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Das Thema

St. Andreasorden
Орденъ святого Андрея Первозванного
(Orden Swjatogo Andreja Perwoswannogo)

 


(Kleinod des Ordens)



Zarenreich Russland

Entstehung

 

Enstehung

Der St.-Andreas-Orden, als erster russischer Verdienstorden im Jahre 1698 von Zar Peter dem Großen gestiftet. Der Orden wurde auch an Ausländer verliehen, eine gängige Praxis unter den europäischen Reichen, da doch die meisten miteinander verwandt und die Feldherren nicht unbedingt auch für ihr Geburtsland kämpften. Die Adligen, deren dieser Orden verliehen wurde, waren also unter sich. Dabei war die Zahl der gleichzeitig lebenden ausländischen Ritter des St.-Andreas-Ordens auf höchstens 24 beschränkt.

Der Andreas-Orden (russ. "Orden des Hl. Andreas des Erstberufenen“) wurde am 10. Dezember 1698 von Zar Peter dem Großen für Verdienste als Auszeichnung im Türkenkrieg gestiftet. Er ist der höchste russische Orden und ist auch unter dem Namen das blaue Band bekannt. Er wurde in der Nachfolgezeit als Orden auch für andere besondere Verdienste verliehen. Gleichzeitig ist er auch Hausorden der Romanow - Dynastie und reiht sich damit in die großen Haus- und Verdienstorden Europas ein. Er ist bis heute der höchste russische Staatsorden, er wurde jedoch bereits am 27. Dezember 1988 mit demselben Namen, aber anderen Insignien von der Orthodoxen Kirche Russlands anlässlich der 1000-Jahre -Feier der Christianisierung des Landes erneuert. Folglich gibt es heute drei Orden mit demselben Namen. Ab März 1917 wurde der Andreasorden nicht mehr an Außenstehende verliehen und bestand danach, bis zu seiner Neuauflegung, weiter als Hausorden der entthronten Dynastie Romanow.
 

 



Der ursprüngliche Orden hatte nur eine Klasse, ein Statut, welches so auch für die heutigen Orden dieses Namens gilt. Der St. Andreasorden wurde nur Personen im Generalleutnantsrang, mit Voraussetzung das die Träger den Alexander-Newski- und den Orden vom Weißen Adler trugen, verliehen. Wobei die russischen Großfürsten von Geburt an Träger bzw. Ritter des Ordens.
Die Inschrift bzw. Motto des ersten russischen Ordens: „Für Glauben und Treue“ steht für die Verdienste, die Loyalität und ehrenvolle Taten um das russische Zarenreich. Der Namen des himmlischen Schutzherrn Russlands, des Heiligen Apostel „Andrej Perwoswanny“ stand dabei für das Zarenreich und somit auch nur für den höchsten Orden reserviert.
 


 
Träger
Peter von Lacy
Arthur Wellesley
Erzherzog Johann
François Le Fort
Pjotr Kirillowitsch Essen
Fjodor Golowin
Iwan Mazeppa
Alexander Menschikow
Grigori Potjomkin
Alexander Wassiljewitsch Suworow
Napoléon Bonaparte
Jérôme Bonaparte
Arthur Wellesley, 1. Herzog von Wellington
Frédéric-César de la Harpe
Henning Friedrich Graf von Bassewitz
Jacob Johann Graf von Sievers
Hans Georg von Plessen


Trageweise

Trageweise

 

Ordenszeichen ist ein Andreaskreuz ,das den heiligen Andreas trägt. Hinter diesem Kreuz befindet sich ein Doppeladler, darüber eine Krone mit wehenden Bändern. Auf den vier Armen des Kreuzes erkennen wir die Buchstaben S. A. P. R., das heißt „Sanctus Andreas Patronus Russiae“ ( „Heiliger Andreas, Schutzpatron Rußlands“). Das Kleinod des St. Andreasordens war Gelbgold und Rotgold emailliert (mehrteilig gearbeitet und graviert). Die Krone über dem Kleinod war mit fliegenden Bändern beweglich aufgehängt. Auf der Rückseite stand neben der Herstellerprägung auch die Jahreszahl der Verleihung Platz.
Der Bruststern des Ordens war mehrteilig gearbeitet und Silbe, Silber vergoldet und emailliert.
Das Verleihungsetui war ein mit feinem roten Leder bezogenes Etui, mit weißem Samt ausgeschlagen und für Kleinod, Bruststern und Kette ausgelegt.
Die Dekoration bestand in einem goldenen, schwarz emaillierten, zweiköpfigen, gekrönten Der gekrönte zweiköpfige Adler mit seinen ausgebreiteten Flügeln war golden und schwarz emailliert, obwohl diese Ausarbeitung durchaus schwanken konnte. So bekam die Zarenfamilie und höher gestellte Persönlichkeiten eine andere Ausführung. Auf dem Adler lag ein dunkelblaues Andreaskreuz mit goldener Binde. Auf den Ecken des Kreuzes ist in lateinischen Buchstaben die Aufschrift: Sanctus Andreas, Patronus Russiae (S. A. P. R.).

 


(Bruststern des Ordens)

 

Auf dem Bruststern, einem achtstrahligen silbernen Stern, war in der Mitte ein Medaillon angebracht, welchen den kaiserlichen Doppeladler, um den sich eine Schlange band und eine Inschrift angebracht. Die Inschrift befand sich in einem blauem Kreis um den Adler: „Für Treue und Glauben“ (In kyrillischen Buchstabden: „Za weru i wernost“).

 


(Medaillon des Bruststerns)



Die heutigen Insignien sind mit denen der Zarenzeit identisch, indessen ist der Doppeladler des Ordenszeichens nicht schwarz emailliert, sondern ganz in Gold gehalten.


Ordenstracht

Ordenstracht

 

Das Ordenskostüm besteht aus einem langem grünen Mantel, mit weißen Fell gefüttert und mit silbernen Aufschlägen versehenen Samtmantel. Dazu kommen noch Schüre, Bandelieren und eine weiße Weste. Ein schwarzer Samthut mit roten Federn und auf dem Hutbande ein St. Andreaskreuz bilden den Abschluss der Ordenstracht. Der Orden wurde von der rechten Schulter zur linken Hüfte getragen, der Stern auf der linken Brust. Dazu trugen die Ritter eine Kette aus drei abwechselnden Gliedern. Der Ordenstag war der 30. November.


 


(Kette des Ordens)

 

 

 

 

 

 

Bestandteile der Kette: 3 mit dazwischen liegenden jeweils einzelnen Kettengliedern

Der goldene Namenszug (Oben): Dort ist der goldene Namenszug Kaiser Pauls I. in goldbordierten blauen, mit der Kaiserkrone gekrönten, von grün und weiß gestreiften Fahnen und goldenen Waffen umgebenen Medaillon.

Das Andreaskreuz (Mitte): Das Andreaskreuz dargestellt ohne den Heiligen und die Buchstaben. die aber in feinem Winkel, innerhalb des goldbordierten roten, von abwechelns roten und goldenen (mit goldenen Kugeln besetzten) Strahlen umgeben stehen.

Der Adler (Unten): Der doppelköpfige Adler mit Zepter und Reichsapfel und goldbordierten Brustschild, darin das Wappen des Fürstentumes Moskau - Der Märtyrer St. Georg, der mit goldener Lanze, blauem Mantel, auf einem Pferd sitzend und Heiligenschein, den grünen Drachen ersticht (auf rotem Untergrund)
Dazu mit Brillanten verziert ist der Orden eine ganz außerordentliche und ehrenvolle Verleihung für ausgezeichnete Verdienste.

 

Der heutige russische Orden ist einer kirchlichen, weltlichen und der alten Hausordensversion für das russischer Volk von noch immer großer Bedeutung. Der alte Hausorden wird natürlich nicht mehr vergeben.

 


(Heutiger russ. Orden)


Quellen

Maximilian Gritzner, Handbuch der Ritter- und Verdienstorden, Graz 1962.

https://www.winkler-auktion.de/auktione ... n_270.html (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.dhm.de/magazine/orden/ueber_haus.htm (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://de.wikipedia.org/wiki/Orden_des_ ... tberufenen (Letzter Zugriff 03.05.2010)
http://www.si-games.com/forums/archive/ ... -4235.html (Letzter Zugriff 03.05.2010)



Autor: Freiherr von Woye