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Vorwort

Der Blücher-Orden
(Blücher-Medaille)

 

 

 

Für einen Sieg über den Westen legte das Militär in Ostberlin schon die Orden bereit

 

 

 

Erste Ausgabe von 1965

Entstehung

Entstehung



Dieser Orden war als Kriegsorden der DDR gedacht. Er war nach Gebhard Leberecht von Blücher, einem preußischen Generalfeldmarschall benannt. Dieser große General war für seine ungestüme Art im Feld bekannt und wurde deshalb auch gerne Marschall "Vorwärts" genannt. Das solch ein preußischer General, der auch gegen Napoleon gekämpft hat und in Waterloo ruhmreich die Briten unterstütze, für einen Tapferkeitsorden der DDR verwendet werden sollte, lässt auf vieles schließen. So der Kampf gegen die Monarchie, die Geschichte der Deutschen im Unabhängigkeitskampf und der militärischen Tradition. Den Blücher-Orden, sollten in Anlehnung an die Rheinüberschreitung Blüchers, jene Soldaten der NVA erhalten, die als erste die Rheinlinie erreichten. Ob die NVA zum Einsatz gekommen wäre oder sogar den Rhein erreicht hatte ist zweifelhaft. Auch deshalb wurde dieser Orden bzw. seine Existenz erst nach dem Mauerfall bekannt.

Allgemein

Allgemein

 

 

 

(Gold-Stufe des Blücher Ordens - Zweite Ausgabe)

 

Er sollte in der DDR für „Tapferkeit im Kriege“ in den Stufen Gold, Silber und Bronze verliehen werden. [...]für den siegreichen Militärschlag gegen den Aggressor im Westen.
Der Blücher-Orden wurde am 13. Oktober 1965 vom damaligen Staatsratsvorsitzenden der DDR Walter Ulbricht gestiftet und erlosch mit dem Ende der DDR im Jahr 1990. Ulbricht hatte zuvor in einer Rede am 5. Mai 1965 erklärt, dass eine Wiedervereinigung Deutschlands nur in Form eines sozialistischen Staates möglich sei und somit auch eine Begründung für den "Kriegsorden" abgeliefert hat. Als staatliche Auszeichnung für den Kriegszustand (der in der DDR-Tarnsprache als Verteidigungszustand bezeichnet wurde), ist er einmalig in der Geschichte der DDR. Über ihn hat der Nationale Verteidigungsrat der DDR, unter dem Vorsitz von Honecker, am 25. Januar 1985 einen Beschluss gefasst und die Stufen festgelegt.

 

 

 

(Gold-Stufe des Blücher Ordens - Erste Ausgabe)

Zum Schluss

Schlussbemerkung

 

Dieser Orden ist einer der wenigen die nie verliehen worden sind. In diesem Fall muss man wohl zum Glück sagen. Es ist auch ein Beispiel für die Ordensvielfalt und Übertreibung der Ordenskultur der DDR. Eine Kultur, die, wie man an den verschiedenen Ausführungen sieht, unter der Materialnot zu leiden hatte.

 

 

 

Zweite Ausgabe der 80er Jahre



Der Blücher-Orden wurde nie verliehen, da die DDR nie aktiv an Kriegshandlungen teilnahm. Für den Ernstfall hatte die NVA aber bereits kistenweise Blücher-Orden gelagert. Diese wurden unter Geheimhaltung vom VEB Präwema in Markneukirchen gefertigt, wo auch die Prototypen unter Verschluss lagen. Unter strenger Geheimhaltung lief die Produktion Mitte der 60er Jahre an. Mitte der 80er Jahre orderten die Militärs eine zweite Blücher-Serie. „Die alten Orden“, vermutet Rainer Kunz, „fielen wohl der Knappheit an Edelmetallen im Lande zum Opfer und wurden eingeschmolzen.“ Die neuen waren aus Buntmetall statt aus Silber.
Ein Abzeichen für Tapferkeit im Gefecht hätte wohl nicht so recht in die „Staatsdoktrin einer friedfertigen sozialistischen Republik“ gepasst, vermutet Rainer Kunz vom Militärhistorischen Museum der Bundeswehr, wo die Orden heute säuberlich gestapelt liegen. Weitere Exemplare des Ordens sind heute im Militärhistorischen Museum in Dresden ausgestellt.
Sammler bieten heute bis zu 2.500 Euro und mehr für einen kompletten Satz der Orden. Die erste Serie ist noch weit wertvoller, weil seltener und besser verarbeitet.

Quellen

http://de.wikipedia.org/wiki/Bl%C3%BCcher-Orden (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.berlin.de/lstu/ausstellung/mfs-wb-plan.html (Letzter Aufruf 26.12.2009)
http://www.focus.de/politik/deutschland ... 68454.html (Letzter Aufruf 26.12.2009)



Autor: Freiherr von Woye