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Vorwort

Militär Verdienstmedaille



Signum Laudis genannt
(„Zeichen des Lobes“)




Der Ausspruch Signum laudis bedeutet Zeichen des Lobes und für diese militärische Auszeichnung der K.u.K. Monarchie bzw. heute um Bundesherr, steht es für nichts anderes als die Allerhöchste Belobigung.

Historie

Historischer Hintergrund

 

Gestiftet am 12. März 1890 durch österreichische Kaiser Franz Joseph I. war und ist die Medaille für den militärischen Verdienst für „solche Personen, denen für herausragende Leistungen im Kriege die Allerhöchste belobende Anerkennung“ gedacht. Doch auch in Friedenszeiten wird Sie, in diesem Falle als Ausdruck der „Allerhöchsten Zufriedenheit“ für vorzügliche Dienste auf „Allerhöchste Entschließung“, verliehen. Die Medaille ist dabei aber keine Neuschaffung einer Auszeichnung, sondern ersetzt nur eine andere österreichische Ehrung, die frühere schriftliche „Allerhöchste belobende Anerkennung“.

 

 
(Große Militärverdienstmedaille)



Die Medaille ist dabei von den Traditionen des Kaiserhauses Österreich geprägt, wie alle Orden jener Zeit. So hängt die Medaille an einer Kaiserkrone und ist aus vergoldeter Bronze. D.h. so wurde sie ursprünglich als einstufige Auszeichnung geschaffen. Dabei zeigt die Vorderseite das Profil Kaiser Franz Joseph I., und auf der Rückseite umschließt ein Lorbeer- und Eichenkranz die Inschrift Signum Laudis - das Motto dieses Ehrenzeichen. Sie wurde damals, was durchaus zum Ende des 19. Jahrhunderts nicht gewöhnlich war, an alle Rangstufen des österreichischen Militärs von Anfang an verliehen. So trägt der General und der Soldat die Medaille am Band des österreichischen Militärverdienstkreuzes. Die sonstigen Beliehenen, die nicht dem Militär angehörten, erhielten ein hochrotes Seidenband als Trageband zu ihrer Medaille. Im Kriegsfalle bzw. wurde die Medaille im Kampf verdient, wurde dies durch gekreuzte Schwerter am Band kenntlich gemacht.

Entwicklung

Entwicklung



Die Medaille setze sich als Ehrung durch und wurde immer öfters durch den Kaiser bzw. seine kommandierenden Offiziere verliehen. So wurde bei so vielen Orden der Geschichte, die Ordensstatuten erweitert und somit auch der Orden bzw. sein Aussehen angepasst. Am 26. März 1911 bekam die Medaille eine weitere Stufe, die Militär-Verdienstmedaille in Silber für „neuerliche allerhöchste belobende Anerkennung“. Unter anderem wurde nun ein mehrfaches Erhalten einer der Stufen durch einen Balken am Band der Medaille festgehalten.
 


(Band der Grossen Militär-Verdienstmedaille ("Signum Laudis") (1916) )

 
(Rechts: Band der Silbernen / Links: Bronzenen Medaille
Band des Militärverdienstkreuzes)

 

Im Verlaufe des ersten Weltkrieges, In Folge vieler Schlachten und verdienter militärischer Taten, wurde die höchste, allen anderen überragende Stufe, der Militär Verdienstmedaille eingeführt. Der Kaiser bestimmt am 1. April 1916 in den Statuten des Ehrenzeichen, dass von nun an die Große Militärverdienstmedaille verliehen werden kann. Diese Medaille war größer als die anderen Stufen und hatte an der Krone, welche über der Medaille unter dem Band angebracht war, noch zusätzliche Verzierungen, die den Status dieser Medaille unterstreichen sollte. Natürlich war diese Stufe aus dem edelsten Material gefertigt - Gold. Wie es sich für eine solche Ehrung gehörte, wurde Sie nur als „besondere und allerhöchste Anerkennung“ durch den Kaiser verliehen. Insgesamt geschah dies nur an 30 ausgewählte Personen. Doch damit nicht genug, wurden am 13. Dezember 1916 noch Spangen als Zusatz für die mehrmalige Verleihung der Medaillen für alle Stufen eingeführt. Diese Spangen sind kein Novum unter den Orden und Ehrenzeichen dieser Zeit, sondern durchaus üblich. So wurde durch das Anbringen einer bzw. einer zweiten Spange auf dem Ordensband kenntlich gemacht, wie oft man die Stufe erhielt und der Balken auf dem Band zu ersetzt.

 


(Links: Kaiser Franz Joseph / Rechts: Kaiser Karl)

 

Ab April 1917 wurden die Medaillen dann ein letzter Mal in der Monarchie verändert, als der Nachfolger Franz Josephs den Kopf der Medaillen fortan zierte. Dieser Kaiser Karl war nun Souverän der K.u.K. Monarchie und somit Patron dieser Medaillen.

 


 
Verleihungen im Ersten Weltkrieg in der
Ungarischen Königlichen Armee
 
Große Militärverdienstmedaille
1
Silberne Militärverdienstmedaille 3x
57
Silberne Militärverdienstmedaille 2x
743
Silberne Militärverdienstmedaille
4.673
Bronzene Militärverdienstmedaille
14.570

Gegenwart

Heute

 

Die Tradition der Militärverdienstmedaille ist heute im österreichischen Bundesheer ebenso präsent wie früher. So existiert sie heute, als vergoldete, beiderseits im Flachrelief ausgeführte Bronzemedaille mit einem Durchmesser von 30mm, Verdienstmedaille weiter. Auf dem Avers musste das Bildnis des Kaiser weichen und ein Krückenkreuz, links von Lorbeer und rechts mit Eichenlaub flankiert, fand sich an seiner Stelle wieder. Auf dem Revers prangt bis heute die Inschrift "SIGNUM LAUDIS" gewandelt. Die Verbindung zwischen Medaille und Dreieckband ermöglicht ein vergoldetes Staatswappen (Doppeladler). Das gefaltete rote Band selbst besitzt eine Kantenlänge von 40mm und einen weißen 1,5mm breiten weißen gegenteiligen Vorstoß.

 

 



Die Militär-Anerkennungsmedaille wird heute an Militärs und Zivilisten verliehen, die sich im Dienst bzw. um das Österreichische Bundesheer besonders verdient gemacht haben. Die Medaille ist die die höchste Auszeichnung, die der Verteidigungsminister vergeben kann, sie würdigt besondere Leistungen um die militärische Landesverteidigung auf militärischem oder zivilem Gebiet.

Gesetz

Militärauszeichnungsgesetzes 2009, BGBl

Präambel/Promulgationsklausel

Anlage 2

Beschreibung der Militär-Anerkennungsmedaille

 

1. Kleinod:

Kreisrund, Bronze, Durchmesser 40 mm, mit beiderseitig erhöhtem Rand. Auf der Vorderseite zeigt die Medaille in der Mitte die Aufschrift „SIGNUM LAUDIS“, umfasst von einem nach oben offenen Lorbeerkranz. Die Rückseite der Medaille zeigt das militärische Hoheitszeichen mit der Umschrift „ÖSTERREICHISCHES BUNDESHEER“. Die Verbindung der Medaille mit dem dreieckig gefalteten Band wird durch eine bronzene Öse hergestellt.

2.Band:

Weiß, mit einem beiderseits je 1 mm breiten, ponceau Vorstoß versehen. Das Band weist zusätzlich einen 19 mm breiten ponceau Mittelstreifen und zwei je 6 mm breite und je 5 mm vom Rand entfernte ponceau Streifen auf.


Sonderbestimmungen

Bei mehrfachen Verleihungen der Militär-Anerkennungsmedaille ist die Anzahl der jeweiligen Verleihungen durch eine entsprechende arabische Ziffer in Bronze auf dem Band der jeweiligen Militär-Anerkennungsmedaille kenntlich zu machen.