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Das Thema

Orden vom Goldenen Vlies



"Pretium laborum non vile"

(Kein geringer Preis der Arbeit)

Historie

Historie

 

Der Orden vom Goldenen Vlies, im Jahre 1430 gegründet, kann in die Gattung der Ritterorden eingeordnet werden. Das Ordensabzeichen, ein an einer Collane hängendes goldenes Widderfell. Das Goldene Vlies (gr. Χρυσόμαλλον Δέρας Chrysómallon Déras) ist als Symbol in der griechischen Mythologie wiederzufinden bzw. stellt das Fell des goldenen Widders Chrysomeles, der fliegen und sprechen konnte dar.
Als traditioneller Ritterorden des späten Mittelalters, war die Regeln dieser Ordens denen der Mönchsorden, die der bewaffneten Verteidigung des christlichen Glaubens gewappnet waren, unterworfen. Von einem Fürsten gegründet, Philipp dem Guten (Herzog von Burgund), entstand aus diesem Ritterorden im Namen des Herrn, ein Ehrenzeichen, dessen Zugehörigkeit sich mehr der Ehre als dem Glauben zuwandte. Die Angehörigkeit zum Kreis der Ordensritter, wurde immer mehr zu einem vom Kaiser verliehenen Privileg als Belohnung für Verdienste. Ein Orden, der beiden Definitionen gerecht wurde und heute als Bindeglied zwischen christlichen Orden und weltlichen Ehrenzeichen gilt.

 

Ordre de la toison d’or
(Auf Französisch)

 

Wenn man sich die Entstehung des Ordens ansieht, so gibt es auch hier einen feierlichen Anlass zur Ordensgründung, nämlich die Vermählung von Philipp dem Guten, Herzog von Burgund mit Prinzessin Isabella von Portugal in Brügge (10. Januar 1430). Ein höchst offizieller Anlass, dem mit einer solchen Gründung eine gewisse anerkennende Grundlage bereitet werden sollte. Damit wurde die Eigenständigkeit bzw. Souveränität des Herrschers begründet werden. In diesem Falle lehnte der Landesfürst von Burgund die Mitgliedschaft im Hosenbandorden ab und gründete im Gegenzug seinen eigenen Orden. Er stiftete diesen Orden bzw. schuf eine Ordensgemeinschaft für die angesehensten Adligen seiner Länder. Der Herzog war so auch in diesem christlichen Orden Oberhaupt seiner Vasallen.

 


(Ordenszeichen der Österreichischen Linie der Habsburger - offizieller Hausmacht des Ordens)

 


 

Großmeister des Ordens

 
1.
Philipp der Gute; Herzog von Burgund 10. Januar 1430 – 15. Juni 1467
2.
Karl der Kühne; Herzog von Burgund 15. Juni 1467 – 5. Januar 1477
3.
Maximilian I.; Römisch-deutscher König und Kaiser 30. April 1478 – 27. März 1482
4.
Philipp I. der Schöne;König von Kastilien 27. März 1482 – 25. September 1506
5.
Karl V.; Römisch-deutscher Kaiser, König von Spanien 25. September 1506 – 22. Oktober 1555
6.
Philipp II.; König von Spanien, Portugal und England 22. Oktober 1555 – 13. September 1598
7.
Philipp III.; König von Spanien und Portugal 13. September 1598 – 31. März 1621
8.
Philipp IV.; König von Spanien und Portugal 31. März 1621 – 17. September 1665
9.
Karl II.; König von Spanien 17. September 1665 – 1. November 1700

 

El Toyson de oro
(Auf Spanisch)

 

Die Herzöge von Burgund konnten ihre Linie nicht über das Jahr des Herrn 1477 hinaus fortsetzen. Die Linie der Habsburger trug die Herrschaft über die Länderreihen wie auch die Tradition des weiter. Die spanische Linie der Habsburger wurde so zum Hochmeister des Ordens. Wobei der Orden als Machtinstrument immer wichtiger wurde, hatte doch viele Adliger unter den Habsburger es auf das Prestige der Ritterschaft des Ordens abgesehen. Es war also keine Frage der weiteren Existenz des Ordens, sondern nur wer ihn in Zukunft weiterführen würde. Im Jahre 1700 verstarb der letzte spanische König aus dem Hause Habsburg, die Habsburger waren zu dieser Zeit ein mächtiges Herrschergeschlecht mit vielen Linien, der Orden ging auf die zwei bedeutendsten Linien dieses Häuser über.

 

Aureum Vellus
(Auf Latein)

 

Die spanische Linie (Bourbonen), in Europa nicht mehr so bedeutend, dennoch aus Tradition dem Orden verpflichtet, übernahm den Orden weiterhin als Hausorden. Der bis dato wichtigste Zweig der Familie, die deutschen Familienmitglieder der Habsburger wurden ebenso Hochmeister des Ordens. Diese Linie existiert bis heute und trugen die Tradition über das Kaiserreich hinaus fort. Die Republik Österreich erkannte diese Stellung und Bedeutung an, erkannten am 23. Juli 1953 dem Familienvorstand des Hauses Habsburg das Verleihungsrecht des Ordens auf ihrem Staatsgebiet zu.

 

 
(Rechts: Spanisches Ordenzeichen / Links: Österreichisches Ordenszeichen
Beide am Roten Band)

 

El Tusan
(Auf mittelalterlichen Spanisch)

 

Mag der Orden anfangs nur einen Nebenrollen eingenommen haben, und dem englischen Hosenbandorden keine Konkurrenz gewesen ist. Entwickelte sich der Orden vom Goldenen Vlies zu einem der vornehmsten, exklusivsten und begehrtesten. Wurde er zwar aus christlichen Anlassen, zu Ehren des Erlösers, der Jungfrau Maria und des heiligen Andreas wie auch zum Schutz der heiligen Kirche und zur Bewahrung der unbefleckten Ehre des Rittertums gegründet, ist er dennoch eher dem weltlichen zugekehrt.

Historie II


 

Ritterorden des güldenen Lämbleins von Burgund
(Auf mittelalterlichen Deutsch)

 

Warum aber der Namen Goldenes Vlies, ein Symbolik des Vielgötterwesens aus der griechischen Mythologie. Der Ursache ist neben dem Anlass so logisch wie unabdingbar, war es doch die Planung eines späten Kreuzzug ins Morgenlandes, der natürlich dem Herrscher die Güte des Herrn garantieren sollte. Die Argonauten als romantisches Vorbild des Herzogs, sollte in seiner Verkörperung als Orden, denn Landesfürsten den nötigen Hintergrund liefern. Die Hochmeister, in diesem Orden als Großmeister betitelt, war Vorsteher des Ordens und Verwahrer der Statuten. Es ist dabei nichts ungewöhnliches, dass andere Familien, außer den Gründern, diese Stelle besetzen durften. In den christliche Ritterorden durch Wahl bestimmt, waren die obersten des Ordens, Vorsteher und Bewahrer der Bestimmung des Ordens bzw. dessen Zielen, keine ursprünglich erbliche Stelle. Nach 1477 ging die Großmeisterstelle des Ordens durch die Heirat Marias von Burgund mit Erzherzog Maximilian von Österreich auf die Habsburger über, dabei blieben die Grundsätze erhalten.

 


(Kaiser Franz Josef I, mit Halsdekoration des Ordens am Roten Band)

 


 
Großmeister des Ordens (Spanien)
König Ferdinand VII. von Spanien im Königsornat mit der Collane des Goldenen Vlieses,
Porträt von Goya
 
1.
Philipp V.; König von Spanien, erster Souverän des Hauses Bourbon des Ordens vom Goldenen Vlies 1700–1724
2.
Ludwig I.; König von Spanien 1724
1.
Philipp V.; König von Spanien, zweite Amtszeit 1724–1746
3.
Ferdinand VI.; König von Spanien 1746–1759
4.
Karl III.; König von Spanien 1759–1788
5.
Karl IV.; König von Spanien 1788–1808
6.
Ferdinand VII.; König von Spanien 1808–1833
7.
Isabella II.; Königin von Spanien
General Baldomero Espartero als Regent
Joaquin Marie Lopez, provisorisches Gouvernement
1833–1841
1841–1843
1843
7.
Isabella II
Francisco Serrano y Domínguez Duc Du Torre
Amadeus I.; König von Spanien
1843–1868
1868–1870
1870–1873
8.
Alfons XII.; König von Spanien 1874–1885
9.
Alfons XIII.; König von Spanien 1886–1941
10.
Don Juan de Bourbon; Graf von Barcelona 1941–1977
11.
Juan Carlos I.; König von Spanien 1977–

 

Toisonorden

 

Wichtig ist aber die Trennung des Ordens 1700 auf zwei getrennte Orden, die beide noch heute bestehen, und unterschiedliche Richtlinien verfolgen. Der österreichische Orden vom Goldenen Vlies bewahrt die alten burgundischen Traditionen bewahrt, d.h. er sucht seiner Mitglieder unter der adligen Schicht und verfolgt somit ein Politik des engeren Kreises um den hohen Adel. Der spanische Zweig ist dabei dem Verdienst verpflichtet und verleiht in dieser Hinsicht an alle Gesellschaftsschichten - mit Einschränkungen.

 

Ritterorden des belgischen Schäpers



Heute ist der Orden ebenso präsent wie zu Zeiten seiner Entstehung. Dabei fungieren die österreichischen Habsburger, wie der spanische König, als Oberhaupt des Ordens. Wobei die Österreicher für sich die spanischen Ernennungen nicht anerkennt, amtlich gestützt die österreichische Republik, die das habsburgische Recht auf die Ordensverleihung den Habsburgern in Österreich anrechnen 1953.


Ehrenzeichen

Das Ehrenzeichen

 

 

 

Der heutige (anerkannte) Orden in Österreich hat seinen elitären Charakter bewahrt. Ihr ausgewählter Personenkreis rekrutiert sich aus dem Hochadel. Mitglieder müssen edelmütig, ehrenhaft und herausragende Leistung erbracht haben. Vor allem aber, müssen die Ritter des Ordens Anteil am Glanz des Ordens haben bzw. dazu beitragen können (dürfen). Der Glanz des Reiches der Burgunder, die Bedeutung des Hauses Habsburg in Spanien und die Geschichte des Heiligen Römischen Reich im Stammbaum der Träger spielt eine Rolle.
Der Orden hat sich einige Eigenschaften des Ritterordens übernommen, d.h. von der österreichischen Seite, denn alle Mitglieder sind der Gemeinschaft verpflichtet und in ihr verbunden. Sie sind Brüder des Ordens, die im Kreis des Ordens gleichberechtigt nebeneinander stehen. Wie auch bei den Ritterbrüdern des Mittalters, war es auch für die des heutigen Ordens vom Goldenen Vlies eine Grundvoraussetzung keinem anderen Orden anzugehören Besonderheit war, dass die Zahl der Ritter ursprünglich auf 30 begrenzt. Die Gründe dafür liegen im Dunkeln, sind wohl aber dem Exklusivitätsgedanken zuzurechnen. Diese Regeln wurden jedoch im Laufe der Zeit gelockert.
Man nahm sich bei den Statuten natürlich den christlichen Traditionen an, so waren die Ordensritter wurden von allen Abgaben freigestellt, unterlagen nur der Gerichtsbarkeit des Ordens selbst, dessen Ordenssouverän bzw. dessen Stellvertreter, hatten am Hofe Vorrang und Vortritt mit Ausnahme von gekrönten Häuptern. Damit steht der Ordens als Hausorden gleichzeitig auch als kronloyaler Orden seinem Herrn nah. Meist sind es enge Berater, Vertraute und Persönlichkeiten des Adels, die sich die Nähe zum Herrscher verdient haben. Die weitaus weltlicher Auslegung der Statuten, und Zugänglichkeit des Ordens für die unteren Schichten, der spanischen Ordensauslegung, lässt sich an diesen Privilegien herauslesen. So erhielten die spanischen Ordensritter (von König Philipp) das Recht, jederzeit unangemeldet in die Gemächer des Palastes einzutreten und ihr Haupt vor dem König bedeckt zu halten. Die meisten dieser Auslegungen, Privilegien sind heute vergangene Zeitzeugen der Entwicklung des Ordens zum Ehrenzeichen für Verdienste. Gerade die Klausel der Statuen, dass das Oberhaupt des Ordens, ohne die Zustimmung der anderen Ritter, keinen Krieg beginnen kann, gehört wohl der Vergangenheit an.
Die bis heute wichtigste, wie auch bekannteste Tradition des Ordens, ist der Ordenstag. Noch heute werden an diesem Tag, dem 30. November, in der feierlichen Umgebung einer heiligen Messe neue Ordensmitglieder aufgenommen. Dabei zeigt sich die vergangene Macht Ordens als Gemeinschaft des Adels, die sich um die heutigen eher wohltätigen Verdienste der Ritter dieses illustren Kreises offenbart. Der Großmeister des Ordens ist heute bei der Linie Habsburg-Lothringen zu suchen.

 


 
Großmeister des Ordens (Österreich)
Zeremonienmantel des Großmeisters des Ordens, Wiener Schatzkammer
Kaiser Karl VI. im Ornat als Großmeister des Goldenen Vlieses, Gemälde von Johann Gottfried Auerbach
Kaiser Franz Joseph I. von Österreich mit der Halsdekoration vom Vlies
 
10.
Karl VI.; römisch-deutscher Kaiser, König von Spanien 1. November 1700 – 20. Oktober 1740
11.
Franz I.; römisch-deutscher Kaiser, Herzog von Lothringen 20. Oktober 1740 – 18. August 1765
12.
Joseph II.; römisch-deutscher Kaiser 18. August 1765 – 20. Februar 1790
13.
Leopold II.; römisch-deutscher Kaiser 20. Februar 1790 – 1. März 1792
14.
Franz II./I.; römisch-deutscher Kaiser, Kaiser von Österreich 1. März 1792 – 2. März 1835
15.
Ferdinand I.; Kaiser von Österreich 2. März 1835 – 2. Dezember 1848
16.
Franz Joseph I.; Kaiser von Österreich 2. Dezember 1848 – 21. November 1916
17.
Karl I.; Kaiser von Österreich 21. November 1916 – 1. April 1922
18.
Otto von Habsburg; Oberhaupt des Hauses Habsburg-Lothringen 1. April 1922 – 30. November 2000
19.
Karl Habsburg-Lothringen; Oberhaupt des Hauses Habsburg-Lothringen seit 30. November 2000

Ordensfest

Ordensfest

 

Zum Ordensfest, beginnt bereits am Abend vorher durch eine Beisammensein, tragen die Ritter einen schwarzes Ornat und auf ihre Brust prangt die Kette mit dem goldenen Widderfell - der eigentliche Vlies-Orden. Auf den Ruf des Kanzlers "Procedamus" ziehen die Ritter in vollem Ornat mit brennenden Kerzen in die Kirche ein. Sollten bei der Feier neue Ritter aufgenommen, werden diese zunächst vereidigt. Sie werden vom Großmeister in die Gemeinschaft der Brüder durch eine Umarmung und Bruderkuss aufgenommen. Man gedenkt den gestorbenen Brüdern, wobei nach der Rede des Souverän eine Diner mit den Damen der Ritter folgt.

 


(Ordensornat des Großmeisters des Ordens - Getragen nur zu Feierlichkeiten bzw. zum Ordensfest)

 

Der Ordensschatz bzw. zahlreiche Stücke aus dem Ordensschatz des Ordens vom Goldenen Vlies, sind in der Wiener Schatzkammer zu sehen. Darunter auch das Schwurkreuz des Ordens, die Wappenkette des Herolds des Ordens, eine Ordenskette aus der Anfangszeit des Ordens sowie den Meßornat des Ordens vom Goldenen Vlies. Dabei gehören nicht alle diese Stücke zum Schatz in öffentlicher Hand, sondern sind in ihrer überwiegender Zahl Leihgaben des Vliesordens. Zu sehen sind diese Stücke im Schatzkammer Museum in der Wiener Hofburg.
Die Protokollbücher des Orden sind bis heute die wichtigsten Quellen über die Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies, darüber hinaus über das historische Wirken des Ordens. Sie sind voll von Ordensritualen, Ordenscharaktere der Fürsten, die Feste der Gemeinschaft und dem politischen Wirken des Ordens in den vergangenen Jahrhunderten. Den Historikern helfen präzise Angaben über Ort der Versammlungen, Teilnehmer, Tagesordnungspunkte, Zeremonien, Neuwahlen und Beschlüsse.

 

Liste aller Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies (Keine Aufnahmen in den Orden seit 1964 mehr bekannt)

 


 
Chef und Souverän des Ordens vom Goldenen Vlies
Karl Habsburg (Enkel des letzten Kaisers von Österreich)
 
Fünf Ordensoffiziere bilden den engeren Kreis um den Großmeister
Kanzler "Chancellier"
Friedrich Mayr-Melnhof.
Ordenskaplan "Aumonier" - Wiener Erzbischof Christoph Schönborn
 
Insgesamt gibt es aktuelle 46 Ritter, darunter einige regierende Fürsten.
Franz Prinz von Bayern (Oberhaupt der Wittelsbacher)
Jean Großherzog von Luxemburg
Maria Emanuel Markgraf von Meißen
Albert II. König der Belgier
Carl Herzog von Württemberg
Hans Adam II.
Fürst von Liechtenstein
Karl zu Schwarzenberg
Duarte Pio Herzog von Braganza (Oberhaupt des portugiesischen Königshauses)

zahlreiche weitere Mitglieder des europäischen Hochadels

Aussehen

Aussehen



Die goldene Kette des Ordenszeichen ist der symbolische Mittelpunkt des Ordens. Die 31 Glieder (Ordensritter ein Glied, Ordenssouverän zwei Glieder) weisen auf die ursprüngliche Höchstzahl von 30 Rittern der Ordensgemeinschaft und ihr unzertrennliches Band hin. Das Band und seine blau emaillierten Glieder bestehen aus Feuereisen und Feuerstein. Als Medaillon an der Kette, wird durch einen Ring gezogenes hängendes Vlies getragen. Auf dem gewundenem Knoten steht der Wahlspruch „Pretium laborum non vile“.
Die Kette wird nur an Festtagen getragen, das Zeichen selber wird in der Regel an einem roten Band um den Hals getragen. Der Orden hat, ganz seinen Prinzipen und Traditionen der Ritterorden entsprechend, nur eine Klasse. Jeder Ordensritter steht dem anderen gleich. Dies war auch bei der Ordensbekleidung so, die für jeden gleich war und auch im Grundschnitt den Bekleidungen der Ritterorden aus dem Mittelalter glichen, dennoch ungleich prachtvoller waren. Sie besteht bis heute aus einer prunkvollen Tracht bestehend aus kostbarsten Materialien. Ein roter Talar mit purpurnem Mantel und Kopfbedeckung, roten Strümpfen und Schuhen.

Zum Schluss

Schlusswort



Die weltlichen Ritterorden, gestiftet durch souveräne Herrscher im ausgehenden Mittelalter und danach, sind wesentlicher Bestandteil der Herrscherhäuser geworden. Ihre Tradition zu bewahren, haben nur wenige geschafft. Der englische Hosenbandorden und der Orden vom Goldenen Vlies bestehen noch heute bzw. können noch lebende Träger nachweisen. Beide gehören Sie zu den vornehmsten in der Christenheit. Der Orden vom goldenen Vlies hat eine Sonderstellung, weil er kraft der Doppelstellung des Hauses Österreich in Spanien und im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation, den Glanz und das Ansehen einen großen Erbe verdankt.
Der Orden vereint dabei mythologische Aspekte mit denen der Christenheit. Gleichheit und Gabe wie auch Ritterlichkeit und Erhabenheit. Das Ordensfest am 30. November, am Tag des Apostels Andreas, feiert diese Eigenschaften und im Deutschordenshaus in der Wiener Singerstraße zelebrieren die Adligen des Ordens ihre Gemeinschaft. Der Orden vom Goldenen Vlies, der englische Hosenbandorden und der dänische Elefantenorden sind nicht nur die nobelsten christlichen Ritterorden, sondern auch diejenigen mit ehrenden Tradition adliger Gemeinschaften in Orden.