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Das Thema

Kampfabzeichen der Flakartillerie
(Flak-Kampfabzeichen der Luftwaffe)

 


Geschichtel

Geschichte

 

Die Flakartillerie hatte im Laufe des Krieges an Bedeutung gewonnen, als die auf alle Fronten zerstreute Luftwaffe zur Sicherung des deutschen Luftraumes in zunehmendem Maße nicht mehr ausreichend war. Zudem bewährten sich die schweren Flak-Geschütze als effektive Waffen gegen Fahrzeuge und befestigte Stellungen des Gegners. Der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, Hermann Göring, forderte daher schon für den Sommer 1940 ein Abzeichen für die Flakverbände, was sich jedoch wesentlich verzögerte.
Der Entwurf stammt von dem Berliner Graphiker Wilhelm Ernst Peekaus, der diesen am 19.07.1940 vorlegte. Nach der Stiftung erhielt die Firma C.E. Juncker Berlin am 31.01.1941 den Musterauftrag, bevor auch andere Firmen mit der Fertigung beauftragt wurden. Die ersten Verleihungen fanden am 1. März 1941 statt.
Das Flak-Kampfabzeichen der Luftwaffe wurde in einem Etui oder teilweise auch in Papiertüten verliehen, außerdem erhielt der Soldat eine Besitzurkunde im DIN A 5 - Format. Es existierten auch Stoffausführungen des Abzeichens, die bis zum 8. Mai 1942 getragen werden konnten; danach war jedes Tragen und jede Herstellung untersagt.


 
 
 
Stifter Reichsmarschall Hermann Göring
Stiftungsdatum 10. Januar 1941
Teilstreitkräfte Luftwaffe
Trageweise Steckabzeichen auf der linken Brustseite
Größe (Höhe x Breite) 6,2 cm x 4,5 cm
Material Buntmetall/Feinzink, später Zink (kriegsbedingt)
Gewicht ca. 41 Gramm

Mit einem Erlass vom 7. Januar 1942 wurde die Verleihung des Kampfabzeichens der Flakartillerie an Sanitätspersonal rückwirkend verboten:

Das Kampfabzeichen der Flakartillerie ist für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften der Flakartillerie gestiftet worden und wird als sichtbares Zeichen der Anerkennung für hervorragende Kampfleistungen verliehen. Da eine aktive Teilnahme an Kampfhandlungen bestimmungsgemäß Voraussetzung für die Verleihung des Flakkampfabzeichens ist, kommt aus völkerrechtlichen Grundsätzen eine Verleihung dieses Kampfabzeichens an Angehörige des Sanitätspersonals, die unter dem Schutz des Genfer Abkommens stehen, nicht in Betracht. Unter falschen Voraussetzungen bereits verliehene Flakkampfabzeichen sind einzuziehen, wenn sie nicht den betreffenden Angehörigen des Sanitätspersonals als persönliche Erinnerung überlassen bleiben sollen, wobei das Tragen dieser Abzeichen in und außer Dienst verboten ist.


Mit einer Änderungsbestimmung vom 13. August 1943 wurde eine Verleihung des Abzeichens an Luftwaffen-Helfer und Flakwehrmänner der Heimatflak genehmigt.
Im weiteren Verlauf des Krieges wurden zusätzliche Verfügungen bekannt gegeben, in denen die Abschuss-Anerkennung und die Abschuss-Bestätigung definiert wurden (z.B. am 1. September 1944).
Laut Verfügung des Oberkommandos der Luftwaffe vom 6. Januar 1945 konnte das Kampfabzeichen der Flakartillerie auch an Flakwaffenhelferinnen und an Flakhelferinnen verliehen werden, sofern die
Verleihungsbedingungen erfüllt wurden.


Verleihungsbestimmungen

Verleihungsbestimmungen

 

Das Kampfabzeichen der Flakartillerie konnte – auch rückwirkend von Kriegsbeginn – an Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften verliehen werden, die

  • beim Abschuss von mindestens 5 feindlichen Flugzeugen unmittelbar beteiligt gewesen sind
  • als Mitglieder von Flakscheinwerferbatterien 150 und Flakscheinwerferzügen 60 cm in mindestens 15 bzw. 20 verschiedenen Fällen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Bekämpfung durch Flakbatterien oder Nachtjäger geschaffen haben, die zudem in mindestens 5 Fällen zum Abschuss geführt haben
  • an drei verschiedenen Kampfhandlungen gegen Erd- oder Seeziele unter schwierigen Verhältnissen teilgenommen haben, z.B. Vernichtung von Panzern, Bunkern oder Schiffen
  • als Batterieführer maßgeblich an der erfolgreichen Einsatzführung beteiligt waren und mindestens 50 Prozent der Gefechtsbatterie das Abzeichen erhalten haben
  • als Kommandeure eine Einheit führten, in welcher mindestens 50 Prozent der Batterieführer das Abzeichen erhalten haben