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Der Orden

Japanische Militärorden

Orden des Goldenen Milan

(engl.: Order of the Golden Kite)

Kanji: 金鵄勲章 (Kinshi Kunsho)


Einleitung

Der Orden des Goldenen Milan ist ein japanischer militärischer Orden für Tapferkeit und außerordentliche Leistungen in Kampf und Führung. Er ist grob vergleichbar mit dem deutschen Eisernen Kreuz.

Der Goldene Milan ist eine mystische Figur aus dem shintoistischen Gründungsmythos des japanischen Kaiserreichs. Es handelt sich dabei um einen Boten wohlwollender Naturgeister, mit dessen Hilfe der mystische erste Kaiser Jimmu seine Feinde besiegte und schließlich um 660 vor Christus zum ersten größeren Herrscher Japans (das „Reich“ umfasste einige größere Gebiete auf Honshu) werden konnte.

Gestiftet wurde der Orden des Goldenen Milan per Dekret des Meiji-Kaisers Mutsuhito am 12.02.1890. Bis zur Abschaffung per Dekret der alliierten Übergangsregierung 1947 wurden 1.067.492 Orden in sieben Stufen verliehen, die meisten ab 1941.

Der Orden wurde an Armee und Marine gleichermaßen verliehen, aber nur an japanische Staatsangehörige. Mannschaftsdienstgrade konnten die Stufen 7 und 6, Unteroffiziere die Stufen 6 bis 4, niedere Offiziersränge die Stufen 5 bis 3, höhere Offiziersränge die Stufen 4 bis 2 und Generäle die Stufen 3 bis 1 erhalten. Die Verleihung umfasste neben dem Orden mit Ordensband, eine Verleihungsurkunde und einen mit der Stufe der Auszeichnung steigenden Geldbetrag. Der Geldbetrag wurde Ende 1939 aufgrund steigender Verleihungszahlen und der schwindenden Geldmittel gestrichen.


Das Ordensband war grün mit je einem weißen Streifen rechts und links. Die Orden der Stufen 7 bis 4 wurden mit kurzen Ordensbändern als Brustschmuck für die Linke Brust, die Stufen 3 und 2 als Halsorden mit Halsband und die Stufe 1 mit einer großen Schärpe (zu tragen über die rechte Schulter) verliehen. Im normalen Dienstbetrieb trugen Mannschaftsdienstgrade keine Spangen, allen anderen Dienstgraden wurden 37 mm lange Spangen in der Farbe des Ordensbands für die linke Brust ausgegeben. Träger der Stufe 1 trugen den Orden als Brustanstecker.

Der eigentliche Orden besteht in seiner Grundform aus zwei diagonal gekreuzten Samurai-Turmschilden mit je einem innenliegenden Samuraischwert in fahnengeschmückter Scheide und einer mittig angeordneten, vertikalen Standarte mit Verzierungen und einer Krone als Abschluss oben. Auf der Krone sitzt ein vergoldeter, stilisierter Raubvogel, der namensgebende Milan. Am Kopf des Vogels war das Ordensband befestigt. Der Rohling bestand aus geprägtem Silberblech.

Stufen

Die einzelnen Stufen unterschieden sich durch die Farbgebung und zusätzliche Schmuckelemente:
 

Stufe 7: Schilde silbern, Größe 42(B) mm X 57 (H) mm

 

Stufe 6: Schilde vergoldet, Größe 42 mm X 57 mm

 

Stufe 5: Schilde blau emailliert, Schwerter und Standarte vergoldet, achtstrahliger, hinterlegt mit achtstrahligem, rot emailliertem Stern mit silbernen Rändern
und drei unterschiedlich langen Fingern je Strahl, Größe 46 mm X 50 mm

 

Stufe 4 : Schilde blau emailliert, Schwerter und Standarte vergoldet, hinterlegt mit achtstrahligem, rot emailliertem Stern mit goldenen Rändern
und drei unterschiedlich langen Fingern je Strahl, Größe 46 mm X 50 mm

 

Stufe 3: Schilde blau emailliert, Schwerter und Standarte vergoldet, hinterlegt mit achtstrahligem, rot emailliertem Stern mit goldenen Rändern und drei unterschiedlich langen, insgesamt längeren Fingern je Strahl, Größe 56 mm X 60 mm

 

Stufe 2: Schilde blau emailliert, Schwerter und Standarte vergoldet, hinterlegt mit achtstrahligem Stern mit goldenen Rändern und drei unterschiedlich langen, insgesamt längeren Fingern je Strahl, diagonale Strahlen golden emailliert, insgesamt größer, Größe 91 mm X 91 mm

 

Stufe 1: wie Stufe 2, aber kleiner Größe 76 mm X 81 mm




Der Stern ist dabei mit dem Vorderteil durch vier Nieten fest verbunden.


Quellen

Orders and Medals Organisation of Amerika (letzter Zugriff 16.10.09)
www.naval-history.net (letzter Zugriff 16.10.09)
www.xavierb.org (letzter Zugriff 16.10.09)
www.ww2awards.com (letzter Zugriff 16.10.09)
en.wikipedia.org (letzter Zugriff 16.10.09)



Autor: tom!