Wehrmachtsadler und die Umschrift „Treue Dienste in der Wehrmacht“, die Rückseite einer „12“ bzw. „4“. Die 1. und 2. Klasse zeigt den Adler im Runden Mittelschild des Kreuzes und auf der Rückseite die Dienstzeit (25 bzw. 18). Die Ausführung müssen natürlich das Hakenkreuz berücksichtigen, das früher in den Fängen des Adlers dargestellt war.

Die Auszeichnung wird in allen Klassen am kornblumenblauen Bande getragen, Auf diesem Dan wurde früher noch das Hoheitszeichen des Wehrmachtsteils, dem der Inhaber angehörte, in der Farbe der betreffenden Dienstauszeichnung angebracht. „Soweit besondere Vorschriften hierüber nicht ergehen, wird es als zulässig anzusehen sein, an der kleinen Ordensschnalle hierfür das verkleinerte Ordensbild als Unterscheidungszeichen in der Farbe der Klasse anzulegen.“

 

Bei der Verleihung höherer Klassen wird daneben eine Dienstauszeichnung der niederen Klassen weitergetragen, und zwar bei der 3. Und 2. Klasse jeweils die 4. Klasse und bei der 1. Klasse die 3. Klasse. Soweit der Beliehene noch Inhaber eines Treuedienst-Ehrenzeichens oder einer anderen Dienstauszeichnung ist, wird nur die zuletzt verliehene Dienstauszeichnung der Wehrmacht von einer dieser anderen Dienstauszeichnungen getragen.
Das Eichenlaub wird am Bande der ersten Klasse getragen.
Die Verleihung erfolgte für Eichenlaub, 1. und 2. Klasse durch die Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile, für die 3. Klasse in erster Linie durch die kommandierenden Generale, Admirale und Befehlshaber in den Luftkreisen und für die 4. Klasse durch die hierfür bestimmten Stellen. Nach Kriegsbeginn wurde die Verleihung für Dienstzeiten nach dem 1. September 1939 bis Kriegsende ausgesetzt.


Quellen

http://www.preussenweb.de/prorden.htm (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstauszeichnung (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/mi007891/index.html (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.militaria-lexikon.de/katalog ... e_die.html (Letzter Aufruf 1.10.2009)
http://www.ww2awards.com/award/607 (Letzter Aufruf 1.10.2009)

Autor: Freiherr von Woye