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Das Thema

Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger

Daten

 
 
 
Stifter:
Die Frontflugspange wurde von
Reichsmarschall Hermann Göring gestiftet.
Stiftungsdatum:
30. Januar 1941
 
Inhalt der Stiftungsurkunde:
"Als sichtbares Zeichen der Anerkennung für Bewährung beim Fronteinsatz in der Luft, zugleich als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung vor dem Feind genehmige ich die Einführung der Frontflugspange für fliegendes Personal. Die Verleihung der Frontflug-Spange hat nach den beifolgenden Bestimmungen zu erfolgen; eine Verleihung "ehrenhalber" schließe ich ausdrücklich aus.
Für genauestes Einhalten der Verleihungsbestimmungen sind mir die zuständigen Vorgesetzten verantwortlich.
Diese Stiftungsurkunde ist der Truppe seitens der Kommandeure usw. unter versammelter Mannschaft bekannt zugeben."
 
Abmessungen:
76,22 mm Breite, 25,74 mm Höhe
Verleihungsbedingungen:
Die Frontflugspange wurde in 3 verschiedenen Ausführungen in Metall verliehen, entsprechend dem Fronteinsatz bei Jagd-, Zerstörer- und Schlachtverbänden, bei Kampf- und Sturzkampf-, sowie Transport- und L. L. Verbänden, bei Aufklärungs-, auch Seenotverbänden und Wettererkundungsstaffeln.
Der Anzahl der durchgeführten Frontflüge entsprechend erfolgte
die Verleihung der Frontflugspange
ab 20 Frontflügen in Bronze,
ab 60 Frontflügen in Silber,
ab 110 Frontflügen in Gold.


Weitere Informationen

Bei Verleihung in Silber war die bereits getragene Spange in Bronze, bei Verleihung in Gold die Spange in Silber abzulegen und zurückzugeben. Frontflüge, die bereits bei einer anderen Waffengattung durchgeführt wurden, waren bei Verleihung der nächsthöheren Frontflugspange auf die erforderliche Gesamtzahl anzurechnen.

Die Frontflugspange wurde unmittelbar über der kleinen bzw. großen Ordensschnalle in und außer Dienst getragen. Für die Verleihung kamen alle Soldaten des fliegenden Personals in Frage, die im Besitz eines ihrer Verwendung entsprechenden Lw.-Scheines waren wie z.B. Flugzeugführer, Beobachter, Bombenschützen, Bordfunker, Bordmechaniker, Bordschützen und Kriegsberichter sowie Beamte und Angehörige des Ingenieur- und Nautikerkorps, die in Ausübung ihres Dienstes zu Front- bzw. Feindflügen eingesetzt wurden. Frontflüge im Sinne dieser Bestimmungen waren Flüge, die bis mindestens 30 km hinter die feindliche Front geführt haben oder mit Luftfeindberührung verbunden waren.

Die hier genannten Kampf- und Sturzkampfflieger kamen im Zweiten Weltkrieg sehr vielfältig in der Bekämpfung von Bodenzielen, z.B. als Panzerjäger, zum Einsatz.


Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger in Bronze


Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger in Silber


Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger in Gold

Da im Verlauf des Krieges Frontflüge von 110 weit überschritten wurden, kam am 26. Juni 1942 durch Göring der Anhänger zur goldenen Frontflugspange hinzu, der unterhalb der Spange beweglich angebracht wurde. Die Verleihungsbedingungen waren identisch mit denen der Frontflugspange.

Im Stiftungstext heißt es: "Als sichtbares Zeichen der Anerkennung für besondere Bewährung beim Fronteinsatz in der Luft, zugleich als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung und Leistungssteigerung vor dem Feind genehmige ich die Einführung des 'Anhängers zur goldenen Frontflugspange'."


Frontflugspange für Kampf- und Sturzkampfflieger in Gold mit Anhänger "500"

Am 29. April 1944 kam schließlich der Anhänger zur goldenen Frontflugspange mit Einsatzzahl hinzu, mit dem man individuelle Anzahlen von Frontflügen in 100er Schritten auszeichnen konnte. Zugleich hatte Göring die Frontflugspange in Gold mit Brillanten eingeführt.

In deren gemeinsamer Stiftungsurkunde wiederum heißt es: "In Würdigung und besonderer Anerkennung der in treuester Pflichterfüllung durchgeführten fliegerischen Höchstleistungen im Einsatz vor dem Feind genehmige ich an Stelle des bisherigen Anhängers zur goldenen Frontflugspange die Einführung des oben abgebildeten 'Anhängers zur goldenen Frontflugspange mit Einsatzzahl'. Der Anhänger, der jeweils von hundert zu hundert der erreichten Frontflugzahl entspricht, bringt die Anerkennung für die gesteigerten Flugleistungen im Fronteinsatz laufend und sichtbar zum Ausdruck. Darüber hinaus genehmige ich die Einführung der Frontflugspange in Gold mit Brillanten und entsprechendem Anhänger, deren Verleihung ich mir für besondere Fälle vorbehalte."
Ein Beispiel dazu: Der Stukaflieger Oberst Hans-Ulrich Rudel flog 2.530 Einsätze. Ihm wurde die Frontflugspange in Gold mit Brillanten und Anhänger mit der Einsatzzahl 2.000 verliehen.

 


Quellen

wiki (Zugriff 13.09.09)
militaria-lexikon.de (Zugriff 13.09.09)
lexikon-derWehrmacht.de (Zugriff 13.09.09)

Autor: KiNG TiGER