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Das Thema

 

Lappland Schild
Als Adjutant der XX. Gebirgsarmee (Lappland) stellte ich im Auftrag des damaligen Oberbefehlshabers General Böhme den Antrag zur Einführung des Lapplandschildes an das OKH. Wenn Sie nun keine Unterlagen für die Stiftung des Schildes finden, so mag das daran liegen, dass unser Antrag erst gegen Ende Februar 1945 gestartet wurde und dass die Stiftung des Schildes kurz vor Kriegsende durch den Oberbefehlshaber des Heeres und lediglich durch Fernschreiben mitgeteilt worden ist. Ich kann mich an das Fernschreiben, das von Wilhelm Burgdorf unterzeichnet war, noch sehr gut erinnern.
Josef Remold, ehemaliger Präsident der Bayrischen Bereitschaftspolizei am 20. April. 1954


Daten

 

 
Wichtige Informationen
 
Stifter:
Eine genaue Bestimmung des Stifters ist nicht möglich,
aber es war vermutlich Adolf Hitler,
zu diesem Zeitpunkt immer noch Oberbefehlshaber der Wehrmacht
Stiftungsdatum:
Der Oberbefehlshaber der 20. Gebirgsarmee General der Gebirgstruppe Franz Böhme stellte ca. im Februar 1945 den Antrag auf Stiftung des Lapplandschildes.
Mit den vorgeschlagenen Verleihbedingungen wurde dieses Schild ca. Ende März 1945 durch den Oberbefehlshaber der Wehrmacht genehmigt.
Verleihkriterien:
Der Schild sollte an Soldaten verliehen werden die beim Unternehmen "Birke",
dem Rückzug der Lappland-Armee aus Finnland seit September 1944,
mindestens sechs Monate bei der 20. Gebirgs-Armee gedient hatten.

Teilnahme an mindestens einer Schlacht vor dem 27. Oktober 1944 Verwundung
ununterbrochener Einsatz in Lappland von sechs Monaten.

Verleihungen:
Der Verlauf des Krieges und die späte Genehmigung dieses Schildes ließen keine offizielle Verleihung zu. Das Kriegsende kam den Verleihungen zuvor.
In Britischer Gefangenschaft wurden ab 01. Juli 1945 mit einzelnen Verleihungen begonnen.
Es wurden Besitzzeugnisse angefertigt und Eintragungen im Soldbuch vorgenommen.
Vereinzelt wurden auch provisorisch hergestellte Schilde ausgehändig
Tragweise:
Getragen werden sollte dieses 47,18 x 65,68 mm große Schild wahrscheinlich am linken Oberarm.
Vereinzelt wurden behelfsmäßig Hergestellte Schilde in Britischer Gefangenschaft getragen.


Geschichte

Das das Schild nicht offiziell vom Deutschen Reich eingeführt wurde, bzw. erst nach der Kapitulation in den Gefangenenlagern als Auszeichnung sich verbreitet hat, darf es nach deutschem Gesetzt heute nicht getragen werden - es ist kein offizieller deutscher Kriegsorden! Trotzdem hat sich das Lapplandschild als Merkmal einer Sonderstellung der 20. Gebirgsarmee etablieren können. Da der Lapplandschild in der Kriegsgefangenschaft und aus den zu Verfügung stehenden Metallvoräten hergestellt worden ist, hat sich die Auszeichnung zu einer sehr individuellen Bekundung der Zugehörigkeit zu dieser Einheit bzw. als Veteranenmerkmal der Kämpfer jener Zeit am gleichen Ort. Es existieren die verschiedensten Formen, Prägungen, Materialien, die verwendet wurden, und auch Urkunden zum Schild. Dieser Urkunden wurden vom jeweiligen Kommandeur in der Nähe quasi ersatzweise ausgestellt und entsprechen keine einheitlichen Form, teilweise nur an die Verleihungsurkunden während des Krieges angepasst.


Quellen

lexikon-der-wehrmacht.de (Zugriff 21.07.09)
militaria-lexikon.de (Zugriff 21.07.09)
wikipedia (Zugriff 21.07.09)

Autor: Tiwaz