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Das Thema

Orden Berthold des Ersten von Zähringen

 

 

 

Ordensdevise
FÜR EHRE UND WAHRHEIT

Einleitung

 

Der Orden Berthold des Ersten von Zähringen (auch in der Schreibweise Orden Bertolds I.) ist ein badischer Orden. Sein ungewöhnliche Namen rührt vom Stammvater des Zähringer Hauses, dem Herzog Berthold I. († 1078) her. Das hochmittelalterliche Fürstenhaus der Zähringer, vielleicht in Verbindung stehend mit der alemannischen Adelsfamilie der Bertholde bzw. Alaholfinger, tritt mit der Marktrechtsurkunde Kaiser Ottos III. für Villingen erstmals konkret in Erscheinung (999). Im Mit- und Gegeneinander zu den staufischen Königen entstand im südwestlichen Schwaben und nordöstlichen Burgund ein fürstliches Territorium, das auch neu gegründete „Zähringerstädte“ mit einschloss.
 

 
(Rechts: Mit Schwertern / Links: Rückseite)

 

 
Klasse
1866 -1918
(Volle)
1914-1918
(Volle)
1914-1918
(Roth)
Großkreuz
65
41
43
Kommandeurskreuz 1. Klasse
82
53
55
Kommandeurskreuz 2. Klasse mit Eichenlaub
21
0
1
Kommandeurskreuz 2. Klasse
174
107
105
Ritterkreuz 1. Klasse mit Eichenlaub
244
138
139
Ritterkreuz 1. Klasse
718
525
514
Ritterkreuz 2. Klasse mit Eichenlaub
1539
1504
1479
Ritterkreuz 2. Klasse
6754
6367
6317


Geschichte

 

Die Stiftung des Ordens erfolgte am 26.12.1812 und die grün-gelbe Farbe des Ordens soll auf das Wappen Kaiser Napoleons zurückgehen, der an der Entstehung Badens bzw. des Rheinbundes großen Anteil hatte. Der Orden ist unter anderem heute deshalb so bekannt, weil er zu den schönsten deutschen Orden gehört und dessen Juwelierkunst in Europa seinesgleichen sucht. Der Orden selbst wurde immer wieder erweitert, so im Jahre 1840 zu einem Orden mit vier Klassen, ab 1866 fünf Klassen und 1877 wurde der Berthold I. Orden zusätzlich, als höchste Stufe dieses Ordens, gestiftet und dann 1896 ausgegliedert. Für besondere Verdienste bzw. doppelte Verleihung, konnte der Orden mit Eichenlaub verliehen bzw. zusätzliche verziert werden. Ab 1866 wurden die militärischen Verdienste besonders berücksichtigt und der Orden konnte mit gekreuzten Schwertern verliehen werden.
 


(Mit Eichenlaub)



Was diesen Orden so besonders und vor allem für Baden so typisch macht, ist die Ruine des Stammschlosses Zähringen nahe Freiburg im Breisgau auf dem Medaillon des Ordens.
Die Ordensdekoration bestand damals aus dem am handbreiten Schulterband (rote mit zwei goldenen Bordstreifen) getragenen Ordenskleinod und dazugehörigem Bruststern. Das Ordenszeichen selbst besteht aus einem grünemaillierten Kreuz mit gleich langen Armen, deren Winkel mit goldenen Spangen ausgefüllt sind. Das Medaillon ist goldgeränderte und zeigt das frabige dargestellte Stammschloss der Zähringer in Emaille. Auf der Rückseite ist der Zähringer Löwe abgebildet, auf rotem Grund und nach rechts gewandt. Verliehen wurde er in einem weinroten, mit Leder bezogenen Etuis, auf dessen Deckel das gekrönte Herrschermonogram aufgeprägt ist.


Ordensträger

 
Träger des Großkreuzes mit Brillianten
(Sonderstufe des Großkreuzes mit einer Collane)
1815:
Reinhard von Berstett, Badischer Minister
1854:
Napoleon Duc de Bassano, Kaiserlicher französischer Oberkammerherr
1856:
Graf von Keller, Königlich Preußischer Oberhof- und Hausmarschall
1856:
Heinrich von Pückler, Königlich Preußischer Hofmarschall
1857:
Graf von Severine, Kaiserlich Russischer Gesandter
1861:
Williamoff, Kaiserlich Russischer General à la Suite
1863:
Graf Stroganoff, Kaiserlich Russischer Hofstallmeister
1875:
August von Werder, Preußischer General
1889:
Moritz von Cohn, Bankier
1889:
Eduard von Simson, vormals Präsident des Reichsgericht