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Das Thema

Seekampfabzeichen der Luftwaffe
 


Stiftung

Stifter:
Oberbefehlshaber der Luftwaffe und Reichsmarschall Hermann Göring

Stiftungsdatum:
27. November 1944

So heißt es in der Stiftungsurkunde:
"Um auch den Angehörigen des seemännischen Personals der Luftwaffe ein sichtbares Zeichen der Anerkennung für Bewährung im Einsatz als Besatzungen von Seenotfahrzeugen, Flugsicherungs-, Versorgungs- und anderen Spezialschiffen der Luftwaffe zukommen zu lassen, und in Würdigung der Tatsache, dass sie bei Durchführung ihrer schwierigen Aufgaben ständige Bedrohung durch feindliche Luft- und Seestreitkräfte und bei Einsatz in minenverseuchten Gewässern und im Kampf mit den Elementen zusätzlichen Gefahrenausgesetzt sind, genehmige ich die Einführung des ''Seekampfabzeichens der Luftwaffe''


Verleihungskriterien

Verleihkriterien:
Verliehen werden konnte dieses Abzeichen an seemännisches Personal das sich durch besondere Leistungen verdient gemacht hatte.

So heißt es in den offiziellen Verleihkriterien:
1. Das ''Seekampfabzeichen der Luftwaffe'' kann allen Angehörigen der Luftwaffe (Soldaten, Beamten und zivilem Personal) verliehen werden, die als seemännisches Personal, d. h. als Führer oder Besatzungsmitglieder auf Seenotfahrzeugen, Flugsicherungs-, Versorgungs- oder sonstigen Spezialschiffen und Seefahrzeugen der Luftwaffe, Verwendung finden.

2. Die Verleihung erfolgt nicht besatzungsweise sondern nur an Einzelpersonen. Die Voraussetzungen im einzelnen sind:
1. für Führer und Besatzungsmitglieder von Versorgungs- und sonstigen Sonderschiffen und Seefahrzeugen:
a) 60 Seetage in Gewässern der Nord- bzw. Ostsee zwischen dem 5. und 20. Grad ostwärtiger Länge, südlich des 60. Breitengrades, oder
b) 20 Seetage in Gewässern außerhalb der vorgenannten Seegebiete, in Gewässern des Mittelmeeres einschließlich Agäis oder des Schwarzen Meeres.
Zu a) und b):
Als Seetag gilt nur ein nichtunterbrochener Aufenthalt in See von mindestens 10 Stunden.
Tage mit weniger als 10 Stunden Einsatzdauer über See können zusammengelegt werden - es zählen dann 14 Stunden Gesamteinsatzdauer als 1 Seetag;
2. für Führer und Besatzungsmitglieder von Seenotfahrzeugen und Flugsicherungsschiffen:
a) 20 Seetage mit mindestens einem Seenoteinsatz je Tag bei mindestens 3stündigem Aufenthalt in See. Tage mit Seenoteinsätzen mit weniger als 3 Stunden Einsatzdauer über See können zusammengelegt werden - es zählen dann 3 Stunden Gesamteinsatzdauer als 1 Seetag. Oder
b) mindestens 10 erfolgreich durchgeführte Einsätze zur Rettung aus Seenot (ein erfolgreich durchgeführter Einsatz zur Rettung aus Seenot zählt als 2 Seetage);
3. ohne Erfüllung der vorstehenden Bedingungen ist die Verleihung in Ausnahmefällen zulässig
und zwar:
a) in besonders gelagerten Fällen, wenn der Einsatz ein erhöhtes Maß an Ausdauer, Mut und Tapferkeit erforderte, z. B. bei Abwehr feindlicher Angriffe, bei Durchführung schwieriger Rettungstaten usw.,
b) wenn die Rettung des eigenen Schiffes trotz schwerster Beschädigung durch Feindeinwirkung dem besonderen Einsatz einzelner Besatzungsmitglieder zu verdanken ist,
c) wenn Überlebende eines durch Feindeinwirkung verlorengegangenen Schiffes sich bei den Rettungsversuchen usw. besonders hervorgetan haben,
d) wenn in mindestens 20 Fällen die Durchführung von Überführungsfahrten mit dem Durchfahren besonders see- oder luftgefährdeter Seegebiete verbunden und dabei ein Verbleiben in derartigen Gewässern von mindestens 3 Stunden erforderlich war.

3. Das ''Seekampfabzeichen der Luftwaffe'' kann nicht verliehen werden, wenn für den gleichen Einsatz bereits ein Kampfabzeichen der Kriegsmarine verliehen worden ist."


Verleihungen:
Bis heute sind keine Daten über Verleihungen bekannt! Aber wie man der Urkunde entnehmen kann muß es diese wohl gegeben haben.

 

 


Quellen

lexikon-der-wehrmacht.de (Zugriff 13.09.09)
wiki (Zugriff 13.09.09)
axishistory.com (Zugriff 13.09.09)

Autor: FDR