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Das Thema

Japanische Medaillen

Japanisch-Chinesischer Krieg-Ehrenmedaille
(Nisshin Sensō jugun kisho)

 

 



Historie

Die japanischen Ehrenmedaillen sind grob mit den Ärmelbändern und -schilden der Wehrmacht zu vergleichen.

Bereits kurz nach Beginn der Meiji-Erneuerung um 1870 wurde Japan klar, dass man entweder Kolonialmacht werden musste oder selbst kolonialisiert werden würde. In den kommenden Jahren wurden daher massive Anstrengungen unternommen, das Land zu modernisieren und westlichen Verhältnissen zumindest näher zu kommen. Zugleich wurde China unter dem Ansturm der Kolonialmächte immer schwächer. Ab 1880 begann Japan daher, seine Hände nach dem nahen chinesischen Festland auszustrecken. Insbesondere Korea mit seinem pro-chinesischen Herrscher und Nordost-China geriet mehr und mehr in dem Einfluss Japans. Um den unsicheren Frieden zu bewahren gab es schließlich die Einigung, dass militärische Operationen gegen Dritte gegenseitig anzukündigen sind.

Anfang Juni 1894 kam es in Korea wieder einmal zu einem Aufstand von Separatisten. Die chinesische Regierung teilte mit, dass sie diesen mit Truppen bekämpfen wolle. Die anschließenden Gefechte und das entstandene Chaos nutzte Japan aus und landete Truppen in Südkorea, offiziell um japanische Handelsniederlassungen und Bürger zu schützen. Bis zur Niederschlagung des Aufstandes Ende Juni verstärkte Japan seine Präsenz weiter. Gespräche unter Meditation des britischen Botschafters in China brachten kein Ergebnis. Am 23. Juli 1894 besetzten schließlich japanische Truppen Seoul und setzten den Herrscher zugunsten einer pro-japanischen Regierung ab. Bereits am folgenden Tag unterzeichnete diese Regierung ein Hilfeersuchen an Japan, um die chinesischen Truppen im Land (etwa 5.000 Mann) zu vertreiben. Damit begann der 1. chinesisch-japanische Krieg.

Bis Mitte April 1895 wurde China auf ganzer Linie geschlagen. Die hochmodern ausgerüsteten und ausgebildeten japanische Truppen eroberten Korea und Nordost-China innerhalb von 9 Monaten. Mitte April 1895 erkannte China die Niederlage an. Als Reparation ging neben größeren Mengen Geld auch Nordost-China an Japan, Korea wurde endgültig von China abgetrennt.

Aufgrund massiven Drucks Russlands und unter Zuredens von Großbritannien musste Japan aber Nordost-China an Russland abgeben, da Japan zu diesem Zeitpunkt weder wirtschaftlich noch militärisch in der Lage war, Russland zu schlagen. Damit war aber der Grundstein für eine länger andauernde Feindschaft zwischen Russland und Japan gelegt. Als Ersatz eroberte Japan sich Ende 1895 mit der Zustimmung Großbritanniens noch Taiwan und gliederte es ins Kaiserreich ein.

Durch das kaiserliche Edikt Nummer 143 vom 09. Oktober 1895 wurde für alle japanischen Soldaten, die in diesem Krieg zum Einsatz kamen, eine spezielle Ehrenmedaille gestiftet. Diese wurde in einer Auflage von etwa 300.000 Stück in einer kaiserlichen Prägeanstalt in Osaka aus in China erbeuteter Bronze (Glocken und Kanonen) gefertigt.
Die Medaille hatte einen Durchmesser von 30 mm. Eine Befestigungsspange war oben angelötet. Vorn sind eine Armee- und eine Marine-Kriegsflagge gekreuzt um eine oben liegende Chrysanthemenblüte eingeprägt. Hinten sind Kanji-Symbole für „Meiji Jahr 27-8“ (1894-95) halbkreisförmig oben und „Ehrenmedaille“ zentral in der Mitte eingestempelt.

Das Medaillenband ist aus Seide, 36 mm breit und grün-weiß-grün gestreift.

Die Medaille wurde an der linken Brust getragen. Für die Einsatzuniform wurde eine Spange im der Farbe des Medaillenbandes ausgegeben.


Quellen

Orders and Medals Society of America (letzter Zugriff 24.10.2009)
www.xavierb.org (letzter Zugriff 24.10.2009)
en.wikipedia.org (letzter Zugriff 24.10.2009)



Autor: tom!