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Das Thema

Kriegsabzeichen
Marineartillerie

 

Das Kriegsabzeichen für die Marineartillerie wurde in Anerkennung der verantwortungsvollen und erfolgreichen Kämpfe auf dem Gebiet der Luftabwehr auf Kampfschiffen durch den damaligen Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (OBM) Großadmiral Raeder gestiftet. Der künstlerische Entwurf stammt von Bildhauer Otto Placzek aus Berlin.


 
Stifter OBM Großadmiral Dr. Erich Raeder
Stiftungsdatum 24. Juni 1941
Teilstreitkräfte Marine
Trageweise Steckabzeichen auf der linken Brustseite
Größe (Höhe x Breite) 5,4 cm x 4,2 cm
Material Tombakbronze, später Feinzink
Gewicht 22,5 Gramm
Verleihungsbefugnis Kommandierende Admirale sowie Admiral Südost
Verleihungszahl ca. 6.400

Anfangs für die Marineartillerie und die Marine-Flakeinheiten vorgesehen, konnte das Abzeichen ab 27. Oktober 1942 auch an die 1939 in Polen eingesetzten Soldaten der Marinestoßtruppkompanien ausgehändigt werden. Ab dem 25. Januar 1943 durfte das Kriegsabzeichen für die Marineartillerie auch für besondere Leistungen im Kampf gegen Erd- und Seeziele verliehen werden. Laut Ostseestationstagesbefehl vom 27. Februar 1943 konnte das Abzeichen auch an Soldaten verliehen werden, die bei der Besetzung Norwegens oder später außergewöhnliche Leistungen gezeigt hatten. Ab 15. September 1943 konnte das Abzeichen ferner den Flakwehrmännern, Marinehelfern und Marinehelferinnen zuerkannt werden, wenn sie die erforderliche Punktzahl erreicht haben.


Verleihungskriterien

Verleihungsbestimmungen

Das Abzeichen konnte an Kampfeinheiten und einzelne Soldaten aller Dienstgrade (einschließlich der Gefallenen und Verstorbenen) verliehen werden. Die Verleihungsbedingungen waren neben Würdigkeit und guter Führung das Erreichen von 8 Punkten nach folgendem Punktesystem:

 

  • Abschuss eines Feindflugzeuges durch eine schwere, mittlere oder leichte Flakbatterie: 2 Punkte
  • Beteiligung am Abschuss bei Mitwirkung mehrerer Batterien: 1 Punkt
  • Der Truppenluftschutz mittlerer und schwerer Küstenbatterien oder sonstiger abgesetzter Schutzobjekte wird der leichten Flakbatterie gleichgestellt
  • Erfolgreiches Arbeiten einer Flakscheinwerferbatterie 150 cm oder eines Flakscheinwerferzuges 60 cm, welches die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bekämpfung durch Flakbatterien oder Nachtjäger geschaffen hat: 0,5 Punkte
  • Erfolgreiches Arbeiten von Funkmessgeräten, welches auf Grund gelieferten Zielortung den Abschuss eines Feindflugzeuges durch Flakartillerie im Planfeuer oder durch Jäger ermöglichte, sofern das Gerät nicht einer schweren Flakbatterie fest zugeteilt ist und mit dieser erfasst wird: 2 Punkte
  • Erfolgreiches Arbeiten der Gefechtsstäbe von Flakgruppen- bzw. Untergruppenkommandos, welches den Abschuß eines Gegners durch Planfeuer ermöglichte: 2 Punkte


Des Weiteren konnte das Abzeichen unabhängig von diesen Bedingungen vergeben werden:

  • für außergewöhnliche Leistungen im Kampf,
  • für Verdienste in der Truppenführung für Offiziere in Stellungen vom Abteilungskommandeur aufwärts, sofern hierfür keine anderweitigen Auszeichnungen vergeben werden.
  • Verstorbenen, welche die vorstehenden Bedingungen erfüllt oder annähernd erfüllt haben, wenn ihr Tod die Folge einer Verwundung, eines Unglücksfalls oder einer Erkrankung ist, welche sie während ihres Einsatzes erlitten bzw. sich zugezogen haben.

 

 

Bekannte Träger

  • Vizeadmiral Thilo von Seebach
  • Konteradmiral z.V. Ernst Schumacher
  • Konteradmiral Hans Michahelles