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Das Thema

Fallschirmschützenabzeichen
des Heeres

 


Voraussetzung

 

Voraussetzung für eine Verleihung des durch den damaligen Oberbefehlshaber des Heeres (OBdH), Generaloberst Freiherr von Fritsch, gestifteten Fallschirmschützenabzeichens des Heeres war die erfolgreiche Absolvierung eines Fallschirmschützenlehrganges mit Erhalt des Fallschirmschützenscheins. Erhalten haben dieses Abzeichen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften, die aus ihren Einheiten dazu abkommandiert wurden und anschließend in ihre Einheiten zurückkehrten. Anlass der Stiftung war Aufstellung der Versuchstruppe einer Fallschirm-Infanterie-Kompanie, dessen Kompanieführer war Oberleutnant Zahn in Stendal diese ab sofort befehligte.


Daten

 
 
 
Stifter OBdH Generaloberst Werner von Fritsch
Stiftungsdatum 1. September 1937
Teilstreitkräfte Heer, Waffen-SS
Trageweise Steckabzeichen auf der linken Brusttasche
Größe (Höhe x Breite) 5,5 cm x 4,3 cm
Material Buntmetall/Aluminium, Feinzink (ab 1942), optional Silber
Gewicht 32,5 Gramm
Verleihungszahl ca. 1.500 - 2.500


Einführung

Die Einführung des Abzeichens wurde am 1. Juli 1938 Im Heeresverordnungsblatt offiziell gemacht, wobei die Berechtigung zum Tragen 1-mal jährlich überprüft bzw. von mindestens 6 durchgeführten Fallschirmsprüngen im Jahr abhängig gemacht wurde. Am 1. Januar 1939 wurde das nunmehrige Fallschirm-Infanterie-Bataillon mit sämtlichen Angehörigen in die Luftwaffe als II. Bataillon Fallschirmjäger-Regiment 1 in Braunschweig überführt bzw. später dann in die Luftwaffe eingegliedert. Nachdem die Fallschirmtruppen des Heeres in die Luftwaffe eingegliedert worden waren, wurde das Fallschirmschützenabzeichen des Heeres nicht mehr verliehen. An seine Stelle trat das Fallschirmschützenabzeichen der Luftwaffe. Das parallel bestehende Abzeichen der Luftwaffe (Fallschirmschützenabzeichen) ähnelte dem des Heeres bis auf die Lage des Hoheitszeichen bzw. des Hakenkreuzes und des herabstürzende Adler, der bei der Luftwaffe versilbert war. Ehemalige Angehörige der Heeresfallschirm-Infanterie trugen aber das Fallschirmabzeichen des Heeres anstatt des Luftwaffen Fallschirmschützenabzeichens weiter. Ab 1942 konnte wahlweise auch eine gestickte Stoffausführung getragen werden.

 


Aussehen

Das Abzeichen war in seinen äußeren Abmessungen oval und mit einem vergoldeten Kranz von Eichenblättern umgeben. Oben war das Hoheitszeichen der Wehrmacht angebracht (mit darunterliegenden Hakenkreuz). In der Mitte des Abzeichens thronte ein über die Eichenblattumrandung herausragender silberner Adler mit leeren Fängen. Die Rückseite hatte zur Anbringung an der Uniform eine senkrechte Anstecknadel.
Nach dem Zweiten Weltkrieg durfte dieses Abzeichen von den Trägern weiterhin getragen werden, mit der Auflage des Gesetzes über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26. Juli 1957, ohne Hakenkreuz.


Fallschirmschützenabzeichen der Bundeswehr