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Einleitung

Verdienter Fliegerkosmonaut
der DDR

 

 

 

„Als Pilot konnte ich dem Angebot, so eine Raumkapsel zu fliegen, einfach nicht widerstehen…“
Sigmund Jähn im DLR-Vortrag, 2005



Der Orden des Verdienten Fliegerkosmonauten der Deutschen Demokratischen Republik, wurde am 13. März 1978 gestiftet und einmalig an Siegmund Jähn verliehen wurde. Die Verleihung war mit einem einmaligen Geldwert in Mark vergütet und sollte an Kosmonauten der DDR vergeben werden, die im Weltraum für die DDR Außergewöhnliches geleistet haben: "Er konnte verliehen werden für überragende Leistungen bei der Teilnahme an bemannten Weltraumflügen, die der DDR und dem Wohl aller Menschen dienten. Dabei musste eine hohe persönliche Einsatzbereitschaft, Mut und Kühnheit sowie hervorragende wissenschaftliche und ingenieurtechnische Fähigkeiten vorgewiesen werden." Mit Verleihung dieses Ehrentitels erhielt der Beliehene gleichzeitig auch den Titel Held der Deutschen Demokratischen Republik sowie den Karl-Marx-Orden.

Sigmund Jähn

Der Grund für die Stiftung liegt im Wettlauf im Weltraum, an den auch die DDR ihren Anteil haben wollte. In diesem Zuge wurde durch die obersten Organe der DDR, in der Person des Generalsekretärs Erich Honeckers, dieser Ehrentitel gestiftet. Der einzige Träger dieses Ordens war Oberstleutnant Sigmund Jähn, Sohn eines Sägewerkarbeiters im Vogtland, der die Offiziershochschule der DDR-Luftstreitkräfte sowie die Militärakademie "Juri Gagarin" in der Nähe von Moskau besuchte. Für seine Tätigkeit in der Luftwaffe und der Raumfahrt, wurde ihm der Titel "Verdienter Militärflieger der DDR" und ebenso der DDR-Orden "Verdienter Fliegerkosmonaut" verliehen. Als deutscher Pilot bzw. Kosmonaut, durfte er ein sowjetisches Raumschiff begleiten und war der erste Deutsche im Weltall. Seine Teilnahme am Forschungsprogramm Saljut 6 / Sojus 29, im September 1978, war für die DDR ein bedeutender Moment.
 


Sigmud Jähn mit dem Titel Verdienter Fliegerkosmonaut,Titel Held der Deutschen Demokratischen Republik sowie den Karl-Marx-Orden



Der Orden war aus vergoldetem Silber (Durchmesser von 36 mm) und auf ihren Avers in erhabener Prägung einen fünfzackigen Stern. Mittig des Sterns ist ein fünfeckiges Feld geprägt worden, auf dessen sich die Staatssymbole der DDR Hammer und Zirkel befinden. Der Ring besteht ebenso aus wichtigen Symbolen der DDR, der Sichel sowie einer gebogenen Ähre. Die ergänzenden Elemente sind eine Vereinigung der DDR sowie der UDSSR. Die DDR bekundet damit ihre Freundschaft und Dankbarkeit für die Zusammenarbeit bei der Erforschung des Weltraumes. Inschrift: FLIEGER- / KOSMONAUT / DER DDR. Getragen wurde die Medaille auf der linken oberen Brustseite.